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Zentralafrikanische Republik

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In den frühen Stunden des 20. Mai 2019 wurde Schwester Inés Nieves Sancho, eine Missionarin spanischer Herkunft, in der Zentralafrikanischen Republik brutal ermordet. Ihr verstümmelter Körper wurde später im Dorf Nola in der Diözese Berbérati im Westen des Landes gefunden.

Ihre Mörder entführten sie aus ihrem Kloster und brachten sie zu dem Ort, wo sie Mädchen und jungen Frauen das Nähen beibrachte, um ihnen eine bessere Zukunft zu ermöglichen. Dort enthaupteten die Männer sie. Es besteht die Möglichkeit, dass der Mord seinen Ursprung in ritueller Hexerei hatte, da die Hexerei und auch die Brutalität bei diesen Ritualen stetig zunehmen, seitdem das Land sich in einem Kriegszustand befindet.

Schwester Inés lebte in einer kleinen Gemeinschaft der französischen Kongregation der Töchter Jesu von Massac.

Auch anderswo in der Zentralafrikanischen Republik widmen die Ordensschwestern den armen Menschen ihr Leben, so wie es Schwester Inés getan hat. Unter ihnen sind auch Schwestern des Instituts von St. Josef, die sich seit 2017 um die pastorale Arbeit der Kirche in der Diözese Mbaiki im Südwesten des Landes kümmern. Sie kümmern sich um die verwundbaren Frauen, lehren in Schulen, engagieren sich für kranke Kinder und verrichten verschiedene andere Tätigkeiten in der Heilig-Geist-Gemeinde in Pissa. KIRCHE IN NOT hat der Ordensgemeinschaft geholfen, das Dach sowie die sanitären Anlagen in ihrem Kloster instand zu setzen.

Pfarrer Albert Toungoumale-Baba war einer von vielen Menschen, die am 1. Mai 2018 bei einem Angriff auf die Kirche „Unsere Liebe Frau von Fatima“ in der Hauptstadt Bangui ums Leben kamen.

Die Kirche wurde von einer bewaffneten Gruppe Männer angegriffen, als Pfarrer Albert Toungoumale-Baba gerade die heilige Messe in Gedenken an den heiligen Josef mit Gläubigen feierte. Die Angreifer warfen Handgranaten auf die Gemeinde, die 16 Menschen töteten – darunter auch Pfarrer Albert – und über 100 weitere Menschen verletzten.

Pfarrer Albert Toungoumale-Baba war ein unermüdlicher Kämpfer für Frieden in seinem Land.

Der Priester war ein unermüdlicher Kämpfer für Frieden in seinem Land und hatte tausende Flüchtlinge in seiner Gemeinde aufgenommen. In einer Nachricht, die er vor seinem Tod KIRCHE IN NOT und seinen Unterstützern zukommen ließ, hieß es: „Unser Land ist verwundet und bedürftig. Bitte betet für uns ohne Unterlass, so wie Jesus es uns gelehrt hat. Bitte betet jeden Tag für uns!”

KIRCHE IN NOT hat auf diese Attacke umgehend reagiert und den Betroffenen der Gemeinde Soforthilfe zukommen lassen. 2019 hat KIRCHE IN NOT die Ausbildung von 45 Seminaristen und angehenden Priestern unterstützt. Außerdem wurden Exerzitien für 50 Priester bezuschusst und eine katholische Radiostation in Bangui mit aufgebaut sowie viele weitere Projekte unterstützt, wie beispielsweise die Reparatur eines Wassertanks für das Priesterseminar und weiterer Wassertanks in Bangui.

Die Beispiele von aktuellen Märtyrern stammen aus unserem Büchlein „Kalender der Märtyrer und Zeugen der Liebe“, das Sie in unserem Shop bestellen können: zum Kalender der Märtyrer

Pfarrer Albert Toungoumale-Baba war einer von vielen Menschen, die am 1. Mai 2018 bei einem Angriff auf die Kirche „Unsere Liebe Frau von Fatima“ in der Hauptstadt Bangui ums Leben kamen. Die Kirche wurde von einer bewaffneten Gruppe Männer angegriffen, als Pfarrer Albert Toungoumale-Baba gerade die heilige Messe in Gedenken an den heiligen Josef mit Gläubigen feierte. Die Angreifer warfen Handgranaten auf die Gemeinde, die 16 Menschen töteten – darunter auch Pfarrer Albert – und über 100 weitere Menschen verletzten.

Der Priester war ein unermüdlicher Kämpfer für Frieden in seinem Land und hatte tausende Flüchtlinge in seiner Gemeinde aufgenommen. In einer Nachricht, die er vor seinem Tod KIRCHE IN NOT und seinen Unterstützern zukommen ließ, hieß es: „Unser Land ist verwundet und bedürftig. Bitte betet für uns ohne Unterlass, so wie Jesus es uns gelehrt hat. Bitte betet jeden Tag für uns!”

