
Oft wurde der Libanon als Modell für den gesamten Nahen Osten gepriesen, auch wegen des vergleichsweisen stabilen Miteinander der Religionen. Doch das Gleichgewicht gerät ins Wanken, seit immer mehr Christen ihre Heimat verlassen. Beirut wurde im August 2020 von einer der schwersten nichtnuklearen Explosionen der Menschheitsgeschichte erschüttert. Libanons Hauptstadt liegt am Boden – und mit ihr das ganze Land. Es leidet unter Misswirtschaft, Korruption, Banken- und Politikkrise.
Wie die Kirche aktuell für die Notleidenden da ist, darüber gibt Pfarrer Jad Chlouk Auskunft. Der 38-Jährige leitet die Gemeinde an der maronitischen Kathedrale St. Georg. Das Gotteshaus wurde ebenfalls durch die Explosion schwer beschädigt. Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ finanziert die Instandsetzung der Kathedrale und 16 weiterer kirchlicher Einrichtungen in Beirut.

Das Leben in Beirut ist seit der Explosion nicht mehr dasselbe wie zuvor. Wie ist die aktuelle Stimmung in Beirut?
Wir sind immer noch erschrocken über das, was im August passiert ist. Die Erinnerungen an diesen schlimmen Tag kommen besonders dann zurück, wenn man zerstörte Häuser, Kirchen, Schulen oder Krankenhäuser sieht oder wenn man plötzlich Geräusche wie Donner hört. Die Stimmung ist immer noch angespannt und ängstlich, aber wir versuchen trotz allem, unser geistliches Leben zu erneuern, so gut es geht.
Besonders das Stadtviertel, in dem viele Christen leben, wurde schwer getroffen. Es liegt unweit des Hafens, wo sich die Explosion ereignete. Auch Ihre Pfarrkirche, die maronitische Kathedrale St. Georg, wurde stark beschädigt. „Kirche in Not“ hilft beim Wiederaufbau. Wie weit sind die Reparaturen vorangeschritten?
Die Sanierung der maronitischen Kathedrale hat vor einem Monat begonnen. Wir haben einige provisorische Reparaturen durchgeführt, um weitere Schäden zu verhindern, zum Beispiel durch eindringendes Regenwasser. Wir hoffen, in ein paar Wochen das Dach repariert zu haben. Die Reparaturen der beschädigten Fenster und Türen sind ebenso in vollem Gange.

Wie hat die Covid-19-Pandemie den Wiederaufbau und die humanitäre Hilfe beeinflusst?
Sie hat vor allem die Sanierung der Kathedrale verzögert. Wir mussten um eine Sondererlebnis bitten, um die Arbeit unter Sicherheitsbedingungen und Abstandsregeln fortsetzen zu können.
Auf der anderen Seite haben wir versucht, die karitative Hilfe gerade jetzt aufrecht zu erhalten. Viele Libanesen leiden schwer unter der Wirtschaftskrise. Deshalb müssen wir noch näher bei den hilfsbedürftigen Menschen sein. Es ist wegen der geltenden Hygienemaßnahmen manchmal schwierig, aber wir haben an unserem Kurs festgehalten.
Unmittelbar nach der Katastrophe im August kündigten vor allem viele junge Leute an, dass sie den Libanon verlassen möchten, denn sie sehen für sich keine Zukunft im Land. Hat sich das bewahrheitet? Was bedeutet das für die christlichen Gemeinden im Libanon?
Statistiken zeigen, dass mehr als 380 000 Einreiseanfragen in den Ländern der Europäischen Union und Nordamerikas eingegangen sind. Die meisten davon kamen von Christen, die sich wie Fremde in der eigenen Heimat fühlen. Das wirkt sich leider negativ auf die christlichen Gemeinden aus. Sie verlieren eine Elite, besonders die Jugend, die eigentlich die Zukunft sein sollte. Die Zahl der Christen geht jeden Tag zurück. Das erhöht den Druck auf diejenigen, die im Land bleiben, denn sie könnten bald Verfolgung erleiden. Das ist keine Verschwörungstheorie, sondern Realität, die wir aus den benachbarten Ländern wie Syrien, Irak, den Palästinensischen Gebieten und Jordanien kennen.
Wenn Sie an das neue Jahr denken, schauen Sie darauf eher mit Sorge oder hoffnungsvoll?
Hoffnung ist unser täglich Brot, besonders in diesen Tagen. Trotz allem schauen wir auf eine hoffnungsvolle Zukunft, weil wir wissen: Unser Herr Jesus Christus ist der Herr der Geschichte. In seinen Händen ist unser aller Geschichte und Leben. Mit ihm und durch ihn sind wir sicher, „dass denen, die Gott lieben, alles zum Guten gereicht“ (Röm 8,28).
Um der notleidenden Bevölkerung in Beirut und anderen Regionen des Libanon weiterhin helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:
Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
BIC: GIBAATWWXXX
Verwendungszweck: Libanon
Seit 1910 sind Missionsfranziskanerinnen Unserer Lieben Frau in Äthiopien tätig. Heute sind es 76 Schwestern, die in verschiedenen Teilen des Landes in der Gesundheitsfürsorge, in der Erziehung und in der Katechese aktiv.
Zwölf Schwestern leben in dem kürzlich gegründeten Altenheim der Ordensgemeinschaft. Sie sind zwischen 78 und 90 Jahren alt. Ihr ganzes Leben haben sie in sehr armen Gegenden als Krankenschwestern, Apothekerinnen, Lehrerinnen, Katechetinnen gearbeitet oder waren in ihrer Gemeinschaft für die Ausbildung der jungen Schwestern und für die Durchführung von Projekten verantwortlich oder fungierten Verwalterinnen oder Ordensobere.

