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Die Christen von Baghdeda (Karakosch) wissen aufgrund ihrer langen Erfahrung mit Verfolgung, dass die schlechten Zeiten zurückkehren könnten, aber sie glauben, dass „eine Kirche, die nicht verfolgt wird, eine Kirche ist, die Christus nicht trägt“.

Es ist ein schöner Tag in Baghdeda, und die Familien strömen in die Kirche St. Behnam und Sarah. Das Innere der Kirche ist makellos und die Kirchenbänke sind voll von Menschen, die gekommen sind, um an einer syrisch-katholischen Liturgie teilzunehmen.

Die Ruhe, die die Kirche umgibt, macht es schwer, sich vorzustellen, dass Baghdeda, oder Karakosch, wie es auf Arabisch heißt, erst vor acht Jahren vollständig von Terroristen des Islamischen Staates besetzt war, die altes und unschätzbares christliches Erbe zerstörten und die Kirche St. Behnam niederbrannten und dem Erdboden gleichmachten.

„Die Restaurierung der Kirche gibt der Gemeinde psychologische und moralische Kraft. Ohne diesen Wiederaufbau würden viele Familien heute über eine Auswanderung nachdenken.“

Die Kirche war niedergebrannt, der Glockenturm zu Boden gestürzt.

„Als ich die Stadt im Jahr 2016 zum ersten Mal besuchte, vier Tage nach ihrer Befreiung, sahen wir die totale Verwüstung. Die Kirche war niedergebrannt, der Glockenturm zu Boden gestürzt. Ich war traurig. Diese Pfarrei war vor der Belagerung durch den IS sehr aktiv. Aber die Kirche steht wieder, wir konnten sie restaurieren“, sagt George Jahola, der aus Baghdeda gebürtig stammende Priester, während er auf noch sichtbare Zeichen der Zerstörung, wie den zu Boden gestürzten Glockenturm, zeigt.

In den letzten Jahren wurde die Kirche renoviert. Der Innenraum wurde vor kurzem fertiggestellt, und es konnte nun auch, mit finanzieller Unterstützung von KIRCHE IN NOT (international: ACN), mit den Außenarbeiten begonnen werden.

Die Einwohner von Karakosch warteten jedoch nicht erst auf den Wiederaufbau, um in dieser Kirche zu beten, als sie aus dem Exil in Kurdistan zurückkehrten. „Die Gemeinde war begeistert, dass sie zurückkehren und in dieser Kirche beten konnte. Wir wollten den Glauben stärken und vermitteln, dass die Kirche mehr als nur ein Gebäude ist, sondern die Seelen der Menschen, die in der Gemeinde leben. Nach zwei Jahren haben wir beschlossen, dass es an der Zeit ist, die Kirche zu restaurieren, um den Menschen Hoffnung zu geben“, sagt George Jahola.

Die Kirche war niedergebrannt, der Glockenturm zu Boden gestürzt.

Ein Symbol und ein Zeugnis

Hoffnung ist notwendig, auch jetzt nach der Befreiung der Stadt, wo viele immer noch versucht sind, in den Westen in Sicherheit zu gehen. „Die Wiederherstellung dieser Kirche ist ein Symbol des Widerstands, in diesem Land zu bleiben, Zeugnis abzulegen. Papst Franziskus hat uns vor etwas mehr als einem Jahr besucht und uns gebeten, in diesem Land Zeugnis abzulegen“, erinnert sich der Priester.

Der örtliche Pfarrer, Boutros Sheeto, bestätigt, dass die Restaurierung der Kirche zu einem sichtbaren Zeichen für den Kampf um den Erhalt des christlichen Glaubens im Irak geworden ist. „Die Restaurierung der Kirche gibt der Gemeinde psychologische und moralische Kraft. Ohne diesen Wiederaufbau würden viele Familien heute über eine Auswanderung nachdenken.“

Die Tatsache, dass viele Christen beschlossen haben zu bleiben, bedeutet nicht, dass sie keine Angst vor der Wiederkehr der Verfolgung haben. Vielmehr sehen viele sie als Teil ihres Glaubens. „Seit ihren Anfängen bis heute ist die Kirche verfolgt worden. Eine Kirche, die nicht verfolgt wird, ist eine Kirche, die Christus nicht trägt, denn Jesus wurde gekreuzigt und hat während seines Lebens und seiner Mission gelitten. Wenn Jesus gelitten hat, gestorben ist, begraben wurde und auferstanden ist, müssen wir mit Jesus leiden und mit der Kirche leiden, damit wir die Auferstehung leben und Zeugen des Evangeliums der Freude und der Hoffnung in der Welt sein können“, fügt Pfarrer Boutros hinzu.

„Wir danken KIRCHE IN NOT für ihre Hilfe um den Wiederaufbau der Kirche. Wir danken ihr von ganzem Herzen und allen Wohltätern für ihre Unterstützung“, sagt Semoon Beto Shabo, der Kustos der Kirche.

Leben wiederherstellen

Heute jedoch, da in der wunderschön restaurierten Kirche St. Benham und Sarah wieder alte syrische Hymnen erklingen und Freiwillige Essen und Getränke an die Gemeindemitglieder verteilen, die nach draußen kommen, um sich zu unterhalten, ist ein Tag des Feierns und der Dankbarkeit gegenüber Gott und denjenigen, die die Restaurierung ermöglicht haben.