KIRCHE IN NOT hat auf diese Attacke umgehend reagiert und den Betroffenen der Gemeinde Soforthilfe zukommen lassen. 2019 hat KIRCHE IN NOT die Ausbildung von 45 Seminaristen und angehenden Priestern unterstützt. Außerdem wurden Exerzitien für 50 Priester bezuschusst und eine katholische Radiostation in Bangui mit aufgebaut sowie viele weitere Projekte unterstützt, wie beispielsweise die Reparatur eines Wassertanks für das Priesterseminar und weiterer Wassertanks in Bangui.

Die Beispiele von aktuellen Märtyrern stammen aus unserem Büchlein „Kalender der Märtyrer und Zeugen der Liebe“, das Sie in unserem Shop bestellen können: https://www.kircheinnot.at/shop/kalender-der-maertyrer/

Frohes Neues Jahr! So lauten die meistgehörten Worte dieser Tage. Es sind auch die ersten drei Worte von Msgr. Juan José Aguirre, Bischof von Bangassou im Südosten der Zentralafrikanischen Republik, an das Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN). Daran wäre nichts Besonderes, wäre da nicht die Tatsache, dass er sie ausspricht, nur einen Tag nachdem seine Stadt von bewaffneten Rebellengruppen eingenommen wurde und während die Kämpfe in verschiedenen Stadtteilen noch immer andauern.

Er wünscht anderen, was weder ihm noch seinem Volk bislang beschieden ist, denn eine Rebellenkoalition, die der Regierung vorwirft, die Wahlen vom 27. Dezember manipuliert zu haben, hat in den letzten Wochen mehrere Städte angegriffen und kontrolliert nun nicht nur Bangassou, sondern einen Großteil des Landes.

Bischof Juan Aguirre mit kranken Menschen aus seiner Diözese.

„Die haben mich und mein Volk im Stich gelassen.“

Regierungssoldaten mussten am 3. Januar nach mehreren Angriffen schließlich fliehen, nachdem sie bei den Feuergefechten sämtliche Munition verbraucht hatten. „Die haben mich und mein Volk im Stich gelassen. Gott war stumm an unserer Seite.“ So empfindet der Missionar, der aber sagt, er fühle sich nicht allein, obwohl viele in den Kongo geflohen seien, in das Nachbarland, von dem sie nur durch einen Fluss getrennt sind. „In dunkelster Nacht warst du da, aber schlafend“, sagt Bischof Aguirre zu diesem schweigenden, aber präsenten Gott.

„Wir haben hier in der Mission eine ruhige Nacht verbracht – eine Nacht in angespannter Ruhe. Ein Panzer der Multidimensionalen Integrierten Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in der Zentralafrikanischen Republik (MINUSCA), der mit marokkanischen Soldaten besetzt war, war in der Nähe“, fügt der spanischstämmige Comboni-Missionar hinzu. Die MINUSCA versucht, mit ihren Patrouillen die Situation zu beruhigen und die Streitkräfte, die Polizei und die Sicherheitskräfte der Regierung in ihre Basis zu verlegen, bis diese evakuiert werden.

Flüchtlingskinder in der Zentralafrikanischen Republik.

Große Sorge gilt den Kindern und älteren Menschen

Bischof Aguirres große Sorge gilt den Kindern und den älteren Menschen: „Es gab Kinder, die durch verirrte Kugeln verwundet wurden.“ Kinder, die vor den Bränden und Angriffen in den Kongo geflohen sind, die aber „von einer Kugel wie von einem Damoklesschwert getroffen wurden, ohne dass sie wussten, woher sie kam. Selbst auf ihrer Flucht wurden sie von der Gewalt der Angreifer getroffen“, so der Bischof.

Msgr. Aguirre hofft, dass die neuen „Herren und Machthaber“ ihre Wut nicht an der Bevölkerung auslassen werden. Es gab bereits viele Jahre der Gewalt, des Todes und der Zerstörung sowie der Machtwechsel und der Intrigen, um ein Land zu beherrschen, das sehr reich an Mineralien und Bodenschätzen ist, aber mit einer Bevölkerung, die völlig im Elend versinkt. Die neuen „Herren“ von Bangassou, von denen der Bischof spricht, sind eine rebellische Anti-Regierungs-Koalition namens „Coalition of Patriots for Change“ (CPC), die aus fünf Warlords besteht, die das Land seit Jahren ausplündern. Viele von ihnen sind Ausländer aus dem Niger, Tschad oder Sudan. Getreu seiner Berufung äußert sich der Priester jedoch nicht zur Politik, er wünscht sich nur, seine Mission weiterhin erfüllen zu können, und überlegt: „Wie kann man inmitten von so viel Gewalt einen Blick der Zärtlichkeit setzen?“

Eine Gruppe von Waisenkindern.

