Mexico Archive - KIRCHE IN NOT Österreich
Spenden
Mexico

Mexico

Mehr Beiträge zu diesem Thema

Mehr Schlagworte 19 Beiträge gefunden
Beiträge anzeigen

Papst Franziskus hat den Mord an zwei Jesuiten und einem weiteren Mann in Mexiko scharf verurteilt. Er wolle seine „Trauer und Abscheu“ darüber zum Ausdruck bringen, sagte Franziskus am Ende der Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan. Dem Orden, dem er selbst angehört, sei er mit Zuneigung und Gebeten nahe. Zugleich betonte er, dass Gewalt keine Probleme löse.

Die beiden Jesuiten Javier Campos Morales (79) und Joaquín Cesar Mora Salazar (81) waren am Montag im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua erschossen worden. Sie sollen einem Mann, der vor Bewaffneten floh, Schutz in ihrer Kirche geboten haben. Dabei handelte es sich offenbar um einen lokalen Touristenführer, der kurz zuvor entführt worden war. Unbekannte eröffneten in der Folge das Feuer auf den Mann und die beiden Geistlichen. Ein Tatverdächtiger soll aus Auftragsmörderkreisen stammen, die einer Gruppe angehört, die für das Sinaloa-Drogenkartell arbeitet. Die genauen Hintergründe sind noch unklar.

Laut mexikanischen Jesuiten wurden die Leichen der Priester von den Tätern mitgenommen. Der Orden fordert deren Herausgabe sowie Schutz für die Gemeinde. Im ganzen Land finden Gottesdienste statt, die an die Opfer des Überfalls erinnern. Nicht nur die Mexikanische Bischofskonferenz ist erschüttert. Dass nun selbst Geistliche in einer Kirche niedergeschossen werden, offenbart, wie sehr ganz Mexiko unter der anhaltenden Gewalt im Land leidet.

84 Morde pro Tag

Der Vorfall hat auch eine politische Dimension, denn Mexikos amtierender linkspopulistischer Präsident Andres Manuel Lopez Obrador hatte die Sicherheitslage zu einem zentralen Thema seiner Präsidentschaft gemacht. Erst am Montag hatte das Portal „CNN en Espanol“ berichtet, es seien zwischen Jänner und Mai bereits mehr als 12.700 gewaltsame Todesfälle registriert worden. Das entspricht einem Durchschnitt von derzeit 84 Morden pro Tag. Dabei konzentriere sich die Mehrzahl der Taten auf sechs besonders gewalttätige mexikanische Bundesstaaten. Acht der gefährlichsten 50 Städte der Welt befinden sich in Mexiko. Kritiker werfen Lopez Obrador vor, seine Strategie der „Umarmung statt Schüsse“ gegenüber den Drogenkartellen habe keinen Erfolg gebracht. (Quelle: Kathpress/Jesuiten)

Beten wir für die ermordeten Männer und ihre Angehörigen!

Nur wenige Kilometer von der Grenze zum US-Bundesstaat Texas liegt die kleine Gemeinde Santa Adelaida im Bistum Matamoros. Der 55-jährige Pfarrer der Pfarre „Christus König von La Paz“ wurde dort am Abend des 22. August 2019 auf der Schwelle der Kirche durch zahlreiche Messerstiche schwer verletzt. Er wurde zwar noch in ein Krankenhaus gebracht, aber er starb dort nach stundenlangen Qualen.

Erst ein Jahr zuvor hatte die Diözese Matamoros die Initiative „Sichere Kirche für alle“ gestartet. Damit sollte angesichts der Gewalt von Mitgliedern der Drogenkartelle in der Region ein erhöhter Schutz der Gläubigen erreicht werden.

Die mexikanischen Bischöfe bezeichneten den Tod von Pater Guzmán Vega als Ausdruck der Gewalt, die ein anhaltendes Problem in der Gesellschaft sei. Bitte schließen Sie in Ihren Gebeten die Priester und Gläubigen in Mexiko ein.

Nur wenige Kilometer von der Grenze zum US-Bundesstaat Texas liegt die kleine Gemeinde Santa Adelaida im Bistum Matamoros.

