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KIRCHE IN NOT zeigt sich angesichts der Verhaftung von Bischof Rolando José Álvarez Lagos und weiterer Repressalien gegen kirchliche Einrichtungen schwer besorgt über die Lage in Nicaragua.

„Die Situation ist kritisch, die Polarisierung groß und die Konfrontation stark. Nicaragua wird von einer Krise erschüttert, die vor mehr als vier Jahren ausgebrochen ist“, erklärte Regina Lynch, Projektdirektorin am internationalen Sitz von KIRCHE IN NOT in Königstein im Taunus. Sie rief dazu auf, die Christen Nicaraguas zu unterstützen und für sie zu beten.

Rolando José Álvarez Lagos, Bischof von Matagalpa (Nicaragua).

Als politische Gefangene behandelt

Eine weitere Eskalation war die Festnahme von Bischof Rolando José Álvarez Lagos am 19. August. Er war bereits seit Anfang August in seinem Bischofshaus in Matagalpa unter Hausarrest gehalten worden. Nach Informationen von KIRCHE IN NOT befindet sich der Bischof aktuell bei Angehörigen in der Nähe der Hauptstadt Managua unter Polizeiarrest. Mit ihm wurden drei Priester, ein Diakon, zwei Priesteramtskandidaten und ein Kameramann verhaftet. Sie sitzen aktuell im Gefängnis „El Chipote“ in Managua, in dem vorrangig politische Gefangene untergebracht sind.

Bischof Álvarez ist eine der bekanntesten Stimmen, die die soziale und politische Krise in Nicaragua anprangern. Er war Mitte Mai aus Protest gegen die politischen Repressionen gegen die Kirche zeitweilig in Hungerstreik getreten. Das Vorgehen gegen den Bischof sei ein weiterer Schritt in einer Spirale der Konfrontation, stellte Regina Lynch fest: „Wir erleben derzeit einen Prozess, der die Kirche in Nicaragua zum Schweigen bringen will. Eine Lösung ist schwierig, aber wir müssen beten, dass die Feindseligkeiten nicht zunehmen.“

Bischof Rolando José Alvarez Lagos aus Matagalpa in den zerstörten Räumen einer karitativen Einrichtung seiner Diözese.

Mehrere Priester in Haft

Derzeit befinden sich neben Bischof Álvarez insgesamt sechs Priester in Nicaragua in Haft. Neben den zusammen mit dem Bischof festgenommen Geistlichen wurden auch zwei Priester aus Granada und ein Missionar aus Siuna inhaftiert. Im März dieses Jahres hatte die Regierung den Apostolische Nuntius Erzbischof Waldemar Stanislaw Sommertag des Landes verwiesen.

Die Regierung hat darüber hinaus hunderten sozialen oder karitativen Organisationen untersagt, weiterhin in Nicaragua tätig zu sein. Zu den Maßnahmen, die international Kritik hervorriefen, gehört die Ausweisung der von Mutter Teresa gegründeten „Missionarinnen der Nächstenliebe“. Auch der von der katholischen Bischofskonferenz betriebene Fernsehsender und acht kirchliche Radiostationen wurden geschlossen.

Demonstration gegen die Regierung und Präsident Ortega in Nicaragua (2018).

Druck gegen Gläubige

Einem im Frühjahr veröffentlichten Bericht der „Beobachtungsstelle für Transparenz und Korruptionsbekämpfung“ zufolge, gab es seit 2018 rund 200 Übergriffe auf kirchliches Eigentum und Personal. Augenzeugen berichten von Brandstiftungen in Kirchen, Störung von Gottesdiensten, Einschüchterung von Gläubigen durch Polizeikontrollen im Umfeld der Kirchen. Es würden auch Inhaber von Bus- und Taxiunternehmen bedroht, die Menschen vor allem in ländlichen Gebieten zur heiligen Messe bringen.

Die Regierung unter Präsident Daniel Ortega hat es der katholischen Kirche übel genommen, dass sie sich 2018 auf die Seite der Demonstranten stellte, die sich für politische Veränderungen einsetzten.

KIRCHE IN NOT hatte bereits in dem Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2021“ auf die schwierige Situation für die Kirche in Nicaragua aufmerksam gemacht. Den Länderbericht Nicaragua finden Sie  … hier. 

Unterstützen Sie die Arbeit der Kirche in Nicaragua, die unter Repressionen leidet, mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Vor rund einem Jahr gingen auf Kuba Millionen Menschen auf die Straße. Sie protestierten gegen die Regierung und die staatstragende kommunistische Partei. Auslöser war ein Mangel an Lebensmitteln und medizinischen Produkten sowie die Reaktion der Regierung auf die Covid-19-Pandemie. Es handelte sich um die größten Proteste seit fast zwei Jahrzehnten.

