Christian Klyma, Autor bei KIRCHE IN NOT Österreich - Seite 35 von 49
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Pfarrer Francois Mourad wurde am 23. Juni 2013 im Franzis kanerkloster St. Antonius von Padua in Ghassanieh im Westen Syriens ermordet.

Er war aus Sicherheitsgründen in das Kloster der Kustodie umgezogen, um die wenigen dort verbliebenen Ordensbrüder zu unterstützen, zusammen mit einem anderen Priester und den Rosenkranzschwestern.

Pfarrer Francois Mourad

Das Kloster wurde von militanten Islamisten der damaligen Dschihadisten-Gruppe „Al-Nusra-Front“ angegriffen. Bei dem Versuch, die Schwestern und andere Personen zu retten, wurde Pater Francois erschossen. Er war sich der Gefahr seiner Situation durchaus bewusst und hat tapfer sein Leben für den Frieden in Syrien und auf der ganzen Welt geopfert.

Pater Mourad hatte einen Traum und begann dafür mit dem Bau eines Klosters in Aleppo, um „Gott vor allem unter den armen Menschen präsent zu machen”, wie er an KIRCHE IN NOT geschrieben hatte. Er schrieb: „Und wieder einmal klopfen wir an eure Tür, die einzige Tür, die für uns noch offen ist, da es keine andere Organisation gibt, die uns noch helfen kann.” Dann brach der Krieg aus, und die Hauptsorge der Franziskaner war es, der leidenden Bevölkerung zu helfen – ungeachtet ihres ethnischen oder religiösen Hintergrunds.

KIRCHE IN NOT setzt nun die großartige Arbeit von Pfarrer Mourad fort, indem das Hilfswerk beispielsweise einen Teil der Kosten des Kindergartens für Flüchtlingskinder übernimmt, der von Franziskanerinnen in Damaskus geleitet wird und in dem die Kinder von rund 50 syrischen und sudanesischen Flüchtlingsfamilien aufgenommen wurden.

Das weltweite päpstliche Hilfswerk KIRCHE IN NOT initiiert einen „Tag der Wohltäter“. Dieser findet jedes Jahr am Hochfest des Heiligsten Herzens Jesu statt; 2021 ist das Freitag, der 11. Juni. Projektpartner von KIRCHE IN NOT auf der ganzen Welt werden an diesem Tag heilige Messen in den Anliegen der Wohltäter feiern. Auch in den 23 Nationalsektionen des Hilfswerks wird der „Tag der Wohltäter“ mit Gottesdiensten oder anderen Aktionen begangen.
Projektpartner aus dem Libanon danken für die Unterstützung durch die Wohltäter von KIRCHE IN NOT.

Den 330 000 Wohltätern weltweit „persönlich Dankbarkeit zeigen“

„Auch wenn die meisten von Ihnen [den Wohltätern] im Verborgenen bleiben möchten und diesen Dank nicht erwarten, ist es uns und unseren notleidenden Brüdern und Schwestern sehr wichtig, Ihnen unsere Dankbarkeit persönlich zu zeigen“, schreibt der Geistliche Assistent von KIRCHE IN NOT International, Pater Martin Barta, in einem Brief an die Unterstützer des Hilfswerks. „Für diesen ,Tag der Wohltäter’ haben wir das Hochfest des Heiligsten Herzens Jesus ausgewählt, denn Ihre Großherzigkeit hat ihren Ursprung und ihre Kraft in der Nachahmung der barmherzigen Liebe des göttlichen Herzens. Danke, dass Sie ihr liebendes Herz auch in Ihren schenkenden Händen tragen.“

KIRCHE IN NOT zählt insgesamt über 330 000 Wohltäter in 23 Ländern. „Ohne diese wertvolle Hilfe unserer zahlreichen Wohltäter könnten wir nicht in mehr als 140 Ländern der Welt helfen. Dafür gebührt allen Wohltätern ein aufrichtiges und herzliches Vergelt´s Gott“, erklärte Herbert Rechberger, Nationaldirektor des österreichischen Zweigs.

- Eine Wohltäterin aus Österreich
„Aber es geht nicht nur um Spenden, sondern auch um das Gebet. Diese Brücke der Liebe und der Solidarität macht unser pastorales Hilfswerk erst zu dem, was wir sind. Nur danken kann ich, mehr doch nicht. Dieser bekannte Text kommt mir in den Sinn, wenn ich seit vielen Jahren miterleben darf, wie großzügig unserer Wohltäter sind. Der 11. Juni soll ganz im Zeichen dieser Dankbarkeit sein“, sagte Rechberger.
Ein ukrainischer Seminarist dankt Wohltätern von KIRCHE IN NOT.

Weltweite Gottesdienste am „Tag der Wohltäter“

Diese Verbundenheit bei der Feier der heiligen Messe wird auch am „Tag der Wohltäter“ sichtbar: Unzählige Bischöfe, Seminardirektoren, Ordensgemeinschaften und Priester in Afrika, Asien, Osteuropa und Lateinamerika haben bereits zugesagt, am Herz-Jesu-Fest besonders für die Wohltäter von KIRCHE IN NOT zu beten und die heilige Messe für sie zu feiern.

