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Der katholische Priester Bekong Tobias wurde am vergangenen 2. Jänner in der Nähe der Pfarre Saint Charles Lwanga am Checkpoint-Molyko, Buea, in der anglophonen Region im Südosten Kameruns von bewaffneten Männern festgenommen, die angeblich den Sicherheitskräften angehören. In der Region herrscht seit Jahren ein Konflikt zwischen der staatlichen Armee und den dort ansässigen Unabhängigkeitsbewegungen.

Einem Zeugen zufolge wurde der Priester, der auch Rektor des Saint Paul’s College Bojongo ist, von bewaffneten Männern brutal in einen Militärlastwagen gestoßen. Die Soldaten sollen in diesem Zusammenhang auch das Auto des Priesters durchsucht aber nichts Verdächtiges gefunden haben.

Einige Stunden später trafen Offiziere der Armee am Ort der Verhaftung ein und versuchten, die Identität der bewaffneten Männer festzustellen, wobei sie behaupteten, man wüsste nicht, welcher Einheit oder Organisation sie gehörten. Laut Zeugenaussagen wurde die Verhaftung jedoch von Soldaten des Schnellen Interventionsbataillons (BIR), einer Eliteeinheit der kamerunischen Armee, durchgeführt. Ein Video der Festnahme von Pfarrer Tobias wurde in den sozialen Medien veröffentlicht. (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS/wikipedia)

„Wir stehen in ständigem Kontakt mit Schwester Abrehhet Cahasai, der Oberin unserer Gemeinschaft in Äthiopien, und mussten erfahren, dass unsere Schwester zusammen mit fünf anderen Ordensleuten und mehreren Diakonen am vergangenen Dienstag, dem 30. November, verhaftet wurde. Die Sorge um sie ist groß. Wir haben keine Nachrichten und verstehen immer noch nicht den Grund für eine solche Aktion“, so Schwester Raffaella Pedrini, Generaloberin der Ursulinen von Gandino, bestätigt Fides, mit Bezug auf eine Razzia gegen katholische Ordensleute am 30. November, bei der unter anderem ihre Mitschwester, Schwester Abrehet Teserma von den Ursulinen von Gandino, verhaftet wurde.

Die achtundvierzigjährige Abrehet Teserma ist Erzieherin im Kindergarten in Shola, Addis Abeba, einem von zwei Kindergärten, die dem Orden in der äthiopischen Hauptstadt gehören. Die Ursulinen von Gandino, die seit 1967 in Äthiopien tätig sind, widmen den größten Teil ihrer Aktivitäten dem Unterricht und der Gesundheitsfürsorge. Sie haben Niederlassungen im ganzen Land, einige davon in den nördlichen Gebieten, dem Schauplatz des schrecklichen Konflikts, der Äthiopien seit etwas mehr als einem Jahr heimsucht. In Adigrat, einem der wichtigsten Missionszentren, der Hauptstadt des Staates Tigray, gibt es neben einem Haus für angehende Ordensleute zwei Kindergärten, eine Grundschule und eine Mittelschule, in denen etwa 1400 Schüler unterrichtet werden. „Im Norden haben wir drei Häuser, von denen zwei, in Adigrat und Wukro, in Tigray liegen. Wir haben schon lange nicht mehr mit unseren Schwestern dort sprechen können. Wir haben keinen Kontakt und keine Nachrichten. U m Informationen zu erhalten, lasen wir früher die Zeitungen, die über die Ereignisse bereichten… Im Übrigen stehen wir in regelmäßigem Kontakt mit unserer dortigen Oberen, Schwester Abrehhet Cahasai, die uns in dieser kritischen Situation einige Informationen geliefert hat. Wir hatten auch erst kürzlich mit ihr gesprochen und ahnten nichts von einer drohenden Gefahr, wir konnten uns nicht vorstellen, dass es zu einer Verhaftung kommen würde“.

Neben Schwester Abrehet Teserma wurden fünf Schwestern der Kongregation der Töchter der Nächstenliebe des Heiligen Vinzenz von Paul und zwei Diakone verhaftet. Beobachtern zufolge könnte die Tatsache, dass es sich bei den verhafteten Ordensleuten Vertreter der ethnischen Gruppe der Tigray handelt, Teil einer Kampagne der Regierungstruppen gegen diese Volksgruppe sein, die beschuldigt werden, die Rebellen der TPLF (Tigray People’s Liberation Front) im ganzen Land unterstützt zu haben. „Unsere Ordensschwestern in Äthiopien sind überwiegend Tigrayanerinnen. Wir sind sehr besorgt über das Schicksal unserer verhafteten Schwestern und Brüder und stehen in Kontakt mit der anderen Gemeinde, die von diesem Vorfall betroffen ist. Wir denken daran, das Sekretariat der äthiopischen katholischen Kirche zu kontaktieren“, so Schwester Raffaella Pedrini abschließend.

Die Kongregation der Ursulinen von Gandino wurden 1818 in der norditalienischen Provinz Bergamo gegründet und hat insgesamt 51 Häuser, davon 23 in Italien, 2 in Polen, 12 in Eritrea, eines im Südsudan, 7 in Äthiopien, 4 in Argentinien, 2 in Brasilien. In Äthiopien sind die Schwestern in Addis Abeba, Dessié, Kobbo, Wukro, Adigrat und Tullo mit Ordensgemeinschaften vertreten. (Quelle: Fidesdienst, Bild: Andro96/wikipedia)

Anti-Konversionsgesetze schüren Gewalt gegen religiöse Minderheiten. In Zentralindien nehmen Diskriminierung und Gewalt gegen Christen weiter zu, nachdem nationalistische Hindus ihre Kampagnen zur „Rückbekehrung“ der einheimischen Bevölkerung intensiviert haben. „Die Menschen sind verängstigt, weil radikale Hindu-Gruppen Druck auf die einheimischen Christen ausüben, damit sie ihren Glauben aufgeben“, erklärt der Priester Rocky Shah gegenüber dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN). Shah ist Öffentlichkeitsbeauftragter der Diözese Jhabua im indischen Bundesstaat Madhya Pradesh. Dort machen die Christen weniger als ein Prozent der rund 71 Millionen Einwohner aus.

