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„Es sollte nie Nacht werden. Ich habe so Angst, wenn es dunkel wird. Meine Nächte sind voller Qualen und Albträume“, gesteht die Nigerianerin Naomi im Gespräch mit KIRCHE IN NOT. Naomi ist eine von 30 000 Binnenvertriebenen, die im Flüchtlingslager von Pulka nahe der Grenze zu Kamerun Zuflucht gefunden haben. 20 solcher Camps gibt es im Bundesstaat Borno.

Wie so viele ihrer Landleute im Nordosten Nigerias durchlebt Naomi Nacht für Nacht dieselben traumatischen Erinnerungen: Die Terrormiliz Boko Haram erobert ihr Dorf, Angehörige werden vor ihren Augen ermordet, sie wird verschleppt, mit einem Terroristen zwangsverheiratet, missbraucht.

Auch der 33-jährige Familienvater Charles hat Angst vor der Nacht: „In meinen Träumen erlebe ich ein ums andere Mal die Zeit, als wir uns vor den Terroristen verstecken mussten. Sie griffen vor allem in der Dunkelheit an, also verbrachten wir zahllose Nächte weit außerhalb des Dorfes, unter freiem Himmel.“

Terroristen wollen Christentum und Bildung vernichten

Die Angriffe von Boko Haram haben das Leben von Naomi und Charles für immer auf den Kopf gestellt. Im Bundesstaat Borno sind die meisten Bewohner Muslime, in ganz Nigeria ist das Verhältnis von Christen und Muslimen etwa 50:50.

Naomi und Charles sind Christen. Vor gut 50 Jahren kamen Missionare in die Region. Sie brachten nicht nur den christlichen Glauben, sie eröffneten auch flächendeckend Schulen. Gegen beides richtet sich der Hass der Extremisten von Boko Haram: Sie wollen die Christen auslöschen – und die Schulbildung, die ihnen als „westlich“ und daher gefährlich gilt.

Der Glaube war es, der viele Einwohner in den vergangenen Jahren Unglaubliches ertragen ließ, ist Pfarrer Christopher überzeugt. Der Priester des Bistums Maiduguri kümmert sich um die vertriebenen Christen. KIRCHE IN NOT unterstützt ihn dabei.

Außerhalb der Camps herrscht Lebensgefahr

„Zunächst wurden sie bedrängt, zum Islam zu konvertieren. Dann wurden die Extremisten immer gewalttätiger“, erzählt der Priester. Ab 2015 sei die Lage so bedrohlich geworden, dass zehntausende Menschen die Flucht nach Kamerun antraten. Dort blieben sie einige Jahre – oft in erbärmlichsten Zuständen –, bis die nigerianische Armee ihre Dörfer zurückerobert hatte.

„Wir sind seit zwei Jahren wieder zurück, aber es ist zu unsicher, in unseren Dörfern zu wohnen“, erzählt der vierfache Familienvater Charles. „Wir sind zwar näher an unserer Heimat, aber wir leben immer noch in Lebensgefahr.“

Also hausen die Heimkehrer in Camps, schlafen in Zelten oder oft unter freiem Himmel. Die Notunterkunft wird zum Gefängnis: „Sie können kaum hier raus. Sie könnten sonst überfallen oder getötet werden. Das ist bereits geschehen bei Bauern, die ihre Felder bestellt haben“, erklärt Pfarrer Christopher.

Auch er ist ständig einem Risiko ausgesetzt, wenn er zwischen dem Flüchtlingscamp und seiner Pfarrei pendelt. Dort lebt er selbst in einer Notunterkunft, da die Boko-Haram-Kämpfer die Pfarrerwohnung zerstört haben. KIRCHE IN NOT unterstützt den Wiederaufbau.

Der Priester hört im Camp den Vertriebenen einfach zu, versucht Lebensmittel aufzutreiben oder hilft mit ein paar anderen Dingen des täglichen Bedarfs aus. Gerade rund um Weihnachten werden seine Besuche sehnsüchtig erwartet, erzählt Naomi: „Pfarrer Christoper ist ein echter Vater für uns alle. Wenn es uns schlecht geht, macht er uns Mut. Weihnachten ist eine schwere Zeit für uns. Früher kamen Verwandte von überall her, um mit uns zu feiern. Als die Angriffe begannen, war Weihnachten nicht mehr, was es einmal war.“

„Weihnachten ist nicht mehr, was es einmal war”

Auch Charles gesteht gegenüber KIRCHE IN NOT, „dass es in unserer Situation schwer ist, Weihnachten zu feiern. Die meisten von uns haben alles verloren.“ Entschlossen fügt er hinzu: „Das Evangelium gibt mir die Kraft, all das Leid auszuhalten, das wir jeden Tag erleben. Unser Leben liegt in Gottes Hand. Jesus Christus ist meine Rettung, das feiere ich an Weihnachten.“

Nachdem es in den Flüchtlingscamps in jüngster Zeit einige Cholerafälle gab, ist der Bedarf an medizinischer Versorgung und sauberem Trinkwasser enorm hoch, weiß Pfarrer Christopher. Darüber hinaus wünschten sich viele vertriebene Menschen, dass sie ihre Ausbildung oder ein Studium fortsetzen können.

Der Weihnachtswunsch des Priesters für sich und die ihm anvertrauten Menschen ist jedoch ganz schlicht: „Wir wollen ein normales Leben führen und wieder in unsere Häuser zurückkehren. Die Menschen hier verlassen sich auf die Kirche, weil sie stets versucht, ihre Tränen zu trocknen.“

 
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In der umkämpften Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks wurden zahlreiche Kinder und Jugendliche verschleppt. Das teilte der Kommunikationsbeauftragte der Diözese Pemba, Kwiriwi Fonseca, dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT mit. „Wir können von hunderten Entführungen sprechen“, sagte der Priester. „Die Terroristen benutzen die Jungen, um sie als Kindersoldaten zu rekrutieren. Die Mädchen machen sie zu ihren Ehefrauen und vergewaltigen sie. Wenn sie kein Interesse mehr an ihnen haben, werden sie ,entsorgt‘.“

Seit 2017 wird der Norden von Mosambik von dschihadistischen Angriffen heimgesucht. Lokalen Angaben zufolge sollen dabei 2500 Menschen getötet und über eine Dreiviertelmillion vertrieben worden sein. Selbst Experten wissen wenig über die Herkunft und die Hintergründe der bewaffneten Einheiten; sie gelten als Splittergruppen der Terrormilizen „Islamischer Staat“, Al-Shabaab und anderer Gruppen. Die Terrortruppen dürften auch von wirtschaftlichen und politischen Zielen motiviert sein: Vor der Küste im Norden Mosambiks sind große Erdöl-Bohrungen in Vorbereitungen – eines der größten Investitionsprojekte in Subsahara-Afrika.

