Christian Klyma, Autor bei KIRCHE IN NOT Österreich - Seite 12 von 49
Spenden
Österreichisches Spendegütesiegel Ihre Spende ist steuerlich absetzbar!

Die Christus-König-Pfarre von Damanpur liegt im ostindischen Bundesstaat Westbengalen. Die Pfarre ist sehr aktiv, insbesondere in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen. Es gibt eine Sonntagsschule für die verschiedenen Altersstufen und zahlreiche Gruppen. Besonders gefördert wird die Liebe zur Eucharistische Anbetung und die Verehrung der Heiligen Jungfrau. Es gibt viele Ministranten. Die Liturgien werden mit Gesang, der einen wichtigen Bestandteil der Kultur der Santal bildet, und traditionellen Musikinstrumenten liebevoll gestaltet. Die Frauen organisieren sich, um gemeinsam zu beten, die Bibel zu lesen, die Kranken zu besuchen und denen zu helfen, die Probleme haben, und auch die Männer nehmen aktiv am Leben der Kirche teil und stellen sich in den Dienst der Gemeinde.

Eine der Außenstationen der Pfarre ist das Dorf Sambalpur. Die meisten Gläubigen gehören zum Volksstamm der Santal. Sie sind sehr arm, und das Gebiet ist abgelegen. Ursprünglich waren die Menschen Jäger und Sammler. Heute leben die meisten von ihnen von der Landwirtschaft. Manche pflegen aber auch das traditionelle Holzschnitzerhandwerk.

Die Priester, die regelmäßig das Dorf besuchten, feierten die Heilige Messe lange Jahre im Freien, da es keine Kapelle gab. Zwar hatte ein älterer Mann der Kirche schon vor einem Jahrzehnt ein Grundstück für den Bau einer Kirche geschenkt, aber da die Gemeinde sehr arm ist, ließ sich dieses Vorhaben nicht verwirklichen.

„Im Namen aller, die bei der Einweihung der Kirche in Sambalpur zugegen waren, und der Gläubigen der Diözese Jalpaiguri danke ich Ihnen dafür, dass Sie uns großzügig diese Kirche geschenkt haben. Wir sind so glücklich über Ihre Unterstützung.”

Als die Gläubigen sich 2019 noch einmal mit diesem Wunsch an den Pfarrer wandten, konnte dieser ihnen nur die beschädigten Blechplatten anbieten, die durch einen schweren Sturm von Dach der Grundschule weggerissen wurden. Die Gläubigen waren glücklich, kauften mit ihren eigenen bescheidenen Mitteln noch weitere Blechplatten und errichteten eine provisorische Kapelle. Diese war aber zu klein, um die Gläubigen zu fassen. Bischof Clement Tirkey von Jalpaiguri legte uns daher die Bitte ans Herz, die Gemeinde beim Bau eines „richtigen“ Gotteshauses zu unterstützen. Unsere Wohltäter ließen sich davon berühren und spendeten 24.000 Euro.

Die Gläubigen und die Priester waren überglücklich, als das Gotteshaus am 30. Oktober 2023 endlich feierlich eingeweiht wurde. Der Bischof, viele Priester und unzählige Gläubige nahmen an der Feier teil. Mit Gesängen und traditionellen Tänzen zog die große Prozession zu der kleinen Kirche, wo nun zum ersten Mal die Heilige Messe gefeiert wurde.

„Im Namen aller, die bei der Einweihung der Kirche in Sambalpur zugegen waren, und der Gläubigen der Diözese Jalpaiguri danke ich Ihnen dafür, dass Sie uns großzügig diese Kirche geschenkt haben. Wir sind so glücklich über Ihre Unterstützung“, schreibt uns Pater Marcel Fernandez, der Bischofsvikar der Diözese. Er geht davon aus, dass die Kirche, die dem heiligen Josef geweiht ist, der in vielfältigen schweren Anliegen angerufen wird, bald auch Pilger aus anderen Teilen der Diözese anziehen werde.

Allen, die zum Bau dieses Gotteshauses beigetragen haben, ein herzliches Vergelt’s Gott!

„Niemand glaubt an die Gefängnispastoral. Die Menschen denken, darum müsse man sich nicht kümmern. Aber die Bibel sagt mir, dass die Barmherzigkeit Gottes auch für die verstocktesten Sünder da ist.“ Maria Christina Santacruz spricht das wie ein trotziges Bekenntnis aus. Sie koordiniert die Seelsorge in Gefängnissen auf dem Gebiet der Erzdiözese Guayaquil im Westen von Ecuador.