Von Seiten fanatischer Hindus seien Kampagnen gegen Seelsorger der verschiedenen christlichen Konfessionen gestartet worden, berichtet Shah. „Sie drohen auch mit dem Abriss unserer Kirchen unter dem falschen Vorwand, diese seien illegal auf dem Land der Ureinwohner errichtet worden.“ Nachdem es sogar zu konkreten Abrissplänen gekommen war, habe sich jedoch die Bezirksverwaltung schützend vor die christliche Minderheit gestellt: „Sie haben über 300 Polizisten geschickt, um unsere Kathedrale in Jhabua und andere kirchliche Einrichtungen zu schützen.“

Bis zu zehn Jahre Haft für Religionswechsel

Doch nicht immer können die Christen auf Beistand des Staates hoffen. Im Bundesstaat Madhya Pradesh ist im Januar 2021 ein sogenanntes Anti-Konversionsgesetz in Kraft getreten. Es sieht bis zu zehn Jahre Gefängnis für Personen vor, die zum Christentum oder zum Islam konvertieren. Ein Übertritt von anderen Religionen zum Hinduismus ist jedoch jederzeit möglich.

Madhya Pradesh ist einer von derzeit acht der 28 indischen Bundesstaaten, die Anti-Konversionsgesetze verabschiedet haben. Anderorts sind ähnliche Vorschriften geplant. In diesen Regionen ist die Bharatiya Janata Party (BJP) in der Mehrheit, die mit Narendra Modi auch den Chef der Zentralregierung in Neu-Delhi stellt. Die BJP fährt seit Jahrzehnten einen strikt nationalistischen Kurs. Der Hinduismus gilt ihr als integraler Bestandteil der indischen Nation; andere Religionen als schädliche ausländische Einflüsse. Ausnahmen billigen die Anhänger der BJP lediglich den Anhängern der animistischen Stammesreligionen zu.

Als Ministerpräsident Modi Ende Oktober Papst Franziskus im Vatikan besuchte, stellte ein Bündnis aus Nichtregierungsorganisationen den Bericht „Christians under attack in India“ (Angriffe gegen Christen in Indien) vor. Der Bericht verzeichnet allein für das laufende Jahr bislang über 300 Vorfälle antichristlicher Gewalt in Indien.

„Rückbekehrungszeremonien“ und Anklagen wegen missionarischer Tätigkeit

Auch im Bundesstaat Madhya Pradesh bekamen die Christen die Folgen zu spüren, nachdem das Anti-Konversionsgesetz verabschiedet war. Rocky Shah berichtet: „Mehr als ein Dutzend Christen wurde inhaftiert. Selbst ein Akt der christlichen Nächstenliebe kann als Bekehrungsversuch gewertet werden.“

Auch würden vermehrt einheimische Christen vor die Behörden geladen, um nachzuweisen, dass sie unter Zwang missioniert worden seien. In der Region seien aktuell 56 christliche Priester, Pastoren und Gemeindeleiter wegen mutmaßlicher illegaler Bekehrungsversuche angeklagt. „Wir werden mit den Behörden zusammenarbeiten. Wir haben nichts zu verbergen. Die Wahrheit wird nach der Untersuchung ans Licht kommen“, zeigt sich der Priester Rocky Shah „Kirche in Not“ gegenüber zuversichtlich.

Adventslieder reichten für Inhaftierung und Anklage

Welche Wirkung der Vorwurf der Zwangs-Missionierung haben kann, zeigt der Fall des Priesters George Mangalapilly, ebenfalls aus dem Bundesstaat Madhya Pradesh. Er war Ende September nach vier Jahren juristischer Auseinandersetzung vom indischen Supreme Court in letzter Instanz freigesprochen worden. Der Vorwurf an ihn lautete: Religiöse Zwangskonversion durch das Abhalten einer Adventsfeier. Der Vorfall hatte sich bereits am 14. Dezember 2017 ereignet.

Gegenüber „Kirche in Not“ schildert Mangalapilly, was damals passiert war: „Ich fuhr mit einem anderen Priester und 32 Priesterseminaristen in das Dorf Bhumakahar. Wie schon in den Vorjahren hatten wir mithilfe der Dorfbewohner ein Adventsprogramm organisiert. Die Veranstaltung war fast vorbei, als eine Gruppe von Leuten auftauchte, die Zusammenkunft unterbrach, uns beschimpfte und versuchte, einige Seminaristen zu schlagen.“

Bei den Personen habe es um radikale Hindus gehandelt. „Sie warfen uns vor, die Bevölkerung zum Christentum zu bekehren. Außerdem sei die Feier von den Behörden nicht genehmigt.“ Die alarmierte Polizei führte die Gruppe aus Priestern und Seminaristen – insgesamt über 40 Personen – ab und sperrte sie über Nacht in einen kleinen Raum in der Polizeistation. Erst gegen Kaution wurde die Gruppe freigelassen.

Angst vor Auflösung der traditionellen Gesellschaftsordnung

Schließlich wurde Anklage gegen George Mangalapilly erhoben. Grundlage war das Religionsfreiheitsgesetz (Freedom of Religion Act) des Bundesstaates Madhya Pradesh, das bereits vor dem neuen Anti-Konversionsgesetz in Kraft war. Demnach ist missionarische Tätigkeit mithilfe von Zwang verboten. Offen bleibt, was unter Zwang fällt und was nicht. Der Priester durchlebte eine schwere Zeit, berichtet er gegenüber „Kirche in Not“: „Ich musste viele Gerichtsverhandlungen durchstehen.“ Letztlich sei die Anklage aber haltlos gewesen.

