
34 Schwestern aus dreizehn verschiedenen Gemeinschaften kümmern sich in der Diözese Holguin um alte und kranke Menschen, begleiten Familien, trösten Einsame und Trauernde und bringen allen die Frohe Botschaft.
Bischof Emilio Aranguren Echeverria ist dankbar für den wertvollen und unverzichtbaren Dienst dieser Ordensfrauen. Er nennt sie „ein Zeichen der Hoffnung“ und berichtet, dass die Schwestern von allen Bürgern geschätzt werden.
In der Tat ist Hoffnung das, was die Menschen in Kuba am dringendsten benötigen. Denn viele sind resigniert und sehen keine Zukunft. Mitten in einer schweren Wirtschaftskrise wissen viele nicht mehr weiter. Es fehlt an allem, und der Alltag ist ein einziger Kampf ums Überleben. Viele Menschen wissen zudem kaum noch etwas vom Evangelium.

Die liebevolle Fürsorge der Schwestern wird also dringend gebraucht. Aber auch sie sind von der Krise schwer betroffen, so dass sie Schwierigkeiten haben, die Kosten für Energie, Treibstoff, Lebensmittel, medizinische Versorgung und andere lebensnotwendige Dinge zu decken. Dank Ihrer Hilfe kamen 16.000 Euro zusammen, die es den Ordensfrauen ermöglicht haben, auch in diesem Jahr wieder „Zeichen der Hoffnung“ zu sein. Es ist ein wertvoller Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt.
Im Namen aller Ordensschwestern schreiben uns die Schwestern der Kongregation „Maria und Martha“: „Wir sind überaus dankbar für Ihre Unterstützung, insbesondere deshalb, weil Sie uns nicht nur materiell, sondern auch spirituell helfen. Entfernung und Zeit spielen keine Rolle, denn es ist die Liebe, die unsere Seelen verbindet. Wir versprechen Ihnen, Ihnen das Gute, das Sie uns tun, durch unsere Gebete zurückzugeben. Wir empfehlen Sie dem Schutzmantel Mariens an. Bitte fühlen Sie sich jetzt und für immer als Teil unserer geistlichen Familie. Es gibt keine Worte, um unsere Dankbarkeit auszudrücken. Möge der Herr Sie immer segnen und Ihnen reiche Gnaden gewähren.“
Ein von KIRCHE IN NOT unterstütztes Projekt soll 150 Priester zu „Beauftragten der Versöhnung, der Heilung, des sozialen Wandels und des nationalen Zusammenhalts“ ausbilden.
Pfarrer Peter Konteh lag im Bett und schlief, als ihn die ersten Explosionen weckten. Er sprang auf und rief dem anderen Priester im Haus zu, er solle aufstehen und weglaufen. „Die Rebellen kommen von Osten“, schrie er, „wir müssen fliehen!“
„Ich schrie voller Angst, aber der andere Priester meinte, ich solle mich beruhigen, ich sei nicht mehr in Sierra Leone, sondern in den USA. Das, was ich hörte, sei das Feuerwerk anlässlich der Feierlichkeiten zum 4. Juli. Da wurde mir klar, dass auch ich traumatisiert war“, erinnerte sich Pfarrer Konteh bei einem Besuch in der Zentrale von KIRCHE IN NOT International (ACN).
Pfarrer Konteh, derzeit unter anderem Präsident der Bruderschaft der Katholischen Priester von Sierra Leone, war zu jener Zeit in New York und setzte sich bei den Vereinten Nationen für eine Intervention im Bürgerkrieg ein, der in seinem Land herrschte. Im Gegensatz zu vielen anderen Kriegen in Afrika ging es in diesem nicht um Religion, Ideologie oder Volkszugehörigkeit, sondern es war ein „sehr sinnloser Krieg, getrieben von Gier“. Bewaffnete Rebellen versuchten, wertvolle natürliche Ressourcen, darunter Diamantenminen, zu erobern.

Der Krieg (1991-2002) begann in einer Zeit großen Aufruhrs. Wenige Monate nach Beginn des Konflikts war die Bevölkerung zu einem Referendum aufgefordert worden. Eine große Mehrheit stimmte dafür, die Verfassung zu ändern und eine Mehrparteiendemokratie zu verankern. „Die Bevölkerung zog es vor, Wahlen vor dem Frieden abzuhalten, sodass nach den Wahlen eine neue Regierung mit den Rebellen verhandeln konnte.“
Leider entwickelten sich die Dinge nicht plangemäß. Um die zivile Bevölkerung am Wählen zu hindern, gingen die Rebellen dazu über, Menschen die Hände abzuhacken, und noch bevor Wahlen abgehalten werden konnten, ergriff die Armee die Macht durch einen Staatsstreich. Während des elf Jahre andauernden Konflikts wurden Zehntausende getötet, unzählige andere vergewaltigt, verstümmelt oder – sogar als Kinder – gezwungen, ihren Landsleuten derartige Gräueltaten anzutun.
„Da war ein Bettler, der immer vor der Tür der Kathedrale saß und um Geld bat. Er hatte keine Hände, denn er war während des Krieges verstümmelt worden. Eines Tages wollte ihm ein gut gekleideter Mann etwas Geld geben, aber er wollte es nicht annehmen und verursachte einen Tumult. Ich kam nach draußen und sah nach, was los war, und der Bettler sagte mir, dass der Mann derjenige gewesen sei, der ihm die Hände abgehackt hatte“, erinnerte sich Pfarrer Konteh.
Der Priester nahm die beiden mit in sein Büro und der arme Mann machte seinem Zorn Luft: „Ich habe früher nie gebettelt, sondern mit meinen Händen gearbeitet. Aber jetzt kann ich nicht mal mehr allein auf die Toilette gehen. Verstehst du, in was für eine erniedrigende Situation du mich gebracht hast?“, fragte er seinen damaligen Angreifer, der inzwischen ebenfalls weinte.

