115 Verhaftungen von Christen 2020 - KIRCHE IN NOT Österreich
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115 Verhaftungen von Christen 2020

115 Verhaftungen von Christen 2020

05.03.2021 aktuelles

Mindestens 115 Christen wurden im vergangenen Jahr wegen der Ausübung ihres Glaubens im Iran verhaftet, so ein Bericht von Article 18, einer in London ansässigen gemeinnützigen Organisation, die sich für die Religionsfreiheit im Land einsetzt.

Der am 1. Februar veröffentlichte Jahresbericht von Artikel 18, „Rechtsverletzungen gegen Christen im Iran“, stellte fest, dass die Mehrheit der verhafteten Christen Konvertiten aus dem Islam waren. Berichte über Christen und christliche Konvertiten, denen mit Haft gedroht wird, weil sie ihre Religion in Gruppen praktizieren, werden ebenfalls in dem Bericht beschrieben.

Der Bericht beschreibt detailliert die anhaltende Verfolgung von Christen durch die iranische Regierung, einschließlich der Beschlagnahmung von Bibeln, der Beschädigung christlicher Friedhöfe und des Abrisses von Kirchen.

Mansour Borji, ein Sprecher von Article 18, sagte gegenüber Kayhan Life, dass Christen im Iran zunehmend inhaftiert würden.

„Die Verhaftungen gegen Christen nehmen jedes Jahr zu, wegen des Wachstums der Kirche, aber auch, weil die iranische Regierung neue Methoden der Überwachung entwickelt, vor allem online, was unserer Meinung nach erklärt, warum jetzt so viele Menschen im Iran verhaftet werden“, sagte Borji.

In einem Briefing des britischen Innenministeriums über die Christen und christlichen Konvertiten im Iran vom Februar 2020 hieß es, dass die Zahl der Verhaftungen von Christen im Iran zwar immer noch relativ gering sei, die iranische Regierung sich aber offenbar auf führende Mitglieder ihrer christlichen Gemeinden konzentriere, um den Gottesdienst einzuschränken.

In dem Grundsatzpapier heißt es: „Die Beweise deuten darauf hin, dass die iranischen Behörden eher die Leiter und Organisatoren von Hauskirchen [christliche Gemeinden, die sich in Privathäusern zum Gottesdienst versammeln] ins Visier nehmen als ‚gewöhnliche‘ Konvertiten (d.h. diejenigen, die nicht aktiv evangelisieren). Dies deutet darauf hin, dass die iranischen Behörden in erster Linie damit beschäftigt sind, die Ausbreitung des Christentums zu stoppen und nicht die Ressourcen haben, alle christlichen Konvertiten zu überwachen.“ (Quelle: AKREF/Kayhan Life, Bild: Hansueli Krapf/wikipedia)

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