Die politische Führung ließ tausende Demonstranten festnehmen. Die Unterdrückung der Proteste und die anhaltende Krise führten erneut zu einem Anstieg der Auswanderung aus Kuba. Über die Situation sprachen wir mit dem kubanischen Priester Bladimir Navarro, der aktuell in Spanien lebt.

Propaganda-Monument auf Kuba.

Mangel an Freiheit und Mangel an Medikamenten

KIRCHE IN NOT: Wie ist die Lage in Kuba ein Jahr nach den Massenprotesten?

Bladimir Navarro:Die Menschen in Kuba hungern und sind in großer Not. Es ist sehr traurig zu sehen, wie alte Menschen ihr Hab und Gut auf der Straße verkaufen, um sich etwas zu essen kaufen zu können. Die Menschen in Kuba überleben, doch die schlimmste Armut ist der Mangel an Freiheit.

Abgesehen vom wirtschaftlichen Elend leben die Kubaner im Elend der Angst, der Auswanderung, des Mangels an Werten. Ein weiteres Problem ist der Mangel an Medikamenten. Man kann nicht einmal Schmerzmittel bekommen, von Antibiotika ganz zu schweigen.

Hat sich die Lage nach dem 11. Juli 2021 verschlimmert, als die friedlichen Proteste begannen?

Die kommunistische Regierung hat Angst, ihre Macht zu verlieren. Es wurden neue Gesetze erlassen, um ihre Ideologie in der Zukunft aufrechtzuerhalten. Die Inflation hat enorm zugenommen. Die Kubaner waren sehr froh, als angekündigt wurde, dass die Löhne steigen. Aber jetzt sind die Preise für die grundlegendsten Dinge explodiert.

Wir sehen, dass viele Häuser im ganzen Land einstürzen, während in Havanna neue Hotels gebaut werden. Wer die Stimme erhebt und die Wahrheit sagt, läuft Gefahr, dass gegen ihn vorgegangen wird. Die Haftstrafen haben zugenommen.

Prozession auf Kuba.

Was ist mit den Menschen geschehen, die im vergangenen Jahr Freiheit forderten?

Es ist ein Jammer, dass so viele junge Menschen im Gefängnis sitzen. Die Haftstrafen sind sehr hoch, oft mehr als zehn Jahre. Einige von ihnen sind sogar noch minderjährig. Über 900 Menschen sitzen noch im Gefängnis – einfach nur, weil sie am 11. Juli 2021 friedlich demonstriert haben.

Jetzt ist das Regime hinter jedem her, der ein Bild oder einen Kommentar gegen den Kommunismus in den sozialen Medien postet. Jeder, der über sein tägliches Leben berichtet, vom Anstehen, um Brot zu kaufen oder über die Situation an den Schulen, wird bedroht. Deshalb haben sich viele Menschen entschlossen, das Land zu verlassen; die Auswanderung nimmt wieder stark zu.

Was kann die katholische Kirche auf Kuba tun, um dieses Leiden zu lindern?

Das Schlüsselwort lautet „begleiten“, das Leiden der Menschen begleiten. Es gibt viele Menschen, Ordensleute, Priester, Bischöfe und engagierte Laien, die den Menschen in dieser traurigen Zeit Ermutigung und Hoffnung geben. Ein weiterer Teil der Hilfe ist materiell, wie sie Hilfswerke wie KIRCHE IN NOT leisten. Die Kirche ist ein Zufluchtsort der Hoffnung, um dem Herrn nahe zu sein und die Wunden der kommunistischen Ideologie zu heilen.

Es gibt viele Menschen, Ordensleute, Priester, Bischöfe und engagierte Laien, die den Menschen in dieser traurigen Zeit Ermutigung und Hoffnung geben.

Wie können wir im Ausland die kubanische Kirche bei dieser Mission unterstützen?

Sie können uns helfen, indem sie die Stimme der Stimmlosen sind und die Geschehnisse in Kuba sichtbar machen. Denn nach den Massenprotesten ist Kuba vielfach keine Nachricht mehr wert. Die Lage hat sich erheblich verschlechtert, nicht nur wegen des Krieges in der Ukraine, sondern auch wegen der jahrelangen Misswirtschaft. Auch das Gebet ist von grundlegender Bedeutung.

Hoffentlich wird KIRCHEIN NOT auch weiterhin Unterstützung leisten, damit die Kubaner merken, dass sie nicht allein sind.

Unterstützen Sie den Einsatz der katholischen Kirche in Kuba mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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In weniger als vier Jahren hat die katholische Kirche in Nicaragua mehr als 190 Angriffe und Plünderungen erlitten, darunter einen Brand in der Kathedrale von Managua, sowie die Verfolgung von Geistlichen unter dem Regime von Daniel Ortega. Dies geht aus dem Untersuchungsbericht: „Nicaragua: Verfolgte Kirche (2018-2022“) hervor, den das Hilfswerk KIRCHE IN NOT erhalten hat. Erstellt wurde er von Martha Patricia Molina Montenegro, Mitglied der Beobachtungsstelle für Transparenz und Korruptionsbekämpfung.

