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Shagufta Kausar und Shafqat Emmanuel, ein katholisches Ehepaar mit vier Kindern aus Gojra in der Nähe von Faisalabad, wurden im Juli 2013 unter dem Vorwurf der Blasphemie verhaftet und zum Tod verurteilt. Nach jahrelangen Revisionsbemühungen sprach das Oberste Gericht in Lahore die beiden Christen im Juni 2021 frei. Heute lebt die Familie an einem sicheren Ort in Europa. Das weltweite katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) konnte mit Shagufta Kausar sprechen und gibt ihr persönliches Zeugnis wieder:
Shagufta Kausar und ihr Mann Shafqat Emmanuel.

„Ich wurde in eine sehr gläubige christliche Familie hineingeboren. Die meisten Einwohner in unserem Dorf waren Muslime. Ich kann mich nicht daran erinnern, dass es je einen Streit oder eine Auseinandersetzung aufgrund der Religion gab.

Einige Jahre nach meiner Heirat mit Shafqat zogen wir nach Gojra und mein Mann fand dort eine Arbeit. Mein Mann ist seit zwölf Jahren teilweise gelähmt. Er hatte versucht, einen Streit zu schlichten und war dabei von einem Querschläger aus einer Waffe getroffen worden. Das Leben danach war hart, doch wir hatten Glück und fanden beide eine Arbeit an einer christlichen Schule, wo wir Hausmeisterdienste verrichteten. Nebenbei reparierte mein Mann Handys.

Geständnis unter Folter erzwungen

Im Juli 2013 stürmte die Polizei unser Haus und verhafteten meinen Mann und mich. Sie warfen uns Gotteslästerung vor. Über die SIM-Karte unseres Handys sei eine SMS über den Propheten Mohammed verfasst worden. Die Nachricht war auf Englisch geschrieben – eine Sprache, die weder mein Mann noch ich sprechen oder lesen können.

Im Gefängnis wurden wir gefoltert. Die Beamten sagten meinem Mann, dass sie mich vor seinen Augen vergewaltigen würden, wenn er die Tat nicht gestehen würde. Also tat er es, obwohl wir beide unschuldig waren.

Acht Monate waren wir inhaftiert, als wir vom Gericht schuldig gesprochen und zum Tod verurteilt wurden. Unser Anwalt durfte sein Schlussplädoyer nicht zu Ende führen, keiner von uns wurde angehört. Als ich das Todesurteil hörte, wurde ich ohnmächtig.

Eine Christin in Pakistan beim Gebet.

Todesdrohungen auch gegen die Kinder

Mein Mann und ich wurden nach der Verhandlung getrennt: Shafqat wurde in das Gefängnis von Faisalabad überführt, während ich in eine Todeszelle in Multan gebracht wurde. Meine Kinder konnten mich nur zweimal im Jahr für knapp eine halbe Stunde besuchen. Auch für sie war es sehr schwer: Sie mussten ständig umziehen und sich verstecken. Islamisten hatten sie mit dem Tod bedroht, weil sie unsere Kinder waren.

Jeden Tag habe ich geweint, weil ich nicht bei meinen Kindern sein konnte. Ich dachte ständig daran, dass mein Mann und ich eines Tages gehängt würden. Doch trotzdem verlor ich nie meinen Glauben. Ich betete jeden Tag und sang Psalmen und Hymnen. Das hat mir sehr viel Kraft gegeben. Mehrmals wurde mir gesagt: Wenn ich zum Islam konvertiere, könnte ich der Todesstrafe entgehen und würde eines Tages freigelassen. Ich habe immer Nein gesagt.

Eine Zeit lang war Asia Bibi, die ebenfalls unter der falschen Anklage der Blasphemie zum Tode verurteilt worden war, meine Nachbarin in der Todeszelle in Multan. [Asia Bibi war 2010 als erste Frau in Pakistan zum Tod wegen Gotteslästerung verurteilt worden. Ihr Schicksal erregte internationale hohe Aufmerksamkeit. Sie kam schließlich nach einer Revisionsverhandlung Anfang 2019 frei; Anm. d. Red.]

Polizeischutz vor einer Kirche in Pakistan.

Nach Freilassung in Pakistan nicht mehr sicher

Mittlerweile wurden weltweit Stimmen laut, die sich gegen unseren unfairen Prozess und unsere Verurteilung wandten. Sie beteten für unsere Freilassung und boten uns moralischen und geistlichen Beistand an. Und schließlich geschah es – man ließ meinen Mann und mich frei. Doch konnten wir ebenso wie Asia Bibi nicht mit unserer Familie in Pakistan bleiben, weil fanatische und extremistische Muslime darauf aus waren, uns zu töten, wenn wir in Pakistan blieben.

Wir sind jedoch sehr froh, dass ein europäisches Land uns Asyl gewährt hat und unsere Familie nun wieder vereint ist. Ich hoffe und bete, dass in meiner Heimat Pakistan die falschen Blasphemie-Anschuldigungen aufhören und dass diejenigen bestraft werden, die falsche Anschuldigungen erheben.“

Informationen zur Lage der Religionsfreiheit in Pakistan im Bericht „Religionsfreiheit weltweit“ von KIRCHE IN NOT:

KIRCHE IN NOT unterstützt die pastorale Arbeit und das Gemeindeleben der katholischen Minderheit Pakistans. Das Hilfswerk hilft über die Partner vor Ort auch Personen, die wegen Blasphemie angeklagt sind und macht auf internationaler Ebene auf ihr Schicksal aufmerksam. KIRCHE IN NOT finanziert auch Initiativen, die sich gegen die Entführung von Frauen und Mädchen einsetzen.

Helfen Sie den bedrängten Christen in Pakistan mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:


Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Pakistan

Eines der größten Hilfsprojekte von KIRCHE IN NOT im Irak wird am 1. Mai 2022 mit der Einweihung der Al-Tahira-Sekundarschule in Karakosch vollendet. Die Schule wurde nach einer Bauzeit von fünf Jahren mit einer Kapazität für 625 Schüler eröffnet. KIRCHE IN NOT hat von den insgesamt 2,1 Millionen US-Dollar Baukosten 80 Prozent übernommen. Geleitet wird die Schule von den Dominikanerinnen der hl. Katharina von Siena.

Schule in Karakosch wird wiedereröffnet
Eine Ordensfrau in einem neu eröffneten Klassenzimmer der Al-Tahira-Sekundarschule in Karakosch (Nordirak).