Der 55-jährige Pfarrer der Pfarre „Christus König von La Paz“ wurde dort am Abend des 22. August 2019 auf der Schwelle der Kirche durch zahlreiche Messerstiche schwer verletzt. Er wurde zwar noch in ein Krankenhaus gebracht, aber er starb dort nach stundenlangen Qualen.

Erst ein Jahr zuvor hatte die Diözese Matamoros die Initiative „Sichere Kirche für alle“ gestartet. Damit sollte angesichts der Gewalt von Mitgliedern der Drogenkartelle in der Region ein erhöhter Schutz der Gläubigen erreicht werden.

Die mexikanischen Bischöfe bezeichneten den Tod von Pater Guzmán Vega als Ausdruck der Gewalt, die ein anhaltendes Problem in der Gesellschaft sei. Bitte schließen Sie in Ihren Gebeten die Priester und Gläubigen in Mexiko ein.

Die Leiche des mexikanischen Priesters José Guadalupe Popoca wurde am Morgen des 31. August in der Pfarre San Nicolás de Bari, in der Stadt Galeana (Zacatepec) im Bundesstaat Morelos gefunden. Nach ersten Informationen, wurde der Pfarrer durch Kopfschüsse getötet. Pfarrer José Guadalupe wurde am 12. Dezember 1977 in Jiutepec (Morelos) geboren und am 15. August 2007 zum Priester geweiht. Er war in mehreren Pfarren der Diözese Cuernavaca als Pfarrer tätig und widmete sich dabei insbesondere der Jugendarbeit.

In einer Videobotschaft drückte Bischof Ramón Castro Castro von Cuernavaca, der Diözese, zu der die Pfarre San Nicolas de Bari gehört, seine Bestürzung und Trauer aus und forderte die Behörden auf, die Gründe für das Verbrechen umgehend zu untersuchen. Er bittet um das Gebet für die ewige Ruhe des Priesters und dass Gott seiner Gemeinde den Mut und die Kraft geben möge, diesen Verlust zu bewältigen.

Der Generalsekretär der Mexikanischen Bischofskonferenz Bischof Alfonso G. Miranda Guardiola von Monterrey erklärte in seinem Beileidsschreiben: „Mit tiefer Trauer bringen wir unsere Bestürzung über die Ermordung von Pater José Guadalupe Popoca, einem Mitglied des Klerus der Diözese Cuernavaca, zum Ausdruck. Wir sprechen Herrn Ramón Castro, seiner Familie, seinen Freunden und den Gläubigen, denen er in seinem Leben als Pfarrer diente, unser Beileid aus. Wir bitten diejenigen, die Schmerz und Leid verursachen, umzukehren, damit sie auf den Weg des Guten zurückkehren. Gott hat niemanden geschaffen, um Böses zu tun, er liebt uns, weil wir seine Kinder sind, und er erwartet von uns, dass wir den Weg des Lebens wählen“. Abschließend dankt der Generalsekretär der Bischofskonferenz allen Priestern, „die ihre Arbeit im ganzen Land verrichten“ und bittet sie, „die Hoffnung nicht zu verlieren und ihre kirchliche Sendung trotz aller Schwierigkeiten mit Eifer fortzusetzen, nach dem Beispiel Jesu, des Guten Hirten“.

Nach offiziellen Angaben gab es zwischen Januar und Juli 2021 allein im mexikanischen Bundesstaat Morelos 769 Morde und 10 Entführungen. Laut dem Index 2021 steht Morelos an neunter Stelle unter den 32 mexikanischen Bundesstaaten, was Kriminalität und Gewalt anbelangt. (Quelle: Fidesdienst)

Die Katechetin Margeli Lang Antonio kam bei einem Angriff auf eine Kirche in der Gemeinde Acacoyagua im Bundesstaat Chiapas im Süden Mexikos ums Leben.

Nach einem Vorbereitungskurs für Katecheten am 15. Juni 2019 betraten zwei Jugendliche die Kapelle zur Unbefleckten Empfängnis in der Pfarre St. Markus und eröffneten das Feuer. Eine der Kugeln traf Margeli Lang Antonio. Sie war sofort tot.

Die junge Frau wurde von den Gläubigen geschätzt und engagierte sich besonders für die Kinder in der Pfarre.