Auch Ordensfrauen verschleppt

Wie der Kommunikationsbeauftragte mitteilte, gehören zu den zahlreichen Entführungsopfern auch kirchliche Mitarbeiter, zum Beispiel die Ordensschwester Eliane da Costa. Die Brasilianerin hielt sich vergangenen August in Mocímboa da Praia auf, als die Küstenstadt von Terroreinheiten erobert wurde. Dabei wurden auch dutzende Menschen verschleppt – unter ihnen auch die Ordensfrau zusammen mit einer ihrer Mitschwestern von der Kongregation der St. Josephsschwestern von Chambéry.

„Schwester Eliane wurde über drei Wochen im Urwald festgehalten. Sie sagte mir: ,Father Fonseca, bitte vergessen Sie die entführten Menschen nicht, besonders die Kinder und Jugendlichen, die zu Terroristen ausgebildet werden“, erinnerte sich der Geistliche im Gespräch mit KIRCHE IN NOT.

Vor den Augen der Familie die Kehle durchgeschnitten

Ein weiterer Schauplatz besonders blutiger Übergriffe war der Küstenort Mucojo im Distrikt Macomia. Dort lebt Mina, deren Geschichte Kwiriwi Fonseca besonders bewegt hat: „Eines Tages tauchten in dem Ort fünf Männer auf. Die Bewohner stellten fest, dass es sich um Angehörige der Terrormiliz Al-Shabaab handelte.“

Auch Mina, die mit ihrem Mann und vier Kindern sowie ihrem Bruder zusammenlebte, hätten die Milizen aufgesucht. Drei Kinder, 14, 12 und 10 Jahre alt nahmen sie mit sich. „Anschließend fesselten sie Minas Mann und ihren Bruder. Sie sagten zu ihr, sie solle verschwinden, denn sie würden die Männer jetzt töten. Als sie sich weigerte, musste sie mit ansehen, wie die Terroristen ihren beiden Angehörigen die Kehle durchschnitten. Auch ihre kleine zwei- oder dreijährige Tochter hat alles mitbekommen.“

Neue Generation von Kämpfern herangezogen

Fonseca zufolge zielten die Terroristen darauf ab, die verschleppten Kinder und Jugendlichen zu radikalisieren und zu folgsamen Kämpfern zu machen. „Die Kinder befinden sich schon ein oder zwei Jahre in ihrer Gewalt. Das ist eine lange Zeit. Am Ende übernehmen sie den Hass und die Bosheit ihrer Entführer. Das Zusammenleben kann sie zu den schlimmsten Terroristen machen.“

Fonseca befürchtet, dass sich die Zahl der toten und entführten Personen noch weiter erhöhen könnte. Es sei ein Teufelskreis: „Wenn dieser Krieg eskaliert und internationale Partner Mosambik helfen wollen, die Terroristen zu bekämpfen, dann bedeutet das, dass auch viele unschuldige Menschen sterben könnten.“

KIRCHE IN NOT hat Soforthilfen für Mosambik zur Verfügung gestellt, damit Vertriebene in kirchlichen Einrichtungen untergebracht und versorgt werden können. Außerdem unterstützt das Hilfswerk den Lebensunterhalt von Priestern und Ordensfrauen in der Region, die Ausbildung und Schulung von Seminaristen und weitere Projekte, die mit den dringendsten Bedürfnissen des kirchlichen Lebens in Mosambik zu tun haben.

 
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Frauen und Kinder sind am stärksten von der Gewalt und den Folgen der Vertreibung in der Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks betroffen, wo seit 2017 aufgrund der Aktionen von dschihadistischen Gruppen, die mit dem Islamischen Staat (IS) in Verbindung stehen, über 700.000 Menschen ihre Häuser verlassen mussten. Die Lage verschärfte sich im März dieses Jahres nach dem Ansturm auf die Stadt Palma nach der Vertreibung weiterer 67.000 Menschen. Die Hälfte davon sind Kinder. Die Vertriebenen kamen mit allen Mitteln, auch zu Fuß, nach Pemba und wurden dort von lokalen und internationalen Hilfsorganisationen in Camps aufgenommen. Aber die Bedürfnisse sind vielfältig und die Sicherheitslage, insbesondere für die Schwächsten, bleibt prekär.

„Da Mädchen, die die Schule abbrechen, und Familien mit finanziellen Verlusten und Notlagen konfrontiert sind, wird das Risiko von Frühheiraten und Teenager-Schwangerschaften zu einem wachsenden Grund zur Besorgnis“, so Andrea M. Wojnar, Leiterin des UN-Flüchtlingshochkommissariats (UNHCR) in Mosambik.

Diejenigen, die nicht entkommen konnten, mussten allerdings noch dramatischere Folgen erleiden. Hunderte Jungen und Mädchen wurden von dschihadistischen Gruppen entführt, wie Kwiriwi Fonseca, Sprecher der Diözese Pemba, beklagt. Die Jungen, sagt der Priester, würden in die Reihen der Dschihadisten zwangsrekrutiert, während die Mädchen den Kämpfern „verheiratet“ würden oder als Sklaven dienten. Pfarrer Fonseca bezieht sich in diesem Zusammenhang auch auf Berichte von Schwester Eliane da Costa, einer Brasilianerin, die in Mocímboa da Praia tätig war, als das Küstendorf im August 2020 in die Hände von Terroristen fiel und Dutzende von Menschen entführt wurden. „Schwester Eliane lebte 24 Tage bei den Terroristen, im Wald, und wandte sich an mich mit den Worten: ‚Pfarrer Fonseca, vergessen Sie nicht die Entführten, vor allem Kinder und Jugendliche, die auch zu Terroristen ausgebildet werden'“, so der katholische Geistliche.