Priester und Ordensleute geben alles

In der katholischen Mission, einer der wenigen Enklaven, die trotz der Angriffe und Gewalt der letzten Tage durchgehalten hat, wurden Waisenkinder aufgenommen: „Sie sind unschuldig. Man sieht ihnen in die Augen, und sie wissen nichts von Rebellen, Söldnern, Machtkämpfen… Sie hören nur die Schüsse und Explosionen und bekommen große Angst.“ Die Mission betreibt auch ein Altenheim in einem anderen Teil der Stadt. Bischof Aguirre ist besorgt über die Situation der 50 älteren Menschen dort, von denen viele an Altersdemenz erkrankt sind. „Die Schwächsten zahlen den Preis. Unsere Priester und Ordensleute sind immer noch hier, jeder an seinem Platz, sie geben alles, durchleben diese Momente der Angst gemeinsam mit den Menschen. Es gibt viele Traumata, die geheilt werden müssen. Hinter jedem einzelnen von ihnen steht der leidende Christus. Beten Sie für den Frieden und für mein Volk.“

Aufbahrung von Kriegsopfern in Bangassou/Zentralafrikanische Republik (Foto: Fundación Bangassou).
Aufbahrung von Kriegsopfern in Bangassou.

Der kurze Frieden ist wieder vorbei

Nach schrecklichen Kriegen und Kämpfen zwischen der Regierung und mehreren Miliz- und Söldnergruppen zwischen 2013 und 2019 mit Massakern, Vergewaltigungen und Plünderungen an der Zivilbevölkerung schien in der Zentralafrikanischen Republik im Jahre 2020 langsam Ruhe einzukehren. Nun ist dieser kurze Frieden vorbei: „Wir haben an so vielen schönen Projekten für den Wiederaufbau des Landes gearbeitet… Jetzt werden wir mit vielen von ihnen wieder von vorne anfangen müssen.“ Aber Bischof Aguirre fügt hinzu: „Wir Menschen denken in anderen Zeitkategorien als Gott!“

Im Jahre 2020 hat das Hilfswerk KIRCHE IN NOT 22 Projekte in sechs Diözesen der Zentralafrikanischen Republik unterstützt, vor allem in Form von Existenzhilfe für Priester und Ordensleute sowie Unterstützung bei der Ausbildung von Seminaristen.

Um der notleidenden Kirche in der Zentralafrikanischen Republik weiterhin helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
BIC: GIBAATWWXXX
Verwendungszweck: Zentralafrikanische Republik

Der Vorsitzende der Bischofskonferenz in der Zentralafrikanischen Republik ist der Auffassung entgegengetreten, dass es sich bei dem seit 2012 anhaltenden Bürgerkrieg im Kern um einen Religionskonflikt von Christen und Muslimen handeln. „Das stimmt nicht“, erklärte Bischof Néstor Nongo-Aziagba gegenüber dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“. Das anhaltende Blutvergießen sei vielmehr die Folge der wirtschaftlichen Ausbeutung und des Konflikts um die Diamant- und Goldvorkommen des Landes.

„Die Religion darf nicht dazu benutzt werden, die Ausbeutung zu vertuschen“, erklärte Nongo-Aziagba. Dies sei „ein Ablenkungsmanöver, das von den wirklichen Problemen wegführt: Armut, Analphabetismus und mangelnde Gerechtigkeit.“ Letzteres zeige sich daran, dass die Mitglieder der Rebellengruppen weitgehend straffrei ausgingen, obwohl schlimme Gräueltaten auf ihr Konto gingen. „Die Zentralafrikanische Republik steckt in einer politischen und nicht in einer religiösen Krise“, fügte der Bischof hinzu.

Rebellentruppen aus dem Ausland gefördert?

