Christliche Geiseln geköpft



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In der südphilippinischen Stadt Marawi sollen islamische Extremisten vier christliche Geiseln enthauptet haben. Das sagte ein Militärsprecher gegenüber lokalen Medien. Es gebe Berichte von Augenzeugen und Videos, die die Terroristen im Internet verbreitet haben. Eine unabhängige Bestätigung der Morde liegt bislang jedoch nicht vor. Bei den Aufständischen soll es sich um Mitglieder der Terrorgruppen Abu Sayyaf und Maute handeln, die dem „Islamischen Staat“ (IS) nahestehen. Sie hatten die 200.000- Einwohner-Stadt auf der Insel Mindanao am 23. Mai besetzt. Das Militär belagert sie seitdem. Staatspräsident Rodrigo Duterte hat das Kriegsrecht über die gesamte Region verhängt. Die Islamisten sollen insgesamt zwischen 150 und 200 Geiseln in ihrer Gewalt haben. Am 25. Juni hatte die philippinische Armee eine achtstündige Feuerpause ausgerufen, damit die muslimischen Einwohner Marawis das Ende des islamischen Fastenmonats Ramadan feiern konnten. Seit 26. Juni gehen die Kämpfe weiter. Mehr als 400 Menschen starben bisher bei den Auseinandersetzungen. Fast 300 davon sollen Extremisten sein. (Quelle: Fidesdienst)