Schwester Margareth, die für das Schwesternaltenheim verantwortlich ist, schreibt uns: “Wir sind sehr stolz auf unsere betagten Schwestern, die dem Herrn und Seinem Volk viele Jahre lang mit ganzem Herzen und ganzer Hingabe gedient haben und die der Kirche weiterhin mit dem, was sie tun können, dienen, insbesondere mit ihren täglichen Gebet.”
Heute sind die betagten Ordensfrauen selbst auf Hilfe angewiesen. Einige sind schwer krank und bettlägerig. Um ihre Pflege verbessern, hatte die Ordensgemeinschaft KIRCHE IN NOT um Hilfe für zwei elektrische Pflegebetten, die am Kopf- und Fußende durch Knopfdruck verstellt werden können, und zwei Rollstühle gebeten.



Die Nachfrage ist hoch, denn die Zahl der Katholiken nimmt zu, und viele besuchen auch wochentags die Heilige Messe. Eigentlich würden jeden Monat 1,5 Millionen Laienhostien und 15.000 Priesterhostien benötigt. Mit ihrer 25 Jahre alten und bereits defekten Maschine konnten die Schwestern aber höchsten 15 Prozent der Nachfrage decken, da die Herstellung des Teiges, der Backvorgang und das Schneiden der Hostien mühsam und langsam vonstatten ging. Zudem wurde die Arbeit inzwischen gefährlich, da durch beschädigte Stromkabel stets die Gefahr eines Stromschlags bestand.
Die Schwestern haben uns daher um Hilfe gebeten, und unsere Wohltäter haben sie nicht im Stich gelassen: 21.000 Euro wurden gespendet, so dass die Schwestern nun ihre Produktion bedeutend steigern konnten. Dies bedeutet zugleich, dass die Ausbildung der jungen Schwestern verbessert werden kann, da mehr finanzielle Mittel vorhanden sind. Schwester Christina, die Novizenmeisterin, dankt allen Wohltätern von Herzen und schreibt: „Wir bitten Gott darum, Sie zu segnen!“

Denn viele dieser Familien fühlen sich sehr einsam, so etwa die Familie Rief, die vor drei Jahren auf der Flucht vor den Bomben und dem Krieg in Syrien hierher kam. Die Mutter ist Krankenschwester, der Vater war Koch in einem Restaurant. Sie haben drei Kinder, darunter zwei erwachsene, die sporadisch gearbeitet haben, wenn sie konnten. Aber durch die Krise haben sie alle ihre Stellen verloren, keiner bringt mehr ein Einkommen nach Hause. Die Diözese hilft ihnen dank des Hilfswerks KIRCHE IN NOT.
Die seit 2019 von KIRCHE IN NOT geleistete Hilfe für Projekte zur Unterstützung von Flüchtlingen in Zahle beläuft sich auf 3,6 Millionen Euro. Ein großer Teil dieser Hilfe dient der Bezahlung von Mieten und der Bereitstellung von Unterkünften für Familien wie die von Rief. Mit einem weiteren großen Teil der Summe werden sie mit dem Nötigsten wie etwa Kleidung, Medizin und Nahrungsmitteln versorgt.

