Vom 1. bis 4. September reist Papst Franziskus in die Mongolei. Es ist die erste Reise eines Pontifex in das ostasiatische Land. Mit seiner Reise bleibt der Heilige Vater einmal mehr seinem Motto treu, „an die Ränder“ zu gehen. Die Christen in der Mongolei machen nicht einmal 2 % der Gesamtbevölkerung aus, etwa 62 000 Menschen. Die Mehrheit der 3,2 Millionen Einwohner bekennt sich zum Buddhismus.
Im gesamten Land gibt es nur rund 1500 Katholiken. „Die mongolischen Katholiken brauchen den Besuch des Papstes, damit sie sichtbarer werden und internationale Unterstützung erhalten, denn viele Jahre lang hat niemand auch nur an ihre Existenz gedacht“, sagt Peter Humeniuk, Projektreferent bei KIRCHE IN NOT.
Die Missionare hätten seit den 1990er-Jahren in einer wilden Steppe bei null angefangen und sich sehr angestrengt, um eine Gemeinschaft von katholischen Mongolen aufzubauen, die Aufmerksamkeit verdient. Er wird gemeinsam mit Maria Lozano, Leiterin der internationalen Presseabteilung bei KIRCHE IN NOT, in das Land reisen, um die dortige Kirche während des Papstbesuches zu begleiten.
„Ich denke, der Besuch des Papstes ist für die gesamte Region von Bedeutung. Die Mongolei liegt strategisch günstig zwischen Russland und China und ist ein neutrales Gebiet. Die Buddhisten in der Mongolei sind offen für einen Dialog mit dem Heiligen Stuhl. Das Land hat das Potenzial, ein wichtiger Partner für den Heiligen Stuhl in Ost- und Zentralasien und ein Vorbild für andere asiatische Länder zu werden“, ist sich Lozano sicher. „Der Besuch gehört – zusammen mit anderen Papstreisen wie jenen in den Irak, nach Kasachstan oder Bahrain – zu den Reisen mit wichtiger interreligiöser Bedeutung.“

Die Freude der kleinen katholischen Minderheit auf den Besuch von Papst Franziskus ist groß. Die Leiterin der Abteilung für Medien und Kommunikation der Apostolischen Präfektur in Ulan-Bator sagte gegenüber KIRCHE IN NOT: „Ich glaube, dass Papst Franziskus Hoffnung und Begeisterung für die Kirche, aber auch für die Menschen, die keine Christen sind, bringen wird.
Die Mongolei ist ein buddhistisch geprägtes Land, daher wird der Papstbesuch auch dazu beitragen, dass unser interreligiöser Dialog freundlicher und fruchtbarer wird. Das wird für unsere Gemeinschaft und für den Dialog sehr hilfreich sein.“
KIRCHE IN NOT hat in der Vergangenheit bereits kleinere Projekte in der Mongolei unterstützt, darunter Messstipendien für Priester, Reparaturarbeiten in der Kathedrale St. Peter und Paul in der Hauptstadt und ein Auto für eine der Kongregationen, die in dem Land arbeiten.

Aktuell unterstützt KIRCHE IN NOT die lokale Kirche auch mit einigen Projekten, um den bevorstehenden Besuch von Papst Franziskus zu ermöglichen. Es gebe Kontakte, um kurzfristig weitere und tiefere Unterstützung für die katholische Kirche des Landes zu besprechen, bestätigte Humeniuk.
„Diese Reise ist auch eine Ermutigung und ein Zeichen der Zuneigung für die zentralasiatische Bischofskonferenz, in der Katholiken aus ehemaligen Sowjetländern der Region zusammenkommen: Kasachstan, Usbekistan, Kirgisistan, Turkmenistan und Tadschikistan. Dies sind Minderheitskirchen, und der Papst folgt dem Leitmotiv, die Minderheiten hervorzuheben, die in ihrer Kleinheit auch der Weltkirche Leben und Licht geben“, fügt Humeniuk hinzu.
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Verwendungszweck: Mongolei
Papst Franziskus besucht Anfang September die Mongolei. Mit der Reise in das ostasiatische Land bleibt er einmal mehr seiner Devise treu, „an die Ränder“ zu gehen. Denn die christliche Gemeinschaft in der Mongolei ist sehr klein. Die im Juni erschienene Dokumentation „Religionsfreiheit weltweit 2023“ von KIRCHE IN NOT beziffert die Zahl der Christen in der Mongolei auf etwa 62 000 Personen (knapp zwei Prozent der Gesamtbevölkerung).
Die Zahl der Katholiken liegt nach vatikanischen Angaben bei 1300. Über die Hälfte der 3,2 Millionen Einwohner bekennt sich zum Buddhismus, etwa fünf Prozent sind Muslime, gut 18 Prozent folgen ethno-religiösen Traditionen.
Nach dem Zusammenbruch des sowjetischen Machtblocks hat die Mongolei in ihrer 1992 verabschiedeten Verfassung die Religionsfreiheit wiederhergestellt. Verankert wurde auch die Trennung zwischen Staat und Religionsgemeinschaften. Dennoch hat die Mongolei Gesetze verabschiedet, die dem Buddhismus eine gewisse Sonderstellung einräumen.

