Akash Bashir war ein junger Mann von Anfang 20, ein ehemaliger Schüler der Don-Bosco-Schule in Lahore in Pakistan, der am 15. März 2015 sein Leben verlor, als er seine Gemeinde vor einem drohenden Attentat retten wollte.
Er versah seinen Dienst als freiwillige Sicherheitskraft außerhalb der Kirche St. Johannes im Distrikt Youhanabad in Lahore, als ein eigenartig wirkender Unbekannter versuchte, sich Eingang zur Kirche zu verschaffen. Akash entdeckte den Bombengürtel des Fremden und hinderte ihn daran, die Kirche zu betreten. Sekunden später, als der Versuch, den Attentäter zu stoppen, gescheitert war, stürzte sich Akash auf den Attentäter, der daraufhin seinen Gürtel zündete.
Akash bezahlte die Rettung der Gläubigen, die sich gerade in der Kirche befanden, um die heilige Messe zu feiern, mit seinem Leben.
Viele Christen in Pakistan sind aufgrund ihres Glaubens Diskriminierung und Verfolgung ausgesetzt. Trotz der harten Bedingungen, der großen Armut und der sozialen Ausgrenzung, der sie ausgesetzt sind, bewahren sie dennoch unbeirrt ihren Glauben. Dennoch brauchen sie unsere Hilfe, besonders die jungen Menschen. Aus diesem Grund finanziert KIRCHE IN NOT Projekte des Jugendapostolats in Lahore und Faisalabad.
Die katholische Kirche in Nigeria reklamiert, dass die Christen in ihrem Land Opfer eines Prozesses der ethnischen Säuberung durch die Fulani-Muslime seien, unter Beteiligung des Staates.
Während eines von KIRCHE IN NOT (ACN) durchgeführten Webinars bestätigten mehrere Referenten, darunter ein Bischof und einige Priester aus Nigeria, dass die Gewalt, unter der das Land seit mehreren Jahren leidet, nicht ausschließlich auf „Zusammenstöße“ zwischen muslimischen Viehhirten und christlichen Bauern zurückzuführen sei.

„Es geht nicht nur um Fragen der Beweidung. Für mich ist das ein Religionskrieg“, sagt Bischof Wilfred Anagbe von der Diözese Makurdi im Bundesstaat Benue.
„Sie haben eine Agenda und diese ist die Islamisierung dieses Landes. Und sie setzen das um, indem sie vorsichtig alle Christen beseitigen und das Land besetzen. Wenn es um Beweidung ginge, warum würden dann Menschen umgebracht? Und warum deren Häuser niedergebrannt?“, fragt der Bischof.

Johan Viljoen, Direktor des „Denis Hurley Peace Institute of South Africa“, das sich für die Förderung von Frieden, Demokratie und Gerechtigkeit einsetzt und sich mit den Angriffen der bewaffneten Fulani-Milizen im Südosten Nigerias befasst, spricht von einer „konzertierten, gut geplanten Besetzung“. „Dies alles geschieht unter dem Deckmantel der „Miyetti Allah“, deren Schirmherr Präsident Buhari ist“, sagt er und bezieht sich dabei auf eine Organisation, die behauptet, die Rechte der Fulani-Hirten zu verteidigen.
Hohe staatliche Beteiligung ist ein Grund, warum die Streitkräfte nicht bereit sind, einzugreifen und die Gewalt einzudämmen. „Ich glaube nicht, dass die Armee versucht, irgendetwas zu lösen. Wenn überhaupt, würde sie versuchen, es zu fördern“, sagt Viljoen. Er erinnert an eine kürzlich durchgeführte Informationsreise nach Nigeria, bei der Mitarbeiter seines Institutes alle fünf Kilometer von Soldaten, allesamt Fulani, angehalten wurden, die sich bedrohlich verhielten und Gewehre auf sie richteten. Nach Jahren der Gewalt „ist kein einziger Fulani für die Gewalt belangt worden“, fügt er hinzu.