Den Séléka-Truppen, die sich 2012 gebildet hatten und mittlerweile in verschiedene Gruppen zersplittert sind, gehörten zwar mehrheitlich Muslime an. Aber ihr Ziel sei „nicht die Bevölkerung zu bekehren, sondern das Land auszubeuten“, sagte Nongo-Aziagba. Mehr als zwei Drittel der Milizionäre seien Söldner aus dem Tschad, Niger, Kamerun und anderen Nachbarstaaten. Viele von ihnen seien keine praktizierende Muslime. „Sie verfolgen keine islamistischen Ziele. Ihr Augenmerk gilt dem Mineralienreichtum des Landes.“

Als Reaktion auf die Angriffe der Séléka bildete sich die Gruppe der sogenannten Anti-Balaka, der auch zahlreiche Christen angehören. Diese gäben vor, die Interessen der Christen im Land zu verteidigen, die etwa 75 Prozent der Bevölkerung stellen. „Damit verdrehen sie jedoch die Wahrheit“, erklärte der Bischof. Er wirft mehreren Rebellengruppen vor, von der direkten oder indirekten Unterstützung einiger ausländischer Nationen zu profitieren. Dazu zählt Vorsitzende der Bischofskonferenz China, Russland und einige westliche Ländern. Diesen gehe es ausschließlich darum, den Bodenreichtum der Zentralafrikanischen Republik abzuschöpfen. „Die Milizen schaden Christen und Muslimen gleichermaßen“, sagte Nongo-Aziagba.

Derweil hält die Flüchtlingswelle weiter an: Human Rights Watch zählte für 2018 mehr als 640 000 Binnenflüchtlinge in der Zentralafrikanischen Republik. Und die Vereinten Nationen beziffern die Zahl der Menschen, die ins Ausland geflüchtet sind, mit rund 570 0000. Im Februar 2019 hat die Regierung der Zentralafrikanischen Republik ein Friedensabkommen mit mehr als einem Dutzend Rebellengruppen unterzeichnet. Bischof Nongo-Aziagba hat jedoch Zweifel an der Wirksamkeit, da die verschiedenen Milizen „das Abkommen widersprüchlich auslegen.“ Die Erfahrungen mit den UN-Truppen im Rahmen der seit 2014 anhaltenden Mission MINUSCA sei bestenfalls „unregelmäßig“ zu nennen. ´

„Wo bleibt die Souveränität unseres Staates?“

Auf die Frage, warum sich weitern viele Menschen, darunter auch Kinder und Jugendliche, den Milizen anschließen, nennt der Bischof drei Gründe: steigende Armut, fehlende Bildung und den Willen der Menschen, sich gegen weitere Angriffe zu wappnen. Die Menschen seien frustriert über den zunehmenden Zerfall des Landes. Schwäche der Regierung zeige sich laut Nongo-Aziagba unter anderem darin, dass „etwa 80 Prozent des Landes von Rebellengruppen kontrolliert werden und es kein funktionierendes Straßen- oder Transportsystem gibt“. Im Nordosten der Zentralafrikanischen Republik orientiere sich die Bevölkerung wirtschaftlich Richtung am Sudan und verwende dessen Währung, im Südosten ist Wirtschaft und Währung der Demokratischen Republik Kongo der Fixpunkt. „Wo bleibt die Souveränität unseres Staates?“, fragt der Bischof.

Die katholische Kirche in der Zentralafrikanischen sei fest entschlossen, den christlich-muslimischen Dialog weiter zu fördern. „Es ist entscheidend, dass Christen und Muslime zeigen, dass sie vereint sind“ und sich damit der Gewalt wiedersetzten, die in ihrem Namen ausgeübt werde, zeigt sich Nongo-Aziagba überzeugt. „Als Christ habe ich Hoffnung für die Zukunft“, führte der Bischof aus, „aber ich muss realistisch bleiben: Es ist sehr schwer, die Gewalt der letzten Jahre zu überwinden.“

„Kirche in Not“ steht der Bevölkerung der Zentralafrikanischen Republik seit Jahren bei: von der Nothilfe für Kriegsopfer, die Arbeit von Ordensgemeinschaften und Pfarrgemeinden bis hin zur Friedensarbeit. Um weiterhin helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – entweder online unter: www.kircheinnot.at oder auf folgendes Konto:

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Verwendungszweck: Zentralafrikanische Republik

„Am 5. Januar 2019 wurde das Haus der Gemeinschaft der Comboni-Missionsschwestern in Bangui, Zentralafrika, von einer Gruppe von etwa 8 bis 9 Männern angegriffen und ausgeraubt“, bestätigt die Generalobere der Comboni-Missionschwestern, Schwester Luigia Coccia. „Die Gemeinschaft besteht aus drei Schwestern. Sie hatten das Vespergebet gegen 19 Uhr beendet, als überfallen und drei Stunden gefesselt und bedroht wurden. Die Diebe durchsuchten das ganze Haus und nahmen mit, was sie konnten. Die drei Schwestern verließen unter Schock vorübergehend die Mission und suchten Zuflucht im Provinzhaus in Bangui.“

„Zentralafrika scheint sich in ein unlösbares Gewirr ausländischer Einmischung, Unzulänglichkeiten der internationalen Gemeinschaft und Unfähigkeit der lokalen Regierung verstrickt zu haben“, erklärte vor kurzem Pater Federico Trinchero, der als Missionar ebenfalls in Bangui tätig ist. „Das religiöse Element macht den Cocktail nur noch tödlicher“, unterstrich der Missionar.