Es gibt eine ganze Menge zu tun: Fünf Gefängnisse sind zu betreuen, darin sind über 12 000 Menschen inhaftiert – Tendenz steigend. Denn Ecuador, das einst als eines der sichersten Länder Lateinamerikas galt, versinkt in Bandenkrieg und Chaos. Die Mordrate stieg staatlichen Angaben zufolge im vergangenen Jahr um fast 70 Prozent.

Bereits zum zweiten Mal hat der seit November 2023 amtierende Präsident Daniel Noboa den Ausnahmezustand ausgerufen. Das Militär liefert sich Gefechte mit dem Organisierten Verbrechen. Doch das hat auch zahlreiche Schlüsselstellen in den Behörden infiltriert. Die Lage ist unübersichtlich, die Gefängnisse dementsprechend überfüllt. Teilweise brachen auch dort Revolten aus, die erst nach Wochen unter Kontrolle gebracht werden konnten.

„Die Herausforderung für uns besteht darin, die am wenigsten Geliebten, die Unbedeutenden und die Verachteten zu lieben und sich für sie einzusetzen“, betont Maria Christina Santacruz. Viele der Inhaftierten sind zwischen 15 und 27 Jahren alt. Manche werden in den Gefängnissen für eine weitere kriminelle Karriere rekrutiert. Sie brauchen Umkehr und neue Perspektiven.

Gottesdienst mit Gefangenen.

Die Verachteten lieben

Dafür setzt sich ein Team von gut 100 Personen ein, die in der Gefängnisseelsorge tätig sind. KIRCHE IN NOT unterstützt ihre Ausbildung und fachliche Begleitung. Außerdem fördert das Hilfswerk den Bau und den Unterhalt von Gefängniskapellen.

Eine der ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen ist Aleida Mejia. Ob sie denn keine Angst habe, mit Schwerkriminellen zu arbeiten? Doch, bekennt sie, und ihrer Familie falle es jedes Mal schwer, sie in den Dienst gehen zu lassen. Aber dennoch ist sie überzeugt: „Genau hier will Jesus uns haben. Er ruft uns auf, alle seine Kinder zu lieben.“

Mejia und ihre Kollegen besuchen die Gefangenen, sie feiern regelmäßige Gottesdienste, sie halten Kontakt zu den Angehörigen. Essenziell sind auch Kurse, die auf ein Leben nach dem Gefängnis vorbereiten und über Perspektiven jenseits der Kriminalität informieren. Sie sind gut besucht, Erfolge sind sichtbar, wie Mejia betont: „Viele haben nach dem Gefängnis Familien gegründet und gehen ehrlicher Arbeit nach. Wir haben hier auch tiefe Bekehrungen erlebt. Jesus befreit diese belasteten Seelen.“

Kommunionspendung bei einem Gefängnisgottesdienst.

Kurse für ein Leben nach dem Gefängnis

Der Bedarf nach Gefängnisseelsorge ist enorm, deshalb sucht das Team händeringend neue Mitarbeiter. „Diese Mission ist so wichtig. Wir tragen das Wort Gottes weiter und verkünden, dass es einen Gott gibt, der uns liebt und uns befreit“, erklärt Aleida Mejia. Dennoch sei die Lage äußerst angespannt. Bei den Besuchen in den Gefängnissen erlebe sie viel Skepsis bis hin zu offener Ablehnung von Seiten des Personals.

Auch außerhalb der Gefängnismauern erachteten viele Menschen diese Tätigkeit als nutzlos. „Aber es lohnt sich; ich erlebe es täglich“, betont Maria Christina Santacruz. Sie sei dankbar, dass Gott sie zur Seelsorge an den Gefangenen berufen habe; ihr tägliches Gebet laute: „Hier bin ich, Herr, um deinen Willen zu tun und die Gefangenen zu trösten und in die Freiheit zu führen, wie du mich befreit hast.“

Schulung für Inhaftierte.
Bitte unterstützen Sie Sie die Gefängnisseelsorge in Ecuador mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Ecuador

KIRCHE IN NOT (ACN) hat im Jahr 2023 Spenden in Höhe von 143,7 Millionen Euro gesammelt. Im Vorjahr waren es rund 146 Millionen Euro. Die Spenden stammen ausschließlich von rund 360 000 privaten Wohltätern weltweit.