Weltweit fördert KIRCHE IN NOT die Ausbildung von Katecheten. Sie sind vor allem in Afrika und Lateinamerika wichtig, denn sie leben häufig in abgelegenen Gemeinden, wohin nur selten ein Priester kommt. Die Katecheten sind dann wichtige Ansprechpartner. Ein wichtiges und beliebtes Instrument der Katechese ist die Kinderbibel „Gott spricht zu seinen Kindern“. Sie ist in mehr als 190 Sprachen in einer Auflage von über 51 Millionen Exemplaren erschienen.

Um verfolgten und bedrohten Christen weiterhin helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Verfolgte und bedrängte Christen

Zwischen 2012 und 2018 wurden in Mexiko 26 Priester ermordet. Es gab zudem Hinweise auf Entführungen, gewaltsame Attacken auf Kirchen und Bombenattacken. Meistens werden Priester ermordet, um eine drohende Botschaft zu senden und um zu zeigen, dass man auch jeden anderen Priester töten könnte. Dies destabilisiert die Gesellschaft und schafft eine Kultur des Schweigens, die es den Drogenkartellen und der organisierten Kriminalität ermöglicht, zu schalten und walten.

Oftmals sind die Priester die einzigen, die den Mut aufbringen, sich für die Opfer der Kartelle einzusetzen und sich gegen die Korruption im Land zu wehren. Die Priester wissen um die Gefahr, in die sie sich begeben, aber sie folgen dem Evangelium.

Mexiko ist eines der gefährlichsten Länder für katholische Priester, die sich ständiger Aggression und einer stetig steigenden Anzahl an Entführungen und Morden ausgesetzt sehen, die meistens vom organisierten Verbrechen ausgehen.

Zwischen 2012 und 2018 wurden in Mexiko 26 Priester ermordet. Es gab zudem Hinweise auf Entführungen, gewaltsame Attacken auf Kirchen und Bombenattacken.

Meistens werden Priester ermordet, um eine drohende Botschaft zu senden und um zu zeigen, dass man auch jeden anderen Priester töten könnte. Dies destabilisiert die Gesellschaft und schafft eine Kultur des Schweigens, die es den Drogenkartellen und der organisierten Kriminalität ermöglicht, zu schalten und walten.

Oftmals sind die Priester die einzigen, die den Mut aufbringen, sich für die Opfer der Kartelle einzusetzen und sich gegen die Korruption im Land zu wehren. Die Priester wissen um die Gefahr, in die sie sich begeben, aber sie folgen dem Evangelium.

Mexiko ist eines der gefährlichsten Länder für katholische Priester, die sich ständiger Aggression und einer stetig steigenden Anzahl an Entführungen und Morden ausgesetzt sehen, die meistens vom organisierten Verbrechen ausgehen. KIRCHE IN NOT hilft den Priestern in Mexico regelmäßig mit Messstipendien.

Um verfolgten und bedrohten Christen weiterhin helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Christenverfolgung

Die katholische Kirche in Lateinamerika ist von der Geißel der COVID-19-Pandemie nicht verschont geblieben. Im Jahr 2020 und ersten Quartal 2021 sind Dutzende Priester in verschiedenen Ländern wie Venezuela, Mexiko, Peru, Kolumbien und Bolivien gestorben, nach dem sie sich bei der Ausübung ihrer Aufgabe als Seelsorger, den Gläubigen zu helfen und sie in ihrer Angst und ihrem Schmerz zu begleiten, mit dem Coronavirus angesteckt haben.

So teilte die venezolanische Bischofskonferenz (CEV) in einem kürzlich an das internationale Hilfswerk KIRCHE IN NOT gerichteten Statement mit, dass seit der Beginn der Verbreitung des Coronavirus im Land im März 2020 bis heute 201 der 2002 in Venezuela lebenden Priester an dieser Krankheit erkrankt und 24 an ihr gestorben sind.

Trotz so vieler Todesfälle setzen die Priester und Ordensleute ihre Mission fort.

„10 % aller venezolanischen Geistlichen haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Die Zahl der an dem Virus Gestorbenen macht 11,9 % der Infizierten und 1,2 % aller Priester im Land aus“, so das CEV-Statement.

