Hilfsprojekte Archive - KIRCHE IN NOT Österreich
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Dank Eurer Hilfe konnten kürzlich in Ramnagar, der ältesten Missionsstation der Diözese Bettiah, eine neue Kapelle und ein Pfarrhaus eingeweiht werden. 28.400 Euro haben unsere Wohltäter dafür gespendet. Die Freude war groß: Der Bischof war eigens gekommen, und Priester, Schwestern und Gläubige aus der ganzen Umgebung nahmen an der Feier teil. Die neue Kapelle wurde mit einer feierlichen heiligen Messe eingeweiht und der Muttergottes gewidmet. Anschließend schnitt der Bischof das Band durch, um auch das Pfarrhaus zu eröffnen, und segnete das neue Gebäude mit Weihwasser.
Die Freude war groß: Der Bischof war eigens gekommen, und Priester, Schwestern und Gläubige aus der ganzen Umgebung nahmen an der Feier teil. Die neue Kapelle wurde mit einer feierlichen heiligen Messe eingeweiht und der Muttergottes gewidmet.
Die alte Kapelle und die Priesterwohnung waren schon über 100 Jahre alt gewesen und waren aus ungebrannten Lehmziegeln errichtet worden. Ratten und Termiten hatten die Bausubstanz stark beschädigt. Wasser drang ein, und das Dach drohte einzustürzen. Es wurde gefährlich, sich zu den Gottesdiensten zu versammeln, und die vielen Gläubigen passten nicht in die Kapelle.  In der Pfarrwohnung gab es zudem nicht einmal Sanitäranlagen. Außerdem gab es auch dort viel zu wenig Platz. Das Pfarrbüro befand sich auf der Veranda! Dank Eurer Hilfe gibt es nun außer den Wohnräumen für die Priester auch ein Gästezimmer, ein Büro, sanitäre Anlagen, Strom und eine Küche mit Lagerraum. So kann endlich daran gedacht werden, dass sogar noch ein weiterer Priester in die Pfarre kommt, um die Gläubigen zu betreuen, denn die Gemeinde soll sich weiterentwickeln.
„Wir möchten allen, die diese Hilfe ermöglicht haben, unsere aufrichtige Dankbarkeit ausdrücken. Wir versichern Sie unserer aufrichtigen Gebete. Gott segne Sie für Ihre Großzügigkeit!“ schreiben uns Bischof Sebastian Goveas.
„Wir möchten allen, die diese Hilfe ermöglicht haben, unsere aufrichtige Dankbarkeit ausdrücken. Wir versichern Sie unserer aufrichtigen Gebete. Gott segne Sie für Ihre Großzügigkeit!“ schreiben uns Bischof Sebastian Goveas und Pfarrer Pascal Anand. Wir geben diesen Dank gern an Euch weiter und schließen uns an.

KIRCHE IN NOT (international: ACN) unterstützt die Kirche in Pakistan bei ihrem Einsatz für die Flutopfer. Die schlimmsten Monsun-Überschwemmungen seit 30 Jahren hatten in den letzten Wochen große Teile des Landes verwüstet. Sechs Millionen Menschen sind von der Katastrophe betroffen, offiziell wurden bereits über 1.500 Todesopfer gemeldet. Die Soforthilfe fließt in die besonders stark von der Katastrophe betroffene Provinz Sindh mit den Diözesen Hyderabad und Karatschi.

Aus der Diözese Hyderabad berichtete Bischof Samson Shukardin dem Hilfswerk, dass alle 19 Pfarren in den 22 Bezirken der Provinz Sindh von der Flut schwer betroffen seien. „Tausende von Familien sind von den Fluten umgeben, und Tausende Menschen sitzen am Straßenrand unter menschenunwürdigen Bedingungen“, beschrieb der Bischof die Lage. „Sie verfügen über keine Lebensmittel, kein sauberes Trinkwasser, keine Unterkünfte, keine Latrinen und keine Gesundheitseinrichtungen. Der Verzehr von verunreinigtem Wasser führt zu Krankheiten, und die Mückenplage verbreitet verschiedene Hautkrankheiten und Malaria in den von den jüngsten Überschwemmungen betroffenen Gemeinden.“

Viele Familien hätten Zuflucht in den Kirchen gesucht, da ihre Häuser vom Regenwasser überflutet worden waren; aber auch viele Kirchen seien überschwemmt und durch das Wasser schwer beschädigt worden.

Die Kirche hilft Flutopfern in der Region Sindh.

Soforthilfe für über 5.000 Familien

Mit der Soforthilfe von KIRCHE IN NOT werden in der Diözese Hyderabad als Reaktion auf diese Katastrophe Lebensmittelpakete für einen Monat gekauft, bedürftige Familien erhalten Bargeldzuschüsse, mobile Gesundheitsstationen und Notunterkünfte werden aufgebaut und Hygieneartikel wie Moskitonetze und Mückenschutzmittel besorgt. Zudem werden vom Wasser beschädigte Kirchengebäude renoviert, um die vom Wasser aus ihren Häusern vertriebenen Menschen aufnehmen zu können. Insgesamt kommt die Soforthilfe über 5.000 Familien zugute.

Weitere Hilfen sendet KIRCHE IN NOT in die Diözese Karatschi. Dort finanziert die Diözese Lebensmittelpakete und Küchensets mit Grundnahrungsmitteln sowie Koch- und Reinigungsartikel für Familien, deren Häuser zerstört oder unbewohnbar geworden sind.

Der Erzbischof von Karatschi, Benny Travis, beschrieb die Lage in seiner Diözese in einer Nachricht an KIRCHE IN NOT: „Die Menschen leben unter freiem Himmel, ihre Häuser sind beschädigt; die Überschwemmungen haben Straßenverbindungen unterbrochen, die Versorgungsketten für Waren sind stark gestört; die Gefahr des Ausbruchs von Krankheiten steht aufgrund des stehenden Wassers und der vorhergesagten weiteren Regenfälle unmittelbar bevor.“

Papst Franziskus hatte die internationale Gemeinschaft zu einer raschen Reaktion auf die Situation in Pakistan aufgerufen und der Bevölkerung seine Solidarität und seine Gebete zugesichert. Als päpstliche Stiftung folgt „Kirche in Not“ diesem Aufruf.