„Dass so viele Österreicherinnen und Österreicher gerne mit den Menschen teilen, die wenig haben und in Not sind, ist ein Zeichen der Hoffnung“, erklärt Herbert Rechberger, Geschäftsführer von KIRCHE IN NOT – Österreich. „Wir sind dankbar, dass wir trotz allgemeiner Preissteigerung unser Spendenniveau weitgehend halten konnten. Denn durch unsere Projekte können wir konkret, schnell und unbürokratisch die Kirche vor allem in Kriegs- und Krisenländern unterstützen.“

Ordensleute aus der Ukraine danken für die Hilfe durch KIRCHE IN NOT. Im vergangenen Jahr hat unser Hilfswerk in der Ukraine Projekte mit 7,5 Millionen Euro gefördert.

5573 Projekte in 138 Ländern

Dank der Spendeneinnahmen konnte KIRCHE IN NOT 5573 Projekte in 138 Ländern unterstützen. An der Spitze lag wie im Vorjahr die Ukraine; es flossen rund 7,5 Millionen Euro dorthin.

Schaut man auf die Weltregionen, so steht Afrika wiederholt an erster Stelle der Hilfen von „Kirche in Not“. Dorthin gingen fast ein Drittel der Projektausgaben. Auf dem Kontinent lebt fast jeder fünfte Katholik, jeder achte Priester, jede siebte Ordensfrau und ein Drittel der Priesterseminaristen weltweit. Schwerpunktländer in Afrika waren die Demokratische Republik Kongo, Nigeria und Burkina Faso. Über 19 Prozent der Hilfen gingen in den Nahen Osten, mehr als 17 Prozent nach Asien und Ozeanien sowie über 15 Prozent nach Lateinamerika.

Im August 2023 hat eine Menschenmasse Kirchen und Wohnungen von Christen in Jaranwala (Pakistan) zerstört. KIRCHE IN NOT ermöglichte Hilfe für betroffene Familien, die alles verloren hatten. Es konnten ihnen zum Beispiel Kleidung und Bettwäsche überreicht werden. Für über 200 Kinder gab es Materialien für die Schule.

11 Prozent der Spenden flossen in Nothilfen

Größter Posten der Hilfsprojekte waren die Bauhilfen, vor allem der Wiederaufbau und die Renovierung von Kirchen, Klöstern und Gemeindezentren. Es folgen Transportprojekte, also der Kauf von Autos, Motor- und Fahrrädern, Bussen und Booten, damit kirchliche Mitarbeiter auf oft schwer zugänglichen Straßen zu den ihnen anvertrauten Menschen gelangen können. 11 Prozent der Spendengelder flossen in Nothilfen. Diese gingen in so viele Länder wie nie zuvor, zum Beispiel in das Heilige Land. Dort leidet auch die christliche Minderheit unter den Auswirkungen von Terror und Krieg.

Statistisch gesehen erhielt 2023 jeder zehnte Priesterseminarist weltweit Unterstützung von KIRCHE IN NOT, und ebenfalls jeder zehnte Priester wurde durch Messstipendien unterstützt. Insgesamt konnten fast zwei Millionen Messstipendien weitergegeben werden.

Die Bischöfe von Panama, Kolumbien und Costa Rica haben sich darauf verständigt, die Seelsorge und humanitäre Betreuung von Flüchtlingen im Darién-Dschungel zu verstärken. Das betonte Erzbischof José Domingo Ulloa Mendieta aus Panama-Stadt bei einem Besuch in der internationalen Zentrale KIRCHE IN NOT in Königstein.

Der Darién-Dschungel (auch „Darién Gap“) ist ein Urwaldgebiet an der Grenze zwischen Kolumbien und Panama. Jährlich durchqueren hunderttausende Menschen das unwegsame Gelände Richtung Norden, um vorrangig in die Vereinigten Staaten zu gelangen. Der direkte Weg durch unwegsames Gelände ist circa 100 Kilometer lang.

„In Anbetracht der zunehmenden humanitären Krise, der Todesgefahren und der extremen Verwundbarkeit, der die Migranten ausgesetzt sind, möchten wir unsere Stimme erheben“, sagte der Erzbischof. Die Darién Gap gilt als eine der gefährlichsten Fluchtrouten Lateinamerikas, wird aber immer mehr genutzt: Beobachter schätzen, dass dieses Jahr die Millionen-Marke erreicht werden könnte.

