Razzia in christl. Sommerlager



usbekistan

Die usbekischen Behörden versuchen, ein Grundstück des staatlich registrierten Baptistenbundes, auf dem dieser Sommerlager für Kinder und Familien abhält, zu enteignen. Der Staat behauptet – ohne erkennbare Rechtsgrundlage – dass das Gelände im Jahr 2000 „illegal“ gekauft worden wäre. Die Baptisten haben eine Beschwerde beim Generalstaatsanwalt eingebracht, in der es unter anderem heißt: „Die Zukunft Usbekistans kann nicht auf der Ausplünderung religiöser Organisationen gebaut werden“.

In der Region Samarkand war ein von örtlichen Protestanten organisiertes Kinderlager Ziel einer Razzia. Dabei wurden 30 Polizeibeamte, 20 Beamte der Bereitschaftspolizei und 30 Beamte von Steuerbehörden, Feuerwehr, Sanitätsbehörden und der Regionalverwaltung gegen ein Lager von insgesamt 31 Personen eingesetzt. Die Polizisten schwangen ihre Gummiknüppel und befragte alle Anwesenden, sogar kleine Kinder, die von ihren Eltern getrennt wurden. Nach mehr als sechsstündiger Befragung und Razzien in den Häusern und Wohnungen der Personen, die man für die Organisatoren des Lagers hielt, ist zu erwarten, dass Anklage gegen sechs Protestanten erhoben wird. (Quelle: Forum 18, Bild: TUBS)