Weiter schreibt die CEV : „Diejenigen, die für die Kirche arbeiten, können nicht vermeiden, sich dem COVID-19-Virus auszusetzen. Die Priester, die ihrer Berufung zum Dienst am Nächsten, ihrer Mission als „Seelenarzt“ nachgegangen sind, wussten, dass sie trotz aller Vorsichtsmaßnahmen in den Kirchen und trotz der Einhaltung aller Hygieneregeln Gefahr liefen, sich selbst anzustecken bis hin zur Möglichkeit, daran zu sterben.“

KIRCHE IN NOT unterstützte insgesamt 146 Projekte mit mehr als 1,5 Millionen Euro, um den Ortskirchen zu helfen, die Folgen von COVID in Lateinamerika zu lindern.

Die Lage des Klerus in Mexiko ist noch dramatischer

Nach Erkenntnissen des Hilfswerks KIRCHE IN NOT ist die Lage des Klerus in Mexiko noch dramatischer. Das Katholische Multimediale Zentrum (CCM) berichtet, dass seit Beginn der Pandemie im Jahr 2020 bis März 2021 245 Geistliche und Ordensleute an vom COVID-19 hervorgerufenen Komplikationen gestorben sind. Unter den Toten sind fünf Bischöfe, 221 Priester und Ordensleute, 11 Diakone und acht Ordensschwestern.

In einem im Februar verbreiteten Bericht erklärte das CCM, am meisten betroffen seien die Erzdiözese Guadalajara, die Erzdiözese Mexiko, die Erzdiözese Puebla, die Erzdiözese Morelia, die Erzdiözese San Luis Potosi, die Erzdiözese Toluca und die Erzdiözese Tlalnepantla.

Venezuela im Zeichen der Corona-Krise
Bischof Mario Moronta aus San Cristobal trägt das Allerheiligste auf die Straßen, um seine Stadt zu segnen.

Auch in Peru ist die Lage sehr ernst

Auch in Peru ist die Lage der katholischen Kirche im Zusammenhang mit der Pandemie sehr ernst. Besonders betroffen macht der Tod von Msgr. Luis Armando Bambarén Gastelumendi S.J., dem emeritierten Bischof von Chimbote und ehemaligen Vorsitzenden der peruanischen Bischofskonferenz (CEP), der am 19. März starb. Ebenfalls im März starb am Coronavirus Eduardo Peña Rivera, Kaplan der peruanischen Luftwaffe (FAP) in Piura, einer Region im Norden des Landes.

Der jüngste Todesfall ereignete sich am 16. April und betraf Pater Dergi Facundo, einen jungen Priester, der den an der Krankheit Leidenden im Norden des Landes durch die Sakramente Trost brachte.

Kolumbien beklagt den Verlust eines Bischofs

Auch Kolumbien beklagt den Verlust eines Bischofs: Bischof Luis Adriano Piedrahita von Santa Marta starb am 11. Januar 2021. Nach „Kirche in Not“ vorliegenden Informationen starben Ende 2020 binnen zwei Wochen zehn Jesuitenpater, die in demselben Haus im Stadtteil Chapinero in Bogotá lebten. Von April 2020 bis Januar 2021 sind insgesamt 12 Jesuiten im Land gestorben.

Besonders traf die Gläubigen in der kolumbianischen Hauptstadt auch der Tod des Franziskanermönchs Gabriel Gutiérrez Ramírez am 2. April. Der Bruder war bekannt als „Engel der Ausgegrenzten“ wegen seines Apostolats mit Obdachlosen sowie für die Gründung der Stiftung „Callejeros de la Misericordia“ („Straßenarbeiter der Barmherzigkeit“).

Aus Bolivien liegen keine aktualisierten Daten vor, aber das Portal „Información de la Comunidad de Bolivia“ (Information aus der Gemeinde Bolivien Infodecom) gab Mitte 2020 an, dass bis zu diesem Zeitpunkt 13 Priester an COVID-19 gestorben waren. Unter ihnen befand sich auch Bischof Eugenio Scarpellini von El Salto. Im Februar dieses Jahres starben weitere fünf Priester in der Erzdiözese Cochabamba an der Epidemie.

