Morde an zwei Jesuiten erschüttern Mexiko
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Morde an zwei Jesuiten erschüttern Mexiko

Morde an zwei Jesuiten erschüttern Mexiko

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22.06.2022 aktuelles

Papst Franziskus hat den Mord an zwei Jesuiten und einem weiteren Mann in Mexiko scharf verurteilt. Er wolle seine „Trauer und Abscheu“ darüber zum Ausdruck bringen, sagte Franziskus am Ende der Generalaudienz am Mittwoch im Vatikan. Dem Orden, dem er selbst angehört, sei er mit Zuneigung und Gebeten nahe. Zugleich betonte er, dass Gewalt keine Probleme löse.

Die beiden Jesuiten Javier Campos Morales (79) und Joaquín Cesar Mora Salazar (81) waren am Montag im nordmexikanischen Bundesstaat Chihuahua erschossen worden. Sie sollen einem Mann, der vor Bewaffneten floh, Schutz in ihrer Kirche geboten haben. Dabei handelte es sich offenbar um einen lokalen Touristenführer, der kurz zuvor entführt worden war. Unbekannte eröffneten in der Folge das Feuer auf den Mann und die beiden Geistlichen. Ein Tatverdächtiger soll aus Auftragsmörderkreisen stammen, die einer Gruppe angehört, die für das Sinaloa-Drogenkartell arbeitet. Die genauen Hintergründe sind noch unklar.

Laut mexikanischen Jesuiten wurden die Leichen der Priester von den Tätern mitgenommen. Der Orden fordert deren Herausgabe sowie Schutz für die Gemeinde. Im ganzen Land finden Gottesdienste statt, die an die Opfer des Überfalls erinnern. Nicht nur die Mexikanische Bischofskonferenz ist erschüttert. Dass nun selbst Geistliche in einer Kirche niedergeschossen werden, offenbart, wie sehr ganz Mexiko unter der anhaltenden Gewalt im Land leidet.

84 Morde pro Tag

Der Vorfall hat auch eine politische Dimension, denn Mexikos amtierender linkspopulistischer Präsident Andres Manuel Lopez Obrador hatte die Sicherheitslage zu einem zentralen Thema seiner Präsidentschaft gemacht. Erst am Montag hatte das Portal „CNN en Espanol“ berichtet, es seien zwischen Jänner und Mai bereits mehr als 12.700 gewaltsame Todesfälle registriert worden. Das entspricht einem Durchschnitt von derzeit 84 Morden pro Tag. Dabei konzentriere sich die Mehrzahl der Taten auf sechs besonders gewalttätige mexikanische Bundesstaaten. Acht der gefährlichsten 50 Städte der Welt befinden sich in Mexiko. Kritiker werfen Lopez Obrador vor, seine Strategie der „Umarmung statt Schüsse“ gegenüber den Drogenkartellen habe keinen Erfolg gebracht. (Quelle: Kathpress/Jesuiten)

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