Sein Fall wegen einer Adventsfeier sei außergewöhnlich, aber kein Einzelfall. „Solche Christenverfolgungen sind nichts Neues“, erklärte Mangalapilly. Ursache für Attacken und Anschuldigungen gegen Christen sei schlicht die Angst vor einer Auflösung der traditionellen Gesellschaftsordnung, die radikalen Hindus sakrosankt ist. Die Kirche aber stehe auf Seiten der unterdrückten Menschen: „Wir bringen Menschen das Lesen und Schreiben bei. Und natürlich haben einige Menschen Angst, dass die Unterdrückten auf ihre Rechte pochen, wenn sie Bildung erhalten.“

Pater George Mangalapilly, ein indischer Priester, ist kürzlich vom Tatvorwurf der „religiösen Zwangskonvertierung“ freigesprochen worden. Am 14. Dezember 2017 wurde er zusammen mit 32 Seminaristen (Theologiestudenten) von einer Gruppe radikaler Hindu-Extremisten angegriffen, als er im Dorf Bhumkahar, Jawahar Nagar im Bundesstaat Madhya Pradesh, Weihnachtslieder sang. Sie wurden zur Polizeiwache gebracht und noch in derselben Nacht wurde Anzeige gegen Pater George erstattet. Erst im September dieses Jahres wurde er nach vier Jahren juristischer Auseinandersetzungen vom Obersten Gericht Indiens freigesprochen. In einem Interview mit dem internationalen katholischen Hilfswerk und der Päpstlichen Stiftung KIRCHE IN NOT (ACN) spricht er darüber.

KIRCHE IN NOT: Können Sie die Ereignisse an jenem Tag im Dezember 2017 beschreiben?

Wir – zwei Priester und 32 Seminaristen, Theologiestudenten – waren ins Dorf Bhumkahar, Jawahar Nagar gefahren, das etwa 16 Kilometer vom Seminar entfernt ist. Wie schon in den vorhergehenden Jahren, hatten wir mithilfe der Dorfbewohner ein Weihnachtsprogramm mit verschiedenen kulturellen Aktivitäten organisiert. Die Veranstaltung war schon fast vorbei, als eine Gruppe von Leuten auftauchte, die Zusammenkunft unterbrach, Schimpfwörter benutzte und versuchte, einige unserer Seminaristen zu schlagen. Sie befahlen uns, aufzuhören, und sagten, wir bräuchten eine offizielle Genehmigung für eine solche Veranstaltung. Einige Minuten später trafen mehrere Polizisten aus der Stadt ein, die uns anwiesen, die Veranstaltung abzubrechen, und uns alle auf die Polizeiwache brachten.

Sie warfen uns vor, wir hätten versucht, die lokale Bevölkerung zum Christentum zu bekehren. Es war jedoch eine Veranstaltung, die wir schon seit vielen Jahren organisierten; sie gehörte zur Seminarausbildung. Auf dem Weg zur Polizeistation kontaktierten wir das Priesterseminar und es kamen noch weitere Priester zum Polizeirevier. Nach einer Stunde oder etwas mehr erreichten wir die Wache und sie pferchten uns alle bis zum frühen Morgen in einem überfüllten Raum der Polizeiwache ein: 32 Seminaristen, zwei Priester und sieben weitere Priester, die aufs Revier gekommen waren, um sich nach der Angelegenheit zu erkundigen, einschließlich des Seminarrektors und eines lokalen Fahrers.

Wie haben Sie sich gefühlt, als die Polizei Sie verhaftet hat?

Das Gericht bewilligte die Freilassung auf Kaution sehr spät am Abend. Erst nachdem die Kaution bewilligt worden war, durften auch alle anderen zum Seminar zurückfahren. Um 19.30 Uhr kamen wir dort an – wir waren also erst nach über 24 Stunden wieder im Seminar. Stundenlang waren wir ohne Essen und Trinken auf dem Polizeirevier festgehalten worden. Da es um die Beschuldigung der Konversion ging, fürchteten wir, nicht auf Kaution freigelassen zu werden.

In jenem Moment hatte ich Angst. Angst wegen der Ungewissheit, was passieren würde, obwohl ich gleichzeitig auch wusste, dass ich nichts Unrechtes getan hatte. Ich machte mir große Sorgen um die 32 Seminaristen, die alle mit uns in dem einen Raum waren, empfand aber auch Zuversicht, weil die Mitarbeiter und die anderen Priester bei mir waren.

Nach Ihrer Verhaftung haben die radikalen Hindus Ihr Auto angezündet und gedroht, Sie zu töten…

Ja, sie haben das Auto angezündet, aber es saß niemand darin. Das Auto der Claretiner-Patres die gekommen waren, um sich nach uns zu erkundigen, und die eine Schule im Dorf in der Nähe des Priesterseminars betreiben, wurde in Brand gesteckt, während sie – vier Priester – bei mir auf der Polizeiwache waren. Wir wissen nicht, wer es getan hat, aber wir wissen, dass es jemand aus der radikalen Gruppe war. Die Polizei hat eine Person verhaftet und den Fall nur der Form halber zur Anzeige gebracht, später wurde der Betreffende freigelassen. Die Priester haben keine Entschädigung erhalten. Auch die Fahrzeuge des Priesterseminars wurden beschlagnahmt und die Dinge, die sich darin befanden, sind verloren gegangen.

Warum wurde behauptet, Sie würden etwas Illegales tun?