Begründet wird dies mit der historischen Tradition und dem Ziel, die Einheit des Landes zu wahren. Für die Beziehungen des Staates zu anderen Religionsgemeinschaften gibt es noch keine weitergehenden rechtlichen Bestimmungen; die Regierung hatte 2018 ihre Absicht dazu bekundet.
Laut dem Gesetz darf der dem Buddhismus von staatlicher Seite gezollte Respekt die Bürger nicht daran hindern, eine andere Religion auszuüben. Die Behinderung religiöser Aktivitäten steht ebenso unter Strafe wie Missionierung unter Zwang. Da wie in anderen Staaten nicht genau definiert ist, was als Zwang zu verstehen ist, besteht hier eine gewisse Rechtsunsicherheit.
Religionsgemeinschaften müssen sich in der Mongolei registrieren lassen. Da jedoch nicht festgelegt ist, wie lange die Registrierung gültig ist, müssen Religionsgemeinschaften diesen langwierigen und bürokratischen Prozess meist Jahr für Jahr durchlaufen. Eine weitere Auflage betrifft Mitarbeiter in Religionsgemeinschaften und Nichtregierungsorganisationen. Sie schreibt vor, dass zwischen 25 und 95 Prozent der Mitarbeiter Einheimische sein müssen.

Für die meisten Religionsgemeinschaften gilt automatisch die Höchstquote von 95 Prozent. Die stellt viele kleine Glaubensgemeinschaften vor Probleme. Der katholischen Kirche ist es gelungen, eine Quote von 75 Prozent einheimischer Mitarbeiter auszuhandeln und auch zu erfüllen.
2016 wurde der erste aus der Mongolei stammende katholische Priester geweiht. Diplomatische Beziehungen zwischen dem Heiligen Stuhl und der Mongolei bestehen schon seit über 30 Jahren. In der Hauptstadt Ulan-Bator gibt es vier katholische Kirchen; ein weiteres Gotteshaus befindet sich in der Stadt Darchan. Darüber hinaus gibt es im Land mehrere kleine Missionsstationen.
Schon mehrfach hat Papst Franziskus seine Wertschätzung für die Mongolei und ihre kleine katholische Gemeinde zum Ausdruck gebracht: So war der Papst am 28. Mai 2022 im Vatikan mit einer interreligiösen Delegation aus der Mongolei zusammengetroffen. Dabei äußerte er seine Hoffnung für einen „gesunden Dialog“ zwischen Buddhisten und Katholiken.

Zwei Tage später gab Papst Franziskus die Ernennung des italienischen Missionars Giorgio Marengo zum Kardinal bekannt. Marengo leitet die Apostolische Präfektur Ulan-Bator (Ulaanbaatar). Mit 49 Jahren ist er aktuell der jüngste Kardinal der katholischen Kirche.
Bei den seit drei Monaten im Osten Indiens handle es sich um „ethnische Säuberungen“. Das erklärte der zuständige Erzbischof der Diözese Imphal, Dominic Lumon, in einem Schreiben an KIRCHE IN NOT. Misstrauen und Feindseligkeit in der Bevölkerung nähmen weiter zu. Die Lage sei „düster und angespannt“; aufgrund verhängter Internetsperren sei es schwer, Hilfe zu organisieren.
Der Erzbischof wirft der lokalen Regierung Untätigkeit vor: „Die Teilnahmslosigkeit und das Schweigen der Behörden halten an.“ Seit Mai seien unzählige Menschen vertrieben worden. KIRCHE IN NOT vorliegenden Informationen zufolge wurden über 300 Gotteshäuser und kirchliche Einrichtungen zerstört, daneben auch zahlreiche Wohnhäuser von Christen.
Die katholische Kirche versuche aktuell, humanitäre Hilfe zu leisten, erklärte Erzbischof Lumon. Seelsorger, Ordensfrauen und Helfer verteilten Lebensmittel und Hygieneartikel oder betreuten die Bevölkerung medizinisch und seelsorgerisch. All diese Maßnahamen müssten jedoch mit größter Vorsicht erfolgen, um die christenfeindliche Stimmung nicht noch weiter anzuheizen. Die Kirche versuche auch, im Dialog mit Behörden und gemäßigten Hindu-Gruppen zu einem Ende der Gewalt beizutragen.