„Wir danken KIRCHE IN NOT für ihre Hilfe um den Wiederaufbau der Kirche. Wir danken ihr von ganzem Herzen und allen Wohltätern für ihre Unterstützung“, sagt Semoon Beto Shabo, der Kustos der Kirche.

KIRCHE IN NOT ist sehr engagiert bei der Wiederherstellung des christlichen Erbes und der christlichen Infrastruktur im Irak, insbesondere seit den schrecklichen Verfolgungen durch den IS, die Hunderttausende zur Flucht nach Kurdistan gezwungen haben. Das katholische Hilfswerk hat sich zunächst auf den Wiederaufbau von Häusern in christlichen Städten und Dörfern konzentriert und dann bei der Restaurierung und dem Bau von Schulen, Kirchen und anderen wichtigen Einrichtungen geholfen, um die christliche Präsenz in der Region zu erhalten.

Um den notleidenden  Christen im Irak weiterhin helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Eines der größten Hilfsprojekte von KIRCHE IN NOT im Irak wird am 1. Mai 2022 mit der Einweihung der Al-Tahira-Sekundarschule in Karakosch vollendet. Die Schule wurde nach einer Bauzeit von fünf Jahren mit einer Kapazität für 625 Schüler eröffnet. KIRCHE IN NOT hat von den insgesamt 2,1 Millionen US-Dollar Baukosten 80 Prozent übernommen. Geleitet wird die Schule von den Dominikanerinnen der hl. Katharina von Siena.

Schule in Karakosch wird wiedereröffnet
Eine Ordensfrau in einem neu eröffneten Klassenzimmer der Al-Tahira-Sekundarschule in Karakosch (Nordirak).

Karakosch ist die größte der insgesamt 13 mehrheitlich christlichen Kleinstädte der Ninive-Ebene im Nordirak. Anders als bei den meisten anderen Wiederaufbau-Projekten nach den Zerstörungen durch den „Islamischen Staat“, wurde diese Schule komplett neu gebaut. Dazu genutzt wurde das Gelände des ehemaligen Spielplatzes der Al-Tahira-Grundschule, die ebenfalls von den Dominikanerinnen der hl. Katharina von Siena geleitet wird.

Die Al-Tahira-Sekundarschule verfügt auf drei Etagen über Klassenzimmer, drei Labore, ein Computerzentrum, einen Konferenzraum, eine Bibliothek und eine Kapelle.

Schülerinnen im Computerraum der Al-Tahira-Sekundarschule in Karakosch.

Der Geschäftsführende Präsident von KIRCHE IN NOT (ACN) International, Dr. Thomas Heine-Geldern sagte: „KIRCHE IN NOT war von Anfang an an dieser Initiative beteiligt. Es war ein Privileg, mit so vielen Einzelpersonen und Organisationen zusammenzuarbeiten, einschließlich der österreichischen Bischofskonferenz, unterstützt von der österreichischen Regierung, um dieses Projekt zum Erfolg zu führen.“

Heine-Geldern dankte den Wohltätern des Hilfswerks für ihre unermüdliche Unterstützung für den Irak. „Wer hätte in den dunkelsten Tagen der Belagerung durch den „Islamischen Staat“ geglaubt, dass wir nur wenige Jahre später die Eröffnung einer neuen Schule feiern würden?“

Der Pausenhof der Al-Tahira-Sekundarschule in Karakosch.

Hilfe für Christen im Irak geht weiter

Nach dem Wiederaufbau unterstützt KIRCHE IN NOT die christliche Minderheit im Irak weiterhin. Ein aktuelles Großprojekt ist zum Beispiel die katholische Universität von Erbil im kurdischen Teil des Irak, wo Christen, Jesiden und Muslime gemeinsam studieren.

Die Zahl der Christen im Irak ist heute auf deutlich unter 200 000 Personen gesunken; vor 20 Jahren waren es noch über eine Million. Die Ninive-Ebene gehört zu den ältesten christlichen Siedlungsgebieten des Nahen Ostens.

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Eine christliche Gemeinde im Irak hatte dieses Jahr zu Ostern zusätzlichen Grund zur Freude, als ihre Kirche zum ersten Mal seit der Entweihung des Gebäudes vor fast acht Jahren durch militante Kämpfer des IS wieder für Gottesdienste geöffnet wurde.

Die militanten Extremisten drangen 2014 in die chaldäisch-katholische Kirche St. Kyriakos in Batnaya ein, enthaupteten die Statuen und zerschlugen den Altar. Bewaffnete Männer nutzten die heiligen Bilder über dem Altar für Schießübungen; die Extremisten schrieben antichristliche Graffiti auf die Wände der nahe gelegenen Kapelle der Unbefleckten Empfängnis.

Die militanten Extremisten drangen in die Kirche St. Kyriakos in Batnaya ein, enthaupteten die Statuen und zerschlugen den Altar.

„Ihr gehört nicht hierher“

Die Slogans, einige davon in deutscher Sprache, lauteten: „Oh, ihr [Schimpfwort] Sklaven des Kreuzes, wir werden euch alle töten … Ihr Drecksleute, ihr gehört nicht hierher.“

Sogar die Grabsteine des nahe gelegenen Friedhofs wurden in Stücke geschlagen.