Bischof Wilfred hebt hervor, dass alle Streitkräfte der direkten Kontrolle des Präsidenten unterstünden und zudem „sind alle Chefs der Marine, der Armee, der Luftwaffe und der Polizei Muslime“.
Offizielle Zahlen sprechen von etwa 3000 Toten durch diese Welle der Gewalt in den letzten Jahren, aber diejenigen, die vor Ort sind, sagen, dass es bis zu 36 000 Tote sein könnten; hinzu kommen viele weitere vertriebene, völlig verarmte oder durch das Erlittene tief traumatisierte Menschen. Da viele Nichtregierungsorganisationen die Gefahrenzonen verlassen haben, ist die katholische Kirche mit ihren Einrichtungen, mit denen KIRCHE IN NOT International eng zusammenarbeitet, der einzige zuverlässige Ansprechpartner, um den Menschen vor Ort Hilfe zu bringen.

Die Kirchenvertreter bitten die Menschen im Westen, bei der Bereitstellung von Hilfsgütern zu helfen, aber auch auf andere Weise. „Wir müssen den Diskurs ändern, wir können nicht dem Narrativ der nigerianischen Regierung folgen“, sagt Pater Remigius Ihyula, ebenfalls aus der Diözese Makurdi. „Sie haben überall auf der Welt ihre Getreuen in den Botschaften platziert, so dass der Mythos am Leben gehalten wird, in Nigeria passiere nichts“, beklagt er während des von KIRCHE IN NOT veranstalteten Webinars.
Pater Joseph Fidelis aus der Diözese Maiduguri erklärt, es sei ärgerlich, dass die Leute von „Zusammenstößen“ oder „Konflikten“ zwischen gegnerischen Gruppen sprechen. „Das sind keine Zusammenstöße, das ist ein langsamer Genozid. Menschen aus ihrer angestammten Heimat zu vertreiben, ihnen die Lebensgrundlage zu entziehen und sie abzuschlachten ist eine Form von Völkermord.“
Nigeria ist das bevölkerungsreichste Land Afrikas. Es gibt keine offiziellen Zahlen, aber Schätzungen gehen von einer gleichmäßigen Aufteilung zwischen Muslimen und Christen aus, wobei erstere im Norden und letztere im Süden dominieren. Die Gewalt hat sich jedoch inzwischen auf das ganze Land ausgeweitet und bedroht die Stabilität der Nation.
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Verwendungszweck: Nigeria
Herzliche Einladung zu unserem Begegnungstag im Schottenstift in Wien. Themenschwerpunkte sind die Entwicklung der Kirche in Asien und “Anders leben – Gesundheit für Leib und Seele” mit Kräuterpfarrer P. Benedikt Felsinger OPraem. Wegen des beschränkten Platzangebotes bitten wir unbedingt um eine Anmeldung.
Im Mittelpunkt des Begegnungstags steht unter anderem auch die Information über aktuelle Aufgaben des weltweit für verfolgte und bedrängte Christen tätigen Werkes. Mit einem Bildvortrag über die Kirche in Asien informiert der Publizist, Chefredakteur und Fernsehmoderator Michael Ragg über eine der nach seiner Ansicht wichtigsten Entwicklungen der Gegenwart.
Am Nachmittag ist Kräuterpfarrer P. Benedikt Felsinger OPraem Gast des Begegnungstages. Der durch seine tägliche Kolumne in der Kronenzeitung und viele Beiträge in Radio und Fernsehen einem Millionenpublikum bekannte Prämonstratenser-Chorherr spricht zum Thema „Anders leben – Gesundheit für Leib und Seele“. Zum Abschluss und Höhepunkt zelebriert Nuntius EB Dr. Pedro López Quintana um 16:00 Uhr eine Heilige Messe in der Schottenkirche.

Bei der Anmeldung teilen Sie uns bitte mit, ob Sie ein Mittagessen im nahen Restaurant Zattl einnehmen wollen. Bitte melden Sie sich bis spätestens 7.10. an.
Aufgrund der derzeit geltenden Covid-19 Bestimmungen für Veranstaltungen, bitten wir um einen 3G-Nachweis bei Einlass. (Bitte ca. 15 min vor Beginn eintreffen)
Wir würden uns freuen, Sie persönlich im Schottenstift begrüßen zu dürfen!


