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Der Wiederaufbau eines abgelegenen Dorfes in Nigeria ist ein Zeichen dafür, dass Hoffnung über Verzweiflung triumphieren kann und Gewalt nicht das letzte Wort behält.

Am 27. Mai 2026 besuchte der Erzbischof von Kaduna in Nigeria ein abgelegenes Dorf, um dort mit den Gläubigen die heilige Messe zu feiern. Doch es war kein gewöhnlicher Pastoralbesuch – es war die Feier eines Sieges über Tod, Hass und Zerstörung.

Gut zwei Jahre nach der vollständigen Zerstörung von Adama Dutse durch Terroristen konnte der Wiederaufbau von mehr als 20 Häusern sowie gemeinsamer Infrastruktur abgeschlossen werden. Möglich wurde dies durch die Unterstützung des internationalen Hilfswerks KIRCHE IN NOT (ACN). Die Messe war ein Fest der Freude – und zugleich ein Gedenken an jene, die bei dem Angriff ihr Leben verloren hatten.

Am 18. Februar 2024 hatten bewaffnete Terroristen das katholische Dorf Adama Dutse im Middle Belt Nigerias überfallen. Es war 6.10 Uhr morgens; die Bewohner bereiteten sich gerade auf die heilige Messe vor. Kurz darauf waren 13 Menschen tot und zahlreiche Häuser standen in Flammen.

Nigeria,
Some burnt houses in the community of Adama Dutse.
The archbishop visited the village of Adama Dutse, which was attacked in February 2024, leaving widespread destruction and 11 dead.
Am 18. Februar 2024 hatten bewaffnete Terroristen das katholische Dorf Adama Dutse im Middle Belt Nigerias überfallen.

Die Spuren des Angriffs sind überall

Zwei Monate später besuchte eine Delegation von KIRCHE IN NOT gemeinsam mit Erzbischof Matthew Ndagoso von Kaduna die Überreste des Dorfes. Das Erste, was der KIRCHE IN NOT-Projektkoordinatorin für Afrika, Kinga Schierstaedt, auffiel, war die massive militärische Eskorte – ein deutliches Zeichen dafür, wie gefährlich die Lage in der Region weiterhin war.

„Ich glaube, es war das erste Mal, dass ich von einer so großen militärischen Präsenz begleitet wurde“, erinnert sich Schierstaedt. „Vorne fuhren zwei Militärfahrzeuge, hinten zwei weitere, dazu kamen Polizei- oder Militärmotorräder, die den Weg freimachten und sicherstellten, dass sich niemand hinter den Bäumen versteckte.“

„Die Menschen freuten sich, den Erzbischof zu sehen, doch zugleich war das Leid in den Gesichtern der Bewohner unübersehbar. Wir gingen durch das Dorf, und fast alle Häuser waren niedergebrannt. Übrig geblieben waren nur schwarze Ruinen. Alles war zerstört, geschmolzen, jeder einzelne Bewohner war betroffen“, so Schierstaedt.

„Ich erinnere mich an einen Jungen mit zwei Einschusslöchern im Arm. Er wird diesen Arm nie wieder benutzen können, weil er nicht rechtzeitig im Krankenhaus behandelt wurde. Und ich erinnere mich an ein kleines Mädchen, vielleicht drei Jahre alt, mit Verbrennungen an Armen und Gesicht. Es weinte ununterbrochen vor Schmerzen.“

Erzbischof Ndagoso führte die Delegation auch an den Rand des Dorfes, zu dem Massengrab, in dem die Opfer des Angriffs hastig beigesetzt worden waren.

Aus Schmerz wächst neue Hoffnung

Erzbischof Ndagoso führte die Delegation auch an den Rand des Dorfes, zu dem Massengrab, in dem die Opfer des Angriffs hastig beigesetzt worden waren. „Einige Bewohner kamen mit uns, um zu beten, aber die meisten konnten es nicht. Ihr Schmerz war zu groß. Normalerweise begleiteten die Menschen Besucher durch das ganze Dorf. Dort aber gingen wir größtenteils allein.“

Trotz der Zerstörung weigerten sich die Bewohner, ihr Dorf aufzugeben. Sie wussten: Würden sie in ein Flüchtlingslager gehen, könnten sie ihr Land verlieren. Mit nichts als ihrem Glauben und ihrer Entschlossenheit beschlossen sie, Adama Dutse wieder aufzubauen. KIRCHE IN NOT sagte Hilfe zu.

„Der Erzbischof machte uns deutlich, dass er den Menschen beistehen wollte. Er sagte uns, er könne die Toten nicht wieder zum Leben erwecken. Aber er glaube, dass er den Menschen helfen könne, dort zu bleiben und ihre Häuser und ihre Kirche wieder aufzubauen. Das war der Grund, warum das internationale Hilfswerk KIRCHE IN NOT beschloss, die Dorfgemeinschaft zu unterstützen: als Zeichen dafür, dass es zumindest ein paar Menschen auf der Welt gibt, die ihr Leid sehen und ihnen helfen wollen.“

Zwei Jahre später ist der Wiederaufbau abgeschlossen. Dank der Hilfe der Wohltäter von KIRCHE IN NOT verfügt das Dorf heute über einen neuen Brunnen, Latrinen und solarbetriebene Sicherheitsalarme. Als Erzbischof Ndagoso am 27. Mai 2026 zurückkehrte, um die Dankesmesse zu feiern, war die Veränderung der Atmosphäre deutlich spürbar, die Gesichter der Menschen strahlten vor Stolz.

„Es war eine wunderschöne Feier. Die Gemeinde war begeistert und glücklich über das, was für sie getan wurde. Die Menschen sind nicht nur dankbar; sie fühlen sich denjenigen tief verbunden, die ihnen ein dauerhaftes Zuhause ermöglicht haben“, sagte Erzbischof Ndagoso gegenüber KIRCHE IN NOT.

„Wir können den Wohltätern von KIRCHE IN NOT nie genug dafür danken, was sie getan haben, um den Menschen in Not zu helfen. Wir können nur hoffen, dass Gott diejenigen segnet, die dazu beigetragen haben. Es ist wirklich wunderbar. Die Gemeinde ist zutiefst, zutiefst dankbar.“

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Während Millionen Menschen weltweit die Fußball-Weltmeisterschaft verfolgen, erinnert KIRCHE IN NOT daran, dass für viele Menschen aus den teilnehmenden Ländern ein grundlegendes Menschenrecht weiterhin nicht selbstverständlich ist: die Freiheit, den eigenen Glauben auszuüben.

Nach Angaben des Berichts „Religionsfreiheit weltweit 2025“ von KIRCHE IN NOT ist die Religions- oder Weltanschauungsfreiheit in 14 der 48 Teilnehmerländer der Fußball-Weltmeisterschaft  erheblich eingeschränkt. In drei dieser Staaten dokumentiert der Bericht religiöse Verfolgung, in elf weiteren schwere Formen der Diskriminierung.

Dieser Anteil von 30 Prozent der Teilnehmerländer mit Einschränkungen der Religionsfreiheit entspricht in etwa dem weltweiten Befund des Berichts von KIRCHE IN NOT: Er stuft 62 von untersuchten 196 Ländern in die Kategorie „orange“ für Diskriminierung oder in die rote Kategorie für religiöse Verfolgung ein.