Als der IS (Daesh) schließlich besiegt war und die Stadt als frei von Gewalt erklärt wurde, lag Batnaya nahezu in Schutt und Asche, es war die am stärksten beschädigte Stadt unter den mehr als ein Dutzend christlichen Städten und Dörfern in der historischen Ninive-Ebene.

Das katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) initiierte ein umfangreiches Restaurierungs- und Wiederaufbauprogramm, um den Menschen aus Batnaya zu helfen, in großer Zahl zurückzukehren.

Gottesdienst zur Wiedereröffnung der Kirche in Batnaya.

KIRCHE IN NOT leistete Hilfe zur Instandsetzung

Als Unterstützer verfolgter und anderer leidender Christen leistete KIRCHE IN NOT Hilfe zur Instandsetzung zweier Kindergärten in Batnaya, des Dominikanerklosters St. Clara, des Gemeindehauses, der Bibliothek und des Priesterhauses (Presbyterium).

Die St.-Kyriakos-Kirche und die nahe gelegene Kapelle, gefördert mit 242.000 Euro, bildeten das Kernstück des KIRCHE IN NOT-Restaurierungsprogramms. Ein KIRCHE IN NOT-Team, das zur Projektbeurteilung im letzten Monat Batnaya besuchte, stellte fest, dass die Arbeiten kurz vor dem Abschluss standen.

Die Arbeiten wurden in der Karwoche unterbrochen, damit die Gottesdienste stattfinden konnten – die ersten seit August 2014 –; und zur Osternacht besuchten über 500 Menschen die Messe,  um die Auferstehung Jesu Christi von den Toten zu feiern.

Die Arbeiten an der St. Kyriakos Kirche werden im Juli abgeschlossen sein.

„Wir haben uns alle so sehr gefreut.“

Der Gemeindediakon Basim berichtete KIRCHE IN NOT aus Batnaya und sagte: „Wir haben uns alle so sehr gefreut, zur Ostermesse in die Kirche zu gehen.“

Diakon Basim, der zwei Töchter hat, die elfjährige Therese und die achtjährige Veronica, und an einer örtlichen Sekundarschule Englisch unterrichtet, fügte hinzu: „Wir hatten sehr hart gearbeitet, um so weit zu kommen, und die Kirche war so voll, dass die Leute sogar in den Gängen standen.“

Der Koadjutorbischof von Alqosh, Thabet Al Mekko, wies darauf hin, dass die Kirche St. Kyriakos eine der größten der Diözese ist, und sagte KIRCHE IN NOT: „Wir sind dem Hilfswerk Kirche in Not sehr dankbar für all die Unterstützung, die sie uns gewährt hat.“

Diakon Basim gab an, er hoffe, dass die Arbeiten an St. Kyriakos im Juli abgeschlossen sein werden, am Jahrestag der Kirche, die viele Jahrhunderte alt ist, aber 1944 neu errichtet wurde.

Hilfe für Christen im Irak geht weiter

Nach dem Wiederaufbau unterstützt KIRCHE IN NOT die christliche Minderheit im Irak, einem der Schwerpunktländer, weiterhin. Ein aktuelles Großprojekt ist zum Beispiel die katholische Universität von Erbil im kurdischen Teil des Irak, wo Christen, Jesiden und Muslime gemeinsam studieren.

Die Zahl der Christen im Irak ist heute auf deutlich unter 200 000 Personen gesunken; vor 20 Jahren waren es noch über eine Million. Die Ninive-Ebene gehört zu den ältesten christlichen Siedlungsgebieten des Nahen Ostens.

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Der chaldäisch-katholische Patriarch Louis Raphael Kardinal Sako hat einen Brandanschlag auf das Haus eines christlichen Landbesitzers im Südirak scharf verurteilt: „Die Tat hat Schrecken in der Familie und in der christlichen Gemeinschaft ausgelöst, weil dadurch Erinnerungen an die Gewalt in der Vergangenheit wach wurden“, schreibt Sako in einer Erklärung, die dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) vorliegt. Glücklicherweise sei bei dem Anschlag niemand getötet oder verletzt worden, so das Oberhaupt der chaldäisch-katholischen Kirche mit Sitz in Bagdad.

Die Tat ereignete sich am 28. November, dem ersten Adventssonntag, in Amara. Die Stadt liegt etwa 400 Kilometer südöstlich von Bagdad und ist die Hauptstadt der Provinz Maisan. Nach Polizeiangaben hatte ein bislang unbekannter Täter von einem Motorrad aus einen selbstgebauten Sprengsatz auf das Haus einer christlichen Familie geworfen.

Hatte der Anschlag mit dem Verkauf von Alkohol zu tun?

Patriarch Sako erklärte: „Der Hausbesitzer betreibt ein Spirituosengeschäft und scheint bereits viele Drohungen erhalten zu haben. Es ist klar, dass der Angriff augenscheinlich mit dem Verkauf von Alkohol zu tun hat, obwohl die Person eine offizielle Lizenz besitzt.“ Berichten zufolge soll sich der Ladenbesitzer geweigert haben, den Verkauf von Alkohol einzustellen.

