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Das Kreuz mit der Christusstatue vor der Niederlassung der Helikopterfirma „Pawan Hans Limited“ im Westen von Mumbai, der Hauptstadt des indischen Bundesstaates Maharastra, wurde von Unbekannten mutwillig beschädigt. „Wir sind entsetzt über einen weiteren Akt der Verachtung und grundlosen Gewalt gegen Christen. Religiöse Minderheiten in dieser Stadt, insbesondere Christen, sind ständigen Schikanen ausgesetzt, da ihre Gotteshäuser regelmäßig angegriffen und verwüstet werden“, erklärt der Katholik Nicholas Almeida aus der Erzdiözese Bombay und Mitglied der Nichtregierungsorganisation „Watchdog Foundation“ gegenüber Fides. Nach dem am 12. März festgestellten Schadensfall fordern die Gläubigen erneut die Installierung von Überwachungskameras an besonders sensiblen Orten in der Stadt. In diesem Zusammenhang betont Almeida: „Wir haben eine Reihe ähnlicher Vorfälle in Mumbai erlebt, insbesondere in den Gebieten Santa Cruz, Juhu und Bandra, die im westlichen Teil der Stadt liegen. Diese Handlungen verletzen das religiöse Empfinden der christlichen Gemeinschaft, weshalb die Behörden aktiv werden müssen“. „Die Regierung des Bundesstaates Maharastra hat die Aufgabe, alle Bürger, egal welcher Religion sie angehören, und ihre Gotteshäuser zu schützen“, so auch die Katholikin Vivian D’Souza.

In den ersten 45 Tagen des Jahres 2022 wurden in verschiedenen Teilen Indiens bereits 53 Gewalttaten gegen Christen registriert, berichtet der ökumenischen Organisation „United Christian Forum“ (UCF) mit Sitz in Neu-Delhi, die eine „besorgniserregende Zunahme von Gewalttaten gegen Christen“ feststellt. Die UCF hat eine spezielle Telefon-Hotline eingerichtet, die Meldungen entgegennimmt und Christen in Schwierigkeiten hilft, sowohl im Umgang mit den Behörden als auch bei der Rechtsberatung. Im Jahr 2021 gingen dort 505 Meldungen ein. (Quelle: Fidesdienst)

Das griechische Ministerium für Bildung und religiöse Angelegenheiten hat einen Bericht veröffentlicht, aus dem hervorgeht, dass es zwischen 2015 und 2020 2.339 Vorfälle von Schändungen griechisch-orthodoxer Kirchen gegeben hat. Dies bedeutet, dass diese Kirche das Hauptziel im Land ist, da sie etwa 93 % der Fälle ausmacht. Allein im Jahr 2020 gab es 404 Angriffe auf religiöse Einrichtungen: 385 Angriffe richteten sich gegen Christen, während es weniger als 10 Angriffe auf andere Religionen gab. Mehr darüber auf der Seite von OIDAC: https://www.intoleranceagainstchristians.eu/index.php?id=12&case=5362 (Quelle: OIDAC und Greek City Times, Bild: C messier/wikipedia)

Nach Angaben der Countryside Alliance, einer Organisation, die über Straftaten in Kirchen im Vereinigten Königreich berichtet, wurden in den zwölf Monaten von 2020 bis 2021 über 4.000 Straftaten in Kirchen und religiösen Einrichtungen begangen. Die Zahlen stammen von 40 der 45 Polizeibehörden des Landes und zeigen, dass es in einem Jahr trotz der achtmonatigen Schließung 4.169 Vorfälle von Diebstahl, Vandalismus, Körperverletzung oder Einbruch im gesamten Vereinigten Königreich gibt. In den letzten 4 Jahren hat die Organisation 30.169 Straftaten dokumentiert. Mehr darüber auf der Webseite von OIDAC unter: https://www.intoleranceagainstchristians.eu/index.php?id=12&case=5366 (Quelle: OIDAC, Bild: Hans Musil/wikipedia)

Eine Gruppe radikaler Hindus verwüstete das katholische „Zentrum des Heiligen Kreuzes des Heiligen Antonius“. Es handelt sich um eine katholische Stätte des Gebets und der Gastfreundschaft, die vor 40 Jahren in Urandady Gudde-Panjimogaru in der Nähe der Stadt Magalore im südindischen Bundesstaat Karnataka errichtet wurde. Mitglieder der Gruppe „Shri Sathya Kordabbu Seva Samiti“ sollen am 5. Februar das Gebäude dem Erdboden gleichgemacht haben. Die Aktivisten rückten mit einem Bulldozer an und rissen das Gebäude ab, in dem auch Räumlichkeiten soziale Dienste untergebracht waren.