Weltkarte aus dem Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2025“ von KIRCHE IN NOT.

Schwere Verfolgung in Iran und Saudi-Arabien

Besonders gravierend ist die Situation laut dem Bericht unter anderem im Iran und in Saudi-Arabien. Dort schränkten gesetzliche und gesellschaftliche Vorgaben die Religionsfreiheit erheblich ein – insbesondere für Konvertiten und Angehörige religiöser Minderheiten. Verstöße könnten mit Festnahmen, Haftstrafen und teilweise sogar mit der Todesstrafe geahndet werden.

Auch in der Demokratischen Republik Kongo bleibt die Lage angespannt. Dort verschärfen anhaltende Gewalt und die Aktivitäten bewaffneter Gruppen im Osten des Landes seit Jahren die Situation für die Bevölkerung.

Besonders dramatisch stellt sich die Lage in Haiti dar. Bewaffnete Banden kontrollieren dort weite Teile des Landes und behindern wiederholt die Arbeit von Kirchen und religiösen Organisationen. Religiöse Verantwortungsträger waren in den vergangenen Jahren immer wieder Betroffene von Entführungen und Gewalt.

Ein Priester aus Venezuela spielt Fußball mit Kindern.

Priester im WM-Gastgeberland Mexiko unter Druck

Mexiko, eines der Gastgeberländer der Weltmeisterschaft, steht wiederum für eine andere Form der Bedrohung: Nicht staatliche Restriktionen, sondern organisierte Kriminalität und Drogenkartelle setzen dort kirchliche Mitarbeiter, Priester und Seelsorger zunehmend unter Druck.

Weitere Teilnehmerländer mit Einschränkungen der Religionsfreiheit sind laut dem Bericht unter anderem Marokko, Tunesien, Algerien, Jordanien, Katar, Ägypten, die Türkei sowie Usbekistan. Religiöse Minderheiten, darunter Christen, Angehörige der Bahai-Religion und einzelne muslimische Gemeinschaften, sind dort weiterhin in unterschiedlichem Maße Diskriminierung sowie Einschränkungen bei der Ausübung und dem Bekenntnis ihres Glaubens ausgesetzt.

Fußballmannschaft an der Katholischen Universität in Erbil (Irak).

Zur Lage der Religionsfreiheit bei den österreichischen WM-Gegnern

In Algerien ist der Islam verfassungsrechtlich als Staatsreligion verankert, was die rechtliche und gesellschaftliche Stellung anderer Glaubensgemeinschaften stark einschränkt. Obwohl die Verfassung formell die Religionsfreiheit garantiert, wird diese durch restriktive Gesetze – insbesondere die Verordnung 06-03 – in der Praxis massiv beschnitten. Besonders Konvertiten, Ahmadis und protestantische Christen sind von systematischen Kirchenschließungen, Blasphemie-Vorwürfen und Haftstrafen betroffen. Da auch die Missionierung von Muslimen unter Strafe steht und staatliche Eingriffe zunehmen, wird die Lage der Religionsfreiheit insgesamt als besorgniserregend eingestuft.

Auch in Jordanien ist der Islam als Staatsreligion verankert, weshalb keine umfassende Religionsfreiheit herrscht, obwohl die Verfassung formell die Gleichheit der Bürger garantiert. Während anerkannte christliche Minderheiten weitgehend das Recht auf freie Religionsausübung genießen und politisch im Parlament repräsentiert sind, stehen nicht anerkannte Gruppen wie die Bahai vor erheblichen rechtlichen Hürden. Besonders prekär ist die Lage für Konvertiten vom Islam, die zwar keine staatlichen Strafen, aber extremen gesellschaftlichen Druck sowie gravierende zivilrechtliche Folgen durch Scharia-Gerichte wie den Verlust von Erbansprüchen oder die Annullierung der Ehe befürchten müssen. Trotz vereinzelter christenfeindlicher Übergriffe und des politischen Erstarkens islamistischer Kräfte gilt das Verhältnis zwischen den Religionen als weitgehend friedlich, was maßgeblich durch die aktive Toleranzförderung des jordanischen Königshauses gestützt wird.

In Argentinien ist die Religionsfreiheit verfassungsrechtlich garantiert, wobei der Staat den römisch-katholischen Glauben besonders stützt. Trotz eines besorgniserregenden Anstiegs antisemitischer Vorfälle und vereinzelter Vandalismen an Kirchen wird die Lage aufgrund eines starken interreligiösen Dialogs und einer die Glaubensrechte schützenden Justiz insgesamt als positiv bewertet.

Marta Petrosillo, Chefredakteurin von „Religionsfreiheit weltweit 2025“. © KIRCHE IN NOT/Flavio Ianniello

Menschenrecht unter Druck, aber auch Hoffnungssignale

„Die Weltmeisterschaft bringt Menschen aus allen Kulturen, Religionen und Nationen zusammen. Sie ist auch eine Gelegenheit, das Bewusstsein für die Herausforderungen zu schärfen, denen Millionen Menschen weltweit bei der Ausübung ihres Grundrechts auf Religions- oder Glaubensfreiheit weiterhin gegenüberstehen“, erklärte Marta Petrosillo, die Chefredakteurin von „Religionsfreiheit weltweit“.

Zugleich verweist „Kirche in Not“ auf Zeichen der Hoffnung. So sei die Nationalmannschaft des Irak ein Beispiel dafür, wie Menschen unterschiedlicher religiöser und ethnischer Herkunft gemeinsam auftreten können. Unter den Spielern befinden sich auch Christen – in einem Land, in dem ihr Bevölkerungsanteil inzwischen unter einem Prozent liegt. Petrosillo rief Regierungen weltweit dazu auf, Religionsfreiheit aktiv zu schützen: „Jeder Mensch muss seinen Glauben frei ausüben, wechseln oder teilen können – ohne Diskriminierung oder Verfolgung befürchten zu müssen.“

Der vollständige Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2025“ von „Kirche in Not“ dokumentiert die Menschenrechtslage in 196 Ländern und für alle Religionen. Der Bericht erscheint alle zwei Jahre und ist online abrufbar unter: www.religionsfreiheit-weltweit.at

Bischof Osório Citora Afonso war ein Freund und Partner von KIRCHE IN NOT. Das Hilfswerk zeigt sich tief erschüttert über seinen Tod.

Auch Tage nach der Ermordung des Bischofs von Quelimane in Mosambik reißen Bestürzung und Beileidsbekundungen nicht ab. Die Hintergründe der Tat sind jedoch weiterhin ungeklärt.

Am Sonntag, den 7. Juni 2026,  veröffentlichte die Pressestelle des Vatikans eine Erklärung von Papst Leo XIV., der sich derzeit auf Spanienreise befindet. Darin heißt es, der Papst habe „die Nachricht von der schweren Gewalttat, die zum Tod Seiner Exzellenz Osório Citora Afonso geführt hat, mit tiefer Trauer aufgenommen“.