Unzählige Übergriffe wurden in letzter Zeit auf katholische Gemeinden, Pfarreien, und kirchliche Flüchtlingscamps verübt. Gebäude und Kirchen wurden niedergebrannt, Zivilisten brutal getötete. Allein im Jahr 2018 wurden in der Zentralafrikanischen Republik fünf Priester ermordet: Pfarrer Joseph Désiré Angbabata von der Diözese Bambari, der bei einem Angriff auf seine Gemeinde verwundet wurde, starb kurz darauf; Pfarrer Albert Toungoumale-Baba wurde in der Pfarrei Notre Dame de Fatima, während eines Massakers bei einem Anschlag auf seine Pfarrei ermordet; Prälat Firmin Gbagoua, Generalvikar der Diözese Bambari, wurde von Angreifern ermordet, die die bischöfliche Residenz eingedrungen waren; der Generalvikar der Diözese Alindao, Pfarrer Blaise Mada, und Pfarrer Celestine Ngoumbango, der für die Gemeinde in Mingala zuständig war, wurden während des Angriffs auf die bischöfliche Residenz in Alindao ermordet, wo sie mit anderen Menschen Zuflucht gesucht hatten. Dabei ermordeten ehemalige Seleka-Rebellen der UPS (Unité pour la Paix und Centrafrique) mindestens 60 Menschen, vorwiegend Vertriebene, die in einem Auffanglager in der Nähe der Kathedrale untergebracht waren. (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS)

Am Abend des 6. September haben Mitglieder der ehemaligen, mehrheitlich islamischen Seleka im Nordosten der Zentralafrikanische Republik 14 Christen getötet. Die meisten der Opfer sind Frauen und Kinder. Sie befanden sich mutmaßlich auf dem Rückweg von der Feldarbeit in ihre derzeitige Unterkunft, ein großes Flüchtlingslager nahe der Provinzhauptstadt Bria.

Wir hörten davon, dass sie umgebracht wurden. Aber niemand hatte den Mut, sofort nach ihren Leichen zu suchen. Erst heute Morgen zogen einige Jugendliche los und holten sie“, erklärte ein Gemeindeleiter am Morgen nach der Tat gegenüber Open Doors. Die Leichen der beiden Männer wiesen Schusswunden auf, während die Frauen und Kinder offenbar an Schnittverletzungen starben. Mindestens eine der Frauen war schwanger. „All diese Frauen ermordet! Es ist schrecklich“, klagt Gedeon, einer der im Lager lebenden Christen.

Christen fälschlich beschuldigt und verfolgt

Die meisten der 50.000 Bewohner des Flüchtlingscamps „PK3“ sind Christen sowie Anhänger traditioneller Religionen. Trotz der jüngsten Friedengespräche gilt die Sicherheitslage weiterhin als angespannt. Christen in Bria werden von mindestens vier Nachfolgeorganisationen der Ende 2013 offiziell aufgelösten Seleka unter Druck gesetzt. „Sie wollen hier keine Christen sehen“, erklärte ein lokaler Gemeindeleiter. „Sie sagen, dass alle Christen zu den Anti-Balaka gehören; wenn man erwischt wird, ist man erledigt. Sie behaupten fälschlicherweise, dass sogar Kirchenführer Leiter der Anti-Balaka sind.“

Zum Hintergrund: Truppen der Seleka-Miliz stürzten 2013 die Regierung und verübten zahlreiche Gräueltaten an der überwiegend christlichen Bevölkerung. Unter anderem als Reaktion darauf entstand die „Anti-Balaka“, eine Art Bürgerwehr, deren fälschliche Einordnung als „christlich“ sich hartnäckig hält. Pastoren und Kirchenleiter werden nicht müde, sich von dem brutalen Vorgehen dieser Gruppe zu distanzieren.

„Wir verlassen uns allein auf Gebete“

Die Christen in Bria leben zurzeit in Angst: „Christen gehen nie in die Stadt. Wenn sie das tun, werden sie bedroht, verhaftet und zur Zahlung von Geldbußen aufgefordert, bevor sie freigelassen werden. […] Alle Straßen sind verbarrikadiert, und wenn du dich hinauswagst, gehst du auf eigene Gefahr. Wir Christen können nichts tun, wir haben kein Essen, keine Zuflucht. Wir verlassen uns allein auf Gebete. Bitte betet für uns!“ (Quelle: Open Doors, Bild: TUBS)

Der Generalvikar der Diözese Bambari im Süden der Zentralafrikanischen Republik, Firmin Gbagoua, ist am 29. Juni einem Mordanschlag zum Opfer gefallen. In einer Erklärung, die dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“ vorliegt, sprechen die Bischöfe des Landes von „großer Bitterkeit“ angesichts des erneuten Mordes an einem Priester: „Wir verurteilen die sukzessive Ermordung von Priestern in der jüngsten Zeit.“ Generalvikar Gbagoua ist bereits der dritte zentralafrikanische Geistliche, der in diesem Jahr ermordet wurde. Nach einer tödlichen Attacke auf einen Priester im März waren am 1. Mai in der Hauptstadt Bangui ein Gemeindepfarrer und 15 Gläubige erschossen worden.