Karakosch ist die größte der insgesamt 13 mehrheitlich christlichen Kleinstädte der Ninive-Ebene im Nordirak. Anders als bei den meisten anderen Wiederaufbau-Projekten nach den Zerstörungen durch den „Islamischen Staat“, wurde diese Schule komplett neu gebaut. Dazu genutzt wurde das Gelände des ehemaligen Spielplatzes der Al-Tahira-Grundschule, die ebenfalls von den Dominikanerinnen der hl. Katharina von Siena geleitet wird.

Die Al-Tahira-Sekundarschule verfügt auf drei Etagen über Klassenzimmer, drei Labore, ein Computerzentrum, einen Konferenzraum, eine Bibliothek und eine Kapelle.

Schülerinnen im Computerraum der Al-Tahira-Sekundarschule in Karakosch.

Der Geschäftsführende Präsident von KIRCHE IN NOT (ACN) International, Dr. Thomas Heine-Geldern sagte: „KIRCHE IN NOT war von Anfang an an dieser Initiative beteiligt. Es war ein Privileg, mit so vielen Einzelpersonen und Organisationen zusammenzuarbeiten, einschließlich der österreichischen Bischofskonferenz, unterstützt von der österreichischen Regierung, um dieses Projekt zum Erfolg zu führen.“

Heine-Geldern dankte den Wohltätern des Hilfswerks für ihre unermüdliche Unterstützung für den Irak. „Wer hätte in den dunkelsten Tagen der Belagerung durch den „Islamischen Staat“ geglaubt, dass wir nur wenige Jahre später die Eröffnung einer neuen Schule feiern würden?“

Der Pausenhof der Al-Tahira-Sekundarschule in Karakosch.

Hilfe für Christen im Irak geht weiter

Nach dem Wiederaufbau unterstützt KIRCHE IN NOT die christliche Minderheit im Irak weiterhin. Ein aktuelles Großprojekt ist zum Beispiel die katholische Universität von Erbil im kurdischen Teil des Irak, wo Christen, Jesiden und Muslime gemeinsam studieren.

Die Zahl der Christen im Irak ist heute auf deutlich unter 200 000 Personen gesunken; vor 20 Jahren waren es noch über eine Million. Die Ninive-Ebene gehört zu den ältesten christlichen Siedlungsgebieten des Nahen Ostens.

Um den notleidenden Christen im Irak weiterhin helfen zu können und dadurch die Präsenz der Christen im Land zu sichern, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
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Verwendungszweck: Irak

Eine christliche Gemeinde im Irak hatte dieses Jahr zu Ostern zusätzlichen Grund zur Freude, als ihre Kirche zum ersten Mal seit der Entweihung des Gebäudes vor fast acht Jahren durch militante Kämpfer des IS wieder für Gottesdienste geöffnet wurde.

Die militanten Extremisten drangen 2014 in die chaldäisch-katholische Kirche St. Kyriakos in Batnaya ein, enthaupteten die Statuen und zerschlugen den Altar. Bewaffnete Männer nutzten die heiligen Bilder über dem Altar für Schießübungen; die Extremisten schrieben antichristliche Graffiti auf die Wände der nahe gelegenen Kapelle der Unbefleckten Empfängnis.

Die militanten Extremisten drangen in die Kirche St. Kyriakos in Batnaya ein, enthaupteten die Statuen und zerschlugen den Altar.

„Ihr gehört nicht hierher“

Die Slogans, einige davon in deutscher Sprache, lauteten: „Oh, ihr [Schimpfwort] Sklaven des Kreuzes, wir werden euch alle töten … Ihr Drecksleute, ihr gehört nicht hierher.“

Sogar die Grabsteine des nahe gelegenen Friedhofs wurden in Stücke geschlagen.

Als der IS (Daesh) schließlich besiegt war und die Stadt als frei von Gewalt erklärt wurde, lag Batnaya nahezu in Schutt und Asche, es war die am stärksten beschädigte Stadt unter den mehr als ein Dutzend christlichen Städten und Dörfern in der historischen Ninive-Ebene.

Das katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) initiierte ein umfangreiches Restaurierungs- und Wiederaufbauprogramm, um den Menschen aus Batnaya zu helfen, in großer Zahl zurückzukehren.

Gottesdienst zur Wiedereröffnung der Kirche in Batnaya.

KIRCHE IN NOT leistete Hilfe zur Instandsetzung

Als Unterstützer verfolgter und anderer leidender Christen leistete KIRCHE IN NOT Hilfe zur Instandsetzung zweier Kindergärten in Batnaya, des Dominikanerklosters St. Clara, des Gemeindehauses, der Bibliothek und des Priesterhauses (Presbyterium).

Die St.-Kyriakos-Kirche und die nahe gelegene Kapelle, gefördert mit 242.000 Euro, bildeten das Kernstück des KIRCHE IN NOT-Restaurierungsprogramms. Ein KIRCHE IN NOT-Team, das zur Projektbeurteilung im letzten Monat Batnaya besuchte, stellte fest, dass die Arbeiten kurz vor dem Abschluss standen.

Die Arbeiten wurden in der Karwoche unterbrochen, damit die Gottesdienste stattfinden konnten – die ersten seit August 2014 –; und zur Osternacht besuchten über 500 Menschen die Messe,  um die Auferstehung Jesu Christi von den Toten zu feiern.

Die Arbeiten an der St. Kyriakos Kirche werden im Juli abgeschlossen sein.

„Wir haben uns alle so sehr gefreut.“

Der Gemeindediakon Basim berichtete KIRCHE IN NOT aus Batnaya und sagte: „Wir haben uns alle so sehr gefreut, zur Ostermesse in die Kirche zu gehen.“

Diakon Basim, der zwei Töchter hat, die elfjährige Therese und die achtjährige Veronica, und an einer örtlichen Sekundarschule Englisch unterrichtet, fügte hinzu: „Wir hatten sehr hart gearbeitet, um so weit zu kommen, und die Kirche war so voll, dass die Leute sogar in den Gängen standen.“

Der Koadjutorbischof von Alqosh, Thabet Al Mekko, wies darauf hin, dass die Kirche St. Kyriakos eine der größten der Diözese ist, und sagte KIRCHE IN NOT: „Wir sind dem Hilfswerk Kirche in Not sehr dankbar für all die Unterstützung, die sie uns gewährt hat.“

Diakon Basim gab an, er hoffe, dass die Arbeiten an St. Kyriakos im Juli abgeschlossen sein werden, am Jahrestag der Kirche, die viele Jahrhunderte alt ist, aber 1944 neu errichtet wurde.