Der Bericht wurde im Mai veröffentlicht und beinhaltet daher nicht die letzte Serie von Anschlägen, die im Juni im Land stattgefunden haben. Dazu gehören die Schikanen gegen Monsignore Rolando Alvarez Lagos, den Bischof der Diözese Matagalpa, die Schließung katholischer Fernsehsender und die Ausweisung der Ordensschwestern von Mutter Teresa.

Msgr. Rolando José Alvarez Lagos, Bischof von Matagalpa in den Ruinen einer Caritas-Einrichtung.

Mehr als 190 Angriffe gemeldet

Laut der Studie liegen die angegebenen Zahlen unter der tatsächlichen Zahl der Angriffe. „Wir haben Fälle gefunden, in denen Priester, die der Diebstähle und Schändungen überdrüssig waren, beschlossen haben, nur letztere zu melden. Andere haben sich entschieden zu schweigen, weil sie nicht an das Rechtssystem glauben“, heißt es in dem Bericht.

Aus den vorliegenden Daten geht hervor, dass es sich bei 37 % der Anfeindungen um Angriffe auf Priester, Bischöfe, Ordensschwestern, Seminaristen und Laien handelt, einschließlich Fällen der Ausweisung aus dem Land, und bei 19 % um Schändungen von heiligen Stätten und Kultgegenständen. Darüber hinaus gab es zahlreiche Fälle (17 %) von Belagerungen, Zerstörungen, Brandstiftung, Sperrung von Grundversorgungseinrichtungen und Eindringen in Privateigentum, etc.

Verbranntes Kreuz nach dem Brandanschlag in der Kathedrale von Managua.

Schließung von NGOs und katholischen Mediensendern

Darüber hinaus kündigte diese Woche das nicaraguanische Innenministerium die Schließung von 101 Nichtregierungsorganisationen (NGO) an, darunter die von Mutter Teresa von Kalkutta gegründete Vereinigung der Missionarinnen der Nächstenliebe. Die Ordensschwestern widmen sich der Betreuung der Ärmsten der Gesellschaft und betreiben ein Altenheim, einen Kindergarten für Kinder mittelloser Mütter und ein Heim für verlassene oder missbrauchte Jugendliche.

Fünf weitere katholische Einrichtungen sind auf der Liste zu finden. Wenn die Nationalversammlung diese Initiative nächste Woche annimmt, wird die Zahl der NGOs, die unter der Regierung Ortega für illegal erklärt worden sind, auf 758 steigen.

Am 28. Juni wurde auch Telecable, auf dem TV Merced der Diözese Matagalpa und Canal San José der Diözese Estelí ausgestrahlt wurden, vom Netz genommen. Am 31. Mai war Canal 51, ein von der Kirche betriebener katholischer Sender, bereits vom Netz genommen worden.

Demonstrationen gegen die Reformen wurden von regierungsnahen Spezialkräften gewaltsam niedergeschlagen.

Gründe der Feindseligkeit

Die Wurzeln der Feindseligkeit seitens der nicaraguanischen Regierung liegen dem Bericht zufolge in der Unterstützung der katholischen Kirche für Studenten während der friedlichen Demonstrationen der Nicaraguaner gegen Korruption und Vetternwirtschaft im Land seit April 2018.  Die Kirchen öffneten ihre Türen, um Räume für den Dialog und für gemeinsames Gebet zu schaffen, aber auch, um sich um die Verwundeten zu kümmern und die Familien der Ermordeten oder Entführten zu trösten.

„Vor April 2018 gab es nur sporadisch Angriffe auf die Kirche. Anschließend haben die Feindseligkeiten zugenommen und sind eskaliert. Die beleidigende und bedrohliche Sprache und die drohenden Äußerungen des Präsidentenpaares gegenüber der katholischen Führungsebene wurden immer deutlicher. Die Aktionen von Behörden gegen die karitative Arbeit der Kirche haben zugenommen“, heißt es in dem Bericht.

KIRCHE IN NOT hatte schon in seinem Religionsfreiheit Weltweit Bericht 2021 auf die schwierige Situation im Land aufmerksam gemacht.