In Lichinga in Provinz Niassa kümmert sich die portugiesische Ordensfrau, Schwester Mónica da Rocha, von der Kongregation der Sühneschwestern Unserer Lieben Frau von Fátima um die Vertriebenen und sagt, dass es „dringend erforderlich ist, das zerstörte Leben wieder aufzubauen“.

„Von Entführungen im Kontext von Kriegen sind häufiger Jugendliche und Kinder betroffen. Im Fall von entführten Jungen werden sie meistens dazu gebracht, an der Seite von Terroristen zu kämpfen, und im Fall von Mädchen, um als Sexsklavinnen zu dienen“, beklagt die Ordensfrau.

Um der Bevölkerung im Norden Mosambiks zu helfen, haben mehr als 30 portugiesische Organisationen der Zivilgesellschaft, darunter mehrere katholische Institutionen, die Kampagne „Cabo Delgado: Wir dürfen im Angesicht der Gewalt nicht resignieren!“ gestartet. Die Teilnehmer appellierten an die Regierung Portugals (Mosambik ist eine ehemalige portugiesische Kolonie), die Europäische Union und die Vereinten Nationen mit der Bitte um „dringende Bereitstellung humanitärer Hilfe“ an Cabo Delgado. (Quelle: Fidesdienst, 

Dem Süden des Iraks droht eine weitere Abwanderung der Christen. Die wenigen verbliebenen Gläubigen erwägen einen Umzug in die kurdisch geprägten Landesteile im Norden oder eine Flucht ins Ausland. Das befürchtet der Nahostexperte der Gesellschaft für bedrohte Völker, Kamal Sido. In der südirakischen Metropole Basra lebten derzeit nur noch 500 Christen. 2003 seien es noch bis zu 5.000 gewesen. Die meisten hätten das Gebiet verlassen, weil sie befürchteten, getötet oder entführt zu werden. Während früher in Basra sonntags Gottesdienste in 14 bis 18 Kirchen gefeiert worden seien, seien es heute nur noch vier. Viele Kirchengebäude verfallen ihm zufolge. Grund sei die instabile Lage. Im Süden des Landes herrschten zunehmend schiitische Milizen, die vom Iran unterstützt würden. Die Korruption der örtlichen Behörden verhindere einen Wiederaufbau. Proteste der Bevölkerung dagegen würden von den Milizen brutal niedergeschlagen. Hinzu komme eine starke Inflation. Um einen weiteren Exodus der Christen und anderer religiöser Minderheiten zu verhindern, sieht der Nahostexperte nur eine Lösung: „Irak braucht eine starke Regierung, die den Menschen Sicherheit bieten kann – frei von ausländischen Einflüssen wie etwa der Türkei und dem Iran.“ Gleichzeitig müssten die irakischen Sicherheitskräfte gestärkt und dürften nicht von Milizen kontrolliert werden. Auch der Westen müsse dafür Sorge tragen, dass die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Die Region des Südiraks umfasst das Gebiet südlich der irakischen Hauptstadt Bagdad bis zum Persischen Golf.

Sido: Regierung schenkt Religionsfreiheit kaum Beachtung

Sido äußerte sich gegenüber IDEA auch zu den Parlamentswahlen am 10. Oktober. Themen wie Religionsfreiheit und die Lage der religiösen Minderheiten im Land spielten im Wahlkampf leider keine Rolle, hat der Nahostexperte beobachtet. Die Christen hätten große Hoffnungen in den Besuch von Papst Franziskus im März gesetzt. Doch auch er habe die irakische Zentralregierung und die Parteien nicht überzeugen können, diesen Themen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Es gebe zwar mehr als 30 christliche Kandidaten für das Parlament, doch sie seien „Schachfiguren“ und setzten sich kaum für die Belange der Christen ein. Jede Partei versuche zwar, Christen im Parlament zu platzieren, da es für die religiöse Minderheit eine feste Quote gebe. Diese setzten sich aber dann für andere Themen ein und nicht für die Belange der Christen. Aktuell sieht das Parlament fünf feste Plätze für christliche Vertreter vor. Für andere Minderheiten wie etwa Jesiden ist jeweils ein Platz vorgesehen. Im Irak sind etwa 95 Prozent der rund 40 Millionen Einwohner Muslime, meist Schiiten. (Quelle: IDEA)

25 Jahre nach dem Abkommen von Dayton, das den dreijährigen Bosnienkrieg beendete, gehen die katholischen Bischöfe von Bosnien und Herzegowina hart mit der politischen und gesellschaftlichen Situation des Landes ins Gericht. Der Vertrag sei den Völkern von Bosnien und Herzegowina „von der internationalen Gemeinschaft unter Führung der Vereinigten Staaten auferlegt“ worden und habe den „mehrjährigen Krieg gestoppt, aber keinen dauerhaften Frieden geschlossen“, schreiben die Bischöfe in einer gemeinsamen Erklärung vom 19. November, die dem internationalen katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) vorliegt.

Weder die Gleichberechtigung der verschiedenen Völker und Minderheiten, noch die Rückkehr der Vertriebenen und Flüchtlinge oder die Entschädigung für zerstörtes und geplündertes Eigentum sei erreicht worden, beklagen die Bischöfe. Stattdessen schwele der Konflikt nach wie vor weiter.

Katholische Bevölkerung vor dem Aus

Dramatisch sei auch die Situation der Katholiken im Land: „Fast die gesamte katholische Bevölkerung […] in der Entität Republik Srpska ist ausgerottet; und in der Entität Föderation Bosnien und Herzegowina ist sie kontinuierlich rückläufig“. Vor allem sorgen sich die Bischöfe um die Abwanderung junger Menschen und ganzer Familien. Verantwortlich dafür seien Kriminalität, Korruption, fehlende Arbeitsmöglichkeiten und schlechte politische Führung im Land.

Die meisten Katholiken in Bosnien und Herzegowina gehören der kroatischen Volksgruppe an. Pflicht „der einheimischen und ausländischen Beamten“ sei es gewesen, die „politischen, rechtlichen und materiellen“ Rahmenbedingungen zu schaffen, um die katholische Minderheit im Land zu halten. Dies sei jedoch ausgeblieben, monieren die Bischöfe.