„Nach acht Sitzungen mit mir sagte der Bettler schließlich, dass er dem Mann, der ihm die Hände abgehackt hatte, verziehen habe. Doch das genügte dem ehemaligen Rebellen nicht. Er wollte wissen, was er tun könne, um seine Verbrechen wiedergutzumachen. Er sagte: ‚Ich erinnere mich, dass er mich wirklich angefleht hat, ihm nicht die Hände abzuhacken. Aber wir standen alle unter Drogen und ich habe es doch getan.‘“
„Sie sehen: Sogar die Angreifer sind traumatisiert“, erklärte der Priester gegenüber KIRCHE IN NOT. „Damals haben sie vielleicht brutal gehandelt, aber so etwas ist zermürbend und man braucht selbst Heilung.“
Im Krieg und in späteren Krisen, wie der Ebola-Epidemie von 2014, wurde die Kirche „die Stimme derer ohne Stimme“ und eine furchtlose Fürsprecherin für Opfer aus allen sozialen und religiösen Gruppen, erklärte der Priester. „Die Kirche wurde zu einem Knotenpunkt für soziale Hilfsleistungen, sogar Muslime kamen damals zur Kirche. Wir hatten viele Konversionen, weil die Menschen der Kirche vertrauten. Wir gaben ihnen nicht nur Brot zu essen, sondern konnten auch für sie eintreten.“
In Sierra Leone waren die Beziehungen zwischen den Religionen bereits vorher vorbildlich. 40 Prozent der Priester sind ehemalige Muslime, viele von ihnen konvertierten, als sie in eine christliche Schule gingen. „Wir haben eine Kommission für Gerechtigkeit und Frieden und oft werden wir gerufen, um Streitigkeiten zwischen Muslimen in ihren Moscheen zu schlichten. Einige unserer afrikanischen Nachbarn finden das seltsam, weil ihrer Meinung nach Christen eine Moschee nicht betreten sollten, aber in Sierra Leone ist das normal“, bekräftigte Pfarrer Konteh.
Jetzt hat die Kirche den Entschluss gefasst, das Thema der Traumabewältigung anzugehen. Mithilfe von KIRCHE IN NOT nehmen 150 Priester an einem Schulungsprogramm teil, mit dem Ziel, „Beauftragte der Versöhnung, der Heilung, des sozialen Wandels und des nationalen Zusammenhalts“ zu werden.
Die Bruderschaft Katholischer Priester arbeitet mit Experten der Universität Boston in den USA zusammen. Gemeinsam entwickeln sie Schulungsunterlagen, die dann in Lehrveranstaltungen mit Priestern, Ordensleuten und Laien eingesetzt werden sollen. Auf diese Weise, so Pfarrer Konteh, hofft die Kirche, weiterhin ein Leuchtfeuer der Hoffnung für eine Nation sein, die noch immer tiefe Wunden zu heilen versucht.

Die Pfarre von Koilamati liegt im Bundesstaat Assam im Nordosten Indiens. Die ca. 20.000 Einwohner gehören ethnischen Minderheiten an, vor allem dem Stamm der Karbi. Sie leben in kleinen Ansiedlungen in mit Stroh gedeckten Bambushütten.
Die Einwohner sind mehrheitlich Kleinbauern oder stellen traditionelle Holzschnitzereien oder Textilien für den Verkauf her. Die Lebensumstände sind karg, die meisten Familien essen nur zweimal am Tag etwas Reis mit Gemüse. Die Kindersterblichkeit ist hoch, Krankheiten wie die Malaria sind weit verbreitet.
Seit 2009 wird die Pfarre von Karmelitenpatres betreut. Derzeit sind drei Priester dort tätig. In 16 der 50 Dörfer auf dem Territorium der Pfarre leben Katholiken. Die Patres müssen nicht nur an Sonn- und Feiertagen, sondern auch an Werktagen abwechselnd in diese Dörfer gehen, um die Sakramente zu spenden, Kranke und Sterbende zu besuchen und den Menschen zur Seite zu stehen. Die Wege aber sind weit und gefährlich, denn das Gebiet ist bergig und mit Urwald bedeckt. Begegnungen mit Elefanten, Tigern, Nashörnern und anderen wilden Tieren sind eine große Gefahr. Zudem sind die Wege sehr schlecht, und manche der Ortschaften liegen hoch in den Bergen.