Ulloa berichtete von einem Besuch in der Region zusammen mit Bischofskollegen aus den Grenzregionen: „Es brach uns das Herz, die Gesichter der Migranten zu sehen. Ungefähr 40 Prozent der Menschen, die den Dschungel durchqueren, sind weiblich. Dazu kommen viele Kinder.“ Die Zahl der Toten entlang der Fluchtroute kenne niemand, da viele verunglückte Menschen nicht geborgen werden könnten.

Erzbischof José Domingo Ulloa Mendieta aus Panama-Stadt bei einem Besuch im Darién-Dschungel im Frühjahr 2024.

Zahl der Toten kennt niemand

Neben Tropenkrankheiten und Wildtieren stellen bewaffnete Gruppen und Menschenhändler eine große Gefahr dar, die „aus der Verzweiflung der Menschen ein Geschäft machen“, prangerte der Erzbischof an.

Viele Menschenhändler erklärten in den sozialen Medien, die Durchquerung des Darién-Dschungels sei problemlos möglich. Dadurch wollen sie weitere Migranten anlocken. Die Bischöfe der Region haben sich nun zu einer eigenen Social-Media-Kampagne entschlossen, um über die Gefahren aufzuklären und auf Hilfsmöglichkeiten hinzuweisen.

Darüber hinaus wolle die Kirche auf der Fluchtroute präsent sein, „indem wir zum Beispiel Kliniken für Kinder oder für Frauen einrichten, die missbraucht wurden und eine besondere Traumabehandlung benötigen“, erklärte Ulloa. „Wir brauchen Orte, an denen Priester oder Ordensfrauen den Menschen Trost spenden können.“

Erzbischof José Domingo Ulloa Mendieta aus Panama-Stadt im Gespräch mit Migrantinnen.

Hilfen für missbrauchte Frauen und Kinder

Der Erzbischof gab zu, dass einerseits die dramatische wirtschaftliche Situation der Auswanderer nachvollziehbar, andererseits wegen der Gefahren und der weiteren Probleme in den Zielländern die Sehnsucht nach Auswanderung oft schwer zu verstehen sei, „aber wir müssen uns in die Lage der Migranten versetzen. Wir müssen die Menschen sensibilisieren, sie nicht als Bedrohung zu sehen, sondern sie zu integrieren.“

Hilfreich könnte dabei sein, dass zahlreiche Migranten in ihren Heimatländern in Pfarrgemeinden und als Katecheten aktiv gewesen seien. Darin liege eine Chance für die Aufnahmeländer, um vom spirituellen wie organisatorischen Know-how der Einwanderer zu profitieren.

Bitte um Unterstützung für karitative Arbeit

Erzbischof Ulloa bat um Unterstützung für die pastorale und karitative Sorge um die Migranten im Darién-Dschungel: „Ich wünsche mir, dass die Menschen spüren, dass die Kirche eine Mutter ist, die ihre Wunden heilen will.“

Bitte unterstützen Sie den Einsatz der Kirche in Panama und die Arbeit mit Migranten mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Panama

Die Caritas Ukraine möchte ein schönes Gelände in der Region Volyn erwerben, um dort ein integratives Camp für Kinder und Jugendliche zu errichten, die von den verheerenden Folgen des Krieges in der Ukraine betroffen sind. Um dieses Projekt verwirklichen zu können, hat die Caritas Ukraine KIRCHE IN NOT um Hilfe gebeten.

Hintergrund:

Der Krieg hat das Leben in der Ukraine tiefgreifend verändert. Besonders Kinder leiden unter den Auswirkungen: Armut, Verlust von Stabilität und Sicherheit, der Verlust von Freunden und Familie. Laut UNICEF leben inzwischen eine halbe Million Kinder mehr in Armut als noch vor wenigen Jahren. Diese Kinder brauchen dringend einen Ort der Geborgenheit und Hoffnung.

Dieser Ort soll ein Rückzugsort sein, an dem Kinder und Jugendliche emotionalen und spirituellen Beistand erhalten.

Vision und Planung:

Die Caritas Ukraine plant einen Ort zu schaffen, der nicht nur ein physisches Refugium bietet, sondern auch emotionalen und spirituellen Beistand. Durch Sommercamps und Wochenendaktivitäten möchte sie den Kindern und Jugendlichen helfen, ihre seelischen Wunden zu heilen. Professionelle Betreuung und enge Zusammenarbeit mit staatlichen Behörden sollen dies ermöglichen.