Weiter hieß es in der Mitteilung, Leo XIV. sei „im Gebet mit der Diözese und dem Volk von Mosambik verbunden“ und bitte darum, dass „der Herr ihnen Trost schenke, jeden Mann und jede Frau in seiner Liebe behüte und die Hand der Gewalttätigen zurückhalte.“

Die mosambikanischen Behörden untersuchen weiter die Ereignisse in den frühen Morgenstunden des Samstags in Quelimane. Bischof Alfonso wurde mit einer Schussverletzung in der Brust, nahe dem Herzen, in einem Flur seiner Residenz aufgefunden. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen die Täter über die Mauer des Gebäudes geklettert, das Sicherheitssystem außer Betrieb gesetzt und anschließend mit einer Militärwaffe geschossen haben. Der Nationale Kriminalpolizeidienst Mosambiks (Sernic) beschrieb die Waffe als modernisierte Kalaschnikow (AK-M).

Bischof Osório Citora Afonso mit Seminaristen.

Afrikanische Bischöfe sprechen von „barbarischer Tat“

Das Verbrechen hat in der Kirche von Mosambik und in ganz Afrika tiefe Erschütterung ausgelöst. Das Symposium der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) veröffentlichte eine von Kardinal Fridoline Ambongo unterzeichnete Erklärung, die KIRCHE IN NOT (ACN) vorliegt. Darin wird der Mord als „barbarische Tat“ verurteilt und eine umfassende und gründliche Untersuchung gefordert.

„Diese abscheuliche Tat, begangen an einem Hirten des Volkes Gottes, stellt nicht nur einen Angriff auf das Leben und die Würde eines frommen Dieners des Evangeliums dar, sondern auch einen Angriff auf die Grundwerte des Friedens, der Gerechtigkeit, der Menschenwürde und der Religionsfreiheit – Prinzipien, die für das Wohlergehen und die Entwicklung jeder Gesellschaft unerlässlich sind.“

Weiter heißt es: „Wir verurteilen dieses barbarische Verbrechen aufs Schärfste und vorbehaltlos. Kein religiöser Führer, unabhängig von seinem Glauben oder seiner Konfession, sollte Ziel von Gewalt sein. Diejenigen, die ihr Leben dem Dienst an Gott und der Förderung von Versöhnung, Solidarität, Bildung, Nächstenliebe und dem Gemeinwohl widmen, verdienen Schutz und Respekt – nicht Verfolgung oder Tod.“

„Im Namen des Symposiums der Bischofskonferenzen von Afrika und Madagaskar (SECAM) appellieren wir an die Regierung der Republik Mosambik und alle zuständigen Behörden, unverzüglich, umfassend, transparent und unabhängig zu ermitteln. Wir fordern, dass alle Verantwortlichen – direkte Täter ebenso wie Komplizen oder Anstifter – unverzüglich identifiziert, strafrechtlich verfolgt und vor Gericht gestellt werden. Das Volk von Mosambik, die katholische Kirche und die internationale Gemeinschaft verdienen die Wahrheit.”

Zugleich fordern die afrikanischen Bischöfe einen besseren Schutz aller Seelsorger. Sie betonen, dass „die Religionsfreiheit ein grundlegendes Menschenrecht und eine Säule jeder demokratischen und friedlichen Gesellschaft ist. Der Staat trägt die Verantwortung dafür, dass alle Bürger ihren Glauben frei und sicher ausüben können, ohne Angst vor Einschüchterung, Gewalt oder Verfolgung.“

Heilige Messe in Mosambik.

KIRCHE IN NOT erinnert an die „fruchtbare Zusammenarbeit“

Bischof Osório Citora Afonso war ein geschätzter Freund von KIRCHE IN NOT. Das Hilfswerk erinnert an eine fruchtbare Zusammenarbeit mit dem Bischof.

Ulrich Kny, einer der Projektverantwortlichen von KIRCHE IN NOT für Afrika, hob diese Verbundenheit in einem Schreiben hervor, das er am Sonntag an führende Vertreter der Kirche in Mosambik sandte. Darin spricht er von dem „unauslöschlichen Eindruck“, den der verstorbene Bischof bei allen hinterlassen habe, die „das große Glück hatten, mit ihm zusammenzuarbeiten“. Zugleich würdigte Kny eine „sehr fruchtbare Zusammenarbeit, die es uns ermöglichte, an einigen seiner wertvollen Initiativen zur Unterstützung der Kirche in Mosambik teilzunehmen“.

Ulrich Kny bekräftigte die tiefe Bestürzung von KIRCHE IN NOT über die Ermordung des Bischofs. Sein Tod hinterlasse „eine große Lücke“, nicht nur in seiner Diözese, sondern in der gesamten Kirche dieses portugiesischsprachigen afrikanischen Landes.

KIRCHE IN NOT äußerte außerdem den Wunsch, dass die Kirchenführer in Mosambik die nötige Kraft und Gottes Segen finden mögen, um die Gläubigen weiterhin auf dem Weg des Herrn zu führen.

Die Dschihadisten, die in der nördlichen Provinz Cabo Delgado in Mosambik einen Aufstand führen, versuchen nach Einschätzung des Bischofs von Pemba, António Juliasse, ein Kalifat nach dem Vorbild des Islamischen Staates zu errichten. In einer an KIRCHE IN NOT gesendeten Nachricht bestätigte der Bischof: „Die Anzeichen sind alle da: Sie sprechen offen von einem Kalifat. Wenn sie auf Menschen treffen, wenn sie sie entführen, sagen sie genau das: dass sie für ein Kalifat arbeiten.“

Die dschihadistischen Anschläge in der Provinz Cabo Delgado, in der das Bistum Pemba liegt, begannen 2017. Zunächst griffen die Milizen vor allem Militär- und Regierungsgebäude an. In den vergangenen Jahren nahmen sie in der mehrheitlich muslimischen Region Mosambiks jedoch zunehmend eine antichristliche Haltung ein.

Mehr als 300 Katholiken wurden ermordet, viele durch Enthauptung. Mindestens 117 Kirchengebäude wurden zerstört, darunter Kapellen und historische Kirchen wie jene in Meza am 30. April 2026. Angreifer setzten dort die Kirche, das Pfarrbüro sowie weitere Gebäude des kirchlichen Geländes in Brand, darunter auch einen Kindergarten. Es gab zwar keine Toten, aber Medienberichten zufolge wurden mindestens 22 Menschen gefangen genommen.

Dieses Ausmaß an Gewalt und die antichristliche Rhetorik wirkten sich zunehmend auf die Bevölkerung aus, erklärte Bischof António Juliasse gegenüber KIRCHE IN NOT. „Was mich beunruhigt, ist die Hassrede, die mit der Gewalt einhergeht. Lange Zeit war die Religion einer der Aspekte, die das Zusammenleben erleichterten. Jetzt aber wird sie zu einem Hindernis, sie beginnt zu spalten.

Bischof Antonio Juliasse von Pemba bei einem Interview.

Antichristliche Rhetorik und Hassrede

Früher nahmen Christen in den Dörfern von Cabo Delgado an muslimischen Beerdigungen teil und umgekehrt. Jetzt wird dies in Frage gestellt – und das liegt nicht an den Christen!“ Das sei ein Umstand, der die Regierung und die gesamte Gesellschaft beunruhigen sollte, „bevor es zu spät ist“, schloss er.

