Dschihadisten entführen 21 Kopten - KIRCHE IN NOT Österreich
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Dschihadisten entführen 21 Kopten

Auf dschihadistischen Internetseiten wurden am 12. Jänner die Fotos von 21 ägyptischen Kopten veröffentlicht, die in den vergangenen Wochen in der Region um Sirte bei zwei Massenentführungen verschleppt wurden. Bei den Entführern könnte es sich um einen libyschen Zweig des Islamischen Staates (IS) handeln. Die Entführten werden als „christliche Kreuzfahrer” bezeichnet. Lösegeldforderungen wurden bisher nicht gestellt. Die Angehörigen der Entführten und Vertreter der koptischen Gemeinde in Salamut in der Region Minya, aus der die meisten Geiseln stammen, bestätigten die Echtheit der Fotos.

In den vergangenen Tagen waren Mitglieder der radikalislamischen Bewegung Ansar Al-Sharia für die Entführungen verantwortlich gemacht worden. Die Kopten, die sich aus Arbeitsgründen in Libyen aufhalten, wurden unterdessen von dschihadistischen Gruppen auch als „legitime Opfer“ bezeichnet, wobei durch die Entführungen auch ein Zeichen gegen die Unterstützung Ägyptens für die Regierung in Tobruk gesetzt werden soll. Unterdessen hatte der Stammesvertreter Mouftah Marzouq, vom Ältestenrat in Sirte mitgeteilt, dass es sich bei den Entführern um Schlepperbanden handeln könnte, die illegale Einwanderungen in der Region kontrollieren. “Tatsache ist”, so der koptisch-katholische Bischof von Guizeh, Antonios Aziz Mina, “dass in Libyen schreckliche Dinge geschehen: es gibt immer mehr bewaffnete Gruppen in einem zerstörten Land, wo zunehmend deutlich wird, dass das jüngste eingreifen geopolitischer Akteure völlig unüberlegt war”. (Quelle: Fidesdienst)

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