Die Bischöfe rufen die zentralafrikanische Regierung und die im Land stationierten UN-Einheiten auf, „ihre Maßnahmen stärker zu koordinieren, damit die Mörder und die Hintermänner gefasst und vor Gericht gebracht werden können“. Die Bischöfe stellten sich die ernste Frage: „Wer profitiert von all dieser Gewalt gegen die katholische Kirche in der Zentralafrikanischen Republik?“

Bisher unbekannte Täter hatten Gbagoua aus kurzer Entfernung in den Bauch geschossen, als er am Freitagabend mit anderen Priestern zu Abend gegessen habe, berichtete das Portal „Vatican News“ am 02. Juli unter Berufung auf den Pfarrer der Kathedralkirche von Bangui, Mathieu Bondombo. Auf dem Weg ins Krankenhaus sei Gbagoua verstorben. Der Geistliche koordinierte als Caritasdirektor im Bistum Bambari auch die materielle Hilfe für Gläubige und Binnenflüchtlinge.

In jüngster Zeit geraten in der Zentralafrikanischen Republik immer mehr Priester, Missionare, humanitäre Helfer und Blauhelmsoldaten in das Fadenkreuz von Bürgerkriegsmilizen. Seit 2013 dauern die Kämpfe an, bei denen sich Regierungstruppen, muslimische Rebellen der „Séléka“ und Kampfverbände der „Anti-Balaka“, in denen mehrheitlich Christen vertreten sind, gegenüberstehen. Seit 2014 sind auch multinationale Truppen und Sicherheitskräfte im Rahmen der UN-Operation „Minusca“ in der Zentralafrikanischen Republik stationiert. Bei den Kämpfen geht es neben religiösen Gründen auch um die Kontrolle des Rohstoffhandels in dem Land, das als eines der ärmsten der Welt gilt.

Ende 2015 hatte Papst Franziskus die Zentralafrikanische Republik besucht. Standen die Zeichen damals noch auf Versöhnung, hat sich die Situation in jüngster Zeit erneut verschärft. Die Bischöfe rufen in ihrer Erklärung die Christen des Landes dennoch dazu auf, „ruhig zu bleiben und zu beten, um nicht denen in die Falle zu laufen, die beweisen wollen, dass Christen und Muslime in der zentralafrikanischen Nation nicht mehr zusammenleben können“.

Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ steht der Bevölkerung der Zentralafrikanischen Republik seit Jahren bei. Im vergangenen Jahr hat das Hilfswerk 30 Projekte gefördert – von der Nothilfe für Kriegsopfer, die Arbeit von Ordensgemeinschaften und Pfarrgemeinden bis hin zur Friedensarbeit. Um weiterhin helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – entweder online unter: https://www.kircheinnot.at/Wie_Sie_helfen/Spenden/

Mit großer Trauer hat KIRCHE IN NOT  erfahren, dass Pater Albert Toungoumalé-Baba und 15 weitere Mitglieder der Pfarrgemeinde Unserer Lieben Frau von Fatima in der zentralafrikanischen Haupttadt Bangui am 1. Mai bei einem bewaffneten Angriff getötet wurden. Bei einer früheren Begegnung hatte Pater Albert KIRCHE IN NOT darum gebeten, unermüdlich für den Frieden in seinem Land zu beten.

Am 1. Mai kam es in der Zentralafrikanischen Republik zum wiederholten Mal zu einem Gewaltausbruch. In der Hauptstadt Bangui griff eine Gruppe bewaffneter Männer die Pfarre Unserer Lieben Frau von Fatima an. Bei dem Anschlag kamen 16 Menschen ums Leben, darunter auch Pater Albert Toungoumalé-Baba. Rund einhundert Menschen wurden verletzt. Die Kämpfe setzten sich nachmittags fort, forderten zwei weitere zentralafrikanische Todesopfer und führten zum Brand einer Moschee.