Die katholische Einrichtung diente als Asyl- und Zufluchtsstätte für benachteiligte Familien. Etwa 30 Familien in Not wurden deshalb obdachlos. Der Abriss erfolgte ohne Genehmigung auf der Grundlage einer Beschwerde von Hindu-Gruppen, die es als „rechtswidrig“ betrachteten und seinen Abriss forderten. Die Zivilbehörden hatten in den letzten Tagen ein Rundschreiben herausgegeben, in dem sie erklärten, dass bis zu einer für den 14. Februar anberaumten Anhörung niemand das Recht habe, das Gelände des Zentrums zu betreten.

Unterdessen reichte Antony Prakash Lobo vom Vorstand des Zentrums Anzeige bei der Polizei ein, in dem er feststellte, dass „diese illegale Aktion zu Unruhe in einer friedliebenden Gemeinschaft führt“. „Dieses Vorgehen verstößt gegen das Gesetz und stellt einen eklatanten Machtmissbrauch dar, der gegen die Anordnungen des Gerichts verstößt“, erklärte er.

Berichte über Gewalt gegen christliche Gemeinschaften, Einrichtungen und Gebetszentren in ganz Indien häufen sich. Zuletzt wurde am 5. Februar, eine protestantische Kirche in dem Dorf Kistaram im zentralindischen Bundesstaat Chhattisgarh in Brand gesetzt. Im Jahr 2021 wurden insgesamt mehr als 500 Angriffe auf Kirchen und Christen gemeldet. (Quelle: Fidesdienst)

Rund 500 hinduistische Extremisten der „Bajrang Dal“-Bewegung drangen ist in eine katholische Schule im zentralindischen Bundesstaat Madhya Pradesh ein und verwüsteten diese. Es handelt sich um die St.-Josephs-Schule in Ganj Basoda im Bezirk Vidisha in Madhya Pradesh. Während der Prüfungen der 12. Klasse warfen sie Steine auf das Schulgebäude, beschädigten Fenster und Möbel und und versetzten die Schüler in Angst und Schrecken. Den Schulbehörden, Lehrern und Schülern, die sich zum Zeitpunkt des Angriffs im Gebäude aufhielten, gelang es, der Gewalt unversehrt zu entkommen.

Der Grund für die Gewalttaten war die angebliche religiöse Konversion von acht hinduistischen Schülern, die angeblich vom Schulpersonal gefördert wurde. Die Anschuldigungen werden von den Schulbehörden entschieden zurückgewiesen. Bruder Antony Pynumkal, Direktor der Schule, die von den Malabar Missionary Brothers (MMB) in der syro-malabarischen Diözese Sagar betrieben wird, erklärte gegenüber Fides, dass die angebliche Bekehrung ein „Vorwand“ sei der „falsch ist“ und „jeglicher Grundlage“ entbehre. Er berichtet, dass er am Tag vor den jüngsten Ereignissen durch die lokalen Medien von der bevorstehenden Organisation der Razzia erfahren hatte. Bruder Pynumkal informierte daraufhin umgehend die Polizei, die jedoch keine Sicherheitsmaßnahmen ergriff, um die Schule zu schützen und die Gewalt zu verhindern.

Pfarrer Sabu Puthenpurackal, ein Priester, der in der Diözese Sagar für die Medienarbeit zuständig ist erklärt zu den Hintergründen der Tat: „Die nahe gelegene Kirche St. Joseph in Ganj Basoda hatte am 31. Oktober die Erstkommunion einiger katholischer Kinder der Gemeinde organisiert. Ein Gruppenfoto der Kinder zusammen mit Bischof James Athikalam und Pfarrer Pater Jose Lee Cyrakkove wurde am 5. November im monatlichen Mitteilungsblatt der Diözese „Sagar Voice“ veröffentlicht. Dieses Foto wurde von den Betreibern des YouTube-Kanals ‚Aayudh‘ fälschlicherweise als Bekehrung von hinduistischen Kindern interpretiert, was militante Hindu-Gruppen zu Aktionen gegen Christen angestachelt hat“. In den letzten Tagen hatten sich die Kirchenbehörden deshalb auch an die Polizei gewandt, um christliche Einrichtungen in Ganj Basoda zu schützen. Diese konnten die Gewalt jedoch nicht verhindern. Unterdessen teilt die Polizei mit, dass die Ermittlungen wegen Vandalismus im Gange sind.

