
Zwischen 2012 und 2018 wurden in Mexiko 26 Priester ermordet. Es gab zudem Hinweise auf Entführungen, gewaltsame Attacken auf Kirchen und Bombenattacken.
Meistens werden Priester ermordet, um eine drohende Botschaft zu senden und um zu zeigen, dass man auch jeden anderen Priester töten könnte. Dies destabilisiert die Gesellschaft und schafft eine Kultur des Schweigens, die es den Drogenkartellen und der organisierten Kriminalität ermöglicht, zu schalten und walten.

Oftmals sind die Priester die einzigen, die den Mut aufbringen, sich für die Opfer der Kartelle einzusetzen und sich gegen die Korruption im Land zu wehren. Die Priester wissen um die Gefahr, in die sie sich begeben, aber sie folgen dem Evangelium.
Mexiko ist eines der gefährlichsten Länder für katholische Priester, die sich ständiger Aggression und einer stetig steigenden Anzahl an Entführungen und Morden ausgesetzt sehen, die meistens vom organisierten Verbrechen ausgehen. KIRCHE IN NOT hilft den Priestern in Mexico regelmäßig mit Messstipendien.
Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Christenverfolgung
Am 3. September 2016 wurde die spanische Ordensschwester Isabel Sola Matas, 51 Jahre alt, ermordet, als sie die Straße in Bel Air, einer Barackenstadt auf einem Hügel im Zentrum der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince, entlangfuhr.
Mitten am helllichten Tag schossen zwei Unbekannte auf einem Mofa an einer Straßenkreuzung auf sie; sie wurde zweimal in die Brust getroffen. Man geht von einem Raubüberfall aus. Haiti ist eines der gefährlichsten Länder Zentralamerikas.

Schwester Isabel lebte seit 2008 auf Haiti, half den Ärmsten der Armen, so auch den Betroffenen des katastrophalen Erdbebens im Jahr 2010. Sie sorgte für sie mit Lebensmitteln und Schulbildung. Sie war Krankenschwester und richtete eine Werkstatt zur Herstellung von Prothesen für die durch das Erdbeben verstümmelte Menschen ein.
Kurz vor ihrem Tod verfasste Schwester Isabel ein persönliches Zeugnis: „Ich hoffe, dass ich das getan haben werde, was ich immer liebte: mein Leben zu geben, mein Volk zu lieben und zu dienen.”
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Der Priester war auf dem Weg in das Dorf Takum, um an einem Treffen zur Streitschlichtung teilzunehmen, das eine friedliche Lösung des Konflikts zwischen dem Stamm der Tiv und dem Stamm der Jukun zum Ziel hatte, als er im Dorf Kufai Amadu von bewaffneten Männern angegriffen wurde, die ihn später töteten und sein Auto anzündeten.
Pfarrer David Tanko gab sein Leben in dem Bestreben, zwischen zwei verfeindeten Stämmen den Frieden herbeizuführen. KIRCHE IN NOT unterstützt viele Projekte, die sich für Frieden einsetzen. So unterstützte KIRCHE IN NOT beispielsweise in Nigeria ein großes Treffen für den interreligiösen und interkulturellen Dialog, das von der Fokolar-Bewegung organisiert wurde.
Die Beispiele von aktuellen Märtyrern stammen aus unserem Büchlein „Kalender der Märtyrer und Zeugen der Liebe“, das Sie in unserem Shop bestellen können: zum Kalender der Märtyrer
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Verwendungszweck: Nigeria
Pfarrer Francois Mourad wurde am 23. Juni 2013 im Franzis kanerkloster St. Antonius von Padua in Ghassanieh im Westen Syriens ermordet.
Er war aus Sicherheitsgründen in das Kloster der Kustodie umgezogen, um die wenigen dort verbliebenen Ordensbrüder zu unterstützen, zusammen mit einem anderen Priester und den Rosenkranzschwestern.

