Christenverfolgung in Myanmar - KIRCHE IN NOT Österreich
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Christenverfolgung in Myanmar

Christenverfolgung in Myanmar

Dem Militär wird vorgeworfen, mehr als 200 Gotteshäuser aller Glaubensrichtungen zerstört zu haben.

Nach dem Militärputsch im Februar 2021 kam es in den vergangenen zwei Jahren zu einer Eskalation der Gewalt. Dem myanmarischen Militär wird vorgeworfen, mehr als 200 Gotteshäuser aller Glaubensrichtungen zerstört zu haben. Die größte Zerstörung religiöser Gebäude fand im westlichen Chin-Staat statt, wo die Armee 85 Kirchen dem Erdboden gleichmachte. Auch historische religiöse Gebäude wurden zerstört, darunter die 129 Jahre alte Himmelfahrtskirche im Dorf Chan Thar in der Region Sagaing im Januar 2023.

Das Christentum ist die vorherrschende Religion der Chin-, Kachin- und Naga-Völker und auch unter den Karen und Karenni weit verbreitet. Nach der Ermordung von General Aung San im Jahr 1947 verloren die Stammesgebiete ihre im Panglong-Abkommen versprochene Autonomie. In der Folgezeit waren diese christlichen Mehrheitsgruppen Diskriminierung, Gewalt und Einschränkungen ihrer Religionsausübung ausgesetzt. Bereits vor dem Aufstand von 2021 wurden Kirchen zerstört. Die aktuelle Krise hat in diesen Gemeinschaften zu erheblichen Unruhen geführt. So wurden beispielsweise 282 615 Karenni vertrieben, von denen 95 Prozent Christen waren.

Bis Ende 2023 hatte die Junta im Rahmen eines umfassenderen Vorgehens gegen regimekritische religiöse Führer 20 christliche Geistliche festgenommen: Militärgerichte hatten sieben von ihnen bereits verurteilt, neun weitere warteten auf ihren Prozess. Berichten zufolge wurden vier Führer der Chin-Presbyterianer gefoltert.


Einwohner

54,1 Millionen

Religionszugehörigkeit

76,4 % Buddhisten
8,1 % Christen
3,6 % Muslime
1,7 % Hindus
Detaillierte Informationen zur Religionsfreiheit in Myanmar und der aktuellen Situation im Land finden Sie in unserem Bericht “Religionsfreiheit weltweit” und in unserer Broschüre “Verfolgt und vergessen”, die Sie in unserem Shop kostenlos bestellen können.

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