Nachdem die Taliban in Afghanistan die Macht übernommen haben, sei auch im Irak die Bedrohung durch Anhänger des „Islamischen Staates“ (IS) und andere Terroreinheiten erneut gestiegen. Diese Auffassung vertrat der chaldäisch-katholische Erzbischof von Erbil im Nordirak, Bashar Warda, im Gespräch mit KIRCHE IN NOT. Der Sieg der Taliban könne „äußerst schwerwiegende Auswirkungen auf den Irak haben“, befürchtete der Erzbischof.
Warda ist ein langjähriger Projektpartner des Hilfswerks. In seiner Diözese im kurdischen Teil des Irak hat er nach der Eroberung der Ninive-Ebene durch den IS im Jahr 2014 über hunderttausend Christen aufgenommen und versorgt.
Die Extremisten seien nach wie vor im Land aktiv, warnte Warda: „Sie leben im Untergrund und sind immer noch in der Lage, Unheil anzurichten.“ Noch besorgniserregender sei, „dass die Geisteshaltung des IS im Irak und in Syrien in Teilen der Bevölkerung immer noch vorhanden ist. Das ist eine ständige Sorge.“

Zur Ankündigung von US-Präsident Joe Biden, den Kampfeinsatz der Vereinigten Staaten im Irak bis Ende 2021 zu beenden, erklärte Warda, dass sich eine mögliche Verschlechterung der Sicherheitslage negativ auf religiöse Minderheiten wie die Christen auswirken werde.
„Unsere Geschichte hat uns gelehrt, dass in Zeiten der Instabilität die Minderheiten zuerst leiden.“ Es bestehe die Sorge, dass die Veränderung des US-Militäreinsatzes eine „weitere Verfolgung des religiösen Minderheiten“ nach sich ziehen könne, betonte der Erzbischof.
Trotz aller Sorge angesichts der aktuellen Entwicklungen gebe es aber auch Grund zur Hoffnung. Dies sei vor allem dem Besuch von Papst Franziskus im März zu verdanken, erklärte Warda: „Wir Christen sind nur noch eine kleine Gruppe, aber wir tun standhaft unser Bestes, um zu zeigen, dass wir ein wichtiger Teil dieses Landes sind.
Der Besuch des Heiligen Vaters hat unseren Mitbürgern gezeigt, welchen positiven Einfluss die christliche Gemeinschaft im Irak hat. Ich hoffe, dass unsere Gemeinschaft hier mit der Zeit nicht nur überleben, sondern auch gedeihen und wieder wachsen kann.“

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Die Christlichen Kirchen in Pakistan haben als Reaktion auf die Machtübernahme der Taliban im Nachbarland Afghanistan ihre Sicherheitsvorkehrungen erhöht. Es bestehe die Sorge, dass die Miliz „Tehrik-i-Taliban Pakistan“ (Bewegung der pakistanischen Taliban, kurz TTP) und andere militante Organisationen jetzt neuen Auftrieb bekämen, erklärte der Menschenrechtsaktivist Sajid Christopher dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT: „Als die Taliban vor 2001 an der Macht waren, gab es viele Anschläge in Pakistan. Kirchen und andere christliche Einrichtungen waren eindeutig Zielscheiben des Terrors. Jetzt sind die Taliban zurück. Sie werden die TTP und andere islamistische Gruppen stärken.“
Bei einem Treffen hatten sich katholische und protestantische Geistliche darauf verständigt, die bewaffneten Sicherheitsdienste vor den Kirchen zu verstärken, vor allem an den Sonntagen. Personen, die mit dem Auto auf das Kirchengelände fahren, werden intensiver kontrolliert, an den Eingängen kommen Metalldetektoren zum Einsatz.

Christopher warnte, dass nicht nur die christliche Minderheit nun um ihre Sicherheit fürchten müsse. Betroffen seien ebenso die gemäßigten Muslime: „Auch in friedlichen und fortschrittlichen muslimischen Gemeinden wird Angst herrschen. Aber die Personen mit einer militanten Denkweise sind froh, dass die Taliban wieder an der Macht sind.“
Auch die Befürchtungen um die wenigen noch in Afghanistan verbliebenen religiösen Minderheiten sind groß. Unbestätigten Berichten zufolge sind Taliban-Kämpfer von Haus zu Haus gegangen, um einheimische Christen und Angehörige weiterer religiöser Minderheiten aufzuspüren. Menschen seien gezwungen worden, ihre Telefone abzugeben. Die Taliban hätten darauf nach Online-Bibeln oder weiterem religiösen Material gesucht.