Bischof António Juliasse erklärte gegenüber KIRCHE IN NOT weiter: „Schweigen mag ein Zeichen der Vorsicht sein“, könne aber auch als „Desinteresse“ am Leid der Menschen in Cabo Delgado gedeutet werden. „Schweigen ist immer gefährlich“, betont er. „Es ist schwer zu deuten und führt zu Verwirrung. Deshalb habe ich immer gesagt, dass wir uns der Lage stellen, unsere Stimme erheben, die Menschen anleiten und ihnen sagen müssen, was zu tun ist, was sie erwarten können und was wir gemeinsam tun können. Wir müssen diese Diskussion als Nation führen. Aber ich glaube nicht, dass wir damit richtig umgehen.”

Die Kirche in Mosambik habe zugleich deutlich gemacht, dass militärische Gewalt nicht die einzige Lösung sein könne. „Kürzlich haben wir eine Hirtenbotschaft veröffentlicht, in der wir gegen die Lage in Cabo Delgado protestieren, aber auch auf alternative Wege hinweisen“, erklärte Bischof Juliasse. „Ich glaube nicht, dass die militärische Option die einzige Lösung ist. Wir müssen andere Wege finden, darunter einen, den Mosambik bereits kennt: den Weg des Dialogs. Die Menschen in Mosambik müssen miteinander sprechen, damit dieser Krieg enden kann.”

Dschihadistische Kämpfer in Mosambik.

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Schweigen ist keine Lösung, aber Gewalt auch nicht

Dies habe besondere Bedeutung für eine Zukunft des Zusammenlebens, da „viele von denen, die in den Wäldern kämpfen, aus Mosambik stammen; sie sind Söhne dieses Landes, sie sind Teil davon. Es mag einige Ausländer geben, aber wir müssen den Dialog suchen und den Mut haben, uns dem zu stellen.”

Die seit neun Jahren andauernde Rebellion im Norden Mosambiks hat das Land, das ohnehin zu den ärmsten der Welt zählt, schwer getroffen. Seit Oktober 2017 forderten die Kämpfe mehr als 6300 Todesopfer; mehr als eine Million Menschen wurden vertrieben. „Das ist eine Lage, die uns sehr schmerzt, aber wir dürfen die Hoffnung nicht verlieren“, sagte der Bischof von Pemba gegenüber KIRCHE IN NOT.

KIRCHE IN NOT unterstützt die Kirche in Mosambik bei ihren Bemühungen, sich dieser Herausforderung zu stellen. Das Hilfswerk leistet Nothilfe, bietet psychologische und soziale Unterstützung und hilft beim Wiederaufbau der beschädigten Infrastruktur.

KIRCHE IN NOT hat die Zerstörung einer Christusstatue im Süden des Libanon scharf verurteilt. Auslöser sind Bilder, die in den vergangenen Tagen verbreitet wurden und nach Angaben der israelischen Armee authentisch sind.

Wie die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (IDF) in öffentlichen Erklärungen vom 19. und 20. April 2026 mitteilten, zeigen die Aufnahmen einen Soldaten der eigenen Streitkräfte im Süden des Libanon. Die Armee erklärte, sie nehme den Vorfall sehr ernst. Das Verhalten des Soldaten widerspreche den Werten und Verhaltensmaßstäben, die für Angehörige der Streitkräfte gelten.

Zu möglichen disziplinarischen Konsequenzen wurden bislang keine weiteren Einzelheiten bekannt. Nach Angaben der Armee wird der Fall derzeit innerhalb der militärischen Befehlskette untersucht. Zugleich kündigten die Streitkräfte an, die örtliche christliche Gemeinschaft bei der Wiederherstellung der beschädigten Statue zu unterstützen.

Dieser Screenshot von X/Twitter zeigt einen mutmaßlichen Vorfall, bei dem ein IDF-Soldat am 19. April 2026 im Süden des Libanon dabei zu sehen ist, wie er eine Jesusstatue zerstört. Foto: Screenshot/X

KIRCHE IN NOT zeigt sich tief betroffen

KIRCHE IN NOT zeigt sich tief betroffen über die Schändung eines heiligen christlichen Symbols. Das Hilfswerk verurteilte die Tat mit Nachdruck und erklärte seine volle Solidarität mit den Christen im Libanon, die seit Jahren unter Unsicherheit und Instabilität leiden.

Zugleich betonte KIRCHE IN NOT, dass der Respekt vor religiösen Symbolen und Kultstätten ein grundlegendes Prinzip sei – auch und gerade in Zeiten bewaffneter Konflikte. Nichts könne Handlungen rechtfertigen, die die religiöse Würde von Gemeinschaften verletzten oder Missachtung gegenüber dem ausdrückten, was ihnen heilig sei.

Das Hilfswerk begrüßte, dass eine Untersuchung eingeleitet worden sei und erste Schritte zur Aufarbeitung sowie zur Wiederherstellung angekündigt wurden. Solche Maßnahmen seien wichtig, um Respekt zu sichern und ähnliche Vorfälle künftig zu verhindern. Entscheidend werde sein, dass sie transparent und glaubwürdig umgesetzt würden.

KIRCHE IN NOT bekräftigte außerdem, weiterhin an der Seite bedrängter Christen zu stehen und überall dort geistliche und konkrete Hilfe zu leisten, wo Glaube, Würde und Religionsfreiheit bedroht seien.

Abschließend rief das Hilfswerk zum Gebet für die christlichen Gemeinschaften im Libanon und in der gesamten Region auf. Zugleich erneuerte es seine Forderung nach dem Schutz der Religionsfreiheit und nach Achtung dessen, was Gläubigen jeder Tradition heilig ist.

Mit einer internationalen Petition ruft KIRCHE IN NOT Regierungen und internationale Organisationen dazu auf, das Menschenrecht auf Religionsfreiheit weltweit stärker zu schützen. Bereits mehr als 20 000 Menschen haben die Initiative unterschrieben. Die nächste Zielmarke liegt laut KIRCHE IN NOT bei 100 000 Unterschriften.

Die Petition fordert die konsequente Umsetzung von Artikel 18 der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte, der jeder Person das Recht garantiert, ihren Glauben frei zu wählen, zu praktizieren und zu wechseln. Die Unterschriftenaktion richtet sich insbesondere an internationale Institutionen, demokratische Regierungen und diplomatische Vertreter.

Konkret fordert die Initiative unter anderem, Religionsfreiheit stärker als Priorität in der Außenpolitik zu verankern, bedrohte religiöse Gemeinschaften besser zu schützen und Menschen, die wegen ihres Glaubens verfolgt werden, rechtliche sowie humanitäre Unterstützung zu gewähren.

Unterzeichnen können Menschen aller Religionen sowie alle, die sich für Menschenwürde und grundlegende Freiheitsrechte einsetzen. Mit der Petition will KIRCHE IN NOT die Öffentlichkeit sensibilisieren und politische Entscheidungsträger dazu bewegen, entschlossener gegen religiöse Verfolgung vorzugehen.

Verkohltes Kreuz in der koptischen Kathedrale in Luxor.
Verbranntes Kreuz in der koptischen St.-Georgs-Kathedrale in Luxor/Ägypten (Archivbild) Foto: KIRCHE IN NOT

Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht

Die Initiative wurde im Oktober 2025 anlässlich der Veröffentlichung des Berichts „Religionsfreiheit weltweit“ von KIRCHE IN NOT gestartet. Die Studie zeigt, dass Milliarden Menschen in Staaten leben, in denen das Recht auf Religionsfreiheit verletzt, eingeschränkt oder bedroht ist.

