
Im Jahr 2023 hatte der Irak während einer politischen Krise mit anhaltenden Herausforderungen für die Religionsfreiheit zu kämpfen. Die Bildung einer neuen irakischen Bundesregierung (IFG) bot Hoffnung auf verbesserte Bedingungen für religiöse Minderheiten, doch sowohl unter der IFG als auch unter der Regionalregierung Kurdistans dauerte die soziale und politische Entrechtung an.
Konfessionelle Spannungen innerhalb der IFG bedrohten die Stabilität und behinderten die Bemühungen zum Schutz der vielfältigen Religionsgemeinschaften. Unterdessen unterstrichen Vermisstenfälle und Entführungen, die Unterdrückung der Meinungsfreiheit und verstärkte Diskriminierung die anhaltenden Bedenken hinsichtlich der Religionsfreiheit.
Die christliche Bevölkerung des Irak, die während des brutalen Regimes des IS stark zurückgegangen ist, besteht derzeit aus weniger als 150 000 Menschen bei einer Bevölkerung von mehr als 45 Millionen, weniger als ein halbes Prozent. Diese schwindende Gemeinschaft ist erheblichem gesellschaftlichen Druck und Diskriminierung ausgesetzt, da die Konversion vom Islam nach wie vor gesetzlich unter Androhung schwerer Strafen verboten ist.

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