Bericht: Entführt von der IS-Miliz



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Beim Kongress von „Kirche in Not“ gab es am Samstagvormittag Gänsehaut und Standing Ovations für einen Priester aus dem Irak, der von Islamisten 9 Tage entführt wurde. Entführt in Bagdad. Diesen Schicksalsschlag hat am Samstag am Vormittag beim Kongress von Kirche in Not in Würzburg für Gänsehaut bei den Teilnehmern gesorgt. Pater Douglas Al- Bazi hat zum ersten Mal öffentlich im deutschen Sprachraum über seine Entführung durch eine islamistische Terrormiliz. Das Klima für Christen im Irak war schon länger eisig, seine eigene Kirche wurde von Islamisten niedergebrannt. Eines Tages wurde er von Islamisten an einen unbekannten Ort entführt und hat dabei den Albtraum seines Lebens erlebt. 

Seine Augen waren während dem Großteil seiner Entführung verbunden, die ersten vier Tage bekam er nicht einmal Wasser. Im gefesselten Zustand erlebte er Dinge, über die es ihm heute noch schwer fällt, diese zu erzählen. Er wurde gefoltert. Von brennenden Zigaretten auf seiner Haut bis zu Zähnen, die ihm ausgeschlagen wurde. Er hatte bereits mit seinem Tod gerechnet, mehrmals wurde ihm die Pistole an den Kopf gehalten. Doch nach 9 Tagen wurde er frei gelassen, ein Trauma trägt er bis heute mit sich.

„Warum gibt es immer noch Christen im Irak? Weil wir Jesus gehören. Wir sind daran gewöhnt, diesen Menschen zu vergeben. Wir können aber nicht vergessen.“, erzählt P. Douglas abschließend und erklärt auch die „besondere Schule“ der Christen im Irak: „Wir geben niemals, niemals, niemals auf!“ Am Schluss zeigt der Priester den Teilnehmer auch noch sein blutdurchtränktes Hemd von der Entführung, die Teilnehmer sind erschüttert. Am Schluss gibt es Standing Ovations für Pater Douglas. (Quelle: kath.net)