Seit Dezember 2015 betreibt die griechisch-melkitische katholische Kirche ein „Tafel-Projekt“ mit dem Namen „Hl. Johannes der Barmherzige“. Der heilige Johannes der Barmherzige wurde berühmt für seine außerordentliche Liebe zu den Armen: Wo immer er Not sah, versuchte er, sie mit all seinen Kräften und Mitteln zu lindern. In seiner Zeit als Patriarch von Alexandria speiste er täglich 7 900 arme Menschen. Er starb um 619 und wird sowohl von katholischen als auch orthodoxen Christen als Heiliger verehrt.
Die Tafel in Zahle ist ein Treffpunkt für Menschen, die sich nicht jeden Tag eine warme Mahlzeit leisten können. Darunter befinden sich viele syrische Flüchtlinge, aber auch immer mehr Libanesen. Jeden Tag erhalten dort etwa tausend Menschen eine warme Mahlzeit. Anfangs kamen sie zum Essen in die Einrichtung, aber mit der Pandemie hat sich dies geändert. Nun kommen etwa 800 Menschen persönlich, um das Essen abzuholen. Den restlichen 200 Personen, die behindert oder krank sind, wird die Mahlzeit nach Hause gebracht. Außer dem Essen erhalten sie auch seelischen Trost und menschliche Zuwendung.

Zu denen, die jeden Tag kommen, gehört auch Labiba, die mit ihren beiden ledigen Schwestern in einem Fünf-Quadratmeter-Zimmer lebt. Sie kamen vor ein paar Monaten aus Homs, weil sie nahe am Hungertod waren. Durch die Krise ist es für sie unmöglich geworden, Arbeit zu finden. Sie besitzen nur, was sie am Leibe tragen. Sie können nicht einmal kochen, denn es gibt keine Kochmöglichkeit in dem Raum, denn dort stehen nur die Sofas, auf denen sie schlafen, und ein Ölofen. Sie sind sehr dankbar, dass sie dank der Tafel von St. Johannes dem Barmherzigen täglich eine warme Mahlzeit zu sich nehmen können.
Neben der leiblichen Nahrung erhalten die Menschen Begleitung, Ermutigung und geistliche Unterstützung. Sie alle sind sich einig, dass der Glaube ihre einzige Stütze ist, dank der sie die Not ertragen können und die ihnen hilft, in ihrem Schmerz geduldig zu sein.
Um der notleidenden Bevölkerung in Beirut und anderen Regionen des Libanon weiterhin helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:
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Die Diözese Ifakara in Tansania ist noch jung. Sie wurde erst im Jahr 2012 errichtet. Die gleichnamige Stadt, in der sich der Bischofssitz befindet, ist 400 km südwestlich der Hauptstadt Daressalam gelegen. Die Diözese erstreckt sich über ein Gebiet von 15.000 Quadratkilometern und hat 21 Pfarreien. Von den insgesamt ca. 400.000 Einwohnern der Diözese sind 80 Prozent katholisch. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, es ist aber auch eine Zuwanderung nomadischer Volksgruppen zu verzeichnen.
Die Entfernungen sind sehr groß, und die Straßen schlecht. In der Regenzeit verwandeln sie sich in Schlammpisten mit vielen teils großen Wasserlöchern. Mit einem ungeeigneten Auto kann eine solche Fahrt leicht lebensgefährlich werden.