Helfen Sie den Flutopfern in Pakistan mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Pakistan

Mit einem 2,28 Millionen Dollar schweren Hilfspaket ermöglicht das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ (international: ACN) den Schulbeginn in fast 200 libanesischen Schulen. Von der Unterstützung profitieren nach Angaben des Hilfswerks an die 30 000 Schüler und mehr als 6 000 Lehrer.

Aufgrund einer schweren Wirtschaftskrise wären viele Schulen im Libanon aus eigener Kraft nicht in der Lage gewesen, den Unterricht nach den Sommerferien wieder aufzunehmen. Bereits im vergangenen Schuljahr habe nach Informationen von „Kirche in Not“ jedes zehnte Kind den Schulbesuch abbrechen müssen, da seine Eltern die finanziellen Mittel nicht mehr hätten aufbringen können oder ausgewandert seien.

Die Unterstützung der Schulen ist eine wichtige Antwort auf die Krise.

Vielen Eltern ist es unmöglich, die Schulgebühren zu zahlen

Man sei davon überzeugt, dass der Fortbestand der christlichen Bevölkerung im Libanon davon abhänge, ob die Schulen geöffnet bleiben können, erklärte der Generalsekretär von „Kirche in Not“ (ACN), Philipp Ozores. „Die Unterstützung der Schulen ist eine wichtige Antwort auf die Krise, von der die libanesischen Christen heimgesucht werden“, sagte er. „In diesem Land findet der Religionsunterricht hauptsächlich in katholischen Schulen statt und nicht in Pfarren. Wenn katholische Schulen und Lehrer aus Mangel an finanziellen Mitteln zu verschwinden beginnen, wird sich das demografische Gleichgewicht schnell verändern.“

Insgesamt besuchen im Libanon nach Angaben des Hilfswerks derzeit 185 000 christliche und muslimische Schüler im Alter zwischen sechs und 18 Jahren rund 250 katholische Schulen.

Der finanzielle Zusammenbruch des Landes habe es vielen Eltern unmöglich gemacht, die Schulgebühren zu zahlen. Auch halböffentliche Schulen befinden sich in großer Not, denn obwohl sie Anspruch auf staatliche Subventionen haben, hat der libanesische Staat in den letzten vier Jahren die Kosten nicht übernommen.

Kinder in einer von Ordensfrauen geleiteten Katholischen Schule im Libanon.

Rund 30 000 Schüler und mehr als 6 000 Lehrer profitieren von der Hilfe

„Viele Schulen sind bankrott, sie können es sich nicht leisten, Lehrer zu bezahlen, und kämpfen darum, die Mittel zu finden, um sich selbst zu erhalten. Das große Risiko besteht darin, dass katholische Schulen geschlossen werden müssen, was auch eine langfristige Katastrophe für das Zusammenleben der Religionen wäre, da diese Institutionen eine wichtige Rolle in den Beziehungen zwischen Christen und Muslimen im Libanon spielen“, erklärte Ozores.

Ein weiteres Problem für viele Schulen sei die Stromversorgung, die bereits seit Jahrzehnten instabil ist. Libanesische Schulen seien bei Ausfällen auf Generatoren angewiesen, was bereits vor der Finanzkrise große Kosten verursacht habe.

Die nun freigegebenen 2,28 Millionen US-Dollar kommen Projekten zugute, die Stipendien für Lehrer auszahlen, Hilfe für Familien mit Schülern gewähren, katholische Religionslehrer an öffentlichen Schulen unterstützen, für die Installation von Sonnenkollektoren an katholischen Schulen sorgen und Schulmaterialien für Schüler an 89 Schulen finanzieren.

„Bis 2020 diente der größte Teil der finanziellen Hilfe von „Kirche in Not“ (ACN) für den Libanon dazu, syrische Flüchtlinge unterstützen, aber jetzt sind es libanesische Christen, die unsere Hilfe brauchen“, fasst Ozores die Situation zusammen.

Eine Missionsschwester vom Allerheiligsten Sakrament mit Schulkindern.
Unterstützen Sie die Christen im Libanon und die katholischen Schulen im Land mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Libanon

Dinajpur ist eine der ärmsten der acht Diözesen in Bangladesch. Katholiken bilden wie überall in dem mehrheitlich muslimischen Land nur eine winzige Minderheit an der Bevölkerung. Die meisten Gläubigen gehören ethnischen Minderheiten an. Sie sind doppelt benachteiligt: wegen ihres christlichen Glaubens und wegen ihrer ethnischen Zugehörigkeit. Sie werden diskriminiert und sind oft sogar tätlichen Übergriffen ausgesetzt. Nur die Kirche kümmert sich um sie und verhilft ihnen zu einem Leben in Würde. Und der Glaube ist den Menschen sehr wichtig. Sie nehmen aktiv Teil am Leben der Kirche.
Bischof Sebastian Tudu weihte das Pfarrhaus unter großer Beteiligung von Priestern, Schwestern und Gläubigen ein. Es war ein großes Fest, und es herrschte große Freude.

Die Christ-Königs-Pfarre von Nijpara soll bald geteilt werden. Ihrer Unterpfarre mit Sitz in Singra gehören zwanzig Dörfer an. Bald soll sie zu einer eigenständigen Pfarre erhoben werden, in der zwei oder drei Priester die Gläubigen betreuen. Aber es gab ein großes Problem: Es gab kein geeignetes Haus, in dem die Priester wohnen können und in dem Platz für weitere für die Arbeit der Pfarre notwendige Räumlichkeiten wäre, so beispielsweise das Büro und Unterbringungsmöglichkeiten für Gäste.

Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 30.000 Euro gespendet haben, konnte ein solches Pfarrhaus errichtet werden. Bischof Sebastian Tudu weihte es an Ostern unter großer Beteiligung von Priestern, Schwestern und Gläubigen ein. Es war ein großes Fest, und es herrschte große Freude. Pfarrer Peter Soreng schreibt uns: „Es ist großartig, dass die Gemeinde nun die Möglichkeit hat, von diesem Zentrum aus geistlich betreut zu werden. Die Gemeinde der Gläubigen ist Ihnen dankbar und betet für Sie alle.“

Die Diözese Kohima liegt im Bundesstaat Nagaland im armen und unterentwickelten Nordosten Indiens. Dort leben verschiedene Volksgruppen, die jeweils eine eigene Sprache sprechen. Die meisten leben von der Landwirtschaft, viele sind arbeitslos, und in den abgelegenen Dörfern kann die Mehrheit nicht lesen und schreiben. Aber der soziale Zusammenhalt ist in den Dörfern noch stark ausgeprägt.