Der Erzbischof rief neben der Hilfe auch zum Gebet für die Unruheregion auf: „Wir brauchen Gebete für unsere Politiker und Entscheidungsträger, damit sie gütliche Lösungen herbeiführen können. Die Kraft des Gebetes kann die Gedanken der Menschen verändern, die von Hass und Intoleranz geleitet werden.“
Im Bundesstaat Manipur, der an Myanmar grenzt, sind ethnische Spannungen zwischen der überwiegend hinduistischen Volksgruppe der Meitei und den christlichen Stämmen der Kuki und Naga eskaliert. Letztere werden von der Regierung als „registrierte Stammesgemeinschaft“ anerkannt.

Der Versuch der Meitei, ebenfalls in die Liste aufgenommen zu werden und daraufhin einsetzende Gegenproteste von Einwohnern, die eine weitere Diskriminierung der christlichen Minderheiten befürchten, schlugen in Gewaltexzesse gegen die Christen um. Mittlerweile sollen über 100 Angehörige der Kuki getötet worden und über eine halbe Million Menschen auf der Flucht sein.

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Verwendungszweck: Indien
Bis zu 21 Kirchengebäude wurden angegriffen und Hunderte von christlichen Häusern zerstört, nachdem Extremisten in Pakistan randaliert hatten.
Christen aus der Stadt Jaranwala im Punjab, in der Nähe von Faisalabad, flohen in Massen, als Fanatiker begannen, Steine und Felsen zu werfen und Gebäude in Brand zu setzen.
Der Vorfall ereignete sich, nachdem eine christliche Reinigungskraft der Blasphemie beschuldigt wurde. Sie habe den Koran entweiht und den Propheten des Islam beleidigt.
Im Gespräch mit KIRCHE IN NOT (ACN), das sich für verfolgte Christen einsetzt, berichtete Pater Abid Tanveer, Generalvikar der katholischen Diözese Faisalabad, von einem Besuch in Jaranwala, wo es seiner Meinung nach immer noch unsicher ist.
„Die Lage ist sehr beängstigend. Die Christen sind sehr verängstigt. Bitte beten Sie für unsere Leute, beten Sie, dass ihr Leben geschützt wird.“„So viele Menschen haben ihr Hab und Gut verloren, alles. Sie wissen nicht, was sie tun sollen und wohin sie gehen sollen.“

Ein christlicher Geistlicher sagte, dass bisher bis zu 2.000 Menschen aus ihren Häusern geflohen seien.
Pater Tanveer berichtete, dass 13 Kirchen verschiedener christlicher Konfessionen sowie das Haus eines Katecheten und ein Gemeindehaus angegriffen und zum Teil in Brand gesetzt wurden.
Er sagte, dass Pater Khalid, Pfarrer von St. Paul’s in Jaranwala, sich im Pfarrhaus einschließen musste, als Extremisten es umzingelten und schreiend forderten, dass er herauskommen solle.
Schließlich verließen sie den Ort, so dass der Pfarrer gehen konnte. Kurz darauf kehrten die Angreifer jedoch zurück und fackelten die Tauf-, Heirats- und Sterbeurkunden im Pfarrbüro ab.
Nach Angaben von Zeugen vor Ort, die von „Kirche in Not“ kontaktiert wurden, begannen die Angreifer, Möbel auf die Straße zu werfen, während sie zum Mord an dem angeblichen Gotteslästerer aufriefen.
Eine „Kirche in Not“-Kontaktperson in Faisalabad berichtete, dass über Lautsprecher verbreitete Botschaften aus Moscheen die Menschen vor Ort aufforderten, „hinauszugehen und Christen zu töten“.
Ein Christ in Faisalabad sagte gegenüber „Kirche in Not“: „Es ist absolut erschreckend. Wir wissen nicht, was als nächstes passieren wird“. Ein anderer führender pakistanischer Geistlicher aus Faisalabad sagte: „Wir verurteilen diesen Akt des brutalen Terrorismus aufs Schärfste.“ „Die Leute, die unschuldige Christen angreifen und ihre Häuser niederbrennen, haben eine terroristische Gesinnung“.

