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Ragheed Ganni, 35 Jahre alt, war ein chaldäisch-katholischer Priester und in der Heilig-Geist-Gemeinde im Norden Mossuls im Irak tätig. Am 3. Juni 2007 wurde er zusammen mit den drei Subdiakonen, Basman Yousef Daud, Wahid Hanna Isho und Gassan Isam Bidawed von unbekannten Angreifern erschossen.

Nach der Eucharistiefeier wurde Ragheed Ganni von einem der Mörder zurechtgewiesen, der ihn davor gewarnt hatte, die Kirche zu öffnen. Der Priester antwortete ihm: „Wie kann ich das Haus Gottes schließen?” Alle vier Männer wurden an Ort und Stelle erschossen.

Das Grab von Ragheed Ganni.

Ragheed Ganni war einer von vielen Priestern, die mit Hilfe eines Stipendiums von KIRCHE IN NOT in Rom studiert hatten. Obwohl er weiter in Rom hätte studieren können, entschied er sich, in den Irak zurückzukehren. Er fühlte, dass ihn die Menschen in seiner Gemeinde brauchten. Einer der letzten Briefe, die er verfasste, war ein Dankbrief an KIRCHE IN NOT für die Unterstützung.

Gut ausgebildete katholische Priester mit Blick für die universelle katholische Kirche sind für die Arbeit der Kirche weltweit wichtig. Wie Ragheed Ganni unterstützt KIRCHE IN NOT viele Priester bei ihrer Ausbildung. 2019 hat KIRCHE IN NOT über 400 Stipendien für ein Studium in Europa, Asien oder Südamerika vergeben.

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KIRCHE IN NOT (ACN) zieht eine ermutigende Bilanz der Papstreise in den Irak, die an diesem Montag zu Ende gegangen ist. „Schon jetzt hat der Besuch von Papst Franziskus den Blick der irakischen Gesellschaft auf die Christen verändert. Sie haben verstanden, dass Christen keine Gäste aus dem Westen sind, sondern wirklich Teil des Landes und der Region. Wir hoffen, dass diese neue Aufmerksamkeit erhalten bleibt“, erklärte die Projektdirektorin von KIRCHE IN NOT, Regina Lynch. Sie gehörte als Vertreterin des Ostkirchennetzwerks ROACO zur Reisedelegation von Papst Franziskus.

Lynch erhofft sich nun weitere Schritte hin zu einer Verbesserung der Lage der christlichen Minderheit. „Besonders das Treffen mit dem Oberhaupt der Schiiten im Irak, Großajatollah Ali al-Sistani, war wichtig. Immerhin hat er Einfluss auf große Teile der Schiiten im Land. Das waren sehr positive Schritte.“

Regina Lynch, Projektdirektorin von KIRCHE IN NOT, vor der Al-Tahira-Kirche in Karakosch.

„Papst sah lebendige Steine der Kirche im Irak“

Emotionaler Höhepunkt der Reise war Lynch zufolge der Besuch des Papstes in der mehrheitlich von Christen bewohnten Stadt Karakosch in der Ninive-Ebene: „Tausende Menschen säumten die Straßen. Das waren die Menschen, die ihre Häuser wegen der Eroberungen des ,Islamischen Staates’ verlassen mussten und wiedergekommen sind. Der Papst sah hier wirklich die lebendigen Steine der Kirche im Irak“. Besonders bewegt habe sie das Zeugnis einer Christin, deren Sohn vom IS getötet worden war. „Sie hat den Tätern vergeben. Ihr Glaube bewog sie dazu. Das war ein sehr starker Moment.“

Der Papst habe in verschiedenen Ansprachen deutlich gemacht, dass genau darin die Berufung der Christen im Irak liege. „Sie sollen Werkzeuge des Friedens und der Versöhnung sein. Das ist ein Zeugnis, das sie für die ganze Gesellschaft des Landes geben“, betonte Lynch.

Papst Franziskus bei der Begegnung mit den irakischen Bischöfen in der Kathedrale von Bagdad. © Kirche in Not

Motivation für mehr internationale Hilfe?

Nun komme es darauf an, die Aufmerksamkeit zu nutzen, die der Irak durch den Papstbesuch erfahren hat. „Das weltweite Interesse an dem Besuch war riesig. Ich hoffe, das motiviert die internationale Gemeinschaft, im Irak zu helfen. Denn die Herausforderungen bleiben groß“, sagte Lynch. So herrsche unter vielen Christen die Furcht, dass der IS zurückkehre. „Die irakische Regierung muss endlich effektiv für Sicherheit sorgen. Sie muss eine schlagkräftige Polizei anstelle der Milizen setzen. Außerdem brauchen die Christen, die in ihre Heimatorte zurückgekehrt sind, wirtschaftliche Perspektiven.“

Lynch hofft, dass die schlimmste Phase der Abwanderung von Christen aus dem Irak vorbei ist. „Ich habe mit dem syrisch-katholischen Erzbischof von Erbil, Nizar Semaan, gesprochen. Wenigstens für den Bereich der autonomen Region Kurdistan ist er zuversichtlich, dass die Christen bleiben. In jedem Fall hat der Besuch des Papstes sie dazu ermutigt.“

Ein Mädchen aus Karakosch in traditioneller Tracht erwartet den Papst. © Kirche in Not

In Grußwort an den Papst KIRCHE IN NOT ausdrücklich gedankt

KIRCHE IN NOT werde die Unterstützung für die bedrängten Christen des Irak fortsetzen, versicherte Lynch: „Wir arbeiten derzeit vor allem am Wiederaufbau der vom IS zerstörten Kirchen und kirchlichen Einrichtungen. Es war deshalb eine große Freude, als das Oberhaupt der syrisch-katholischen Kirche, Patriarch Ignatius Joseph III. Younan, in einem Grußwort an den Papst ,Kirche in Not’ ausdrücklich dankte für die Hilfe beim Wiederaufbau“, sagte Lynch.

Darüber hinaus habe KIRCHE IN NOT kürzlich ein Stipendienprogramm für Studenten der Katholischen Universität von Erbil gestartet, um jungen Menschen eine gute Ausbildung zu ermöglichen. „Besonders aber kommt es darauf an, den Glauben der Menschen zu stärken. Deshalb unterstützen wir die pastorale Arbeit der Kirche, besonders mit Jugendlichen und Familien. Wir haben bei der Papstreise gesehen, wie jung diese Kirche ist“, erklärte Lynch.