Die Unterschriftensammlung soll bis November 2026 fortgesetzt werden. Den Abschluss bildet die von KIRCHE IN NOT initiierte Aktion „Red Wednesday“, bei der Kirchen, öffentliche Gebäude und Denkmäler weltweit rot beleuchtet werden, um auf Christenverfolgung und andere Verletzungen der Religionsfreiheit aufmerksam zu machen.

Titelbild des Religionsfreiheits-Berichts 2025 von KIRCHE IN NOT

Aktionszeitraum bis zum „Red Wednesday“

Der diesjährige „Red Wednesday“ findet am 18. November statt, der Aktionszeitraum für rote Beleuchtung, Gottesdienst und Aktion erstreckt sich jedoch über die gesamte Woche. Auch in Österreich haben in den vergangenen Jahren immer mehr Pfarren, Klöster und andere Einrichtungen beim „Red Wednesday“ mitgemacht – 2025 hatten sich 234 bei KIRCHE IN NOT registriert. Nach dem diesjährigen „Red Wednesday“ sollen die Unterschriften politischen Entscheidungsträgern und internationalen Institutionen wie den Vereinten Nationen und dem Europäischen Parlament übergeben werden.

Bei einem Besuch am internationalen Hauptsitz von KIRCHE IN NOT (ACN) in Königstein im Taunus betonte der neue Präsident der päpstlichen Stiftung, Kurt Kardinal Koch, die grundlegende Bedeutung dieses Menschenrechts. In Anlehnung an Worte von Papst Leo XIV. erklärte er, Religionsfreiheit sei ein „Grundpfeiler der Menschenwürde und jeder gerechten Gesellschaft“.

Prominenter Unterstützer: Erzbischof Jacques Mourad aus Homs/Syrien unterschrieb die Petition. Mourad war selbst von Islamisten entführt worden; er setzt sich für den christlich-muslimischen Dialog ein. © KIRCHE IN NOT/Flavio Ianniello

„Religionsfreiheit ist Grundpfeiler einer gerechten Gesellschaft“

„Auch heute leiden Millionen Menschen unter Diskriminierung, Gewalt und Unterdrückung wegen ihres Glaubens“, sagte Kardinal Koch. „Doch selbst wenn sie kleine und schutzbedürftige Minderheiten sind, bleiben Christen in ihren Heimatländern Friedensstifter. Religionsfreiheit ist ein Menschenrecht, kein Privileg.“

Unterstützt wird die Initiative auch von Kirchenvertretern aus Ländern, in denen Christen verfolgt oder bedrängt sind, darunter der syrisch-katholische Erzbischof Jacques Mourad aus Homs (Syrien) und Bischof Matthew Hassan Kukah aus Sokoto (Nigeria).

Im vergangenen Jahr wurden weltweit mehr katholische Priester, Ordensleute und Seminaristen getötet als 2024. Darauf weist KIRCHE IN NOT in einer aktuellen Auswertung hin. Rückläufig hingegen ist die Zahl der inhaftierten Geistlichen.

Nach KIRCHE IN NOT vorliegenden Meldungen wurden 2025 weltweit 19 Kirchenmitarbeiter getötet – im Jahr zuvor waren es 13. Bei den Getöteten handelt es sich um 15 Priester, zwei Seminaristen und zwei Ordensschwestern. Mehrere der gewaltsamen Todesfälle ereigneten sich im Zusammenhang mit Entführungen oder in bewaffneten Konflikten, etwa in Nigeria, Äthiopien, Sudan und Myanmar. Weitere Geistliche wurden bei Angriffen, Überfällen oder unter bislang ungeklärten Umständen getötet – unter anderem in den USA, Mexiko, Kenia und Haiti.

KIRCHE IN NOT weist darauf hin, dass die hier erfassten Zahlen ausschließlich Priester und Ordensleute betreffen. In vielen Ländern seien auch Katecheten und Laienmissionare massiv bedroht und häufig Opfer von Gewalt, diese sind in der Statistik jedoch nicht enthalten.

Pfarrer Donald Martin Ye Naing Win aus Myanmar wurde am 14. Februar 2025 ermordet.

Weniger Geistliche in Haft – mit Ausnahmen

Ein kleiner Hoffnungsschimmer: Die Zahl der inhaftierten Geistlichen ist im vergangenen Jahr zurückgegangen. Nach Angaben von KIRCHE IN NOT waren 2025 weltweit 28 Priester und Ordensleute aufgrund von religiöser Verfolgung in Haft oder anderweitig ihrer Freiheit beraubt. Im Jahr zuvor waren es noch 71. Der Rückgang ist vor allem auf die Entwicklung in Nicaragua zurückzuführen, wo die meisten der im Jahr 2024 inhaftierten Geistlichen inzwischen freigelassen wurden.

In Belarus sank die Zahl der inhaftierten katholischen Priester ebenfalls leicht. In China hingegen nahm die Zahl der Festsetzungen zu, teilt KIRCHE IN NOT mit. Dort waren im Jahr 2025 insgesamt 14 Geistliche zeitweise in Haft oder unter Hausarrest, darunter mehrere Bischöfe. Verlässliche Informationen zur Situation der Kirche in China seien weiterhin schwer zu erhalten, betont KIRCHE IN NOT.

Auch in Indien kam es 2025 zu mehreren Festnahmen, betroffen waren ausschließlich Ordensfrauen. Ihnen wurden unter anderem Entführung oder Menschenhandel vorgeworfen. Alle Betroffenen kamen später wieder frei.

Der junge Priester Stephen Echezona aus Nigeria wurde im März 2025 entführt.

Entführungen von Kirchenmitarbeitern sind „Geschäftsmodell“ geworden

Ein großes Problem bleiben die Entführungen von Priester und Ordensleuten, auch wenn die gemeldeten Fälle leicht zurückgingen. KIRCHE IN NOT wurden im vergangenen Jahr 38 entführte Priester und Ordensleuten gemeldet.

Besonders betroffen ist weiterhin Nigeria, wo die Zahl der Entführungen sogar anstieg – von 17 auf 24 Fälle. Unter den Entführten waren auch Seminaristen und Ordensschwestern. Zwei Seminaristen wurden getötet. Zum Jahresende galt noch ein Priester als vermisst; ein weiterer kam im Januar 2026 frei.

Einen starken Anstieg verzeichnete auch Kamerun, wo 2025 insgesamt acht Priester entführt wurden, vor allem im konfliktreichen Nordwesten des Landes. Die meisten Betroffenen kamen wieder frei.

Internationale Aufmerksamkeit hilft

Weitere Entführungen wurden unter anderem aus Kolumbien, Haiti und Äthiopien gemeldet. Die Entführer gehören mehrheitlich islamistischen oder anderen extremistischen Gruppen an; in einigen Weltregionen haben auch kriminelle Banden Entführungen und die Erpressung von Lösegeld zu einem „Geschäftszweig“ gemacht.