Bislang liegen keine Berichte über Todesfälle vor. Christen aus Jaranwala verließen ihre Häuser bereits heute Morgen um 5 Uhr, nachdem dort lebende Muslime sie vor einem Angriff gewarnt hatten.
Ein ranghoher Priester erklärte gegenüber „Kirche in Not“, dass die Bedrohung nicht vorüber sei und die Menschen weiterhin „sehr verängstigt“ seien. „Wir sind so dankbar für Ihre Sorge und Ihre Gebete. Bitte beten Sie weiter für uns.“
Pater Tanveer sagte, dass zusätzliche Polizeikräfte eingesetzt worden seien, es aber keine Garantie dafür gebe, dass die Situation unter Kontrolle gebracht werden könne, da die Extremisten gut bewaffnet seien und als Reaktion auf den angeblichen Vorfall der Blasphemie weiterhin auf Gewalt aus seien.
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Verwendungszweck: Pakistan
Nahezu überall in Afrika sind Katecheten wichtige Helfer der Priester. In den Pfarren, die sich zumeist über riesige Flächen erstrecken, sind sie es, die die Menschen in den zahlreichen und oft weit abgelegenen Dörfern im Glauben unterweisen, sie auf den Empfang der Sakramente vorbereiten und die sich mit den Gläubigen zum Gebet versammeln.
So ist es auch in der Diözese Mpika im Nordosten Sambias. Sie ist mit über 86.000 Quadratkilometern größer als Österreich, besteht aber nur aus 18 Pfarren, so dass die Entfernungen groß sind. Außerdem liegt sie in einem ländlichen Gebiet, wo die Straßenverhältnisse schlecht sind. Viele Orte sind isoliert und nur schwer zu erreichbar. Die Diözese verfügt über ein Ausbildungszentrum für Katecheten, weil ihr Dienst so wichtig für die Kirche ist.

Bischof Edwin Mulandu hatte uns um Hilfe gebeten, denn er brauchte dringend 114 Fahrräder für die Katecheten seiner Diözese. Unsere Wohltäter haben großzügig geholfen, und so sind 24.000 Euro zusammengekommen, um den Katecheten, die „an vorderster Front stehen, um ihren Priestern dabei zu helfen, die Leute zu mobilisieren und den erloschenen pastoralen Eifer wiederzubeleben“, wie er schreibt, ihre Arbeit zu erleichtern. Mehr als die Hälfte von ihnen arbeitet „für Gottes Lohn“, also ehrenamtlich. Mit den Fahrrädern ist ihr Einsatz einfacher und effektiver geworden, denn nun können sie schneller von einem Dorf ins andere gelangen.
Die Freude ist groß, und wir möchten den Dank an alle weitergeben, die geholfen haben: „Wir sind aufrichtig dankbar für diese Geste der Liebe und der Solidarität in dieser einen Mission Jesu Christi. Dass die Katecheten nun Fahrräder erhalten haben, motiviert sie, weiterhin das zu tun, was sie am besten können: Ihr Leben in einem schwierigen Gebiet mit großen Entfernungen der Verkündigung des Evangeliums zu widmen.“
Eine Christusstatue rettete den „Missionsfranziskanerinnen von Christus König“ 2006 das Leben, als Tausende aufgebrachte Muslime das Gelände der katholischen Marienkirche stürmten, auf dem sich auch das Kloster und die Schule der Schwestern befinden. Bis heute sind Gewaltausbrüche eine Bedrohung für die christliche Minderheit in Pakistan.
Die ganze islamische Welt war in Aufruhr, als eine dänische Zeitung im September 2005 Mohammed-Karikaturen veröffentlichte. Als einige Wochen später in der Stadt Sukkur im Süden Pakistans auch noch das Gerücht aufkam, ein Christ habe Seiten aus dem Koran verbrannt, brach auch dort ein Tag des Zornes und der Rache herein.
Eine wütende Menge zerstörte zuerst die protestantische Erlöserkirche und richtete dann ihre Wut gegen die katholische Marienkirche. Die Männer rissen Heiligenfiguren herunter, warfen Bänke um, schleuderten liturgische Gegenstände auf die Erde und versuchten, gewaltsam den Tabernakel aufzubrechen. Schließlich steckten sie die Kirche in Brand.

Auf dem Weg zum Schwesternkloster fiel dem Mob jedoch die große Christusstatue ins Auge, die zwischen Kirche und Kloster steht. Die weiße Steinfigur stellt Christus als König dar. Nun richtete sich der Hass der Männer gegen Christus.
Sie versuchten, die Statue zu zertrümmern, diese erwies sich jedoch als massiver als gedacht. Immer wieder schlugen sie darauf ein, aber es gelang ihnen nicht, sie zu zerstören. Während sie noch am Werk waren, traf die Polizei ein. Die Schwestern waren gerettet.
Seit 80 Jahren sind die Ordensfrauen in Sukkur tätig. Sie kümmern sich vor allem um die Erziehung von Kindern und Jugendlichen und setzen sich für Frauen ein, die sozial benachteiligt sind. Häusliche Gewalt ist weit verbreitet. Viele Frauen haben keine Schule besucht und können sich nur als Hausangestellte und als billige Arbeitskräfte auf den Feldern der Großgrundbesitzer verdingen. Nicht selten werden sie sexuell belästigt.

