Kath. Kirche in Neu Delhi verwüstet - KIRCHE IN NOT Österreich
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Kath. Kirche in Neu Delhi verwüstet

Die katholische Kirche “St. Alfonsine” im Zentrum von New Delhi wurde in der Nacht vom 1. auf den 2. Februar von Unbekannten verwüstet. Dies teilt der Sekretär der Kommission für Gerechtigkeit, Frieden und Entwicklung, Pfarrer Charles Irudayam, mit.
“Wir wissen nicht, wer die Täter sind, oder von wem sie zu dieser Tat angestiftet wurden”, so Pfarrer Irudayam. „Sie haben die Pforte aufgebrochen und sind in das Kirchengebäude eingedrungen, wo sie Einrichtung verwüsteten. Das Tabernakel wurde geöffnet und die Hostien auf dem Boden verstreut. Wir sind entsetzt“. In der Kirche gab es keine Überwachungskameras.

“Wir kennen die Tatmotive nicht und hoffen auf baldige Ermittlungsergebnisse”, so der katholische Geistliche weiter. „Es ist bereits der fünfte Übergriff dieser Art in Delhi in den vergangenen zwei Monaten: es handelt sich also nicht mehr um einen Einzelfall. Es gibt Menschen, die das soziale und religiöse Zusammenleben zerstören oder aus politischen Gründen Spannungen hervorrufen wollen”. Am kommenden 7. Februar finden in Delhi Wahlen statt. “Solche Übergriffe nehmen zu, seit die Baratiya Janata Party das Land regiert”, beklagt Pfarrer Irudayam, “Das Schweigen der Regierung macht uns betroffen. Die Kirche mit Nachdruck entsprechende Sicherheitsmaßnahmen, doch bisher gab es keine Antwort”.

Der erste Übergriff auf eine Kirche in Delhi wurde am 1. Dezember verübt: damals wurde die Kirche “St. Sebastian” in Brand gesteckt. Eine Woche später warfen Unbekannte Steine gegen die Kirche “Unsere liebe Frau von Fatima” im Süden von Delhi. Am 3. Januar wurde bei einem mysteriösen Brand eine Krippe in der “Auferstehungs”-Kirche im Norden der Stadt verwüstet. Am 14. Januar verwüsteten mehrere Männer (die aufgrund einer Überwachungskamera identifiziert werden konnten) eine Marienkirche. Bisher wurden die Übergriffe in Stadtrandgebieten verübt, während das Ziel des gestrigen Anschlags eine Kirche im Zentrum der Stadt war. (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS)

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