

Die Mexikanische Bischofskonferenz reagierte mit „Empörung und Trauer“ auf die Ermordung. In einer an das päpstliche Hilfswerk KIRCHE IN NOT übermittelten Stellungnahme forderte sie von den Behörden eine „umfassende Untersuchung“, um die Hintergründe der Tat aufzuklären. Auch der Bischof von Huejutla, José Acosta Beltrán, beklagte die „alarmierende Situation der Gewalt“ in Mexiko. Er forderte, dass „Gerechtigkeit geschieht und weder dieser Fall noch die anderen Verbrechen“, die das Land erschütterten, „ungesühnt bleiben“.
In der Region im Süden Mexikos sind mehrere kriminelle Organisationen aktiv, die unter anderem um Schmuggelrouten für gestohlenen Treibstoff kämpfen. Auch Priester und andere kirchliche Mitarbeiter werden immer wieder Opfer von Gewalt. Das Gebiet, in dem Pfarrer Román de la Cruz tätig war, ist nach Angaben von KIRCHE IN NOT besonders von rivalisierenden kriminellen Gruppen geprägt.

Der Bericht „Religionsfreiheit weltweit“ von KIRCHE IN NOT zählt Mexiko zu den Ländern mit schwerer religiöser Diskriminierung. Geistliche und Gemeinden werden erpresst, entführt und bedroht; Kirchen überfallen oder geschändet. Zwischen Dezember 2018 und September 2024 wurden zehn Geistliche ermordet, zehn weitere Opfer von Gewalt. Im selben Zeitraum wurden fast 900 Fälle von Erpressung, Entführung, Raub oder Einschüchterung registriert.
KIRCHE IN NOT unterstützt die katholische Kirche in Mexiko seit vielen Jahren bei ihrer pastoralen Arbeit. Gefördert werden unter anderem die Ausbildung und der Dienst von Priestern und Ordensleuten sowie Fahrzeuge für die Seelsorge in abgelegenen Regionen. Außerdem unterstützt KIRCHE IN NOT den kirchlichen Einsatz für Menschrechte, die Dokumentation von Übergriffen gegenüber Priestern und Gemeinden und die kirchliche Bildungsarbeit.
Der Länderbericht zur Situation in Mexiko ist abrufbar unter: www.religionsfreiheit-weltweit.at
Unterstützen Sie unsere Arbeit mit einer Spende – schnell und einfach online!