Sie kehre selbst bestärkt aus dem Irak zurück. „Der Glaube der Menschen dort hat mich sehr bewegt. Eine Frau sagte: „Wir waren im Angesicht des IS bereit, für unseren Glauben zu sterben.’ Für uns im Westen haben die Christen im Irak eine doppelte Botschaft: Seien wir selbstbewusst und verstecken wir unseren Glauben nicht.“

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Im Vorfeld der bevorstehenden Papstreise in den Irak startet das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) ein neues Großprojekt, um junge Christen zu unterstützen: In den kommenden vier Jahren finanziert das Hilfswerk Stipendien für 150 Studenten der Katholischen Universität in Erbil (CUE), der Hauptstadt der Autonomen Region Kurdistan. Das Stipendienprogramm hat einen Umfang von 1,5 Millionen Euro.

Projektpartner ist der chaldäisch-katholische Erzbischof von Erbil, Bashar Warda, der einer der Gastgeber von Papst Franziskus sein wird. Warda erklärte: „Die Katholische Universität Erbil ist ein Leuchtturm und ein Symbol der Hoffnung. Die Hilfe ist ein starkes Zeichen der Solidarität mit den Christen und allen anderen Minderheiten in der Region.“

Erzbischof Bashar Warda, chaldäisch-katholischer Erzbischof von Erbil/Irak.
Bashar Warda, chaldäisch-katholischer Erzbischof von Erbil.

Christen, Muslime und Jesiden studieren gemeinsam

Die CUE ist die einzige Hochschule des Irak, die von der katholischen Kirche getragen wird. Sie bietet mehrere Studiengänge an, unter anderem Architektur und Bauingenieurwesen. Aktuell sind 170 Personen an der Universität immatrikuliert, die Erzdiözese Erbil plant aber einen weiteren Ausbau der Studienplätze. Die Studentenschaft besteht zu 54 Prozent aus Frauen und 46 Prozent Männern. 72 Prozent von ihnen sind Christen, 10 Prozent Muslime und 18 Prozent Jesiden. Die meisten Studenten sind Binnenvertriebene und Flüchtlinge aus allen Teilen des Irak. Viele von ihnen sind auf finanzielle Unterstützung angewiesen.

„An der Katholischen Universität von Erbil lernen junge Menschen unterschiedlichen Glaubens, miteinander zu leben und zu arbeiten. Deshalb unterstützt das Projekt aus unserer Sicht die Botschaft von Papst Franziskus zum sozialen Zusammenhalt und zur Versöhnung“, erklärte der Geschäftsführende Präsident von „Kirche in Not“ (ACN), Dr. Thomas Heine-Geldern. Im kurdischen Teil des Irak halte, wie im ganzen Land, die Unsicherheit nach wie vor an. Schuld daran sei auch die angespannte wirtschaftliche Lage, so Heine-Geldern: „Die Katholische Universität von Erbil ist ein entscheidendes Projekt, um die Christen zum Bleiben zu ermutigen. Wenn junge Christen die Möglichkeit haben, eine gute Ausbildung zu bekommen, werden sie nicht emigrieren.“

Studentinnen der CUE.

Erhebliche Anstrengungen für die Christen im Irak

„Kirche in Not“ hat bereits erhebliche Anstrengungen für die christliche Minderheit im Irak unternommen: Nach der Vertreibung von über 100 000 Christen aus der Ninive-Ebene hat das Hilfswerk die Versorgung der Geflüchteten in der Region Erbil unterstützt. Nach dem militärischen Sieg über den „Islamischen Staat“ förderte es den Wiederaufbau zerstörter Wohngebäude in den Ortschaften der Ninive-Ebene. Rund die Hälfte der vertriebenen Familien konnte zurückkehren. Aktuell finanziert „Kirche in Not“ die Instandsetzung kirchlicher Kindergärten, Gemeindezentren und Gotteshäuser. Unter ihnen befindet sich auch die Al-Tahira-Kirche in Karakosch, die Papst Franziskus am 7. März besuchen wird. Das neue Stipendienprogramm schlage ein weiteres Kapitel der Hilfe für den Irak auf, erklärte „Kirche in Not“-Präsident Heine-Geldern: „Jetzt ist es wieder an der Zeit, ein für uns sehr ehrgeiziges Projekt zu starten, um in die jungen Leute zu investieren.“

Papst Franziskus besucht von 5. bis 8. März den Irak. Unter anderem wird der Papst in Erbil eine heilige Messe feiern und der Gemeinde in Karakosch (Bagheda) einen Besuch abstatten. Zur offiziellen Delegation der Papstreise gehört auch die Projektdirektorin von „Kirche in Not“ (ACN) International, Regina Lynch.

Eine Studentin vor der Katholischen Universität CUE in Erbil.
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Regina Lynch, Leiterin der Projektabteilung von „Kirche in Not“ (ACN) wird als offizielle Delegierte der Organisation ROACO, einer päpstlichen Organisation zur Unterstützung der katholischen Ostkirchen, während des Papstbesuches in den Irak vom 5. bis 8. März teilnehmen.

„Die Aufnahme eines Vertreters von ROACO in das päpstliche Umfeld des bevorstehenden Papstbesuches ist ein sichtbares Zeichen dafür, wie sehr der Heilige Stuhl die Arbeit der Organisationen im Nahen Osten, in Ost- und Mitteleuropa, in Indien, Eritrea und Äthiopien schätzt“, erklärte Lynch. Es sei eine große Ehre, als Vertreterin von ROACO beim Papstbesuch in den Irak dabei zu sein. Für sie sei es das erste Mal, dass sie zusammen mit dem Papst an einer Reise teilnehme.

Regina Lynch, Leiterin der Projektabteilung von „Kirche in Not“ (ACN). Foto: KIRCHE IN NOT

Sie bewertet die Reise des Heiligen Vaters in den Irak als „historisch“ und als ein „Zeichen der Ermutigung und eine Botschaft der Hoffnung für die irakischen Christen, die in ihrem Glauben durch die Jahrhunderte hindurch geprüft wurden“. Regina Lynch hat den Irak mehrfach für „Kirche in Not“ besucht, wo das internationale Hilfswerk bereits seit 1972 Hilfe leistet. „Die Tatsache, dass Papst Franziskus jetzt in so einer schwierigen Zeit kommt, wird den irakischen Christen Hoffnung geben“, ist sie sich sicher.

Papst Franziskus wird vom 5. bis 8. März den Irak besuchen. Stationen sind unter anderem Bagdad, Erbil und die Ninive-Ebene, wo „Kirche in Not“ den Wiederaufbau privater und kirchlicher Gebäude unterstützt.

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Wenige Tage vor der Ankunft von Papst Franziskus im Irak sind die Erwartungen der Ortskirche hoch. „Wir hoffen, dass der Besuch im Land die Wahrnehmung dafür schärfen wird, dass es Christen im Irak gibt. Der Respekt für diesen Teil des irakischen Volkes wird wachsen“, erklärte der chaldäisch-katholische Erzbischof von Erbil, Bashar Warda, gegenüber KIRCHE IN NOT.