Bischof Salutaris Libena muss oft weite Strecken fahren, um die Pfarren seiner Diözese zu besuchen, in denen er beispielsweise das Sakrament der Firmung spendet oder andere Pastoralbesuche unternimmt. Die Entfernung vom Bischofssitz bis zur der am weitesten entfernten Pfarrei der Diözese beträgt 210 Kilometer. Außerdem muss er an Treffen und Versammlungen in der Hauptstadt oder in anderen Diözesen des fast 950.000 Quadratkilometer großen Landes teilnehmen, beispielsweise, wenn die Bischofskonferenz des Landes tagt. Jedoch hatte er bislang große Probleme, da sein Auto, das er vor 20 Jahren gekauft hatte und das schon damals ein Gebrauchtwagen war, den Straßenverhältnissen nicht mehr gewachsen war. Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 29.680 Euro gespendet haben, konnte er nun endlich einen leistungsfähigen Geländewagen beschaffen, der nicht nur ihm selbst, sondern auch seinen Mitarbeitern gute Dienste leisten wird.
Der Bischof schreibt: „Wir danken Ihnen sehr aufrichtig für dieses schöne neue Fahrzeug. Wir versprechen Ihnen, dass wir auf es achtgeben werden, damit es viele Jahre für den pastoralen Dienst verwendet werden kann. Wir versprechen auch, dass wir für alle beten werden, deren große Opfer es uns ermöglicht haben, dieses Auto zu bekommen.“
Die Dörfer Knayeh und Jacoubieh in der Provinz Idlib, unweit der Türkei, stehen noch immer unter der Kontrolle dschihadistischer Gruppen. Dort herrscht das gefürchtete Kalifat: Die Scharia ist das Gesetz, Frauen müssen einen Schleier tragen, Eigentum wurde konfisziert, christliche Symbole wie etwa Kreuze wurden niedergerissen.
Unter den Bewohnern, die trotz der schrecklichen Zustände in ihrer Heimat geblieben sind, befinden sich schätzungsweise 300 christliche Familien verschiedener Konfessionen und Ethnien. Die Franziskaner Patres Luai Bsharat (40) und Hanna Jallouf (67) kümmern sich um sie.

In diesen Regionen sind Christen Verfolgung, Angst, Gewalt, Gefahr und sogar dem Tod ausgesetzt. Die Anwesenheit der Christen und der beiden Franziskanerpatres in diesen Dörfern sagt viel über ihr heldenhaftes Engagement aus: „Pater Luai und Pater Hanna blieben trotz der Schwierigkeiten dort. Denn sie glauben, dass diese Region nicht verlassen werden sollte, weil sie in der Nähe von Antiochien liegt, wo der heilige Paulus seine Reisen begann, um das Wort der Bibel zu verbreiten“, erklärt Pater Firas Lutfi ofm, Kustos der Franziskanerprovinz des heiligen Paulus in Syrien, Libanon und Jordanien, im Gespräch mit dem internationalen Hilfswerk KIRCHE IN NOT.
Laut Pater Firas „begann das Leiden der Christen vor einem Jahrzehnt“. Als militante Gruppen die Kontrolle über die Region übernahmen und sie zu einem islamischen Staat erklärten, beschlagnahmten sie das Eigentum der Christen, zwangen allen Nicht-Muslimen die islamische Scharia auf und setzten das Recht, sich in den eigenen Dörfern frei bewegen zu können, außer Kraft.

Pater Firas berichtete bereits 2017 bei der internationalen Pilgerfahrt zum 70. Jahrestag der Gründung von KIRCHE IN NOT am Wallfahrtsort Fatima in Portugal vom Schicksal der Christen. Er erinnert wieder daran, dass „die Extremisten häufig unsere Brüder und Schwestern verfolgt, angegriffen und geschlagen, entführt, gefoltert und sogar getötet haben“. So etwa im dramatischen Fall von Pater François Murad, „der 2013 enthauptet wurde“, und in jüngerer Zeit im Fall „einer Lehrerin, die in Jacoubieh vergewaltigt und getötet wurde“.
In der dem portugiesischen Büro des internationalen Hilfswerks KIRCHE IN NOT kürzlich zugesandten Botschaft erinnert Pater Firas daran, dass die Patres dafür da sind, all denen zu helfen, die Hilfe, Führung und Unterstützung brauchen, unabhängig von Religion, Geschlecht, Nationalität, Rasse oder politischer Einstellung. „Oft haben die Klöster in Knayeh und Jacoubieh Dutzende von muslimischen Familien aufgenommen und beherbergt, die in den Kirchen Zuflucht suchten“, als die Region zu einem Kampf- und Konfliktfeld wurde.