Einer von ihnen ist Bischof Zenildo Luiz Pereira da Silva aus Borba im brasilianischen Amazonasgebiet. Er schreibt: „Wir nehmen am Tag der Wohltäter mit zwei Gefühlen teil: Dankbarkeit und Verpflichtung. Dankbarkeit für alle Unterstützung, die wir empfangen haben. Ohne ,Kirche in Not’ könnten wir unsere Evangelisierungsarbeit nicht durchführen. Und dieser Tag ist uns auch Verpflichtung zum Gebet für die Wohltäter, die Frieden und Solidarität stiften.“

Aus Kolumbien schreibt der Apostolische Vikar von San Andrés y Providencia, Mons. Jaime Uriel Sanabria Arias. Die von ihm betreute Region beginnt sich gerade von der Zerstörung durch die Hurrikane, die im November 2020 die Inseln heimgesucht haben, zu erholen. KIRCHE IN NOT drückte seine Solidarität durch seinen Präsenz aus, als es noch kaum eine Möglichkeit gab, in unser Gebiet zu reisen. Das Erleben der Anwesenheit der Weltkirche in schwierigen Zeiten ist eine verwandelnde Erfahrung, weil wir damit die Nähe, Sorge und Wohltätigkeit der Mutterkirche fühlen könnten“ schreibt der Bischof. „Liebe Wohltäter, Sie alle, Ihre Hilfe hat es uns ermöglicht, die Priester zu unterstützen, die wiederum den Glauben der christlichen Gemeinschaften unterstützen, insbesondere, damit das eucharistische Brot ihnen nicht fehlt. Darüber hinaus können wir mit Ihrer Hilfe die zerstörten Räume wie Kirchen und Pfarrhäuser reparieren, die wertvolle Orte für unsere Evangelisierungsarbeit sind. Seien Sie sich gewiss, liebe Wohltäter, dass Ihre Großzügigkeit gewirkt hat. Unser Vikariat betet für Sie und vertraut Sie in besonderer Weise der Feier der Eucharistie an.“

Die Armen Klarissen von Antsirabe aus Madagaskar schicken zu diesem Anlass einen berührenden Dankbrief: „Wir möchten Ihnen am Tag der Wohltäter unseren aufrichtigen Dank für die Hilfe aussprechen, die unser Leben verändert hat. Im Jahr 2018, als wir wirklich in finanziellen Schwierigkeiten waren, konnten wir uns nicht einmal unseren Strom und unser Essen leisten. Sie waren unsere Rettung wie ein wahrer Freund, an den wir uns im Notfall wenden können! Letztes Jahr 2020 und dieses Jahr 2021 haben Sie ein Wunder in unserem Leben vollbracht, indem Sie uns auf den Weg zur Selbstfinanzierung gebracht haben. Ihr Beitrag zum Aufbau unseres spirituellen Zentrums ist ungeheuer wichtig für unsere Zukunft. Das Geld, das von Gästen kommt, die das Zentrum nutzen, hilft uns, einen Teil unseres täglichen Lebens zu bezahlen. Sie haben uns geholfen, eine neues Kapiteln in unserer Geschichte aufzuschlagen. Dank Ihnen gehen wir einer sichereren Zukunft entgegen.“

Mehr über den Tag der Wohltäter auf: https://www.kircheinnot.at/tag-der-wohltaeter

Priester aus der Territorialprälatur Borba dankt den Wohltätern von KIRCHE IN NOT für die Unterstützung beim Kauf eines geländetauglichen Autos.

Gezielte Angriffe auf junge Menschen, wahllose Morde und sexuelle Gewalt, einschließlich der Vergewaltigung von Ordensfrauen, ereignen sich laut einer kirchennahen Quelle aktuell in der umkämpften Region Tigray im Norden Äthiopiens. Der Gesprächspartner, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben muss, machte gegenüber dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) unter anderem Militärs aus dem Nachbarland Eritrea für die Gräueltaten verantwortlich.

„Das ist nicht nur ein Kampf zwischen Militäreinheiten; sie töten alle. Das ist eindeutig ein Völkermord an den Menschen von Tigray.“ Die anonyme Quelle bestätigte damit die Einschätzung des Oberhaupts der äthiopisch-orthodoxen Tewahedo-Kirche, Patriarch Mathias. Dieser hatte Anfang Mai von einem Völkermord in der Region Tigray gesprochen.

Blick auf eine Kirche in der Region Tigray (Symbolbild). © KIRCHE IN NOT/Magdalena Wolnik

Bürgerkrieg dauert seit November an

Die Kämpfe im Norden Äthopiens brachen im November vergangenen Jahres aus. Premierminister Abiy Ahmed warf der „Tigray´s People Liberation Front“ (TPLF) die Abhaltung illegitimer Wahlen vor und entsandte Truppen in die Region. In dem ausbrechenden Bürgerkrieg kamen den Regierungstruppen auch Einheiten aus dem Nachbarland Eritrea zu Hilfe.

Die anonyme Quelle berichtete, dass die Truppen auch Jugendliche aus der Zivilbevölkerung gezielt angriffen. Zahlreiche Bewohner der Region seien in den benachbarten Sudan geflüchtet. Der Ansprechpartner beschrieb auch, dass zahlreiche Frauen und Mädchen durch eritreische Soldaten missbraucht worden seien. Unter den Opfern befänden sich auch Ordensfrauen. „Es ist eine Form des Missbrauchs, wie Sie ihn vielleicht noch nie gehört haben. Angehörige unseres Volkes, unsere Ordensschwestern wurden vergewaltigt. Einige von ihnen mussten wir ins Krankenhaus bringen. Mehrere Anlaufstellen, wo wir Hilfe bekommen könnten, haben die Soldaten geschlossen.“

Ordensschwestern in Äthiopien.