Warda wird am 7. März Gastgeber des Papstes während dessen Besuch in Erbil sein. „Die Menschen im Irak wissen wenig über uns. Wir hoffen, dass das Bewusstsein dafür zunimmt, dass wir keine Gäste sind, sondern ursprüngliche Einwohner des Landes.“

Vor allem von der Begegnung des Papstes mit dem Oberhaupt der Schiiten im Irak, Großajatollah Ali Al Sistani, erhofft sich Erzbischof Warda positive Effekte. „Der Irak hat eine schiitische Mehrheit. Al Sistani ist hoch angesehen als ein Mann des Friedens und als jemand, der die allgegenwärtige Korruption im Land verurteilt. Die Begegnung der beiden Männer wird sicher positive Auswirkungen auf das Bild haben, das sich Schiiten von uns Christen machen.“

Erzbischof Bashar Warda, chaldäisch-katholischer Erzbischof von Erbil/Irak.
Bashar Warda, chaldäisch-katholischer Erzbischof von Erbil.

Große Hoffnung in interreligiöse Treffen

Auch das interreligiöse Treffen in Ur im Südirak sei von großer Bedeutung. „Dass der Papst nach Ur geht, das als die Heimat Abrahams verehrt wird, wird zeigen, dass Juden, Christen und Muslime in Abraham einen gemeinsamen Vater haben“, erklärte der Erzbischof.

Er räumte ein, dass es auch Kritik an dem Besuch gebe. „Manche Fundamentalisten verhalten sich in den sozialen Medien feindselig gegenüber der Papstreise. Der Papst ist für diese Leute der ,König der Kreuzfahrer’, der als Missionar ins Land kommt.“

Irakische Christen beim Gebet.

„Als Gast des Landes willkommen”

Besonders junge Menschen im Irak wüssten aber, dass Papst Franziskus eine Botschaft des Friedens und der Geschwisterlichkeit für alle Menschen bringe, so Warda. „Die Menschen haben mitbekommen, wie oft und anteilnehmend der Papst über die Lage in Syrien und im Irak gesprochen hat.“ Er werde deshalb als Gast des Landes willkommen geheißen, so Warda.

Befürchtungen, eine Verschlechterung der Sicherheitslage durch Terror könne die Reise von Papst Franziskus kurzfristig gefährden, wies der Erzbischof zurück. „Das Einzige, was zu einer Verschiebung des Besuchs führen kann, ist die Corona-Pandemie. Das hat der Papst deutlich gemacht. Er kommt ganz bewusst in ein von Krieg und Gewalt gekennzeichnetes Gebiet, um eine Botschaft des Friedens zu bringen.“

Die Al-Tahira-Kirche in Karakosch und ihre wechselvolle Geschichte:

Die Al-Tahira-Kirche in der irakischen Stadt Karakosch (Baghdeda). Sie gilt als größte Kirche im Irak. Papst Franziskus wird sie während seiner Reise besuchen. Es ist ein Gotteshaus mit Geschichte einer wechselvollen Geschichte.
Die Al-Tahira-Kirche in Karakosch (Baghdeda) wurde 1948 geweiht.
Die Al-Tahira-Kirche im Jahr 2010.
Im Jahr 2014 hat die Terrorgruppe „Islamischer Staat“ die Ninive-Ebene erobert und viele Kirchen zerstört.
Der IS nutzte die Kirche als Schießstand. Die liturgische Einrichtung wurde zerstört (Foto: Jaco Klamer/KIRCHE IN NOT).
Nach der Niederlage und dem Abzug des IS im Jahr 2016 konnten in der stark zerstörten Kirche wieder Gottesdienste stattfinden. In den vergangenen Jahren wurde die Kirche unter anderem mit Unterstützung von KIRCHE IN NOT wiederhergestellt.
Februar 2021: Die Wiederherstellung der al-Tahira-Kirche in Karakosch (Baghdeda) ist fast fertig. Die letzten Arbeiten werden bis zum Papstbesuch abgeschlossen sein.

Die Christen im Land seien sich darüber im Klaren, dass der Besuch unter Pandemiebedingungen mit zahlreichen Einschränkungen verbunden sei. „Natürlich hätten es unsere Gläubigen gerne gesehen, dass der Papst noch mehr Orte aufsuchen würde. Aber sie haben Verständnis, dass das aufgrund der Lage eben nicht geht.“

Zuletzt sei die Zahl der Neuinfektionen sowohl in Bagdad wie auch in Erbil wieder gestiegen. Es werde deshalb für die öffentlichen Gottesdienste strikte Begrenzungen geben. „Für die heilige Messe im Stadion von Erbil haben wir nur 10 000 Karten ausgegeben, obwohl 30 000 Menschen Platz finden könnten.“ Außerdem sei geplant, die Menschen vor der Anreise per Bus auf Corona-Symptome zu untersuchen.

Papst Franziskus sind die Christen im Irak sehr wichtig und unterstützte sie auch persönlich. Im Jahr 2017 signierte er einen italienischen Sportwagen. Ein großer Teil des Erlöses der anschließenden Versteigerung des Autos war zugunsten des Wiederaufbaus im Irak.

Der Erzbischof lobte die Zusammenarbeit mit den staatlichen Stellen der kurdischen Autonomieregion. „Die Behörden nehmen die Sicherheit des Papstes sehr ernst. 10 000 Sicherheitskräfte sind im Einsatz. Die Medien werden die Veranstaltungen übertragen. Das zeigt, dass es hier wirklich Koexistenz gibt. Dasselbe höre ich aus Bagdad.“

Papst Franziskus wird vom 5. bis 8. März den Irak besuchen. Noch nie hat ein katholisches Kirchenoberhaupt das Land vorher besucht. Neben Begegnungen mit staatlichen Repräsentanten und Vertretern anderer Religionen gilt die Visite insbesondere der christlichen Minderheit des Landes.

Pater Georges Jahola über den Papstbesuch im Irak

Nach dem militärischen Sieg über die Terroreinheiten des „Islamischen Staates“ sind mit Hilfe von KIRCHE IN NOT zehntausende Christen wieder in ihre Heimat zurückgekehrt, die sie 2014 nach dem Vordringen der Dschihadisten hatten verlassen müssen.

KIRCHE IN NOT hat die Christen des Landes während der Jahre ihrer Vertreibung und des anschließenden Wiederaufbaus der christlichen Ortschaften in der Ninive-Ebene unterstützt. Nach dem Wiederaufbau der Wohnhäuser unterstützt das Hilfswerk aktuell die Instandsetzung kirchlicher Schulen, Kindergärten, Pfarrzentren und Gotteshäuser.

Um den bedrängten und notleidenden Christen im Irak helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Papst Franziskus will von 5. bis 8. März den Irak besuchen. Auch von Corona oder der prekären Sicherheitslage möchte er sich nicht abhalten lassen. Der Besuch wurde sowohl vom Vatikan als auch von der irakischen Regierung bestätigt. Der Pontifex will die Christen im Irak stärken, die in den vergangenen Jahren unermesslich gelitten und doch die Hoffnung nie aufgegeben haben.

