Schicksal von Fr. Tom weiter unklar



uzhunnalil

In Indien haben sich am 22. Januar Tausende Christen an einem Gebetstag für den entführten katholischen Priester Thomas Uzhunnalil beteiligt. Das berichtet die Online-Plattform „Asia-News“. Der Geistliche war im März 2016 im Jemen verschleppt worden. Zu dem Gebetstag aufgerufen hatte die katholische Bischofskonferenz. Man sei besorgt und beunruhigt über sein Schicksal. „Wir haben dafür gebetet, dass er bald wieder frei und in Sicherheit ist“, sagte der Pfarrer der St. Stephanskirche in Bandra, Thomas Jacob. Ende Dezember war eine Videobotschaft aufgetaucht, in der sich Uzhunnalil an die Öffentlichkeit wendet. Darin bittet der Inder seine Regierung, endlich ernsthaft mit den Entführern über seine Freilassung zu verhandeln: „Wenn ich ein Priester aus Europa wäre, würde mein Anliegen wichtiger genommen. Aber ich komme aus Indien. Vielleicht werde ich für nicht so wertvoll erachtet.“ Er sei über dieses Verhalten „traurig und tief enttäuscht“. Die indische Außenministerin Sushma Swaraj teilte daraufhin über Twitter mit, man habe keine Mühen gescheut und werde auch weiterhin alles tun, um Pater Thomas aus der Gefangenschaft zu befreien: „Er ist indischer Staatsbürger und das Leben eines jeden Inders ist für uns wertvoll.“ Der sichtbar erschöpfte und abgemagerte Geistliche beschuldigt auch seine Kirche, bisher nichts unternommen zu haben. Unklar ist, wann das Video aufgenommen wurde und ob Uzhunnalil noch am Leben ist. Er war am 4. März bei einem Überfall eines islamistischen Kommandos auf ein von Nonnen geführtes Altersheim in der Hafenstadt Aden entführt worden. Die Angreifer ermordeten dabei vier Nonnen und zwölf Mitarbeiter, darunter auch Muslime. Die Entführer hatten wiederholt gedroht, den Geistlichen ebenfalls zu töten. (Quelle: idea)