Kirchenleitung warnt vor staatlichen Eingriffen in die kirchliche Selbstverwaltung



Armenien Kloster

Die Armenisch-Apostolische Kirche hat am 9. Oktober 2026 in einer Erklärung scharf gegen die Einrichtung eines parlamentarischen Untersuchungsausschusses protestiert. Dieser soll eine angebliche Krise innerhalb der Kirche untersuchen.

Unter dem Vorsitz von Katholikos Karekin II. versammelte Bischöfe warfen der Regierung vor, durch politische Einflussnahme und Repressionen in die inneren Angelegenheiten der Kirche einzugreifen.

Nach Auffassung der Kirchenleitung verletzt der Untersuchungsausschuss grundlegende Prinzipien der Religionsfreiheit und der kirchlichen Autonomie. Die Bischöfe forderten die parlamentarische Mehrheit auf, ihre verfassungsmäßigen Befugnisse nicht zu überschreiten.

Die armenische Regierung weist den Vorwurf einer kirchenfeindlichen Kampagne zurück. Sie begründet ihre Maßnahmen mit Missständen innerhalb der Kirche, darunter Vorwürfe mangelnder Transparenz und unzureichender Rechenschaftspflicht. (Quelle: armenianchurch.org, Foto: wikipedia)