„Psychischer Schmerz und Panik“

Rund 90 Prozent der Bewohner der Region Tigray seien vertrieben worden, so der Ansprechpartner. „Dieser Krieg hat eine große humanitäre Krise ausgelöst, die sich in einer überwältigenden Zahl von zivilen Opfern, der Vertreibung von Millionen Menschen, der Zerstörung unserer wirtschaftlichen und sozialen Grundlagen, psychischen Schmerzen und Panik ausdrückt.“

Die Region brauche dringend internationale Unterstützung, hob die anonyme Quelle hervor. „Die Kirche ist überall – sie öffnet ihre Hand. Ich erinnere mich gut an die Hilfe von ,Kirche in Not’. Wir sind seit langem Partner. Die aktuelle Krise in Tigray ist beispiellos im Vergleich mit allen anderen humanitären Krisen, an die wir uns je erinnern können.“

KIRCHE IN NOT leistet in der Region Tigray Nothilfen für Priester und Ordensleute. Seit 2019 hat KIRCHE IN NOT rund 100 Projekte in Äthiopien unterstützt, darunter den Bau von Kapellen und Klöstern, die Ausbildung von Katecheten oder die Anschaffung von Fahrzeugen für Seelsorger und Gemeinden. Eine wichtige Unterstützung für die Priester sind auch Mess-Stipendien, da die Seelsorger über kein reguläres Einkommen verfügen.

Unterstützen Sie die Arbeit und die Nothilfe der Kirche während des Bürgerkriegs in Äthiopien! Spenden Sie – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Nach dem Ausbruch des Vulkans Nyiragongo und zahlreicher Nachbeben herrscht Chaos im Osten der Demokratischen Republik Kongo. „Die Bevölkerung ist in Gefahr und Not. Wir rechnen mit dem Schlimmsten“, erklärte Schwester Floride Bugagara gegenüber KIRCHE IN NOT. Schwester Floride ist eine langjährige Projektpartnerin des weltweiten päpstlichen Hilfswerks und leitet die Ordensgemeinschaft der „Töchter der Auferstehung“, die in der Region am Kiwu-See ihren Sitz hat.

Mit Blick auf die Massenflucht aus der Zwei-Millionen-Stadt Goma sagte die Ordensfrau: „Ich habe Angst, dass es zu einer humanitären Katastrophe kommt. Viele Menschen kampieren entlang der Straßen oder in den Bergen. Auch an Lebensmitteln und Wasser fehlt es. Außerdem fürchte ich, dass wegen der schlechten hygienischen Umstände Krankheiten ausbrechen können.“

Schwester Floride Bugagara, Priorin der Kongregation „Töchter der Auferstehung“.

Eltern haben im Chaos ihre Kinder verloren

Nach der Teilevakuierung der Stadt Goma nahe der Grenze zu Ruanda sei die Lage von großer Unsicherheit geprägt. „Der Gouverneur hat die Menschen aufgerufen, die besonders gefährdeten Viertel zu verlassen. Die Menschen wissen aber nicht, wo die Lawa austreten wird. Alle laufen deshalb chaotisch von einer Richtung in die andere“, sagte die Ordensfrau. Aufgrund des Chaos hätten einige Eltern ihre Kinder verloren.

Auch einige ihrer Ordensschwestern hätten fliehen müssen, so Schwester Floride: „Als religiöse Gemeinschaft fragen wir uns aber vor allem, wie wir den Menschen helfen können. Einige von uns sind in den Notunterkünften aktiv. Die Menschen haben wirklich nichts.“

Flüchtlingslager in der Stadt Goma.

Zum Terror in der Region kommt jetzt noch die Naturkatastrophe

Medienberichten zufolge kehren aktuell die ersten geflüchteten Bewohner wieder nach Goma zurück. Als Grund geben sie die elenden Bedingungen auf der Flucht und in den Notunterkünften an. Die Gefahr ist derweil noch nicht gebannt: Staatliche Stellen rechnen damit, dass es nach dem Vulkanausbruch vom Pfingstsamstag zu weiteren Eruptionen und Beben kommen kann. Der Nyiragongo gilt als einer der aktivsten Vulkane weltweit.

„Zu all den Massakern in unserer Provinz Nord-Kivu kommt jetzt diese Naturkatastrophe“, erklärt Schwester Floride mit Blick auf den Terror, den Milizen seit Jahren in der Region verüben. In der aktuellen Notlage zählten die Christen in der Demokratischen Republik Kongo spirituell und materiell auf die Wohltäter von KIRCHE IN NOT. „Wir bitten die Wohltäter, das Hilfswerk weiterhin zu unterstützen, das sich der benachteiligten Menschen annimmt. Und wir bitten den Herrn, dass er sein Volk weiter beschützt und diese Katastrophe abwendet.“

Unterstützen Sie den Katastrophen-Einsatz von Ordensfrauen und Priestern in der Demokratischen Republik Kongo! Mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Bischof Matthew Hassan Kukah aus Sokoto im Nordwesten Nigerias hat bestätigt, dass seitens seiner Diözese Kontakte zu den Entführern aufgenommen wurden, die am 21. Mai den 75-jährigen Priester Joseph Keke verschleppt haben. „Es ist eine der schmerzhaftesten Erfahrungen, mit Kriminellen und Mördern zu verhandeln, die in einer zivilisierten Umgebung eigentlich für immer weggesperrt sein sollten, von deren Gnade wir aber jetzt abhängig sind“, sagte Kukah dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT.

Die Entführer hätten zunächst umgerechnet knapp 200.000 Euro Lösegeld verlangt; später hätten sie ihre Forderungen auf an die 100.000 Euro reduziert, berichtete der Bischof. Die Verhandlungen dauerten noch an. Die Kidnapper nutzten einheimische Kollaborateure oft als Informanten. Sie wählten nur „weiche Ziele“ aus, also wehrlose Personen oder leicht zugängliche Orte, so Kukah: „Ihre einzige Motivation ist das Geld.“

Matthew Hassan Kukah, Bischof von Sokoto.

