Brandanschlag auf katholische Kirche in Panriang

Die katholische Diözese Bentiu im Südsudan hat die Behörden aufgefordert, einen Brand in der Hauptpfarre St. Michael Panriang zu untersuchen. Unbekannte hatten die Kirche am Sonntag, dem 4. Oktober, in Brand gesetzt und dabei Teile des Altarbereichs beschädigt.
Der Pfarrer und Gemeindemitglieder griffen rasch ein und konnten verhindern, dass weitere Teile der Kirche zerstört wurden. Verletzte wurden nach Angaben der Diözese nicht gemeldet. Das genaue Ausmaß der Schäden werde noch untersucht.
In einer am Sonntag veröffentlichten Stellungnahme erklärte die Diözese: „Wir verurteilen diesen Akt der Schändung eines heiligen Gotteshauses. Wir fordern die Behörden auf, den Vorfall zu untersuchen.“
Weiter hieß es: „Mit großer Trauer geben wir bekannt, dass die Hauptpfarre St. Michael Panriang heute Abend von unbekannten Personen in Brand gesetzt wurde.“
Diözese bittet um Gebet
Die Diözese rief zugleich zum Gebet für die betroffene Gemeinde auf: „Wir bitten alle Christen und Menschen guten Willens, in diesem schwierigen Moment für die Pfarre St. Michael zu beten.“
Der Vorfall ereignete sich vor dem Hintergrund anhaltender Unsicherheit und Gewalt in Teilen des Gebietes, das zur Diözese Bentiu gehört – der jüngsten katholischen Diözese des Südsudan.
Die Diözese Bentiu wurde am 3. Juli 2024 errichtet. Ihr Gebiet wurde von der Diözese Malakal abgetrennt. Sie umfasst rund 38.000 Quadratkilometer und sieben Pfarren, darunter St. Michael in Parieng. Bentiu ist Suffraganbistum der Erzdiözese Juba, des einzigen Metropolitanbistums des jüngsten Staates der Welt.
Bischof Carlassare ruft immer wieder zu Frieden auf
Erster Bischof der Diözese ist Christian Carlassare, der angesichts der Gewalt in der Region wiederholt zu Frieden und Versöhnung aufgerufen hat.
Im April 2025 verurteilte er bewaffnete Zusammenstöße im Bezirk Abiemnhom in der Verwaltungsregion Ruweng, bei denen mindestens 29 Menschen getötet und mehrere weitere verletzt worden waren.
Der aus Italien stammende Comboni-Missionar rief damals die Behörden in Unity und Parieng, insbesondere in den Bezirken Mayom und Abiemnhom, dazu auf, „zusammenzuarbeiten und den Dialog wiederherzustellen, um diese Krise gemeinsam zu überwinden“. (Quelle: aciafrica, Bild: Bentiu Catholic Diocese)