Hilfe für Christen im Irak geht weiter

Nach dem Wiederaufbau unterstützt KIRCHE IN NOT die christliche Minderheit im Irak, einem der Schwerpunktländer, weiterhin. Ein aktuelles Großprojekt ist zum Beispiel die katholische Universität von Erbil im kurdischen Teil des Irak, wo Christen, Jesiden und Muslime gemeinsam studieren.

Die Zahl der Christen im Irak ist heute auf deutlich unter 200 000 Personen gesunken; vor 20 Jahren waren es noch über eine Million. Die Ninive-Ebene gehört zu den ältesten christlichen Siedlungsgebieten des Nahen Ostens.

Um den notleidenden Christen im Irak weiterhin helfen zu können und dadurch die Präsenz der Christen im Land zu sichern, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
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Verwendungszweck: Irak

KIRCHE IN NOT (ACN) hat eine Dokumentation veröffentlicht, die sich der zunehmenden Gewalt gegen christliche Frauen in zahlreichen Ländern der Welt widmet. Sie trägt den Titel „Hört ihre Schreie. Entführung, Zwangskonversion und sexuelle Ausbeutung christlicher Frauen und Mädchen“.

Christinnen aus Ägypten, Syrien, Irak, Pakistan und Nigeria schildern darin ihre Schicksale. „Kirche in Not“ stellt fest, dass Entführungen, Zwangsverheiratungen und   -konversionen zunehmen. Zu den Co-Autorinnen der Fallstudie gehört die US-amerikanische Menschen- und Frauenrechtsexpertin Michele Clark. Sie hat sich vorrangig mit der Situation koptischer Christinnen in Ägypten beschäftigt. Clark lehrt an der „Elliot School of International Affairs“ in Washington.

Michele Clark, Co-Autorin des Berichts „Hört ihre Schreie“ von KIRCHE IN NOT (Foto: Weenson Oo/picture-u.net).

KIRCHE IN NOT: Ist die Gewalt gegen christliche Frauen ein verhältnismäßig neues Phänomen oder hat es die Öffentlichkeit bislang zu wenig beachtet?

Michele Clark: Das ist leider kein neues Phänomen. Aber die Attacken auf Christinnen haben zugenommen – und ja, es hat mit Religion zu tun. Es gibt Hinweise darauf, dass diese Übergriffe sehr genau geplant werden. Sie haben Methode. Es werden mehr Fälle registriert. Aber es gibt auch eine hohe Dunkelziffer. Der Bericht von KIRCHE IN NOT dokumentiert einige dieser bekannten Fälle stellvertretend für viele andere.

Die Mehrheit der Täter sind radikale Islamisten. Ist die Gewalt an Christinnen eine Strategie, um ihre Familien zu zerreißen?

Es zerreißt nicht nur Familien. Gewalt gegen Christinnen ist eine Waffe im Zermürbungskrieg gegen religiöse Minderheiten. Das hat auch mit der Struktur des islamischen Rechts zu tun. Wenn eine christliche Frau zur Konversion gezwungen wird oder mit einem Muslim verheiratet wird, ist es für sie unmöglich, wieder ihren christlichen Glauben anzunehmen – selbst wenn sie sich befreien kann oder aus der Ehe entlassen wird. Wenn die Frau Kinder hat, werden die Kinder für immer Muslime bleiben. Eine wachsende Zielgruppe, die wir dokumentieren konnten, sind Mütter mit ihren Kindern. Man nimmt nicht nur eine Person aus der christlichen Volksgruppe heraus, sondern eine Mutter und mit ihr die Nachkommen.

Titelbild des Berichts „Hört ihre Schreie“.

Wie kam es zu Ihrer Mitwirkung der Dokumentation „Hört ihre Schreie“ von KIRCHE IN NOT?

Ich habe mich in meiner beruflichen Laufbahn auf internationale Menschenrechte und Frauenrechte konzentriert. Ich habe besonders mit jungen Mädchen gearbeitet, die durch politische, religiöse oder andere Umstände traumatisiert wurden. Ein Kollege bat mich um Unterstützung, um mehr über das Schicksal koptischer Christinnen in Ägypten zu erfahren. Ich habe dort Frauen getroffen, die entführt, zwangsverheiratet und zur Konversion gezwungen worden waren. Bislang gab es darüber nur einzelne Erzählungen, aber keine wissenschaftliche Aufarbeitung. Meine Begegnungen sind dann in zwei Berichte eingeflossen, die auch in Ausschüssen des US-Kongresses aufgegriffen wurden. Das hat der Situation der Christinnen in Ägypten mehr Sichtbarkeit gegeben.

Können Sie uns einige spezifische Fälle nennen, mit denen sie zu tun hatten?

Was mich bei meinen Recherchen sehr berührt hat, war der Einsatz der Väter für ihre verschleppten Töchter. Ein Mann erzählte mir, er haben eines Tages einen anonymen Anruf erhalten: „Pass auf deine Tochter auf, wir beobachten euch!“ Der Mann wusste, dass das nicht nur eine leere Drohung ist. Er hat daraufhin seine Tochter sogar aus der Schule genommen und sie nicht mehr allein aus dem Haus gelassen. Zwei oder drei Wochen nach dem Anruf bat die Tochter ihre Mutter, sie doch zum Markt gehen zu lassen. Der war nur ein paar hundert Meter von ihrem Haus entfernt. Seitdem wurde die Tochter nicht mehr gesehen. Der Familienvater hat mehrfach Anrufe von den Entführern erhalten. Er hat Mitschnitte gemacht und ist zur Polizei gegangen. Aber nichts ist passiert. Er hat keinerlei Unterstützung erhalten.

Verstümmelte Frauen.
Verstümmelte Frauen in Kamerun.

Aber sie haben nicht nur Fälle aufgedeckt, in denen Mädchen verschleppt wurden. Manchmal wurde diese auch unter Vorspiegelung falscher Tatsachen in die Hände der Täter getrieben.

Es gibt verschiedene Fälle von jungen Christinnen, die aus zerrütteten Familien kommen. Das Mädchen hat eine Freundin aus der muslimischen Nachbarschaft, die sagt zu ihr: „Mein Bruder mag dich, er würde dich gern öfter treffen.“ Darauf beginnt das Mädchen eine Beziehung. Doch manchmal führt sie auch in eine Falle: Der Mann lädt das Mädchen zu sich nach Hause ein. Dort wird sie missbraucht. Dieser Missbrauch katapultiert den Fall auf eine ganz andere Ebene: Wenn die junge Frau aus einem konservativen Elternhaus kommt, gilt sie als unehrenhaft und kann nicht mehr nach Hause zurückkehren. Oder die Frau wird missbraucht und zu einer Eheschließung und dem damit verbundenen Glaubenswechsel gezwungen. Was für sie mit einer schönen Beziehung begonnen hat, wird zum Albtraum. Dieses „Loverboy-Phänomen“ ist gut untersucht und dokumentiert.