Kolumbien: Eine Hl. Messe als Livestream.

„Das Leben der Kirche steht nicht still“

„Das Leben der Kirche steht nicht still“, sagt Msgr. José Trinidad Fernández, Weihbischof von Caracas und Generalsekretär der CEV, in dem jüngsten Statement. Der Weihbischof bat die Menschen darum, die Hoffnung nicht zu verlieren, denn „im täglichen Leben begleitet uns Gott, weil wir Gottes Tempel sind. Gott wohnt im Herzen, da kann kein Platz für Traurigkeit, Ernüchterung, Enttäuschung sein.“

In ihrer Mitteilung sagt die CEV weiter, dass die Gläubigen inmitten der Angst und des Schmerzes, die durch die Pandemie verursacht werden, danach suchen, „sich Gott zu nähern, um die Seele zu trösten. Die Priester versuchen daher, auf dieses grundlegende Bedürfnis zu reagieren, indem sie sich in ihrer Menschlichkeit ganz hingeben, wobei sie darauf achten, die notwendigen Vorsichtsmaßnahmen einzuhalten.“

„Trotz so vieler Todesfälle setzen die Priester und Ordensleute ihre Mission fort“

KIRCHE IN NOT-Projektleiterin Regina Lynch drückte in ihrer Stellungnahme zu der tragischen Bilanz ihre Trauer und ihre Wertschätzung für die Arbeit der Kirche aus: „Trotz so vieler Todesfälle setzen die Priester und Ordensleute ihre Mission fort, die an dem Coronavirus Erkrankten zu begleiten und den Gläubigen, die in den genannten Ländern und in anderen auf der ganzen Welt so sehr leiden, Trost zu spenden.“ Sie erinnerte auch daran, dass „sich oft die Priester und Ordensschwestern bei ihrer heroischen Arbeit der Hingabe und des Dienstes für die Bedürftigsten oder bei der Sorge um die Gesundheit der Seele angesteckt haben. Auch dies ist etwas ungeheuer Wichtiges, denn für uns Christen zählt nicht nur die Gesundheit des Körpers.“

Das Hilfswerk KIRCHE IN NOT unterstützte im Jahr 2020 insgesamt 146 Projekte mit mehr als 1,5 Millionen Euro, um den Ortskirchen zu helfen, die Folgen von COVID in Lateinamerika zu lindern. Das Hilfswerk erhöhte die Hilfen für Priester und die Zahl der Messintentionen und unterstützte mehr als 7200 Priester.

Helfen Sie Priestern und Ordensfrauen im Kampf gegen Corona! Spenden Sie – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
BIC: GIBAATWWXXX
Verwendungszweck: Nothilfe Covid-19

„Mit tiefer Trauer nehmen wir den tragischen Tod des Priesters José Martín Guzmán Vega zur Kenntnis: Die zuständigen Behörden haben bereits Ermittlungen eingeleitet, um den Sachverhalt aufzuklären, damit Gerechtigkeit gewährleistet werden kann. Unterdessen sprechen wir der Familie Guzmán Vega und der Pfarrgemeinde Cristo Rey aus de la Paz, Ejido Santa Adelaida, unser Beileid und laden alle zum Gebet für die ewige Ruhe von Pater Martin ein.“ Mit dieser kurzen von Bischof Bischof Eugenio Lira Rugarcia unterzeichnete Erklärung informiert die Diözese Matamoros, Tamaulipas in Mexiko, über den gewaltsamen Tod des Priesters José Martín Guzmán Vega am Abend des 22. August. Der 55-jährige Priester erlag im Krankenhaus „Dr. Alfredo Pumarejo“, den schweren Verletzungen, die ihm mit einer Stichwaffe zugefügt worden waren. (Quelle: Fidesdienst)

