Neun Christen enthauptet

Neun Christen sind am 29. September im Dorf Bandisende in der Provinz Ituri im Nordosten der Demokratischen Republik Kongo (DR Kongo) verschleppt und anschließend getötet worden.
Die Terrormiliz „Islamischer Staat“ (IS, auch ISIS, ISIL oder Daesh) verbreitete die Nachricht über den Angriff in den sozialen Medien. Analysten zufolge wurden die neun Christen von Kämpfern des zentralafrikanischen IS-Ablegers ISCAP enthauptet.
Bereits einen Tag zuvor hatte ISCAP zivile Ziele in dem Dorf angegriffen. Die Identität möglicher Opfer dieses ersten Angriffs konnte jedoch nicht bestätigt werden.
Mehr als 1.385 Christen getötet
ISCAP, früher unter dem Namen ADF bekannt, hat seit Dezember 2024 im Nordosten der DR Kongo mehr als 1.385 Christen getötet.
Nach Einschätzung von Experten für islamistischen Terrorismus ist Afrika zum „Hauptzentrum dschihadistischer Aktivitäten“ geworden. Fast 90 Prozent der vom IS für sich reklamierten Anschläge in den ersten drei Quartalen des Jahres 2026 ereigneten sich demnach auf dem afrikanischen Kontinent.
Provinz Ituri als Zentrum der Gewalt
Seit Mitte Juli bildet Ituri den Schwerpunkt der ISCAP-Aktivitäten. Bei weiteren Angriffen in der Provinz wurden Ende September und Anfang Oktober mindestens fünf Christen getötet.
Ituri ist zugleich jene Provinz, die am stärksten vom anhaltenden Ebola-Ausbruch betroffen ist. Das Virus hat mehr als 4.000 Todesopfer gefordert. Rund drei Viertel der Todesfälle wurden in Ituri registriert. (Quelle: Barnabasaid, Foto: Archivbild)