Zunehmende Angriffe auf Christen in Ägypten



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Laut CiN, das sich auf Quellen in der Koptischen Kirche beruft, kam es im Dorf Tal al-Qibliya im Gouvernement Minya in Oberägypten zu Angriffen auf Christen. Laut einer Erklärung von Bischof Makarius von Minya folgte der jüngste Angriff auf frühere Vorfälle in demselben Dorf, über die die Kirchenleitung die lokalen Behörden mehrfach informiert hatte.

Extremisten griffen demnach Kirchgänger an, demolierten das Auto eines Priesters und kappten den Strom zur örtlichen Kirche. Nach dem Einschreiten der Polizei sei die Sicherheitslage inzwischen zwar wieder ruhig, zugleich aber auch sehr angespannt. Todesopfer wurden nicht gemeldet, es gab „lediglich“ Verletzte und Sachschaden. Unter der christlichen Bevölkerung herrsche aber große Angst. In der Region Minya war es in der Vergangenheit immer wieder zu gewalttätigen Ausschreitungen gegen Christen gekommen.

Seit Iran-Krieg mehr Anfeindungen

Seit dem Ausbruch des Iran-Kriegs mehren sich die Anfeindungen und Angriffe auf die christliche Gemeinschaft in Ägypten deutlich. Die Gewalt war mit der Machtübernahme Al-Sisis und der Zerschlagung der Muslimbruderschaft zurückgegangen, doch „jetzt nehmen Gewalt und Angst vor weiteren Eskalationen wieder zu“.

Der erneute Angriff auf die koptische Gemeinschaft in Tal al-Qibliya sei kein Einzelfall, sondern Teil eines seit Jahren bestehenden Musters religiös motivierter Gewalt gegen Christen in Ägypten. (Quelle: CiN)