Die Patres brauchten dringend Hilfe, denn bislang hatten sie kein geeignetes Fahrzeug, und so war ihre Arbeit mehr als beschwerlich. Früher standen ihnen für ihre Pastoralbesuche zwei Motorräder zur Verfügung, diese waren aber durch die jahrelange Beanspruchung komplett abgenutzt und beschädigt. Sie wurden immer wieder repariert, aber inzwischen war die Grenze des Möglichen erreicht.
Pater Xavier Jayaraj, der Provinzobere der Karmeliten, hatte uns daher um Hilfe gebeten. Dank Ihrer Hilfe konnten die Patres nun zwei Motorräder anschaffen. Mit 1.090 Euro haben Sie dazu beigetragen. Pater Xavier schreibt: „Nur ein starkes Motorrad ist diesen steinigen unbefestigten Straßen gewachsen. Nun können unsere Mitbrüder diese schwierigen Wege bewältigen, die sie zu den Menschen bringen, die Gott ihrer Hirtensorge anvertraut hat. Danke für Ihre Liebe und dafür, dass Sie unsere Schwierigkeiten verstehen und unsere Bitte erfüllt haben. Dadurch wurde das Apostolat der Patres in Koilami bedeutend vereinfacht. Nun können sie schneller in den Dörfern ankommen und können mehr Zeit und Kraft dafür einsetzen, den Menschen zu dienen. Möge Gott Sie alle für Ihre Liebe und Ihre Fürsorge uns gegenüber segnen!“
KIRCHE IN NOT ermöglicht in diesem Jahr Ferienfreizeiten für rund 100 000 Kinder weltweit. Das Angebot richtet sich vor allem an Kinder und Jugendliche aus armen oder von Kriegen betroffenen Regionen. Allein in Libanon nehmen 43 000 Kinder an Feriencamps und anderen Aktivitäten teil, in Syrien sind es knapp 26 000.
Auch im Heiligen Land finden trotz des anhaltenden Krieges wieder Sommercamps statt. 350 arabischsprachigen und 100 hebräischsprachigen jungen Christen werden einige Tage der Entspannung und Freude ermöglicht. Auch in der Ukraine können in wieder mehr als 6000 Jugendliche an verschiedenen Ferienfreizeiten teilnehmen – weit entfernt von den täglichen Tragödien des Krieges.

Im Mittelpunkt der Ferienlager stehen nicht nur Spaß, Spiel und Erholung, sondern auch das gemeinsame Gebet und Glaubensthemen. „Viele Kinder und Jugendliche wachsen in einem Umfeld auf, das von Gewalt und Hass geprägt ist“, sagte der Leiter der Projektabteilung von KIRCHE IN NOT, Marco Mencaglia. „Die Möglichkeit, einige Tage der Ruhe zu verbringen und gemeinsam in Freude den Glauben zu leben, ist für viele die einzige Chance, Hoffnung zu schöpfen und seelische Wunden zu heilen.“
Seit vielen Jahren hilft KIRCHE IN NOT lokalen Diözesen und christlichen Organisationen bei der Planung und Durchführung von Jugendcamps. Neben den bereits genannten Ländern finden auch Sommerprogramme für Kinder und Jugendliche in Ägypten, Armenien, Belarus, Bulgarien, Georgien, Ghana, Indien, Kasachstan, Usbekistan und Venezuela statt.
„Die Raketen flogen einen Tag nach Beginn unseres Camps über uns hinweg“, berichtet der Priester Louis Salman aus dem Westjordanland. Er arbeitet für die christliche Jugendseelsorge „Youth of the Homeland of Jesus (YJH), die für eine Jugend, die in der Heimat Jesu inmitten von Konflikten und Krieg aufwächst, immens wichtig ist.
Ausgerechnet während der Zeit der israelisch-iranischen Raketenangriffe im Juni leitete Louis Salman ein Sommerlager im Westjordanland, das von KIRCHE IN NOT unterstützt worden war. „Natürlich hatten die Kinder Angst, und die Eltern riefen uns an und wollten die Kinder nach Hause holen“, schildert er im Gespräch mit dem Hilfswerk. „Aber wir konnten sie überzeugen, dass die Kinder bleiben sollten.“
Letztlich sei es die richtige Entscheidung gewesen. „Wir erhielten 10 bis 15 Minuten vor jedem Angriff Nachrichten über das Mobilfunknetz. Wir versammelten dann alle in einem Raum und schufen eine festliche Atmosphäre oder sprachen mit den Kindern und Jugendlichen über Jesus, damit sie die Raketen nicht sahen.“ Diese erfahrene Gemeinschaft habe dazu beigetragen, dass sie keine Angst hatten. „Aber trotzdem war es eine sehr seltsame Erfahrung“, gesteht der junge Priester.