Der katholische Glaube kam erst 1948 mit einigen Ordensfrauen auf das Gebiet der heutigen Diözese Kohima. Anfangs stießen sie auf großen Widerstand, und Menschen, die den katholischen Glauben annahmen, wurden sogar hart bestraft. Heute gehören 61.000 Gläubige, über 200 Diözesan- und Ordenspriester sowie 425 Ordensfrauen der Diözese an, die inzwischen 54 Pfarren hat. Und es gibt viele lokale Berufungen: 250 Schwestern und 58 Priester entstammen einheimischen Volksgruppen.

Zur großen Freude des Bischofs und der Gläubigen konnte das Zentrum Ende März 2022 eingeweiht werden. Es war ein großes Fest, und sogar der Apostolische Nuntius war zugegen.

Bischof James Thoppil liegt vor allem die religiöse Bildung der Laien am Herzen, und er sah großen Bedarf an der Ausbildung von Katecheten, Kursen für Ehevorbereitung und Ehepaare, einer verstärkten Arbeit mit Frauen, Kindern und Jugendlichen und vielem mehr. Dazu fehlte aber ein Ausbildungszentrum. Da der Bau eines neuen Zentrums unerschwinglich war, beschloss der Bischof, das ehemalige Kleine Seminar, das inzwischen an einen anderen Ort umgezogen war, in ein diözesanes Pastoralzentrum umzufunktionieren. Aber das alte Gebäude war stark renovierungsbedürftig, und die Holzelemente waren im Laufe der Zeit von Termiten angefressen worden. Es gab viel zu tun.

Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 20.900 Euro gespendet hatten, konnte die Renovierung in Angriff genommen werden. Einfach war das nicht, denn die Pandemie machte den Plänen zunächst einen Strich durch die Rechnung. Die Arbeiter, die aus verschiedenen Landesteilen stammten, mussten zu Beginn der Pandemie nach Hause zurückkehren. Es folgten mehrere weitere Lockdowns und viele Einschränkungen durch die Regierung. Es war auch nicht einfach, die Arbeiter später wieder zurückzubekommen. Dazu kamen die Preissteigerungen und die Inflation infolge der Pandemie. Aber langsam, aber sicher wurden die Arbeiten mit der Hilfe von Leuten aus dem Dorf angepackt.

Bischof Thoppil empfindet „riesige Dankbarkeit“ gegenüber allen, die geholfen haben. Vergelt’s Gott!
Ende März 2022 war es endlich soweit: Zur großen Freude des Bischofs und der Gläubigen konnte das Zentrum Ende März 2022 eingeweiht werden. Es war ein großes Fest, und sogar der Apostolische Nuntius war zugegen. Bischof Thoppil empfindet „riesige Dankbarkeit“ gegenüber allen, die geholfen haben. Vergelt’s Gott!

Das internationale Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) kündigt eine Sonderhilfe für Ordensschwestern und Priester in Sri Lanka an, die unter einer schweren wirtschaftlichen und sozialen Krise leiden.

„Die wirtschaftliche Lage im Land ist sehr ernst. Es gibt viele arme Menschen, die weder Lebensmittel noch Medikamente haben. Die Warteschlangen sind riesig, kilometerlang; Menschen stehen Schlange, um Treibstoff, Benzin, Milchpulver, Zucker, Reis, Medikamente zu kaufen…. Zahlreiche Menschen sind in den Warteschlangen gestorben, während sie etwas kaufen wollten. Es gibt Kinder, die wegen fehlender Aufsicht in ihren Häusern ums Leben gekommen sind, weil ihre Eltern so lange abwesend waren“, so beschreibt Msgr. Valence Mendis, Bischof von Kandy und apostolischer Administrator von Chilaw, die schreckliche Situation, unter der die Bevölkerung leidet.

Die lokale Kirche kämpft selbst ums Überleben. Auch die Priester und Ordensleute sind von der Krise stark betroffen.

Die Kirche selbst kämpft ums Überleben

Die lokale Kirche ist nicht in der Lage, ihre eigenen Grundbedürfnisse zu befriedigen, aber hat keine Mittel, um das Leid derer zu lindern, die um Hilfe bitten. „Viele Menschen haben ihre Arbeit verloren und die Preise sind in astronomische Höhen gestiegen. Die Menschen sind nicht in der Lage ihren täglichen Bedarf zu decken. Auch unsere Priester und Ordensleute sind von der Krise stark betroffen. Daher wäre ich dankbar, wenn ich in dieser kritischen Zeit Messstipendien für Priester und finanzielle Unterstützung für Ordensleute erhalten könnte“, schreibt Msgr. Mendis an KIRCHE IN NOT. „Wir brauchen Ihr Gebet“, bittet er.

Dies ist eine der vielen Anfragen, die das Hilfswerk aus dem asiatischen Land erhalten hat. Als unmittelbare Reaktion wird KIRCHE IN NOT insgesamt 19 Projekte unterstützen, um Priestern mit Messstipendien und Ordensschwestern und Katecheten mit Nothilfeprogrammen zu helfen.

Der Gesamtbetrag der Unterstützung beläuft sich auf 465.365 €. Während der Pandemie hat KIRCHE IN NOT bereits die Kirche im Sri Lanka mit einem ähnlichen Notprogramm für die Diözesen unterstutzt.

Msgr. Valence Mendis, Bischof von Kandy und apostolischer Administrator von Chilaw

Chaotische Zustände im Land

Papst Franziskus bat während des Angelusgebets am Sonntag, den 10. Juli, darum, den Schmerz des sri-lankischen Volkes zu hören. Der Heilige Vater versicherte die Menschen in Sri Lanka seiner Nähe in ihrem Leid  und rief dazu auf, den Schrei der Armen nicht zu ignorieren und für den Frieden im Land zu beten.