Anschläge wie dieser hätten zur weitgehenden Abwanderung der Christen aus dem Irak geführt, so Patriarch Sako: „Wir fragen uns, wer sich um uns und unser Leid kümmert, denn wir sind Bürger dieses Landes.“ Angaben des chaldäischen Patriarchats zufolge ist die Zahl der Christen im Irak in den vergangenen zwei Jahrzehnten um mehr als eine Million zurückgegangen; in der Region Amara, wo der jüngste Anschlag stattfand, leben nur noch acht christliche Familien. Schätzungen zufolge leben heute kaum mehr als 200 000 Christen im Land, vor allem rund um Bagdad und im Nordirak.

Christen nach wie vor benachteiligt

Die Christen im Irak seien auch nach dem militärischen Sieg über den „Islamischen Staat“ zahlreichen Diskriminierungen ausgesetzt, beklagte Patriarch Sako. Christen würden an ihren Arbeitsplätzen schikaniert und bei der Jobsuche benachteiligt, „obwohl es ein Gesetz gibt, dass Christen die Arbeitsplätze anderer Christen zusichert, die ausgewandert oder in Ruhestand gegangen sind.“ Auch sei noch immer christliches Eigentum beschlagnahmt. „Ich hoffe, dass jeder das anhaltende Leid der Christen versteht und dass verbliebenen Christen nicht gezwungen sind, auch noch auszuwandern“, schloss der Patriarch.

 

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Nachdem die Taliban in Afghanistan die Macht übernommen haben, sei auch im Irak die Bedrohung durch Anhänger des „Islamischen Staates“ (IS) und andere Terroreinheiten erneut gestiegen. Diese Auffassung vertrat der chaldäisch-katholische Erzbischof von Erbil im Nordirak, Bashar Warda, im Gespräch mit KIRCHE IN NOT. Der Sieg der Taliban könne „äußerst schwerwiegende Auswirkungen auf den Irak haben“, befürchtete der Erzbischof.

Warda ist ein langjähriger Projektpartner des Hilfswerks. In seiner Diözese im kurdischen Teil des Irak hat er nach der Eroberung der Ninive-Ebene durch den IS im Jahr 2014 über hunderttausend Christen aufgenommen und versorgt.

Die Extremisten seien nach wie vor im Land aktiv, warnte Warda: „Sie leben im Untergrund und sind immer noch in der Lage, Unheil anzurichten.“ Noch besorgniserregender sei, „dass die Geisteshaltung des IS im Irak und in Syrien in Teilen der Bevölkerung immer noch vorhanden ist. Das ist eine ständige Sorge.“

Christen im Irak.

Extremisten des IS weiterhin aktiv

Zur Ankündigung von US-Präsident Joe Biden, den Kampfeinsatz der Vereinigten Staaten im Irak bis Ende 2021 zu beenden, erklärte Warda, dass sich eine mögliche Verschlechterung der Sicherheitslage negativ auf religiöse Minderheiten wie die Christen auswirken werde.

„Unsere Geschichte hat uns gelehrt, dass in Zeiten der Instabilität die Minderheiten zuerst leiden.“ Es bestehe die Sorge, dass die Veränderung des US-Militäreinsatzes eine „weitere Verfolgung des religiösen Minderheiten“ nach sich ziehen könne, betonte der Erzbischof.

Trotz aller Sorge angesichts der aktuellen Entwicklungen gebe es aber auch Grund zur Hoffnung. Dies sei vor allem dem Besuch von Papst Franziskus im März zu verdanken, erklärte Warda: „Wir Christen sind nur noch eine kleine Gruppe, aber wir tun standhaft unser Bestes, um zu zeigen, dass wir ein wichtiger Teil dieses Landes sind.

Der Besuch des Heiligen Vaters hat unseren Mitbürgern gezeigt, welchen positiven Einfluss die christliche Gemeinschaft im Irak hat. Ich hoffe, dass unsere Gemeinschaft hier mit der Zeit nicht nur überleben, sondern auch gedeihen und wieder wachsen kann.“

Papst Franziskus besuchte bei seiner Reise im März 2021 die christliche Ortschaft Karakosch (Baghdeda) in der Ninive-Ebene.
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Erzbischof Paulos Faradsch Rahho wurde am 29. Februar 2008 von einer Gruppe unbekannter Angreifer nach der heiligen Messe entführt. Seine Peiniger töteten seinen Fahrer und zwei seiner Leibwächter. Er wurde später, am 13. März desselben Jahres, tot in der Nähe von Mossul aufgefunden.

Bis heute hat keiner die Verantwortung für seinen Tod übernommen. Deshalb lässt sich nur vermuten, dass eine radikale sunnitische Gruppe, die El Kaida nahesteht, für diese Gräueltat verantwortlich ist.

Nachdem der sogenannte „Islamische Staat“ in der christlich geprägten Ninive-Ebene im Norden Iraks besiegt werden konnte, hilft KIRCHE IN NOT, zerstörte Kirchen und andere religiöse Gebäude wiederaufzubauen, einem Gebiet, in dem noch heute die Mehrzahl der Christen leben. 2018 half KIRCHE IN NOT beim Wiederaufbau von 28 Kirchen, elf Pfarrhäusern, zehn Klöstern und Noviziaten, einem Priesterseminar und 24 pastoralen Zentren für die Christen im Nahen Osten.