Der Bericht „Hört ihre Schreie“ von KIRCHE IN NOT stellt fest, dass über verschleppte und zwangsverheiratete Frauen zu wenig berichtet wird. Das ist überraschend angesichts der Sensibilität für Geschlechter-Fragen. Woher kommt diese Zurückhaltung?

Ich denke, ein Grund dafür ist, dass es um Religion geht. Zudem sind beim westlichen Feminismus Religion und Emanzipation nicht immer die harmonischsten und verständnisvollsten Partner. Auch gibt es eine Neigung, sich mit Urteilen gegenüber anderen Religionen und Kulturen zurückzuhalten. Da ist die Ablehnung sehr schnell, und es ist schwierig, dem mit Beweisen beizukommen.

Die Fallstudie richtet sich besonders an Politiker. Was können sie tun?

Die Politiker sollten sicherstellen, dass für diejenigen, die religiöse Gewalt erlebt haben, ein sicherer Raum geschaffen wird. Das betrifft auch die Asylbestimmungen. Es gab eine Zeit, da wurde zum Beispiel bei der Gewalt gegen koptische Christinnen in Ägypten von „mutmaßlichen Fällen“ gesprochen. Doch diese Fälle sind belegbar. Je mehr Politik und Medien erkennen, dass wir von tatsächlichen Fällen und von berechtigten Interessen sprechen, desto mehr Gewicht hat die Berichterstattung. Es wird zunehmend evident, dass es sich um eine reale Bedrohung handelt. Grund genug für einen öffentlichen Aufschrei.

Zum Jahreswechsel erinnert der Geschäftsführende Präsident der internationalen Päpstlichen Stiftung „Kirche in Not“ (Aid to the Church in Need ACN), Dr. Thomas Heine-Geldern, an die zunehmende religiöse Verfolgung weltweit. Er beklagt auch eine steigende Intoleranz gegenüber christlichen Überzeugungen in der westlichen Welt. Gleichzeitig sei die Aufmerksamkeit für die Opfer religiöser Verfolgung gestiegen, stellt Heine-Geldern fest. Seine Erklärung im Wortlaut:

„Im Jahr 2021 war unsere Arbeit bei ,Kirche in Not’ geprägt von Dankbarkeit und Sorge. Dankbar sind wir vor allem, dass Gott auch in diesem Jahr unsere Arbeit sichtbar gesegnet hat. Dankbar sind wir auch so vielen Wohltätern, Freunden und Verbündeten weltweit.

Unser besonderer Dank gilt Papst Franziskus. Er hat mit seinem Irak-Besuch im vergangenen Frühjahr die dortige christliche Minderheit getröstet und ihr Hoffnung gebracht. Vor allem hat der Heilige Vater die Augen der Weltöffentlichkeit auf die Situation der Christen im ganzen Nahen Osten gelenkt. Sie sind konstitutiver Teil ihrer Heimatländer, werden aber allzu oft als Bürger zweiter Klasse behandelt.

Christliches Mädchen beim Papstbesuch im Irak. © Kirche in Not

Exodus der Christen im Nahen Osten geht ungebremst weiter

Im Irak, in Syrien und auch im Libanon leidet die christliche Minderheit unter den Folgen von Krieg und wirtschaftlicher Misere. Der Exodus der Christen geht ungebremst weiter. ,Kirche in Not’ arbeitet zusammen mit Wohltätern und Projektpartnern daran, den Christen im Nahen Osten Zukunftsperspektiven in ihrer Heimat zu eröffnen und ihr Elend zu verringern.

Ein weltweit wahrgenommener Lichtblick im Zusammenleben von Christen und Muslimen in der arabischen Welt war Anfang Dezember die Weihe der Kathedrale ,Unsere Liebe Frau von Arabien’ in Bahrain, deren Bau ,Kirche in Not’ unterstützt hat.

Papst Franziskus im Irak.

Gemeinsamer Einsatz für Religionsfreiheit

Besonders erfreulich ist auch das große Echo auf unseren Bericht ,Religionsfreiheit weltweit 2021’, den wir im April vorgelegt haben. Der Bericht deckt nicht nur die religiöse Verfolgung in vielen Ländern weltweit auf. Er ist auch, dass Kirchen und Religionsgemeinschaften, Nichtregierungsorganisationen, Politik und öffentliche Akteure zusammen einstehen müssen für das Menschenrecht auf Religionsfreiheit. Die Freiheit des religiösen Bekenntnisses ist der Gradmesser unserer Humanität.

Zum weltweit sichtbaren Zeichen für bedrängte Christen hat sich auch die Initiative „Red Wednesday“ entwickelt. 2015 von ,Kirche in Not’ ins Leben gerufen, machen mittlerweile Ende November immer mehr Kirchen und Einrichtungen auf der ganzen Welt mit. Ich danke allen Teilnehmern für ihre Solidarität und ihr Gebet.

Parlament in der Wiener Hofburg am Red Wednesday.

Morde und Entführungen von Geistlichen und Gläubigen nehmen zu

Leider erreichten uns im zu Ende gehenden Jahr fast wöchentlich Berichte über religiöse Verfolgung und Gewalt. Priester, Ordensleute und Laien werden in ihrem Einsatz getötet, entführt oder misshandelt. Gerade die aktuelle Lage in Indien oder Nigeria erfüllt uns mit großer Sorge und setzt uns in Alarmbereitschaft.

Dramatisch ist die Lage in den Ländern der afrikanischen Sahelzone und in Mosambik. Die Gewalt trifft alle, Christen aber ganz besonders. Es ist sehr zu bedauern, dass die Kirche an vielen Orten durch den Terror an ihrer pastoralen und sozialen Arbeit gehindert wird: Viele von der Kirche geführten Kliniken, Schulen und viele andere lebenswichtige Orte sind geschlossen. Außerdem sind die kirchlichen Mitarbeiter in diesen Ländern mit der Herkules-Herausforderung konfrontiert, hunderttausende Flüchtlinge und Vertriebene zu versorgen und zu betreuen.

Dr. Thomas Heine-Geldern, Geschäftsführender Präsident von „Kirche in Not“ (ACN) International, bei der Präsentation des Berichts „Religionsfreiheit weltweit“ im April 2021. © Kirche in Not

,Höfliche Verfolgung’ in westlichen Ländern

Auch in den westlichen Ländern registriert ,Kirche in Not’ zunehmende Gewaltakte gegen religiöse Einrichtungen und eine Entwicklung, die Papst Franziskus als ,höfliche Verfolgung’ beschrieben hat: Glaubensüberzeugungen sollen unter dem Deckmantel einer vermeintlichen ,Toleranz’ aus dem öffentlichen Leben gedrängt werden.