Forderung nach einer neuen Verfassung

Bosnien und Herzegowina sei in den vergangenen 25 Jahren auf dem Weg zu einem stabilen Frieden und „der wünschenswerten europäischen Integration“ zu wenig vorangekommen. Deshalb fordern die Bischöfe nationale wie internationale Politiker auf, „sich entschlossener als bisher um eine gerechte […] Verfassung des Landes zu bemühen“.

Bosnien und Herzegowina hat bislang keine rechtlich eigenständige Verfassung, diese wurde im Anhang des Friedensabkommens von Dayton festgelegt. Eine neue Verfassung solle die drei Staatsvölker – bosnische Kroaten, bosnische Serben und Bosniaken – die Rechte der ethnischen Minderheiten und die Bürgerrechte gleichermaßen berücksichtigen, heißt es in der Erklärung. „Die Verfassung muss von gerechten Gesetzen begleitet sein, die die Achtung aller individuellen und kollektiven Rechte gewährleisten, ohne die Möglichkeit der Vorherrschaft der Stärkeren oder Zahlreicheren.“

Komplexe Gebiets- und Machtteilung

Der Friedensvertrag von Dayton wurde unter maßgeblicher Vermittlung der USA am 21. November 1995 von den Verhandlungsparteien angenommen und am 14. Dezember in Paris unterzeichnet. Es galt damals als großer politischer Durchbruch, um den Bosnienkrieg mit über 100 000 Todesopfern zu beenden. Die Europäische Union hatte sich an dem Abkommen beteiligt. Der Friedensvertrag teilte das Staatsgebiet in die zwei Entitäten Föderation Bosnien und Herzegowina und Republik Srpska auf. Außerdem wurde eine paritätische Machtteilung zwischen Kroaten, Serben und Bosniaken festgelegt. Um die Umsetzung des Abkommens sicherzustellen, wurde ein Hoher Repräsentant der Vereinten Nationen für Bosnien und Herzegowina bestellt.

Je etwa die Hälfte der Einwohner von Bosnien und Herzegowina sind Christen oder Muslime. Der Anteil der Katholiken wird mit 12 bis 14 Prozent angegeben, geht aber kontinuierlich zurück. Angaben der lokalen Kirche zufolge wandern jährlich rund 10 000 Katholiken aus. Vielfach beklagten Kirchenvertreter auch eine Benachteiligung der überwiegend katholischen Kroaten.

KIRCHE IN NOT steht seit über drei Jahrzehnten den Katholiken in Bosnien und Herzegowina bei. Die Hilfe umfasst vor allem den Wiederaufbau von Kirchen, Klöster und die Unterstützung der Priesterausbildung.

Darüber hinaus unterstützt das Hilfswerk auch die Anschaffung von Fahrzeugen für die Seelsorge, den Aufbau von Pastoralzentren, die Ausbildung von Priestern und Ordensleuten und leistet Existenzhilfe für kontemplative Klöster. Auch die kirchliche Jugend- und Medienarbeit gehört zu den Förderprojekten.

Um weiterhin helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – entweder online … hier oder auf folgendes Konto:

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„Die Gewalt, der Verlust von Leben und die Lebensumstände der Vertriebenen in der Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks machen uns große Sorgen“, so die Mitglieder von IMBISA (in der sich die Bischöfe von Angola, Botswana, Eswatini, Lesotho, Mosambik, Namibia, São Tomé und Príncipe, Südafrika und Simbabwe zusammenschließen). Die Bischöfe des südlichen Afrika wenden sich mit einer Solidaritätsbotschaft an die Gläubigen der Region, die von der COVID-19-Pandemie betroffen sind und im Fall von Cabo Delgado auch unter der Gewalt Milizionäre der „Zentralafrikanischen Provinz des Islamischen Staates“ (ISCAP) leiden.

„Die Menschen leben in Angst, nicht nur vor COVID-19, sondern auch vor der Gewalt, die häufig auf sie ausgeübt wird“, heißt es in der Botschaft, die vom IMBISA-Vorsitzenden, Bischof Lucio Andrice Muandula, Bischof von Xai-Xai, unterzeichnet ist und am Ende der jüngsten Sitzung des Ständigen Ausschusses der Organisation veröffentlicht wurde.

„Wir möchten dem guten Beispiel von Papst Franziskus folgen und insbesondere Bischof Luiz Fernando Lisboa von der Diözese Pemba in Mosambik und den Menschen in Cabo Delgado unsere Nähe und Unterstützung zum Ausdruck bringen. Wir laden alle ein, zu beten, dass Friedensbemühungen die gewünschten Früchte in diesem schönen Land hervorbringen. Gemäß dem Motto des letztjährigen päpstlichen Besuchs in Mosambik „Hoffnung, Versöhnung und Frieden“ bitten wir alle, unablässig dafür zu beten, dass Frieden in der Provinz Cabo Delgado Wirklichkeit wird. Zeichen der Hoffnung in diese Richtung sind bereits vorhanden, was sehr ermutigend ist, wie das Treffen von Präsident Felipe Nyusi aus Mosambik mit Bischof Luiz bezeugt“, heißt es in der Botschaft, die sich dabei auf das Treffen zwischen dem mosambikanischen Staatsoberhaupt und Bischof Luis Fernando Lisboa Bischof von Pemba am 31. August bezieht. Das Treffen sollte dazu beitragen, eine schwierige zweiwöchige Phas e wachsender Spannungen zwischen Kirche und Staat zu beenden.

