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KIRCHE IN NOT (ACN) hat seinen Jahresbericht 2024 vorgelegt, der einmal mehr die Großzügigkeit der Wohltäter auf der ganzen Welt widerspiegelt, wenn es darum geht, den leidenden Christen und der Kirche in Not zu helfen. Die Ukraine, der Libanon und Indien waren die Länder, die im Jahr 2024 die meiste Hilfe erhielten, Afrika war der meistunterstützte Kontinent.

Das weltweite päpstliche Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) erhielt im Jahr 2024 insgesamt 139,3 Millionen Euro an Spenden und Erbschaften – ein Zeichen des fortwährenden Vertrauens und der Großzügigkeit ihrer Wohltäter weltweit. Mit diesem Betrag und weiteren 2,2 Millionen Euro an Rücklagen aus den Vorjahren finanzierte es Aktivitäten im Wert von 141,5 Millionen Euro.

Die materielle Not vieler Christen weltweit wird durch Krieg oder Konflikte verschlimmert und dadurch existentiell, zudem leiden viele Millionen Christen unter Verfolgung. Umso ermutigender ist es, dass unsere Wohltäter in Österreich mit Gebet und Spenden so großherzig und selbstlos an der Seite unserer Glaubensgeschwister stehen”, so Tobias Pechmann, Nationaldirektor von KIRCHE IN NOT – Österreich. „Trotz dieser oft lebensbedrohenden Not hören wir viele ermutigende Zeugnisse, dass der Glaube dort, wo er bedroht wird, wächst und lebendigt ist.“

Kinder im Libanon danken Ihnen für die Nothilfe, wodurch Sie den Schulbetrieb christlicher Schulen aufrecht erhielten.

Das Mitgefühl und die Güte von 360 000 Wohltäter bewirken Wunder

Die Großzügigkeit der fast 360 000 Wohltäter des Hilfswerks, unter anderem in den 23 Ländern, in denen KIRCHE IN NOT nationale Büros unterhält, ermöglichte es, 5335 Projekte in 137 Ländern umzusetzen. Dank ihnen kann KIRCHE IN NOT auch weiterhin ohne staatliche Unterstützung seiner Mission nachkommen und somit seine Unabhängigkeit bewahren.

In einer Botschaft an die Wohltäter sagt die internationale geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT, Regina Lynch: „Dank Ihrer Großzügigkeit konnte KIRCHE IN NOT Hunderttausenden unserer Glaubensgeschwister, die täglich mit Herausforderungen wie Verfolgung, Krieg oder bitterer Armut konfrontiert sind, Hoffnung schenken. Obwohl viele von Ihnen selbst durch Schwierigkeiten gehen, sind Sie dem Ruf Gottes gefolgt, anderen Hoffnung zu bringen.“

79,8 Prozent der oben genannten Mittel flossen in missionsbezogene Aufwendungen. Davon gingen 84,7 Prozent an Hilfsprojekte, sodass KIRCHE IN NOT auf 5335 der 7296 Hilfsgesuche aus aller Welt positiv antworten konnte. Die restlichen 15,3 Prozent der missionsbezogenen Aufwendungen, das heißt 17,3 Millionen Euro, flossen in Aktivitäten im Zusammenhang mit Informationsarbeit, Glaubensverkündigung und der Verteidigung von verfolgten Christen. Dazu gehören die Veröffentlichung religiöser Literatur sowie Gebetskampagnen und die Vertretung der Rechte und Interessen verfolgter und leidender Christen. Die notwendigen Aufwendungen für Verwaltung lagen bei 7,5 Prozent der Gesamtausgaben, die für Werbung bei 12,7 Prozent.

Durch Ihre Existenzhilfe bringen Ordensfrauen Christus zu den Menschen.

Hilfe mit globaler Reichweite

Das Land, das 2024 die meisten Hilfsgelder von KIRCHE IN NOT erhielt, war zum dritten Mal in Folge die Ukraine (8,4 Millionen Euro). An zweiter Stelle folgte der Libanon (7,4 Millionen), dann Indien (6,7 Millionen).

„Die Ukraine war wieder das einzelne Land, das am stärksten von uns unterstützt wurde. Dort liegt der Fokus inzwischen auf der Begleitung traumatisierter Menschen. Wir sichern zudem weiterhin den Lebensunterhalt der Priester und Ordensleute, unterstützen die Ausbildung der Seminaristen und helfen durch Bereitstellung von Fahrzeugen und Heizungen“, so Lynch.