Das Kloster wurde von militanten Islamisten der damaligen Dschihadisten-Gruppe „Al-Nusra-Front“ angegriffen. Bei dem Versuch, die Schwestern und andere Personen zu retten, wurde Pater Francois erschossen. Er war sich der Gefahr seiner Situation durchaus bewusst und hat tapfer sein Leben für den Frieden in Syrien und auf der ganzen Welt geopfert.
Pater Mourad hatte einen Traum und begann dafür mit dem Bau eines Klosters in Aleppo, um „Gott vor allem unter den armen Menschen präsent zu machen”, wie er an KIRCHE IN NOT geschrieben hatte. Er schrieb: „Und wieder einmal klopfen wir an eure Tür, die einzige Tür, die für uns noch offen ist, da es keine andere Organisation gibt, die uns noch helfen kann.” Dann brach der Krieg aus, und die Hauptsorge der Franziskaner war es, der leidenden Bevölkerung zu helfen – ungeachtet ihres ethnischen oder religiösen Hintergrunds.
KIRCHE IN NOT setzt nun die großartige Arbeit von Pfarrer Mourad fort, indem das Hilfswerk beispielsweise einen Teil der Kosten des Kindergartens für Flüchtlingskinder übernimmt, der von Franziskanerinnen in Damaskus geleitet wird und in dem die Kinder von rund 50 syrischen und sudanesischen Flüchtlingsfamilien aufgenommen wurden.
46 Jahre lang lebte der gebürtige polnische Priester Kazimierz Wojno in Brasilien. Er war beliebt und bekannt als „Pater Casimiro“.
Am Abend des 21. September 2019 drangen nach der letzten Samstagabendmesse sechs Männer in die Kirche am Heiligtum „Unserer Lieben Frau der Gesundheit“ im Norden der Hauptstadt Brasilia ein.

Sie nahmen den Priester und den Küster als Geiseln. Letzterem gelang die Flucht. Der Pfarrer hingegen wurde später auf einem an die Kirche angrenzenden Grundstück mit gefesselten Händen und Füßen und einem Draht um den Hals tot aufgefunden.
Es war nicht das erste Mal, dass diese Kirche überfallen wurde.
Brasilien gilt als Land mit den meisten Katholiken weltweit. Doch besonders protestantische Pfingstbewegungen haben großen Zulauf. Die brasilianischen Projektpartner von KIRCHE IN NOT bitten daher um Unterstützung und Stärkung ihrer Pfarren. Brasilien ist ein wichtiges Projektland für KIRCHE IN NOT. Mit fast zwei Millionen Euro hat das Hilfswerk 2019 die Seelsorge in dem südamerikanischen Land unterstützt.
Die Beispiele von aktuellen Märtyrern stammen aus unserem Büchlein „Kalender der Märtyrer und Zeugen der Liebe“, das Sie in unserem Shop bestellen können: zum Kalender der Märtyrer
Am 7. April 2014 drangen zwei maskierte Männer in das Haus der Jesuiten in Homs ein und ermordeten Pater Frans van der Lugt mit zwei Kopfschüssen. Er wurde 75 Jahre alt.
Pater Frans wird immer für seine Solidarität und Unterstützung all derjenigen in Erinnerung bleiben, die an seine Türe klopften, seien es Christen oder Muslime.

Obwohl viele Menschen bereits aus der Stadt evakuiert worden waren, entschied sich Pater Frans, bei den Menschen zu bleiben, mit denen er 50 Jahre seines Lebens verbracht hatte. Er wollte weiter dort helfen, wo Not war, vor allem dort, wo Menschen hungerten.
In Syrien ist der Frieden bis heute nicht in den Norden des Landes vorgedrungen. Das internationale Embargo gegen Syrien macht die Nothilfe für die Menschen vor Ort nahezu unmöglich. KIRCHE IN NOT unterstützt hunderte christliche Familien mit verschiedenen Projekten im Land, vor allem in der Stadt Aleppo, wo die Entbehrungen besonders stark sind und wo KIRCHE IN NOT in der Lage ist, über 5000 Familien monatlich mit Gutscheinen für Lebensmittel zu versorgen.
Unterstützen Sie notleidende Christen in Syrien mit Ihrer Spende: online … hier
Pfarrer Albert Toungoumale-Baba war einer von vielen Menschen, die am 1. Mai 2018 bei einem Angriff auf die Kirche „Unsere Liebe Frau von Fatima“ in der Hauptstadt Bangui ums Leben kamen.
Die Kirche wurde von einer bewaffneten Gruppe Männer angegriffen, als Pfarrer Albert Toungoumale-Baba gerade die heilige Messe in Gedenken an den heiligen Josef mit Gläubigen feierte. Die Angreifer warfen Handgranaten auf die Gemeinde, die 16 Menschen töteten – darunter auch Pfarrer Albert – und über 100 weitere Menschen verletzten.

