Keine Bestattung auf öffentl. Friedhof

Immer wieder werden Christen in Algerien öffentlich diskriminiert. So wurde nun einer christlichen Familie verweigert, ihren verstorbenen Sohn Lahlou Naroubi (24) auf dem öffentlichen Friedhof seines Heimatortes zu begraben. Nur eine Beerdigung nach muslimischen Bestattungsregeln sei auf dem Friedhof erlaubt, wurde ihnen mitgeteilt. Aufgrund dieser Forderung bestattete die Familie, die in Chemini in der nordalgerischen Kabylei wohnt, den Studenten lieber auf einem privaten Grundstück. „Die muslimische Gemeinschaft Cheminis informierte uns, dass ihre Religion es ihnen nicht gestatte, einen Christen gemeinsam mit Muslimen auf ein und demselben Friedhof zu begraben“, ergänzte Pastor Nordine Mahmoudik, der Naraouis Begräbnis geleitet hatte.
Diskriminierung von Christen an der Tagesordnung
Dieser Fall ist nicht der erste seiner Art. Bereits 2011 weigerte man sich in der Nähe, in Akbou, eine christliche Beerdigung zuzulassen. Die offizielle Begründung der Behörden lautete: „Der Islam duldet keine Bestattung von Ungläubigen neben Muslimen.“ Damals spendete die örtliche Kirchengemeinde ein Stück Land, auf dem Christen begraben werden konnten. (Quelle: Open Doors, Bild: TUBS)