Bischof Osório Citora Afonso mit Schuss in die Brust getötet



Mosambik Bischof Osorio Citora Afonso

Bischof Osório Citora Afonso, Bischof von Quelimane und Apostolischer Administrator von Beira, wurde am Morgen des 6. Juni tot in seiner bischöflichen Residenz in Quelimane aufgefunden. Er wurde durch einen Schuss in die Brust getötet.

Die genauen Umstände dieses Verbrechens sind bisher ungeklärt. Über die Täter oder die Hintergründe der Tat gibt es derzeit keine bestätigten Informationen.

Die Kirche in Mosambik steht unter Schock. Erzbischof Inácio Saure von Nampula, Präsident der Bischofskonferenz von Mosambik, sprach in einer ersten Stellungnahme von einem „zutiefst traurigen Ereignis“. Bischof Osório sei „leblos und unter seltsamen Umständen, die noch aufgeklärt werden müssen“, gefunden worden. Zugleich rief er die Gläubigen und das ganze Volk Mosambiks zum Gebet und zu geschwisterlicher Solidarität auf.

Auch Papst Leo XIV. hat mit Schmerz auf den Tod des Bischofs reagiert. Der Heilige Vater vereint sich im Gebet mit den Menschen der Diözesen und mit ganz Mosambik – in dieser Stunde der Fassungslosigkeit. Er bittet den Herrn, ihnen Trost zu schenken, jeden Menschen in seiner Liebe zu bewahren und „die Hand der Gewalttätigen aufzuhalten“.

Der Präsident von Mosambik, Daniel Francisco Chapo, nannte seinen Tod einen „unersetzlichen Verlust“ für die Gesellschaft und die christliche Gemeinschaft. Er würdigte Bischof Osórios Demut, pastorale Hingabe und seinen Einsatz für Frieden und Versöhnung.

Bischof Osório, vielen liebevoll als „Don Osório“ bekannt, diente der Kirche mit großer Hingabe.

Mosambik gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Die Wunden des Bürgerkrieges, der von 1977 bis 1992 das Land erschütterte, sind bis heute spürbar. Von den rund 35 Millionen Einwohnern bekennen sich knapp 60 Prozent zum Christentum, etwa 19 Prozent zum Islam. Lange Zeit war das Zusammenleben der Religionen von Frieden geprägt. Doch seit 2017 verbreiten dschihadistische Gruppen im Norden des Landes Angst und Gewalt.

KIRCHE IN NOT steht der Ortskirche in dieser schweren Zeit zur Seite. Denn besonders christliche Gemeinden geraten durch die zunehmenden Angriffe immer stärker unter Druck. Gerade dort, wo Menschen bedroht, verfolgt und vertrieben werden, bleibt die Kirche ein Ort des Trostes, der Hoffnung und der Nähe Gottes. (Text und Bild: KIRCHE IN NOT)

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