Sri Lanka befindet sich in einer schweren Finanzkrise, die durch korrupte politische und wirtschaftliche Praktiken verursacht wurde, die die Auslandsverschuldung des Landes in die Höhe getrieben haben, sowie durch eine enorme Inflation und willkürliche Vorschriften, die in den letzten zwei Jahren die Ernte und die Erträge des Landes geschmälert haben. Dazu kamen die Folgen der Corona-Pandemie, durch die die Einnahmen aus dem Tourismus wegfielen.  Die Finanzkrise hat zu politischem Chaos und landesweiten Massenprotesten geführt, die den Rücktritt von Präsident Gotabaya Rajapaska gefordert haben. Am Freitag, den 15. Juli, trat Rajapaska in Singapur zurück, wohin er nach seiner Flucht auf die Malediven gekommen war.

Um der notleidenden Kirche in Sri Lanka helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Sri Lanka

Im Jahr 2021 erhielt KIRCHE IN NOT (ACN) mehr als 133 Millionen Euro an Spenden, um verfolgten und notleidenden Christen auf der ganzen Welt zur Seite zu stehen. Das sind über zehn Millionen Euro mehr als im Jahr zuvor.

Die österreichischen Wohltäter haben mehr als 3,5 Millionen Euro gegeben. Herbert Rechberger, Nationaldirektor von KIRCHE IN NOT-Österreich: „Wir müssen jeden Tag Gott und den Wohltätern danken. Auch während der Covid-19-Pandemie haben unsere Wohltäter die bedrängten und verfolgten Christen nicht vergessen! Dafür gilt ihnen unser herzlichster Dank“

KIRCHE IN NOT unterstützt die Arbeit von christlichen Schulen im Libanon. © Kirche in Not

5298 Projekte in 132 Ländern

Von den 133 Millionen Euro Spendengeldern hat KIRCHE IN NOT 2021 Hilfsprogramme in einem Umfang von gut 106 Millionen Euro finanziert. Knapp 93 Millionen Euro davon flossen in 5298 Projekte in 132 Ländern. Rund 13 Millionen Euro hat KIRCHE IN NOT für Information sowie Interessenvertretung für bedrängte und notleidende Christen aufgewendet. Dazu gehört beispielsweise die Durchführung der Gebets- und Solidaritätsaktion „Red Wednesday“ im November oder die Produktion und Verbreitung des Berichts „Religionsfreiheit weltweit“, der im April 2021 vorgestellt wurde. Der Bericht nimmt die Situation die Menschenrechtslage in 189 Ländern in den Blick.

Die Verwaltungskosten lagen bei 6,7 Prozent der Gesamtausgaben. 14 Millionen Euro wurden für Wohltäterbetreuung und Spendenwerbung aufgewendet. Ein Überhang von 4,6 Millionen Euro wurde für die Projektarbeit im laufenden Jahr zurückgestellt.

Corona-Nothilfe und Lebensmittelpakete für 1600 bedürftige Familien in Pakistan © Kirche in Not

Afrika, Asien und der Nahe Osten an der Spitze

KIRCHE IN NOT hat 2021 Projekte in 1181 katholischen Diözesen unterstützt; das sind knapp 40 Prozent aller Bistümer weltweit. Die katholischen Gemeinden in Indien haben im vergangenen Jahr am meisten Hilfen von KIRCHE IN NOT bekommen; sie waren sehr stark von den Auswirkungen der Covid-19-Pandemie betroffen. Insgesamt hat das Hilfswerk in Indien Projekte in einem Umfang von über 12 Millionen Euro finanziert.

Danach folgen in der Länderliste die Ukraine, der Libanon, Syrien und die Demokratische Republik Kongo. Der afrikanische Kontinent hat knapp 31 Prozent der Projekthilfen erhalten, gefolgt von Asien und Ozeanien mit über 22 Prozent. Im Nahen Osten, wohin knapp 17 Prozent der Gelder gingen, setzt KIRCHE IN NOT sein Engagement vor allem in Libanon, Syrien und Irak fort.

Die Auswirkungen der Pandemie in ärmeren Ländern verlangten von KIRCHE IN NOT auch 2021 einen besonderen Einsatz. Gut 10 Millionen Euro flossen in Projekte wie Schutzausrüstungen für Seelsorger, Nahrungsmittelhilfen für Menschen, die wegen der Lockdowns ohne Lohn und Brot dastanden oder Existenzhilfen für Klöster, die wegen der Pandemie kaum Einnahmen erzielten.

Junge Erwachsene aus Syrien danken für die Unterstützung von Sommerlagern durch KIRCHE IN NOT.

Jeder achte Priester von KIRCHE IN NOT unterstützt

Ein wichtiger Förderposten von KIRCHE IN NOT ist die Unterstützung von Priestern in Weltregionen, in denen sie wenig oder gar keinen Lohn erhalten. Dies erfolgt vor allem über Messstipendien, freiwillige Gaben für die Feier einer heiligen Messe in einem bestimmten Anliegen. Die Stipendiengelder sichern das finanzielle Auskommen der Seelsorger und fließen in die Gemeindearbeit. KIRCHE IN NOT hat 2021 rund 53 000 Priestern Mess-Stipendien zukommen lassen, das ist jeder achte Geistliche weltweit. Unterstützung erhielten auch über 13 000 Priesteramtskandidaten bei ihrer Ausbildung, das sind mehr als 12 Prozent der angehenden Seelsorger.

KIRCHE IN NOT half 2021 darüber hinaus beim Bau und der Renovierung von über 300 Kirchen, rund 160 Klöstern, 295 Gemeindezentren und 52 Priesterseminaren. Auch konnten mehr als 1300 Autos, Motorräder, Geländewagen oder Boote angeschafft werden, damit Seelsorger auch Gemeinden in abgelegenen Gebieten erreichen können.

Helfer aus dem Libanon danken KIRCHE IN NOT für die Unterstützung.

Große Unterstützung für die Ukraine

„Der Krieg in der Ukraine ist für dieses Jahr ein weiterer Schwerpunkt“, stellt Nationaldirektor Herbert Rechberger fest: „Die Ukraine gehört seit Jahrzehnten zu den Ländern, in denen wir am meisten helfen. Wir haben viele Partner vor Ort. Deshalb konnten wir sofort nach Kriegsausbrauch mit der Hilfe für Vertriebene, Flüchtlinge und Notleidende beginnen.