In Burkina Faso verstärken die Kirchen ihre Sicherheitsmaßnahmen rund um die Weihnachtsfeiertage; die Angst vor Anschlägen sei hoch. Das berichteten die Bischöfe Théophile Naré aus Kaya und Justin Kientega aus Ouahigouya bei einem Besuch in der internationalen Zentrale von KIRCHE IN NOT (ACN) in Königstein im Taunus. Beide Diözesen liegen im Norden des westafrikanischen Staates, wo es besonders häufig zu dschihadistischen Anschlägen kommt. Zwar habe sich die Lage in den vergangenen Monaten etwas entspannt, aber das könne sich schnell wieder ändern, betonten die Bischöfe.

Zum zehnten Mal würden die Christmetten vor Einbruch der Dunkelheit gefeiert, berichtete Bischof Naré: „Die Feierlichkeiten beginnen so früh, um Fahrten in der Dunkelheit zu vermeiden.“ Armee, lokale Sicherheitskräfte, Pfadfinder und Gläubige arbeiteten zusammen, um die Gottesdienstbesucher zu schützen und zum Beispiel Einlasskontrollen durchzuführen.

Bischof Justin Kientega während eines Besuchs der internationalen Zentrale von KIRCHE IN NOT © Kirche in Not

Kritik an fehlendem Interesse für die Lage in Burkina Faso

Diese Kooperation habe sich in der Vergangenheit schon als äußerst effektiv erwiesen, erzählte Bischof Kientega. Als im August ein Priester während der heiligen Messe attackiert worden sei, hätten Gläubige einen „menschlichen Schutzschild“ gebildet, um die Angreifer abzuwehren. „Darüber wurde nie in den Medien berichtet, aber es ist ein starkes Symbol für Glauben und Solidarität“, betonte Kientega.

Beide Bischöfe kritisieren, dass im Ausland zu wenig Notiz von der Lage in Burkina Faso genommen werde. Teilweise seien ganze Dörfer menschenleer, weil sich die Bewohner vor Terrorangriffen in Sicherheit bringen mussten.

Fast die Hälfte des Staatsgebiets von Burkina Faso sei in den Händen der Terroristen; zahlreiche Pfarreien hätten aus Sicherheitsgründen aufgegeben werden müssen, berichteten die Bischöfe. Lokalen Angaben zufolge wurden seit 2025 über 20 000 Menschen getötet, zwei Millionen sind auf der Flucht. Um die Lage und die Verfolgung der christlichen Gemeinden stärker ins Bewusstsein zu rufen, werden jetzt zwei Priester als Ansprechpartner für Medien ausgebildet; KIRCHE IN NOT unterstützt diese Initiative.

Rosenkranzgebet in einem Wallfahrtsort in Burkina Faso.

Kein Platz mehr frei

Vor allem aber fördert das Hilfswerk die Flüchtlingsarbeit der lokalen Kirchen. „Es geht ums Überleben. Wir versuchen die Grundbedürfnisse zu decken: Lebensmittel, Unterkunft, medizinische Versorgung“, betont Bischof Naré. Die Flüchtlingslager seien überfüllt. Vor seinem Bischofshaus kampierten Menschen unter freiem Himmel, weil kein Platz mehr im Gebäude frei sei. Die Diözesen versuchten auch den Unterricht für die vertriebenen Kinder zu stemmen; ebenso gelte es, traumatisierte und körperlich wie psychisch verwundete Menschen medizinisch wie seelsorgerisch zu betreuen.

Im aktuellen Bericht „Religionsfreiheit weltweit 2025“ warnt KIRCHE IN NOT mit Nachdruck vor der Misere in Burkina Faso. Betroffen von der Gewalt ist die gesamte Zivilbevölkerung; Beobachter stellen jedoch auch gezielte Übergriffe auf Christen fest, die etwas weniger als ein Viertel der Bevölkerung von Burkina Faso ausmachen.

Weitere Informationen: www.religionsfreiheit-weltweit.at

Unterstützen Sie bedrängte und verfolgte Christen in Burkina Faso

In den vergangenen Tagen sind im Norden Mosambiks mindestens vier Christen von Dschihadisten ermordet worden – die jüngste Welle von Angriffen im Rahmen eines Aufstands, der 2017 begann.

Obwohl der Aufstand in der Provinz Cabo Delgado seinen Anfang nahm, betrifft er inzwischen auch die südlich angrenzende Provinz Nampula, wo sich die jüngsten Gewalttaten ereignet haben. Besonders dramatisch ist die Lage im Distrikt Memba, in dessen Nähe Schwester Maria De Coppi im September 2022 den Märtyrertod erlitt, als ihre Missionsstation angegriffen wurde.

Nach Angaben von Bischof Alberto Vera von Nacala, in dessen Diözese Nampula liegt, wurden seit dem 10. November mehrere Siedlungen angegriffen und Hunderte Häuser in Brand gesteckt. Zudem gibt es Berichte über Entführungen von Menschen, darunter auch Frauen und Kinder, durch die Terroristen, die sich zum „Islamischen Staat“ bekennen. „Es war eine Woche des Terrors und großen Leidens. Eltern und ihre Kinder mussten an sichere Orte fliehen. Tausende Familien leiden und versuchen, vor den Terroristen zu fliehen. Die Situation ist sehr unübersichtlich, in manchen Orten wurden die meisten Häuser niedergebrannt, und Menschen wurden getötet“, sagte der Bischof in einer Botschaft an das Hilfswerk KIRCHE IN NOT.

Ein Kind in einem Flüchtlingslager im Bezirk Metuge © KIRCHE IN NOT

Terror in Memba: Christen ermordet, Dörfer zerstört, Tausende auf der Flucht

„Im gesamten Distrikt Memba herrscht Terror, ebenso im Norden und Osten des Distrikts Eráti. Memba ist jetzt eine verlassene Stadt“, erklärte er.

In mindestens einem der Dörfer „wurden vier Christen getötet. Einer von ihnen wurde enthauptet“, fügt der Bischof hinzu. Außerdem gebe es Berichte über mindestens zwei Kapellen, die von den Aufständischen zerstört worden seien.

Nach Schätzungen des UN-Amtes für die Koordinierung humanitärer Angelegenheiten (OCHA) sind rund 128.000 Menschen aus den betroffenen Regionen geflohen. Die Angst vor neuen Angriffen und die anhaltende Unsicherheit führen laut OCHA weiterhin zu neuen Fluchtbewegungen. Zudem weist das Amt auf einen Choleraausbruch hin, der ebenfalls Memba betrifft.

Bischof Alberto Vera, Bischof von Nacala in Mosambik

Terror, Angst, Verfolgung – bitte stehen Sie den Christen in Mosambik jetzt bei

Bischof Vera sagt: „Die Kirche unterstützt diejenigen, die sie erreichen kann. Am dringendsten brauchen wir Lebensmittel, Grundversorgung für die Bedürftigsten, insbesondere Frauen und Kinder, aber auch für unsere Priester. Bitte betet für uns, denn dies ist eine unbegreifliche und unerträgliche Situation. Wir bitten Gott, uns zu helfen und uns Frieden zu schenken, und wir bitten die mosambikanische Regierung, die Terroristen zu bekämpfen – nicht nur mit militärischen Mitteln, sondern auch durch Dialog und internationale Vermittlung.“

„Danke, und der Herr segne euch. Bitte betet inständig für uns, denn wir brauchen es dringend“, sagt Bischof Alberto Vera in seiner Botschaft an KIRCHE IN NOT.

