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Im Februar 2015 wurden an einem Strand in Libyen 21 koptische Christen von Anhängern des „Islamischen Staates“ enthauptet. Die vermummten Schergen töteten sie für ein Propaganda-Video vor laufender Kamera. Zwanzig Opfer waren koptisch-orthodoxe Christen aus Ägypten; ein weiteres Opfer stammte aus Ghana.

Diese 21 ermordeten Christen sind von der koptisch-orthodoxen Kirche zu Märtyrern erklärt worden. Es gibt eine Ikone, die ihr Martyrium zeigt. Mittlerweile gibt es in der ägyptischen Provinz Minya ein Heiligtum, das ihrem Gedenken gewidmet ist. Eine Ausstellung dokumentiert die Geschehnisse ihres gewaltsamen Todes.

In einem Interview mit KIRCHE IN NOT sagte die Mutter von zwei der getöteten Christen: „Ich bin eine Mutter von Märtyrern und stolz auf sie. Sie bitten im Himmel für mich und ihren Vater.“ Pater Abu Fanus, der am Heiligtum tätig ist, berichtet, dass viele Menschen aufgrund des Vorbildes der 21 Märtyrer Christen geworden seien und sich taufen ließen.
Die „Handmaids of the Holy Child Jesus“ („Mägde des heiligen Jesuskindes“) sind eine in Nigeria gegründete Kongregation. Sie sind in der Krankenpflege und in der Erziehung tätig, kümmern sich um Arme und Benachteiligte, dabei besonders um Frauen und Mädchen, und leisten verschiedene andere soziale und pastorale Arbeit.
Mit ihrer 25 Jahre alten und bereits defekten Hostienbackmaschine konnten die Schwestern höchstens 15 Prozent der Nachfrage decken.
Besonders in Ghana erfreut die Kongregation sich zahlreicher Berufungen, so dass 1983 in der Diözese Sunyani ein Noviziatshaus gegründet wurde. Dort werden die jungen Schwestern ausgebildet, die noch keine Gelübde abgelegt haben. Diese jungen Frauen sollen eine möglichst gute Ausbildung erlangen, aber angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage ist es für eine noch junge einheimische Kongregation nicht leicht, die materiellen Mittel dafür aufzubringen. Um die Kosten der Ausbildung decken, backen die Schwestern Hostien für viele Diözesen des Landes. Zugleich ist dies auch ein Dienst an der Kirche und Teil ihres Apostolates, denn ohne Hostien gibt es keine Eucharistie.
Die Schwestern können nun ihre Produktion bedeutend steigern. Dies bedeutet zugleich, dass die Ausbildung der jungen Schwestern verbessert werden kann, da mehr finanzielle Mittel vorhanden sind.

Die Nachfrage ist hoch, denn die Zahl der Katholiken nimmt zu, und viele besuchen auch wochentags die Heilige Messe. Eigentlich würden jeden Monat 1,5 Millionen Laienhostien und 15.000 Priesterhostien benötigt. Mit ihrer 25 Jahre alten und bereits defekten Maschine konnten die Schwestern aber höchsten 15 Prozent der Nachfrage decken, da die Herstellung des Teiges, der Backvorgang und das Schneiden der Hostien mühsam und langsam vonstatten ging. Zudem wurde die Arbeit inzwischen gefährlich, da durch beschädigte Stromkabel stets die Gefahr eines Stromschlags bestand.

Die Schwestern haben uns daher um Hilfe gebeten, und unsere Wohltäter haben sie nicht im Stich gelassen: 21.000 Euro wurden gespendet, so dass die Schwestern nun ihre Produktion bedeutend steigern konnten. Dies bedeutet zugleich, dass die Ausbildung der jungen Schwestern verbessert werden kann, da mehr finanzielle Mittel vorhanden sind. Schwester Christina, die Novizenmeisterin, dankt allen Wohltätern von Herzen und schreibt: „Wir bitten Gott darum, Sie zu segnen!“

„Wir müssen wachsam bleiben. Aber wir müssen sehen, was wir tun können, damit wir unschuldige Menschen schützen, die in die Kirche kommen, um zu beten. Es wäre traurig, wenn sie in der Kirche den Tod finden würden“, so Erzbischof John Bonaventure Kwofie von Accra, zur erhöhten Sicherheitsstufe für christliche Kirchen in Ghana.

„Die Sicherheit ist nach den Ereignissen in Sri Lanka und in Burkina Faso zu einem großen Problem geworden“, so der Erzbischof, der sich damit die Massaker in katholischen Kirchen in Sri Lanka am Ostersonntag und die jüngsten Angriffe auf christliche Gemeinden der Katholiken und andere christliche Konfessionen im benachbarten Burkina Faso bezieht.

„Da die Bedrohung durch den Terrorismus näher kommt, haben wir die Alarmstufe erhöht, um uns zu schützen“, so Erzbischof Kwofie, der im Gespräch mit dem zuständigen Polizeichef, Sicherheitsmaßnahmen zum Schutz der an Sonntagsgottesdiensten und Veranstaltungen teilnehmenden Gläubigen vereinbarte. Die Christkönigs-Gemeinde in Erzdiözese Accra, hat im Rahmen der neuen Sicherheitsrichtlinien bereits die Mitnahme von Rucksäcken verboten.

Ghana verstärkt unterdessen auch seine Grenzkontrollen nach den jüngsten Übergriffen einer salafistischen Gruppe in Burkina Faso. Am 15. Februar 2019 wurden am Kontrollpunkt in Burkina Faso in Nohao nahe der Grenze zu Ghana vier Zollbeamte getötet. Dabei starb auch der spanische Missionar Pater Antonio César Fernández Fernández von den Salesianern von Don Bosco.

Tausende Flüchtlinge aus Burkina Faso suchten angesichts der ungewissen Sicherheitslage unterdessen Zuflucht in den Grenzdörfern Ghanas. Das Afrikanische Zentrum für Sicherheits- und Geheimdienststudien (ACSIS) warnt vor möglichen Anschlägen salafistischer Gruppen aus Burkina Faso auf Kirchen und Hotels in Nachbarländern wie Ghana, Benin, Elfenbeinküste und Togo. (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS/wikipedia)

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