Wenn sie religiösen Minderheiten angehören, ist ihre Lage noch schwieriger. Bisweilen kommt es zu Fällen von Entführungen und Zwangsverheiratungen, wobei die jungen Frauen gezwungen werden, zum Islam überzutreten.
Nun stehen die Schwestern vor einer neuen Herausforderung: Im vergangenen Jahr kam es zu den schlimmsten Überschwemmungen seit 30 Jahren, die weite Teile Pakistans verwüsteten. Auch Sukkur war betroffen.

Schwester Rosey Yacoob berichtet: „Der Regen und die Überflutung haben schwere Schäden an unserem Kloster angerichtet. Das Dach ist undicht, es gab einen Kurzschluss, Türen und Fenster wurden beschädigt. Es sind viele Instandsetzungsarbeiten notwendig. Wir bitten Sie um Hilfe.“
Wir möchten die Schwestern nicht im Stich lassen und haben ihnen 18.000 Euro versprochen.
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Verwendungszweck: Pakistan
In der nordirakischen Stadt Dohuk ist das mit Hilfe von KIRCHE IN NOT gebaute Seelsorgezentrum eingeweiht worden. Die Feierlichkeiten fanden fast auf den Tag genau am neunten Jahrestag des Eindringens des sogenannten Islamischen Staates (IS) in den Nordirak statt. Am 6. August 2014 wurden über hunderttausend Christen des Landes durch den IS aus ihrer Heimat vertrieben.
Viele von ihnen suchten die relative Sicherheit in der heutigen Autonomen Region Kurdistan, vor allem in den großen Städten Erbil, Kirkuk und Dohuk. Nach der Niederlage des IS kehrten einige zwar in ihre Heimatdörfer zurück, aber eine große Zahl entschied sich dafür, an dem Ort zu bleiben, der in den vergangenen Jahren zu ihrer neuen Heimat geworden ist.
Heute leben in der Großstadt Dohuk etwa 1450 katholische Familien sowie orthodoxe Christen. Die Mehrheit der Katholiken ist chaldäisch-katholisch; ein Drittel ist syrisch-katholisch.

In seiner Rede bei der Einweihungszeremonie dankte der chaldäisch-katholische Bischof von Dohuk, Azad Sabri Shaba, seinem Vorgänger und allen, die an dem Projekt beteiligt waren, sowie den Wohltätern, die zu seiner Verwirklichung beigetragen haben. KIRCHE IN NOT hatte nach einem Vor-Ort-Besuch im März 2022 Hilfe zugesagt, um den im Jahr 2019 begonnenen Bau des Seelsorgezentrums abzuschließen.
Im Erdgeschoss des dreistöckigen Gebäudes sind Räumlichkeiten für Bistumsaktivitäten untergebracht, wie zum Beispiel ein Beratungszentrum, ein Studio von Radio Maria, eine Einrichtung der Mutter-Teresa-Bruderschaft für arme und kranke Menschen sowie Büros und ein Archiv.
Im ersten Stock befinden sich die Räume für die Aufgaben des Instituts für christliche Erziehung, der Diözesanschule und für andere Aktivitäten. Im zweiten Stock ist die Wohnung des Bischofs und mehrerer Priester. Das Gebäude nennt sich zukünftig „Papst-Franziskus-Pastoralzentrum“. Im März 2021 hatte Papst Franziskus den Irak besucht.