Auf regionaler Ebene war Afrika die Region, die die meiste Hilfe empfing. Mit 30,2 Prozent ging fast ein Drittel der Projektausgaben dorthin.  Zu den Hauptempfängerländern der in Afrika durchgeführten Projekte gehörten Nigeria und Burkina Faso.

„Die Hilfe für Afrika war wieder der größte Posten unserer Projektausgaben, denn einerseits wächst die Kirche in Afrika stark und erfreut sich einer hohen Zahl an Priester und Ordensberufungen, andererseits leidet sie nicht nur unter Armut, sondern auch unter dem sich auf immer mehr Länder ausbreitenden dschihadistischen Terror. So hat sich allein unsere Hilfe für Burkina Faso innerhalb der letzten vier Jahre verdreifacht“, erklärt Lynch.

Weitere 18,7 % der Projektausgaben von KIRCHE IN NOT – die zweithöchste Unterstützung nach Regionen – flossen 2024 nach Asien und Ozeanien, insbesondere nach Indien, das nicht nur das einzelne Land ist, das 2024 die drittmeiste Hilfe erhielt, sondern auch das Land, in dem das Hilfswerk die meisten Studienstipendien und Messstipendien vergibt.

Der Nahe Osten erhielt mit 17,5 % der Hilfsgelder die dritthöchste Unterstützung, wobei der Libanon, Syrien und das Heilige Land nach der Eskalation der bewaffneten Konflikte die Hauptnutznießer waren.

Lateinamerika und Europa erhielten 16,8 % bzw. 15,9 % der gesamten Hilfe. Die restlichen 0,9 % gingen an andere Regionen.

Mit den Messstipendien, die Sie uns anvertrauen, helfen Sie weltweit 42 252 notleidenden Priestern.

Tausende Projekte konkreter Hilfe

KIRCHE IN NOT stellte im Jahr 2024 fast 1,85 Millionen Messstipendien für 42 252 Priester bereit, die höchste Zahl in der Geschichte von KIRCHE IN NOT. Statistisch gesehen bedeutet dies, dass jeder zehnte Priester weltweit Unterstützung von KIRCHE IN NOT erhielt und dass alle 17 Sekunden irgendwo auf der Welt eine Messe für die Anliegen der Wohltäter gefeiert wurde.

Im Jahr 2024 unterstützte KIRCHE IN NOT die Ausbildung von fast 10 000 Seminaristen. Jeder elfte angehende Priester der Welt erhielt 2024 eine Ausbildungshilfe des Hilfswerks, die Mehrheit davon in Afrika (5305), wo es die meisten Priesterberufungen gibt, sowie 1824 in Lateinamerika, 1752 in Asien und 1080 in Europa (davon mehr als 700 Seminaristen in der Ukraine).

Die Ausbildungshilfen für Priester, Ordensleute und Laien machten 28,2 Prozent der gesamten Hilfe aus, Mess-Stipendien für Priester und Existenzhilfen für Schwestern insgesamt 23,9 Prozent.

Aufgrund der hohen Kosten der Einzelprojekte lagen Bauhilfen mit etwas weniger als einem Viertel der Hilfe (23,6 Prozent) wieder einmal an erster Stelle. Im Jahr 2024 wurden etwas mehr als 750 Bauprojekte

durchgeführt.

10,5 Prozent der Hilfe von KIRCHE IN NOT floss in die Beschaffung von 1141 Transportmitteln, darunter 474 Autos, 388 Fahrräder, 264 Motorräder, drei Busse, elf Boote und ein Lkw.

Die Nothilfe machte rund 10,7 % der Ausgaben aus, ein ähnlicher Prozentsatz wie im Vorjahr.

Sie sind Teil der Liebe Jesu, die uns überall verbindet. Vergelt’s Gott!

Internationaler Jahresbericht 2024 zum Herunterladen

Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ (international „Aid to the Church in Need“ – ACN) konnte im Jahr 2019 mit 111,2 Millionen Euro Projekte und Aktivitäten für verfolgte und notleidende Christen verwirklichen. Das entspricht dem Niveau des Vorjahres (111,1 Millionen Euro). Die Spendengelder flossen vorrangig in mehr als 5 200 Hilfsprojekte in 139 Ländern.