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Erzbischof Paulos Faradsch Rahho wurde am 29. Februar 2008 von einer Gruppe unbekannter Angreifer nach der heiligen Messe entführt. Seine Peiniger töteten seinen Fahrer und zwei seiner Leibwächter. Er wurde später, am 13. März desselben Jahres, tot in der Nähe von Mossul aufgefunden.

Bis heute hat keiner die Verantwortung für seinen Tod übernommen. Deshalb lässt sich nur vermuten, dass eine radikale sunnitische Gruppe, die El Kaida nahesteht, für diese Gräueltat verantwortlich ist.

Nachdem der sogenannte „Islamische Staat“ in der christlich geprägten Ninive-Ebene im Norden Iraks besiegt werden konnte, hilft KIRCHE IN NOT, zerstörte Kirchen und andere religiöse Gebäude wiederaufzubauen, einem Gebiet, in dem noch heute die Mehrzahl der Christen leben. KIRCHE IN NOT half beim Wiederaufbau von 28 Kirchen, elf Pfarrhäusern, zehn Klöstern und Noviziaten, einem Priesterseminar und 24 pastoralen Zentren für die Christen im Nahen Osten

Dem Süden des Iraks droht eine weitere Abwanderung der Christen. Die wenigen verbliebenen Gläubigen erwägen einen Umzug in die kurdisch geprägten Landesteile im Norden oder eine Flucht ins Ausland. Das befürchtet der Nahostexperte der Gesellschaft für bedrohte Völker, Kamal Sido. In der südirakischen Metropole Basra lebten derzeit nur noch 500 Christen. 2003 seien es noch bis zu 5.000 gewesen. Die meisten hätten das Gebiet verlassen, weil sie befürchteten, getötet oder entführt zu werden. Während früher in Basra sonntags Gottesdienste in 14 bis 18 Kirchen gefeiert worden seien, seien es heute nur noch vier. Viele Kirchengebäude verfallen ihm zufolge. Grund sei die instabile Lage. Im Süden des Landes herrschten zunehmend schiitische Milizen, die vom Iran unterstützt würden. Die Korruption der örtlichen Behörden verhindere einen Wiederaufbau. Proteste der Bevölkerung dagegen würden von den Milizen brutal niedergeschlagen. Hinzu komme eine starke Inflation. Um einen weiteren Exodus der Christen und anderer religiöser Minderheiten zu verhindern, sieht der Nahostexperte nur eine Lösung: „Irak braucht eine starke Regierung, die den Menschen Sicherheit bieten kann – frei von ausländischen Einflüssen wie etwa der Türkei und dem Iran.“ Gleichzeitig müssten die irakischen Sicherheitskräfte gestärkt und dürften nicht von Milizen kontrolliert werden. Auch der Westen müsse dafür Sorge tragen, dass die Voraussetzungen dafür geschaffen werden. Die Region des Südiraks umfasst das Gebiet südlich der irakischen Hauptstadt Bagdad bis zum Persischen Golf.

Sido: Regierung schenkt Religionsfreiheit kaum Beachtung

Sido äußerte sich gegenüber IDEA auch zu den Parlamentswahlen am 10. Oktober. Themen wie Religionsfreiheit und die Lage der religiösen Minderheiten im Land spielten im Wahlkampf leider keine Rolle, hat der Nahostexperte beobachtet. Die Christen hätten große Hoffnungen in den Besuch von Papst Franziskus im März gesetzt. Doch auch er habe die irakische Zentralregierung und die Parteien nicht überzeugen können, diesen Themen mehr Aufmerksamkeit zu schenken. Es gebe zwar mehr als 30 christliche Kandidaten für das Parlament, doch sie seien „Schachfiguren“ und setzten sich kaum für die Belange der Christen ein. Jede Partei versuche zwar, Christen im Parlament zu platzieren, da es für die religiöse Minderheit eine feste Quote gebe. Diese setzten sich aber dann für andere Themen ein und nicht für die Belange der Christen. Aktuell sieht das Parlament fünf feste Plätze für christliche Vertreter vor. Für andere Minderheiten wie etwa Jesiden ist jeweils ein Platz vorgesehen. Im Irak sind etwa 95 Prozent der rund 40 Millionen Einwohner Muslime, meist Schiiten. (Quelle: IDEA)

Ragheed Ganni, 35 Jahre alt, war ein chaldäisch-katholischer Priester und in der Heilig-Geist-Gemeinde im Norden Mossuls im Irak tätig. Am 3. Juni 2007 wurde er zusammen mit den drei Subdiakonen, Basman Yousef Daud, Wahid Hanna Isho und Gassan Isam Bidawed von unbekannten Angreifern erschossen.

Nach der Eucharistiefeier wurde Ragheed Ganni von einem der Mörder zurechtgewiesen, der ihn davor gewarnt hatte, die Kirche zu öffnen. Der Priester antwortete ihm: „Wie kann ich das Haus Gottes schließen?” Alle vier Männer wurden an Ort und Stelle erschossen.

Das Grab von Ragheed Ganni.