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Am 24. April 2018 überfielen Fulani-Nomaden, deren Mehrheit Muslime sind, die Gemeinde St. Ignatius in Ukpor-Mbalom im Bundesstaat Benue im Südosten Nigerias. Zwei Priester, Joseph Gor und Felix Tyolaha, wurden zusammen mit mindestens 17 weiteren Gläubigen ermordet.
Der Angriff fand während der täglichen, gut besuchten Morgenmesse um 5:30 Uhr statt. Die Messe hatte gerade begonnen. Manche Gläubige hatten kaum die Kirche betreten, als eine Gruppe bewaffneter Männer sich plötzlich einen Weg in die Kirche bahnte und das Feuer eröffnete.

Nach dem Angriff auf die Kirche begaben sich die Angreifer in die Stadt und zerstörten 60 Häuser und Getreidespeicher.
Unter den Opfern war auch ein Katechet, die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats und der Direktor des einzigen Gymnasiums der Stadt.
Die Probleme, die die Kirche in Nigeria bewältigen muss, sind riesig, und immer wieder sind Christen das Ziel islamistischer Extremisten. Doch die Kirche ist lebendig und wächst, und die Berufungen werden zahlreicher. Die Priesterseminare benötigen unsere Hilfe, um all die jungen Männer aufnehmen können, die an ihre Türen klopfen. KIRCHE IN NOT unterstützt einige Priesterseminare in Nigeria, wie zum Beispiel das Seminar der Diözese Jos mit 69 Studenten.

Der Bevollmächtige des Barnabitenordens beim Heiligen Stuhl, Generalprokurator Pater José Carbajal, erklärte gegenüber KIRCHE IN NOT: „Unsere Mission war in der italienischen Botschaft in Kabul angesiedelt. Dort war Pater Caleses im Seelsorge-Einsatz für die Botschaftsmitarbeiter und Katholiken aus anderen diplomatischen Vertretungen. Für die anderen Ordensgemeinschaften, die in Afghanistan tätig waren, stellte unsere Mission einen Stützpunkt dar, an dem sich alle getroffen haben.“ Laut dem Päpstlichen Jahrbuch „Annuario Pontificio“ lebten 2020 rund 200 Katholiken in Afghanistan. Zwei Priester, sechs Ordensfrauen und zwei Ordensmänner waren dort tätig.
Bis zur Einnahme Kabuls durch die Taliban sei die Situation laut Carbajal „relativ ruhig“ gewesen. Trotz der kleinen Zahl von Gläubigen und diverser Einschränkungen habe es „ein ziemlich normales kirchliches Leben“ gegeben. „Es gab Momente der Krise, aber es ist immer gelungen, die missionarische Tätigkeit aufrechtzuerhalten“, sagte der Generalprokurator.

Mit der Machtübernahme durch die Taliban hat sich die Situation dramatisch verändert. „Fast alle Katholiken haben Afghanistan verlassen“, erklärte Pater Scalese nach seiner Ausreise. Die Taliban hatten die Hauptstadt Kabul am 15. August eingenommen. Bei einem Terroranschlag in der Nähe des Flughafens am 26. August waren 183 Menschen ums Leben gekommen.
„Zurzeit ist Gebet die einzige Hilfe, die wir leisten können“, sagte der Ordensmann. Er erinnerte daran, dass „unsere Mission in Afghanistan am 13. Oktober 2017, am Ende der Feiern zum hundertsten Jahrestag der Marienerscheinungen in Fatima, dem Unbefleckten Herzen Mariens geweiht wurde.“ Am Tag der Evakuierung hätten er und seine Mitreisenden „den Schutz der Muttergottes“ deutlich gespürt. Pater Scalese äußerte den Wunsch, „die Gottesmutter möge alle Menschen in Afghanistan beschützen.“