Mosambik wurde im Bericht Religionsfreiheit weltweit 2025, der im Oktober veröffentlicht wurde, als Land der Verfolgung eingestuft. Die Lage in Cabo Delgado ist der Hauptgrund zur Sorge in dem Land mit etwas mehr als 32 Millionen Einwohnern.

KIRCHE IN NOT hat die Diözese Nampula durch verschiedene Projekte unterstützt, unter anderem durch Hilfe für Binnenvertriebene, psychosoziale Unterstützung für traumatisierte Gemeinschaften und die Anprangerung illegaler Landbesetzungen, von denen kirchliches Eigentum betroffen ist. Die Organisation arbeitet mit der katholischen Kirche zusammen, um den Gemeinden in Not sowohl geistliche als auch materielle Hilfe zukommen zu lassen.

Mit dem „Red Wednesday“ macht KIRCHE IN NOT auf das Schicksal von Millionen verfolgten, unterdrückten und bedrohten Christen weltweit aufmerksam. In vielen Ländern weltweit werden rund um diesen Tag hunderte berühmte Kathedralen, Kirchen, Klöster, Monumente und öffentliche Gebäude blutrot angestrahlt. Setzen Sie ein Zeichen und nehmen Sie teil!

Mehr Informationen finden Sie unter: www.red-wednesday.at

Termine und Veranstaltungen

Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie teilnehmen könnten. Herzliche Einladung:

KIRCHE IN NOT hat am Dienstag seinen Zweijahresbericht „Religionsfreiheit weltweit 2025“ vorgestellt, der einen globalen Überblick über den Stand dieses Grundrechts bietet. Die Studie warnt vor einer besorgniserregenden Verschlechterung: Zwei Drittel der Menschheit – mehr als 5,4 Milliarden Menschen – leben in Ländern ohne vollständige Religionsfreiheit.

Der Bericht analysiert die Lage in 196 Ländern und prangert in 62 davon schwere Verletzungen dieses Rechts an. Davon werden 24 als Länder mit „Verfolgung” und 38 als Länder mit „Diskriminierung” eingestuft.

„Das Recht auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit ist in vielen Ländern am Verschwinden“, warnte Regina Lynch, Geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT.

Autoritarismus, die größte globale Bedrohung

Der Bericht identifiziert den Autoritarismus als Hauptantriebskraft für religiöse Unterdrückung. In 19 der 24 Länder, die in der Kategorie „Verfolgung“, und in 33 der 38 Länder, die in der Kategorie „Diskriminierung“ aufgeführt sind, wenden die Regierungen systematische Strategien an, um das religiöse Leben zu kontrollieren oder zum Schweigen zu bringen.

In China, Iran, Eritrea und Nicaragua setzen die Behörden Massenüberwachungstechnologien, digitale Zensur, restriktive Gesetze und willkürliche Verhaftungen ein, um unabhängige Religionsgemeinschaften zu unterdrücken.

Ausgebrannte Kirche in Mosambik.

Der Vormarsch des Dschihadismus und des religiösen Nationalismus

Die Studie warnt davor, dass sich der islamistische Extremismus weiter ausbreitet, insbesondere in Afrika und Asien. In 15 Ländern ist er der Hauptgrund für Verfolgung, in weiteren 10 Ländern trägt er zur Diskriminierung bei. Die Sahelzone ist zum Drehpunkt dschihadistischer Gewalt geworden, wo islamistische Gruppen den Tod von hunderttausenden Menschen, die Vertreibung von Millionen und die Zerstörung hunderter christlicher Kirchen und Schulen verursacht haben.

Ethnisch-religiöser Nationalismus treibt währenddessen die Unterdrückung von Minderheiten in Asien voran. In Indien und Myanmar leiden christliche und muslimische Gemeinschaften unter Angriffen und rechtlicher Ausgrenzung. In Indien definiert der Bericht die Situation als „hybride Verfolgung”: eine Kombination aus diskriminierenden Gesetzen und Gewalt durch Zivilisten, die jedoch durch politische Reden angeheizt wird.

Vertreter unterschiedlicher Religionen aus Pakistan bei einem gemeinsamen Gebet (Archivbild).

Auch der Westen ist nicht immun

Die Verschlechterung der Religionsfreiheit betrifft auch Europa und Nordamerika. Im Jahr 2023 wurden in Frankreich fast 1000 Angriffe auf Kirchen, in Griechenland mehr als 600 Fälle von Vandalismus registriert. Ähnliche Spitzenwerte wurden in Spanien, Italien und den Vereinigten Staaten beobachtet, darunter Schändungen von Kultstätten, körperliche Übergriffe auf Geistliche und Störungen von Gottesdiensten.

Der Bericht dokumentiert auch einen dramatischen Anstieg antisemitischer und antimuslimischer Handlungen nach den Anschlägen vom 7. Oktober 2023 und dem Krieg im Gazastreifen. In Frankreich nahmen antisemitische Handlungen um 1000 % zu, während Hassverbrechen gegen Muslime um 29 % zunahmen.

Darüber hinaus ist das organisierte Verbrechen zu einem neuen Akteur der Verfolgung geworden. In Mexiko und Haiti ermorden oder entführen bewaffnete Gruppen religiöse Führer oder erpressen Pfarren, um ihre Kontrolle über bestimmte Gebiete durchzusetzen.

Symbole der Weltreligionen.

Unterzeichnen Sie unsere weltweite Petition für Religionsfreiheit

Jetzt mehr denn je muss die Religionsfreiheit weltweit verteidigt und geschützt werden. Daher haben wir eine weltweite Petition gestartet, um Regierungen und internationale Organisationen zum wirksamen Schutz des Rechts auf Gedanken-, Gewissens- und Religionsfreiheit aufzufordern. Setzen Sie ein Zeichen und unterzeichnen Sie unsere Petition: Gleich jetzt hier unterzeichnen!

Eine Zusammenfassung der wichtigsten Ergebnisse können Sie kostenlos auf unserer Webseite herunterladen: Jetzt kostenlos herunterladen

Der Vatikan sammelt die Geschichten von 1.624 Christen, die seit dem Jahr 2000 wegen ihres Glaubens ermordet wurden. In Rom wird eine ökumenische Gedenkfeier stattfinden – die Namen werden jedoch vorerst nicht veröffentlicht.

Eine vatikanische Kommission aus Historikern, Theologen und weiteren Fachleuten hat die Lebensgeschichten von mehr als 1.600 Männern und Frauen dokumentiert, die in den vergangenen 25 Jahren aufgrund ihres christlichen Glaubens getötet wurden. Unterstützt wurde sie dabei vom Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN), dessen Charisma eng mit dieser Aufgabe verbunden ist. Die nun vorgestellte umfassende Recherche knüpft an jene Arbeit an, die anlässlich des Heiligen Jahres 2000 auf Wunsch von Johannes Paul II. durchgeführt wurde.

Sri Lanka – Trauernde an der Gedenktafel der Opfer des Anschlags in Negombo 2019

Ihre Nächstenliebe stärkt verfolgte Christen –
jetzt Hoffnung schenken!

Ökumenische Feier in Rom am 14. September

Papst Leo XIV. hat Vertreter aller christlichen Konfessionen eingeladen, am Sonntag, dem 14. September, in der Basilika St. Paul vor den Mauern an einer ökumenischen Wortgottesdienstfeier teilzunehmen, um dieser „Zeugen des Glaubens” zu gedenken.