Um der notleidenden Kirche in Nicaragua weiterhin helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
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Verwendungszweck: Nicaragua

Pfarrer Washington Dioleno Araújo Taveres freut sich: Dank Eurer Hilfe hat er nun ein Motorboot, das er dringend braucht, um die Gläubige betreuen zu können. Denn seine Pfarre „Johannes der Täufer“ mit Sitz in Curralinho liegt im brasilianischen Amazonasdelta. Die Entfernungen sind riesig, denn 57 Siedlungen liegen weit verstreut an den Flussufern. Bislang musste der junge Priester mit einem kleinen, alten Holzkanu die weiten Wege zurücklegen. Damit brauchte er sehr lange und verlor kostbare Zeit. Somit blieben wertvolle Chancen zur Evangelisierung ungenutzt. Und wo die Kirche nicht präsent ist, breiten sich rasch Sekten aus. Außerdem machten Krokodile, Stromschnellen, im Wasser treibende Baumstämme und die Unbilden des Wetters die Pastoralreisen mit dem kleinen Kanu oft zu einem lebensgefährlichen Abenteuer.
Dank Eurer Hilfe hat er nun ein Motorboot, das er dringend braucht, um die Gläubige betreuen zu können.
Ihr habt mit 13.800 Euro bei der Anschaffung des Motorbootes geholfen, so dass die Betreuung der Gläubigen jetzt viel einfacher geworden ist. Bischof Teodoro Mendes Tavares ist ebenfalls sehr froh darüber, dass Ihr Pfarrer Washington Dioleno Araújo Taveres geholfen habt. Er dankt allen, die dazu beigetragen haben: „Wir möchten noch einmal unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, denn diese Abschaffung wird für unsere Evangelisierungsarbeit von grundlegender Bedeutung sein.  Nochmals danke für alles und bitte die Gottesmutter von der Unbefleckten Empfängnis, die Beschützerin unserer Diözese, Sie zu segnen!“
Pfarrer Washington Dioleno Araújo Taveres freut sich. Mit dem neuen Boot kann er die 57 weit verstreuten Siedlungen seiner Pfarre besser erreichen.
Allen, die geholfen haben, ein herzliches Vergelt’s Gott!

Am 28. April wurde der Priester Wathner Aupont zusammen mit weiteren Personen in einem Randbezirk der Hauptstadt Port-au-Prince entführt. Aupont leitet die Pfarrei „Josef der Arbeiter“ in Grande Ravine im Süden des Landes.

Vertreter der zuständigen Diözese Anse-à-Veau et Miragoâne appellierten an die Polizei, bei der Befreiung des Pfarrers mitzuhelfen. Pfarrer Aupont wurde tatsächlich am Tag darauf freigelassen, die anderen Personen blieben in der Hand der Entführer.

In einer Erklärung sprach ein Vertreter der Diözese von einer „neuen Plage der Entführungen, die die Gesundheit, das Leben, die Wirtschaft, die Familien und sozialen Strukturen unserer geliebten Republik Haiti zerstört“.

Kinder holen Wasser in Haiti.

Welle von Unruhen bringt Haiti weitgehend zum Erliegen

Auch Erzbischof Launay Saturné aus Cap-Haïtien, ein Projektpartner von KIRCHE IN NOT, berichtete, dass die soziale, politische und wirtschaftliche Situation auf Haiti immer schlimmer werde.

Eine Welle von Unruhen und Entführungen bringe das öffentliche Leben weitgehend zum Erliegen, erklärte der Erzbischof: „Die Verschlechterung der Lage ist das Ergebnis der Zunahme bewaffneter Gangs, der vielen Entführungen, der allgegenwärtigen Ungewissheit, der Inflation, blutiger Überfälle und einer Flut von Unruhen und Grausamkeiten.“

Launay Saturné, Erzbischof von Cap-Haïtien (Haiti).

Die Menschen auf Haiti lebten in ständiger Angst, sagte Erzbischof Saturné: „Viele Bereiche des nationalen Lebens sind ins Wanken geraten und fast nicht mehr existent. Niemand bleibt von dieser Unsicherheit verschont. Wir sind ihr alle ausgesetzt.“

KIRCHE IN NOT hat auf Haiti im vergangenen Jahr über 70 Hilfsprojekte unterstützt. Dazu zählten auch Nothilfen für den Wiederaufbau und die Versorgung der Bevölkerung nach dem Erdbeben im August 2021. Darüber hinaus stellt das Hilfswerk Fahrzeuge für die Seelsorge zur Verfügung und fördert die religiöse Ausbildung von Laien und Priestern.

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Verwendungszweck: Haiti

Das Apostolische Vikariat Yurimaguas erstreckt sich über ein riesiges Gebiet von 70.000 Quadratkilometern. Die Einwohner gehören indigenen Volksgruppen an, die unter großer Armut leiden. Ihre Hütten sind aus Palmblättern gebaut, und die meisten der kleinen Siedlungen sind ausschließlich per Boot erreichbar. Straßen gibt es nicht, und medizinische Versorgung und Bildungsarbeit leistet hier ausschließlich die Kirche. Aber die Gläubigen leben weit verstreut, und es gibt viel zu wenige Priester.

Bischof Jesus Maria Aristin Seco berichtet, dass viele Jugendliche unter großen Problemen leiden: „Viele Familien sind zerrüttet, es fehlt eine wahrhaft väterliche und mütterliche Figur, viele leben bei den Großeltern oder anderen Verwandten. Angesichts dieser Art von Verlassenheit flüchten sich viele Jugendliche in Banden, ein Phänomen, das in Jugendkriminalität, Alkohol, Diebstahl und Drogen endet, und viele infizieren sich aufgrund von Promiskuität mit AIDS.“

Auch die Qualität der Schulausbildung lässt oft zu wünschen übrig. Viele Jugendliche mussten aufgrund der Armut der Familien auch von klein aufarbeiten.