Junger Pfarrer getötet – Proteste gegen zunehmende Entführungen

Am Freitag vor Pfingsten war Joseph Keke zusammen mit seinem Amtsnachfolger Pfarrer Alphonsus Bello in der Pfarrei St. Vinzenz Ferrer in Malunfashi im nordnigerianischen Bundesstaat Katsina gefangen genommen worden. Bello wurde am nächsten Morgen in der Nähe getötet aufgefunden. Wie internationale Medien berichteten, wurde der Priester nur 30 Jahre alt. „Pfarrer Bellos Tod ist Teil der sinn- und endlosen Verluste, die unsere Nation verschlingen“, sagte Bischof Kukah.

Der getötete 30-jährige Pfarrer Alphonsus Bello (links) und der entführte Priester Joseph Keke aus Malunfashi (Nigeria).

Wie die Nachrichtagentur „Fides“ berichtet, hatten am Pfingstmontag in der nigerianischen Hauptstadt Abuja hunderte Menschen gegen die zunehmenden Entführungen demonstriert, die alle Teile der Gesellschaft und alle religiösen Gruppen betreffen. Kirchenvertreter hatten zu Pfingsten erneut die Untätigkeit des Staates kritisiert, der den anhaltenden dschihadistischen Überfällen, Entführungen durch kriminelle Banden und Übergriffen radikalisierter Hirten nichts entgegensetze.

Massive Kritik kommt auch von Bischof Kukah. Die Regierung sei in das zunehmende Chaos verstrickt, erklärte er gegenüber KIRCHE IN NOT: „Sie wollen kein egalitäres und geeintes Land schaffen. Ihr Fokus liegt auf dem Aufstieg eines Islam, den selbst 80 Prozent der Muslime nicht gutheißen. Wir sind im Würgegriff der salafistischen Form des Islam.“

Um den notleidenden und verfolgten Christen in Nigeria weiterhin helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Das jüngste Schreiben ‚Antiquum ministerium‘ mit dem der Papst den „laikalen Dienst“ des Katecheten mit eigener liturgischer Beauftragung eingeführt hat, war eine große Freude für uns“, erklärt Regina Lynch, Direktorin der Projektabteilung des Hilfswerkes KIRCHE IN NOT (ACN).

„Durch unsere Projektarbeit in mehr als 140 Ländern wissen wir, dass Katechetinnen und Katecheten an vielen Orten der Welt das Rückgrat der Kirche sind“, sagte Lynch. Gerade in entlegenen Gegenden, in die nur selten ein Priester kommen kann, oder in Ländern, wo durch Krieg und Verfolgung die Gemeindearbeit erschwert ist, seien Katecheten Ansprechpartner, Helfer und Seelsorger in einem.

Katecheten beim Gebet mit Kindern.
„Die Katecheten, die in Regionen, wo es keine Priester gibt, die Seelsorge leiten, bezahlen ihren Mut und ihre Hingabe bisweilen sogar mit dem Tod. Ein besonders berührendes Beispiel ist Philippe Yarga aus Diozese Dori in Burkina Faso“. Yarga, der für die pastorale Koordination im Osten von Burkina Faso an der Grenze zu Niger zuständig war, wurde am 16. Februar 2020 von Terroristen ermordet. Er hinterließ sieben Kinder, von denen das jüngste sechs Wochen nach seinem Tod geboren wurde. „Die Katecheten in Burkina Faso und anderen Ländern der Sahelzone sehen sich unmittelbar der terroristischen Gefahr ausgesetzt und müssen manchmal über Nacht mit ihren Familien fliehen. Deshalb unterstützt KIRCHE IN NOT zum Bespiel in Burkina Faso ein Hilfsprojekt zur Versorgung von 18 leitenden Katecheten und ihren Familien, die vertrieben wurden“, erzählt Lynch.
Katecheten in Brasilien.

KIRCHE IN NOT fördert über 18 000 Katecheten weltweit

Auch in zahlreichen anderen Ländern weltweit unterstützt KIRCHE IN NOT den Einsatz von Katecheten. „Allein im Jahr 2020 haben wir über 18 000 Katecheten auf allen Kontinenten gefördert – die meisten in Asien und Afrika“, so Lynch. KIRCHE IN NOT hat im vergangenen Jahr 20 Projekte finanziert, um Katecheten für ihren Dienst technisch auszustatten oder sie mit Material für die Seelsorgearbeit und den Religionsunterricht zu versorgen. Hinzu kommen 35 Projekte zur Schulung und Weiterbildung von Katecheten in 18 Ländern.

Katechet in der Ukraine unterrichtet Erwachsene.

Ein Katechet in Uganda verkündet Versöhnung statt Rache

Hinter diesen Projekten stehen Menschen mit sehr beeindruckenden Geschichten. Einer der Katecheten, die KIRCHE IN NOT unterstützt, ist zum Beispiel John Joseph Gazi aus Uganda. Ursprünglich kommt er aus dem Südsudan. In dem jüngsten Staat Afrikas, erst 2011 unabhängig geworden, herrscht ein brutaler Kampf, allen Friedensbemühungen zum Trotz. Es geht um Macht, um ethnische Konflikte. Johns Familie konnte dem Morden nicht entkommen. „Mein Vater, meine Schwester und mein Bruder wurden getötet. Es geschah innerhalb weniger Minuten“, erzählt er KIRCHE IN NOT.

Er jedoch konnte ins Nachbarland Uganda flüchten, wo über eine Million Menschen in Flüchtlingslagern hausen. Doch schlimmer als die himmelschreiende Not dort sind die Narben der Seele, vor allem unter den jungen Menschen: Denn viele wurden in den Auseinandersetzungen als Kindersoldaten missbraucht.