Die Kommission arbeitet seit Juli 2023, nachdem Papst Franziskus sie beauftragt hatte, die „Lebenszeugnisse bis hin zum Blutvergießen dieser unserer Schwestern und Brüder zu sammeln, damit das Gedenken an sie als von der christlichen Gemeinschaft gehüteter Schatz hervortreten kann”. Franziskus betonte ausdrücklich, dass die Forschung nicht auf Katholiken beschränkt sein dürfe, sondern „auf alle christlichen Konfessionen ausgedehnt werden“ müsse: „Wir sind ihnen allen zu großem Dank verpflichtet und dürfen sie nicht vergessen”.

Mehr Märtyrer als je zuvor

Der Vorsitzende der Kommission, Erzbischof Fabio Fabene, erinnerte bei der Vorstellung der Ergebnisse daran, dass „das Martyrium zu allen Zeiten der Kirche existierte, doch heute vielleicht mehr Menschen als je zuvor ihr Leben hingeben, um die Botschaft Christi nicht zu verleugnen“. Andrea Riccardi, Gründer der Gemeinschaft Sant’Egidio und stellvertretender Vorsitzender, erklärte, Ziel der Arbeit sei es, „ihre Erinnerung wachzuhalten, damit die Namen derer, die für den Glauben gestorben sind, nicht verloren gehen.“

Um die Daten zu vervollständigen, wandte sich die Kommission an Bischofskonferenzen, Ordensgemeinschaften und kirchliche Einrichtungen weltweit. Zudem wurden geprüfte Medienberichte herangezogen. Nach anderthalb Jahren intensiver Arbeit konnten 1.624 Fälle von Christen aller Konfessionen bestätigt werden, die zwischen 2000 und 2025 wegen ihres Glaubens getötet wurden: 643 in Subsahara-Afrika, 357 in Asien und Ozeanien, 304 in Amerika, 277 im Nahen Osten und in Nordafrika sowie 43 in Europa.

Riccardi betonte jedoch, dies sei „keine endgültige Zahl, da das Martyrium nie vollständig zu erfassen ist, vor allem nicht in entlegenen Regionen.”

Särge mit den Opfern des Angriffes auf eine Kirche in Burkina Faso.
Begräbnis nach einem Anschlag in Burkina Faso.

Regionale Unterschiede der Verfolgung

Die Umstände dieser Todesfälle unterscheiden sich je nach Region: „Viele der Glaubenszeugen in Amerika starben durch kriminelle Organisationen oder Drogenkartelle, andere, weil sie sich gegen Umweltzerstörung und Ausbeutung natürlicher Ressourcen wehrten. Die Präsenz von Christen als ehrliche Menschen, die das Gesetz und das Gemeinwohl respektieren, stört diejenigen, die kriminelle Aktivitäten ausüben wollen“, erklärt Riccardi. Die Zahl von 357 Getöteten in Asien und Ozeanien umfasse die 200 Menschen, die am Ostersonntag 2019 bei Bombenanschlägen auf katholische und protestantische Kirchen in Sri Lanka ums Leben kamen. Die Märtyrer in Afrika „wurden meistens von Dschihadisten oder wegen ihrer Rolle in ethnisch-politischen Konflikten getötet”.

Die Kommission entschied, vorerst keine vollständige Namensliste zu veröffentlichen, „bis die Zeit dafür reif ist“. Einige Beispiele wurden jedoch genannt: Die sieben anglikanischen Brüder der Melanesischen Bruderschaft, die 2003 vom Anführer einer Miliz gefoltert und getötet wurden, als sie versuchten, in einem lokalen Konflikt auf den Salomonen zu vermitteln; der irakische Priester Ragheed Ganni, der sich weigerte, seine Pfarre in Mossul zu schließen, und am 3. Juni 2007 von ISIS-Terroristen getötet wurde; der 10-jährige Abish Masih, der 2015 bei einem Bombenanschlag auf eine Kirche in Youhanabad, Pakistan, getötet wurde; die 21 koptischen Märtyrer, die im Februar 2015 an der libyschen Küste enthauptet wurden und von Papst Franziskus in das Römische Martyrologium aufgenommen wurden; die vier Missionarinnen der Nächstenliebe, die in ihrem Kloster in Aden, Jemen, bei einem Anschlag auf das von ihnen betreute Altenheim von maskierten Männern getötet wurden; und Paul McAuley, ein Missionar der La Salle-Brüder im peruanischen Amazonasgebiet, der sich aktiv für den Schutz der indigenen Bevölkerung und der Umwelt einsetzte und 2019 in der Schule, in der er unterrichtete, tot und verbrannt aufgefunden wurde.

Gedenktafel von Märtyrern in Pakistan.

“Die Kirche ist bis heute eine Kirche der Märtyrer”

Riccardi resümierte: „Die Arbeit dieser Kommission und die ökumenische Feier am 14. September zeigen, dass die Kirche bis heute eine Kirche der Märtyrer ist und dass diese uns viel zu lehren haben. Wir sind Zeitgenossen dieser Menschen, denen wir in unserem Leben begegnen und die wir persönlich hätten kennenlernen können.“ Im Rahmen des Jubiläums der Hoffnung seien sie „Zeugen eines Gottes, der auch unter widrigen Umständen treu bleibt. Für die Kirche ist das Gedenken nicht bloß Trauer, sondern auch Hoffnung für die Zukunft.”

Regina Lynch, geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT, unterstrich: „Diese Ergebnisse spiegeln die Erfahrungen unserer Arbeit vor Ort wider, wo wir Gemeinschaften helfen, die ständig existenziellen Bedrohungen ausgesetzt sind. KIRCHE IN NOT ist sehr stolz darauf, diesen Christen zur Seite zu stehen und sie zu unterstützen, aber vor allem sind wir dankbar, von ihrem Zeugnis lernen zu dürfen, das unseren Glauben und den unserer Wohltäter jeden Tag stärkt.”

Als Papst Franziskus die Kommission im Jahr 2023 ins Leben rief, erklärte er: „Auch in unserer gegenwärtigen Zeit, in der wir einen Epochenwandel erleben, zeigen die Christen die Vitalität der uns einenden Taufe, und sie tun das auch in Lebensumfeldern, wo dies mit einem hohen Risiko verbunden ist. Denn nicht wenige sind es, die ihren Glauben bezeugen oder an der sonntäglichen Eucharistiefeier teilnehmen, obwohl sie sich der Gefahren bewusst sind, in die sie sich begeben. Andere werden getötet, während sie sich bemühen, in der Nächstenliebe das Leben der Armen zu unterstützen, und sich derer annehmen, die von der Gesellschaft ausgegrenzt werden, oder die Gabe des Friedens und die Kraft der Versöhnung bewahren und fördern. Andere wiederum sind als Einzelne oder als Gruppe stille Opfer historischer Umbrüche.”

Die ökumenische Gedenkfeier, zu der die geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT, Regina Lynch, eingeladen wurde, fällt mit dem liturgischen Fest der Kreuzerhöhung der katholischen Kirche zusammen.

Um bedrängten und verfolgten Christen weiterhin helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Christenverfolgung

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