Die 2009 gegründete Schule nimmt Schüler in der Stadt Ganj Basoda auf, die etwa 105 km nordwestlich von Bhopal, der Hauptstadt des Bundesstaates, liegt. Sie wird von 1.500 Schüler aller Religionen und Kulturen besucht, von denen weniger als ein Prozent Christen sind. (Quelle: Fidesdienst, Bild: KIRCHE IN NOT, Symbolfoto)

Am 23.5. griffen die Soldaten der birmanischen Armee das 7 km von Loikaw, der Hauptstadt des Bundesstaates Kayah, entfernte Dorf Kayan Tharyar mit Artilleriegeschossen an, um dort gegen mutmaßliche Rebellengruppen vorzugehen. Eine der Mörsergranaten traf die katholische Kirche des Dorfes und tötete mindestens zwei Frauen und verwundete mehrere andere Vertriebene, die dort Zuflucht gesucht hatten. Dies berichteten die Jesuiten in Myanmar. Die Bewohner des Dorfes Kayan Tharyar glaubten, dass die Pfarrkirche ein „Ort sein würde, an dem die Vertriebenen eine sichere Zuflucht finden“, schreiben die Jesuiten.

Auch die Herz-Jesu-Kathedrale von Pekhon (etwa fünfzehn Kilometer von Loikaw entfernt) wurde durch Artilleriegeschosse beschädigt. Die Jesuiten verurteilen diese „abscheulichen Verbrechen auf das Schärfste“ und fordern, dass „das birmanische Militär zur Rechenschaft gezogen wird“. Das Militär so die Ordensleute müsse die Angriffe auf Zivilisten und Kirchen sofort stoppen. Die Bomben haben die Gebäude in Schutt und Asche gelegt, mit Bildern, die an einen Kriegsschauplatz erinnern.
Der Bundesstaat Kayah, in dem 75% der Einwohner ethnischen Minderheiten angehören, ist der birmanische Bundesstaat mit dem höchsten Anteil an Christen. In der Region kamen Ende des 19. Jahrhunderts die ersten Missionare des Päpstlichen Instituts für Auslandsmissionen (PIME) an. Heute gibt es über 90.000 Katholiken der Kayah, fast ein Drittel der 355.000 Einwohner des Staates.

Unterdessen steigt das Ausmaß der Gewalt in Myanmar, nachdem Militärputsches am vergangenen 1. Februar, dem ein breiter Protest der Bevölkerung folgte. Bis zum 23. Mai sind mindestens 818 Opfer zu beklagen sind. Der in Italien lebende birmanischer Priester der Missionare der Nächstenliebe, Pfarrer Maurice Moe Haung erklärt gegenüber Fides: „Heute wird die Aufgabe der katholischen Gläubigen in Myanmar immer schwieriger. Viele wehrlose unschuldige Menschen erleben eine beispiellose Tragödie, und die Menschen versuchen sich mit handwerklichen Waffen zu schützen. Es gibt einen unverhältnismäßigen Einsatz von Waffengewalt, der die Spirale der Gewalt nährt. Heute schließen wir uns deshalb dem Papst an, um noch einmal ein Ende der Gewalt zu fordern“.

Unterdessen löste die Militär-Junta e die Nationale Liga für Demokratie (NLD) wegen Wahlbetrugs auf und teilte mit, man werde gegen die „Verräter“ vorgehen, die die Wahl im November manipuliert haben, aus der die Partei von Aung San Suu Kyi als Sieger hervorgegangen war. (Quelle: Fidesdienst)

Am 12. März fand in der Kathedrale von Ibagué unter dem Vorsitz von Erzbischof Orlando Roa Barbosa eine Sühneliturgie statt, nachdem das Gotteshaus in den vergangenen Tagen durch vandalistische Aktionen entweiht worden war. Anlässlich des Internationalen Frauentags am 8. März drang eine Gruppe feministischer Aktivistinnen in die Kathedrale der Unbefleckten Empfängnis ein, während sich Gemeindemitglieder in der Kirche aufhielten und besprühtena die Wände der Kirche mit Schriften und Graffitis.