Das jüngste Beispiel war das interne Dokument der Europäischen Kommission zur integrativen Sprache mit dem Vorschlag, christliche Bezeichnungen und Namen zu vermeiden, beispielsweise das Wort ,Weihnachten’ durch ,Feiertage’ zu ersetzen. Das Dokument wurde zurückgezogen, was wir befürworten. Denn das durchaus berechtigte Anliegen der Inklusion hätte in diesem Fall die Exklusion der größten Glaubensgemeinschaft der Europäischen Union mit sich gebracht. Immerhin sind fast zwei Drittel der EU-Bürger Christen.

Besonders denken wir zum Jahresende an die Opfer der Covid-19-Pandemie: Viele Ordensfrauen, Bischöfe, Priester und Katecheten sind in Ausübung ihres Dienstes an der Krankheit gestorben. Sie haben ihr Leben geopfert, um trotz der gesundheitlichen Gefahr den ihnen anvertrauten Menschen nahe zu sein. Das ist ein großes Zeugnis der Hingabe.“

Unterstützen Sie den Einsatz von KIRCHE IN NOT für bedrängte und notleidende Christen in rund 140 Ländern weltweit mit Ihrer Spende  – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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„Kirche in Not“ unterstützt Gebetsaufruf des Papstes für Opfer religiöser Verfolgung. Das weltweite katholische Hilfswerk „Kirche in Not“ (ACN) unterstützt den Gebetsaufruf von Papst Franziskus im Januar 2022 für alle Menschen, die unter religiöser Diskriminierung und Verfolgung leiden. „Wie können wir zulassen, dass Menschen verfolgt werden, weil sie sich öffentlich zu ihrem Glauben bekennen? Das ist nicht nur inakzeptabel, es ist unmenschlich, es ist ein Irrsinn“, betont der Pontifex in einer kurzen Videobotschaft, das vom „Weltweiten Gebetsnetzwerk des Papstes“ veröffentlicht wurde. „Kirche in Not“ hat die Produktion in diesem Monat unterstützt; der kurze Film zeigt unter anderem Aufnahmen zerstörter Kirchen in der Ninive-Ebene im Irak, deren Aufbau das Hilfswerk maßgeblich fördert.

Zwei Drittel der Menschen weltweit können Glauben nicht völlig frei leben

Der Geschäftsführende Präsident von „Kirche in Not“ (ACN) International mit Sitz in Königstein im Taunus, Dr. Thomas Heine-Geldern, wies daraufhin, dass zwei Drittel der Menschen weltweit in Ländern leben, in denen religiöse Diskriminierung oder Verfolgung herrschen. Das ist eines der Ergebnisse des Berichts „Religionsfreiheit weltweit“, den „Kirche in Not“ alle zwei Jahre herausgibt.

„Obwohl Menschenrechte in aller Munde sind, führt die Religionsfreiheit leider oft ein Schattendasein“, beklagt Heine-Geldern. Religion werde wieder und wieder manipuliert, um Krieg zu entfachen. „Die Verteidigung der universalen Religionsfreiheit ist der Schlüssel, um diese Konflikte zu entschärfen. Wie können wir die Rechte der christlichen Gemeinschaft schützen, wenn wir nicht für dieses universale Menschenrecht eintreten?“, fragt der „Kirche in Not“-Präsident.

Papst Franziskus betont in seinem Aufruf, „dass wir zusammenleben können, indem wir die Unterschiede akzeptieren und uns freuen, Geschwister zu sein“. Sein Gebetsanliegen für die Betroffenen religiöser Verfolgung verbindet er mit dem Wunsch, dass „ihre persönlichen Rechte … anerkannt und ihre Würde geachtet werden (mögen)“. (Foto: Galazka/KIRCHE IN NOT)

Wie aus den Statistiken des Fidesdienstes hervorgeht, wurden im Jahr 2021 weltweit insgesamt 22 Missionare ermordet, darunter 13 Priester, 1 Laienbruder, 2 Ordensfrauen und 6 Gläubige im Laienstand. Nach Kontinenten, wurden die meisten Missionare in Afrika ermordet, wo insgesamt 11 Missionare ermordet wurden (7 Priester, 2 Ordensfrauen und 2 Gläubige im Laienstand). Gefolgt von Amerika, wo 2021 insgesamt 7 Missionare ermordet wurden (4 Priester, 1 Laienbruder und 2 Gläubige im Laienstand). In Asien wurden kamen insgesamt 3 Missionare gewaltsam ums Leben (1 Priester und 2 Laien) und in Europa wurde ein Priester ermordet. In den vergangenen Jahren wechselten sich Afrika und Amerika an der Spitze dieser traurigen Liste ab. Von 2000 bis 2020, wurden weltweit 536 Mitarbeiter im kirchlichen Dienst ermordet.

In der alljährlich vom Fidesdienst veröffentlichte Statistik werden nicht nur Missionaren „ad gentes“ im engeren Sinne berücksichtigt, sondern alle getauften Christen, die als Mitarbeiter im kirchlichen Dienst tätig waren und dabei gewaltsam ums Leben kamen, manchmal auch nicht ausdrücklich „aus Hass auf den Glauben“. (Quelle: Fidesdienst, Bild: Open Doors)

Das weltweite päpstliche Hilfswerk „Kirche in Not“ hat von Projektpartnern aus Indien Berichte erhalten, wonach extremistische Hindu-Gruppen an den Weihnachtstagen gezielt gegen Christen und christliche Einrichtungen vorgegangen sind. Wir sind zutiefst schockiert über diese Gewaltwelle, die sich leider in jüngster Zeit schon abgezeichnet hat. Indien, die größte Demokratie der Welt, wird für Christen und andere religiöse Minderheiten mehr und mehr zu einem Land der Unsicherheit und der Angst. Das setzt uns in Alarmbereitschaft.

Dr. Suresh Mathew, Herausgeber der katholischen Wochenzeitung „Indian Currents“, bestätigte dem Hilfswerk acht christenfeindliche Attacken an den Feiertagen. Diese gingen auf das Konto hindunationalistischer Kräfte, unter anderem der „Hindutva Brigade“. Sie gilt als militanter Arm der Regierungspartei BJP (Bharatiya Janata Party), der auch der indische Premierminister Narendra Modi angehört. Nachdem die „Hindutva Brigade“ Medienberichten zufolge in jüngster Vergangenheit muslimische Einrichtungen attackiert habe, ging sie an den Weihnachtstagen gezielt gegen Christen vor.

