Volker Kauder über Christenverfolgung - KIRCHE IN NOT Österreich
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Volker Kauder über Christenverfolgung

In Ländern, in denen der Islam Staatsreligion ist, werden Christen besonders häufig verfolgt. Darauf hat der Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Volker Kauder, in einem Interview mit der „Rheinischen Post“ (Düsseldorf) aufmerksam gemacht. Das hänge vor allem mit dem Verbot zusammen, vom Islam zu einer anderen Religion zu konvertieren. In einigen Ländern stehe darauf die Todesstrafe. „Stellen Sie sich vor: In einigen Regionen wollen sich muslimische Verbände mit mir nicht treffen, weil sie behaupten, dass das öffentliche Auftreten als Christ bereits einen Versuch darstelle, Muslime aus ihrem Glauben abzuwerben“, erklärte der Politiker. Die allgemeine Menschenrechtserklärung der Vereinten Nationen schütze aber den Glaubenswechsel ausdrücklich. In vielen muslimisch geprägten Staaten stehe dieses Recht aber nur auf dem Papier. Zugleich betonte Kauder, dass man den Islam nicht automatisch mit Terror verbinden dürfe: „Das wird der ganz überwiegenden Zahl der Muslime nicht gerecht, die friedliche Menschen sind.“ Es sei aber bedrückend, wie viele Terroristen die Religion missbrauchten und im Namen des Islam Terrorakte begingen: „Das müsste auch in der islamischen Welt viel stärker kritisiert werden.“

In China hat sich die Lage der Christen verbessert

Während sich die Lage der Christen in einigen afrikanischen Ländern oder im Mittleren Osten verschlechtert habe, sind Kauder zufolge in China Verbesserungen zu beobachten. Das Land sei von den vorderen Plätzen des Weltverfolgungsindex auf Rang 37 gerutscht. Nach einem Besuch in der Karwoche müsse er anerkennen, dass sich dort etwas getan habe, so der Politiker. So könnten Christen inzwischen ihre Gottesdienste feiern. Aber wirkliche Freiheit bestehe erst, wenn sich die Religionen frei organisieren könnten. Kauder: „Der chinesische Staat will weiter die katholischen und evangelischen Bischöfe einsetzen und die Kirchen kontrollieren. Das ist für Christen nicht erträglich.“ Mit Blick auf die Türkei erklärte er, das Land sei von der europäischen Wertegemeinschaft noch weit entfernt, solange es sich weigere, Religionsfreiheit zu garantieren. Die Benachteiligung der Christen in der Türkei müsse beendet werden: „So wie Muslime in Deutschland Moscheen errichten, müssen Christen in der Türkei ihre Kirchen bauen dürfen.“ In diesem Punkt müsse die EU gegenüber Ankara noch deutlicher werden. (Quelle: idea)

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