Wir möchten Sie herzlich zum Bibel-Pfad einladen! Kommen Sie zu unserer Station und erfahren Sie mehr über unsere berühmte Kinderbibel.
Der Bibel-Pfad ist die Eröffnung der Bibel-Fest-Woche. Am 24.9.2021 öffnen viele verschiedene Institutionen in der Wiener Innenstadt ihre Tore und bieten Veranstaltungen, Workshops, Konzerte oder Ausstellungen zu biblischen Themen an.
Der Bibel-Pfad findet am 24.09.2021 in Wien statt. Die genauen Veranstaltungsorte und Uhrzeiten finden sich im Programmheft, das Sie sich unten herunterladen können.
Indem Sie einfach hingehen. Das Programm finden Sie hier auf der Homepage und bei allen teilnehmenden Institutionen.
Für alle, die sich in irgendeiner Form für die Bibel interessieren. Für alle die entdecken wollen, wo in ihrem Leben (in Spiritualität oder Sport, Kunst oder Kulinarik, Musik oder Meinungsaustausch, Politik oder Passionsspiel, Bildung oder Basteln, Literatur oder Liturgie, Humor oder Handwerk, Wandern oder Workshops…) sich die Bibel überall finden lassen kann.

Sie finden uns in der Jesuitenkommunität, Doktor-Ignaz-Seipel-Platz 1, in 1010 Wien,
von 14.00 Uhr bis 21.00 Uhr.
Bei uns finden Sie eine Ausstellung über unsere berühmte Kinderbibel “Gott spricht zu seinen Kindern”, die es bereits in mehr als 190 Sprachen gibt, ein Bibel-Quiz und alle unsere Produkte rund um die Kinderbibel.
Das YOUCAT-Buch ist der Katechismus der Katholischen Kirche für Jugendliche und junge Erwachsene. Die wichtigsten Glaubensinhalte werden kurz und leicht verständlich im Frage-Antwort-Stil zusammengefasst. Illustrationen machen das Buch, das mittlerweile in 58 Sprachen erschienen ist, noch attraktiver.
Die Ordensgemeinschaft der Töchter des heiligen Paulus hat das Buch nun ins Swahili übersetzt, um ihn auch den Jugendlichen in Tansania und Kenia zugänglich zu machen. Ende 2019 war die Übersetzung endlich fertig. Die Freude war groß, aber dann kam die Pandemie, die alles schwieriger machte. Die Schwestern hatten große Pläne gehabt: Sie wollten Schulen besuchen, um Schülern, Lehrern und Eltern das Buch vorzustellen. Jugendtreffen waren geplant und auch zahlreiche Initiativen im Rahmen der Jugendpastoral der Diözesen. Aber das Coronavirus blockierte diese Aktivitäten leider. Sobald es die Situation zulässt, machen die Schwestern weiter mit ihrem Engagement.

Trotz dieser Hindernisse freuen sich aber bereits viele junge Leute über das Buch. Besonders nützlich ist es für die Gefängnisseelsorge. Schwester Olga Massango von den Paulusschwestern schreibt: „Bruder Linus und Bruder Paul waren sehr froh und finden diese Bücher sehr hilfreich für unsere Schwestern und Brüder im Gefängnis. Wir sind KIRCHE IN NOT dankbar dafür, dass Sie uns geholfen haben, unsere Brüder und Schwestern zu erreichen, die die Erfahrung von Gottes Barmherzigkeit am nötigsten brauchen. Bitte seien Sie gewiss, dass wir für Sie und alle Wohltäter beten, besonders in dieser Zeit, in der Covid weiterhin Angst und Unsicherheit in der heutigen Welt verbreitet.“
Dank Ihrer Hilfe konnten wir mit 13.800 Euro den Druck von 6.000 Exemplaren finanzieren.
Bischof Stefano Li Side von Tianjin aus der Volksrepublik China starb am 8. Juni 2019 im Alter von 92 Jahren während seines Hausarrests.
Bischof Li Side hatte nie seine Treue zum Heiligen Stuhl bestritten. Es war diese Treue, die zu seiner mehrmaligen Verhaftung, zu 17 Jahren in Straflagern und seit 1992 zum Hausarrest in einem kleinen, entlegenen Bergdorf führte.