Nach dem Vorfall erinnerte der Erzbischof in einer öffentlichten Erklärung daran, dass die Kirhe „das weibliche Genie“ und die Rolle der Frau beim Aufbau der Kirche und der Gesellschaft wertschätze und fördere. Er verurteilte die vandalistischen Handlungen und versichert, dass die Kirche auch künftig nach dem Vorbild Jesu „für die Würde der Frauen eintreten und ihre wichtige Rolle im kirchlichen Leben anzuerkennen wird … um alles anzuprangern, was gegen Integrität, Wesen und Würde der Frauen verstößt“. „Die Kirche von Ibagué bedaueert den Vandalismus gegen ihre Kathedrale”, so der Erzbischof -, “gegen einen heiligen Ort, der für eine Begegnung mit Gott bestimmt ist“. (Quelle: Fidesdienst, Bild: adelmotrujillo@gmail/wikipedia)

Das katholische Gotteshaus wurde bereits zum dritten Mal Ziel eines Angriffs. Abtreibungsbefürworter haben in der Nacht auf den 3. März einen Farbanschlag auf die katholische Kirche St. Elisabeth in Berlin verübt. Sie schrieben „My body, my choice“ (Mein Körper, meine Wahl) auf die Fassade. Zusätzlich beschmierten sie die Außenwand mit roter Farbe. Die Kirche wurde damit bereits zum dritten Mal von Abtreibungsbefürwortern attackiert, erklärte Pfarrer Josef Wieneke auf der Internetseite der Kirchengemeinde. Ein erster Angriff habe im Januar 2020 stattgefunden. Auch hier sei die Fassade mit Farbe und einer „Pro-Abtreibungsparole“ beschmiert worden. Die Täter hätten damals auf der linksextremistischen Plattform indymedia.org als Begründung angegeben, dass sich „Abtreibungsgegner“ vor dem „Marsch für das Leben“ 2019 in den Räumlichkeiten der St. Elisabethgemeinde getroffen hätten. Die Pfarrei habe daraufhin einen Dialog angeboten, jedoch seien die Täter nicht auf dieses Angebot eingegangen. Stattdessen sei die Fassade anlässlich des Marsches für das Leben im September 2020 wieder mit einer Parole beschmiert worden. Weiter erklärte Wieneke, die Pfarrei sei traurig über den erneuten „Akt der Gewalt“. Man wolle für die Täter beten. Dennoch werde die Gemeinde weiterhin für den Schutz des ungeborenen Lebens eintreten. Dieser Einsatz sei für die Gemeindemitglieder ein Grundanliegen als Christen, sagte Wieneke gegenüber der Evangelischen Nachrichtenagentur IDEA. An der katholischen Kirche St. Elisabeth wirkte früher Clemens August Kardinal Graf von Galen (1878–1946), der während der Naziherrschaft öffentlich gegen die „Vernichtung lebensunwerten Lebens“ protestierte. Die St. Elisabethgemeinde gehört zur katholischen Pfarrei St. Matthias-Schöneberg. (Quelle: IDEA, Bild: Bodo Kubrak/wikipedia)

Die philippinischen Bischöfe verurteilen die jüngsten Verwüstungen zu denen es in katholischen Kirchen auf den Philippinen kam. Unbekannte Personen zerstörten am 21. Februar zwei Statuen am Eingang der Pfarrkirche des heiligen Pater Pio in der Stadt Legazpi in der Provinz Albay im südöstlichen Teil der Insel Luzon. Der Marienstatue am Eingang der Pfarrkirche wurde die rechte Hand abgeschlagen und die linke Hand der Statue eines Engels wurde ebenfalls mutwillig zerstört. Dies berichtete der Gemeindepfarrer Bob Bañares. Bischof Joel Baylon von Legazpi bezeichnete die Vorfälle als „unverantwortliche Handlungen“ und hoffte, dass „so etwas sich nicht wiederholen wird“.