Ragheed Ganni war einer von vielen Priestern, die mit Hilfe eines Stipendiums von KIRCHE IN NOT in Rom studiert hatten. Obwohl er weiter in Rom hätte studieren können, entschied er sich, in den Irak zurückzukehren. Er fühlte, dass ihn die Menschen in seiner Gemeinde brauchten. Einer der letzten Briefe, die er verfasste, war ein Dankbrief an KIRCHE IN NOT für die Unterstützung.

Gut ausgebildete katholische Priester mit Blick für die universelle katholische Kirche sind für die Arbeit der Kirche weltweit wichtig. Wie Ragheed Ganni unterstützt KIRCHE IN NOT viele Priester bei ihrer Ausbildung. 2019 hat KIRCHE IN NOT über 400 Stipendien für ein Studium in Europa, Asien oder Südamerika vergeben.

Die Beispiele von aktuellen Märtyrern stammen aus unserem Büchlein „Kalender der Märtyrer und Zeugen der Liebe“, das Sie in unserem Shop bestellen können: zum Kalender der Märtyrer

Ragheed Ganni, 35 Jahre alt, war ein chaldäisch-katholischer Priester und in der Heilig-Geist-Gemeinde im Norden Mossuls im Irak tätig. Am 3. Juni 2007 wurde er zusammen mit den drei Subdiakonen, Basman Yousef Daud, Wahid Hanna Isho und Gassan Isam Bidawed von unbekannten Angreifern erschossen.

Nach der Eucharistiefeier wurde Ragheed Ganni von einem der Mörder zurechtgewiesen, der ihn davor gewarnt hatte, die Kirche zu öffnen. Der Priester antwortete ihm: „Wie kann ich das Haus Gottes schließen?” Alle vier Männer wurden an Ort und Stelle erschossen.

Ragheed Ganni war einer von vielen Priestern, die mit Hilfe eines Stipendiums von KIRCHE IN NOT in Rom studiert hatten. Obwohl er weiter in Rom hätte studieren können, entschied er sich, in den Irak zurückzukehren. Er fühlte, dass ihn die Menschen in seiner Gemeinde brauchten. Einer der letzten Briefe, die er verfasste, war ein Dankbrief an KIRCHE IN NOT für die Unterstützung.

Gut ausgebildete katholische Priester mit Blick für die universelle katholische Kirche sind für die Arbeit der Kirche weltweit wichtig. Wie Ragheed Ganni unterstützt KIRCHE IN NOT viele Priester bei ihrer Ausbildung. 2019 hat KIRCHE IN NOT über 400 Stipendien für ein Studium in Europa, Asien oder Südamerika vergeben.

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KIRCHE IN NOT (ACN) zieht eine ermutigende Bilanz der Papstreise in den Irak, die an diesem Montag zu Ende gegangen ist. „Schon jetzt hat der Besuch von Papst Franziskus den Blick der irakischen Gesellschaft auf die Christen verändert. Sie haben verstanden, dass Christen keine Gäste aus dem Westen sind, sondern wirklich Teil des Landes und der Region. Wir hoffen, dass diese neue Aufmerksamkeit erhalten bleibt“, erklärte die Projektdirektorin von KIRCHE IN NOT, Regina Lynch. Sie gehörte als Vertreterin des Ostkirchennetzwerks ROACO zur Reisedelegation von Papst Franziskus.

Lynch erhofft sich nun weitere Schritte hin zu einer Verbesserung der Lage der christlichen Minderheit. „Besonders das Treffen mit dem Oberhaupt der Schiiten im Irak, Großajatollah Ali al-Sistani, war wichtig. Immerhin hat er Einfluss auf große Teile der Schiiten im Land. Das waren sehr positive Schritte.“

Regina Lynch, Projektdirektorin von KIRCHE IN NOT, vor der Al-Tahira-Kirche in Karakosch.

„Papst sah lebendige Steine der Kirche im Irak“

Emotionaler Höhepunkt der Reise war Lynch zufolge der Besuch des Papstes in der mehrheitlich von Christen bewohnten Stadt Karakosch in der Ninive-Ebene: „Tausende Menschen säumten die Straßen. Das waren die Menschen, die ihre Häuser wegen der Eroberungen des ,Islamischen Staates’ verlassen mussten und wiedergekommen sind. Der Papst sah hier wirklich die lebendigen Steine der Kirche im Irak“. Besonders bewegt habe sie das Zeugnis einer Christin, deren Sohn vom IS getötet worden war. „Sie hat den Tätern vergeben. Ihr Glaube bewog sie dazu. Das war ein sehr starker Moment.“

Der Papst habe in verschiedenen Ansprachen deutlich gemacht, dass genau darin die Berufung der Christen im Irak liege. „Sie sollen Werkzeuge des Friedens und der Versöhnung sein. Das ist ein Zeugnis, das sie für die ganze Gesellschaft des Landes geben“, betonte Lynch.

Papst Franziskus bei der Begegnung mit den irakischen Bischöfen in der Kathedrale von Bagdad. © Kirche in Not

Motivation für mehr internationale Hilfe?