Jedes Jahr organisiert das Lateinische Patriarchat von Jerusalem Sommerlager für junge Christen in Israel und den Palästinensischen Gebieten. In diesem Jahr haben mehr als 600 Kinder und junge Erwachsene unterschiedlichen Alters teilgenommen.
Neben Spaß, Gemeinschaft und Freizeit ist auch Glaubensbildung ein wichtiger Teil in den Camps. Wegen der anhaltenden Konflikte im Nahen Osten haben sie an Bedeutung gewonnen; sie sind willkommene „Atempausen“ für die jungen Christen. „Sie können dort Freiheit atmen“, sagt Louis Salman. „Zu Hause können sie wegen der Kontrollen und Kontrollpunkte ihre Freunde nicht besuchen. Deshalb ist die Erfahrung im Camp so wertvoll.“
Eine andere Wirklichkeit erleben junge hebräischsprachige Katholiken in Israel. Auch für sie organisiert das Lateinische Patriarchat Sommercamps. Monika Faes, Pastoralreferentin im Vikariat St. Jakob von Jerusalem, berichtet, dass die meisten Kinder, die dort an den Sommerlagern teilnehmen, Migranten ohne Papiere seien. Durch die ständige Angst vor der Abschiebung und tagelangen Aufenthalten in Luftschutzbunkern seien viele von ihnen traumatisiert. Daher seien die Sommercamps eine Chance für sie, „einfach wieder Kind zu sein“.

Die Katechese, die sonst in den Gemeinden stattfindet, wird auch in den Camps fortgesetzt. „Einige haben uns erzählt, wie wichtig es für sie gewesen sei, diese Momente der Verbindung mit Gott zu erleben und dass das Seelsorgeteam und Priester da waren“ erläutert Faes. „Die Teilnahme am Camp gibt ihnen Kraft, mit Jesus zu gehen.“
Dieses Gefühl sei wichtig, denn die jungen Christen gehörten Minderheiten an: zum einen weil sie keine Papiere besitzen und das Gefühl hätten, nicht dazuzugehören, zum anderen weil sie Christen sind. Nur rund 1,5 Prozent der Einwohner im Heiligen Land sind Christen.
Ohne die finanzielle Unterstützung von KIRCHE IN NOT könnten solche Sommercamps für junge Christen in Israel und den Palästinensischen Gebieten nicht stattfinden. Monika Faes sagt: „Die Eltern arbeiten hart, aber sie können die gesamten Kosten für die Teilnahme an den Camps nicht aufbringen, sodass die zusätzlichen Kosten immer vom Patriarchat übernommen werden müssen. Da wir ein sehr kleines Vikariat sind, sind wir KIRCHE IN NOT sehr dankbar. Diese Hilfe ist lebenswichtig.“
Das Benediktinerinnen Sainte Agathe wurde im Mai 2005 in dem Dorf Lolo in der Diözese Moundou im Süden des Tschad gegründet. Es ist das erste kontemplative Kloster in mehrheitlich muslimischen zentralafrikanischen Land.
Die ersten Benediktinerinnen, die aus der Demokratischen Republik in den Tschad kamen, empfanden es als eine Gnade, an dem „Abenteuer“ dieser Gründung teilnehmen zu dürfen. Die einheimische Bevölkerung erhoffte sich viel von der Klostergründung, auch wenn die meisten von ihnen wenig über das monastische Leben wussten. Die jungen Schwestern, die dorthin kamen, waren von der Mission, die ihnen übertragen worden war, beseelt und machten sich mutig und voller Elan daran, sie zu erfüllen. In Lolo gab es nichts: keine Schule, kein fließendes Wasser, kein Krankenhaus und die meisten Menschen konnten nicht lesen und schreiben.
Inzwischen haben die sechs Benediktinerinnen, die in dem Kloster leben, ein geistliches Zentrum, einen Kindergarten und eine Grundschule eingerichtet. Außerdem setzen sie sich für die Alphabetisierung von Frauen und die Berufsausbildung von jungen Mädchen ein, die bis heute oft früh zu einer Eheschließung gezwungen werden. Für die Frauen und Mädchen ist die Anwesenheit der Schwestern eine große Hilfe.

Aber der Tschad ist eines der ärmsten Länder der Erde, und für das Kloster war es schwierig, sich wirtschaftlich selbst zu unterhalten. Schwester Victorine, die Priorin, hatte uns geschrieben: „Die wenigen Mittel, die wir von außen erhalten, reichen nicht aus, und wir haben Schwierigkeiten, den Grundbedarf des Klosters zu decken und z.B. für das Essen, die medizinische Versorgung im Krankheitsfall und die Kleidung aufzukommen, aber auch die geistlichen Bedürfnisse zu decken wie die Ausbildung junger Schwestern, Exerzitien und Einkehrtage.“
Daher haben unsere Wohltäter den Benediktinerinnen geholfen, eine Landwirtschaft aufzubauen. 8.560 Euro kamen zusammen. Dafür konnten landwirtschaftliche Geräte, Saatgut sowie zwei Kühe angeschafft werden. Die Schwester bauen auf sechs Hektar Erdnüsse an, die sie verkaufen, sowie insgesamt auf zwei Hektar Hirse und Sesam größtenteils für den Eigenbedarf. Einen Teil des Erlöses investieren sie wiederum in den Ausbau der Landwirtschaft, damit dieses Projekt weiterläuft.
Schwester Myriam stammt ursprünglich aus der Demokratischen Republik Kongo. Sie sagt: „Ich bin für meine erste missionarische Erfahrung im Tschad. Die Gemeinschaft hier ist jung, was bedeutet, dass wir viel arbeiten müssen, vor allem mit unseren Händen, um unsere Lebensbedingungen zu verbessern und auch, um der lokalen Gemeinschaft durch soziale Maßnahmen wie Bildung, Zugang zu sauberem Wasser und Gesundheit zu nützen. Deshalb möchte ich KIRCHE IN NOT meine Dankbarkeit für diese wichtige Unterstützung ausdrücken. Ich lernte, die Zugtiere zu führen, um die Felder zu pflügen, und wie man Hirse anbaut.“
Allen, die den Schwestern geholfen haben, selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen zu können, herzlichen Dank!