Die chinesischen Behörden erlaubten zum Beispiel kein öffentliches Begräbnis auf einem katholischen Friedhof.
Papst em. Benedikt XVI.: „Die Kirche in China braucht gerade in dieser Zeit das Gebet der Weltkirche. Ich lade zunächst alle chinesischen Katholiken ein, ihr Gebet fortzusetzen und zu intensivieren, insbesondere zu Maria, der starken Jungfrau. Aber es muss auch eine Verpflichtung für alle Katholiken der Welt sein, für die Kirche in China zu beten: Diese Gläubigen haben das Recht auf unser Gebet, sie brauchen unser Gebet.“
Dieses und viele andere Beispiele von zeitgenössischen Märtyrern finden Sie in unserem Kalender der Märtyrer.
Vom 12. bis 15. September reist Papst Franziskus in die Slowakei. Während seines Besuchs wird er auch mit Vertretern der Roma-Minderheit zusammenkommen. Etwa 350 000 Menschen der fünf Millionen Einwohner der Slowakei gehören dieser Ethnie an. Obwohl die Roma die größte Minderheit im Land sind, leben sie häufig am Rand der Gesellschaft und in ärmlichen Häusern und Wohnungen.
Mitten unter ihnen wohnt auch der griechisch-katholische Priester Martin Mekel. „Ich hatte nie daran gedacht, mit den Roma zu arbeiten – auch nicht, nachdem ich ins Priesterseminar in Prešov eingetreten war. Es war der Heilige Geist, der mich geführt hat“, sagt er im Gespräch mit KIRCHE IN NOT.

Der Beginn seines Engagements für die ethnische Minderheit war eine Begegnung mit einem jungen Roma, der in einem Kinderheim im Heimatdorf von Mekel lebte. Dieser hatte Martin Mekel, damals noch Seminarist, angesprochen und gefragt, ob er Gebetsversammlungen abhalte.
„So begannen wir und trafen uns in den Sommerferien mit einigen Roma-Jungen. Dann bat mich ein Freund, ein Salesianer, ihm bei der Betreuung von Roma-Kindern zu helfen. Und nach einiger Zeit fand ich mich in einem Dorf wieder, das zu 75 Prozent von Roma bewohnt wurde“, erinnert sich Mekel.
Die Volksgruppe der Roma haben eine wechselvolle Geschichte hinter sich. Sie bilden heute die größte ethnische Minderheit in Europa. Laut EU-Angaben gehören ihr zwischen zehn und zwölf Millionen Menschen an. Noch immer leiden viele von ihnen unter Vorurteilen und sozialen Ausgrenzungen, auch in der Slowakei.

Vor hundert Jahren lebten viele von ihnen ohne festen Wohnsitz. Doch dann beschloss das kommunistische Regime der damaligen Tschechoslowakei, sie zwangsweise anzusiedeln und in der staatlichen Industrie einzusetzen. Man brachte sie am Rand von Dörfern oder in städtischen Vororten unter, wo sie meist bis heute leben.
Genau hier lebt der griechisch-katholische Priester mit seiner Frau und den drei Kindern, mitten unter den Roma in einer Gemeinde nahe Prešov im Osten der Slowakei. Er leitet die griechisch-katholische Roma-Mission.
Zusammen mit seiner Familie betreibt er in der Nähe von Sigord ein Exerzitienhaus, das sie vor Jahren vom Staat erhalten haben. Das Gebäude ist zwar alt, aber es reicht noch für die Bedürfnisse aus. KIRCHE IN NOT hat das Zentrum kürzlich finanziell unterstützt, um eine neue Warmwasser-Heizanlage einbauen zu lassen. In seiner pastoralen Arbeit bringt Mekel den Roma den christlichen Glauben näher.

