Weltverfolgungsindex 2013 erschienen

Besonders in Afrika hat die Christenverfolgung durch Islamisten zugenommen. Das geht aus dem Weltverfolgungsindex 2013 hervor, den Open Doors vorstellte. Unrühmlicher Spitzenreiter bleibt zum elften Mal in Folge das abgeschottete kommunistische Nordkorea. In Nordkorea wird bereits der Besitz einer Bibel mit der Todesstrafe oder Arbeitslager für die gesamte Familie bestraft. Auf den weiteren acht Plätzen folgen Staaten, in denen der islamische Extremismus die Hauptquelle für eine systematische Verfolgung von Christen ist.
Platz 1: Nordkorea
Platz 2: Saudi-Arabien
Platz 3: Afghanistan
Platz 4: Irak
Platz 5: Somalia
Platz 6: Malediven
Platz 7: Mali
Platz 8: Iran
Platz 9: Jemen
Platz 10: Eritrea
Platz 11: Syrien
Platz 12: Sudan
Platz 13: Nigeria
Platz 14: Pakistan
Platz 15: Äthiopien
Platz 16: Usbekistan
Platz 17: Libyen
Platz 18: Laos
Platz 19: Turkmenistan
Platz 20: Katar
Bedrohung in Afrika gestiegen
Die afrikanischen Länder Mali, Tansania, Kenia, Uganda und Niger sind im Weltverfolgungsindex erstmals vertreten. In Mali (Platz 7) eroberten militante, der Al Kaida nahestehende Islamisten den nördlichen Landesteil. Christen mussten fliehen. Eine verstärkte Unterwanderung der Gesellschaft durch islamistische Gruppierungen und gleichzeitig gewaltsame Übergriffe auf Christen wurden auch aus Tansania (Platz 24), Kenia (40), Uganda (47), Niger (50) und Nigeria (13) sowie Ländern des „Arabischen Frühling“ gemeldet. Extremistische muslimische Organisationen stehen bereit, dort die Macht zu ergreifen, wo sich durch die Revolutionen ein Machtvakuum aufgetan hat. Aber auch in Ländern ohne mehrheitlich muslimische Bevölkerung erleiden Christen zunehmende Unterdrückung und Gewalt – wie in Kenia, Uganda und Tansania. Dort setzen gewaltbereite Islamisten aus den Nachbarländern Christen unter Druck.
Negative Entwicklungen
Im anhaltenden Bürgerkrieg Syriens werden Christen zumeist von ausländischen Islamisten ins Visier genommen, die sich der Syrischen Befreiungsarmee angeschlossen haben. Das Land rückt im WVI 2013 dadurch von Rang 36 vor auf Rang 11. Einen großen Sprung nach vorn macht auch Libyen – von Platz 26 auf 17. Der von den Menschen erhoffte Wandel hin zu einer Demokratie wurde durch islamische Extremisten zunichte gemacht. Christen in Nigeria, Syrien und im Irak erlebten am häufigsten gewalttätige Angriffe, gefolgt von Sudan und Ägypten. Besonders im Fokus sind Christen muslimischer Herkunft, die nach der Scharia als Abgefallene vom Islam gelten. Sie werden häufig von ihrer eigenen Familie geächtet, aber auch gesellschaftlich und politisch verfolgt und ausgegrenzt.
(Quelle und Grafik: Open Doors)