Das Vikariat erstreckt sich über eine Fläche von 10.000 Quadratkilometern und ist größtenteils von tropischem Regenwald bedeckt. Es gibt nur wenige Straßen. Die meisten Orte sind nur auf dem Wasserweg erreichbar. 19 Priester betreuen hier ca. 150.000 Gläubige.
Der Bischof hatte uns dringend um Hilfe gebeten, um zwei Außenbootmotoren für das alte Boot anschaffen zu können, das ihm als einziges Fortbewegungsmittel für seine Pastoralbesuche dient. Unsere Wohltäter haben 27.085 Euro dafür gespendet. Dadurch wurde die pastorale Arbeit in dem Vikariat wesentlich vereinfacht. „Dank Ihrer Hilfe konnten wir dieses Boot einweihen, und es wird uns sehr nützlich sein, um allen Menschen in diesem Gebiet das Evangelium zu bringen.“
Herzlichen Dank allen, die geholfen haben!
KIRCHE IN NOT (ACN) hat seinen Jahresbericht 2024 vorgelegt, der einmal mehr die Großzügigkeit der Wohltäter auf der ganzen Welt widerspiegelt, wenn es darum geht, den leidenden Christen und der Kirche in Not zu helfen. Die Ukraine, der Libanon und Indien waren die Länder, die im Jahr 2024 die meiste Hilfe erhielten, Afrika war der meistunterstützte Kontinent.
Das weltweite päpstliche Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) erhielt im Jahr 2024 insgesamt 139,3 Millionen Euro an Spenden und Erbschaften – ein Zeichen des fortwährenden Vertrauens und der Großzügigkeit ihrer Wohltäter weltweit. Mit diesem Betrag und weiteren 2,2 Millionen Euro an Rücklagen aus den Vorjahren finanzierte es Aktivitäten im Wert von 141,5 Millionen Euro.
„Die materielle Not vieler Christen weltweit wird durch Krieg oder Konflikte verschlimmert und dadurch existentiell, zudem leiden viele Millionen Christen unter Verfolgung. Umso ermutigender ist es, dass unsere Wohltäter in Österreich mit Gebet und Spenden so großherzig und selbstlos an der Seite unserer Glaubensgeschwister stehen”, so Tobias Pechmann, Nationaldirektor von KIRCHE IN NOT – Österreich. „Trotz dieser oft lebensbedrohenden Not hören wir viele ermutigende Zeugnisse, dass der Glaube dort, wo er bedroht wird, wächst und lebendigt ist.“

Die Großzügigkeit der fast 360 000 Wohltäter des Hilfswerks, unter anderem in den 23 Ländern, in denen KIRCHE IN NOT nationale Büros unterhält, ermöglichte es, 5335 Projekte in 137 Ländern umzusetzen. Dank ihnen kann KIRCHE IN NOT auch weiterhin ohne staatliche Unterstützung seiner Mission nachkommen und somit seine Unabhängigkeit bewahren.
In einer Botschaft an die Wohltäter sagt die internationale geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT, Regina Lynch: „Dank Ihrer Großzügigkeit konnte KIRCHE IN NOT Hunderttausenden unserer Glaubensgeschwister, die täglich mit Herausforderungen wie Verfolgung, Krieg oder bitterer Armut konfrontiert sind, Hoffnung schenken. Obwohl viele von Ihnen selbst durch Schwierigkeiten gehen, sind Sie dem Ruf Gottes gefolgt, anderen Hoffnung zu bringen.“
79,8 Prozent der oben genannten Mittel flossen in missionsbezogene Aufwendungen. Davon gingen 84,7 Prozent an Hilfsprojekte, sodass KIRCHE IN NOT auf 5335 der 7296 Hilfsgesuche aus aller Welt positiv antworten konnte. Die restlichen 15,3 Prozent der missionsbezogenen Aufwendungen, das heißt 17,3 Millionen Euro, flossen in Aktivitäten im Zusammenhang mit Informationsarbeit, Glaubensverkündigung und der Verteidigung von verfolgten Christen. Dazu gehören die Veröffentlichung religiöser Literatur sowie Gebetskampagnen und die Vertretung der Rechte und Interessen verfolgter und leidender Christen. Die notwendigen Aufwendungen für Verwaltung lagen bei 7,5 Prozent der Gesamtausgaben, die für Werbung bei 12,7 Prozent.