Auf dem Reiseplan des Papstes steht auch Karakosch – von den Christen auf Aramäisch Baghdeda genannt. Die Stadt liegt in der Ninive-Ebene im Norden des Irak, etwa eine halbe Autostunde südöstlich von Mossul. Über Jahrhunderte war Karakosch die größte christliche Stadt des Landes. Bis im August 2014 die Milizen des „Islamischen Staates“ (IS) kamen.

Zerstörte Gebäude im Irak nach der Befreiung vom IS im Jahr 2016. © KIRCHE IN NOT

Hass und Zerstörung

Die Christen flüchteten innerhalb weniger Stunden aus Karakosch, um ihr Leben zu retten. Sie mussten alles zurücklassen, was sie besaßen. So ging es mehr als 100 000 Personen aus der Ninive-Ebene – das „christliche Herz“ des Irak hatte aufgehört zu schlagen. „Es wird im Irak kein Christentum mehr geben“, schmierten die Terroristen an die Kirchenwände.

Erst drei Jahre später, 2017, als der IS militärisch besiegt war, wagten einige die Rückkehr. Doch ihr Zuhause gab es nicht mehr. Mehr als ein Drittel der Häuser und Kirchen in Karakosch waren zerstört – verbrannt, zerbombt geplündert.

Christen aus Karakosch ziehen in einer Prozession wieder in ihre Stadt ein. © KIRCHE IN NOT

Neubeginn und anhaltende Ängste

Seither bauen die Christen in der Ninive-Ebene ihre Städte unermüdlich wieder auf. Die Spender des weltweiten päpstlichen Hilfswerks KIRCHE IN NOT haben maßgeblich die Instandsetzung zahlreicher Wohnhäuser ermöglicht. Das Hilfswerk hat zusammen mit den lokalen Kirchen ein Wiederaufbaukomitee für die Ninive-Ebene ins Leben gerufen. Mit Erfolg: Gut die Hälfte der vertriebenen christlichen Familien ist wieder zurück in ihrer alten Heimat. Aktuell sind Kirchen, Gemeindezentren, kirchliche Kindergärten und Schulen mit dem Wiederaufbau dran. Sie bedeuten den Menschen so viel – denn dort findet das Leben statt, dort finden sie Gemeinschaft, Zusammenhalt und neuen Mut.

Doch die Ungewissheit bleibt: Die überwiegende Mehrheit der Rückkehrer fühlt sich unsicher. Und diejenigen, die ins Ausland gegangen sind, kommen in den seltensten Fällen zurück. Lebten vor 2003 noch rund 1,5 Millionen Christen im Irak, so sind es aktuell etwa 250 000, wie Bischöfe aus der Region KIRCHE IN NOT bestätigten.

Allen Gefahren zum Trotz: Das christliche Herz des Irak schlägt wieder. Sichtbar wird das auch in Karakoschs Al-Tahira-Kirche, der Papst Franziskus am 7. März einen Besuch abstatten wird. Auch sie wurde während des IS-Terrorregimes fast vollständig zerstört. Nun ist die Marienbasilika dank der Wohltäter von KIRCHE IN NOT fast vollständig wiederinstandgesetzt. „Der IS hat alle Kreuze zerstört und gestohlen. Der Außenbereich der Kirche wurde als Trainingsgelände für neue Terrorkämpfer genutzt“, berichtet der Priester Ammar Yako gegenüber KIRCHE IN NOT.

Iraq
Fr. Ammar Yako in  Al-Tahira Church, Baghdeda/Qaraqosh.
He told to ACN what the papal visit to Iraq in March 2021 means to him: "The papal visit is the thing we have longed for most of all here. It will be a great blessing. We have a great yearning to see him. What gives added importance to this visit is the so very vulnerable situation that we are suffering as Christians in Iraq.  ..."
Der Priester Ammar Yako in der ausgebrannten Al-Tahira-Kirche in Karakosch. © KIRCHE IN NOT

Papst besucht „auferstandene“ Kirche

Yako leitet den Wiederaufbau der Al-Tahira-Kirche – eine Herzensangelegenheit nicht nur für ihn, sondern auch für seine Mitbürger in Karakosch: „Alle Menschen hier empfinden die Kirche als ihr Zuhause, als Teil ihrer Geschichte.“ Dass jetzt Papst Franziskus die „auferstandene“ Kirche mit seinem Besuch ehrt, ist darum eine besondere Ehre für die Gemeinde, erklärt Yako mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen: „Der Papst kann uns helfen, unseren Glauben in diesen Zeiten zu leben, und wir können ihm zeigen, wie unser Leben als Christen hier aussieht. Als Minderheit haben wir nicht viele Möglichkeiten. Wir müssen uns bemühen, Arbeit für unsere Leute zu finden. Das größte Problem ist jedoch die Auswanderung.“

Iraq, diocese of Mossul-SIR, Qaraquosh in January 2021
The builders  doing their best ot complete the great Al-Tahira church for the planned Holy Father’s visit in March 2021.IRAQ / MOSSUL-SIR 19/00080
Phase two of reconstruction of great Al-Tahira church, Qaraqosh (Baghdeda) (Syriac Catholic) - continuation (NRC) CP 030
IRAQ / MOSSUL-SIR 17/00070  ID: 1704874
Reconstruction of great Al-Tahera church, Quaraqosh
Die Al-Tahira-Kirche in Karakosch nach dem Wiederaufbau. © KIRCHE IN NOT
Iraks Christen schätzen den bevorstehenden Papstbesuch auch deshalb, weil er die Augen der Weltöffentlichkeit auf ihr Schicksal lenkt, ihren Mut und Aufbauwillen, aber auch ihre anhaltende Not: „In der gegenwärtigen Situation brauchen wir immer noch die Hilfe von Organisationen für die vielen Bedürfnisse der Gemeinde in Karakosch“, appelliert Pfarrer Yako. „Bitte helfen Sie uns weiter und geben Sie unserer Gemeinde Hoffnung, dass wir hier weiterhin leben können.“
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Papst Franziskus wird von 5. bis 8. März 2021 den Irak besuchen, teilte der Vatikan heute Mittag mit. Dazu erklärte der Geschäftsführende Präsident von KIRCHE IN NOT, Dr. Thomas Heine-Geldern:

„Diese Nachricht erfüllt uns mit großer Freude und Dankbarkeit. Die Christen im Irak haben mit Sehnsucht diese Ankündigung erwartet. Sie ist ein Zeichen der Hoffnung für die bedrängten Christen, die schon seit Jahrzehnten dem Kreuzweg der Verfolgung und Diskriminierung auf sich nehmen mussten. Diese Reise ist ein weiteres Zeichen der Nähe und der Sorge des Papstes um die Christen im Nahen Osten.