Der Erzbischof von Bangui, Kardinal Dieudonné Nzapalainga, musste heute in aller Eile in die Zentralafrikanische Republik zurückkehren, um sich zu dem Anschlag zu äußern. Die Bevölkerung leidet noch immer unter den Folgen der vergangenen von Konflikten geprägten Jahre, und befürchtet, dass es nun zu einem neuen Kreislauf der Gewalt kommen wird.

Die G5+-Mitglieder (Vereinte Nationen, Afrikanische Union, Zentralafrikanische Wirtschaftsgemeinschaft, Europäische Union, Frankreich und Vereinigte Staaten) verurteilen laut einer am 1. Mai von der Minusca (Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in der Zentralafrikanischen Republik) herausgegebenen Mitteilung „die Angriffe auf die Kirche Unserer Lieben Frau von Fatima und die Moschee von Lakounga aufs Schärfste“, und erinnern daran, dass „die Manipulation der Religion im Dienste der Interessen krimineller Gruppen nicht akzeptabel ist“. Sie fordern die Zentralafrikaner auf, „diesen Manipulationen zu widerstehen, deren Ziel es ist, das Land erneut in die Falle der Gewalt und der Rache zu treiben.“

Würdigung von Pater Albert als „einem Mann des Friedens“

KIRCHE IN NOT möchte das Lebenswerk von Pater Albert Toungoumalé-Baba, Priester der St.-Joseph Mukasa-Gemeinde in Bangui, würdigen. Pater Albert arbeitete unermüdlich für den Frieden in seinem Land und nahm Tausende Flüchtlinge in seiner Pfarre auf. 2016 erklärte er gegenüber KIRCHE IN NOT: „Seit Dezember 2012 ist unser Land ein geschundenes und notleidendes Land. Es ist den Waffen bisher noch nicht gelungen, den Krieg zu beenden, doch sie ertönen weiterhin (…)Es ist bislang niemandem gelungen, Frieden zu bringen. Doch beten Sie, beten Sie unermüdlich für uns, so wie Jesus es uns gelehrt hat. Wir dürfen nicht verzweifeln. Möge diese Botschaft von allen gehört werden, die den Frieden lieben.“

Vergangene Woche prangerte Bischof Juan José Aguirre von Bangassou einen Anschlag durch eine islamistische Gruppe auf eine Missionsstation in Gambo an. Sie liegt in seiner Diözese im Südosten der Zentralafrikanischen Republik. Schätzungen zufolge kamen etwa 40 Menschen ums Leben. Den meisten wurde von den Dschihadisten die Kehle durchgeschnitten. Bischof Aguirre sprach mit der Päpstlichen Stiftung KIRCHE IN NOT (ACN) über die jetzige Lage in der Region und über die Katastrophen, die im Herzen des afrikanischen Kontinents erneut ausbrechen.

KIRCHE IN NOT: Vergangene Woche wurde die Missionsstation in Gambo angegriffen. Es gab zahlreiche Tote und Vertriebene. Wie ist die aktuelle Lage in Bangassou?

Bischof Juan José Aguirre: Was zurzeit geschieht, kann nur verstanden werden, wenn man sich die Anschläge der Seleka vor vier Jahren vor Augen führt. Sie wurden von Ölländern finanziert und vom Präsidenten des Tschad unterstützt. Sie besetzten die Hälfte des Landes. Diese Dschihadisten haben das Land völlig durcheinandergebracht. Vier Jahre später haben weder die Regierung noch die Verwaltung oder die MINUSCA (UNO-Soldaten) irgendetwas unternommen, um die Seleka des Landes zu verweisen. Die UNO-Soldaten haben sogar mit ihnen gemeinsame Sache gemacht. Nun haben viele junge Menschen zu den Waffen gegriffen, um gegen die Seleka zu kämpfen. Ihnen ist es gelungen, sie aus einer bestimmten Gegend zu verjagen. Sie fingen an, die muslimische Gemeinde in Bangassou anzugreifen. Der Konflikt findet zwischen Muslimen und Nicht-Muslimen, den vielen Anhängern von traditionellen Religionen und nicht-christlichen Sekten, statt. Wir mussten Muslime beschützen, die sich in eine Moschee eingeschlossen hatten, darunter viele Frauen und Kinder.

KIRCHE IN NOT: Was konnten Sie tun, um ihnen zu helfen?

Bischof Juan José Aguirre: Drei Tage lang haben wir sie sogar als menschliche Schutzschilder verteidigt. Wir brachten sie ins Priesterseminar der Diözese, wo sie seit fast zwei Monaten immer noch wohnen. Mit Hilfe einiger NGOs und anderer Organisationen unterstützen wir etwa 2.100 Menschen. Allerdings verließen einige Organisationen nach Zwischenfällen vor einem Monat Bangassou. Und sie sind seitdem nicht zurückgekommen. Die Anti-Balaka kamen in andere Missionsstationen, etwa Pema o Gambo. Sie reagierten auf ein Massaker der Seleka, bei dem vielen Nicht-Muslimen die Kehle durchgeschnitten wurde. Zuletzt haben wir erfahren, dass eine Woche später viele Leichen noch immer nicht begraben worden sind. Die Menschen sind sehr unzufrieden mit den marokkanischen Soldaten der MINUSCA, die eigentlich von der UNO gesandte Friedenstruppen sein sollen. Wir wollen sehen, ob Gott uns mitteilt, wie wir aus dieser Sackgasse herausfinden können.