KIRCHE IN NOT unterstützt mehr als fünfzig Projekte für Christen in Syrien. Neben Nothilfeprogramme für gefährdete Familien in Aleppo und Damaskus führt es verschiedene Projekte zusammen mit Pater Firas Lufti durch.
Um den bedrängten und verfolgten Christen in Syrien weiterhin helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:
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Das Radio ist das wichtigste Kommunikationsmittel in der Diözese mit dem langen Namen „San Roque de Presidencia Roque Sáenz Peña“, die in der Provinz Chaco im Norden Argentiniens gelegen ist. Es handelt sich um eine der ärmsten Diözesen des Landes mit großen sozialen Problemen und Konflikten. Viele Kinder sind stark unterernährt. „Die Armut hier ist nicht geringer als in Afrika“, berichtet Pfarrer Adolfo Kocka. Der größte Teil des Gebietes ist vom Urwald bedeckt, der nicht ohne Grund „El Impenetrable“ – „der Undurchdringliche“ genannt wird. Viele Siedlungen sind nur schwer und zeitweise gar nicht zu erreichen, Telefonverbindungen gibt es nicht, das Mobilfunksignal dringt nicht durch den Urwald hindurch. Das Radio ist die wichtigste Verbindung.


Leider wurde die Sendeantenne durch einen Blitzeinschlag stark beschädigt, so dass nur noch in einem Umkreis von 20 Kilometern gesendet werden konnte. Dies war ein herber Schlag.
Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 5.200 Euro gespendet haben, konnte die Technik wiederhergestellt und dabei optimiert und der Sendebetrieb wieder aufgenommen werden. Allen, die geholfen haben, herzlichen Dank!


KIRCHE IN NOT (ACN) unterstützt seit Beginn des Krieges Lauras und andere Familien mit vielen Projekten, um ihre Grundbedürfnisse zu befriedigen. In diesem Jahr möchte das Hilfswerk KIRCHE IN NOT auch die kleine Sandra, ihrem Bruder Mjad und Tausenden anderen Kindern einen kleinen weihnachtlichen Hoffnungsstrahl bringen, nicht nur in Aleppo, sondern auch in Damaskus, Homs, Qamishli, Hassakeh, Swidaa und Horan. Zu diesem Zweck werden dank der Initiative und Unterstützung von Schwester Annie Demerjian und der Kongregation von Jesus und Maria 25 000 Anoraks in den Werkstätten von Aleppo hergestellt.
„Wir möchten Anoraks zur Verfügung stellen, damit sich unsere Kinder in dem strengen bevorstehenden Winter wärmen können, und auch, um die Wirtschaft des Landes anzukurbeln, indem wir den kleinen Fabriken durch Aufträge für die Herstellung dieser Kleidungsstücke helfen“, erklärt Schwester Annie.

Imad arbeitet in seinem kleinen Büro, in dem er die Muster für die Herstellung der Anoraks druckt. Er bringt seine Dankbarkeit „für diesen neuen Job“ zum Ausdruck. Denn „so Gott will, werden wir in den nächsten Monaten eine gewisse finanzielle Sicherheit haben“. Einige Kilometer davon entfernt bedient Rami eine Maschine, mit der er die Muster schneidet. Er arbeitet in einer der vielen Werkstätten in Aleppo, die für die Produktion der Anoraks zuständig sind. In den Räumen stapeln sich Stoffrollen und isolierendes Füllmaterial gegen die Kälte. „Wir sind sehr dankbar. Der Auftrag kam in einer sehr kritischen Zeit, in der wir verzweifelt nach Arbeit suchten. Sie wissen, wie schlecht die aktuelle Wirtschaftslage im Land ist. Es ist eine große Freude für uns, dank dieses KIRCHE IN NOT-Projekts in den nächsten Monaten unseren Lebensunterhalt verdienen zu können. Gott segne Sie“, sagt der syrische Handwerker. In dreißig Werkstätten haben rund 180 Christen und Muslime auf diese Weise Unterstützung gefunden, um in den kommenden Monaten ihre Familien ernähren zu können.
Schwester Annie ist glücklich. Denn sie konnte bereits vor Monaten den Stoff reservieren, bevor der Mangel an Winterkleidung eintrat und dabei unter vielen verschiedenen Farben wählen. Sie fügt hinzu: „Gemeinsam werden wir ein Lächeln auf die Gesichter der Kinder zaubern.“