Das geplante Zentrum:

In Dolsk, im Herzen der wunderschönen Polissia-Wälder, wurde das perfekte Gelände gefunden. Ein großzügiges Haus mit Blick auf einen See wartet darauf mit Leben und Lachen erfüllt zu werden. Die Räume bieten Platz für 1300 bis 1600 Kinder und Jugendliche pro Jahr, 60% von ihnen aus besonders schutzbedürftigen Gruppen. Im Sommer werden hier christliche Camps stattfinden, im Winter Schulungen und spirituelle Exerzitien.

Das helle Gebäude mit Blick auf einen malerischen See wartet darauf mit Leben und Lachen erfüllt zu werden.

Ausstattung und Lage:

Das zweistöckige Gebäude umfasst helle, geräumige Zimmer, einen großen Speisesaal, Sportplätze, Spielplätze und vieles mehr. Es liegt an einem 22 Hektar großen See und ist umgeben von der idyllischen Natur der Region. Der Keller kann im Notfall als Luftschutzbunker genutzt werden. Für eine ganzjährige Nutzung sind Wärmepumpen und eine bessere Dämmung geplant.

Nachhaltigkeit:

Das Lubomir Huzar Integrations- und Gesundheitszentrum wird sich selbst tragen. Finanziert wird es durch staatliche Unterstützung für benachteiligte Kinder, Projekte und Wohltäter sowie Einnahmen aus Exerzitien, Schulungen und Seminaren.

Im Sommer werden hier christliche Camps stattfinden, im Winter Schulungen und spirituelle Exerzitien.

Ein Ort der Hoffnung:

Ziel ist es, diesen Kindern und Jugendlichen nicht nur eine sichere Umgebung zu bieten, sondern auch Hoffnung, Freude und die Möglichkeit, ihre seelischen Wunden zu heilen. Mit Ihrer Unterstützung können wir diesen Traum verwirklichen und einen Ort der Geborgenheit und des Neuanfangs schaffen.

Dieses Projekt wurde von der ERSTE Stiftung unterstützt.

Im Sommer werden hier christliche Camps stattfinden, im Winter Schulungen und spirituelle Exerzitien.

14 Monate nach Beginn des Bürgerkriegs im Sudan spitzt sich die humanitäre Krise weiter zu. Dazu trägt auch eine aktuelle Hitzewelle mit Temperaturen von bis zu 45 Grad bei. „Wir haben kaum noch Treibstoff, um einen Stromgenerator oder eine Wasserpumpe zu betreiben“, teilte Salesianerpater Jacob Thelekkadan KIRCHE IN NOT mit. Um die extremen Temperaturen zu überleben, griffen die Menschen auf „rudimentäre Techniken“ wie nasse Handtücher oder dergleichen zurück.

Pater Jacob, der regelmäßig in Kontakt mit KIRCHE IN NOT steht, hält sich in dem von Salesianerinnen geleiteten Zentrum „Dar Mariam“ (Haus Mariens) nahe der Hauptstadt Khartum auf. Dort hatten nach Ausbruch der Kämpfe Mitte April 2023 zunächst 300 Menschen verschiedener Religionszugehörigkeit Zuflucht gefunden, heute leben dort noch etwa 80 Personen.

Sie werden von den Salesianerinnen seelsorgerisch betreut und erhalten Lebensmittel. Aber auch das wird zunehmend schwieriger, wie Pater Jacob erklärt: „Unsere Mahlzeiten bestehen aus Linsenbrei oder Reis. Eier, Fleisch oder Gemüse gibt es nicht mehr.“ Alle Bewohner in „Dar Mariam“ seien „unterernährt und schwach“, besonders die Kinder.

Der Alltag sei „von massiven Vertreibungen, schwerem Verlust von Menschenleben, unvorstellbaren Zerstörungen sowie körperlichen und seelischen Traumata“ geprägt, führte der Salesianer aus. Nur ein paar Mutige verließen das Haus, um Brennholz zum Kochen zu sammeln. Die Gefahr durch Heckenschützen sei sehr hoch. „Neben all dem Leid hat unsere kleine Gemeinschaft das Gefühl, dass der Rest der Welt diesen Konflikt und den Schmerz, den er verursacht, vergessen hat“, beklagte Pater Jacob.

An Trinkwasser zu kommen, ist in Hitzeperioden ein großes Problem.