Dieser Eifer stößt aber nicht immer auf Akzeptanz bei denjenigen, die keine Roma sind. „Für sie war es einfach ungewohnt. Ein neuer Priester kommt ins Dorf, und plötzlich sind die Roma in der Kirche, im Gemeindehaus, überall … Es war nicht einfach“, berichtet der Priester über die Anfänge seiner Arbeit.
Heute bietet er regelmäßige Treffen für Roma an, um gemeinsam zu beten, sich auszutauschen und sie weiterzubilden. Die Aktivitäten sollten ihnen die Möglichkeit geben, ihre Talente und ihr Potenzial zu nutzen, wünscht sich Pfarrer Mekel.
Die meisten Nichtregierungsorganisationen arbeiten mit den Roma wie mit „Klienten“, bedauert er. „Ich bin Priester und kein Sozialarbeiter. Sie sind nicht unsere ,Klienten‘, sondern unsere Brüder und Schwestern.“

Die Roma wünschten sich laut einer Umfrage, so Martin Mekel weiter, weder höhere Bildung, noch Geld, sondern gute Beziehungen in ihrer Familie und Gemeinschaft. „Außerdem wollten sie akzeptiert werden, irgendwo dazugehören, denn viele Menschen möchten sie einfach nirgendwo sehen.“
Daher appelliert Mekel an seine Landsleute: „Vielleicht ist es an der Zeit, dass wir Slowaken zur Vernunft kommen und etwas Anderes von den Roma erwarten. Wir sollten aufhören, Koordinatoren oder Assistenten zu sein, und anfangen, Freunde zu sein.“
Mit Blick auf den bevorstehenden Papstbesuch wollen Pfarrer Mekel und sein Team die Gläubigen ermutigen, sich aufzumachen und den Papst zu treffen. Doch viele hätten vor einer Impfung gegen Covid-19 Angst, die jedoch Bedingung ist, um an den Veranstaltungen während des Papstbesuches teilzunehmen.
Er hoffe jedoch, dass die Begegnung des Papstes mit den Roma „einen langfristigen Einfluss auf die Beziehungen zwischen den Roma und der übrigen Gesellschaft haben wird. Ich bete, dass der Heilige Vater die Herzen der Menschen öffnet und der Gesellschaft hilft zu verstehen, dass es nötig ist, unsere Roma-Brüder und -Schwestern zu akzeptieren.“
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„Patris corde“ – Mit dem Herzen eines Vaters: Unter dieses Leitwort hat Papst Franziskus das Jahr des heiligen Josef gestellt, das noch bis zum 8. Dezember 2021 dauert. Anlass ist die Ausrufung des heiligen Josef zum Patron der Weltkirche vor 150 Jahren.
KIRCHE IN NOT hat unter seinen Projektpartnern in 140 Ländern viele Zeugnisse zusammengetragen, wie Sankt Josef weltkirchlich verehrt wird und mit welchem Vertrauen sich Gläubige an den Schutzpatron der Kirche wenden.
„Der heilige Josef ist ein Vorbild in allen Bereichen meines Lebens“, bekennt Domingo Buezo Leiva, ernannter Bischof von Sololá-Chimaltenango im Südwesten von Guatemala.

Seine Sicht auf den Nährvater Jesu ist, wie auch bei Projektpartnern in anderen Weltregionen, stark von den Nöten und Besonderheiten seines Landes geprägt: „Ich sehe den heiligen Josef als verantwortungsbewussten Mann, der für das Leben des Kindes und der Mutter sorgte. Deshalb musste er die Mühen der Flucht ertragen: Unannehmlichkeiten, Müdigkeit, Gefahren. Aber er hat dadurch das Leben des Jesuskindes gerettet“, erklärt Leiva.
Den Bischof erinnert das sehr an das „menschliche Drama“, das tausende Migranten aus Mittel- und Südamerika erleben, die auf der Suche nach Sicherheit und einem besseren Leben ihre Heimat verlassen. „Einige kämpfen buchstäblich darum, ihr Leben zu retten, wie Josef und Maria mit dem Jesuskind auf dem Arm“, beschreibt der Bischof die Situation.
KIRCHE IN NOT erreichten viele Zeugnisse von Priestern und Ordensleuten, beispielsweise aus Guinea-Bissau, Uruguay, Südafrika und Brasilien. Sie berichten, wie der heilige Josef in ihren Gemeinden und Gemeinschaften verehrt wird und wie sie das Josefsjahr begehen, so zum Beispiel in Manaus im Zentrum des Amazonas-Regenwaldes in Brasilien. Wie in vielen anderen Ländern Lateinamerikas ist hier die Verehrung des heiligen Josef in der ganzen Stadt weitverbreitet.