Empfänger: KIRCHE IN NOT
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Verwendungszweck: Syrien
Die Wirtschaft Bethlehems, die auf den Tourismus angewiesen ist, liegt durch die Coronavirus-Pandemie in Trümmern, so ein Ladenbesitzer, der an die Pilger appellierte und sagte, er sehne den Tag herbei, an dem sie sicher zurückkehren können.
Rony Tabash, Besitzer des Krippenladens in Bethlehem, sagte gegenüber der katholischen Hilfsorganisation KIRCHE IN NOT (ACN), COVID-19 sei die größte Krise, die er in seinem Leben bisher erlebt habe.
Er sagte: „Mein Großvater eröffnete 1927 einen Laden in der Nähe der Geburtskirche. Mein Vater übernahm ihn 1955, und ich 2003 – in der dritten Generation. Während dieser ganzen Zeit hatten wir viele Schwierigkeiten mit unserem Geschäft, insbesondere politische Probleme.

„Wir haben immer gesagt: ‚Wir müssen weitermachen, wir müssen weiter lächeln.‘ Wir haben immer auf Touristen gehofft. Doch als das Coronavirus kam, haben wir alle Hoffnung verloren.Es hat unser Leben zerstört.“
Er beschrieb, wie die Zahl der ausländischen Besucher in Bethlehem – normalerweise zwei Millionen pro Jahr – zusammengebrochen ist: „Wir sind so gut wie erledigt. Neun Monate ohne Arbeit; 80 Prozent von Bethlehem ist vom Tourismus abhängig. Wir brauchen Pilger und Touristen, weil wir nichts anderes haben“, sagte er.
Er fügte hinzu: „Wir haben täglich fast 100 Fälle von COVID-19. Man sieht niemanden, die Geburtskirche betreten. Normalerweise kommen zwischen 6000 und 12 000 Personen pro Tag. Jeder hier ist auf Tourismus angewiesen.“

Nach Angaben der Bürgermeisterin von Bethlehem, Vera Baboun, war 1950 die Bevölkerung von Bethlehem und den umliegenden Dörfern zu 86 Prozent christlich, 2016 waren es nur noch 12 Prozent.
Medienberichten zufolge sind bis zu 90 Prozent der in der Tourismusindustrie von Bethlehem Beschäftigten Christen.
Herr Tabash sagte: „Dieses Problem betrifft die gesamte Bevölkerung Bethlehems und das gesamte Heiligen Land. Die Christen sind die Minderheit, und man merkt ihnen die Belastung deutlich an… Wir hatten viele politische Probleme, aber wir sagen, dass wir die Hoffnung nie aufgeben…“
Er fügte hinzu: „Sagen Sie den Pilgern: ‚Wir warten darauf, dass Sie wieder zurückkommen. Die Kirche besteht aus uns allen. Wir sind vereint. Der Geist der Pilger ist die Kirche. Ohne die Pilger fehlt etwas im Heiligen Land.“
Durch regelmäßige Aufträge verschafft KIRCHE IN NOT christlichen Familien in Bethlehem Arbeit und Brot. Diese Initiative startete unser Hilfswerk angesichts der zunehmenden Armut christlicher Familien in der Geburtsstadt Jesu.
Die Familien leben davon, Rosenkränze und andere Devotionalien aus Olivenholz herzustellen. Durch das Ausbleiben der Pilger und Touristen drohte der gesamte Wirtschaftszweig zusammenzubrechen. Unterstützen Sie die Christen in Palästina mit der Bestellung unserer Olivenholzprodukte! Jede Bestellung hilft!
Das internationale katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT hat sein Hilfsprogramm für die von der Explosion betroffenen Christen in der libanesischen Hauptstadt Beirut auf fünf Millionen Euro aufgestockt. Die neuen Mittel gehen vorrangig in den Wiederaufbau kirchlicher Gebäude. Mitarbeiter von KIRCHE IN NOT haben im September Beirut besucht und zusammen mit örtlichen Kirchenvertretern diese Projekte als Priorität eingestuft.
Dazu gehört auch die maronitisch-katholische Kathedrale St. Georg, ein Symbol der jahrhundertealten christlichen Präsenz in der Beiruter Innenstadt. Unter anderem wurde das Dach der Kirche durch die Explosion beschädigt. Auch die Fenster und Türen wurden durch die Detonation herausgedrückt; das Gotteshaus muss abgestützt werden, um es vor dem Zusammenbruch zu bewahren. Auch den Wiederaufbau der melkitisch griechisch-katholischen Kirche „Saint-Sauveur“ (Heiliger Erlöser) unterstützt KIRCHE IN NOT, ebenso Instandsetzungsarbeiten in mehreren Schwesternkonventen. Dazu zählt auch der Wohnbereich der Rosenkranzschwestern, die in der Beiruter Innenstadt ein Krankenhaus betreiben.
„Vorrangig geht es uns darum, die notwendigen Mittel aufzubringen, damit noch vor Wintereinbruch erste notwendige Reparaturen durchgeführt werden können“, erklärte der geschäftsführende Präsident von KIRCHE IN NOT International, Dr. Thomas Heine-Geldern. „Dadurch sollen weitere Schäden, beispielsweise durch Regen, verhindert und die Gebäude wieder nutzbar gemacht werden.“
Bereits unmittelbar nach der Katastrophe hatte KIRCHE IN NOT Nothilfen für über 5800 betroffene Familien bereitgestellt. In einem weiteren Schritt konzentriert sich das Hilfswerk nun auf den Wiederaufbau der Infrastruktur der verschiedenen christlichen Gemeinschaften im Libanon. Dazu steht KIRCHE IN NOT in engem Austausch mit den lokalen Verantwortlichen und anderen katholischen Hilfsorganisationen.