Zu ihnen fühlt John sich besonders gesandt: „Viele tragen Hass und Rachegedanken in sich. Ich spreche zu ihnen über Vergebung.“ Er hat fast alles verloren – aber nicht den Glauben an Gott. Darum hat er sich zum Katecheten ausbilden lassen. Er selber bevorzugt die Bezeichnung „Evangelisierer“: Den armen und verzweifelten Menschen die Frohe Botschaft bringen.

„Seelen zu Gott zurückbringen“

KIRCHE IN NOT hat seine Ausbildung finanziert, im Emmaus-Zentrum, nahe der ugandischen Hauptstadt Kampala. Dort werden junge Menschen geschult, die Wunden der Seelen ihrer Landsleute zu heilen und ihnen in verschiedenen Nöten beizustehen. Ein ganz anderer und aussichtsreicherer „Kampf“ als der verbitterte Krieg in seiner Heimat, bekennt John: „Ich bin jetzt ein Soldat für Jesus. Ich kämpfe darum, die Seelen zu Gott zurückzubringen.“

John besucht jetzt seine Landsleute, die sich in Uganda mehr schlecht als recht eine neue Existenz aufbauen – aber ohne Gewalt und Krieg. „Ich will das Leben zu den Südsudanesen zurückbringen.“ Er spricht vom Glauben, er spendet Trost, hört sich die schrecklichen Erzählungen der traumatisierten Menschen an und vermittelt Hilfe. John und seine Mitstreiter haben neben katechetischen auch psychologische Kenntnisse im Emmaus-Zentrum erworben. Denn zusätzlich zu den Kriegserfahrungen, der Armut und Arbeitslosigkeit stellt auch der Alkoholmissbrauch ein Problem unter den Geflüchteten dar.

Der „Kampf“ gegen die Folgen des Krieges dauert an. Aber John ist sich sicher, dass es jede Mühe wert ist: „Dank meiner Ausbildung als Katechet mit der Unterstützung von KIRCHE IN NOT, bringe ich nun Hoffnung und Liebe zu meinen Leuten.“

Katechet John Joseph Gazi aus Uganda.
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Manaus ist die Hauptstadt des Bundesstaates Amazonas und eines der wichtigsten Finanz, Geschäfts- und Wirtschaftszentren in Brasiliens Nördlicher Region. Die mehr als zwei Millionen Einwohner zählende Metropole wächst unaufhaltsam und planlos. Seit Jänner droht aufgrund der COVID 19-Pandemie der Zusammenbruch der Gesundheitsversorgung; sie befindet sich in einer Gesundheitskrise. Die Situation ist unhaltbar geworden.

In Manaus arbeiten unter anderem die Minderen Kapuzinerbrüder von Amazonas und Roraima. Der Kapuziner Fr. Paolo Maria Braghini erklärt im Gespräch mit dem weltweiten Hilfswerk „Kirche in Not“: „Zusammen mit den Pfarren sind wir sowohl in der historischen Altstadt von Manaus als auch in den Vororten in verschiedenen Bereichen aktiv, in der Obdachlosenbetreuung oder auch in der Seelsorge, etwa beim Spenden des Bußsakraments. Wir arbeiten auch mit den Laien in anderen Teilen der Stadt zusammen“.

„Kirche in Not“ half bereits im letzten Jahr den Kapuzinermissionaren, die in der ganzen Region präsent sind, durch Messstipendien. Diese Hilfe ist sehr wichtig, denn seit Beginn der Pandemie waren die Kirchen immer wieder geschlossen, und durch die Wirtschaftskrise, die das Land durchmacht, sind die Kollekten drastisch zurückgegangen.

Ein Kapuzinerbruder mit Lebensmittelkorb in Manaus.

„Zurzeit schreit der Hunger wirklich zum Himmel”

Doch in den letzten Monaten hat sich aufgrund der Pandemie Verzweiflung in der Bevölkerung breit gemacht: „Zurzeit schreit der Hunger, besonders in der zweiten Pandemie-Welle, wirklich zum Himmel. In den Slums betreuen wir Familien, die nichts zum Leben haben. Viele von ihnen kommen aus dem Landesinneren; sie sind mit der Hoffnung hierhergekommen, in der Stadt ein Auskommen zu finden, doch hier fanden sie nur Hunger und Arbeitslosigkeit. Zu allem Überfluss haben sie jetzt nicht einmal mehr einen Gemüsegarten, den sie bewirtschaften oder einen Fluss, in dem sie fischen können.

Aus diesem Grund haben die zum Orden der Minderen Kapuzinerbrüder von Amazonas und Roraima gehörenden Missionare nun ein Projekt ins Leben gerufen, um diese Familien sieben Monate lang mit Körben mit Grundnahrungsmitteln zu versorgen, um die Not zu lindern: „Wir haben dafür Orte in der Peripherie ausgewählt und dort zusammen mit den Gemeindeleitern unter allen Notleidenden die bedürftigsten Familien: kinderreiche und sehr arme Familien, viele Witwen, Tuberkulosekranke und Arbeitslose, die in diesem Leben kaum die Möglichkeit auf eine neue Chance haben“, so Fr. Paolo.

Eine Familie freut sich über die Hilfe.