KIRCHE IN NOT: Konnten Sie die von Seleka angegriffene Missionsstation in Gambo besuchen?

Bischof Juan José Aguirre: Ich konnte die Missionsstation in Gambo noch nicht besuchen, obwohl sie in der Nähe von Bangassou liegt. Von dort wurden etwa 2.000 Menschen vertrieben, die hierher gekommen sind. Ich hoffe, am Sonntag dort die Heilige Messe feiern zu können. Wir haben Lebensmittel und Nothilfe dorthin geschickt. Wir baten einen Priester und einen Journalisten von einer französischen Nachrichtenagentur, mit einem Motorrad nach Gambo zu fahren. Als sie zurückkamen, erzählten sie, die Lage sei schrecklich. Man kann sie nur vom Schweigen Gottes her verstehen. Im Krankenhaus des Roten Kreuzes sind Menschen gestorben, denen die Kehle durchgeschnitten wurde. Sie verbluteten, und jetzt verwesen sie dort, denn sie konnten noch nicht begraben werden. Es sind wohl um die 40 Toten. Sie berichteten, das halbe Dorf sei niedergebrannt, die Kirche geplündert und in Brand gesteckt worden. Ähnliches geschah mit dem Haus der Patres. Der Wiederaufbau wird sehr schwer sein. Aber wir wissen, dass dies geschehen wird, dass wir mit Gottes Hilfe Mittel und Wege finden werden, alles wiederaufzubauen.

KIRCHE IN NOT: Sie konnten jedoch die Grenze zum Kongo überschreiten, um die dorthin Geflüchteten zu besuchen. Wie geht es ihnen? Wie war die Eucharistiefeier mit ihnen?

Bischof Juan José Aguirre: Alles ging reibungslos. Wir setzten mit einem Paddelboot über den Fluss über. Die Anti-Balaka ließen uns passieren. Wir fanden fast 17.000 Menschen vor, von denen etwa 1.000 in der Kirche auf uns warteten. Wir konnten klar mit ihnen reden, um ihnen Hoffnung zu machen und ihnen zu sagen, dass es morgen besser gehen wird, dass wir nicht in einem Wasserglas ertrinken sollen. Allerdings sind sie schon verzweifelt. Wir sprachen von der Mutter Gottes, denn es war das Fest Maria Himmelfahrt. Wir versuchten sie zu trösten, die Tränen meines Volkes zu zählen. Häufig kann man nichts sagen, nur schweigen und zuhören. Diese Menschen haben viel Leid erlitten. Sie warten dort, bis sich die Lage in Bangassou gebessert hat. Sie werden zurückkommen, aber sie werden von neuem anfangen müssen. Denn sie werden nichts auf den Feldern finden, und ihre Häuser wurden zerstört. So ist das Leben hier, es ist sehr hart. Das Leid ist groß. Wir haben nur noch den Trost Gottes und, wenn er nicht spricht, das Schweigen Gottes.

KIRCHE IN NOT: Was ist zurzeit in Bangassou erforderlich, damit diese Situation aufhört?

Bischof Juan José Aguirre: Ein zentralafrikanischer Gouverneur und eine zentralafrikanische Nationalarmee, um die Disziplin durchsetzen. Die FACA genannte Nationalarmee wird von spanischen Soldaten ausgebildet. Sie klagen aber darüber, dass sie keine Waffen haben. Allerdings werden Waffen über den Tschad, den Südsudan und den Kongo ins Land eingeschmuggelt. Viele bereichern sich mit Waffengeschäften, die von multinationalen Konzernen kontrolliert werden. Sie erzeugen sogenannte Konflikte niedriger Stärke, um sich zu bereichern. Was hier geschieht, ist ein Beispiel dafür. Aber wir verlieren nicht die Hoffnung, dass wir vorankommen werden. Deshalb machen wir gute Miene zum bösen Spiel. Der Vatikan hat gerade einen Weihbischof ernannt, den Comboni-Missionar Jesús Ruiz Molina. Er soll am 12. November in Bangui zum Bischof geweiht werden. Mit seiner Hilfe werde ich dieses Volk bei seinem schweren Gang durch die Wüste begleiten können.