Christliche Leiter bei großangelegter Razzia verhaftet



Mauretanien Karte

In der Islamischen Republik Mauretanien wurde Anfang des Monats ein prominenter christlicher Leiter zusammen mit 14 weiteren christlichen Leitern und ihren Familien verhaftet. Diese Führer repräsentieren einen bedeutenden Teil der kleinen christlichen Gemeinschaft des Landes, die auf etwa 1.000 Personen geschätzt wird. 

Das geltende mauretanische Strafgesetzbuch, insbesondere Artikel 306, sieht für Apostasie die Todesstrafe vor, wobei eine geringere Strafe vorgesehen ist, wenn der Angeklagte Reue zeigt. Die Verhaftungen wurden Berichten zufolge durch die Veröffentlichung eines Videos ausgelöst, das eine Taufzeremonie in Mauretanien zeigt. Das Video, von dem man annimmt, dass es von einem Insider auf der Suche nach finanziellem Gewinn weitergegeben wurde, verbreitete sich schnell.

Tragischerweise hat sich diese Feindseligkeit nicht nur auf die verhafteten Personen beschränkt, sondern auch auf ihre Familien, die nun von ihren Nachbarn schikaniert werden. Die mauretanische Regierung befindet sich in einer heiklen Lage: Sie ist hin- und hergerissen zwischen ihrem Bekenntnis zu Menschenrechtsreformen und größerer Religionsfreiheit, indem sie behauptet, die Verhaftungen seien durchgeführt worden, um Bürger und andere radikal-islamistische Elemente zu schützen.

Der Satz im Original-Text ist unvollständig oder unlogisch. Deshalb würde ich erweitern.

… hergerissen zwischen dem geltenden Strafrecht und dem Bekenntnis… Daher behauptet sie…

Die Regierung hält an ihrer Entscheidung fest, dass die Verhaftungen notwendig sind, um das „Christenproblem“ in Mauretanien zu lösen.

Die große Aufmerksamkeit, die die Verhaftungen und das virale Video hervorgerufen haben, hat in ganz Mauretanien das Bewusstsein für die Präsenz des Christentums innerhalb der Landesgrenzen geschärft. Infolgedessen mehren sich die Stimmen, die sich für Toleranz und Verständnis einsetzen und betonen, dass Christen integrale Mitglieder der mauretanischen Gesellschaft sind und einen positiven Beitrag zu ihren lokalen Gemeinschaften leisten. (Quelle: ICC, Bild: TUBS/wikipedia)