Wir sind überzeugt, dass die Wohltäter dieses Anliegen auch in Zukunft so engagiert mittragen wie bisher. „KIRCHE IN NOT steht an der Seite der Christen, die in Not und Verfolgung leben und sich für Nächstenliebe einsetzen. Das ist aktuell wichtiger denn je.“

Sonka ist das ärmste und abgelegenste der 35 Dörfer, die zu der Pfarre Nijpara in der Diözese Dinajpur gehören. Es liegt 20 Kilometer vom Sitz der Pfarre entfernt. Zwanzig katholische Familien leben dort. Sie sind tiefgläubig und nehmen aktiv am kirchlichen Leben teil.

Bislang gab es aber ein Problem: Das Dorf hatte nur eine alte aus Lehm gebaute Kapelle, die durch Regen und andere Witterungseinflüsse unbenutzbar geworden war. Außerdem war sie viel zu klein für die Gläubigen gewesen. Die Gläubigen hatten sich schon lange eine neue Kapelle gewünscht, um sich dort zum Gebet und zur Heiligen Messe versammeln zu können. Aber die meisten Einwohner von Sonka sind arm und leben von der Hand in den Mund. Viele sind Tagelöhner und schaffen es kaum, ihre Familien zu ernähren. Sie konnten daher nicht die Mittel für den Bau aufbringen.

Die Gläubigen hatten sich schon lange eine neue Kapelle gewünscht, um sich dort zum Gebet und zur Heiligen Messe versammeln zu können.

Daher hatte sich der Pfarrer vertrauensvoll an KIRCHE IN NOT gewandt und hatte uns um Hilfe gebeten. Ihr habt ihn und seine Gläubigen nicht im Stich gelassen und habt 11.429 Euro für den Bau einer neuen Kapelle gespendet. Dank Eurer Hilfe konnte sie inzwischen eingeweiht werden. Der Jubel in der Gemeinde war groß, und die Menschen nehmen jetzt noch häufiger an den Gottesdiensten teil.

Pfarrer Narayan Singh schreibt uns: „Die Gläubigen von Sonka sind überglücklich, die neue Kapelle in ihrem Dorf zu sehen. Es ist großartig für sie, eine gute Atmosphäre für das Gebet und die Liturgie zu haben. Die Gemeinde ist Ihnen sehr dankbar und betet für Sie alle.“

Mit einem Hilfspaket von fast 1,5 Millionen Euro bewahrt KIRCHE IN NOT über 90 katholische Schulen im Libanon vor der sofortigen Schließung. Die Mittel sollen dazu beitragen, jene große Wirtschaftskrise im Land zu bewältigen, die soziale Einrichtungen massiv bedrohe. KIRCHE IN NOT folgt mit dem Hilfspaket einem Aufruf des Apostolischen Nuntius im Libanon, Erzbischof Joseph Spiteri.

„Der Libanon leidet unter der größten Währungsabwertung in seiner Geschichte. Es gibt eine massive Auswanderung, und die soziale Grundversorgung bricht zusammen“, erklärte der Generalsekretär von KIRCHE IN NOT International, Philipp Ozores, nach seiner Rückkehr aus dem Libanon. „Das ist die größte Bedrohung für die christliche Präsenz im Libanon in den vergangenen Jahrzehnten.“

Nach dem massiven Exodus der Christen aus dem Irak und Syrien sei der Libanon das einzig verbliebene Land im Nahen Osten mit einer bedeutenden christlichen Gemeinschaft.

Ziel sei es nun, über 90 Schulen vor der Schließung zu retten. Hilfsempfänger seien 61 Schulen in ländlichen Gebieten und Armenvierteln von Beirut sowie 19 über das ganze Land verteilte Fachschulen. „Wenn wir jetzt nicht handeln, wird diese schreckliche und andauernde Krise dazu führen, dass Tausende von Kindern ohne Schulbildung bleiben und noch mehr christliche Familien zur Auswanderung bewegt werden“, fürchtet Ozores.

Schwester Rima Maalouf, Leiterin einer Schule in Libanon, und Philipp Ozores, Generalsekretär von KIRCHE IN NOT International.

Hilfe für Schulen in vielen Regionen Libanons

In einer ersten Phase habe sich KIRCHE IN NOT nun dazu verpflichtet, diese mehr als 90 Schulen durch zwölf Hilfsprogramme zu unterstützen. Ein Teil dieser Hilfe wird in Form von Stipendien für Schüler aus den bedürftigsten Familien geleistet, die je nach Schule zwischen 25 und 70 Prozent der gesamten Schülerschaft ausmachen. Dadurch würden Familien entlastet, die aufgrund der Krise derzeit nicht in der Lage seien, die Schulgebühren zu bezahlen.

Ein weiterer Teil sei eine Soforthilfe für Lehrer und Verwaltungsangestellte der Schule. „Ihnen ein stabiles Gehalt zu geben, ist eine der Säulen unserer Programme“, erklärte Philipp Ozores. Mehr als 2000 Grund- und Sekundarschullehrer hätten den Libanon in den vergangenen Monaten verlassen, um in Europa oder Ländern am Persischen Golf Arbeit zu suchen. Das derzeitige Durchschnittsgehalt eines Schulleiters sei von 1.000 US-Dollar auf nur noch 50 US-Dollar pro Monat gesunken.

Eine katholische Schule in Libanon.

Schulen sind wichtige Pfeiler des sozialen Zusammenhalts

Mit den Schulen würde ein wichtiger Pfeiler des sozialen und kulturellen Zusammenhalts in dem zersplitterten Land verloren gehen. Die katholischen Schulen im Libanon stünden Schülern aller Glaubensrichtungen offen. In Regionen mit muslimischer Mehrheit seien bis zu 90 Prozent der Schüler Muslime.

Ozores betonte: „Die Kirche im Libanon hat sich seit Generationen für die Bildung von Muslimen und Christen gleichermaßen eingesetzt. Das hat sich positiv auf die Mentalität vieler Libanesen ausgewirkt und als Bollwerk gegen die Art von religiösem Fanatismus und Extremismus gewirkt, die wir in anderen Teilen der arabischen Welt erleben.“

In einer katholischen Grundschule in Libanon.