KIRCHE IN NOT setzt sich für den Verbleib irakischer Christen in ihrer Heimat ein und fördert Projekte, um die durch die IS-Besatzung zerstörten Gebäude und Strukturen wiederaufzubauen.
Im Februar 2023 konnte beispielsweise das neu errichtete Kloster der Dominikanerinnen in Batnaya eingeweiht werden, das durch den IS weitestgehend zerstört worden war. Im Juli förderte KIRCHE IN NOT ein katholisches Jugendtreffen mit rund 2000 Teilnehmern. Nach Angaben der Studie „Religionsfreiheit weltweit 2023“ sind etwa 0,5 Prozent der rund 41 Millionen Einwohner Iraks Christen (ca. 200 000).
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Der Österreicher Pater Anton Lässer CP ist seit April 2023 Geistlicher Assistent des weltweiten katholischen Hilfswerks „Kirche in Not“ (international: Aid to the Church in Need, ACN) mit Sitz in Königstein im Taunus. Er ist damit verantwortlich für das geistliche Leben des Hilfswerks in Kooperation mit den 23 Nationalbüros. Pater Lässer gehört dem Passionistenorden an und hat vor seiner geistlichen Laufbahn nach seinem Wirtschaftsstudium unter anderem bei einer Unternehmensberatung gearbeitet. Vor seiner neuen Aufgabe bei “Kirche in Not” war er Seelsorger und Kirchenrektor im Wallfahrtsort Maria Schutz am Semmering. Über seine ersten Eindrücke im neuen Amt haben wir mit ihm gesprochen.
KIRCHE IN NOT: Wie sind Sie zu Ihrer neuen Aufgabe gekommen?
Pater Anton Lässer: Wie so oft in meinem Leben: Die Aufgabe ist auf mich zugekommen. Ich habe einen Anruf auf dem Büro von Mauro Kardinal Picacenza erhalten, der seit 2011 Präsident der Päpstlichen Stiftung „Kirche in Not“ ist. Er fragte mich, ob ich bereit wäre, die Aufgabe als Geistlicher Assistent zu übernehmen. Ich habe geantwortet: Ich tue, was die Kirche möchte, dass ich tun soll. Aber das müssen meine Ordensoberen entscheiden. Ich habe diese Entscheidung also abgegeben und im Gebet begleitet.
Was waren Ihre ersten Eindrücke von „Kirche in Not“?
Zu Beginn fühlte es sich an wie ein Hineinschwimmen in einen unbekannten Ozean. „Kirche in Not“ ist ein sehr komplexes, vielschichtiges und internationales Werk. In meinen ersten Wochen war ich beeindruckt von den Gästen aus allen Regionen der Welt, darunter zahlreiche Bischöfe, Priester, Ordensleute und sehr engagierte Laien. In kurzen Abständen reihten sich die Sitzungen der Hauptgremien von „Kirche in Not“ aneinander: die Direktorenkonferenz, der Generalrat und der Stiftungsrat in Rom. Meinen Alltag bestimmten auch seelsorgliche Aufgaben und der Austausch mit den verschiedenen Leitungsebenen im Haus. Gemeinsam sind wir nun dabei, das Amt des Geistlichen Assistenten auf internationaler und Länderebene zu reflektieren und weiterhin fruchtbar zu machen.
Gibt es auch etwas, was Sie erstaunt oder überrascht hat?
Ich bin sehr positiv überrascht über die Art und Weise des Dialogs auf den verschiedenen Ebenen, aber auch über den Glauben aller derer, die bei „Kirche in Not“ Verantwortung tragen. Ich habe noch kein Hilfswerk kennenglernt, das einerseits so professionell aufgestellt ist und in dem andererseits so viele Leute brennen für das Reich Gottes. Besonders ist die spezifisch pastorale Ausrichtung von „Kirche in Not“. Wir helfen nicht nur dort, wo Kriege oder Naturkatastrophen das kirchliche Leben einschränken, sondern unterstützten in einigen Regionen das Überleben der Kirche, konkret: die Ordensfrauen, Priester und Mitarbeiter, die ohne diese Hilfe an jenen Orten nicht leben und arbeiten könnten.
Als ein großer Vorteil erscheint mir die über viele Jahre gewachsene starke Vernetzung mit den Projektpartnern in allen Regionen der Welt. Deren Mitwirkung trägt entscheidend dazu bei, dass wir der Verantwortung gegenüber den Wohltätern gerecht werden können. Das ist eine große Stärke von „Kirche in Not“.
Was ist Ihrer Ansicht nach die Besonderheit von „Kirche in Not“ im Unterschied zu anderen Hilfsorganisationen?
„Kirche in Not“ hat nach dem Zweiten Weltkrieg damit begonnen, dass Wohltäter Menschen in Not unterstützt haben, die einst ihre Feinde waren. Die Aufforderung Jesu „Liebt eure Feinde; tut denen Gutes, die euch hassen!“, wurde und wird hier Realität. Das ist schon eine große Gnade. Eine weitere Besonderheit besteht meines Erachtens darin, dass die Bitte um Unterstützung eng verbunden ist mit einer sehr klaren Verkündigung des Glaubens. Auf diese Weise werden die Spenden zu Gaben, in denen die Liebe Gottes andere Menschen berührt.
„Kirche in Not“ ist im Kern eine Gebetsgemeinschaft. Es ist etwas Besonderes, wenn Mitarbeiter ihre Arbeit vor dem Tabernakel beginnen oder die Not aus ihren Projekten bei der heiligen Messe gedanklich mit auf den Altar legen. Ein weiterer, sehr wichtiger Punkt scheint mir zu sein: „Kirche in Not“ tritt nicht einfach als Geberorganisation auf, die selbst bestimmt, wie die Projekte vor Ort zu laufen haben. Die Hilfe wird stets in einem Dialog mit den Empfängern entwickelt. „Kirche in Not“ versteht sich als Brücke, über die hunderttausende Menschen ihre Gabe und ihr Gebet dorthin tragen, wo die Kirche bedrängt ist, sich also in Not befindet.
Das weltweite katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) ist mit zahlreichen Angeboten auf dem Weltjugendtag in Lissabon präsent. Die Aktionen stehen unter dem Leitwort „Helden des Glaubens“ und werden federführend vom portugiesischen Zweig von „Kirche in Not“ organisiert, einem von 23 Länderbüros des Hilfswerks.
„Der Weltjugendtag ist eine einmalige Gelegenheit. Wir möchten möglichst vielen jungen Menschen für das Thema verfolgte Kirche sensibilisieren, das leider immer noch weitgehend unbekannt ist“, betont die Direktorin von KIRCHE IN NOT Portugal, Catarina Martins de Bettencourt.