Damit die Ärmsten der Armen mit Lebensmittel versorgt werden

„Kirche in Not“ sagte eine außerordentliche Nothilfe zu, damit die Kapuziner die Ärmsten der Armen mit Lebensmitteln versorgen können. Fr. Paolo ist den Wohltätern von „Kirche in Not“ sehr dankbar: „Liebe Wohltäter von „Kirche in Not“, im Namen aller Kapuziner von Amazonas und Roraima und besonders im Namen der Hunderten von Familien, denen die Hilfe zugutekommt, möchte ich Ihnen von ganzem Herzen danken. In diesem sehr schwierigen Augenblick der Pandemie, die die Familien in den Vororten von Manaus schwer trifft und deren Leben zu einem Drama geworden ist, sind diese Körbe mit Grundnahrungsmitteln viel mehr als eine Hilfe gegen den Hunger, der wirklich weh tut. Sie sind ein Zeichen, dass Gott diese armen Menschen nicht im Stich lässt. Sie, die Spender, werden so zu Werkzeugen der göttlichen Vorsehung und zu einer Quelle der Hoffnung.“

Menschen wie Maria Madalena aus dem Stadtteil Cidade de Deus profitieren von den Grundnahrungskörben: „Es war ein Segen, diesen Korb mit Grundnahrungsmitteln zu erhalten, da mein Sohn und ich arbeitslos sind.“ Auch für Fátima da Conceição aus Colônia Terra Nova stellt er eine große Hilfe dar: „Diese Spende kommt in einer so schwierigen Zeit, die wir durchmachen. Sie helfen uns, damit wir jeden Tag etwas zum Essen haben. Dafür bin ich Ihnen sehr dankbar! Möge Gott jeden einzelnen der Menschen segnen, die dazu beigetragen haben.“

Die Ärmsten der Armen werden mit Lebensmittel versorgt.

„Es war ein Segen, diesen Korb zu erhalten”

Die Tätigkeit der Kapuziner beschränkt sich nicht auf die Lieferung eines Korbes mit Grundnahrungsmitteln. Es geht ihnen dabei auch um die Würde der Menschen und um die Suche nach dauerhaften Lösungen. So schenken sie neben den Körben auch Saatgut, um die Familien zu ermutigen, ihr eigenes Gemüse anzubauen, auch in einfachen Blumentöpfen: „Wenn möglich, ermutigen wir sie, Tiere wie Hühner zu züchten. Wir wollen gegen die weitverbreitete Haltung des Spenden-Empfangens vorgehen. Sie müssen selbst etwas tun, um aus ihrer Situation herauszukommen, wenn es möglich ist“, fügt Fr. Paolo hinzu.

Das Projekt ist auf etwa sieben Monate angelegt, da die Kapuziner diese Familien über längere Zeit betreuen möchten. Sie versuchen, jeder der besuchten Lösungen für ihr Leben aufzuzeigen und ihr zu helfen, eine Möglichkeit zu finden, selbst ihren Lebensunterhalt zu verdienen.

„Kirche in Not“ unterstützt seit mehr als 30 Jahren Dutzende von Projekten in der Region. Daran erinnert sich Fr. Paolo: „Sie haben uns schon bei mehreren Projekten geholfen, und wir und unsere Leute sind Ihnen unendlich dankbar.“ Er erwähnt einige davon ausdrücklich: „Sie haben uns geholfen, ein Boot zu kaufen, um die Gemeinden am Fluss zu versorgen, und ein Auto, um die Fahrten auf den Straßen von Roraima und Humaita zu bewältigen. Noch heute ernten wir die Früchte dieser Spenden. Unsere Anwesenheit bringt Hoffnung und das Wort Christi zu den Menschen.“

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Verwendungszweck: Brasilien

In einem dramatischen Appell angesichts der grassierenden Corona-Welle in Indien hat sich Schwester Christin Joseph an KIRCHE IN NOT gewandt. „Wir gehen durch eine furchtbare Krise, wie ich sie noch nie erlebt habe“, erklärte Schwester Christin in einer Videobotschaft an KIRCHE IN NOT, in der sie um das Gebet für ihre Landsleute bat.

„Das ganze System bricht erbärmlich zusammen, besonders die medizinische Versorgung. In allen Schichten Indiens ist Panik spürbar.“ Vor den Notaufnahmen der indischen Krankenhäuser stünden verzweifelte Patienten „und warten auf Betten und Sauerstoff“, teilte die Ordensfrau mit. „Indische Ärzte versuchen verzweifelt, Sauerstoff und Beatmungsgeräte zu bekommen.“

Corona-Hilferuf aus Indien

Die Menschen brauchen unsere Hilfe.

Schwester Christin aus Indien.

Indische Christen stehen oft auf der untersten sozialen Stufe

Schwester Christin ist eine langjährige Projektpartnerin von „Kirche in Not“ und leitet die „Kleinen christlichen Gemeinschaften“, eine indische Laienbewegung, von der es rund 85 000 Gruppen gibt. Derzeit versorgen in vielen Orten Freiwillige der „Kleinen christlichen Gemeinschaften“ arme Gemeindemitglieder mit Lebensmitteln und organisieren geistliche Angebote. Die geschätzt rund 68 Millionen Christen in Indien gehören vielfach zu den untersten Gesellschaftsschichten. Besonders im Norden des Subkontinents sind sie mit einer zunehmenden gesellschaftlichen Diskriminierung konfrontiert.

Jeden Tag erreichten sie Todesnachrichten von Schwestern, Priestern und Mitarbeitern der „Kleinen christlichen Gemeinschaften“, sagte Schwester Christin, die der Kongregation der Barmherzigen Schwestern vom Heiligen Kreuz angehört. Noch während der zweiten Corona-Welle hätten viele Menschen keine oder wenig Symptome gezeigt, „aber jetzt fallen sie um und sterben.“ Die Infektionen und Erkrankungen nähmen immer schneller zu.

Trotz des wachsenden Elends um sie herum schenkt die kleine, energische 72-jährige Ordensfrau allen, denen sie dient, ein warmes und ermutigendes Lächeln.