Viele Eltern können nicht mehr die Schulgebühren bezahlen

Bis vor etwa zwei Jahren sei das Schulgeld von den Familien gezahlt worden, das Lehrpersonal jedoch von der Regierung finanziert. Aufgrund der Finanz- und Wirtschaftskrise seien die Eltern nicht mehr zur Zahlung des Schulgeldes in der Lage und die libanesische Regierung habe ihren Teil seit geraumer Zeit nicht mehr geleistet. In einigen Fällen befänden sich die Schulen bereits seit vier Jahren ohne staatliche Hilfe und könnten ihre Lehrer nicht mehr bezahlen.

In den vergangenen Jahren konzentrierte sich die Hilfe von KIRCHE IN NOT für den Libanon auf die Unterstützung christlicher Flüchtlinge aus dem syrischen Bürgerkrieg. In den Jahren 2020 und 2021 hat die Organisation ihre Hilfe für den Wiederaufbau von Kirchen und anderen Gebäuden in Beirut nach der Explosion im Hafen sowie die Soforthilfe für bedürftige Familien massiv aufgestockt.

Unterstützen Sie die Arbeit der Kirche im Libanon für die notleidende Bevölkerung und die katholischen Schulen mit Ihrer Spende  – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
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Verwendungszweck: Libanon

Monsignore Joseph Spiteri stellt fest, dass der Libanon ein einzigartiges Land im Nahen Osten ist, weil er auf einer zivilen Verfassung gründet, in der die Gewissens- und Meinungsfreiheit respektiert werden. Der diplomatische Vertreter des Heiligen Stuhls dankt KIRCHE IN NOT dafür, dass es durch Projekte, die die Christen zum Bleiben ermutigen, dazu beiträgt, dieses Gleichgewicht zu erhalten.

Der Libanon befindet sich in einer noch nie dagewesenen Wirtschaftskrise und viele Libanesen sind geneigt, das Land zu verlassen, oder haben es bereits getan. Während eines Treffens mit Vertretern von KIRCHE IN NOT (ACN), die das Land besuchten, um von der Päpstlichen Stiftung geförderte Projekte zu besichtigten, erklärte der maltesische Erzbischof Joseph Spiteri, der Botschafter des Heiligen Stuhls – oder Apostolischer Nuntius – im Libanon, dass „die Christen im Allgemeinen besser ausgebildet, besser vorbereitet sind und mehr Verwandte im Ausland haben, sodass es für sie einfacher ist, auszuwandern und gute Arbeitsplätze zu finden“.

Erzbischof Msgr. Joseph Spiteri, Nuntius im Libanon

Die Projekte sollen Christen ermutigen, im Land zu bleiben

Umso wichtiger ist es, in Projekte zu investieren, die Christen ermutigen, im Land zu bleiben. Ein gutes Beispiel dafür ist die Unterstützung der Kirche für Schulen. „Die Katholische Kirche betreibt im Libanon etwa 330 Schulen. Etwa 90 davon sind sogenannte ‚‘unterstützte Schulen‘. Sie sind vor allem auf arme Familien ausgerichtet und sind privat, erhalten aber die Hälfte der Schulgebühren von der Regierung; die andere Hälfte kommt von den Eltern. Doch obwohl das Schulgeld sehr niedrig ist, zahlt die Regierung wegen der Wirtschaftskrise ihren Anteil nicht.

Da die Regierung bankrott ist, hat die Kirche beschlossen, nicht länger zu warten, sondern an einer Lösung zu arbeiten. Sie stellte bei KIRCHE IN NOT einen Antrag auf finanzielle Förderung, der bewilligt wurde. Die Hälfte des Betrags wurde bereits gezahlt, die andere Hälfte ist auf den Weg gebracht. Nuntius Spiteri zufolge ist die Bedeutung dieser Hilfe gar nicht hoch genug einzuschätzen. „Diese Schulen sind sehr wichtig, weil sie die christliche Präsenz bewahren, die Familien in den Dörfern halten und Arbeitsplätze für Lehrer und nicht-akademisches Personal schaffen.“

Mithilfe von KIRCHE IN NOT war die Kirche in der Lage, den Lehrern in über 50 Schulen einen Zuschuss in Höhe von 300 Dollar und nicht-akademischem Personal 180 Dollar pro Schuljahr zu gewähren. Dieses Geld ist ein wichtiger Beitrag zur Deckung der Grundversorgung, wie Lebensmittel und Benzin, denn in der derzeitigen Krise geben viele Lehrer, deren Gehalt manchmal 50 bis 100 Dollar nicht übersteigt, mehr Geld für Benzin aus, um zur Arbeit zu gelangen, als sie verdienen. Weitere, noch kommende Gelder von KIRCHE IN NOT sollen hauptsächlich für Stipendien verwendet werden, als Hilfe für die ärmsten Familien, damit ihre Kinder weiterhin in der Schule angemeldet bleiben können.

„Wir schulden KIRCHE IN NOT ein großes Dankeschön. Danke für all die Hilfe, die Sie dem Libanon und den Christen im Libanon haben zukommen lassen, damit sie weiterhin hierbleiben und dieses wunderbare, wunderbare Land aufbauen können, das ein einzigartiges Land im Nahen Osten ist. Ich werde Sie in meine Gebete einschließen und bitte Sie, uns, den ganzen Libanon und insbesondere die libanesischen Christen in Ihre Gebete einzuschließen. Gott segne Sie“, sagte Mons. Spiteri in einer Nachricht an die Spender.

Schwester Rima Maalouf mit Schülern.

KIRCHE IN NOT erhöhte die Unterstützung auf das Vierfache

KIRCHE IN NOT unterstützt seit vielen Jahren Projekte im Land, doch die massive Wirtschaftskrise, die den Libanon nach den Aufständen von 2018 getroffen und das libanesische Pfund auf etwa ein Zwanzigstel seines früheren Wertes hat absacken lassen – wie auch die katastrophale Explosion, die den Hafen von Beirut und einen großen Teil der Stadt dem Erdboden gleichgemacht und die Krise noch verschärft hat – waren Anlass zu einer Erhöhung der Unterstützung auf das Vierfache.

Msgr. Joseph Spiteri betont, wie wichtig es ist, die christliche Präsenz im Libanon zu erhalten, auch, um das soziale Gleichgewicht zu schützen, das das Land so besonders macht.