In der „Stadt der Freude“, die während des Weltjugendtags im Lissaboner Stadtteil Belém ihre Tore öffnet, stellt KIRCHE IN NOT seine Arbeit und Glaubenszeugnisse aus aller Welt vor. „Unser Ziel ist es, jede Person, die an unserem Stand vorbeikommt, einzuladen, sich mit Christenverfolgung zu befassen“, sagte Martins de Bettencourt.
Einer der Hauptorte, an der ein Kontakt mit diesem Thema möglich sein wird, ist die Basilika „Unsere Liebe Frau der Märtyrer“ im Stadtteil Chiado. Dort stellt KIRCHE IN NOT sakrale Gegenstände aus, die von den Truppen des „Islamischen Staates“ in der irakischen Ninive-Ebene geschändet wurden. Die Invasion begann vor neun Jahren, am 6. August 2014; mittlerweile sind nach dem Sieg über den IS rund die Hälfte der vertriebenen Christen zurückgekehrt.
Ebenfalls in der Basilika „Unsere Liebe Frau der Märtyrer“ findet eine Konferenz mit Zeugnissen von zwei Christen statt: Der Iraker Joseph Fadelle wurde wegen seiner Konversion zum christlichen Glauben verhaftet, gefoltert und schließlich zur Auswanderung gezwungen. Der Palästinensische Christ Rafi Ghattas wird über die Situation im Heiligen Land sprechen, wo Christen gerade einmal ein Prozent der Bevölkerung ausmachen.

Im Kreuzgang des ehemaligen Klosters La Graca hat KIRCHE IN NOT eine Fotoausstellung organisiert, die Schicksale von Christen vorstellt, die in Ländern mit eingeschränkter Religionsfreiheit leben. Mehrere Dokumentarfilme über bedrängte Christen und zu Projekten von KIRCHE IN NOT in Syrien, Mosambik, Honduras, Kambodscha und Äthiopien laufen im Kino São Jorge in der Lissaboner Innenstadt.
„Wir möchten, dass die jungen Menschen aus aller Welt vom Beispiel der bedrängten Christen berührt werden und sich an der Mission von KIRCHE IN NOT beteiligen, diesen Menschen solidarisch beizustehen“, betont Direktorin Martins de Bettencourt.
Der Weltjugendtag findet vom 1. bis 6. August statt, eine Million junge Menschen aus aller Welt werden dazu in Lissabon erwartet. Am 2. August wird auch Papst Franziskus in der portugiesischen Hauptstadt erwartet. KIRCHE IN NOT unterstützt zudem regionale Jugendtage in Syrien und im Libanon für junge Menschen, denen eine Teilnahme am Weltjugendtag aufgrund der wirtschaftlichen und politischen Situation in ihren Heimatländern nicht möglich ist.
Seit jeher kennt die Kirche die Tradition der Messstipendien, das heißt, dass Gläubige die Priester um eine Heilige Messe in bestimmten Anliegen bitten und ihnen dafür Geld oder andere kleine Gaben geben. Dabei geht es nicht darum, die Heilige Messe zu „bezahlen“, denn dies ist nicht möglich, sondern es handelt sich um ein Zeichen der Dankbarkeit und der Liebe. Für viele Priester vor allem in ärmeren Ländern ist dies ein unersetzlicher Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt, denn oft erhalten sie kein Gehalt. Zugleich ist ein großes Zeichen der Liebe, für Lebende oder Verstorbene eine Heilige Messe feiern zu lassen – es ist das Größte, was man einem Menschen schenken kann.
Im vergangenen Jahr konnten wir fast 1,9 Millionen Messstipendien an 40.730 bedürftige Priester in allen Teilen der Welt weitergeben. Auch 15 Spiritanerpatres, die in Mexiko tätig sind, bedanken sich für 300 Messstipendien in einer Gesamthöhe von 7.260 Euro. Der Orden ist darauf angewiesen, um unter anderem für notwendige medizinische Behandlungen seiner Mitglieder aufkommen zu können. Die Patres stammen aus verschiedenen Ländern.