Das Land, das 2024 die meisten Hilfsgelder von KIRCHE IN NOT erhielt, war zum dritten Mal in Folge die Ukraine (8,4 Millionen Euro). An zweiter Stelle folgte der Libanon (7,4 Millionen), dann Indien (6,7 Millionen).
„Die Ukraine war wieder das einzelne Land, das am stärksten von uns unterstützt wurde. Dort liegt der Fokus inzwischen auf der Begleitung traumatisierter Menschen. Wir sichern zudem weiterhin den Lebensunterhalt der Priester und Ordensleute, unterstützen die Ausbildung der Seminaristen und helfen durch Bereitstellung von Fahrzeugen und Heizungen“, so Lynch.
Auf regionaler Ebene war Afrika die Region, die die meiste Hilfe empfing. Mit 30,2 Prozent ging fast ein Drittel der Projektausgaben dorthin. Zu den Hauptempfängerländern der in Afrika durchgeführten Projekte gehörten Nigeria und Burkina Faso.
„Die Hilfe für Afrika war wieder der größte Posten unserer Projektausgaben, denn einerseits wächst die Kirche in Afrika stark und erfreut sich einer hohen Zahl an Priester und Ordensberufungen, andererseits leidet sie nicht nur unter Armut, sondern auch unter dem sich auf immer mehr Länder ausbreitenden dschihadistischen Terror. So hat sich allein unsere Hilfe für Burkina Faso innerhalb der letzten vier Jahre verdreifacht“, erklärt Lynch.
Weitere 18,7 % der Projektausgaben von KIRCHE IN NOT – die zweithöchste Unterstützung nach Regionen – flossen 2024 nach Asien und Ozeanien, insbesondere nach Indien, das nicht nur das einzelne Land ist, das 2024 die drittmeiste Hilfe erhielt, sondern auch das Land, in dem das Hilfswerk die meisten Studienstipendien und Messstipendien vergibt.
Der Nahe Osten erhielt mit 17,5 % der Hilfsgelder die dritthöchste Unterstützung, wobei der Libanon, Syrien und das Heilige Land nach der Eskalation der bewaffneten Konflikte die Hauptnutznießer waren.
Lateinamerika und Europa erhielten 16,8 % bzw. 15,9 % der gesamten Hilfe. Die restlichen 0,9 % gingen an andere Regionen.

KIRCHE IN NOT stellte im Jahr 2024 fast 1,85 Millionen Messstipendien für 42 252 Priester bereit, die höchste Zahl in der Geschichte von KIRCHE IN NOT. Statistisch gesehen bedeutet dies, dass jeder zehnte Priester weltweit Unterstützung von KIRCHE IN NOT erhielt und dass alle 17 Sekunden irgendwo auf der Welt eine Messe für die Anliegen der Wohltäter gefeiert wurde.
Im Jahr 2024 unterstützte KIRCHE IN NOT die Ausbildung von fast 10 000 Seminaristen. Jeder elfte angehende Priester der Welt erhielt 2024 eine Ausbildungshilfe des Hilfswerks, die Mehrheit davon in Afrika (5305), wo es die meisten Priesterberufungen gibt, sowie 1824 in Lateinamerika, 1752 in Asien und 1080 in Europa (davon mehr als 700 Seminaristen in der Ukraine).
Die Ausbildungshilfen für Priester, Ordensleute und Laien machten 28,2 Prozent der gesamten Hilfe aus, Mess-Stipendien für Priester und Existenzhilfen für Schwestern insgesamt 23,9 Prozent.
Aufgrund der hohen Kosten der Einzelprojekte lagen Bauhilfen mit etwas weniger als einem Viertel der Hilfe (23,6 Prozent) wieder einmal an erster Stelle. Im Jahr 2024 wurden etwas mehr als 750 Bauprojekte
durchgeführt.
10,5 Prozent der Hilfe von KIRCHE IN NOT floss in die Beschaffung von 1141 Transportmitteln, darunter 474 Autos, 388 Fahrräder, 264 Motorräder, drei Busse, elf Boote und ein Lkw.
Die Nothilfe machte rund 10,7 % der Ausgaben aus, ein ähnlicher Prozentsatz wie im Vorjahr.

Die Dompfarre im ostindischen Balasore (auf Deutsch auch Baleswar) feierte im November 2023 das Goldene Jubiläum ihrer Gründung. Aus diesem Anlass kam in der Gemeinde der Wunsch auf, ein Marienheiligtum auf dem Gelände der Kathedrale zu errichten. Denn bislang gab es dort keinen Ort, an dem die Gläubigen sich versammeln konnten, um der Muttergottes ihre besondere Verehrung zum Ausdruck zu bringen, gemeinsam zu beten und Kerzen vor ihrem Bild anzuzünden.
Das Gelände der Kathedrale ist deshalb besonders dafür geeignet, weil zu bestimmten Anlässen Gläubige aus der ganzen Diözese ohnehin dorthin kommen. Insbesondere im Heiligen Jahr finden dort zahlreiche Initiativen zur Glaubensvertiefung statt.
Die Gläubigen waren begeistert, und viele brachten große finanzielle Opfer, um dieses Vorhaben zu verwirklichen, aber leider reichten die Mittel dafür nicht aus, denn die Inflation hat zu einem starken Anstieg der Preise geführt. Unsere Wohltäter haben daher 10.700 Euro gespendet, damit der Bau zu Ehren der Gottesmutter dennoch fertiggestellt werden konnte.

