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IS lässt 19 christliche Geiseln frei

Am Nachmittag des gestrigen 1. März wurden 19 der von den Dschihadisten des Islamischen Staates (IS) am vergangenen 23. Februar aus den christlichen Dörfern entlang des Flusses Khabur im Nordosten des Landes verschleppten Geiseln freigelassen. “Es handelt sich um eine kleine Gruppe im Vergleich zu den Hunderten von christlichen Geiseln, die sich noch in den Händen des IS befinden, doch die Verhandlungen um die Freilassung der anderen werden fortgesetzt und wir sind guter Hoffnung”, so der syrisch-katholische Erzbischof Jacques Behnan von Hassakè-Nisibi.

Die Vertreter der einheimischen Kirchen und Gemeinden bemühen sich mit Unterstützung einheimischer Muslimischer Stammesführer um Kontakte und Verhandlungen mit den Milizionären des IS. “Die Verhandlungen gestalten sich schwierig”, so der Erzbischof, “und jede Initiative und jedes Wort, das nicht angemessen ist, könnte für alle zur Gefahr werden”. In diesem Zusammenhang übt Erzbischof Hindo Kritik an einem gestern von den Selbstverteidigungsgruppen im Irak, die mit dem ‚Assyrian Democratic Movement in Verbindung stehen, die sich bereit erklärten in Syrien einzugreifen, um die Christen in der Provinz Dschadsira vor den Übergriffen der Dschihadisten zu schützen. “In einer von Konflikten beherrschten Zeit”, so der Erzbischof, “kann das Auftreten christlicher Milizen zu Missverständnissen und Instrumentalisierungen führen und die Geiseln gefährden. Wenn sie gegen das Kalifat kämpfen wollen, sollen sie in den Reihen der regulären Armee oder der Kurden kämpfen, ohne dass konfessione lle Milizen gebildet werden”.

Die 19 freigelassenen Geiseln kommen aus Tel Goran. Unter ihnen befinden sich auch zwei Frauen, darunter eine Schwangere, die eine 6jährige Tochter in den Händen der Dschihadisten hinterlassen musste. Unterdessen haben die kurdischen Milizen und die syrische Armee Gebiete in der Nähe von Quamishli zurückerobert, während sich die assyrischen Dörfer im Khabur-Tal noch in den Händen der Dschihadisten befinden. “Seit Beginn der dschihadistischen Offensive gegen diese Dörfer”, beklagt Erzbischof Hindo ein weiteres Mal, “gab es keine internationalen Luftangriffe auf die Stellungen des Islamischen Staates”. (Quelle: Fidesdienst)

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