Für den Bischof ist die Priesterausbildung eine der wichtigen Aufgaben. Sein Ziel ist es, „wahre Hirten auszubilden, die echte missionarische Jünger Jesu Christi sind.“

Ausbildungshilfe

Unterstützen Sie die 17 Seminaristen mit Ihrer Spende!

Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen trägt das Berufungsapostolat, das in dem Vikariat bereits vor einigen Jahren ins Leben gerufen wurde, Früchte. Denn jedes Jahr gibt es Berufungen. Die Priesterausbildung wird durch eine zweijährige Vorbereitungszeit, das sogenannte Propädeutikum, ergänzt, damit unter anderem Lücken in der Schulbildung geschlossen werden, bevor sich die jungen Männer dem Studium von Theologie und Philosophie widmen können.

Im Moment bereiten sich 17 junge Männer darauf vor, eines Tages Priester zu werden. Zehn von ihnen durchlaufen noch die beiden Vorbereitungsjahre am Propädeutikum von Yurimaguas, die anderen sieben sind bereits in das Priesterseminar der Diözese Callao eingetreten und studieren dort. Die Ausbilder müssen den angehenden Priestern sehr viel Zeit, Fürsorge und Aufmerksamkeit widmen. Wichtig ist ein Klima von Vertrauen und Nächstenliebe, damit sich die Tugenden entwickeln können und die jungen Männer, von denen viele keine stabile Familie kennengelernt haben und die oft unter schwierigen Verhältnissen aufgewachsen sind, menschlich, spirituell und intellektuell zu gefestigten Persönlichkeiten heranreifen können.

Für den Bischof ist die Priesterausbildung eine der wichtigen Aufgaben. Sein Ziel ist es, „wahre Hirten auszubilden, die echte missionarische Jünger Jesu Christi nach dem Beispiel der seligen Jungfrau Maria sind“. Sie sollen „sich für die Neuevangelisierung einsetzen, damit sie, verwandelt durch das Evangelium, die Feier des Ostergeheimnisses und geprägt durch das Leben im Seminar, in der heutigen Welt am Reich Gottes mitbauen können.“ Wer Priester werden will, müsse vor allem ein „Mann Gottes“ sein, wie der heilige Paulus es schreibe, betont der Bischof.

Wir möchten die 17 jungen Männer auf ihrem Weg zur Priesterweihe unterstützen und haben versprochen, ihre Ausbildung mit 7.700 Euro zu unterstützen.

Venezuela durchlebt seit mehreren Jahren eine beispiellose Krise, zu der nun auch noch die Pandemie hinzugekommen ist. Fast 80 Prozent der rund 33 Mio. Venezolaner leiden unter extremer Armut, viele hungern sogar.  Es fehlt an lebenswichtigen Gütern, auch an Wasser, Strom und Treibstoff, was in vielen Regionen des Landes das Überleben fast unmöglich gemacht hat. Dazu kommt die galoppierende Inflation. All das hat die Menschen dazu gebracht, ihren Lebensunterhalt, wenn nicht durch Überweisungen aus dem Ausland, mit illegalen Aktivitäten zu finanzieren, und dies hat wiederum zur Ausbreitung des organisierten Verbrechens und des Drogenhandels geführt. Mindestens fünf Millionen Venezolaner haben das Land verlassen.

Die Kirche ist in Venezuela nahezu die einzige Kraft, die der leidenden Bevölkerung zur Seite steht. Sie hilft konkret, wo sie kann, aber sie muss auch den Seelen Hoffnung schenken und vor allem die Jugend darauf vorbereiten, aus dem christlichen Glauben heraus an einer besseren Zukunft mitzuarbeiten. Viele Menschen hungern nach dem Wort Gottes.

Die Kirche ist in Venezuela nahezu die einzige Kraft, die der leidenden Bevölkerung zur Seite steht. Sie hilft konkret, wo sie kann, aber sie muss auch den Seelen Hoffnung schenken und vor allem die Jugend darauf vorbereiten, aus dem christlichen Glauben heraus an einer besseren Zukunft mitzuarbeiten. Viele Menschen hungern nach dem Wort Gottes.

Um Jugendlichen das nötige Rüstzeug mitzugeben, um im Glauben zu wachsen, ein solides moralisches und geistliches Fundament zu entwickeln und aus der Beziehung zu Gott die Kraft zu schöpfen, die Zukunft mitzugestalten, hat uns der Bischof der Diözese  Acarigua-Araure um 2.000 Exemplare der Heiligen Schrift und 496 Exemplare der Jugendbibel gebeten. Außerdem bat er um 480 Exemplare des YOUCAT, des Katechismus der Katholischen Kirche für Jugendliche und junge Erwachsene, in dem die wichtigsten Glaubensinhalte werden kurz und leicht verständlich im Frage-Antwort-Stil zusammengefasst werden. Damit soll die Katechese in den Pfarren vertieft und intensiviert werden, aber es sollen in Zeiten der Pandemie auch Online-Angebote damit gestaltet werden.