In der vergangenen Woche wurden auch zwei Kapellen auf der philippinischen Insel Basilan im Süden der Philippinen verwüstet, wo ebenfalls einige Ikonen beschädigt wurden. Erzbischof Leo Dalmao von der Prälatur Isabela forderte die Katholiken auf, „die Unfälle nicht als Anlass zu Hass zu betrachten, sondern nach einer Möglichkeit zu suchen, Verständnis und Frieden zu fördern“. „Ich erinnere alle Gläubigen daran, wachsam zu sein und jede Gelegenheit zu vermeiden, dass diese Elemente Spaltung und Hass unter uns hervorrufen“, sagte er.

Die Katholikin Teresa Punzo sagte dazu, dass „diese drei jüngsten vandalistischen Handlungen bedauerlich sind. Wir alle sind aufgerufen, den Glauben des anderen zu respektieren und jegliche Provokation oder Gewalt zwischen Gläubigen verschiedener Religionen zu beenden“. (Quelle: Fidesdienst)

Die jordanische Regierung bedauert den Brandanschlag, der am vergangenen Freitag, dem 4. Dezember, auf die Kirche aller Nationen (lat. Basilica Agoniae Domini; auch Todesangstbasilika) im Garten Getsemani am Fuße des Ölbergs in Jerusalem verübt wurde. Botschafter Daifallah al Fayez, Sprecher des jordanischen Außenministeriums, verurteilte den Anschlag und forderte die israelischen Behörden als „Besatzungsmacht“ aufforderte, „ihre Verpflichtungen im Einklang mit dem internationalen Gesetz in Bezug auf den Schutz von Kultstätten einzuhalten“. In diesem Zusammenhang bekräftigte der Diplomat im Namen der jordanischen Regierung auch die Rolle des Monarchen als „Wächter“ der islamischen und christlichen heiligen Stätten in der Heiligen Stadt.

Am frühen Nachmittag des 4. Dezember, als die feierliche Amtseinführung des neuen Patriarchen des Lateinischen Patriarchen von Jerusalem, Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, in der nicht weit entfernten Grabesbasilika stattfand, wurde die Brandstiftung begangen. Es wurden Kirchenbänke anzünden, die zuerst mit brennbarer Flüssigkeit bestreut worden waren. Die israelische Polizei, die von den Franziskanern der Kustodie des Heiligen Landes, die für die Basilika verantwortlich sind, gerufen wurde, verhaftete den mutmaßlichen Täter in Jerusalem. Nach Angaben der israelischen Presse ist er Jude und lebt in Gilo, einer Siedlung, der in den letzten Jahren in den Palästinensischen Gebieten zwischen Jerusalem und Bethlehem gebaut wurde.

Am Sonntag, den 6. Dezember, um 10 Uhr morgens, leitete der Patriarch von Jerusalem, Pierbattista Pizzaballa, einen Gottesdienst in der Basilika der Nationen zur Wiedergutmachung nach der Schändung. (Quelle: Fidesdienst)

Eine Marienstatue und eine Statue der heiligen Mutter Teresa von Kalkutta, die in zwei Grotten außerhalb der Kirche des Heiligen Herzens in Morapai im Bundesstaat Westbengalen aufgestellt waren, wurden von Unbekannten verwüstet. Pfarrer Soosaiappan und dessen Stellvertreter Kaplan Gautam Naskar bemerkten die Tat am vergangenen 28. November um 6 Uhr morgens. Sie informierten den Dorfvorsteher und die örtliche Polizei.

„Die beiden Statuen sind zerbrochen“, berichtet Bischof Shyamal Bose von Baruipur, in dessen Bistum sich die Gemeinde befindet, nach einem Besuch vor Ort. „Die Behörden haben uns versichert, die Täter so schnell wie möglich festzunehmen und die Stauten zu ersetzen“, so der Bischof. Der Rat der indischen Christen (Gcic) äußert Besorgnis und Bestürzung über die zahlreichen Vorfälle antichristlicher Gewalt in verschiedenen Bundesstaaten Indiens, insbesondere in Stammesgebieten. Mit Blick auf Weihnachten hofft der Rat, dass „Frieden und Harmonie in der indischen Gesellschaft herrschen und dass Christus, der Friedensfürst, den indischen Gläubigen Frieden und Sicherheit bringen kann“.