Nun komme es darauf an, die Aufmerksamkeit zu nutzen, die der Irak durch den Papstbesuch erfahren hat. „Das weltweite Interesse an dem Besuch war riesig. Ich hoffe, das motiviert die internationale Gemeinschaft, im Irak zu helfen. Denn die Herausforderungen bleiben groß“, sagte Lynch. So herrsche unter vielen Christen die Furcht, dass der IS zurückkehre. „Die irakische Regierung muss endlich effektiv für Sicherheit sorgen. Sie muss eine schlagkräftige Polizei anstelle der Milizen setzen. Außerdem brauchen die Christen, die in ihre Heimatorte zurückgekehrt sind, wirtschaftliche Perspektiven.“

Lynch hofft, dass die schlimmste Phase der Abwanderung von Christen aus dem Irak vorbei ist. „Ich habe mit dem syrisch-katholischen Erzbischof von Erbil, Nizar Semaan, gesprochen. Wenigstens für den Bereich der autonomen Region Kurdistan ist er zuversichtlich, dass die Christen bleiben. In jedem Fall hat der Besuch des Papstes sie dazu ermutigt.“

Ein Mädchen aus Karakosch in traditioneller Tracht erwartet den Papst. © Kirche in Not

In Grußwort an den Papst KIRCHE IN NOT ausdrücklich gedankt

KIRCHE IN NOT werde die Unterstützung für die bedrängten Christen des Irak fortsetzen, versicherte Lynch: „Wir arbeiten derzeit vor allem am Wiederaufbau der vom IS zerstörten Kirchen und kirchlichen Einrichtungen. Es war deshalb eine große Freude, als das Oberhaupt der syrisch-katholischen Kirche, Patriarch Ignatius Joseph III. Younan, in einem Grußwort an den Papst ,Kirche in Not’ ausdrücklich dankte für die Hilfe beim Wiederaufbau“, sagte Lynch.

Darüber hinaus habe KIRCHE IN NOT kürzlich ein Stipendienprogramm für Studenten der Katholischen Universität von Erbil gestartet, um jungen Menschen eine gute Ausbildung zu ermöglichen. „Besonders aber kommt es darauf an, den Glauben der Menschen zu stärken. Deshalb unterstützen wir die pastorale Arbeit der Kirche, besonders mit Jugendlichen und Familien. Wir haben bei der Papstreise gesehen, wie jung diese Kirche ist“, erklärte Lynch.

Sie kehre selbst bestärkt aus dem Irak zurück. „Der Glaube der Menschen dort hat mich sehr bewegt. Eine Frau sagte: „Wir waren im Angesicht des IS bereit, für unseren Glauben zu sterben.’ Für uns im Westen haben die Christen im Irak eine doppelte Botschaft: Seien wir selbstbewusst und verstecken wir unseren Glauben nicht.“

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Verwendungszweck: Irak

Im Vorfeld der bevorstehenden Papstreise in den Irak startet das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) ein neues Großprojekt, um junge Christen zu unterstützen: In den kommenden vier Jahren finanziert das Hilfswerk Stipendien für 150 Studenten der Katholischen Universität in Erbil (CUE), der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan. Das Stipendienprogramm hat einen Umfang von 1,5 Millionen Euro.

Projektpartner ist der chaldäisch-katholische Erzbischof von Erbil, Bashar Warda, der einer der Gastgeber von Papst Franziskus sein wird. Warda erklärte: „Die Katholische Universität Erbil ist ein Leuchtturm und ein Symbol der Hoffnung. Die Hilfe ist ein starkes Zeichen der Solidarität mit den Christen und allen anderen Minderheiten in der Region.“

Erzbischof Bashar Warda, chaldäisch-katholischer Erzbischof von Erbil/Irak.
Bashar Warda, chaldäisch-katholischer Erzbischof von Erbil.

Christen, Muslime und Jesiden studieren gemeinsam

Die CUE ist die einzige Hochschule des Irak, die von der katholischen Kirche getragen wird. Sie bietet mehrere Studiengänge an, unter anderem Architektur und Bauingenieurwesen. Aktuell sind 170 Personen an der Universität immatrikuliert, die Erzdiözese Erbil plant aber einen weiteren Ausbau der Studienplätze. Die Studentenschaft besteht zu 54 Prozent aus Frauen und 46 Prozent Männern. 72 Prozent von ihnen sind Christen, 10 Prozent Muslime und 18 Prozent Jesiden. Die meisten Studenten sind Binnenvertriebene und Flüchtlinge aus allen Teilen des Irak. Viele von ihnen sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

„An der Katholischen Universität von Erbil lernen junge Menschen unterschiedlichen Glaubens, miteinander zu leben und zu arbeiten. Deshalb unterstützt das Projekt aus unserer Sicht die Botschaft von Papst Franziskus zum sozialen Zusammenhalt und zur Versöhnung“, erklärte der Geschäftsführende Präsident von „Kirche in Not“ (ACN), Dr. Thomas Heine-Geldern. Im kurdischen Teil des Irak halte, wie im ganzen Land, die Unsicherheit nach wie vor an. Schuld daran sei auch die angespannte wirtschaftliche Lage, so Heine-Geldern: „Die Katholische Universität von Erbil ist ein entscheidendes Projekt, um die Christen zum Bleiben zu ermutigen. Wenn junge Christen die Möglichkeit haben, eine gute Ausbildung zu bekommen, werden sie nicht emigrieren.“

Studentinnen der CUE.