Unsere Wohltäter haben 15.546 Euro dafür gespendet, so dass wir diese Bitte erfüllen konnten. Bischof Juan Carlos Bravo Salazar, der kürzlich zum Bischof einer anderen Diözese ernannt wurde, schreibt uns: „Dank der Bibeln und des YOUCAT konnten wir eine großartige Arbeit beginnen. Noch einmal möchten wir unsere Dankbarkeit für die Hilfe ausdrücken, die Sie uns haben zukommen lassen, um die Gläubigen besser auszubilden, da wir dazu aufgerufen sind, an der Kirche Christi mitzubauen. Dank sei dem Herrn für das Gute, das Er durch jeden von Ihnen tut, und wir bitten Ihn darum, Sie alle überreich zu segnen.“

Die Kongregation der „Dienerinnen Mariens“ wurden Mitte des 19. Jahrhunderts in Madrid gegründet, um Kranke in den Krankenhäusern und im häuslichen Umfeld unentgeltlich und mit besonderer Liebe und Fürsorge zu pflegen. In jedem Kranken erkennen sie Christus selbst.

Bereits seit 1875 ist die Gemeinschaft auch auf der Karibikinsel Kuba vertreten. Heute sind in der Hauptstadt Havanna Schwestern aus verschiedenen Ländern tätig. Sie stammen aus Spanien, Puerto Rico, der Dominikanischen Republik und aus Kuba selbst.

Nachts halten sie Nachtwachen in den Krankenhäusern oder bei Patienten, die sie daheim pflegen. Tagsüber waschen sie die Kranken und bereiten ihnen Essen zu.

Nachts halten sie Nachtwachen in den Krankenhäusern oder bei Patienten, die sie daheim pflegen. Tagsüber waschen sie die Kranken und bereiten ihnen Essen zu. Die Pandemie hat diesen Dienst sehr erschwert.

Zudem kommen täglich hilfesuchende Menschen an die Pforte des Klosters. Mehr als dreißig Arme, Alkoholabhängige und psychisch Kranke klopfen an die Tür der Schwestern. Auch sie finden Hilfe, Trost und Fürsorge.

„Sie können sich nicht vorstellen, wie prekär die Lage in den kubanischen Familien ist. Die meisten können sich das, was für ein würdiges Leben notwendig ist, nicht leisten“, berichtet Schwester Maria Isabel. Da die Schwestern ihren Dienst aus Liebe und für Gottes Lohn verrichten, sind sie selbst materiell arm. Sie sind daher dankbar für die 7.000 Euro, die unsere Wohltäter als Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt gespendet haben. Schwester Maria Isabel schreibt: „Noch einmal möchten wir unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, in der auch die Dankbarkeit so vieler Menschen widerhallt, die von unserer Gegenwart, unserem Dienst inmitten dieses Volkes profitieren. Wir bitten Gott den Vater, dass Er Sie in Seiner Vorsehung weiterhin segne und in vielen Herzen die Großzügigkeit erwecke, um mit den Benachteiligten zu teilen.“

KIRCHE IN NOT unterstützt jedes Jahr Tausende Ordensschwestern in aller Welt. 2020 waren es über 18.000.

Nur wenige Kilometer von der Grenze zum US-Bundesstaat Texas liegt die kleine Gemeinde Santa Adelaida im Bistum Matamoros.

Der 55-jährige Pfarrer der Pfarre „Christus König von La Paz“ wurde dort am Abend des 22. August 2019 auf der Schwelle der Kirche durch zahlreiche Messerstiche schwer verletzt. Er wurde zwar noch in ein Krankenhaus gebracht, aber er starb dort nach stundenlangen Qualen.

Erst ein Jahr zuvor hatte die Diözese Matamoros die Initiative „Sichere Kirche für alle“ gestartet. Damit sollte angesichts der Gewalt von Mitgliedern der Drogenkartelle in der Region ein erhöhter Schutz der Gläubigen erreicht werden.

Die mexikanischen Bischöfe bezeichneten den Tod von Pater Guzmán Vega als Ausdruck der Gewalt, die ein anhaltendes Problem in der Gesellschaft sei. Bitte schließen Sie in Ihren Gebeten die Priester und Gläubigen in Mexiko ein.

KIRCHE IN NOT stellt Soforthilfe für die Menschen in Haiti bereit.

Am Samstag, den 14. August 2021, kam es auf Haiti zu einem schweren Erdbeben der Stärkte 7,2. Medienberichten zufolge liegt die Zahl der Opfer bei über 2.200; mehrere Tausend Menschen werden noch vermisst.