Zerstörte Kirche in Indien. © Kirche in Not

Christmette gestürmt und Gläubige bedroht

Laut Mathew sei etwa im nordindischen Bundesstaat Uttar Pradesh ein Mob vor das Kloster „Mathridham Ashram“ in Varanasi gezogen. Die Menge skandierte „Church Murdabad“, auf Deutsch in etwa „Nieder mit der Kirche“ oder „Tod der Kirche“. In der Stadt Ambala im Bundesstaat Haryana hätten Extremisten eine Christusstatue beschädigt; in Silchar (Bundesstaat Assam) sei eine Christmette gestürmt und die Gläubigen bedroht worden. An mehreren Orten gab es Proteste gegen Weihnachtsfeiern an christlichen Schulen oder auf öffentlichen Plätzen.

Irritationen hatten auch Berichte über die von Mutter Teresa gegründeten „Missionarinnen der Nächstenliebe“ ausgelöst. Die Ordensleitung bestätigte, dass ihr Verlängerungsantrag, um Spenden aus dem Ausland annehmen zu dürfen, nicht verlängert worden sei. Nach Angaben des indischen Innenministeriums sei die erneute sogenannte FCRA-Registrierung am 25. Dezember abgelehnt worden, weil die Zulassungsbedingungen nicht erfüllt worden seien. In den vorhergehenden Monaten hatten nationalistische Gruppen den „Missionarinnen der Nächstenliebe“ vorgeworfen, sie würden hinduistische Mädchen in Kinderheimen zur Konversion zwingen und religiöse Gefühle verletzen.

Gemeindemitglieder betrauern einen Priester.

„Organisierte Gewalt gegen Christen weitet sich aus“

Einem im Oktober erschienenen Bericht mehrerer Menschenrechtsorganisationen zufolge herrsche in 21 der 28 Bundesstaaten Indiens Christenverfolgung; bis September 2021 registrierte der Bericht 305 Gewalttaten gegen Christen oder christliche Einrichtungen. „Die organisierte Gewalt gegen Christen weitet sich im ganzen Land aus“, erklärte A. C. Michael, einer der Mitherausgeber des Berichts vom „United Christian Forum“. Weitere Herausgeber waren die „Association for Protection of Civil Rights“ und die Gruppe „United Against Hate“. Der Bericht kritisiert, dass Polizei und Behörden zu zögerlich gegen die Täter vorgingen. Auch immer mehr christliche Frauen gerieten ins Visier der Fanatiker. „Wir leben in einer sehr bedrohlichen Situation“, sagte Michael gegenüber „Kirche in Not“.

Christen machen rund 2,3 Prozent der 1,3 Milliarden Einwohner Indiens aus. Die Kirchen engagieren sich vor allem in den Bereichen Bildung, Gesundheitsfürsorge und anderen wohltätigen Zwecken.

Unterstützen Sie die bedrängte christliche Minderheit in Indien und den Einsatz der Kirche für marginalisierte Bevölkerungsgruppen mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
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Verwendungszweck: Indien

Nach einem Mordanschlag von Extremisten auf eine katholische Schule hat ein führender Geistlicher erklärt, dass indische Christen unter der Regierung von Premierminister Modi niemals sicher sein werden.

In einem Gespräch mit dem katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) über den Angriff von etwa 500 Menschen auf die St. Joseph-Schule in Ganj Basoda, Madhya Pradesh, äußerte sich Pater Maria Stephen kritisch über die Regierung, die oft als Hindutva-Nationalistisch bezeichnet wird. Er sagte: „Solange die BJP [Bharatiya Janata Party] an der Macht ist, werden die Christen in hohem Maße mit Ungerechtigkeit und Verfolgung konfrontiert sein. Sie haben Angst vor den Christen wegen ihres Engagements“. Er fügte hinzu: „Die Fundamentalisten glauben, dass die Motivation hinter unserem sozialen Einsatz darin besteht, andere zum Christentum zu bekehren.“

Die Schule wurde am 6. Dezember angegriffen, nachdem in den sozialen Medien Gerüchte aufgetaucht waren – die Pater Stephen als falsch bezeichnete -, die Schule in Madhya Pradesh, einem von der BJP regierten Bundesstaat, habe mindestens acht Schüler zum Christentum bekehrt.

Pater Stephen sagte: „Modi persönlich mag es nicht, wenn die Menschen Minderheiten angreifen… Aber dort, wo die BJP-Regierung den Staat regiert, nimmt die Gewalt zu…

Wann immer wir politische Führer treffen, grüßen sie uns herzlich und sind sehr freundlich. Aber manchmal sind sie nicht in der Lage, den Mob und die Gewalt zu kontrollieren.“ Er fügte hinzu: „[Christen werden angegriffen], weil die Hindus der hohen Kaste wollen, dass die Menschen der niedrigen Kaste ihnen dienen.  Missionare bringen den Menschen bei, dass Alle gleich sind. Ein Teil der Hindus will, dass die Armen noch ärmer und die Reichen noch reicher werden.

Die Schule wird von der Kongregation der Malabar-Missionsbrüder des Heiligen Franz von Assisi, einem Orden der syro-malabarischen katholischen Kirche, betrieben.

Bei dem Angriff warf der Mob Steine gegen die Fenster, riss die Türen mit Eisenstangen auf und stürmte das Gebäude.

Pater Stephen sagte: „Die Polizei hat den Mob indirekt unterstützt. Die Schulleitung hatte einen Tag zuvor einen Antrag auf Polizeischutz gestellt, aber sie nahm ihn nicht ernst. Man hatte das Gefühl, dass der Polizeipräsident die Christen nicht mochte“

Während des Angriffs waren einige Schüler dabei, eine Matheprüfung abzulegen. Nach Angaben von UCA News erlitt die Schule, in der 1500 Schüler unterrichtet werden, einen Schaden von fast 2 Millionen Rupien (19.000 Pfund).

Pater Stephen berichtete: „Die Kinder waren sehr verängstigt. Am nächsten Tag weigerten sich die Kinder, zur Prüfung zu kommen. Das war ihre negative Reaktion auf den Mob.”