Was wir taten, war zulässig, aber dennoch hat man uns vorgeworfen, wir wollten mit diesem Programm die Menschen zum Christentum bekehren. Gemäß dem Freedom of Religion Act (Religionsfreiheitsgesetz) von Madhya Pradesh des Jahres 1968 darf niemand jemanden unter Zwang zum Christentum bekehren. Diese Anschuldigung war jedoch in unserem Fall falsch und unbegründet. Das Seminar besteht seit über 25 Jahren und wir haben noch nie jemanden zur Konversion gezwungen. Derjenige, der mich beschuldigt hatte, war ein armer, ungebildeter Mann. Er selbst sagte gegenüber den Medien aus und änderte seine eigene Aussage während des Prozesses vor Gericht.  So konnten wir den Fall vor dem Obersten Gericht gewinnen.

Abgesehen von der Aussage dieses Mannes findet sich nichts in den Akten, was gegen mich verwendet werden könnte. Wir hegen keine Rachegefühle gegen ihn; ich habe ihn einige Male getroffen und ihm ist inzwischen klar, welch schreckliche Folgen sein Handeln hatte.

Pater George, wie waren diese vier Jahre, in denen Sie auf das endgültige Urteil gewartet haben?

Es war eine sehr harte Zeit für uns alle. Ich musste viele Gerichtsverhandlungen durchstehen. Alle zwei Wochen musste ich zum Gericht fahren und dort eine Unterschrift leisten, zweieinhalb Jahre lang. Dieses besondere Ereignis war zwar ein Einzelfall, aber es hat noch viele andere Angriffe auf Christen gegeben. In unserem Fall haben wir vor dem Obersten Gerichtshof Berufung eingelegt, weil wir wussten, dass wir unsere Unschuld beweisen konnten, aber es gibt viele andere Fälle, die immer noch nicht abgeschlossen sind. Auch in der Vergangenheit wurden Menschen verfolgt und inhaftiert – aber der Glaube der Christen ist trotz dieses Drucks sehr stark. Keine Verfolgung wird uns jemals von unserem Glauben abbringen können.

Welchen Grund hat diese Verfolgung von Christen in Indien?

Solche Christenverfolgungen sind nichts Neues; nicht zum ersten Mal in der Geschichte Indiens gibt es solche Fälle – Fälle wie den unseren. Das betrifft vor allem Bundesstaaten, die von radikalen Hindu-Parteien regiert werden.

Sie haben Angst vor den Christen, weil wir den Menschen Unterricht erteilen, insbesondere den Armen, Marginalisierten und Unterdrückten. Wir bringen Menschen das Lesen und Schreiben bei, die es vorher nicht konnten. In Indien gibt es sehr viele Arme und Analphabeten und die Kirche vermittelt ihnen Bildung. Und natürlich haben Einige Angst, dass die Menschen auf ihre Rechte pochen, wenn sie Bildung erhalten.

Die Kirche wächst unter Verfolgung; sie wächst nicht, wenn alles zu bequem ist. Denn unser Herr hat gesagt: „Wenn einer hinter mir hergehen will, verleugne er sich selbst, nehme sein Kreuz auf sich und folge mir nach“ (Mt 16,24). So wächst sie, das ist ein wesentlicher Bestandteil des Christentums. Dank der Vorsehung Gottes konnte ich durch das, was ich durchgemacht habe, die Botschaft des lebendigen Christus weltweit wirksamer verkünden als unsere Verkündigung es in den letzten Jahren vermochte.

Das hilft Menschen, die Botschaft Jesu kennenzulernen; wie wir einander lieben, wie wir unseren Glauben an Jesus leben …Ich danke Ihnen allen aufrichtig, den Medien, den Anwälten, den Richtern, allen Kirchenvertretern. Wir beten für alle, auch für die, die gegen uns waren, auch für die Angreifer von damals, so wie der Herr Jesus uns geboten hat, auch für die zu beten, die uns verfolgen.

Bischof Stefano Li Side von Tianjin aus der Volksrepublik China starb am 8. Juni 2019 im Alter von 92 Jahren während seines Hausarrests. Bischof Li Side hatte nie seine Treue zum Heiligen Stuhl bestritten. Es war diese Treue, die zu seiner mehrmaligen Verhaftung, zu 17 Jahren in Straflagern und seit 1992 zum Hausarrest in einem kleinen, entlegenen Bergdorf führte.

Die chinesischen Behörden erlaubten zum Beispiel kein öffentliches Begräbnis auf einem katholischen Friedhof.

Papst em. Benedikt XVI.: „Die Kirche in China braucht gerade in dieser Zeit das Gebet der Weltkirche. Ich lade zunächst alle chinesischen Katholiken ein, ihr Gebet fortzusetzen und zu intensivieren, insbesondere zu Maria, der starken Jungfrau. Aber es muss auch eine Verpflichtung für alle Katholiken der Welt sein, für die Kirche in China zu beten: Diese Gläubigen haben das Recht auf unser Gebet, sie brauchen unser Gebet.“

Dieses und viele andere Beispiele zeitgenössischer Märtyrer finden Sie im Kalender der Märtyrer, den Sie in unserem Webshop bestellen können: https://bit.ly/2QuyjDG

Der ICC hat erfahren, dass am 26. August 2021 eine 17-jährige Christin von der ägyptischen Polizei festgenommen wurde, als sie eine Kirche in Kairo verließ. Bei der letzten Kommunikation mit ihr bestätigte sie ihre Verhaftung. Ihr aktueller Aufenthaltsort und ihr Gesundheitszustand sind jedoch weiterhin unbekannt.

Die junge Frau war vom Islam zum Christentum konvertiert, was sie einige Jahre lang erfolgreich vor ihrer Familie geheim gehalten hatte, so dass nur ein atheistischer Verwandter davon wusste. Er riet ihr, Ägypten zu ihrer eigenen Sicherheit zu verlassen. Sie bewarb sich erfolgreich an einer Universität in Texas und erhielt das Präsidentenstipendium in Höhe von 22.000,00 $ pro Jahr sowie weitere kleinere Stipendien. Sie organisierte ihre Reise über die amerikanische Botschaft in Kairo.