Dank dieser Hilfe wurde das Heiligtum am 24. November 2024, dem Christkönigsfest, feierlich eingeweiht. Täglich besuchen etwa 100 Gläubige das Heiligtum und bestätigen damit, wie wichtig es als Zentrum der Andacht und der Gemeinschaft ist.
Das Heiligtum ist dreistufig aufgebaut, wobei Christus der König als Hauptpatron der Diözese an der Spitze steht. Auf der mittleren Ebene segnet der heilige Josef, der Beschützer der Familien, alle Familien der Stadt Balasore. Auf der untersten Ebene steht die Gottesmutter Maria mit ausgestreckten Händen, um alle zu segnen, die sich an sie wenden. Der Schrein ist strategisch günstig an einer belebten Straße gelegen, sodass auch jeder, der in Eile ist und nur zufällig vorbeikommt, einen Augenblick im Gebet verweilen kann.
Aus der Pfarre hat uns ein Dankbrief erreicht, den wir an alle weiterleiten wollen, die geholfen haben. Darin heißt es: „Unsere samstägliche Marienandacht und die Marianische Jugendvereinigung haben durch dieses Heiligtum einen besonderen Aufschwung erhalten.
Wir stellen jeden unserer Wohltäter unter den blauen Mantel der Heiligen Jungfrau, der Königin von Balasore.“

Die Pfarre San Francisco Javier liegt in einem ländlich geprägten Gebiet der Diözese San Ignacio de Velasco im tropischen Osten Boliviens. Die Menschen leben von dem, was sie mit traditionellen Methoden selbst anbauen. Das Gebiet ist wenig entwickelt, die Bevölkerung ist arm.
Eine der Gemeinden, die zu der Pfarre gehören, ist Juancito. Der Ort hat knapp 500 Einwohner und ist nur über eine unbefestigte Straße zu erreichen. An den Feiertagen kommen zudem auch Gläubige aus anderen Ortschaften der Umgebung nach Juancito.

Bislang gab es dort eine sehr alte Kapelle, die viel zu klein für die zahlreichen Gläubigen war. Sie war in einem desolaten Zustand und war außerdem schlecht belüftet, so dass in ihrem Inneren eine erstickende Hitze herrschte. Im Laufe der Zeit wurde sie zu einem Unterschlupf für Fledermäuse, die sich nur schwer vertreiben ließen. Zudem war sie aber auch ungünstig gelegen. Es wurde ein größeres Gotteshaus benötigt, das an einer Stelle steht, wo es leichter zu erreichen ist.
Die Gläubigen nehmen sehr intensiv am Leben der Kirche teil und praktizieren ihren Glauben. Um ein „richtiges“ Gotteshaus errichten zu können, haben sie Zeit und Geld geopfert, lokales Baumaterial wie Holz und Lehm herbeigeschafft und ihre Fähigkeiten und ihre Arbeitskraft eingesetzt. Aber ihre Mittel haben nicht gereicht, und so haben unsere Wohltäter 13.800 Euro gespendet, damit dieser Traum verwirklicht werden konnte. Die Freude in Juancito ist groß. Allen, die geholfen haben, herzlichen Dank!
Papst Leo XIV. war als Priester und Bischof über 30 Jahre in Peru tätig. KIRCHE IN NOT hat seine Arbeit unterstützt. Worin diese Hilfe bestand und vor welchen Herausforderungen die Christen in Peru stehen, berichtet Luis Vildoso. Er ist Projektleiter von KIRCHE IN NOT für Lateinamerika und stammt selbst aus Peru.
Herr Vildoso, wie hat KIRCHE IN NOT mit Robert Francis Prevost, dem heutigen Papst Leo XIV., zusammengearbeitet?
Es war eine enge und geschwisterliche Kooperation. Der jetzige Papst kam schon 1985 als Augustiner-Missionar nach Peru. Er war zuerst in Pfarren in der Nähe von Chulucanas tätig. Das ist ganz im Nordwesten von Peru, nahe der Grenze zu Ecuador. Später war er in der Priesterausbildung tätig, bevor er 2014 Bischof von Chiclayo wurde, ebenfalls im Nordwesten Perus an der Pazifikküste. Er hat dann auch ab 2020 ein gutes Jahr die Diözese Callao verwaltet.
Papst Leo XIV. hat in all diesen Jahren großen pastoralen Eifer und Sensibilität für die Nöte der Menschen gezeigt. KIRCHE IN NOT konnte in allen seinen Wirkungsfeldern verschiedene Projekte fördern: ein Priesterseminar, Schwesterngemeinschaften, den Bau von Seelsorgezentren, die Instandsetzung von Kapellen in ländlichen Regionen, die Schulung von Katecheten und den Religionsunterricht.

KIRCHE IN NOT hat auch Priester in der „Papst-Diözese“ mit Mess-Stipendien unterstützt. Das sind freiwillige Gaben für die Feier einer heiligen Messe in einem bestimmten Anliegen. Da die Diözesen den Priester nur sehr wenig Lohn zahlen können, ist diese Unterstützung überlebenswichtig. Selbstverständlich setzen wir unsere Hilfen für Peru weiter fort.
Was sind die größten Herausforderungen für die Kirche in Peru?
Die erste Herausforderung ist der Priestermangel. Ein Priester in Peru betreut im Schnitt 10 000 Menschen, manchmal mehr. In Europa kommen auf einen Priester etwa 1500 Gläubige. Und man muss bedenken, dass in Lateinamerika die Bindung zur Kirche weit höher ist und es zudem weniger Anlaufstellen für Menschen in Not gibt. Deshalb liegt für uns ein Fokus darauf, angehende Priester zu unterstützen – und ebenso die Berufungspastoral.