In Bezug auf die neuen Konversionsgesetze in Madhya Pradesh sagte er: „Nach dem neuen Gesetz muss der Angeklagte seine Unschuld beweisen und nicht der Ankläger die Schuld des Angeklagten. Es dauert Monate oder sogar Jahre, um freigesprochen zu werden. Bislang konnte in keinem dieser Fälle bewiesen werden, dass Pfarrer oder Pastoren die Menschen gezwungen hätten, zum Christentum zu konvertieren.“

„Es sollte nie Nacht werden. Ich habe so Angst, wenn es dunkel wird. Meine Nächte sind voller Qualen und Albträume“, gesteht die Nigerianerin Naomi im Gespräch mit KIRCHE IN NOT. Naomi ist eine von 30 000 Binnenvertriebenen, die im Flüchtlingslager von Pulka nahe der Grenze zu Kamerun Zuflucht gefunden haben. 20 solcher Camps gibt es im Bundesstaat Borno.

Wie so viele ihrer Landleute im Nordosten Nigerias durchlebt Naomi Nacht für Nacht dieselben traumatischen Erinnerungen: Die Terrormiliz Boko Haram erobert ihr Dorf, Angehörige werden vor ihren Augen ermordet, sie wird verschleppt, mit einem Terroristen zwangsverheiratet, missbraucht.

Auch der 33-jährige Familienvater Charles hat Angst vor der Nacht: „In meinen Träumen erlebe ich ein ums andere Mal die Zeit, als wir uns vor den Terroristen verstecken mussten. Sie griffen vor allem in der Dunkelheit an, also verbrachten wir zahllose Nächte weit außerhalb des Dorfes, unter freiem Himmel.“

Terroristen wollen Christentum und Bildung vernichten

Die Angriffe von Boko Haram haben das Leben von Naomi und Charles für immer auf den Kopf gestellt. Im Bundesstaat Borno sind die meisten Bewohner Muslime, in ganz Nigeria ist das Verhältnis von Christen und Muslimen etwa 50:50.

Naomi und Charles sind Christen. Vor gut 50 Jahren kamen Missionare in die Region. Sie brachten nicht nur den christlichen Glauben, sie eröffneten auch flächendeckend Schulen. Gegen beides richtet sich der Hass der Extremisten von Boko Haram: Sie wollen die Christen auslöschen – und die Schulbildung, die ihnen als „westlich“ und daher gefährlich gilt.

Der Glaube war es, der viele Einwohner in den vergangenen Jahren Unglaubliches ertragen ließ, ist Pfarrer Christopher überzeugt. Der Priester des Bistums Maiduguri kümmert sich um die vertriebenen Christen. KIRCHE IN NOT unterstützt ihn dabei.

Außerhalb der Camps herrscht Lebensgefahr

„Zunächst wurden sie bedrängt, zum Islam zu konvertieren. Dann wurden die Extremisten immer gewalttätiger“, erzählt der Priester. Ab 2015 sei die Lage so bedrohlich geworden, dass zehntausende Menschen die Flucht nach Kamerun antraten. Dort blieben sie einige Jahre – oft in erbärmlichsten Zuständen –, bis die nigerianische Armee ihre Dörfer zurückerobert hatte.

„Wir sind seit zwei Jahren wieder zurück, aber es ist zu unsicher, in unseren Dörfern zu wohnen“, erzählt der vierfache Familienvater Charles. „Wir sind zwar näher an unserer Heimat, aber wir leben immer noch in Lebensgefahr.“

Also hausen die Heimkehrer in Camps, schlafen in Zelten oder oft unter freiem Himmel. Die Notunterkunft wird zum Gefängnis: „Sie können kaum hier raus. Sie könnten sonst überfallen oder getötet werden. Das ist bereits geschehen bei Bauern, die ihre Felder bestellt haben“, erklärt Pfarrer Christopher.

Auch er ist ständig einem Risiko ausgesetzt, wenn er zwischen dem Flüchtlingscamp und seiner Pfarrei pendelt. Dort lebt er selbst in einer Notunterkunft, da die Boko-Haram-Kämpfer die Pfarrerwohnung zerstört haben. KIRCHE IN NOT unterstützt den Wiederaufbau.

Der Priester hört im Camp den Vertriebenen einfach zu, versucht Lebensmittel aufzutreiben oder hilft mit ein paar anderen Dingen des täglichen Bedarfs aus. Gerade rund um Weihnachten werden seine Besuche sehnsüchtig erwartet, erzählt Naomi: „Pfarrer Christoper ist ein echter Vater für uns alle. Wenn es uns schlecht geht, macht er uns Mut. Weihnachten ist eine schwere Zeit für uns. Früher kamen Verwandte von überall her, um mit uns zu feiern. Als die Angriffe begannen, war Weihnachten nicht mehr, was es einmal war.“

„Weihnachten ist nicht mehr, was es einmal war”

Auch Charles gesteht gegenüber KIRCHE IN NOT, „dass es in unserer Situation schwer ist, Weihnachten zu feiern. Die meisten von uns haben alles verloren.“ Entschlossen fügt er hinzu: „Das Evangelium gibt mir die Kraft, all das Leid auszuhalten, das wir jeden Tag erleben. Unser Leben liegt in Gottes Hand. Jesus Christus ist meine Rettung, das feiere ich an Weihnachten.“

Nachdem es in den Flüchtlingscamps in jüngster Zeit einige Cholerafälle gab, ist der Bedarf an medizinischer Versorgung und sauberem Trinkwasser enorm hoch, weiß Pfarrer Christopher. Darüber hinaus wünschten sich viele vertriebene Menschen, dass sie ihre Ausbildung oder ein Studium fortsetzen können.

Der Weihnachtswunsch des Priesters für sich und die ihm anvertrauten Menschen ist jedoch ganz schlicht: „Wir wollen ein normales Leben führen und wieder in unsere Häuser zurückkehren. Die Menschen hier verlassen sich auf die Kirche, weil sie stets versucht, ihre Tränen zu trocknen.“

 
Unterstützen Sie die Arbeit katholischer Gemeinden für Binnenflüchtlinge in Nigeria und stehen sie vertriebenen Christen mit ihrer Spende bei – online … hier oder auf folgendes Konto:

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Nigeria

„Es sollte nie Nacht werden. Ich habe so Angst, wenn es dunkel wird. Meine Nächte sind voller Qualen und Albträume“, gesteht die Nigerianerin Naomi im Gespräch mit KIRCHE IN NOT. Naomi ist eine von 30 000 Binnenvertriebenen, die im Flüchtlingslager von Pulka nahe der Grenze zu Kamerun Zuflucht gefunden haben. 20 solcher Camps gibt es im Bundesstaat Borno.

Wie so viele ihrer Landleute im Nordosten Nigerias durchlebt Naomi Nacht für Nacht dieselben traumatischen Erinnerungen: Die Terrormiliz Boko Haram erobert ihr Dorf, Angehörige werden vor ihren Augen ermordet, sie wird verschleppt, mit einem Terroristen zwangsverheiratet, missbraucht.