„Der Libanon unterscheidet sich von allen anderen Ländern des Nahen Ostens. Nicht nur, weil es bei uns mehr Christen gibt, sondern weil es das einzige Land in der Region ist, das sich auf eine zivile Verfassung stützt. Die Gewissens- und Meinungsfreiheit werden hier seit jeher geachtet. Es ist wichtig, dass der Libanon sich diese Identität bewahrt. Es ist ein schwieriger Balanceakt, die Rechte der Einzelnen und die kollektiven Rechte der Gemeinschaften zu wahren. Aber es ist gelungen, und es kann gelingen, wir brauchen den guten Willen aller. Das ist die Identität des Libanon, das ist der Grund, warum der Libanon so anders ist.“

Eine Missionsschwester vom Allerheiligsten Sakrament mit Kindern.

Papst Franziskus möchte den Libanon besuchen

Es ist auch der Grund, warum Papst Franziskus wiederholt geäußert hat, er wolle den Libanon besuchen, um dieses soziale Vorhaben und insbesondere die christliche Gemeinschaft zu bestärken. „Der Papst will kommen. Er hat es gegenüber dem Präsidenten und dem Premierminister wiederholt, als sie vor Kurzem den Vatikan besucht haben“, erklärt der päpstliche Botschafter. Im April hatte der Präsident angekündigt, dass Papst Franziskus im Juni ins Land kommen werde. Der Vatikan hat es zwar noch nicht offiziell bestätigt, sagt jedoch, dass diese Möglichkeit durchaus besteht.

Der Nuntius hegt eine gewisse Hoffnung, dass die kommenden Wahlen im Mai zu einer stabileren Regierung führen werden, die es wiederum ermöglichen könnte, dass das Land endlich eine Vereinbarung mit dem IWF und der Weltbank trifft, damit die Wirtschaft wieder auf die Beine kommt und das Vertrauen wiederhergestellt wird.

„Ohne Vertrauen kann der Libanon keine Investitionen anziehen, aber es gibt Potenzial, zum Beispiel in der Landwirtschaft und im Tourismus, wo neue Arbeitsplätze geschaffen werden können. Wir müssen junge Menschen davon überzeugen, dass sie bleiben und interessante Dinge tun können. Das ist eine große Herausforderung“, schließt Erzbischof Joseph Spiteri.

Im Jahr 2021 hat KIRCHE IN NOT  79 Projekte mit mehr als 5 Millionen Euro unterstützt.
Unterstützen Sie die Arbeit der Kirche im Libanon für die notleidende Bevölkerung und die katholischen Schulen mit Ihrer Spende  – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Libanon

Einhundertzehn Priester sind in der Diözese Jagdalpur tätig. Ihr Dienst ist hart und entbehrungsreich, denn sie arbeiten vor allem in den abgelegenen und unterentwickelten Gebieten und müssen weite und beschwerliche Wege zurücklegen. Die Diözese erstreckt sich über rund 39.000 Quadratkilometer und ist damit flächenmäßig fast so groß wie die Niederlande oder die Schweiz. Von den 2,9 Millionen Einwohnern sind nur etwas über 11.000 katholisch. Die meisten von ihnen gehören ethnischen Minderheiten an.

Die Diözese wurde 1972 gegründet. Die ersten Priester kamen aus anderen Gegenden Indiens und gehörten dem einheimischen Orden der „Karmeliten von der Unbefleckten Jungfrau Maria“ an. Seit 1990 gibt es auch einheimische Berufungen. Zurzeit sind 15 junge Männer im Priesterseminar, und 18 weitere im Kleinseminar. Das Beispiel der Priester, das sie von Kindheit an sehen durften, hat sie inspiriert. „Die Leute wundern sich, warum die Priester ihre Familie und ihre Herkunftsregion verlassen. Sie sehen, dass die Priester keine beruflichen Chancen suchen, sondern bei ihnen sind und ihnen dienen“, bringt es Pater Tijo Manjamakkil  auf den Punkt. Die Priester verkünden den Armen und an den Rand Gedrängten die Frohe Botschaft, teilen ihr schweres Leben und versuchen, ihnen schrittweise dabei zu helfen, ihre Lebensumstände zu verbessern. Sie werden „allen alles“ (1 Kor 9,22), wie es der Apostel Paulus schreibt.

Inzwischen konnte der Grundstein für dieses Haus gelegt und mit dem Bau begonnen werden.

Manche der Priester, die viele Jahre lang das Leben der Kirche in der Region auf ihren Schultern trugen, sind nun alt oder durch die harten Lebensumstände krank. Sie können nicht mehr allein in den abgelegenen Dörfern bleiben, sondern müssen medizinisch behandelt werden und brauchen Pflege. Daher möchte die Diözese das Haus „Schalom“, ein Heim für alte und kranke Priester, einrichten, wo sie nach ihrem jahrzehntelangen aufopferungsvollen Dienst nun selbst Fürsorge und Hilfe erfahren sollen.

Unsere Wohltäter haben 30.000 Euro gespendet, und inzwischen konnte der Grundstein für dieses Haus gelegt und mit dem Bau begonnen werden. Allen, die geholfen haben, ein herzliches Vergelt’s Gott!

Im Rahmen seiner Nothilfepakete für die Ukraine vergibt KIRCHE IN NOT auch mehr als eine halbe Million Euro an Messstipendien. Sie kommen rund 1900 Priestern des lateinischen und byzantinischen Ritus zugute und unterstützen deren pastoralen und karitativen Einsatz für die notleidende Bevölkerung im Kriegsgebiet.

Bei Messstipendien handelt es sich um freiwillige Gaben für die Feier einer heiligen Messe, oft verbunden mit einer Gebetsbitte in einem bestimmten Anliegen beziehungsweise für lebende oder verstorbene Personen. Der Brauch geht auf die frühe Kirche zurück.

In Weltregionen, in denen Priester wenig oder gar keinen Lohn erhalten, sichern Mess-Stipendien den Lebensunterhalt der Seelsorger und kommen der Gemeindearbeit zugute. Die Vergabe ist im Kirchenrecht geregelt. KIRCHE IN NOT leitet jedes Jahr rund eine Million Mess-Stipendien weiter.