Peru ist nach Brasilien und Argentinien das drittgrößte Land Südamerikas. Geografisch reicht es vom Meer bis zu Regionen auf über 6000 Meter Höhe. In abgelegenen Gebieten ist oft die Kirche die einzige Institution vor Ort. KIRCHE IN NOT fördert deshalb Autos, Geländefahrzeuge oder auch Boote, damit die kirchlichen Mitarbeiter in den riesigen Gebieten die Menschen erreichen können.
Die dritte Herausforderung ist die Landflucht in die Großstädte, wie überall in Lateinamerika. Die Kirche kümmert sich um diese Zuwanderer, darum unterstützen wir den Bau von Seelsorgezentren und Kapellen gerade an den Stadträndern. Die Kirche schult freiwillige Helfer für die Betreuung der Menschen, die oft in Armut leben. Auch dabei hilft KIRCHE IN NOT.
Was bedeutet es für KIRCHE IN NOT, dass ein früherer Projektpartner zum Papst gewählt wurde?
Es ist eine große Freude und ein Segen! Papst Leo XIV. kennt die Herausforderungen der Weltkirche. Er hat eine große Zuneigung zur Kirche in Lateinamerika. Das habe ich bei einer persönlichen Begegnung mit ihm selbst erfahren. KIRCHE IN NOT hat ja auch mit dem damaligen Kardinal Prevost zusammengearbeitet, als er Präsident der Päpstlichen Kommission für Lateinamerika war.

Er kennt unsere Arbeit gut. Seine Gesten der Dankbarkeit für die Unterstützung haben mich sehr berührt. Sie sind ein Aufwind für unsere Mission: Brücken der Liebe zu bauen zu den Christen weltweit, die unter Not und Verfolgung leiden. Das ist keine Einbahnstraße: KIRCHE IN NOT konnte 2024 ein Büro in der peruanischen Hauptstadt Lima eröffnen, das jetzt über die Lage der verfolgten Kirche informiert und um Spenden bittet. Das zeigt: Wir sind als Weltkirche miteinander und als Geschwister im Glauben solidarisch.
Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Peru
Äquatorialguinea ist eine ehemalige spanische Kolonie an der Westküste Afrikas. Es ist ein relativ kleines Land mit nur etwas mehr als 28.000 Quadratkilometern Fläche und ca. 1,4 Millionen Einwohnern. Zwar verfügt es über reiche Erdölvorkommen, so dass das Land nicht zu den ärmsten Ländern Afrikas zählt, aber von diesem Reichtum profitiert nur eine kleine Elite. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in bitterer Armut und leidet unter der galoppierenden Inflation.
Erfreulich ist, dass es viele Priesterberufungen gibt. Dabei verspricht das Priestertum den jungen Männern, die sich berufen fühlen, keinen Komfort oder Wohlstand. Im Gegenteil: Die meisten Priester haben weder elektrischen Strom noch fließendes Wasser. Um für ihren Lebensunterhalt aufzukommen, müssen sie zusätzlich in Schulen unterrichten. Da den Priestern in den meisten Pfarren kein Fahrzeug zur Verfügung steht, müssen viele von ihnen beschwerliche Fußwege durch den Dschungel auf sich nehmen, um ihre Außenstationen seelsorglich zu betreuen.

In der Stadt Bata wurde 1994 ein interdiözesanes Priesterseminar gegründet, wo sich junge Männer aus allen fünf Diözesen des Landes, aus den Ordensgemeinschaften und auch aus Nachbarländern während ihres Philosophie- bzw. Theologiestudiums darauf vorbereiten, eines Tages Priester zu werden. Die Zahl der Berufungen steigt von Jahr zu Jahr, und derzeit sind es 90 Seminaristen.
Der Rektor des Seminars, Pater Sebastian Mba Nguema Mokuy, hatte uns um Hilfe gebeten, da dringend ein Kleinbus benötigt wurde. Denn die Seminaristen müssen an den Wochenenden praktische pastorale Erfahrungen in verschiedenen Pfarren sammeln. Außerdem stehen im Rahmen der Ausbildung auch Exkursionen auf dem Programm, und die Seminaristen müssen zudem an kirchlichen Veranstaltungen teilnehmen. Zudem ist ein Fahrzeug auch notwendig für den wöchentlichen Lebensmitteleinkauf des Seminars und für dringende Krankentransporte.
Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 26.000 Euro gespendet haben, konnte ein Kleinbus angeschafft werden. Der Rektor schreibt uns: „Ihre Hilfe hat sehr positive Auswirkungen auf uns alle und auch auf die künftigen Generationen. Dieses Fahrzeug ist das einzige Mittel, das uns zur Verfügung steht. Das gibt uns Grund zu großer Freude und Dankbarkeit“.
Wir konnten leider keine Beiträge finden (NEXT ToDo: tag_posts mit den richtigen Werten füllen)