„Die Gottesdienste mussten ganz ausfallen oder durften nur von einigen Wenigen besucht werden, der Katechismus wurde ebenfalls ausgesetzt, die Teilnahme an Beerdigungen war begrenzt und der physische Kontakt zwischen Priestern und Gläubigen wurde reduziert. Die Protokolle zur Bekämpfung von COVID-19 haben dazu geführt, dass viele Schulen, Arbeitsplätze und andere Einrichtungen, die für die Entwicklung von Menschen wichtig sind, geschlossen geblieben sind“, heißt es in der Erklärung, „Dies hat die psychische Gesundheit vieler Menschen beeinträchtigt und die Häufigkeit vieler Formen häuslicher Gewalt erhöht. Die Einschränkung der Wirtschaftstätigkeit hat zum Verlust von Lebensgrundlagen geführt, was wiederum zum Verlust von Menschenleben durch Hunger und andere soziale Probleme führen kann. Alle IMBISA-Länder, die sich bereits in wirtschaftlichen Schwierigkeiten befinden, verfügen zudem über fragile und begrenzte Gesundheitsinfrastrukturen. “

Die Botschaft endet mit der Einladung, weiter für das Ende der Pandemie zu beten, und der Aufforderung an die Regierungen, den Versuchungen der Korruption zu widerstehen und stattdessen die Bevölkerung zu unterstützen, die sich in Schwierigkeiten befindet. (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS/wikipedia)

Die Absicht von „radikalen” jüdischen Gruppen, die sich um den Erwerb kirchlicher Güter im sogenannten christlichen Viertel der Altstadt von Jerusalem bemühen, sei es die pluralistische Identität der Heiligen Stadt zu untergraben und insbesondere die christliche Präsenz zu schwächen und Unsicherheit und Einschüchterung auf den Wegen, die christliche Pilger benutzen, um die heiligen Stätten zu erreichen, zu verursachen. Dies betonen die 13 Patriarchen und Oberhäupter der Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften Jerusalems schreiben es in Bezug auf auf nicht immer transparente Immobilientransaktionen, die ihrer Meinung nach darauf abzielen, den sogenannten „Status quo“, das Regelwerk auf denen das Zusammenleben verschiedener Religionsgemeinschaften im antiken Teil der Heiligen Stadt beruht, zu untergraben.

In ihrer neuen gemeinsamen Erklärung, die am heutigen, Dienstag, den 7. Juli, veröffentlicht wurde, verweisen die Leiter der Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften Jerusalems ausdrücklich auf eine kürzlich vom Bezirksgericht Jerusalem verkündete Erklärung, mit der eine Beschwerde des griechischen Patriarchats am Mittwoch, dem 24. Juni, endgültig abgelehnt wurde, die die Annulierung des Erwerbs von drei Immobilien durch die Organisation der jüdischen Siedler “Ateret Cohanim” zu annullieren.

In der gemeinsamen Erklärung, die von den Patriarchen und Leitern der Kirchen und kirchlichen Gemeinschaften Jerusalems unterzeichnet wurde – darunter der orthodoxe Patriarch Theophilos III., Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, der Apostolischer Administrator des lateinischen Patriarchats von Jerusalem, und Pater Francesco Patton ofm, Kustos der Franziskaner im Heiligen Land – unterstreicht es sich bei dem Ausgang des Rechtsstreits um die Gebäude, die einst im Besitz des griechisch-orthodoxen Patriarchats waren, angesichts der betieligren Parteien nicht als „einfacher Eigentumsstreit“ abgetan werden könne. Der Immobilienstreit bringe vielmehr die Absicht von Kräften zum Ausdruck, die sich seit langem der Sabotage des „historischen Status Quo der Heiligen Stätten und der Rechte der allgemein anerkannten Kirchen“ verschrieben hätten, der unbedingt vor Angriffen geschützt werden müsse. Aus diesem Grund äußern die Kirchenoberhäupter ihre Besorgnis über das jüngste Urteil des Bezirksgerichts Jerusalem und sagen, sie seien solidarisch mit „den Bemühungen der griechisch-orthodoxen Kirche bei ihrem Versuch, Gerechtigkeit zu erlangen“. Die Unterzeichner wenden sich direkt an die israelische Regierung mit der Bitte, „Maßnahmen zu ergreifen, um die Integrität des christlichen Erbes und der Besitztümer in der Altstadt zu gewährleisten sowie die heiligen Stätten und die Rechte der Bewohner des christlichen Viertels von Jerusalem zu schützen“.
Mit dem Urteil des Bezirksgerichts Jerusalem vom 24. Juni 2020 sollte das jahrelange Kräftemessen um die umstrittenen Gebäude der Altstadt von Jerusalem endgültig beendet werden. Das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Jerusalem reagierte auf die jüngsten Entwicklungen in dieser Angelegenheit, jedoch indem es seine Absicht zum Ausdruck brachte, weitere rechtliche Schritte zu ergreifen und erneunt den Obersten Gerichtshof Israels anzurufen. (Quelle: Fidesdienst)

Ende Mai ließen Terrorgruppen ihre Wut am Dorf Macomia in der für ihre Gasproduktion bekannten Provinz Cabo Delgado im Nordosten Mosambiks aus. Dort leisten die seit 16 Jahren in Macomia tätigen Teresianischen Karmelitinnen des Heiligen Josef (Carmelitas Teresas de San José) bemerkenswerte Arbeit im Bildungsbereich. Einige Tage nach dem Anschlag kehrten sie zurück und erzählten, was geschehen war. Das Internationale Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN), das die Schwestern 2015 besucht hat und sie mit Projekten unterstützt, ist besorgt über die Geschehnisse.

Der Angriff begann in den frühen Morgenstunden des 28. Mai. „Es war ein starker und grausamer Angriff, der drei Tage lang andauerte“, berichtet Schwester Blanca Nubia Castaño vom Karmel in Macomia auf ihrer Facebook-Seite. Weil sie sich des „Risikos“ eines Angriffs bewusst waren, verließen sie und die anderen Ordensschwestern einige Tage vor dem Anschlag den Missionssitz, zu dem auch eine Schule mit Internat gehört.

„Seit zweieinhalb Jahren“, schreibt Schwester Blanca, „leben die Region Macomia und die gesamte Provinz Cabo Delgado in Todesangst“ wegen der grausamen Angriffe bewaffneter Dschihadistengruppen, deren Motivation nach Ansicht von Experten mit der Entdeckung reicher Unterwasser-Gasvorkommen vor der Küste dieser Provinz zusammenhängen könnte. Seit Anfang des Jahres haben sie ihre Operationen intensiviert. Sie terrorisieren die Bevölkerung, brennen Dörfer nieder, und greifen Zivilisten auf Straßen und in öffentlichen Verkehrsmitteln an.

Am Donnerstag, dem 4. Juni, beschlossen die Schwestern, nach Macomia zurückzukehren, um sich ein Bild vom Ausmaß der von den Terroristen verursachten Schäden zu machen, „obwohl das Risiko noch nicht ganz verschwunden war“. Aber sie wollten „zumindest die Mitarbeiter und ihre Familien besuchen, sie ermutigen und ihnen helfen“.