Die 23 Nationalbüros des Hilfswerks haben über 106 Millionen Euro Spenden gesammelt; fünf Millionen Euro am Gesamtergebnis stammen aus Vorjahresspenden. Die österreichischen Wohltäter von „Kirche in Not“ haben mit knapp 2,7 Millionen dazu beitragen. „Die Spendenbereitschaft und Treue unserer Wohltäter machen uns dankbar und demütig“, erklärte Herbert Rechberger, Nationaldirektor von „Kirche in Not“ Österreich.

Über 80 Prozent der Einnahmen von „Kirche in Not“ flossen in Projektarbeit, Information über die verfolgte Kirche und Gebetsinitiativen – die drei Hauptaufgaben des Hilfswerks. Die Verwaltungsausgaben lagen bei rund acht Prozent. Elf Prozent wurden für Wohltätergewinnung und -betreuung aufgewendet. Die sachgemäße Mittelverwendung ist von unabhängigen Wirtschaftsprüfern testiert. „Kirche in Not“ Österreich trägt darüber hinaus schon von Anfang an das Spendengütesiegel und hat seit 5. Februar 2019 auch die Spendenabsetzbarkeit.

Eine syrische Familie dankt für die Hilfe von „Kirche in Not“. © KIRCHE IN NOT

Afrika erhält die meisten Hilfen

Dank der stabilen Spendeneinnahmen konnte „Kirche in Not“ 211 Projekte mehr als 2018 unterstützen und war in über 1160 Diözesen der Weltkirche aktiv – das ist mehr als ein Drittel der Diözesen weltweit.

Schwerpunkt der Hilfen im Jahr 2019 war der afrikanische Kontinent. Fast ein Drittel der Projektausgaben ging dorthin, zum Beispiel in die Demokratische Republik Kongo, nach Nigeria, Kamerun und Burkina Faso. Diese Länder werden seit Jahren von fundamentalistischem Terror heimgesucht. „Die Not der Menschen vor allem in den Ländern der Sahel-Zone schreit zum Himmel. Sie fühlen sich von der Weltgemeinschaft im Stich gelassen“, erklärte Rechberger.

Ein Viertel der Projektgelder floss in den Nahen Osten, um die in ihrer Existenz bedrohten Christen zu unterstützen. „Kirche in Not“ leistet Aufbau- und Überlebenshilfe, zum Beispiel in Syrien und im Irak. Dort hatte das Hilfswerk in den vergangenen Jahren den Wiederaufbau von zerstörten Wohnhäusern in der Ninive-Ebene unterstützt. Nun wurde eine neue Phase eingeläutet: Auch Kirchen und Klöster werden jetzt nach und nach wieder instandgesetzt. Darunter befindet sich auch die Al-Tahira-Kirche in Karakosch (Baghdeda), die größte Kirche im Irak.

An dritter Stelle der Hilfsregionen von „Kirche in Not“ stand auch 2019 Osteuropa. Die mit Abstand meisten Gelder kamen der katholischen Minderheit in der Ukraine zugute. Dort wurden 2019 über 300 Projekte realisiert.

Brandgeschwärzter Innenraum der Al-Tahira-Kirche in Karakosch (Baghdeda)/Irak. © Kirche in Not

Neue Schwerpunkte in Lateinamerika und Asien

In Lateinamerika widmete „Kirche in Not“ besonders Venezuela gesteigerte Aufmerksamkeit. Das Land befindet sich in einer tiefen politischen und wirtschaftlichen Krise. Die Kirche in Venezuela ist oft die einzige Anlaufstelle für die Bevölkerung. Neben Brasilien gehen die meisten Hilfsgelder für diese Weltregion dorthin.

In Asien stehen besonders Pakistan und Indien im Fokus, wo islamistischer Fundamentalismus beziehungsweise ein übersteigerter hinduistischer Nationalismus das Leben der Christen bedrohen. Kürzlich hat „Kirche in Not“ ein Hilfsprojekt gestartet, damit pakistanische Christen während der Corona-Krise mit den lebensnotwendigsten Dingen versorgt werden können.

In allen Weltregionen hat „Kirche in Not“ 2019 die Unterstützung für angehende Priester und Ordensleute verstärkt. Mehr als 13 000 Ordensfrauen und -männer in Kriegsgebieten, den Elendsvierteln großer Metropolen und unwegsamen Regionen Afrikas, Lateinamerikas oder Asiens erhielten Hilfe für ihren Einsatz. „Kirche in Not“ unterstützte auch jeden siebten angehenden Priester weltweit bei der Ausbildung – insgesamt über 16 000 Seminaristen.