Insgesamt wurden bei der Explosion von rund 2700 Tonnen Ammoniumnitrat im Beiruter Hafen am 4. August über 200 Menschen getötet und mindestens 6500 verletzt. Rund 90 000 Gebäude sind beschädigt oder komplett zerstört. Schwer betroffen ist der mehrheitlich von Christen bewohnte Bezirk Aschrafiyya (Achrafieh), der nur drei Kilometer vom Detonationsort entfernt liegt und zu den ältesten Teilen der Stadt gehört.
Die Lage im Libanon ist in mehrfacher Hinsicht angespannt: Zur humanitären Notlage in der Hauptstadt und der Gesundheitskrise infolge der Corona-Pandemie kommt eine seit über ein Jahr andauernde Politik- und Wirtschaftskrise. Diese geht einher mit einer zunehmenden Inflation.

Um den Wiederaufbau in Beirut und die Hilfe für die notleidende Bevölkerung weiterhin aufrecht erhalten zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – entweder online – online … hier oder auf folgendes Konto:
Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
BIC: GIBAATWWXXX
Verwendungszweck: Libanon


So ist es auch in der Erzdiözese Freetown. 40 Priester stehen hier den Menschen in ihren geistlichen und auch leiblichen Nöten zur Seite. Viele von ihnen sind in Pfarreien tätig, in denen es weder elektrischen Strom, fließendes Wasser, Kommunikationsmittel oder Fahrzeuge gibt. Der Erzbischof ist selbst arm und kann seine Priester nicht in dem Maß unterstützen, wie es notwendig wäre. Die Corona-Krise hat diese Lage noch verschärft. Da die öffentlichen Gottesdienste eingestellt wurden, fielen auch die ohnehin geringen Kollekten weg. KIRCHE IN NOT hat daher die 40 Priester der Erzdiözese mit Mess-Stipendien in Höhe von insgesamt 17.160 Euro unterstützt – knapp 430 Euro pro Priester für ein ganzes Jahr. Die Priester feiern die heilige Messe in den Anliegen der Wohltäter, die diese Messstipendien gestiftet haben. Ein Mess-Stipendium ist eine freiwillige Gabe der Dankbarkeit und der Liebe für einen Priester, der die Heilige Messe in einem bestimmten Anliegen, zum Beispiel für einen Verstorbenen oder für einen Kranken, feiert. Es ist nach geltendem Kirchenrecht keine „Bezahlung“ für die Feier der Heiligen Messe. Dennoch sind diese Gaben in vielen Teilen der Welt ein wesentlicher Beitrag zum Lebensunterhalt der Priester, die sie nicht nur für sich selbst, sondern auch für die Bedürfnisse ihrer Gemeinden verwenden.
Pfarrer Emmanuel ist einer der Priester, der Mess-Stipendien erhalten hat. Er schreibt: „Ich musste mich während der Krise jeden Tag nach dem Morgengebet den Fischern anschließen, um mein tägliches Brot zu verdienen. Meine Kirche liegt am Strand. Ich bin sehr dankbar für die Mess-Stipenden, die ich erhalten habe. Möge der Herr Sie weiterhin überreich segnen!“
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