Einer der Hilfeempfänger in der Ukraine ist Andrij Bodnaruk aus Kiew. Er ist Priester der mit Rom unierten ukrainischen griechisch-katholischen Kirche. Seit Beginn des Krieges ist er nur noch mit kugelsicherer Weste unterwegs: zu Menschen in Flüchtlingsunterkünften oder zu Bewohnern der Hauptstadt, die zu alt oder zu gebrechlich sind für die Flucht.

Pfarrer Andrij Bodnaruk, Priester der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche aus Kiew.

Nothilfe für die Ukraine

Helfen Sie den notleidenden Menschen in der Ukraine.

Nur noch mit kugelsicherer Weste unterwegs

So wie eine 90-jährige blinde Frau, die allein mit ihrer Tochter lebt. Pfarrer Andri schaut regelmäßig bei den beiden vorbei. Er bringt ihnen Lebensmittel und Medikamente, die er mit Spendengeldern von KIRCHE IN NOT und anderen Hilfsorganisationen kauft.

Die Besuche würden jedoch immer schwieriger: „Ich habe kein eigenes Auto, deshalb bin ich auf Hilfe angewiesen“, erzählt Pfarrer Andrij. Doch Benzin ist knapp und teuer; das meiste geht an das Militär. Oft müssen der Priester und seine Helfer stundenlang an der Tankstelle warten. Die Mittel von KIRCHE IN NOT helfen auch ganz elementar, dass genug Sprit im Tank ist. Nur so können die Lebensmittelpakete die bedürftigen Menschen erreichen.

Menschen, die sich in einer U-Bahn-Station in Sicherheit gebracht haben, beten gemeinsam.

Gottesdienst im U-Bahn-Schacht

Doch Pfarrer Andrij bringt auch geistliche Unterstützung: Der Priester feiert oft die Haus-Kommunion mit seinen Gemeindemitgliedern, weil auch die Seele Trost und Nahrung braucht. Deshalb ist auch ein U-Bahn-Schacht im Zentrum von Kiew zu einer neuen „Kathedrale“ für die schutzsuchenden Menschen geworden. Pfarrer Andrij feiert dort mit seinen Mitbrüdern der griechisch-katholischen Kirchen regelmäßig die Liturgie.

Die Unterstützung von KIRCHE IN NOT macht es möglich, dass er ihnen wenigstens kleine Hilfen zukommen lassen kann; denn die Ersparnisse sind durch die Flucht und die Teuerung bei den Lebensmitteln nahezu aufgebraucht. „Manchmal schwindet auch bei mir die Zuversicht, und Panik macht sich breit. Wir wissen nicht, was noch alles passieren wird“, sagt der junge Priester gegenüber KIRCHE IN NOT.

Ein griechisch-katholischer Priester bringt humanitäre Hilfen zu seinen Gemeindemitgliedern.

„Die Kraft zum Überleben kommt aus dem Glauben”

Das Gebet, Zeiten der Stille und das Gespräch mit seinen Gemeindemitgliedern würden auch ihm helfen, wieder neue Kraft zu tanken. Er versucht, den Menschen und besonders den Soldaten zu vermitteln, dass Zorn nicht gut ist.

Der Seelsorger erinnert sie an Jesus, der seinen Mördern vergeben hat: „Wir sollen den Feind nicht verfluchen, wir dürfen nicht wie er sein. Die Kraft zum Überleben kommen aus dem Glauben und aus dem Vertrauen in den Herrn“, ist Pfarrer Andrij überzeugt.

Währenddessen können Menschen auch zur Beichte und zum Seelsorge-Gespräch kommen. Die Menschen stehen dafür mitunter in langen Schlangen an. Ordensschwestern unterstützen die Priester bei der karitativen und seelsorgerischen Arbeit. Nicht zuletzt gestalten sie die Gottesdienste in den Schutzbunkern mit ihren feierlichen Gesängen, den so viele Menschen gerade jetzt schätzen.

Gebetsandacht in einem Bunker in Kiew.

„Ich diene Gott, der Kirche und unserem Volk“

„Ich tue einfach das, was ich auch schon vor dem Krieg getan habe: Ich diene Gott, der Kirche und unserem Volk“, erklärt Pfarrer Andrij. Bei diesem Dienst steht auch die Sorge um die eigene Familie hinten an. Wie es die ostkirchliche Tradition zulässt, ist Pfarrer Andrij verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Familie hat sich wie viele andere im Westen der Ukraine in relative Sicherheit gebracht. Für ihn kam eine Flucht nicht infrage, auch wenn er sich viele Sorgen macht um seine Angehörigen.

Auch die Hilfen von KIRCHE IN NOT stärkten dieses Vertrauen. Die Welt sei in diesen Wochen mit der Ukraine vereint, so Pfarrer Andrij: „Jeder Cent, der in Kriegszeiten für unsere notleidenden Menschen gegeben wird, ist ein Beitrag zum Weltfrieden.“

KIRCHE IN NOT hat seit Kriegsbeginn in der Ukraine zwei Nothilfepakete in Höhe von insgesamt fast drei Millionen Euro auf den Weg gebracht. Sie kommen Ordensfrauen, Priestern und kirchlichen Mitarbeitern zugute, die in Flüchtlingsunterkünften, Waisenhäusern oder Pfarreien für die Menschen in den Kriegsgebieten da sind. Die Hilfen gehen in alle Landesteile der Ukraine.

IHRE SPENDE FÜR DIE UKRAINE

Unterstützen Sie die Arbeit der Kirche in der Ukraine und helfen Sie den notleidenden Menschen mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Nothilfe Ukraine

BETEN SIE FÜR DIE MENSCHEN IN DER UKRAINE

Bitte schließen Sie die Menschen in der Ukraine in Ihr Gebet ein und beten Sie für eine friedliche und diplomatische Lösung der aktuellen Spannungen. Bestellen Sie hierfür unser kostenloses Gebetsblatt mit dem Gebet um Frieden für die Ukraine. Stellen Sie in unserer virtuellen Kapelle eine Kerze auf.

Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“

Besonders werden wir in unseren Mittagsgebeten der Menschen in der Ukraine gedenken. Schließen Sie sich bitte an, damit der Glaube lebt und unser Gebet stärker sein möge als Waffen.

Hilfsprojekte zu diesem Kontinent

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