Gewalt gegen Priester ist nach Angaben des Katholischen Multimedia-Zentrums (CCM) nicht so sehr durch religiösen Hass motiviert, als vielmehr Ausdruck des Wunsches nach „sozialer Destabilisierung“. „Der Priester und die Pfarrgemeinden fördern Sicherheit, Bildung, Gesundheitsdienste, die Menschenrechte von Migranten, Frauen und Kindern …“, erklärt der Direktor der CCM, Pater Omar Sotelo Aguilar (ssp). Die Kirche ist in der Tat „eine Realität, die den Menschen im direkten Wettbewerb mit der organisierten Kriminalität hilft“, die weiß, dass das Ausschalten eines Priesters viel mehr ist als das Ausschalten einer Person, weil es eine ganze Gemeinschaft destabilisiert. Auf diese Weise „wird eine Kultur der Angst und des Schweigens gefördert, die für das Wachstum der Korruption und damit für das ungehinderte Funktionieren der Kartelle wichtig ist“. Das Phänomen ist in den Bundesstaaten Guerrero, Veracruz, Michoacán besonders ausgeprägt, aber heute „herrscht Alarmstufe Rot“ auch in Tamaulipa, Jalisco und Guanajuato.

Mit einem journalistischen Dossier und einen daraus hervor gegangenen Buch, dem kürzlich auch ein Dokumentarfilm folgte, prangert Pater Omar Sotelo Aguilar die Gewalt an, die Priester im ganzen Land betrifft und die fast absolute Straflosigkeit, die damit einhergeht. Dabei erinnert der Ordenspriester daran, dass „2018 sieben Priester allein in Mexiko ermordet wurden“.

Wie aus neunjährigen journalistischen Recherche hervorgeht, für die Pfarrer Sotelo mit dem National Journalism Award 2017 ausgezeichnet wurde, entwickelte sich das Phänomen Hand in Hand mit der Zunahme der Gewalt im Land. „Während der sechsjährigen Präsidentschaft von Luis Felipe Calderón wurden 17 Priester ermordet, und während der Amtszeit von Enrique Peña Nieto waren es 26“, fasst der Geistliche, der auch befürchtet, dass über 80% dieser Verbrechen ungestraft bleiben.
Besonders eklatant ist der Mord an Kardinal Juan Jesús Posadas Ocampo, da „nach mehr als 25 Jahren noch niemand wegen dieses Verbrechens ins Gefängnis kam“. Auch im Fall des Mordes an zwei jungen Priestern, die letztes Jahr auf der Autobahn Taxco-Iguala brutal ums Leben kamen, wurde bis heute niemand festgenommen. „Der Dokumentarfilm“, so Pater Sotero, „versteht sich als eine Stimme, die in dieser schrecklichen Dunkelheit schreit.“

Die Einschüchterungsversuche häufen sich derart, dass in Mexiko 26 Kirchen pro Monat geschändet werden. „Im üblichen Modus operandi beginnen Angriffe auf Priester mit Erpressung und es geht über Entführungen, sehr oft bis hin zu Folter und schließlich zu Mord mit besonders brutaler Gewalt“, erklärt P. Sotelo Aguilar. Post-mortem-Verleumdungen von Priestern sind weit verbreitet, um die Ermittlungen „abzulenken“ und schließlich ergebnislos zu archivieren. Dank der Arbeit des CCM-Teams wurde die Öffentlichkeit auf diese „Anomalien“ aufmerksam gemacht und die Behörden mussten bereits archivierten Akten erneut öffnen. Die CCM-Recherche führte auch zu einer Intervention der Menschenrechtskommission des Parlaments und rief das US-Außenministeriums und internationale Organisationen auf den Plan. (Quelle: Fidesdienst)

In der nordmexikanischen Grenzstadt Tijuana ist am Sonntagnachmittag (Ortszeit) ein entführter Priester tot aufgefunden worden. Icmar Arturo Orta, Pfarrer der Gemeinde San Luis Rey de Francia, galt seit Freitag als vermisst. Nach Polizeiangaben wurde die Leiche des Ermordeten unweit des Pazifikstrandes in einem Auto mit gefesselten Händen und Füßen entdeckt. Zahlreiche „Anzeichen von brutaler Gewalteinwirkung“, darunter Einschüsse, seien am Körper des Toten sichtbar gewesen.

In einer Botschaft an die Gläubigen drückte der Erzbischof der Diözese Tijuana, Francisco Moreno Barron, seine Trauer über den Mord an Orta aus: „Der Tod von Pater Arturo ist ein großer Verlust für unsere Erzdiözese“. An die Gemeinde von Arturo gewandt sagte er: „Er wird unter euch weiterleben. In eurem Geist und in euren Herzen ist er weiterhin am Leben.“ Die Behörden würden derzeit die Hintergründe der Bluttat ermitteln.