Laut Schwester Blanca Nubia Castaño war die Zerstörung verheerend. „Bei dieser Barbarei wurde das Stadtgebiet vollständig zerstört, der größte Teil der staatlichen Infrastruktur beschädigt und das Geschäftsviertel in Schutt und Asche gelegt.“

Zur materiellen Zerstörung kommen die menschlichen Opfer hinzu, deren Zahl noch unbekannt ist. „Wir wissen noch nicht, wie viele Opfer unter der Zivilbevölkerung und den [Sicherheits-]kräften zu beklagen sind. Am 3. Juni begannen die Menschen langsam in ihre Häuser zurückzukehren, von denen einige niedergebrannt, andere geplündert worden waren… Bedenken Sie auch, dass wir erst vor einem Jahr die zerstörerische Wucht des Wirbelsturms Kenneth erlebt haben…“ Dieser tropische Wirbelsturm traf vor allem die Provinz Cabo Delgado und richtete erhebliche Schäden an.

Bei dem Anschlag Ende Mai blieb die Mission der Teresianischen Karmelitinnen des Heiligen Josef offenbar nur deshalb verschont, weil sie außerhalb des von den Terroristen angegriffenen Gebietes liegt. „Unsere Mission kam unbeschadet davon, weil sie sich in den Hügeln, neben einem Militärstützpunkt befindet“. Aus Sicherheitsgründen mussten die Schwestern aber am selben Tag zu der Mission zurückkehren, wo sie Zuflucht gefunden hatten. Sie konnten nicht in Macomia bleiben.

Seit Ende 2017 hat die Gewalt in der Region nach Angaben der NGO Armed Conflict Location and Event Data Project (ACLED) mehr als 1100 Todesopfer, darunter 700 Zivilisten, gefordert. Die Gewalt hat nach UN-Angaben seit Ende 2017 zur Vertreibung von 200 000 Menschen geführt. Denselben Quellen zufolge hat der neue Angriff auf die Stadt Macomia, die bereits 30 000 Vertriebene beherbergte, einen neuen Flüchtlingsstrom ausgelöst.

Im April lenkte der Papst in seiner Urbi et Orbi-Botschaft zum Ostersonntag die Aufmerksamkeit der Welt auf diese unbekannte Krise.

Im Jahr 2015 besuchte eine Delegation von KIRCHE IN NOT International die Karmelitinnen von Macomia, denen das Hilfswerk ein Fahrzeug zur Unterstützung ihrer pastoralen Arbeit zur Verfügung stellte. „Ich bedauere die Lage in Macomia zutiefst, auch, weil ich die Karmelitinnen bei meinem letzten Besuch in Mosambik persönlich kennengelernt habe“, sagte Rafael D’Aquí, KIRCHE IN NOT-Projektleiter für Mosambik.  Besonders beeindruckt habe ihn damals die Arbeit der Ordensschwestern, denn „ihr Engagement erstreckt sich nicht nur auf das von ihnen geleitete Internat, sondern auch auf die gesamte Bevölkerung in der Umgebung“. Neben den von ihnen betreuten Schülern kümmern sie sich auch um die Familien und Lehrer. Zudem leiten sie ein Programm, bei dem Mütter Unterstützung beim Stillen bekommen und ihre Babys eine erste medizinische Grundversorgung. (Bild: TUBS/wikipedia)

Weil es im Nordosten Kenias immer wieder zu Übergriffen durch die radikal-islamische Terrororganisation Al-Shabaab auf mehrheitlich christliche Lehrer kommt, haben mehr als 2.300 von ihnen die Region seit Anfang des Jahres verlassen. Das meldet der deutsche Zweig von Open Doors. Auch christliche Geschäftsleute und Mitarbeiter von Behörden seien aufgrund der anhaltend gefährlichen Situation gegangen. „Da bereits zuvor Lehrermangel herrschte, sind weitere Schulschließungen und ein deutliches Absinken des Bildungsniveaus zu befürchten.“ Das wiederum mache Jugendliche anfälliger für extremistische Tendenzen, zumal die Al-Shabaab-Miliz eifrig um junge Anhänger werbe. Bereits Ende 2014 sei es zu einer ähnlichen Abwanderung christlicher Fachkräfte gekommen, nachdem innerhalb von zwei Wochen 64 Christen in der Region ermordet wurden. In der nachfolgenden Versorgungskrise hätten allein im Bezirk Mandera 20 Krankenhäuser schließen müssen. Al-Shabaab versteht sich als Teil des Terrornetzwerks Al Kaida und verübt seit Jahren immer wieder Anschläge in Kenia, weil das ostafrikanische Land 2011 Truppen nach Somalia schickte, um Islamisten zu bekämpfen.

Al-Shabaab fordert Christen auf, den Nordosten zu verlassen

Erst Anfang März hatte die Terrorgruppe Christen dazu aufgefordert, die in Nordost-Kenia gelegenen Bezirke Garissa, Wajir und Mandera zu verlassen, und ihnen andernfalls mit Vertreibung gedroht. In einem im Internet veröffentlichten Audioclip begründete Al-Shabaab-Sprecher Scheich Ali Dhere die Forderung damit, „einheimischen Muslimen die Möglichkeit zu geben, alle lokalen Arbeitsplätze zu bekommen“. So seien etwa muslimische Lehrer, Ärzte, Ingenieure und junge Hochschulabsolventen aus der nordöstlichen Provinz derzeit arbeitslos. „Ist es nicht besser, ihnen eine Chance zu geben? Die Anwesenheit von Ungläubigen ist nicht notwendig“, so Dhere. In Kenia sind 83 Prozent der 48 Millionen Einwohner Kirchenmitglieder und elf Prozent Muslime. (Quelle: idea, Open Doors, Bild: TUBS/wikipedia)

Türkei-Offensive bringt Christen und andere Minderheiten an den Rand der Auslöschung. „Es war nicht klug, den Truppenabzug einzuleiten. Es war klar, dass den Kurden niemand helfen würde. Jetzt werden sie alles verlieren, wie es bereits in Afrin geschehen ist.“ Jacques Behnan Hindo, der emeritierte syrisch-katholische Erzbischof von Hassaké-Nisibi, macht sich im Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ keine Hoffnung, was die jüngste Invasion der Türkei im Nordosten Syriens angeht. Die Entscheidung von US-Präsident Trump, seine Truppen aus dem Nordosten Syriens abzuziehen, hat eine Reihe von Ereignissen in Gang gesetzt, von denen die türkische Offensive nur ein erstes Fanal sein könnte. Verlierer aber werden nicht nur die Kurden sein.