Der Besuch wird sie stärken und neuen Mut zum Verbleiben in ihrer Heimat entfachen. Ohne Unterstützung durch den Heiligen Vater und die Weltkirche sind diese Gemeinden an der Wiege des Christentums vom Aussterben bedroht.“

Dr. Thomas Heine-Geldern, geschäftsführender Präsident von KIRCHE IN NOT, Foto: KIRCHE IN NOT

Wie der Vatikan mitteilte, wird Papst Franziskus im März 2021 neben Bagdad und der Ebene von Ur auch Erbil, Mossul und die Stadt Karakosch in der Ninive-Ebene besuchen.

In den drei letztgenannten Städten hat KIRCHE IN NOT vielfach Hilfe geleistet. Die Unterstützung für die Christen im Irak gehört zu den aktuellen Schwerpunkten der Arbeit von KIRCHE IN NOT: Zwischen 2014 und Ende 2019 flossen über 46 Millionen Euro dorthin.

Als im August 2014 zahlreiche Christen aus der Ninive-Ebene und Mossul vor den heranrückenden Truppen des sogenannten „Islamischen Staates“ in den kurdischen Teil des Irak fliehen mussten, stellte KIRCHE IN NOT Soforthilfen für rund 12 000 vertriebene Familien zur Verfügung.

Die Christen im Irak haben mit Sehnsucht diese Ankündigung erwartet.

Über 46 Millionen Euro Hilfe für die Christen im Irak

Neben Lebensmittelpaketen finanzierte das Hilfswerk auch die medizinische Versorgung, die Unterbringung von Flüchtlingsfamilien in Containerdörfern und acht Behelfsschulen für geflüchtete Kinder. Dies war eine der größten Nothilfeaktionen in der über 70-jährigen Geschichte von KIRCHE IN NOT.

Parallel zur direkten Hilfe machte KIRCHE IN NOT bei den Vereinten Nationen, der Europäischen Union und ihren Mitgliedsländern sowie bei der US-Regierung auf die drohende Auslöschung der Christen und anderer Minderheiten im Irak aufmerksam.

Auf der Basis eines von KIRCHE IN NOT ausgearbeiteten Dokuments stufte das Europaparlament 2016 die Ereignisse im Irak als Völkermord ein. Später schloss sich auch das US-Außenministerium dieser Einschätzung an.

KIRCHE IN NOT unterstützte die Anschaffung von Wohncontainern für Flüchtlinge, die vor dem IS flüchten mussten, wie hier in einem Flüchtlingslager nahe der Stadt Erbil.

Wiederaufbau zerstörter christlicher Dörfer

Nach dem militärischen Sieg über den IS setzt sich KIRCHE IN NOT für den Wiederaufbau zerstörter christlicher Dörfer in der Ninive-Ebene ein. Zusammen mit den lokalen Kirchen rief KIRCHE IN NOT ein Wiederaufbau-Komitee ins Leben.

In einem ersten Schritt wurden die Schäden in den Orten dokumentiert und mit dem Wiederaufbau der Wohn- und Kirchengebäude begonnen. Dieser ist weit vorangeschritten; etwa die Hälfte der christlichen Familien, die 2014 vor dem IS geflüchtet waren, sind wieder in ihre Heimat zurückgekehrt.

Aktuell fördert KIRCHE IN NOT die Instandsetzung von Kirchen, Pfarrzentren, Kindergärten, Waisenhäusern und weiteren kirchlichen Einrichtungen in der Ninive-Ebene.

Darüber hinaus fördert das Hilfswerk die psychosoziale Schulung und die Arbeit von Seelsorgern, Ordensfrauen, Lehrern und weiterer Mitarbeiter. Auch Papst Franziskus hat in den vergangenen Jahren Projekte von KIRCHE IN NOT im Irak direkt unterstützt.

Noch immer gibt es Spuren der Verwüstung durch den IS im Irak.
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Die christliche Bevölkerung im Irak könnte verglichen mit den Zahlen vor der Invasion des „Islamischen Staates“ (IS) in den kommenden Jahren um 80 Prozent zurückgehen, sollte die internationale Gemeinschaft keine Gegenmaßnahmen ergreifen. Das ist einer der Hauptbefunde einer englischsprachigen Studie, die das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ veröffentlicht hat. Sie trägt den Titel „Leben nach dem IS: Neue Herausforderungen für das Christentum im Irak“ und bündelt mehrere Umfragen, die das Hilfswerk im Jahr 2019 unter Christen in der irakischen Ninive-Ebene durchgeführt hat.

100 Prozent der Christen fühlen sich unsicher

Die Gegend im Nordirak ist jahrhundertealtes christliches Siedlungsgebiet. Der IS hatte im Zuge seiner Eroberungen im Jahr 2014 auch die Ninive-Ebene okkupiert. Weit über 100 000 Christen waren damals geflohen. Die Verfolgung der christlichen Minderheit wurde international als Völkermord eingestuft. Nach dem militärischen Sieg über den IS waren viele der vertriebenen Christen in ihre alte Heimat zurückgekehrt – mit durchaus zwiespältigen Gefühlen.

Christen in der Ninive-Ebene bei einem Friedensgebet.

Wie die Studie offenlegt, gaben 100 Prozent der Befragten an, sich aktuell in der Ninive-Ebene unsicher zu fühlen; 87 Prozent sogar „spürbar“ oder „deutlich“ unsicher. Hauptgründe seien gewalttätige Übergriffe lokaler Milizen sowie die Sorge vor einer Rückkehr der IS-Anhänger. Diese Bedrohung nennen 69 Prozent der befragten Christen als Hauptgrund, der sie über eine Auswanderung nachdenken lässt.

Die Christen in der Ninive-Ebene beklagen „Belästigungen und Einschüchterungen, oft in Verbindung mit Geldforderungen“ von Seiten der in der Region stationierten Milizen, so die Studie. Die größten dieser Gruppierungen sind die „Shabak-Miliz“ und die „Babylon-Brigade“. Da sie zum Sieg gegen den IS beigetragen haben, gibt ihnen die irakische Regierung weitgehende Handlungsfreiheit. Rund ein Viertel der befragten Christen berichtete, dass sie mit den Angehörigen einer Miliz oder einer anderen militärischen Gruppe bereits negative Erfahrungen gemacht habe.

Neben der mangelhaften Sicherheitslage nennen die Christen in der Studie als weitere Herausforderungen auch die schlechte wirtschaftliche Entwicklung (70 Prozent), Korruption (51 Prozent) sowie religiöse Diskriminierung (39 Prozent).

Zerstörte Kirche St. Kiryakos in Batnaya.