„Wir müssen den Menschen jetzt schnell und unkompliziert helfen”, so Herbert Rechberger, der Nationaldirektor von KIRCHE IN NOT – Österreich. „KIRCHE IN NOT hilft über die Strukturen der katholischen Kirche. Dieses System hat sich bereits 2010 als sehr leistungsfähig erwiesen. In Haiti war damals vor allem die kirchliche Struktur in der Lage, die Hilfe schnell zu den Betroffenen zu bringen. Wir sind zuversichtlich, dass sich dieses System auch jetzt als tragfähig erweist”, so Rechberger.

Hilfe nach dem Erdbeben

Helfen Sie den Menschen nach dem schweren Erdbeben!

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KIRCHE IN NOT hat nach dem verheerenden Erdbeben auf Haiti ein Nothilfepaket in Höhe von einer halben Million Euro auf den Weg gebracht. „Wir haben dramatische Berichte von unseren Partnern in Haiti erhalten. Das Erdbeben trifft ein von politischen Konflikten geschwächtes Land“, erklärte der Geschäftsführende Präsident von KIRCHE IN NOT (ACN), Dr. Thomas Heine-Geldern. „Kaum ein Monat ist vergangen seit der Ermordung von Präsident Moïse. Darüber hinaus erreichten immer wieder Nachrichten von Dürren und Wassermangel – und nun hat das Erdbeben tausenden Familien einen weiteren vernichtenden Schlag versetzt. Es ist eine fatale Situation, und die Menschen sind zutiefst traumatisiert.“

Folgende Schäden hat uns die Diözese Jeremie bisher berichtet:

  • 26 Kirchen erlitten schwere Schäden
  • davon wurden 11 Kirchen vollkommen zerstört und müssen neu errichtet werden, eine davon ist die Kathedrale von St. Louis
  • 32 Pfarren sind von dem Erdbeben schwer betroffen
  • von den insgesamt 46 Pfarrhäusern, wurden 70% vollkommen zerstört
  • auch die Bischofsresidenz weist schwere Schäden auf und muss restauriert werden
  • 25 katholische Schulen und 11 Gesundheitszentren erlitten schwere Schäden
  • der Sendemast der Radiostation der Diözese ist umgestürzt und die Photovoltaikanlage beschädigt

Folgende Schäden hat uns die Diözese Les Cayes bisher berichtet:

  • 682 Menschen wurden getötet
  • 2175 Menschen wurden verwundet
  • 11 481 Häuser wurden zerstört
  • 135 Kirchen wurden zerstört
  • 111 Kirchen wurden beschädigt
  • 78 Schulen wurden zerstört

Zerstörung auf den Straßen Haitis. 15. August 2021.

KIRCHE IN NOT ruft auch zum Gebet für die Menschen auf. Bereits im Jahr 2010 wurde das Land schwer getroffen und in großen Teilen zerstört. Das war für unzählige Menschen ein traumatisches Ereignis. ”Neben der materiellen Hilfe brauchen die Menschen jetzt vor allem Mut und Hoffnung. Bitte beten Sie, damit sich keine Verzweiflung breit macht. Die Seelsorger Haitis stehen vor einer Herkules-Aufgabe. Auch sie brauchen unsere Unterstützung“, so Herbert Rechberger.

Rund 94 Prozent der Haitianer sind Christen, die meisten gehören der katholischen Kirche an. KIRCHE IN NOT unterstützt die Kirche auf Haiti seit Jahren. Dazu zählt zum Beispiel der Wiederaufbau kirchlicher Einrichtungen nach Erdbeben oder Wirbelstürmen, die Ausbildung von Priestern und Katecheten und die Unterstützung der Arbeit von Seelsorgern in den Armenvierteln der Städte.

Kinder holen Wasser in Haiti.
Seit über zehn Jahren befindet sich Haiti in einer politischen und wirtschaftlichen Dauerkrise. Regierung und oppositionelle Kräfte geben sich gegenseitig die Schuld an der Eskalation. Auf den Straßen haben vielfach bewaffnete Banden das Kommando übernommen. Nach dem Mordanschlag auf den Präsidenten im Juli 2021 hat die Regierung den Ausnahmezustand ausgerufen.
Helfen Sie den Menschen nach dem schweren Erdbeben und unterstützen Sie die Arbeit der Kirche auf Haiti mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Die Katechetin Margeli Lang Antonio kam bei einem Angriff auf eine Kirche in der Gemeinde Acacoyagua im Bundesstaat Chiapas im Süden Mexikos ums Leben.

Nach einem Vorbereitungskurs für Katecheten am 15. Juni 2019 betraten zwei Jugendliche die Kapelle zur Unbefleckten Empfängnis in der Pfarre St. Markus und eröffneten das Feuer. Eine der Kugeln traf Margeli Lang Antonio. Sie war sofort tot.

