Anschlag auf eine Kirche in Neu Delhi - KIRCHE IN NOT Österreich
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Anschlag auf eine Kirche in Neu Delhi

Drei Männer wurden in New Delhi im Zusammenhang mit dem Anschlag auf eine katholische Kirche im Stadtteil Vikaspuri am vergangenen 14. Januar festgenommen. Dies teilt der Sprecher der Erzdiözese Delhi, Savarimuthu Sankar, mit, der auch präzisiert, dass es sich bei den Verdächtigen um Sikh handelt. Bei den drei Männern handelt es sich um Narender Singh (33), Michel Pal Singh Gill (25) und Harpreet Singh Dhanjal (28). Die drei wurden von einer Überwachsungskamera gefilmt, während sie ein Fenster zertrümmerten und in die Kirche eindrangen, wo sie Statuen beschädigten und Einrichtungsgegenstände verwüsteten.

Wie der stellvertretender zuständige Kommissar Pushpendra Kumar mitteilte, sollen die drei Einbrecher alkoholisiert gewesen sein. “Der Einbruch in die Kirche war eine verrückte Wette zwischen den drei Männern”, so der Beamte. “Auf der einen Seite freuen wir uns, dass Ermittlungsergebnisse vorliegen, doch was uns überrascht ist, dass es sich bei den angeblichen Tätern um Sikh handelt“, so der Sprecher der Diözese. “Mit den Sikh unterhalten wir als Christen ausgezeichnete Beziehungen im Zeichen des gegenseitigen Respekts und der Freundschaft und oft helfen sich die beiden Glaubensgemeinschaften oder schützen sich gegenseitig”, so Pfarrer Sankar. “Vertreter der Glaubensgemeinschaft der Sikh haben uns ihre Verbundenheit und Unterstützung nach dem Einbruch zum Ausdruck gebracht”. Doch auch politische Gründe schließt der Pressesprecher nicht aus: “Mit dem Herannahen der Wahl in Delhi am kommenden 7. Februar könnte es auch sein, dass eine Polarisierung zwischen den Religionsgemeinschaften provoziert werden soll. Es ist nicht auszuschließen, dass den drei arbeitslosen jungen Männern Geld angeboten wurde. Doch wir wollen nicht in eine solche Falle geraten. Ich werden Erzbischof Anil Couto von Delhi bitte, sich in Kontakt mit den führenden Vertretern der Sikh zu setzen, damit sie eine gemeinsame Erklärung veröffentlichen und den gemeinsamen Willen zu einem friedlichen und harmonischen Zusammenleben betonen“, so Pfarrer Sankar abschließend. (Quelle Fidesdienst

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