„Klare und dringende Warnung“

„Der Bericht stellt eine klare und dringende Warnung dar“, erklärte der Leiter der Studie und Nahost-Referent von „Kirche in Not“, Dr. Andrzej Halemba. „Ohne abgestimmte und sofortige politische Aktion werden die Christen in der Ninive-Ebene und Umgebung ausgelöscht werden.“

Die bislang positive Entwicklung stehe auf dem Spiel: „Heute sind 45 Prozent der christlichen Familien wieder in ihrer alten Heimat, auch wenn teilweise nur einzelne Mitglieder zurückkehren konnten und viele Familien nach wie vor getrennt sind“, erklärte Halemba. In einer ersten Befragung von „Kirche in Not“ im Jahr 2016 hatten nur 3,3 Prozent der vertriebenen Christen die Hoffnung geäußert, wieder in ihre Städte und Dörfer in der Ninive-Ebene zurückkehren zu können. „Dass dieser Trend umgekehrt werden konnte, ist auf den langfristigen Wiederaufbauplan für die Ninive-Ebene zurückzuführen. Dieser Erfolg ist jetzt in Gefahr, wenn nicht bald etwas geschieht“, erklärte Halemba.

Zusammen mit anderen Organisationen und lokalen christlichen Kirchen hatte „Kirche in Not“ 2017 den Wiederaufbau gestartet. Seither konnten über ein Drittel der zerstörten Häuser in sechs Städten und Dörfern der Ninive-Ebene instandgesetzt werden. Das Aufbauprojekt geht nun in eine neue Phase: Auch rund 400 kirchliche Einrichtungen wie Kirchen, Gemeindehäuser und Kindergärten werden wieder aufgebaut. So sollen die karitative und pastorale Arbeit der Kirche gestärkt und weitere Anreize für den Verbleib der Christen gesetzt werden.

Christen am Wendepunkt

„Die Christen haben das Gefühl, an einem Wendepunkt zu stehen, was die Möglichkeiten für Bleiben angeht“, erklärte Halemba. Auf lokaler Ebene könne dies nicht allein bewältigt werden: „Es gibt Pläne und Initiativen, die bei einer regionalen, nationalen und internationalen Zusammenarbeit nicht nur durchführbar, sondern auch nachhaltig wären.“

Neben Maßnahmen, um die Wirtschaft anzukurbeln, müssten Christen auch auf politischer Ebene dauerhaft vertreten sein, „um die Verteidigung ihrer grundlegenden Menschenrechte, insbesondere das Recht auf Gleichbehandlung als irakische Staatsbürger“ zu gewährleisten, so der Nahost-Referent.

Die aktuelle Studie sei ein Weckruf an Christen und Politiker in aller Welt, erklärte auch Herbert Rechberger, Nationaldirektor von „Kirche in Not“ Österreich: „Wir haben alles uns Mögliche getan und werden mit Unterstützung unserer Wohltäter weiterhin alles tun, um die die christliche Präsenz im Irak zu erhalten. Aber den Christen und anderen Minderheiten Sicherheit und Gleichberechtigung zu geben, liegt nicht allein in unserer Hand. Jede Möglichkeit, Einfluss zu nehmen, muss jetzt genutzt werden. Zukünftige Generationen sollten uns niemals vorhalten dürfen: Ihr habt zu wenig getan und zu spät gehandelt.“

Die Studie „Leben nach dem IS: Neue Herausforderungen für das Christentum im Irak“ umfasst 80 Seiten und ist in englischer Sprache verfasst. Sie kann …hier heruntergeladen und eingesehen werden.

Um den Christen in der Ninive-Ebene weiterhin beistehen und den Wiederaufbau sowie die pastorale und karitative Betreuung der Bevölkerung weiterhin unterstützen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online …hier oder auf folgendes Konto:

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Der chaldäische Erzbischof Bashar Warda von Erbil, Kurdistan, ist die treibende Kraft hinter zwei wichtigen neuen christlichen Einrichtungen in der Region. 2016 öffnete die Katholische Universität ihre Pforten und im Spätsommer 2019 wird das Maryamana – ein neues, der Jungfrau Maria gewidmete Katholische Krankenhaus – offiziell eröffnet. Seit mehr als drei Jahren leben in der Erzdiözese von Erbil über 120.000 Christen, die im Jahr 2014 vor dem Überfall des Islamischen Staates auf die Ninive-Ebene im Norden des Irak geflohen waren. Während ca. 40.000 Gläubige inzwischen in ihre Heimat zurückgekehrt sind, ist Kurdistan für viele tausend Menschen zum ständigen Domizil geworden. Die einzige katholische Universität im Irak und das Krankenhaus werden den wiederhergestellten christlichen Gemeinschaften der Ninive-Ebene und den Christen in Kurdistan einen starken Impuls geben. Der Erzbischof sprach mit KIRCHE IN NOT (ACN) über die Bedeutung der beiden Projekte.

Welche Vision haben Sie für das neue katholische Krankenhaus?

Das Hauptziel des Krankenhauses ist es, eine effektive und erschwingliche Gesundheitsversorgung in einer vom Krieg geplagten Region zu gewährleisten, in der es an Ressourcen und moderner Ausrüstung mangelt. Dies ist zum Teil auf jahrzehntelange Konflikte zurückzuführen, aber auch auf die Untätigkeit der Regierung. Es ist wahrscheinlich, dass es im nächsten Jahrzehnt noch mehr Flüchtlinge, Binnenflüchtlinge und ältere Menschen in Not geben wird. Wir werden in der Lage sein, die bedürftigsten Patienten zu unterstützen und ihnen Preisnachlässe von bis zu 60 Prozent anzubieten.

In einer Region mit hoher Arbeitslosigkeit spielt das Krankenhaus doch sicher auch eine wichtige Rolle als Arbeitgeber, oder?

Christen und anderen Minderheiten wird oft der Arbeitsplatz verweigert und sie werden aufgrund eines von Vorurteilen behafteten politischen Systems bei Beförderungen übergangen. Es gibt nur wenige oder gar keine Politiker, die bereit sind, sich für die Rechte der Christen einzusetzen. Dies ist ein Grund, warum Menschen das Land verlassen. Das Schaffen von Arbeitsplätzen wird den Christen zeigen, dass wir für sie in Erbil eine Zukunft aufbauen. Das Maryamana-Krankenhaus ist neben der Universität ein wichtiges und zentrales Projekt, das darauf abzielt, Christen zu motivieren, in Erbil und in der Ninive-Ebene zu bleiben. Beide Einrichtungen zeigen, dass Christen ein fester Bestandteil der irakischen Gesellschaft sind.

Wird das Krankenhaus nur Christen versorgen?