„Eine große Unterstützung und geistliche Verbundenheit sind Messstipendien“, die ca. ein Drittel der Spenden in Österreich ausmachen,“ erklärte Rechberger. Über 1,3 Millionen Gaben für die Feier der heiligen Messe in einem bestimmten Anliegen konnte „Kirche in Not“ 2019 an mittellose Priester weiterleiten. Die meisten von ihnen verwenden die Mess-Stipendien nicht nur für ihren eigenen Unterhalt, sondern auch für pastorale und soziale Aufgaben.

Eine Vinzentiner-Schwester in Indien betreut Kinder mit Behinderung. © Ismael Martinez-Sanchez/Kirche in Not

„Kirche in Not“ als Anwalt für verfolgte Christen und Religionsfreiheit

„Kirche in Not“ steht verfolgten und notleidenden Christen nicht nur unterstützend bei, sondern verleiht ihnen auch eine Stimme in Politik und Öffentlichkeit. Das Hilfswerk vermittelt regelmäßig ranghohe Kirchenvertreter zu Gesprächen vor EU- und UN-Institutionen. Publikationen wie der alle zwei Jahre erscheinende Bericht „Religionsfreiheit weltweit“ oder die Studie „Verfolgt und vergessen?“ informieren aktuell über die Lage benachteiligter Christen und machen sich für das Menschenrecht auf Religionsfreiheit stark.

Auch die Aktion „Red Wednesday („Roter Mittwoch“) erweckt immer mehr Aufmerksamkeit: 2019 wurden in Österreich dutzende Kirchen und Gebäude rot angestrahlt, um auf die schwierige Lage der Religionsfreiheit hinzuweisen und zum Gebet für verfolgte Christen einzuladen.

Für alle diese Aktivitäten hofft Nationaldirektor Herbert Rechberger weiterhin auf Unterstützung, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Entwicklung: „Die Corona-Pandemie betrifft uns alle; Christen in Kriegs- und Krisenregionen aber stürzt sie noch weiter ins Elend. Wir konnten umfangreiche Hilfen bereitstellen, damit Priester und Ordensleute die Krise schultern und für die ihnen anvertrauten Menschen da sein können – materiell wie geistlich. Dazu zählen wir auf die Großherzigkeit unserer Wohltäter, die uns auch im vergangenen Jahr nicht im Stich gelassen haben.“

Rot erleuchteter Stephansdom am Red Wednesday 2019. © Kirche in Not
Herbert Rechberger, Nationaldirektor von KIRCHE IN NOT Österreich

111,1 Millionen Euro für die notleidende, unterdrückte und verfolgte Kirche auf der ganzen Welt. Das ist die Gesamtsumme der Spenden, die 2018 von KIRCHE IN NOT (ACN) in den 23 Nationalbüros und dem Hauptsitz des Hilfswerks eingenommen wurden.

Dank dieser Einnahmen, die aus privaten Spenden der über 330 000 Wohltäter von KIRCHE IN NOT aus verschiedenen Ländern stammen, konnten 5019 Projekte in 139 Ländern finanziert werden. Die österreichischen Wohltäter haben mit EUR 2,7 Millionen tatkräftig mitgeholfen, die vielfältigen Nöte in aller Welt zu lindern.

“Wir sind tief bewegt von der Großzügigkeit unserer Wohltäter auf der ganzen Welt“, erklärte der Österreicher, Thomas Heine Geldern, Exekutivpräsident des Werkes, bei der Vorstellung des Jahresberichts. „Ihr Opfer und ihr Glaube haben wieder Berge versetzt!“

Wie in den vergangenen Jahren wurde ein großer Teil der Spenden für Projekte in Afrika (27 %) und im Nahen Osten (25 %) verwendet. Im Laufe der vergangenen Jahre ist die Hilfe für den Vorderen Orient erheblich gestiegen. Seit Beginn des sogenannten “Arabischen Frühlings” im Jahr 2011 hat die Stiftung päpstlichen Rechts in dieser Region Projekte in einem Umfang von 99 Millionen Euro realisiert, davon mehr als 18 Millionen Euro allein im Jahr 2018. Die Nothilfe für tausende von Christen, die vor allem im Nahen Osten aus ihrer Heimat vertrieben und auf der Flucht sind, machte mehr als 12 % der im vergangenen Jahr gewährten Hilfen aus. Doch vor allem ist es wichtig, auf die großen Anstrengungen zum Wiederaufbau christlicher Häuser in Syrien und im Irak hinzuweisen, die dank der Unterstützung durch KIRCHE IN NOT ermöglicht worden sind. So wurden mit Hilfe der Stiftung im Nahen Osten 1479 christliche Häuser und Wohnungen wiederhergestellt.