Auch der 33-jährige Familienvater Charles hat Angst vor der Nacht: „In meinen Träumen erlebe ich ein ums andere Mal die Zeit, als wir uns vor den Terroristen verstecken mussten. Sie griffen vor allem in der Dunkelheit an, also verbrachten wir zahllose Nächte weit außerhalb des Dorfes, unter freiem Himmel.“

Naomi, Binnenvertriebene im Flüchtlingscamp Pulka im Norden Nigerias.

Terroristen wollen Christentum und Bildung vernichten

Die Angriffe von Boko Haram haben das Leben von Naomi und Charles für immer auf den Kopf gestellt. Im Bundesstaat Borno sind die meisten Bewohner Muslime, in ganz Nigeria ist das Verhältnis von Christen und Muslimen etwa 50:50.

Naomi und Charles sind Christen. Vor gut 50 Jahren kamen Missionare in die Region. Sie brachten nicht nur den christlichen Glauben, sie eröffneten auch flächendeckend Schulen. Gegen beides richtet sich der Hass der Extremisten von Boko Haram: Sie wollen die Christen auslöschen – und die Schulbildung, die ihnen als „westlich“ und daher gefährlich gilt.

Der Glaube war es, der viele Einwohner in den vergangenen Jahren Unglaubliches ertragen ließ, ist Pfarrer Christopher überzeugt. Der Priester des Bistums Maiduguri kümmert sich um die vertriebenen Christen. KIRCHE IN NOT unterstützt ihn dabei.

Charles, Flüchtling im Lager Pulka (Nigeria).

Außerhalb der Camps herrscht Lebensgefahr

„Zunächst wurden sie bedrängt, zum Islam zu konvertieren. Dann wurden die Extremisten immer gewalttätiger“, erzählt der Priester. Ab 2015 sei die Lage so bedrohlich geworden, dass zehntausende Menschen die Flucht nach Kamerun antraten. Dort blieben sie einige Jahre – oft in erbärmlichsten Zuständen –, bis die nigerianische Armee ihre Dörfer zurückerobert hatte.

„Wir sind seit zwei Jahren wieder zurück, aber es ist zu unsicher, in unseren Dörfern zu wohnen“, erzählt der vierfache Familienvater Charles. „Wir sind zwar näher an unserer Heimat, aber wir leben immer noch in Lebensgefahr.“

Also hausen die Heimkehrer in Camps, schlafen in Zelten oder oft unter freiem Himmel. Die Notunterkunft wird zum Gefängnis: „Sie können kaum hier raus. Sie könnten sonst überfallen oder getötet werden. Das ist bereits geschehen bei Bauern, die ihre Felder bestellt haben“, erklärt Pfarrer Christopher.

Auch er ist ständig einem Risiko ausgesetzt, wenn er zwischen dem Flüchtlingscamp und seiner Pfarrei pendelt. Dort lebt er selbst in einer Notunterkunft, da die Boko-Haram-Kämpfer die Pfarrerwohnung zerstört haben. KIRCHE IN NOT unterstützt den Wiederaufbau.

Der Priester hört im Camp den Vertriebenen einfach zu, versucht Lebensmittel aufzutreiben oder hilft mit ein paar anderen Dingen des täglichen Bedarfs aus. Gerade rund um Weihnachten werden seine Besuche sehnsüchtig erwartet, erzählt Naomi: „Pfarrer Christoper ist ein echter Vater für uns alle. Wenn es uns schlecht geht, macht er uns Mut. Weihnachten ist eine schwere Zeit für uns. Früher kamen Verwandte von überall her, um mit uns zu feiern. Als die Angriffe begannen, war Weihnachten nicht mehr, was es einmal war.“

Pfarrer Christopher feiert die heilige Messe im Flüchtlingscamp.

„Weihnachten ist nicht mehr, was es einmal war”

Auch Charles gesteht gegenüber KIRCHE IN NOT, „dass es in unserer Situation schwer ist, Weihnachten zu feiern. Die meisten von uns haben alles verloren.“ Entschlossen fügt er hinzu: „Das Evangelium gibt mir die Kraft, all das Leid auszuhalten, das wir jeden Tag erleben. Unser Leben liegt in Gottes Hand. Jesus Christus ist meine Rettung, das feiere ich an Weihnachten.“

Nachdem es in den Flüchtlingscamps in jüngster Zeit einige Cholerafälle gab, ist der Bedarf an medizinischer Versorgung und sauberem Trinkwasser enorm hoch, weiß Pfarrer Christopher. Darüber hinaus wünschten sich viele vertriebene Menschen, dass sie ihre Ausbildung oder ein Studium fortsetzen können.

Der Weihnachtswunsch des Priesters für sich und die ihm anvertrauten Menschen ist jedoch ganz schlicht: „Wir wollen ein normales Leben führen und wieder in unsere Häuser zurückkehren. Die Menschen hier verlassen sich auf die Kirche, weil sie stets versucht, ihre Tränen zu trocknen.“

Unterstützen Sie die Arbeit katholischer Gemeinden für Binnenflüchtlinge in Nigeria und stehen sie vertriebenen Christen mit ihrer Spende bei – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Nigeria

Am Morgen des 2. April 2015 (Gründonnerstag) stürmten bewaffnete Dschihadisten den Campus der Universität von Garissa in Kenia. Ein Zeuge berichtete, dass sie auf jeden schossen, dem sie begegneten – außer auf muslimische Glaubensgenossen. Mindestens 148 christliche Studenten wurden bei dem Überfall getötet, 70 weitere verletzt.

Die Terroristen der Gruppe Al-Shabaab bekannten sich später zu dem Angriff. Sie sagten, sie hätten die christlichen Opfer sorgfältig ausgewählt.

Die Universität in Garissa liegt 145 Kilometer von der somalischen Grenze entfernt in einem überwiegend muslimischen Gebiet. Seit vielen Jahren terrorisiert die islamistische Gruppe Al-Shabaab die Menschen in Somalia und in den Nachbarländern.

Die mangelnde Sicherheit auf dem Campus war bereits vor dem Überfall bekannt. Schon im November 2014 hatten Studenten demonstriert und auf die Defizite aufmerksam gemacht. KIRCHE IN NOT unterstützt in vielen Gegenden den Bau von Sicherungsmaßnahmen für kirchliche Grundstücke. Dazu zählen zum Beispiel auch Mauern oder andere Befestigungen für Schwesternkonvente, um die Ordensfrauen vor Eindringlingen zu schützen.

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