Die Aufgabe des Krankenhauses steht im Einklang mit dem Auftrag der Kirche. Alle Menschen, unabhängig von Religion oder ethnischer Zugehörigkeit, können im Maryamana-Krankenhaus behandelt werden. Diejenigen, deren medizinischen Bedürfnisse am dringendsten sind, werden vorrangig behandelt. Es ist allgemein bekannt, dass Muslime christlichen Gesundheitsexperten vertrauen. Hoffentlich wird das Maryamana-Krankenhaus auch unsere Bemühungen um eine gesellschaftliche Wiederaussöhnung erleichtern, indem es sich ebenfalls der gesundheitlichen Probleme der Angehörigen anderer Religionen annimmt.

Welche medizinischen Leistungen wird das Krankenhaus anbieten?

Das Krankenhaus wird über 70 Betten und sieben Operationssäle verfügen, die voraussichtlich alle ständig genutzt werden. Das Krankenhaus wird 300 ambulante Patienten pro Tag versorgen können und die meisten medizinischen Dienstleistungen anbieten. Neben der Betreuung von Schwangeren und Frühgeborenen wird es Abteilungen für ein breites Spektrum an Fachgebieten geben. Das Krankenhaus wird über eine moderne Laborausstattung verfügen und das gesamte Spektrum an diagnostischen Untersuchungen (z.B. MRT, CT) durchführen können. Es gibt zwei Notaufnahmen sowie eine Apotheke. Wir hoffen, dass Maryamana in circa drei Jahren als Lehrkrankenhaus arbeiten kann. Auch die Einrichtung eines Zentrums für Onkologie im Krankenhaus ist geplant.

Welche Aufgabe verfolgt die katholische Universität in Erbil?

Die Katholische Universität Erbil wurde gegründet, um unseren jungen Menschen Bildungs- und Berufschancen zu bieten, damit sie ermutigt werden, im Irak zu bleiben und die zukünftigen Führer der christlichen Gemeinschaft hier und anderswo im Land werden. Wenn unsere jungen Menschen durch gute universitäre Bildung attraktive Arbeitsplätze in einem mehrheitlich muslimischen Land bekommen, motivieren sie andere Christen, den gleichen Weg einzuschlagen. Die Universität kann religiöse Minderheiten inspirieren und ihnen beweisen, dass sie hier eine lebensfähige und erfolgreiche Zukunft haben. Wir versuchen, Erbil als langfristiges Zuhause für die christliche Gemeinschaft zu etablieren – und dass die Menschen sich zum Bleiben entschließen, wenn es Arbeitsplätze, eine starke Infrastruktur mit Dienstleistungen und Institutionen gibt. Die Schule wird der christlichen Gemeinschaft ein wichtiges Gefühl von Wert und Zugehörigkeit vermitteln.

Wie viele Studenten hat die Universität jetzt und welches Ziel streben Sie an?

Derzeit sind 108 Studenten eingeschrieben, darunter zehn Muslime. Die akademischen Grade werden in den Bereichen Buchhaltung, Englisch, Internationale Beziehungen, Informationstechnologie und Informatik verliehen. Unser Ziel für das akademische Jahr 2022-2023 sind 825 Studenten – 615 irakische Christen, 125 Muslime und 85 Jesiden – die aus anderen Teilen des Irak kommen, nämlich aus Kurdistan, Mossul, der Ninive-Ebene, Duhok, Kirkuk, Bagdad und Basra. Um Studenten zu gewinnen, wollen wir zusätzliche Abteilungen in weiteren akademischen Kernfächern einrichten: Wirtschaft, Ingenieurwesen, Gesundheits- und Medizinwissenschaften sowie Erziehungswissenschaften.

Darüber hinaus wollen wir die Universität als internationales Ankerprojekt etablieren, um das Christentum im Irak zu erhalten. Wir bauen hier Beziehungen zu den zuständigen Ministerien auf und arbeiten international mit vielen Universitäten zusammen, um die Katholische Universität Erbil als Marke zu etablieren. Irakische Christen und andere Minderheiten zieht es zur Universität, weil der Unterricht auf Englisch stattfindet und weil die Universität in Ankawa, dem christlichen Viertel von Erbil, liegt. In einer Umgebung also, die Sicherheit und Geborgenheit verspricht. Das neue Maryamana-Krankenhaus befindet sich ebenfalls in Ankawa.

Was sind Ihre größten Sorgen im Zusammenhang mit diesen Initiativen, mit dem Krankenhaus und der Universität?

Die größte Herausforderung bestand darin, beide Institutionen zu bauen und in Betrieb zu nehmen. Beim Krankenhaus steht die Rückzahlung unserer Kredite im Vordergrund, aber wir wissen, dass das Krankenhaus voll ausgelastet und profitabel sein wird. Der Bedarf ist vorhanden. In Kurdistan gibt es über eine Million Flüchtlinge und Hunderttausende alter Menschen. Kliniken in Erbil und Duhok versorgen pro Monat mehr als 1.000 Patienten. Nicht weniger als 2.000 chronisch kranke Patienten sind auf unsere hiesige Klinik St. Joseph und sehr teure Medikamente angewiesen.

Die noch junge Universität benötigt mehr Hilfe, da die meisten unserer Studenten – viele von ihnen aus Karakosch auf der Ninive-Ebene – Vollstipendien haben. Wir müssen das Studienangebot erweitern, denn die Zahl der Abteilungen hängt von der Zahl der Bewerber ab. Es ist schwierig, englische Muttersprachler als Lehrer zu gewinnen, da die Konsulate sagen, dass Kurdistan unsicher ist. Wir können Menschen nur durch Mundpropaganda und Erfahrungsberichte von Besuchern gewinnen, aber ich glaube, dass wir Erfolg haben werden. Derzeit absolvieren 14 junge Menschen aus unserer Region Masterstudiengänge in den USA, Großbritannien, Italien und Australien. Nach ihrer Rückkehr nach Hause werden sie sowohl an der Universität als auch im Krankenhaus eine Schlüsselrolle spielen.

Ich danke allen unseren Wohltätern von ganzem Herzen und mit meinen Gebeten. Sie leisten eine großartige Arbeit für uns alle hier. Gott segne sie alle.

Seit zwei Jahren unterstützt KIRCHE IN NOT die Katholische Universität Erbil und das Maryamana-Krankenhaus mit der Finanzierung von Stipendien und dem Kauf modernster medizinischer Geräte. Von 2014 bis 2017 stellte KIRCHE IN NOT mehr als 40 Millionen Dollar für Projekte zur Unterstützung der chaldäischen Erzdiözese Erbil zur Verfügung. Diese stellt Nahrungsmittel, medizinische Versorgung, Unterkünfte und Bildung für die Binnenflüchtlinge bereit, die die Ninive-Ebene verlassen mussten, nachdem der IS die Region erobert hatte.