Gefahr durch Heckenschützen

Auch „Dar Mariam“ geriet bereits dreimal in die Kampfzone: Im November 2023 zerstörte eine Rakete den ersten Stock des Hauses. „Dabei wurden eine Ordensschwester, ein ehrenamtlicher Lehrer sowie eine Mutter mit drei Kindern verletzt. Glücklicherweise wurde niemand getötet“, berichtete der Salesianer.

Anfang Jänner dieses Jahres habe eine weitere Raketenexplosion ein Feuer entfacht, das ein gesamtes Stockwerk vernichtete. Auch hier sei es den Bewohnern gelungen, sich rechtzeitig in Sicherheit zu bringen. Im Dezember 2023 habe eine geplante Evakuierung abgebrochen werden müssen, da der vereinbarte Waffenstillstand nicht eingehalten worden sei. Seither müssen die Menschen weiter in „Dar Mariam“ ausharren.

Lebensmittelausgabe für Flüchtlinge in „Dar Mariam“ (Foto: Pater Jacob Thelekkadan).

Bewohner konnten nicht evakuiert werden

In Khartum habe es vor dem Krieg 13 Pfarren gegeben, davon würden jetzt nur noch in zwei regelmäßige Gottesdienste stattfinden. „,Dar Mariam‘ ist einer dieser Orte. So herrscht hier trotz vieler Leiden eine Atmosphäre der Gelassenheit“, betonte Pater Jacob.

Seit April 2023 liefern sich im Sudan die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo einen blutigen Machtkampf. Ein Großteil der Kämpfe findet in dicht besiedelten Vierteln der Hauptstadt Khartum statt.

Bei den Kämpfen wurden zehntausende Menschen getötet – manche Schätzungen gehen nach Angaben der Vereinten Nationen zufolge von bis zu 150 000 Toten aus. Zehn Millionen Sudanesen leben laut UNO als Binnenflüchtlinge, 18 Millionen haben nicht genug zu essen.

Unterstützen Sie notleidende Christen im Sudan mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Sudan

Am 2. Juni fanden in Mexiko Präsidentschafts- und Parlamentswahlen statt. Im Wahlkampf wurden lokalen Berichten zufolge mehr als 45 Politiker angegriffen, und über 30 Kandidaten ermordet. Das Land versinkt immer mehr im Bandenkrieg. Das betrifft auch die katholische Kirche.

Das weltweite katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN), das auch in Mexiko ein eigenes Büro hat, steht in Kontakt mit dem Priester José Filiberto Velázquez Florencio, den sie hier Pfarrer Fili nennen. Er leitet ein Zentrum für Opfer der Bandengewalt in der Diözese Chilpancingo-Chilapa. Sie liegt im Bundesstaat Guerrero im Süden Mexikos, die als Hauptschauplatz von Bandenkrieg und Gewalt gilt. Über 16 verschiedene kriminelle Gruppen kämpfen um Macht und die Kontrolle von Menschen- und Drogenhandel.

„Ich fühle mich hier wie ein Kriegsseelsorger“, sagt Pfarrer Fili. Im Jahr 2022 hatte ihn ein Gemeindepfarrer um Hilfe gebeten, in dessen Kirche über 500 Gläubige Zuflucht vor der Bandengewalt suchten. Pfarrer Fili begann, humanitäre Hilfe für sie auf die Beine zu stellen und ihre Berichte über die erlebte Gewalt zu dokumentieren, um so die Täter ausfindig zu machen.

Pfarrer José Filiberto Velázquez Florencio, Seelsorger im mexikanischen Bundesstaat Guerrero.

Zwei Mordanschläge überlebt

Die Reaktionen ließen nicht lange auf sich warten, sie sind für die katholische Kirche in Mexiko an der Tagesordnung: Drohungen, Erpressungen, Mordanschläge. Der Priester hat bereits zwei solcher Anschläge überlebt. Auf dem Weg zu einem Gottesdienst wurde er verschleppt und sollte hingerichtet werden.

Stundenlang musste er auf Knien ausharren, während die Gemeindemitglieder um sein Leben verhandelten. Im Oktober vergangenen Jahres wurde er in seinem Auto beschossen: Ein Projektil traf einen Reifen, der andere den Beifahrersitz – zum Glück war der leer. „Normalerweise habe ich keine Angst, aber manchmal überkommt sie mich doch“, erzählt Pfarrer Filiberto. „Ich weine oft, aber mich tröstet das Wissen, dass ich nicht allein bin und Gott für mich sorgt.“ In den vergangenen 18 Jahren wurden in Mexiko 40 Priester ermordet, so viele wie in keinem anderen Land Lateinamerikas.