„Meine Kraft kommt von Gott allein“, versichert Schwester Marie Justine. „Unsere Mission ist es, an der Seite der Menschen zu sein, sie aufzurichten und ihnen eine Portion positiver Einstellung und Hoffnung zu geben. Ihnen zu sagen, dass Gott mit uns ist, dass bessere Tage kommen.“

Vater und Sohn mit einem Lebensmittelpaket der „Kleinen christlichen Gemeinschaften“.

40 000 Neuinfektionen am Tag

Medien berichteten am vergangenen Wochenende von 40 000 Neuinfektionen am Tag. Nach Angaben der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität sind mittlerweile rund eine Viertelmillion Inder an den Folgen von Covid-19 gestorben. Schwester Christin: „In den sozialen Medien gibt es eine Anzeige, die dazu aufruft, Kinder zu adoptieren, die ihre Eltern und ihre ganze Familie verloren haben. Es ist herzzerreißend. Eine sehr, sehr traurige Situation.“

Die katholischen Diözesen und Ordensgemeinschaften hätten Einsatzgruppen gebildet, „um an der Seite unserer Leute zu sein und unsere Institutionen und Ressourcen zu nutzen, um erkrankten Personen medizinische Hilfe zukommen zu lassen“, schilderte die Ordensfrau. An einigen Orten hätten Gemeindemitglieder Transportdienste auf die Beine gestellt, um Patienten ins Krankenhaus zu bringen. Die Kirche habe Beratungsangebote rund um die Uhr eingerichtet, um die Menschen zu begleiten. Auch die Lebensmittelprogramme gingen weiter, um besonders arme Menschen zu versorgen.

Lebensmittelverteilung in Indien.
„Wir in Indien brauchen Ihr Gebet“, wandte sich Schwester Christin an die Wohltäter von „Kirche in Not“. „Sie haben uns immer in allem Leid und allen Schwierigkeiten beigestanden. Lassen Sie uns vereint sein im Gebet. Gott segne Sie, unsere Freunde.“
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Verwendungszweck: Indien

46 Jahre lang lebte der gebürtige polnische Priester Kazimierz Wojno in Brasilien. Er war beliebt und bekannt als „Pater Casimiro“.

Am Abend des 21. September 2019 drangen nach der letzten Samstagabendmesse sechs Männer in die Kirche am Heiligtum „Unserer Lieben Frau der Gesundheit“ im Norden der Hauptstadt Brasilia ein.

Pfarrer Kazimierz Wojno lebte bereits 46 Jahre in Brasilien und war beliebt.

Sie nahmen den Priester und den Küster als Geiseln. Letzterem gelang die Flucht. Der Pfarrer hingegen wurde später auf einem an die Kirche angrenzenden Grundstück mit gefesselten Händen und Füßen und einem Draht um den Hals tot aufgefunden.

Es war nicht das erste Mal, dass diese Kirche überfallen wurde.

Brasilien gilt als Land mit den meisten Katholiken weltweit. Doch besonders protestantische Pfingstbewegungen haben großen Zulauf. Die brasilianischen Projektpartner von KIRCHE IN NOT bitten daher um Unterstützung und Stärkung ihrer Pfarren. Brasilien ist ein wichtiges Projektland für KIRCHE IN NOT. Mit fast zwei Millionen Euro hat das Hilfswerk 2019 die Seelsorge in dem südamerikanischen Land unterstützt.

Die Beispiele von aktuellen Märtyrern stammen aus unserem Büchlein „Kalender der Märtyrer und Zeugen der Liebe“, das Sie in unserem Shop bestellen können: zum Kalender der Märtyrer

Laut dem Erzbischof des indischen Hauptstadtbistums Delhi, Anil Joseph Thomas Couto, fehlen im diözesaneigenen Krankenhaus „Heilige Familie“ Betten und Sauerstoff, um alle Covid-19-Erkrankten versorgen zu können.

„Die Situation ist wegen des ständigen Mangels an Sauerstoff und sogar an Personal sehr aufreibend. Wie im übrigen Land können wir nicht allen Patienten Betten zur Verfügung stellen“, erklärte Couto im Gespräch mit KIRCHE IN NOT.

Die Situation sei insgesamt „sehr qualvoll“: „Wir wissen nicht, was der nächste Tag bringen wird. Nur unser Glaube gibt uns die Kraft, weiterzumachen“, sagte der Erzbischof.

Auch die Seelsorge sei massiv eingeschränkt: Aufgrund der strikten Hygiene-Maßnahmen könnten erkrankte Personen derzeit nicht das Sakrament der Krankensalbung empfangen. Die Gebete für eine verstorbene Person könnten nur aus sicherer Entfernung verrichtet werden, erklärte Couto.

Lebensmittelausgabe in Indien.

Keine Krankensalbung derzeit möglich

„So sieht die bedauernswerte Situation der Covid-19-Toten aus. Auch für die Familie ist es sehr leidvoll. Es kann auch kein Familienmitglied zur Beerdigung kommen.“

Die Seelsorger seiner Diözese versuchten den Menschen über Onlinemedien Trost zu spenden, so Erzbischof Couto. Es hätten sich Teams zusammengefunden, um Menschen bei der Trauerbewältigung zu helfen. „Die Bedeutung der pastoralen Arbeit in dieser Zeit der Krise kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Je mehr wir tun, desto mehr steigt der Bedarf.“

Seit Beginn der Corona-Krise habe das Bistum Delhi Hausbesuche, Segnungen, Unterstützungsangebote für notleidende Menschen und viele Onlineangebote wie Messübertragungen und Internet-Sprechstunden organisiert, mittlerweile sei man wieder vollständig zum digitalen Modus zurückgekehrt.

Erzbischof Couto (rechts) bei einer Bibelzeremonie.

