Das Regime verbietet Priester- und Diakonenweihen in 4 Diözesen



nicaragua-1

In allen betroffenen Diözesen waren die Ortsbischöfe zuvor ins Exil gezwungen worden – damit verschärft sich die kritische pastorale Lage weiterhin.

Das Regime unter Präsident Daniel Ortega und Vizepräsidentin Rosario Murillo hat Anfang März 2026 die Weihe von Priestern und Diakonen in vier Diözesen verboten. Diese Maßnahme verschärft die ohnehin kritische pastorale Lage im Land drastisch.

Das Verbot betrifft die Diözesen Jinotega, Siuna, Matagalpa und Estelí. In allen vier Diözesen befindet sich derzeit kein amtierende Ortsbischof, denn die jeweiligen Bischöfe waren zuvor vom Regime ins Exil gezwungen oder ausgewiesen worden. Beispielsweise wurde Bischof Carlos Herrera, Diözese Jinotega im November 2024 ausgewiesen, nachdem er die Störung einer Messe durch regierungstreue Beamte kritisiert hatte. Und die Bischöfe Rolando Álvarez und Bischof Isidoro Mora wurden bereits zuvor nach Rom abgeschoben.

Dies hat massive Folgen für die Gläubigen in Nicaragua:

Dahinter stehen politische Motive, es geht um Ideologie statt Glaube. Beobachter und Forscher wie die Anwältin Martha Patricia Molina sehen in diesem Vorgehen eine gezielte Strategie zur Ausschaltung des kirchlichen Einflusses. Die Kirche gilt dem Ortega-Regime als „Dorn im Auge“, da sie sich der totalitären Kontrolle widersetzt. 

Trotz der massiven Verfolgung betonen Geistliche im Exil, dass die Kirche in Nicaragua zwar „gekreuzigt“, aber keineswegs tot sei. Das religiöse Leben und die Berufungen bestünden im Untergrund fort. (Quelle: kath.net)