Um die geflohenen christlichen Familien und die Kirche im Irak weiter unterstützen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online unter: www.kircheinnot.at oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Irak

Das katholische internationale Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) hat im Rahmen seines Wiederaufbauprogramms für die christlichen Ortschaften in der irakischen Ninive-Ebene damit begonnen, Häuser von 41 Familien in der Stadt Bartella wieder zu errichten. Ungefähr 220 weitere Personen profitieren von diesem Projekt. Es ist die neueste Maßnahme im Aufbauprogramm von KIRCHE IN NOT. Die Stiftung hat bereits die Renovierung von mehr als 2.000 Häusern in der Region unterstützt.

Vor der Invasion des Islamischen Staates im Jahr 2014 war Bartella eine Stadt mit ca. 17.500 Einwohnern, die meisten von ihnen syrisch-orthodox oder syrisch-katholisch (3.500 christliche Familien, darunter ca. 12.300 syrisch-orthodoxe und 5.200 syrisch-katholische Einwohner). Als die Bewohner nach der Befreiung der Stadt im Jahr 2016 zurückkehrten, sahen sie, dass ihre Kirchen entweiht worden waren. An einer Kirchenwand war die schwarze IS-Fahne angebracht. Die Islamisten hatten die Wohnhäuser niedergebrannt, geplündert und beschädigt. So wollten sie verhindern, dass die Christen jemals wieder zurückkehren. Weitere Häuser wurden während der Befreiung durch Luftangriffe zerstört.

Am 5. Juni 2019 wurde in einem feierlichen Wortgottesdienst mit Gebeten auf Syrisch, einem aramäischen Dialekt, der Wiederaufbau in Bartella eingeläutet. Pater Andrzej Halemba, Sektionsleiter für den Nahen Osten bei KIRCHE IN NOT, verglich in seiner Ansprache die irakischen Christen mit den Familien des Alten Testaments deren Aufgabe es war, Jerusalem nach seiner Zerstörung wieder aufzubauen. Er bat die Anwesenden, für die Wohltäter von KIRCHE IN NOT zu beten. Anschließend segneten die Geistlichen Olivenbäume und verteilten einen an jede Familie. Die Olivenzweige symbolisieren die Hoffnung auf Frieden nach den vielen Jahren des Krieges – und dass diese Bäume, die in den Gärten der Familien gepflanzt wurden, reiche Früchte tragen.

Nach der Invasion des IS auf Mossul und die Ninive-Ebene im Sommer 2014 stellte KIRCHE IN NOT Nahrung, Unterkunft, Medikamente und Schulunterricht für vertriebene Christen bereit, die in Erbil und in anderen Orten Zuflucht gefunden hatten. Nachdem die Menschen nach der Rückeroberung nach Hause zurückgekehrt waren, begann die Stiftung mit dem Wiederaufbau von Häusern, Klöstern, Kirchen und anderen Strukturen. Bis Mai 2019 haben die Wohltäter von KIRCHE IN NOT über 42,6 Millionen Euro für die Menschen im Irak gespendet. Mehr Informationen über das Wiederaufbauprojekt finden Sie unter: www.irak-wiederaufbau.at

Dank der Spende von 200.000 Euro, die KIRCHE IN NOT im Anschluss an die Versteigerung des von Papst Franziskus verschenkten Lamborghini erhalten hat, kann das Hilfswerk nun zwei neue Initiativen finanzieren, die den in die Ninive-Ebene zurückgekehrten christlichen Familien zugute kommen.

Am 15. November 2017 hatte der Heilige Vater entschieden, einen Teil des Erlöses aus dem Verkauf des Lamborghini Huracan, der ihm vom Autohersteller geschenkt worden war, KIRCHE IN NOT zukommen zu lassen. Heute wird KIRCHE IN NOT diese Geste des Pontifex zu konkreter Hilfe machen, indem sie mit dem Geld den Wiederaufbau zweier durch den Krieg zerstörter Einrichtungen der syrisch-katholischen Kirche finanziert: den Wiederaufbau des nach der Jungfrau Maria benannten Kindergartens und des Multifunktionszentrums der gleichnamigen Pfarre.

Beide Gebäude befinden sich in Baschiqa, gerade 30 Kilometer von Mosul entfernt. Die Kleinstadt ist durch den Krieg hart getroffen worden, doch zahlreiche Mitglieder der christliche Gemeinschaft sind zurückgekehrt. Es sind tatsächlich bereits 405 der 580 beschädigten Wohnhäuser repariert worden und 50 % der Christen, genauer gesagt 1585, zurückgekehrt. Die beiden mit dem Verkaufserlös des Lamborghini finanzierten Wiederaufbaumaßnahmen werden auch den anderen Minderheiten in der Stadt zugute kommen, da das Multifunktionszentrum mehr als 1000 Personen fassen kann und von den verschiedenen Gemeinschaften für Hochzeiten und religiöse Feste genutzt werden wird. Es wird das größte Zentrum der Gegend sein und mehr als 30 000 Einwohnern, die Angehörige verschiedener Ethnien und Glaubensrichtungen sind, zur Verfügung stehen.

Gerade etwas mehr als zwei Jahren nach der Befreiung der Dörfer der Ninive-Ebene hat die Zahl der Christen, die in ihre Häuser zurückkehren konnten, die kühnsten Erwartungen übertroffen. Am 11. Januar diesen Jahres waren gut 9108 Familien in ihre Dörfer zurückgekehrt, also fast 46% der 19 832 Familien, die dort im Jahr 2014 vor der Ankunft des Islamischen Staats (IS) gewohnt hatten. Dies ist den enormen Anstrengungen des Wiederaufbaus zu verdanken, die zum Großteil von KIRCHE IN NOT finanziert worden sind und es erlaubt haben, bis jetzt 41% der 14 035 vom IS zerstörten oder beschädigten Wohnhäuser wiederherzustellen.

Die Initiative, bei deren Verwirklichung die Stiftung zusammen mit den lokalen Kirchen an vorderster Front steht, hat im Heiligen Vater einen unermüdlichen Wohltäter gefunden. Bereits im Jahr 2016 hat Papst Franziskus mit 100 000 Euro die “Saint Joseph Charity Clinic” in Erbil gestiftet, die kostenlose medizinische Versorgung anbietet.

Dieses zusätzliche Geschenk des Heiligen Vaters nun wird es den Christen ermöglichen, ihren eignen Glauben zu leben und ihren Kindern eine Zukunft im Irak zu sichern. Gleichzeitig wird es eine starke Botschaft und Einladung zur friedlichen Koexistenz der Religionen in einer Gegend sein, in der der Fundamentalismus leider auch die interreligiösen Beziehungen beschädigt hat.

Seit der Vertreibung der Christen durch den IS hat KIRCHE IN NOT die notleidenden Christen im Irak mit 40 Millionen Euro unterstützt. Um den Wiederaufbau weiter voranzutreiben und der Bevölkerung materiell wie pastoral beistehen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – entweder online unter www.kircheinnot.at oder auf folgendes Spendenkonto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
BIC: GIBAATWWXXX
Verwendungszweck: Irak Wiederaufbau