Nur noch digitale Angebote möglich

Indien wird derzeit von einer Covid-19-Welle mit über 350 000 Erkrankten pro Tag überschwemmt. Die Zahl der Todesfälle liegt nach Angaben der US-amerikanischen Johns-Hopkins-Universität aktuell bei über 220 000. Auch kirchliches Personal befindet sich unter den Toten.

Wie KIRCHE IN NOT von Projektpartnern erfahren hat, sind allein zwischen dem 20. und 23. April 14 katholische Priester in Indien an Covid-19 gestorben. Offizielle Zahlen zu den Covid-19-Opfern in den verschiedenen katholischen Diözesen gebe es noch nicht, „weil es zu schmerzlich ist, zu diesem Zeitpunkt nach Zahlen zu fragen“, sagte Erzbischof Couto.

Als Auslöser für die jetzigen ungleich häufigen Covid-19-Fälle sieht Couto die zurückliegenden Parlamentswahlen in fünf indischen Bundesstaaten, bei denen „riesige politische Kundgebungen ohne Beachtung der Vorschriften“ zugelassen worden seien.

Lebensmittel für bedürftige Familien.

Existenzhilfen für Priester und Ordensleute

Auch das hinduistische Fest Kumbh Mela mit den traditionellen Waschungen in Flüssen und Millionen von Pilgern habe zu einem Anstieg der Infektionen geführt, sagte der Erzbischof. „Wir haben es auf die leichte Schulter genommen. Deshalb, so denke ich, müssen wir jetzt den Preis dafür zahlen.“

KIRCHE IN NOT leistet aktuell Existenzhilfen für Priester und Ordensleute, damit sie während der aktuellen Krise ihren Dienst fortsetzen können. „Bitte machen Sie weiter so“, appellierte Erzbischof Couto an die Wohltäter unseres Hilfswerks. „Ihre Sorge und Ihre Liebe geben uns die Kraft, vorwärtszugehen.“

Unterstützen Sie Seelsorger und Ordensfrauen in Indien in Ihrem Einsatz während der Pandemie! Spenden Sie  – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
BIC: GIBAATWWXXX
Verwendungszweck: Indien

Seit 15 Jahren ist die katholische Gemeinschaft „Mar a Dentro“ („Hinaus aufs Meer“) in der Stadt Belem in Nordbrasilien tätig. Dort hat sie ein geistliches Zentrum gegründet und veranstaltet Gebetstreffen, lädt zur Eucharistischen Anbetung ein und bereitet Jugendliche auf die Firmung und junge Paare auf das Sakrament der Ehe vor. Außerdem bietet die Gemeinschaft Bildungsveranstaltungen und psychologische Beratung an und betreut Bedürftige, insbesondere Kinder.
Zu Besuch in einer Gemeinde am Fluss, in der Gebetbücher an die Einwohner weitergegeben worden sind.
Die jungen Laienmissionare und -missionarinnen und ihre ehrenamtlichen Helfer bleiben jedoch nicht nur in der Stadt: Getreu den Worten, die Jesus an Petrus richtete: „Fahr hinaus auf den See!“(Lk 5,4), auf die sich der Name der Gemeinschaft bezieht, kümmern sich ihre Mitglieder um Menschen, die im Amazonasgebiet an den Ufern der Flüsse und auf Flussinseln im Urwald leben. Viele Dörfer sind nur per Boot erreichbar. Daher hatte die Gemeinschaft vor einigen Jahren dank der Hilfe unserer Wohltäter ein Boot für die Seelsorge erhalten.
Die katholische Gemeinschaft kümmert sich um abgelegene Pfarrgemeinden im brasilianischen Urwald.

Aber die Gemeinschaft braucht auch ein Auto. Denn für die verschiedenen Hilfsprogramme, aber auch für die pastoralen Veranstaltungen in der Stadt selbst und in Orten, die nicht nur über den Wasserweg erreichbar sind, wird Material benötigt, das transportiert werden muss. Die Straßenverhältnisse sind schlecht, und die Wege sind weit.

Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 19.600 Euro gespendet haben, konnte nun ein geeignetes Fahrzeug angeschafft werden. Die Freude ist groß, und die Missionarinnen und Missionare bedanken sich von Herzen, auch im Namen der Menschen, denen sie helfen.

Am 7. April 2014 drangen zwei maskierte Männer in das Haus der Jesuiten in Homs ein und ermordeten Pater Frans van der Lugt mit zwei Kopfschüssen. Er wurde 75 Jahre alt.

Pater Frans wird immer für seine Solidarität und Unterstützung all derjenigen in Erinnerung bleiben, die an seine Türe klopften, seien es Christen oder Muslime.

Pater Frans mit Menschen aus seiner Gemeinde. Foto: P. Louis Taoutel SJ

Obwohl viele Menschen bereits aus der Stadt evakuiert worden waren, entschied sich Pater Frans, bei den Menschen zu bleiben, mit denen er 50 Jahre seines Lebens verbracht hatte. Er wollte weiter dort helfen, wo Not war, vor allem dort, wo Menschen hungerten.

In Syrien ist der Frieden bis heute nicht in den Norden des Landes vorgedrungen. Das internationale Embargo gegen Syrien macht die Nothilfe für die Menschen vor Ort nahezu unmöglich. KIRCHE IN NOT unterstützt hunderte christliche Familien mit verschiedenen Projekten im Land, vor allem in der Stadt Aleppo, wo die Entbehrungen besonders stark sind und wo KIRCHE IN NOT in der Lage ist, über 5000 Familien monatlich mit Gutscheinen für Lebensmittel zu versorgen.

Unterstützen Sie notleidende Christen in Syrien mit Ihrer Spende: online … hier