Laut der Website „MapViolence“ des United Christian Forum (UCF), die Fälle von Gewalt gegen die christliche Gemeinden in Indien dokumentiert, werden die meisten Fälle von Gewalt in den Bundesstaaten Uttar Pradesh, Madhya Pradesh und Chhattisgarh registriert. Vom 1. September bis heute, 2. Dezember, werden landesweit 76 Episoden antichristlicher Gewalt an Menschen, Gegenständen oder Orten gemeldet. Im gesamten Jahr 2020 (Januar bis November) sind es 250.

Die Wurzel solcher Gewalt, erklärt das UCF, ist die Verbreitung falscher Nachrichten oder tendenziöser Propaganda: Es wird zum Beispiel behauptet, dass Christen versuchen, hinduistische Gläubige gegen Bezahlung zu bekehren. Solche Nachrichten, die in den sozialen Medien verbreitet werden, lösen heftige Reaktionen aus. „Indische Christen respektieren das Gesetz und stehen ihren Mitbürgern wohlwollend gegenüber“, bekräftigt das UCF. (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS/wikipedia)

In der im Stadtzentrum gelegenen Pfarrkirche La Asunción liegt Brandgeruch in der Luft und überall ist Asche. Vom Boden des Hauptschiffes aus kann man die Wolken sehen, die Decke ist völlig zerstört. Der Glockenturm, der bislang das Bild des Viertels prägte, fehlt ebenfalls. Die beiden Glocken fielen aus der Höhe, als der Turm einstürzte; die eine wurde zerstört, die andere konnte aus den Trümmern gerettet werden. Bänke und Altäre wurden bereits im Zuge der Proteste im vergangenen Jahr verbrannt und zerstört. Nach den Anschlägen im Jahr 2019 waren die Türen und die Glasfenster mit Messing beziehungsweise Schutzblech verkleidet worden, aber das reichte nicht aus.

Letzte Woche fand in der hundertjährigen Kirche ein Treffen statt, bei dem die Pläne für den Beginn der Arbeiten koordiniert und festgelegt werden sollte, am 8. November 2020 das Datum für den Beginn der Renovierungsarbeiten bekanntzugeben. Die alten Pläne der Kirche waren bereits vorhanden, sie waren von der Stadtverwaltung Santiago zur Verfügung gestellt worden, ebenso historische Studien und Baustudien.

Die Atmosphäre war angespannt. Während des ganzen Jahres 2020 wurden in und an der Kirche weiterhin immer wieder Drohungen an die Wände geritzt. „Aufgrund ihrer Lage, nur wenige Meter von der Piazza Baquedano entfernt, herrschte in der Gemeinde ein ständiges Gefühl der Unsicherheit, auch während der Quarantäne. Seit 2019 werden an den Wänden innen und außen Slogans gegen die Kirche und die Priester geritzt, etwa die Parole: ‚Wir wollen sie brennen sehen’“, so Maria de los Angeles Covarrubias, Präsidentin des Hilfswerks KIRCHE IN NOT in Chile, das aufgrund ihres Glaubens verfolgte oder notleidende Christen in aller Welt unterstützt.

„Eine durch Brandstiftung zerstörte Kirche zu sehen, tut in der Seele weh“, fügt Covarrubias hinzu. „Es zeigt, wie tief unsere Gesellschaft zerrissen ist. kleine Gruppen haben das Gefühl, im Besitz der Wahrheit zu sein und deshalb das Recht zu haben, Orte zu zerstören, die den Glauben einer Gemeinschaft repräsentieren, und diese Zerstörung zu feiern. Die Unvernunft und der Hass, die wir gesehen haben, sind ein Angriff auf ein grundlegendes Menschenrecht, die Religionsfreiheit. Gewalt hat in einer Gesellschaft, die sich selbst als demokratisch bezeichnet, keinen Platz.“

Der Pfarrer der Kirche, Pedro Narbona, berichtet, dass er immer noch erschüttert sei von der „rauschhaften Feier, als am Sonntag der Turm des Gotteshauses fiel. Ich erinnerte mich dabei daran, wie im November 2019 die Statue der Muttergottes an der Vorderseite der Kirche enthauptet wurde. Es schmerzt mich, dass die Gemeinde nun keinen Ort mehr hat, an dem sie sich treffen kann. Der kleine Raum, den wir dafür genutzt haben, wurde völlig verwüstet. Die Kirche hier hat eine lebendige Geschichte, die über ihre Mauern hinausgeht. Es ist die Gottesbeziehung vieler Menschen, die zum Beten kamen, die hier ihre Kinder tauften, hier heirateten, und sich von ihren Toten verabschiedeten.“