Der Grund für ihre Verhaftung ist unklar, aber sie erfolgte, als sie die Kirche verließ, um die amerikanische Botschaft aufzusuchen. Es ist möglich, dass ihre Familie von ihrem Vorhaben, das Land zu verlassen, und ihrer Konversion zum Christentum erfuhr und die Polizei rief. Muslimische Konvertiten werden häufig von ihren Familienmitgliedern bedroht und von den ägyptischen Behörden festgenommen, was ihre Situation besonders bedrohlich macht.

Ein Partner teilte der ICC mit: „Sie hatten ihr alles genommen, auch das Geld, das sie hatte. Wir hatten bis wenige Minuten vor diesem Vorfall mit ihr in Kontakt gestanden. Wir haben gewartet und gewartet, um von ihr zu hören, aber es gab keine Nachricht. Wir wussten nicht, was wir denken sollten oder wie wir sie finden konnten. Einige Stunden später erhielten wir Nachrichten von ihr auf einem Telefon, das sie sich von einem Mitgefangenen geliehen hatte. Wir wussten, dass sie es war, denn sie sagte Dinge, die nur sie wissen konnte. Auf diese Weise erfuhren wir von ihrer Verhaftung.

„Das ist das letzte, was wir von ihr wissen. Wir sind furchtbar besorgt um ihre Sicherheit, jetzt und in Zukunft. Wir sind für jede Hilfe sehr dankbar“, so der Partner weiter.

Eine Person, die mit dem Fall in Verbindung steht, teilte mit: „Ihr Telefon ist immer noch ausgeschaltet. Wir haben also keine Ahnung, wo sie ist oder ob sie in Sicherheit ist. Seit ich versucht habe, sie per FaceTime zu kontaktieren, um mich zu vergewissern, dass sie tatsächlich diejenige ist, mit der wir kommunizieren, und dass es ihr körperlich gut geht, ist ihr Telefon ausgeschaltet. Ägypten ist ein Polizei- und Geheimdienststaat, der wie die Mafia Eigeninteressen verfolgt und sich durch Falschmeldungen auszeichnet, die alles andere als wahr sind, durch das Erdichten von Tatbeständen und das Ausdenken von Anschuldigungen.“ (Quelle: ICC)

Der christliche Konvertit Hamid Soudad sitzt seit dem 20. Jänner hinter Gittern. Noch am Tag der Festnahme kam er in der Küstenstadt Arzew (Provinz Oran) vor ein Gericht. Es verurteilte ihn wegen Beleidigung des islamischen Propheten Mohammed zur Höchststrafe von fünf Jahren Gefängnis. Er soll im Internet eine Karikatur geteilt haben. Am 22. März bestätigte der Gerichtshof der Stadt Oran das erstinstanzliche Urteil.

Der Anwalt des Verurteilten ist davon überzeugt, dass die unverhältnismäßige Härte des Strafmaßes in Soudads Glaubenswechsel vom Islam zum Christentum begründet liegt. Dieser ist vierfacher Familienvater. Sein jüngstes Kind ist ein halbes Jahr alt, die anderen drei sind zwischen drei und sechs Jahre alt. Gegen das Urteil legte Soudad Rechtsmittel ein.

Die US-Kommission für Internationale Religionsfreiheit kritisierte dieses und weitere Urteile gegen Konvertiten. Es handele sich um unverhohlene Versuche, das Recht algerischer Christen auf Religionsfreiheit zu verweigern. Ein Buchhändler aus Oran und sein Angestellter waren im Februar wegen Mission zu jeweils zwei Jahren Haft verurteilt worden. 

Der Anteil der Christen unter den 43 Millionen Einwohnern Algeriens – fast ausschließlich Muslime – liegt bei 0,3 Prozent. Die rund 129.000 Christen haben fast alle einen muslimischen Hintergrund. Wenn ihre Hinwendung zu Christus bekannt wird, verlieren sie meist ihren Arbeitsplatz und werden bei der Arbeitssuche diskriminiert. (Quell: IDEA)

Die burmesische Armee hat drei Pastoren der christlichen Baptistenkirche festgenommen, die ein Gebetstreffen für den Frieden in Myanmar leiteten. Wie lokalen Quellen bestätigten, waren zu dem ökumenischen Gebetstreffen für den Frieden, bereits am 3. März Staat Kachin im Norden Myanmars stattfand, waren Gläubige aller Konfessionen in Myanmar eingeladen. Dieses Treffen wurde von den Behörden als „subversiv“ bezeichnet und unter diesem Vorwand wurden Pastor Koshan Singsar (Kachin Baptist Church), Pastor Z Kaw Htinah (Christ Church) und Pastor M Hawng Di (Rawan Baptist Church) festgenommen. Sie wurden demnach gemäß Artikel 505, Absätze (a) und (b) des myanmarischen Strafgesetzbuches strafrechtlich verfolgt, das diejenigen bestraft, die Terror, Falschmeldungen und Subversion gegen den Staat oder seine Vertreter fördern.

Ein katholischer Priester aus der Diözese Myitkyina betont dazu gegenüber Fides: „Das sind absurde Anschuldigungen. Wir können es kaum glauben. Die Militärjunta von Myanmar fürchtet sogar Gebete für den Frieden und die Macht Jesu Christi…. Das Gebet ist keine Subversion, es vertraut sich Gott an. Wir werden weitermachen um von Gott das Geschenk des Friedens zu erflehen“.