Erhebliche Anstrengungen für die Christen im Irak

„Kirche in Not“ hat bereits erhebliche Anstrengungen für die christliche Minderheit im Irak unternommen: Nach der Vertreibung von über 100 000 Christen aus der Ninive-Ebene hat das Hilfswerk die Versorgung der Geflüchteten in der Region Erbil unterstützt. Nach dem militärischen Sieg über den „Islamischen Staat“ förderte es den Wiederaufbau zerstörter Wohngebäude in den Ortschaften der Ninive-Ebene. Rund die Hälfte der vertriebenen Familien konnte zurückkehren. Aktuell finanziert „Kirche in Not“ die Instandsetzung kirchlicher Kindergärten, Gemeindezentren und Gotteshäuser. Unter ihnen befindet sich auch die Al-Tahira-Kirche in Karakosch, die Papst Franziskus am 7. März besuchen wird. Das neue Stipendienprogramm schlage ein weiteres Kapitel der Hilfe für den Irak auf, erklärte „Kirche in Not“-Präsident Heine-Geldern: „Jetzt ist es wieder an der Zeit, ein für uns sehr ehrgeiziges Projekt zu starten, um in die jungen Leute zu investieren.“

Papst Franziskus besucht von 5. bis 8. März den Irak. Unter anderem wird der Papst in Erbil eine heilige Messe feiern und der Gemeinde in Karakosch (Bagheda) einen Besuch abstatten. Zur offiziellen Delegation der Papstreise gehört auch die Projektdirektorin von „Kirche in Not“ (ACN) International, Regina Lynch.

Eine Studentin vor der Katholischen Universität CUE in Erbil.
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Verwendungszweck: Irak

Beiträge zu diesem Thema

Brandanschlag auf Christen

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06.12.2021 aktuelles
Märtyrer - Zeugen der Liebe KW32

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09.08.2021 aktuelles
Abwanderung irakischer Christen

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02.06.2021 aktuelles
Märtyrer - Zeugen der Liebe KW15

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12.04.2021 aktuelles
Illegale Enteignung von Christen

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16.11.2020 aktuelles
Christen von Auslöschung bedroht

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07.07.2020 aktuelles
Batnaya erhebt sich aus der Asche

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11.03.2020 aktuelles
Diskriminierung und Ungewissheit

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22.05.2019 aktuelles
Neuanfang nach 4 Jahren Flucht

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01.08.2018 aktuelles
Christen im Irak: Quo vadis?

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20.07.2018 aktuelles
Enteignung christl. Eigentums

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04.07.2018 aktuelles
Was hat der IS meiner Kirche angetan

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02.02.2018 aktuelles
Christen ungerecht behandelt

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28.11.2017 aktuelles
Hilfe bei der Rückkehr der Christen

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14.10.2017 aktuelles
Hasspredigten gegen Christen

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10.05.2017 aktuelles
Der Wiederaufbau beginnt!

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08.05.2017 aktuelles
Zerstörte Dörfer wieder aufbauen

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31.03.2017 aktuelles
Karakosch: Das Ausmaß des Schadens

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17.01.2017 aktuelles
Christen feiern Rückeroberung

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20.10.2016 aktuelles
Schutzzone für relig. Minderheiten?

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12.09.2016 aktuelles
IS verbrennt christl. Schulbücher

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14.03.2016 aktuelles
Aufforderung Kopftuch zu tragen

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17.12.2015 aktuelles
„Ein Stück verlorene Heimat“

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01.12.2015 aktuelles
Scharfe Kritik am Konversionsgesetz

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13.11.2015 aktuelles
"Möge Gott Sie segnen"

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11.08.2015 aktuelles
Beten Sie für den Frieden im Irak!

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06.08.2015 aktuelles
6.8., Gebetstag für Frieden im Irak

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04.08.2015 aktuelles
Ein Jahr unter IS-Herrschaft

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30.06.2015 aktuelles
Ein Jahr nach der Eroberung Mossuls

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10.06.2015 aktuelles
IS wandelt Kirche in eine Moschee um

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10.06.2015 aktuelles
Schändung christlicher Friedhöfe

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20.04.2015 aktuelles
Bericht: Entführt von der IS-Miliz

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16.03.2015 aktuelles
Neue Anschläge auf Christen

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27.01.2015 aktuelles
"Sie flohen in letzter Minute"

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16.01.2015 aktuelles
IS sprengt Schwesternkloster

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26.11.2014 aktuelles
Nothilfe für irakische Christen

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14.11.2014 aktuelles
Kloster vom IS geschändet

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20.10.2014 aktuelles
„IS wird keine Grenzen kennen”

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05.09.2014 aktuelles
Letzter Exodus aus Mossul

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24.07.2014 aktuelles
Botschaft von Patriarch Sako

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22.07.2014 aktuelles
UNO verurteilt Christenverfolgung

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21.07.2014 aktuelles
ISIS markiert Häuser von Christen

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18.07.2014 aktuelles
Nothilfe für irakische Flüchtlinge

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07.07.2014 aktuelles
Madonnenstatue verwüstet

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25.06.2014 aktuelles
Erzbischof Nona zur Lage in Mosul

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12.06.2014 aktuelles
Christen fliehen aus Mossul

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11.06.2014 aktuelles
Wiege der Christenheit in Gefahr

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17.12.2012 aktuelles