Die Direktorin von KIRCHE IN NOT Chile, Magdalena Lira, erklärt, dass „sich seit dem ersten gewaltsamen Angriff am 8. November 2019 Pfarrer Pedro Narbona und KIRCHE IN NOT zusammengetan haben, um Geld für die Restaurierung der Kirche zu sammeln. Wir arbeiteten mit einem Team von Fachleuten an der Feinabstimmung des Projekts. Am 8. November, ein Jahr nach dem ersten Angriff, wollte der Pfarrer den Beginn der Arbeiten bekannt geben. Unsere Pläne wurden zunichte gemacht.“

Zum Projekt gehörte der Ersatz des Kirchenmobiliars (Altar, Kirchenbänke, Heiligenbilder), das Ende 2019 verbrannt, zerstört und für Barrikaden verwendet wurde. „Außerdem sollten Beleuchtung, Malereien sowie die Wand- und Deckenverkleidungen wiederhergestellt werden. Besonders wichtig waren die Sicherheitsmaßnahmen für die ganze Fassade, insbesondere für die vier Türen und die Fenster“, so Lira.

Trotz der beunruhigenden Lage soll die Kirche gerettet und die Kraft dazu auch aus der gegenwärtigen Niedergeschlagenheit geschöpft werden. Wenigstens stehen die Längswände noch – allerdings ist noch nichts Genaues über ihren Zustand bekannt. „Die Gläubigen brauchen einen würdigen Ort, um sich mit Gott zu treffen, die Sakramente zu feiern und sich zu versammeln. Es geht nicht nur um Bauten, die teilweise denkmalgeschützt sind. Diese Gebäude bewahren die Geschichte einer Gemeinschaft“, berichtet Covarrubias. Nach dem Erdbeben 2010 errichtete KIRCHE IN NOT Chile 45 Notkapellen, und restaurierte neun chilenische Kirchen, die durch die Erdbeben 2005 und 2010 beschädigt worden waren. „Aber vor einigen Jahren konnten wir uns nicht vorstellen, dass wir Kirchen in Chile aufgrund von Intoleranz würden brennen sehen“, so Covarrubias.

Der Dekan der Architektur-Fakultät an der UDD („Universidad del Desarrollo“) Pablo Allard hat eine persönliche Beziehung zur Kirche: Seine Mutter Angélica Serrano hatte ihr ein von ihr selbst gemaltes Bild geschenkt. „Meiner Meinung nach sind Kirchen über die Konfession hinaus Werke, die von der Kraft des Glaubensgeheimnisses und von der Suche der Menschen nach Transzendenz jenseits des Materiellen zeugen. Sie sind im Wesentlichen Orte der Gemeinschaft. Sie bringen nicht nur die Liturgie des Wortes zu den Gläubigen. Sie sind auch Brennpunkte der Hilfe und Unterstützung für die Schwächsten sowie Teil unseres materiellen und immateriellen Erbes. Trotz knapper Mittel sollte meines Erachtens der Wiederaufbau dieser Kirchen als ein Werk der Wiedergutmachung und des Engagements für den sozialen Frieden betrachtet werden“, so der Architekt und Stadtplaner.

Der renommierte Fotograf und Dokumentarfilmer Pablo Valenzuela Vaillant war am Sonntag vor Ort, um die Brände zu fotografieren. Gestern besuchte er die Ruinen der beiden Kirchen. Er war sehr berührt. „Nach dem Beginn der sozialen Unruhen begann ich, mich als Fotograf auf die Plaza Italia und ihre Umgebung zu konzentrierten. Es ist eine urbane Aufzeichnung der Gegend geworden mit Fotos, die zu verschiedenen Zeitpunkten aufgenommen wurden“, erklärt er. „Diese beiden brennenden Kirchen zu sehen und zu fotografieren, veranlasst mich zu einem Appell über politische oder sonstige Grenzen hinweg: Wir sollen uns vereinen und unser Natur- und Kulturerbe zum Wohle der gegenwärtigen und künftiger Generationen bewahren.“ (Quelle: El Mercurio)

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