Pfarrer Fili verteilt Hilfsgüter an Familien, die von den Bandenkriegen betroffen sind.

Schikane trotz erfolgreicher Dialogbemühungen

Dennoch suchen Pfarrer Fili und seine Mitstreiter den Dialog mit den bewaffneten Gruppen, um mäßigend auf sie einzuwirken: „Wenn sie sich öffnen, gibt mir das die Gelegenheit, zu ihrem Herzen und ihrem Gewissen zu sprechen.“ So war es auch bei einem der schwersten Zusammenstöße zwischen kriminellen Gruppen und Militär im Januar und Februar dieses Jahres. Wochenlang legten die Kämpfe weite Regionen des Bundesstaats Guerrero lahm. „Es gab keinen Schulunterricht mehr, die Kranken konnten nicht mehr ins Krankenhaus gebracht werden. Dann begann die Kirche, mit den Anführern zu reden, und der Konflikt konnte gelöst werden“, berichtet Pfarrer Filiberto. Dennoch seien Kirchenvertreter von Behördenseite schikaniert und in Verbindung mit dem kriminellen Verbrechen gebracht worden.

Doch das ficht Pfarrer Fili nicht an. Er wird, wie die Kirche in Mexiko insgesamt, weiter für Gewaltopfer da sein und den Dialog suchen: „Die Kirche ist kein Club von Heiligen. Idem wir auf die Mitglieder des organisierten Verbrechens zugehen, zeigen wir lediglich, was die Kirche ausmacht: Barmherzigkeit.“

Rund 100 Millionen Wahlberechtigte in Mexiko waren am 2. Juni aufgerufen, neben dem Präsidentenamt auch den Kongress, die Regierungen von neun Bundesstaaten sowie mehr als 20 000 öffentliche Ämter zu bestimmen. Der bisherige Präsident Andrés Manuel López Obrador von der linkspopulistischen Regierungsallianz Morena darf nicht erneut antreten. Um seine Nachfolge bewerben sich für Morena die ehemalige Bürgermeisterin von Mexiko-Stadt, Claudia Sheinbaum, sowie aufseiten des oppositionellen Rechtsbündnisses die indigene Politikerin Xóchitl Gálvez.

Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Kirche in Mexiko und ihren Einsatz für Gewaltopfer mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Mexiko

KIRCHE IN NOT nimmt an der Langen Nacht der Kirchen teil. In der Krypta der Schottenkirche dreht sich alles um unsere Kinderbibel, die mittlerweile zu einem “Weltbestseller” geworden ist. Wir präsentieren dazu die Ausstellung “Unsere Kinderbibel erobert die Welt”. Es gibt ein Gewinnspiel und alle Produkte rund um unsere Kinderbibel zu sehen. Die Lange Nacht der Kirchen findet am Freitag, den 7.6.2024 von 18 – 23 Uhr statt.

Unsere Kinderbibel “Gott spricht zu seinen Kindern” ist ein heimlicher Weltbestseller. Seit 45 Jahren hilft sie bei der Verbreitung des Glaubens. Über 51 Millionen Exemplare in mehr als 190 Sprachen wurden seither weltweit verteilt. In vielen Sprachen ist die Kinderbibel sogar das einzige veröffentlichte Buch. Damit leistet die Kinderbibel einen elementaren Beitrag zur Alphabetisierung und Erhaltung von seltenen Sprachen. Diese Kinderbibel ist zu einem wahrhaftigen Begleiter von Millionen von Kindern geworden und ist Ausdruck einer beispiellosen Solidarität mit den notleidenden Christen weltweit.

Mehr über die Erfolgsgeschichte unserer Kinderbibel erfahren Sie im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen in der Krypta der Schottenkirche auf der Freyung. Besuchen Sie uns und entdecken Sie unsere Kinderbibel.

Kinder im Südsudan mit unserer Kinderbibel.

Die Kinderbibel des weltweiten katholischen Hilfswerks KIRCHE IN NOT (ACN) feiert Jubiläum: 1979, also vor 45 Jahren, wurde sie unter dem Titel „Gott spricht zu seinen Kindern“ auf der Vollversammlung der lateinamerikanischen Bischofskonferenz in Puebla erstmals vorgestellt. Anlass war das damals begangene „Internationale Jahr des Kindes“. Seither wurde die Kinderbibel in 194 Sprachen übersetzt und mehr als 51 Millionen Mal verteilt. Damit ist sie eines der längsten und erfolgreichsten Projekte von KIRCHE IN NOT. Die Kinderbibel enthält eine Auswahl biblischer Texte in vereinfachter Sprache; sie ist zudem illustriert.