Der aus Afrika stammende Pater Obiang Edou Yannick schreibt uns: „Mit Freude und Dankbarkeit möchten wir KIRCHE IN NOT für die Unterstützung und für die Bedeutung danken, die Sie unserer Mission der Erstevangelisierung unter den Tenek- und Nahuatl-Völkern in Mexiko beimessen. Dank Ihrer Unterstützung konnten einige unserer Schwierigkeiten überwunden werden. Möge Gott Sie segnen und möge die Mission Christi bis an die Enden der Erde reichen.“
Sein Mitbruder, Pater Baltazar Hernández, dankt ebenfalls im Namen aller seiner Mitbrüder: „Gnade, Liebe und Frieden sei mit euch! Mit großer Dankbarkeit wende ich mich an KIRCHE IN NOT und danke für die freundliche Unterstützung durch Messintentionen im Jahr 2022. Vielen Dank für diese großzügige Unterstützung, die uns ermutigt, unsere missionarische Arbeit an der Seite der Bedürftigsten fortzusetzen… Möge Gott Euch mit Segen erfüllen in Eurer Arbeit, um denen zu helfen, die am wenigsten haben.“
Auch in diesem Jahr freuen sich viele tausend bedürftige Priester auf Eure Messanliegen.
Gut die Hälfte der Landesfläche Burkina Fasos befindet sich laut Bischof Laurent Birfuoré Dabiré aus Dori in der Hand dschihadistischer Truppen; zwei Millionen Menschen seien innerhalb des Landes auf der Flucht.
Bei den Eroberern handle es sich um unterschiedliche Gruppierungen, eine der größten sei die „Unterstützungsgruppe für den Islam und die Muslime“ (JNIM), teilte der Bischof im Gespräch mit KIRCHE IN NOT mit: „Es wird deutlich, dass das eigentliche Ziel darin besteht, die heutige Gesellschaft zu unterdrücken, die eine multireligiöse Gesellschaft des Dialogs und der Koexistenz ist.“
Der Terror richte sich gegen alle Einwohner der Landes, „die sich nicht zum gleichen Islam bekennen wie die Dschihadisten, einschließlich der Muslime“.

Auch für die Arbeit der katholischen Kirche im Land seien die Folgen des Terrorismus in den vergangenen sieben Jahren „schrecklich“. Drei der sechs Pfarrgemeinden seiner Diözese Dori hätten aus Sicherheitsgründen aufgegeben werden müssen, berichtete Bischof Dabiré.
Die Gläubigen eines Ortes würden oft von sich aus darum bitten, da ihnen bewusst sei, dass Priester und kirchliche Mitarbeiter einer stärkeren Gefahr durch die Dschihadisten ausgesetzt seien. Erst Anfang des Jahres wurde im Nordwesten des Landes ein Priester ermordet.
Die Menschen in Burkina Faso seien erschöpft. „Viele haben Familienangehörige verloren; es gibt auch viel materielle Zerstörung.“ Viele Menschen würden aus Angst vor Anschlägen die Gottesdienste und kirchlichen Veranstaltungen nicht mehr besuchen.

„Wir verstehen sie und verlangen nicht, dass sie über ihren Mut hinausgehen“, teilte Bischof Dabiré mit, der auch Vorsitzender der gemeinsamen Bischofskonferenz von Burkina Faso und Niger ist.
Die Kirche habe eine eigene Flüchtlingsseelsorge auf die Beine gestellt. „Auch das Radio hilft uns sehr, die Vertriebenen zu erreichen.“ Deshalb finanziert KIRCHE IN NOT unter anderem die Verteilung von Solar-Radios.
Es gebe auch Versuche, mit den Menschen in den besetzten Gebieten Kontakt zu halten, berichtete der Bischof: „Manchmal ist es uns auch gelungen, Lebensmittel und Hilfsgüter in abgelegene Gebiete zu schicken. Wir passen uns der Situation an, so gut wir können.“

Burkina Faso wird seit 2015 von islamistischen Truppen heimgesucht; sie rekrutieren sich aus der einheimischen Bevölkerung und aus dem Ausland. Dem Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2021“ von KIRCHE IN NOT zufolge ist das Land zu einem der Hauptoperationsgebiete des militanten Dschihadismus in Afrika geworden. Etwa ein Viertel der Bevölkerung des Landes sind Christen.
Ende September 2022 hatte sich in einem erneuten Staatstreich Hauptmann Ibrahima Traoré an die Macht geputscht. Während sich mit dem ersten Umsturz noch gewisse Hoffnungen im Kampf gegen den Terror verbunden hätten, sei die Bevölkerung jetzt skeptisch, teilten lokale Ansprechpartner unseres Hilfswerks mit.
Empfänger: KIRCHE IN NOT
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Verwendungszweck: Burkina Faso