Ebenfalls im Nahen Osten befindet sich das Land, das 2018 die meiste Hilfe durch KIRCHE IN NOT bekommen hat: In Syrien konnten Projekte für gut 8,6 Millionen Euro durchgeführt werden; das Land bekam über 2,9 Millionen Euro mehr an Hilfen als im Jahr 2017. Auch an zweiter Stelle auf der Liste der Empfängerländer befindet sich ein nahöstliches Land, der Irak, in dem im vergangenen Jahr Projekte im Gesamtwert von 6,5 Millionen Euro finanziert wurden. An folgender Stelle stehen Indien (5,2 Mio. €), die Ukraine (3,2 Mio. €) und die Demokratische Republik Kongo (2,8 Mio. €).

Bezüglich der Arten der Hilfe stehen nach wie vor Projekte zum Bau und Wiederaufbau mit einem Gesamtvolumen von mehr als 23,2 Millionen Euro an erster Stelle. Sie machen 31,9 % der Hilfen aus. Mit diesen Hilfen konnten 2470 Wohnhäuser, Kapellen, Kirchen, Konvente, Seminare und Pastoralzentren gebaut oder wiederhergestellt werden.
Auf der Rangliste der Hilfen folgen die Messstipendien (16,4 %). 2018 haben von dieser besonderen Art der Unterstützung, die in armen Gegenden, in denen die Priester keine andere Art der finanziellen Unterstützung erhalten, lebensnotwendig ist, 40 569 Priester profitiert: Jedem 10. Priester weltweit konnte auf diese Weise geholfen werden. Insgesamt wurden im vergangenen Jahr 1 421 001 heilige Messen in den Anliegen der Wohltäter von KIRCHE IN NOT gefeiert, also alle 22 Sekunden eine.

An dritter Stelle unserer Hilfe steht die Flüchtlings- und Nothilfe, gleichauf mit der Unterstützung für die Ausbildung der Priester und Ordensleute (12,4%). 2018 hat KIRCHE IN NOT die Ausbildung von 11 817 Seminaristen unterstützt, also jedes 10. Seminaristen weltweit, und die weiterführenden Studien von 4370 Priestern. Mittels Messstipendien konnten wir zudem 1383 Priestern helfen, die mit dem Unterricht an Priesterseminaren betraut sind.

Einen sehr wichtigen Stellenwert nimmt auch die Glaubensbildung für Laien ein, die an fünfter Stelle steht und für die 11,2 % der Hilfen verwendet wurden. Im vergangenen Jahr wurde die Ausbildung von 14 169 Katecheten und engagierten Laien finanziert.

Bei der sechsten Kategorie geht es um die Zurverfügungstellung von Transportmitteln für die pastorale Arbeit (6,8 %): 907 Fahrzeuge, darunter 370 Autos, 189 Motorräder, 342 Fahrräder, 2 Lastwagen, 2 Busse und 2 Boote. An nächster Stelle stehen die Unterstützung christlicher Medien und die Publikation von Bibeln und anderer religiöser Literatur sowie eigener Veröffentlichungen (4,6 %). Insgesamt wurden 2018 dank der Stiftung 1 103 480 Bücher publiziert und verteilt.

Die Zahlen zeigen die grundlegende Unterstützung für die Kirche in der ganzen Welt. Eine Unterstützung, die nahe bei der verfolgten Kirche ist und in konkreter Weise auf die Angriffe reagiert, denen immer häufiger die christlichen Gemeinden in der ganzen Welt zum Opfer fallen. Anlässlich tragischer Anschläge wie der Massaker kürzlich am Ostersonntag in Sri Lanka oder der häufigen Attentate in Ländern wie Pakistan und Nigeria hat Kirche in Not immer und schnell reagiert und damit den zutiefst verwundeten Gemeinden geholfen, aufzustehen und selbst dort, wo die Christen nur eine kleine unterdrückte Minderheit sind, gestärkt Präsenz zu zeigen.

Dies hat Kirche in Not durch den Wiederaufbau der zerstörten Kirchen, durch die Unterstützung der Familien der Opfer ermöglicht und dadurch, dass das Werk den Priestern und Ordensleuten geholfen hat, ihren Dienst weiterzuführen. Es hat gezeigt, dass der Glaube die Macht hat, den Hass zu besiegen.