Unterdessen hat die Militärjunta die Freilassung von 2.296 politischen Gefangenen angeordnet, darunter Journalisten, Jugendliche und Intellektuelle, die an den friedlichen Demonstrationen nach dem Putsch vom 1. Februar teilgenommen hatten. Nach Angaben des Armeesprechers haben sich die Freigelassenen „nicht an Gewalttaten beteiligt.“ In burmesischen Gefängnissen befinden sich jedoch nach Angaben des Hilfsvereins für politische Gefangene noch immer 5.200 politische Gefangene. Unter den Personen des öffentlichen Lebens in den Gefängnissen sind zahlreiche bei den Wahlen im November 2020 rechtmäßig gewählte Parlamentarier und die demokratischen Anführerin Aung San Suu Kyi. (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS)

P. Michael Aung Ling, Pfarrer der katholischen Kirche St. Joseph in Kanpetlet (Diözese Hkha) im burmesischen Bundesstaat Chin, an der Grenze zu Indien, wurde am heutigen 16. Juni vom Militär festgenommen und befindet sich in Haft. Wie eine Quelle aus Kreisen der Ortskirche bestätigte „ist sein Schicksal sehr besorgniserregend, weshalb wir seine sofortige Freilassung fordern“. Wie ein Augenzeuge berichtet, nahmen die Soldaten den katholischen Geistlichen heute Morgen mit, nachdem sie in seine Wohnung eingedrungen waren. Er soll angeblich die Chinland Defense Forces (CDF) unterstützen, die zu den überall in Myanmar nach dem Putsch vom 1. Februar entstandenen Volkswiderstandskräften gehören. Nach Angaben des Militärs bot der Pfarrer Jugendlichen des Widerstands in seiner Pfarrkirche Zuflucht. Die Armee beschlagnahmte auch Säcke mit Reis und Lebensmitteln, die von der Gemeinde als Vorrat für die Schüler der Internate aufbewahrt werden.

„Diese Episode ist ein weiterer Akt der Gewalt und Grausamkeit gegen Menschen oder Einrichtungen der Ortskirche“, beklagt eine einheimische Ordensfrau. Kanpetlet, eine kleine Stadt mit 2000 Einwohnern, in einer hügeligen Gegend, war in der Vergangenheit ein beliebter Fremdenverkehrsort. Auch die katholische St.-Joseph-Kirche befindet sich am Fuße des historischen Victoria-Berges („Khonuthong“ in der Landessprache), ein Ort von außergewöhnlicher naturalistischer Schönheit, der zum Kulturerbe der Vereinigung der Südostasiatischen Nationen (ASEAN) gehört.

Im Bundesstaat Chin im Osten Myanmars an der Grenze zu Indien haben sich die Zusammenstöße zwischen der burmesischen Armee und lokalen Widerstandskämpfern im Kanpetlet-Gebiet im Süden des Bundesstaates verschärft. In den vergangenen Tagen mussten rund 2.000 Einwohner des Ortes aus ihren Häusern fliehen. „Nachdem die Menschen ihre Häuser verlassen haben, plündern die Streitkräfte des Regimes Eigentum und leerstehende Häuser“, so einheimische Beobachter.
Widerstandskämpfer, die mit handgefertigten Waffen wie Schrotflinten und handgefertigtem Sprengstoff ausgestattet sind, wenden Guerilla-Taktiken an, um die Streitkräfte des Regimes mit Hinterhalten zu bekämpfen. Die burmesische Armee wiederum setzt schwere Waffen ein.

In der Diözese Hakha sind von einer Bevölkerung von über 700.000 Einwohnern, die hauptsächlich der ethnischen Gruppe der Chin angehören, etwa 35.000 katholische Gläubige, während rund 40% der Gesamtbevölkerung sind protestantische Christen sind. (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS/wikipedia)

Die birmanische Armee hat Pfarrer Columban Labang Lar Di, Priester der Diözese Banmaw, festgenommen. Wie die Ortskirche gegenüber Fides bestätigt, wurde der Priester bereits am 14. Mai auf dem Weg in die Stadt Myitkyina festgenommen, wo er Hilfsmittel für mittellose Familien abholen sollte, die an der Bewegung des zivilen Ungehorsams gegen den Militärputsch teilnehmen, zu dem es am 1. Februar dieses Jahres in Myanmar gekommen war. Nach Angaben von Personen aus dem Umfeld des Priesters, hatte dieser in den vergangenen Monaten zahlreichen Zivilisten geholfen und sich um humanitäre Hilfe für diejenigen gekümmert, die auf den Straße protestieren oder sich auf irgendeine Weise dem friedlichen Protest anschlossen, und damit im Geiste der Solidarität und der christlichen Nächstenliebe gearbeitet.

Die Nachricht von der Verhaftung des Priesters, löste nach ihrem Bekanntwerden zahlreiche Reaktionen in der Zivilgesellschaft und in der birmanischen Kirche aus und markiert einen weiteren Schritt in Richtung der Zunahme der Gewalt durch das Militär, das versucht auch Mitarbeiter und Vertreter der katholischen Kirche einzuschüchtern. Berichten zufolge sollte der Priester freigelassen werden, aber die Gemeinde in Banmaw, in der der Missionar arbeitet, hat die Gerüchte über seine angebliche Freilassung dementiert.

Zahlreiche Priester und Ordensleute im ganzen Land stellen sich an die Seiter der hilflosen und schutzlosen Zivilbevölkerung und helfen mittellosen oder arbeitslosen Menschen mit humanitärer Hilfe und Nahrungsmitteln. Doch diese Hilfeleistung ist nun gefährdet.

Viele Fachkräfte und Arbeitnehmer in Myanmar, deren Tätigkeit für die Wirtschaft des Landes von entscheidender Bedeutung ist, haben sich der Bewegung für zivilen Ungehorsam gegen die Militärjunta angeschlossen. Mitarbeiter des Gesundheitswesens und Ärzte, Banker, Anwälte, Lehrer, Ingenieure und Beamte im ganzen Land fordern das Militär auf, demokratische Institutionen wiederherzustellen. Zur Durchsetzung ihrer Forderungen weigern sie sich, an den Arbeitsplatz zurückzukehren.