Der Priester war ein unermüdlicher Kämpfer für Frieden in seinem Land und hatte tausende Flüchtlinge in seiner Gemeinde aufgenommen. In einer Nachricht, die er vor seinem Tod KIRCHE IN NOT und seinen Unterstützern zukommen ließ, hieß es: „Unser Land ist verwundet und bedürftig. Bitte betet für uns ohne Unterlass, so wie Jesus es uns gelehrt hat. Bitte betet jeden Tag für uns!”
KIRCHE IN NOT hat auf diese Attacke umgehend reagiert und den Betroffenen der Gemeinde Soforthilfe zukommen lassen. 2019 hat KIRCHE IN NOT die Ausbildung von 45 Seminaristen und angehenden Priestern unterstützt. Außerdem wurden Exerzitien für 50 Priester bezuschusst und eine katholische Radiostation in Bangui mit aufgebaut sowie viele weitere Projekte unterstützt, wie beispielsweise die Reparatur eines Wassertanks für das Priesterseminar und weiterer Wassertanks in Bangui.
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Die Steyler Missionsschwester Veronika Theresia Rackova war eine Ärztin und die Direktorin des St.-Bakhita-Ambulanzzentrums in Yei in Südsudan. Am 16. Mai 2016 wurde an einer Straßenblockade der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA), einer früheren Guerilla-Bewegung, die aufgrund der Unabhängigkeit Süd sudans 2011 an die Macht kam, auf sie geschossen.
Schwester Veronika saß am Steuer des Krankenwagens und wollte gerade eine hochschwangere Frau in das nächstgelegene Krankenhaus fahren. Vier Tage später starb sie in einem Krankenhaus an den Folgen ihrer Verletzungen.

Die 58-jährige Ordensfrau, ursprünglich aus der Slowakei, widmete ihr Leben dem Dienst an den armen und bedürftigen Menschen.
Der Südsudan hat unter langen Bürgerkriegen zu leiden. Die Kirche in diesem Land braucht unsere Unterstützung. Aus diesem Grund unterstützt KIRCHE IN NOT eine Bandbreite verschiedener pastoraler, Bildungs-, Gesundheits- und Hungerhilfeprojekte, wie beispielsweise ein Projekt der Comboni-Missionare in der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Yirol in der Diözese Rumbek im Zentrum des Landes.
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Ragheed Ganni, 35 Jahre alt, war ein chaldäisch-katholischer Priester und in der Heilig-Geist-Gemeinde im Norden Mossuls im Irak tätig. Am 3. Juni 2007 wurde er zusammen mit den drei Subdiakonen, Basman Yousef Daud, Wahid Hanna Isho und Gassan Isam Bidawed von unbekannten Angreifern erschossen.
Nach der Eucharistiefeier wurde Ragheed Ganni von einem der Mörder zurechtgewiesen, der ihn davor gewarnt hatte, die Kirche zu öffnen. Der Priester antwortete ihm: „Wie kann ich das Haus Gottes schließen?” Alle vier Männer wurden an Ort und Stelle erschossen.

Ragheed Ganni war einer von vielen Priestern, die mit Hilfe eines Stipendiums von KIRCHE IN NOT in Rom studiert hatten. Obwohl er weiter in Rom hätte studieren können, entschied er sich, in den Irak zurückzukehren. Er fühlte, dass ihn die Menschen in seiner Gemeinde brauchten. Einer der letzten Briefe, die er verfasste, war ein Dankbrief an KIRCHE IN NOT für die Unterstützung.
Gut ausgebildete katholische Priester mit Blick für die universelle katholische Kirche sind für die Arbeit der Kirche weltweit wichtig. Wie Ragheed Ganni unterstützt KIRCHE IN NOT viele Priester bei ihrer Ausbildung. 2019 hat KIRCHE IN NOT über 400 Stipendien für ein Studium in Europa, Asien oder Südamerika vergeben.
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