Christen ohne kurdischen Schutz

„Wie immer hat jede Kriegspartei ihre eigenen Interessen, aber wir Christen werden die Konsequenzen tragen“, sagt Hindo. Im Nordosten Syriens leben rund 30 000 bis 40 000 Christen verschiedener Konfessionen. Trotz Einschränkungen waren sie unter dem Schutz kurdischer Truppen relativ sicher in der Region, die sich zwischen dem Euphrat und der Grenze zur Türkei und der irakisch-türkischen Grenze erstreckt. Die Kurden waren nicht zuletzt wichtige Partner im Kampf gegen den Terror des sogenannten „Islamischen Staates“.

Beides scheint nun unter türkischem Militärfeuer ausgelöscht. Nun, da die Kurden um ihr eigenes Überleben kämpfen, stehen die Christen wie die anderen Minderheiten, zum Beispiel die Jesiden, ohne Schutz da. Ein neuer Exodus sei vorprogrammiert, so Bischof Hindo. Hinzu komme jedoch noch eine weitere, weit gefährlichere Entwicklung. „Es wurde gemeldet, dass eines der Gefängnisse, in dem IS-Kämpfer festgehalten wurden, im Kampf getroffen wurde und weitgehend unbewacht ist. Die meisten von den Terroristen werden jetzt frei sein. Das folgt einem Plan, Syrien zu zerstören – und nicht nur Syrien. Jetzt werden die Terroristen nach Europa kommen, durch die Türkei und mit der Unterstützung Saudi-Arabiens.“

Neu Flüchtlingswelle – vor allem in den Irak

Eine neue Flüchtlingswelle, die vor allem den Irak mit voller Härte trifft, befürchtet auch der chaldäisch-katholische Erzbischof von Erbil, der Hauptstadt der Region Kurdistan, Bashar Warda, ein langjähriger Projektpartner von „Kirche in Not“. „Wir bereiten uns auf eine neue Flüchtlingswelle vor. In Erbil haben wir in den vergangenen beiden Jahren schon eine steigende Zahl von Vertriebenen aus Nordsyrien festgestellt“, schreibt Warda in einer Erklärung, die dem Hilfswerk vorliegt. „Wir hoffen und beten, dass sich die Regierung und die internationale Gemeinschaft sich nicht abwenden, sondern uns unterstützen, den Christen und den anderen unschuldigen Menschen zu beizustehen, welche Religion sie auch haben.“

Erschwerend kommt hinzu, dass für viele Flüchtlinge nur der Irak die nächstgelegene Zufluchtsoption darstellt. Der Libanon, der seit Ausbruch des Syrienkriegs die höchste Zahl von Flüchtlingen aus Syrien aufgenommen hat, beginnt nun Berichten zufolge mit einem verstärkten Rückführungskurs. Warda befürchtet deshalb: „Sollten Christen keine ausreichende Versorgung im Nordirak finden, werden sie den Nahen Osten ganz verlassen.“ Einmal mehr ist die Gefahr der Auslöschung des Christentums in einer seiner Ursprungsregionen zum Greifen nah. Letztlich könnte die erneute Eskalation sogar einem der Hauptziele des IS doch noch zum Erfolg verhelfen, macht Warda deutlich: „Der Ausrottung des Christentums in der Region.“

Greift der Konflikt auch auf Aleppo über?

Offen bleibt, ob der Plan der Türkei, eine Sicherheitszone im Nordosten Syriens einzurichten, auf die Region begrenzt bleibt. Sollte der Konflikt auch auf den Nordwesten überschwappen, wäre unter anderem Aleppo betroffen, wo derzeit rund 30 000 Christen leben. „Das könnte der Anfang vom Ende sein“, erklärt der in Aleppo ansässige armenisch-katholische Priester Mesrob Lahian gegenüber „Kirche in Not“.

„Die Menschen in Syrien leiden nach wie vor unter den unübersichtlichen Kriegswirren“, erklärt Herbert Rechberger, Nationaldirektor von Kirche in Not – Österreich. „Unser Hilfswerk hat in den vergangenen acht Kriegsjahren immer an der Seite der syrischen Christen gestanden. Wir werden sie auch jetzt nicht verlassen, während die Politik noch diskutiert, was jetzt zu tun ist.“

Es darf nicht vergessen werden, dass die Kirchen oft die einzigen Anlaufstellen für die kriegsgeplagte Bevölkerung sind. Lebensmittel- und Medikamentenhilfen, Beiträge für Lebenshaltungskosten und Unterbringung von Flüchtlingen ist derzeit eine Priorität von „Kirche in Not“.

Um die humanitäre und pastorale Sorge der christlichen Gemeinden für die notleidende Bevölkerung Syriens weiterhin unterstützen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online unter: www.kircheinnot.at oder an folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
BIC: GIBAATWWXXX
Verwendungszweck: Syrien

In Nordsyrien droht wegen der Offensive der Türkei ein Exodus der christlichen Minderheit. Davor warnte der katholisch-chaldäische Vikar, Nidal Thomas, gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Er lebt in der nordyrischen Stadt Hassaka. Wenn der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nicht aufhöre, würden alle dort verbliebenen Christen fliehen, so Thomas: „Wir bitte um Intervention, um diese Tragödie zu verhindern.“ Seit Beginn der Offensive am 9. Oktober in dem kurdisch dominierten Nordosten Syriens haben nach Angaben der Vereinten Nationen rund 100.000 Menschen ihre Heimat verlassen. Ziel der Invasion ist die Kurdenmiliz YPG. Erdogan betrachtet sie als einen Ableger der verbotenen kurdischen Arbeiterpartei PKK in der Türkei. Ferner will er in Nordsyrien syrische Flüchtlinge ansiedeln, die derzeit in der Türkei leben. (Quelle: idea)

Christen werden Dorf für Dorf im nördlichen Burkina Faso angegriffen, vertrieben und getötet. Laut KIRCHE IN NOT-nahen Quellen wird die christliche Bevölkerung im Norden Burkina Fasos von muslimischen Extremisten ausgerottet und aus ihrer Heimat vertrieben. Hitté und Rounga waren die letzten Dörfer, die verlassen wurden, nachdem Terroristen ein Ultimatum gesetzt hatten: Die Bewohner mussten entweder konvertieren oder ihre Häuser aufgeben.