Wie der Chirurg Zwe Min Aung aus Naypyidaw erklärte, hat „dieser spezielle Boykott keinen Anführer, sondern ist spontan an der Basis entstanden, um auf friedliche und gewaltfreie Weise zu protestieren“. Derzeit finde eine fortschreitende Verbreitung hauptsächlich dank sozialer Medien.

Unterdessen entließ die Militärjunta am gestrigen 16. Mai mehr als 150.000 Lehrer aus Schulen aller Bildungsstufen bis hin zur Universität, und verhaftete zehntausend Zivilpersonen im ganzen Land. Seit dem 1. Februar hat die Armee Hunderte von Mitgliedern der Nationalen Liga für Demokratie festgenommen, der Partei, die die Wahlen im November 2020 gewonnen hatte und von der ebenfalls verhafteten Nobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi geleitet wird.

Die katholische Diözese Banmaw hat 34.000 Katholiken und befindet sich im Bundesstaat Kachin im Nordosten von Myanmar. (Quelle: Fidesdienst)

Zwei Christen wurden wegen „Proselytismus“ (Bemühung um einen Wechsel der Konfession) zu zweijährigen Haftstrafen und hohen Geldstrafen verurteilt. Geahndet werden Vorfälle aus den Jahren 2008 und 2017. Pastor Rachid Seighir und einer seiner Gemeindemitglieder, Nouh Hamimi, erfuhren von ihren Strafen durch eine schriftliche Benachrichtigung, die an ihrem Kirchengebäude in Oran angeschlagen wurde.

Im September 2017 wurde eine Buchhandlung, die Pastor Rachid gehörte und in der Hamimi als Verkäufer arbeitete, von den Behörden in Oran durchsucht. Nachdem sie christliche Bücher, Druckmaschinen und Bibeln gefunden hatten, schloss der Gouverneur die Buchhandlung. 2018 und 2019 gewann die Kirche Gerichtsverfahren, die die Neuöffnung des Buchladens verfügten. Der Gouverneur weigerte sich jedoch, die Gerichtsentscheidung zu befolgen. Die Buchhandlung ist seit dem ursprünglichen Vorfall geschlossen geblieben.

Nach zwei erfolglosen Gerichtsverhandlungen legte die Kirche im Oktober 2019 Berufung bei einem Verwaltungsgericht ein. Es entschied zu ihren Gunsten. Das Urteil beinhaltete eine finanzielle Entschädigung von 3.745 USD. Stattdessen wurden Pastor Rachid und Hamimi am 27. Februar in Abwesenheit verurteilt. Beide gehen gegen ihre Verurteilung in Berufung.

Zwei weitere Christen wurden seit Dezember 2020 wegen Blasphemie angeklagt. (Quelle: ICC)

Mindestens 115 Christen wurden im vergangenen Jahr wegen der Ausübung ihres Glaubens im Iran verhaftet, so ein Bericht von Article 18, einer in London ansässigen gemeinnützigen Organisation, die sich für die Religionsfreiheit im Land einsetzt.

Der am 1. Februar veröffentlichte Jahresbericht von Artikel 18, „Rechtsverletzungen gegen Christen im Iran“, stellte fest, dass die Mehrheit der verhafteten Christen Konvertiten aus dem Islam waren. Berichte über Christen und christliche Konvertiten, denen mit Haft gedroht wird, weil sie ihre Religion in Gruppen praktizieren, werden ebenfalls in dem Bericht beschrieben.

Der Bericht beschreibt detailliert die anhaltende Verfolgung von Christen durch die iranische Regierung, einschließlich der Beschlagnahmung von Bibeln, der Beschädigung christlicher Friedhöfe und des Abrisses von Kirchen.

Mansour Borji, ein Sprecher von Article 18, sagte gegenüber Kayhan Life, dass Christen im Iran zunehmend inhaftiert würden.

„Die Verhaftungen gegen Christen nehmen jedes Jahr zu, wegen des Wachstums der Kirche, aber auch, weil die iranische Regierung neue Methoden der Überwachung entwickelt, vor allem online, was unserer Meinung nach erklärt, warum jetzt so viele Menschen im Iran verhaftet werden“, sagte Borji.

In einem Briefing des britischen Innenministeriums über die Christen und christlichen Konvertiten im Iran vom Februar 2020 hieß es, dass die Zahl der Verhaftungen von Christen im Iran zwar immer noch relativ gering sei, die iranische Regierung sich aber offenbar auf führende Mitglieder ihrer christlichen Gemeinden konzentriere, um den Gottesdienst einzuschränken.

In dem Grundsatzpapier heißt es: „Die Beweise deuten darauf hin, dass die iranischen Behörden eher die Leiter und Organisatoren von Hauskirchen [christliche Gemeinden, die sich in Privathäusern zum Gottesdienst versammeln] ins Visier nehmen als ‚gewöhnliche‘ Konvertiten (d.h. diejenigen, die nicht aktiv evangelisieren). Dies deutet darauf hin, dass die iranischen Behörden in erster Linie damit beschäftigt sind, die Ausbreitung des Christentums zu stoppen und nicht die Ressourcen haben, alle christlichen Konvertiten zu überwachen.“ (Quelle: AKREF/Kayhan Life, Bild: Hansueli Krapf/wikipedia)

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Missionar noch immer in Haft

Missionar noch immer in Haft

02.10.2020 aktuelles
„Euch an meiner Seite zu haben“

„Euch an meiner Seite zu haben“

24.04.2020 aktuelles
Neustart für 40 Christen

Neustart für 40 Christen

11.03.2020 aktuelles
Nach 11 Jahren aus Haft entlassen

Nach 11 Jahren aus Haft entlassen

25.02.2020 aktuelles
Wegen "Terror-Mitschuld" verhaftet

Wegen "Terror-Mitschuld" verhaftet

13.02.2020 aktuelles
Konvertiten angeklagt

Konvertiten angeklagt

06.09.2019 aktuelles
Betende Gläubige festgenommen

Betende Gläubige festgenommen

04.06.2019 aktuelles
Vier Christen angeklagt

Vier Christen angeklagt

23.02.2019 aktuelles
"Mein Mann ist unschuldig!"