Tijuana gilt derzeit als einer der Gewalt-Hotspots in Mexiko: Die traurige Rekordzahl von 781 Morden aus dem Jahr 2017 wurde laut Angaben der lokalen Tageszeitung „La Frontera“ im laufenden Jahr bereits bis Mitte September überboten, wodurch sich die etwa 1,6 Millionen Einwohner zählende Zwillingsstadt zur kalifornischen Metropole San Diego (USA) knapp sieben gewaltsame Todesfälle pro Tag ereignen. Die Täter und Drahtzieher werden in den wenigsten Fällen gefunden.

Weiterhin bezeichnet die Hilfsorganisation „Kirche in Not“ Mexiko als das gefährlichste Land für Priester: Seit Anfang 2018 wurden in dem mittelamerikanischen Staat bereits sieben Priester getötet. Weltweit beläuft sich die Zahl der heuer ermordeten Priester auf 29. Der mexikanische Ordensmann Omar Sotelo Aguilar, Leiter des „Centro Catolico Multimedial“, sprach vor zwei Monaten bei einer Konferenz in Mexiko-Stadt von einer neuen Art der Verfolgung von Klerikern, die noch gefährlicher sei als während des „Cristiada“-Bürgerkrieges der Jahre 1926 bis 1929.

Priester würden von der organisierten Kriminalität besonderes oft als Anschlagsziele gewählt, da sie die stabilisierenden Faktoren der Gemeinschaften vor Ort bildeten, erklärte Sotelo Aguilar. „Mit ihrer Ermordung sorgt man für Angst und Schrecken.“ Nicht übersehen dürfe man jedoch auch die um ein Vielfaches höhere Zahl von Erpressungen, Einschüchterungen und Drohungen gegen Kirchenvertreter. Allein in der ersten Monaten des Jahres 2018 seien landesweit 850 derartige Erpressungen und Todesdrohungen registriert worden. (Quelle: kathpress.at,

Die Erzdiözese Mexiko-Stadt veröffentlichte am gestrigen 26. April eine Erklärung, in der sie die „schmerzliche Nachricht“ mitteilt, dass „am Mittwoch, dem 25. April, in der Stadt Cuernavaca in Morelos die Leiche des Priesters Moisés Fabila Reyes aufgefunden wurde, der dem Klerus der Erzdiözese angehört und sein Amt in der berühmten Marienbasilika von Guadalupe ausgeübt hat“. Die Erzdiözese bringt den Angehörigen und Freunden von Pfarrer Moises ihr Beileid zum Ausdruck und versichert das Gebet für dessen ewige Ruhe.

Der 83jährige Geistliche wurde am vergangenen 3. April entführt, als er mit seiner Familie von Mexiko-Stadt nach Cuernavaca unterwegs war. Er soll bereits vor der Zahlung eines Lösegeldes wegen seiner prekären Gesundheit und den Haftbedingungen gestorben sein. Er wurde am 15. Dezember 1934 in Valle de Bravo, Mexiko, geboren und am 29. Juni 1961 in der Kathedrale von Mexiko-Stadt zum Priester geweiht.

Dies ist bereits der dritte Priester, der allein im April in Mexiko auf gewaltsame Weise ums Leben kam. Am Abend des 20. April war der erst kürzlich zum Priester geweihte 33jährige Pfarrer Juan Miguel Contreras García im Anschluss an einen Gottesdienst in der Pfarrei St. Pius von Pietrelcina in Tlajomulco (Jalisco) ermordet worden. Er hatte dort einen anderen Priester vertreten, der zuvor Morddrohungen erhalten hatte. Der 50jährige Gerichtsvikar der Diözese Izcalli, Pfarrer Rubén Alcántara Díaz aus der Gemeinde Cuautitlán, wurde am Abend des 18. April in seinem Büro in der Kirche Nuestra Señora del Carmen im Verwaltungsbezirk Cumbria ermordet. (Quelle: Fidesdienst)