Dort wurde im Jahr 1848 das Priesterseminar San José gegründet. Die dort ausgebildeten Geistlichen gründeten eine gleichnamige Pfarrei. Jahre später wurde zwar das Seminar geschlossen, „aber die Verehrung des heiligen Josef bleibt erhalten, und die Pfarrei festigte sich“, erzählt Rektor Zenildo Lima.
Er leitet das heutige Priesterseminar der Erzdiözese Manaus, das KIRCHE IN NOT unterstützt. Auch die heutige Ausbildungsstätte ist wieder dem heiligen Josef geweiht.
Die Josefskirche von Manaus ist heute ein Wallfahrtsort. Am Hochfest des Heiligen, dem 19. März, strömen über 100 000 Gläubige dorthin. Und an jedem 19. eines Monats versammeln sich Gebetsgruppen und bitten um die Fürsprache des heiligen Josef. Es gibt auch ein eigenes Gnadenbild. „Dort ereignen sich zahlreiche Geschichten von Schmerz, Hoffnung und Gebet“, berichtet Lima.
So wie seine eigene: Im Dezember 2016 erkrankte der Priester an einer schweren Lungenentzündung. Mehrere Stunden schwankte er zwischen Leben und Tod. Schließlich konnte er das Krankenhaus verlassen. Der Seminar-Rektor erzählt: „Als meine damals 78-jährige Mutter mich sah, rannte sie auf mich zu, umarmte mich und flüsterte mir ins Ohr: ,Ich habe mich eindringlich an den heiligen Josef gewandt, um dich nicht zu verlieren.‘“

Auch andere Projektpartner von KIRCHE IN NOT schildern, wie sie die Hilfe des heiligen Josef in ihrem Leben erfahren haben, so zum Beispiel der Priester Godino Phokoso aus der Diözese Dedza in Malawi. „Mein Vater hat die Verehrung des heiligen Josef an mich weitergegeben“, berichtet er. „Er nannte ihn meistens einfach ,den Zimmermann’. Er sagte mir, dass Josef ein hart arbeitender und gerechter Mann gewesen sei, ein liebender Vater.“
Phokoso ist überzeugt davon, dass ihm der heilige Josef auf seinem Weg zum Priesterberuf geholfen hat – und noch immer hilft. „Er ist mein liebender Vater, der nicht müde wird, meine Bitten zu erfüllen – zum Beispiel eine gute Predigt zu halten, ein guter Diener Gottes zu sein und vieles mehr. Es ist wie eine Beziehung zwischen Vater und Sohn.“
Aus Dolda im Bundesstaat Jharkhand im Osten Indiens erreichte KIRCHE IN NOT eine ganze Liste von Wunderberichten, die der Pfarrer der dortigen Josefspfarrei, Jesuitenpater George Kerketta, der Fürsprache seines Kirchenpatrons zuschreibt: gelöste Ehe- und Familienkrisen, Priester- und Ordensberufungen aus der Pfarrei, Hilfe bei Unfällen oder sogar Tiger-Angriffen – in der im Urwald gelegenen Gemeinde kommt das immer wieder vor.

Ein Gläubiger habe sich von schweren Bisswunden erholt, nachdem seine Familie zum heiligen Josef gebetet habe, berichtet der Priester. KIRCHE IN NOT hat die Sanierung des Dachs seiner Pfarrkirche St. Josef unterstützt.
Das Josefsjahr, das von Dezember 2020 bis Dezember 2021 dauert, steht unter unter den Folgen der Corona-Krise. Das beschäftigt auch Ernest Adwok, den Pfarrer der Josefs-Kathedrale in Malakal im Südsudan. „Wir befinden uns in einem Lockdown und können deshalb nur wenige Aktivitäten in diesem Jahr anbieten. Wir hoffen, dass auf die Fürsprache des heiligen Josef die ganze Welt von der Pandemie befreit wird. Wenn wir auf Gott vertrauen, kann jede Veränderung eintreten“, schreibt Adwok an KIRCHE IN NOT.
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