"Mein Mann ist unschuldig!"

15.02.2019 aktuelles
Erneut zwei Christen verhaftet

Erneut zwei Christen verhaftet

31.01.2019 aktuelles
Pastor drohen mehrere Jahre Haft

Pastor drohen mehrere Jahre Haft

14.01.2019 aktuelles
"Das Regime lässt nicht locker"

"Das Regime lässt nicht locker"

24.10.2018 aktuelles
13 Christen verhaftet

13 Christen verhaftet

23.10.2018 aktuelles
Pastoren verhaftet und vertrieben

Pastoren verhaftet und vertrieben

08.10.2018 aktuelles
Prozessbeginn gegen US-Pastor

Prozessbeginn gegen US-Pastor

19.04.2018 aktuelles
Regierung weiter gegen Christen

Regierung weiter gegen Christen

29.11.2017 aktuelles
Evangelischer Pastor in Haft

Evangelischer Pastor in Haft

31.08.2017 aktuelles
Christin stirbt in Haft

Christin stirbt in Haft

17.08.2017 aktuelles
Kopte stirbt in Haft

Kopte stirbt in Haft

24.07.2017 aktuelles
Knapp 200 Christen verhaftet

Knapp 200 Christen verhaftet

07.07.2017 aktuelles
94 Christen in einem Monat verhaftet

94 Christen in einem Monat verhaftet

23.06.2017 aktuelles
Urteil gegen Ahok niederschmetternd

Urteil gegen Ahok niederschmetternd

10.05.2017 aktuelles
Christen massiv unter Druck

Christen massiv unter Druck

22.02.2017 aktuelles
Gehirnblutung nach Polizeiverhör

Gehirnblutung nach Polizeiverhör

31.01.2017 aktuelles
Wegen Blasphemie festgenommen

Wegen Blasphemie festgenommen

05.01.2017 aktuelles
In Gefangenschaft von Boko Haram

In Gefangenschaft von Boko Haram

20.09.2016 aktuelles
Verteilung relig. Literatur verboten

Verteilung relig. Literatur verboten

17.05.2016 aktuelles
Schüler zu 5 Jahren Haft verurteilt

Schüler zu 5 Jahren Haft verurteilt

29.02.2016 aktuelles
Christ stirbt in Untersuchungshaft

Christ stirbt in Untersuchungshaft

01.02.2016 aktuelles
14 Christen festgenommen

14 Christen festgenommen

12.11.2015 aktuelles
Wegen Proselytismus festgenommen

Wegen Proselytismus festgenommen

08.09.2015 aktuelles
Eritrea - das Nordkorea Afrikas

Eritrea - das Nordkorea Afrikas

22.05.2015 aktuelles
In Haft gefoltert und ermordet

In Haft gefoltert und ermordet

28.11.2014 aktuelles
Todesurteil bestätigt in 2. Instanz

Todesurteil bestätigt in 2. Instanz

20.10.2014 aktuelles
5 Christen weiterhin in Geiselhaft

5 Christen weiterhin in Geiselhaft

13.10.2014 aktuelles
Haftstrafen für Pastoren

Haftstrafen für Pastoren

15.09.2014 aktuelles
Todesurteil gegen Christin

Todesurteil gegen Christin

27.05.2014 aktuelles
Drei Christen verhaftet

Drei Christen verhaftet

16.03.2014 aktuelles
Der Blasphemie per SMS beschuldigt

Der Blasphemie per SMS beschuldigt

06.03.2014 aktuelles
4 Jahre Haft für Pastor

4 Jahre Haft für Pastor

03.03.2014 aktuelles
3 Jahre Haft für Pastor

3 Jahre Haft für Pastor

19.12.2013 aktuelles
Bischöfe festgenommen

Bischöfe festgenommen

12.12.2013 aktuelles
80 Peitschenschläge für Christen

80 Peitschenschläge für Christen

24.10.2013 aktuelles
63 Religionsführer in Arbeitslagern

63 Religionsführer in Arbeitslagern

10.10.2013 aktuelles
"Unaussprechliche Grausamkeiten"

"Unaussprechliche Grausamkeiten"

19.09.2013 aktuelles
Christen unschuldig in Haft

Christen unschuldig in Haft

02.09.2013 aktuelles
Christ zu 10 Jahren Haft verurteilt

Christ zu 10 Jahren Haft verurteilt

21.08.2013 aktuelles
Acht Christen zu Haft verurteilt

Acht Christen zu Haft verurteilt

22.07.2013 aktuelles
Pastor in Haft

Pastor in Haft

16.07.2013 aktuelles
Pastor Asserian wieder frei

Pastor Asserian wieder frei

08.07.2013 aktuelles
Verhaftungswelle seit Jänner

Verhaftungswelle seit Jänner

06.06.2013 aktuelles
Persischsprachige Kirche geschlossen

Persischsprachige Kirche geschlossen

29.05.2013 aktuelles
Pastor vermutlich zu Tode gefoltert

Pastor vermutlich zu Tode gefoltert

12.04.2013 aktuelles
Lage für Christen immer schlimmer

Lage für Christen immer schlimmer

15.02.2013 aktuelles
Verhaftungen zu Weihnachten

Verhaftungen zu Weihnachten

07.01.2013 aktuelles