Die junge Frau wurde von den Gläubigen geschätzt und engagierte sich besonders für die Kinder in der Pfarre.

Weltweit fördert KIRCHE IN NOT die Ausbildung von Katecheten. Sie sind vor allem in Afrika und Lateinamerika wichtig, denn sie leben häufig in abgelegenen Gemeinden, wohin nur selten ein Priester kommt. Die Katecheten sind dann wichtige Ansprechpartner. Ein wichtiges und beliebtes Instrument der Katechese ist die Kinderbibel „Gott spricht zu seinen Kindern“. Sie ist in mehr als 190 Sprachen in einer Auflage von über 51 Millionen Exemplaren erschienen.

Um verfolgten und bedrohten Christen weiterhin helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Verwendungszweck: Verfolgte und bedrängte Christen

Die katholischen Bischöfe von Haiti haben sich nach der Ermordung von Präsident Jovenel Moïse entsetzt gezeigt. „Dieses traurige Ereignis markiert einen unglücklichen Wendepunkt in der Geschichte unseres Volkes“, heißt es in einer Erklärung der haitianischen Bischofskonferenz, die KIRCHE IN NOT vorliegt.

Die aktuelle Eskalation sei gekennzeichnet „durch die bewusste Wahl von Gewalt …, die viele Teile der Bevölkerung seit einiger Zeit als Methode des Überlebens und der Konfliktbeilegung wählen“. Haiti befinde sich in einer „politischen Sackgasse“, stellen die Bischöfe fest. Sie schlagen einen runden Tisch vor, der jede Bevölkerungsgruppe einschließt und auf einen Waffenverzicht hinarbeitet.

Kürzlich hat die Kommission für Gerechtigkeit und Frieden der haitianischen Bischofskonferenz einen Bericht veröffentlicht, der allein für die Hauptstadtregion Port-au-Prince im ersten Vierteljahr 2021 131 gewaltsame Todesfälle dokumentiert. 31 Todesopfer hätten nicht einmal identifiziert werden können. Pro Tag ereigneten sich in der Hauptstadt durchschnittlich ein oder zwei Entführungen. An manchen Tagen werden bis zu sechs Personen verschleppt.

Im Jahr 2010 wurde Haiti von einem starken Erdbeben erschüttert.

Völliger Mangel an Stabilität

„Der Mord an Präsident Moïse zeigt den völligen Mangel an Stabilität im Land“, erklärte der für Haiti zuständige Projektreferent von KIRCHE IN NOT, Rafael d’Aqui. „Die aktuelle Lage ist eine große Herausforderung für die Kirche, die als Motor für den Frieden eine Schlüsselrolle spielt. Die haitianische Gesellschaft muss die Botschaft des Evangeliums von Gerechtigkeit, Versöhnung und Vergebung vertiefen.“ Rund 94 Prozent der Haitianer sind Christen, die meisten gehören der katholischen Kirche an.

KIRCHE IN NOT unterstütze die Kirche auf Haiti seit Jahren, hob d’Aqui hervor. Dazu zählt zum Beispiel der Wiederaufbau kirchlicher Einrichtungen nach Erdbeben oder Wirbelstürmen, die Ausbildung von Priestern und Katecheten und die Unterstützung der Arbeit von Seelsorger in den Armenvierteln der Städte. Im vergangenen Jahr hat KIRCHE IN NOT auf Haiti Projekte im Umfang von rund 690.000 Euro unterstützt.

Gebetsaufruf für die Menschen in Haiti

„Die Kirche will den Menschen ein Mindestmaß an Menschenwürde gewährleisten, da der Staat seiner Aufgabe nicht gerecht wird. Wir können sie nicht alleinlassen“, erklärte der Projektreferent.

Er rief im Namen von KIRCHE IN NOT zum Gebet für die Menschen in Haiti auf: „Schließen wir uns dem Aufruf der Bischöfe an und bitten wir die Patronin von Haiti, Unsere Liebe Frau von der immerwährenden Hilfe, das Land von den Fesseln des Hasses und des Bösen zu befreien.“

Der haitianische Präsident Jovenel Moïse war in der Nacht zum 7. Juli erschossen worden. Auch die Frau des Präsidenten, Martine Moïse, wurde schwer verletzt. Sie wird in einem Krankenhaus in den USA behandelt und schwebt in Lebensgefahr. Nach Polizeiangaben wurden mittlerweile 17 Tatverdächtige verhaftet und drei weitere getötet.

Seit über zehn Jahren befindet sich Haiti in einer politischen und wirtschaftlichen Dauerkrise. Regierung und oppositionelle Kräfte geben sich gegenseitig die Schuld an der Eskalation vor. Auf den Straßen haben vielfach bewaffnete Banden das Kommando übernommen. Nach dem Mordanschlag auf den Präsidenten hat die Regierung den Ausnahmezustand ausgerufen.

Kinder in Haiti.
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