Verhaftungen zu Weihnachten - KIRCHE IN NOT Österreich
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Verhaftungen zu Weihnachten

Eine Weihnachtsfeier iranischer Christen in Teheran wurde am 27. Dezember unsanft durch eine Gruppe von 15 Polizisten bzw. Mitarbeitern der Staatssicherheit unterbrochen. Die 50 Christen mussten einen vorbereiteten detaillierten Fragebogen ausfüllen und genaueste Angaben zu ihrer Person machen (z.B. Passwörter für Social Media Netzwerke). Mobiltelefone wurden konfisziert. Die Vorladung zur individuellen Befragung auf der Polizeistation steht noch aus.

Einer der Anwesenden bei der Hausdurchsuchung war der armenisch-stämmige Pastor Vruir Avanessian. Er wurde sofort verhaftet und sitzt nun im Teheraner Evin Gefängnis. Angaben zufolge durchsuchte die Polizei darauf seine Wohnung und beschlagnahmte vor den Augen der Ehefrau und Kinder dessen Computer, Literatur und CDs. Sein Gesundheitszustand bereitet Sorge, da er aufgrund einer Nierenkrankheit zwei Mal pro Woche zur Dialyse muss. Glaubensgeschwister haben auf Nachfrage erfahren, dass die Behörden ihn am 31. Dezember zur Dialyse in ein nahegelegenes Krankenhaus und von dort wieder ins Gefängnis gebracht haben.

Die religiösen und politischen Führer im Iran warnen seit 2010 vor der Gefahr durch die wachsende Hauskirchenbewegung im Iran. Aber auch Christen der anerkannten religiösen Minderheiten – armenische und assyrische Christen – werden bespitzelt und unter Druck gesetzt. Kontakt zu Christen mit muslimischem Hintergrund ist ihnen streng verboten. (Quelle: Open Doors; Bild: TUBS)

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