„Das ist kein Einzelfall, sondern Teil des Plans der Dschihadisten, die Terror verbreiten, Mitglieder der christlichen Gemeinschaften töten und anschließend die Hinterbliebenen mit der Drohung  vertreiben, nach drei Tagen wiederzukommen und dann keinen Christen oder Katechumenen mehr vorfinden zu wollen,“ so die Informationsquelle.

Toulfé war die erste angegriffene Gemeinde. Ende Mai töteten Dschihadisten dort während des Gottesdienstes fünf Menschen, darunter einen Katecheten. Außerdem verwundeten sie einen zweiten Katecheten. „Von Touflé aus rückten die Extremisten in den Ort Babo vor, der ebenfalls ein Ultimatum erhielt. Viele flohen. Diejenigen, die dort  blieben, wurden Zeugen der Ermordung dreier Menschen durch die Terroristen, darunter Jean-Paul, der die verbliebene Gemeinde leitete und Gebetsgruppen organisierte.“

Der letzte Ort, der bedroht wurde, ist Hitté. „Anfang September kamen 16 Männer ins Dorf und warteten auf die Bewohner, die vom Feld zurückkehrten. Während die einen die Christen in die Kirche zwangen und ihnen drohten, innerhalb von drei Tagen ihre Häuser zu verlassen, verbrannten die anderen alles, was sie auf ihrem Weg fanden. In Hitté leben nun keine Christen oder Katechumenen mehr“, bestätigen die Quellen.  Anschließend rückten die bewaffneten Männer nach Rounga vor, das ebenfalls evakuiert ist.

Allein aus diesen beiden Orten seien fast 2.000 Menschen geflohen. Sie wurden in einer Grundschule in Ouindigui aufgenommen.

Eine weitere nahegelegene Stadt, die seit Beginn der Verfolgungen Menschen aufgenommen hat, ist Titao, wo fast 7.000 Vertriebene sowie Opfer von Gewalt und Verfolgung Zuflucht gefunden haben. Hier hat die katholische Kirche [durch die Caritas] die soziale und pastorale Hilfe, die Betreuung von Kranken und Alten sowie die Begleitung der traumatisierten Bevölkerung in die Hand genommen.  „Die Situation ist schwer zu bewältigen, hat aber die Solidarität der übrigen Bevölkerung von Titao – einschließlich der Muslime – hervorgebracht, die die Sicht der radikalen Extremisten nicht teilt und aktiv mit Nahrung und Wasser hilft, damit die Ortsgemeinde die Grundbedürfnisse der Flüchtlinge befriedigen kann.

Die lokalen Behörden in Titao sind von der schmerzlichen und dramatischen Situation in der Region bewegt. Allerdings „reagieren Verantwortliche auf Berichte lediglich mit Schweigen.“

Ein weiteres Problem sei die mangelnde Zusammenarbeit der Ordnungskräfte, sowohl der Gendarmerie als auch der Polizei, bei der Bergung von Leichen ermordeter Christen, stellen die KIRCHE IN NOT – Quellen fest: „Sie helfen kaum dabei, die Leichen zurückzubekommen, damit sie würdig begraben werden. Sie sagen, es sei nicht sicher. Deshalb gestaltet es sich als sehr schwierig. Mitunter haben Sicherheitskräfte ihre Zustimmung verweigert. In einem Fall mussten die Töchter von Verstorbenen all ihren Mut zusammennehmen und mit einem Dreirad losfahren, um die Leichen ihrer Väter zu holen und zu begraben. Auch in Babo war es nicht einfach:  Verwandte mussten mit Motorrädern fahren, um die Leichen wie Räuber in der Nacht abzuholen. Da bereits der Verwesungsprozess begonnen hatte, hatten viele Menschen danach gesundheitliche Probleme. Das ist unmenschlich.“

Die herangezogenen Quellen weisen darauf hin, dass nicht alle Fulani (Peuls) gebrandmarkt werden sollten, obwohl die Mehrheit der Terroristen zu dieser Gruppe gehöre Außerdem stecke hinter den Angreifern eine größere Kraft: „Jemand drängt diese Menschen dazu, sich zu bewaffnen, und gibt ihnen Waffen, um ihre Brüder zu töten, mit denen sie lange Zeit zusammenlebten. Denn obwohl es Ausländer unter den Terroristen gibt, sind die Mehrheit keine Fremden. Es sind Fulani, die lange Zeit in der Gegend lebten. Ihre Familien sind bekannt, und über Nacht sind sie zu Feinden der Bevölkerung geworden. Diese Menschen werden manipuliert.“

Der erste Verantwortliche für die Krise und die Zunahme der Gewalt im Land sei jedoch außerhalb zu finden: „Diese Waffen werden nicht in Burkina Faso hergestellt. Wir wissen, dass die Waffen von internationalen Unternehmen stammen, für die nur der eigene Profit zählt. Diejenigen, die die Waffen liefern, kennen nicht den Wert der Menschheit, den Wert des Menschen. Wir fordern das Vernichten der Waffen. Dann erst wird Friede nach Burkina zurückkehren.“

Es müsse sich sofort um Frieden bemüht werden, sonst drohen Vergeltungsmaßnahmen, erklären die Quellen. Denn die Menschen wissen: „Das ist derjenige, der meinen Vater oder meinen Bruder getötet hat. Es ist sehr schwierig. Nach so viel Barbarei ist man eher unempfindlich für den Frieden. Außerdem haben die Menschen alles verloren – auch die Ernte, was zu einer Hungersnot führen wird. Die Situation ist kritisch. „Bitte beten Sie dafür, dass Gott die Herzen berührt und der Friede zurückkehrt.“

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