Der Text ist von Assyrisch bis Zulu erhältlich, weitere Übertragungen sind in Vorbereitung. In einigen Fällen ist die Kinderbibel das einzige Schriftstück in einer regionalen Sprache. So zum Beispiel beim Hirtenvolk der Turkana im Norden von Kenia. Lilian Omaria von der Missionsgesellschaft des Apostels Paulus berichtet: „Viele Kinder sprechen und verstehen nur Turkana. Viele können nicht lesen. Weil die Bibel bebildert ist, können die Kinder das Buch ansehen, den Texten zuhören und sie verstehen. Die Kinderbibel hat uns sehr dabei geholfen, in dieser Region den christlichen Glauben zu vermitteln.“

Die Kinderbibel “Gott spricht zu unseren Kindern” von KIRCHE IN NOT.

Wort Gottes in der Heimatsprache

In Südamerika und Afrika beherrschen bisweilen nicht alle Bewohner eines Landes die Amtssprache; viele Indigene leben relativ abgeschieden. Die Kinderbibel in ihrer eigenen Sprache kann ihnen vermitteln, dass das Christentum in ihrer Kultur beheimatet ist. So stellt der italienische Missionar Henrique Uggé, der mit dem indigenen Volk der Sateré-Mawé im brasilianischen Amazonasgebiet lebt, fest: „Wir alle hören das Wort Gottes gern in unserer eigenen Sprache, in unserem Lebenskontext.“ Die Kinderbibel sei auch ein bedeutendes kulturelles Werkzeug: „Manche Ausdrücke oder ganze Idiome drohen auszusterben. Durch die Übersetzung der Kinderbibel bleiben sie auch für kommende Generationen erhalten.“

Ein Katechet aus dem Südsudan stellt fest: „Mit der Kinderbibel sieht man, wie die Kinder mit Ehrfurcht vor dem Wort Gottes aufwachsen. Auf dieser Grundlage entwickeln sie andere positive Fähigkeiten für ihr Leben.“

Kinder in Südsudan mit der Kinderbibel von KIRCHE IN NOT.

„Durch die Kinderbibel hat meine Liebe zu Gott begonnen“

Ein Lebensbegleiter ist die Kinderbibel von KIRCHE IN NOT auch für den kubanischen Geistlichen Rolando Montes de Oca: „Ich erinnere mich noch, wo unser Pfarrer mir die Kinderbibel schenkte. Durch diese Bibel lernte ich Gott kennen.“ Langsam erwuchs daraus seine Berufung zum priesterlichen Dienst. Als er ins Priesterseminar ging, nahm er die Kinderbibel selbstverständlich mit, berichtet der Geistliche: „Natürlich habe ich später andere Bibelausgaben verwendet, aber die Kinderbibel ist mir nach wie vor am liebsten, denn durch sie hat meine Liebe zu Gott begonnen.“

Neben der Kinderbibel hat KIRCHE IN NOT im Laufe der Jahre auch weitere Produkte herausgegeben, die Kinder an das Wort Gottes heranführen möchten: zum Beispiel die Reihe „Bibelgeschichten im Quadrat“ für Vorschulkinder, ein Malbuch, ein Quartett, ein Stickeralbum, ein Kinderbibel-Quiz und anderes mehr. Die gesamte Palette zur Kinderbibel ist im Webshop von KIRCHE IN NOT zu finden … zu den Kinderbibel-Produkten im Webshop.

Unsere Wanderausstellung “Unsere Kinderbibel erobert die Welt”, kann kostenlos bei uns für Pfarren, Schulen, usw. angefordert werden.

Wanderausstellung kostenlos anfordern

Die Wanderausstellung “Unsere Kinderbibel erobert die Welt” informiert ausführlich über dieses einzigartige Projekt und kann für Pfarren, Schulen, usw. kostenlos bei uns angefragt werden. Im Rahmen der Langen Nacht der Kirche ist diese Ausstellung, diesen Freitag, dem 7.6., in der Krypta der Schottenkirche auf der Freyung 6, 1010 Wien zu sehen. Kommen Sie vorbei und erhalten Sie einen Einblick in die Welt unserer Kinderbibel!

Werden Sie Pate für die Kinderbibel und helfen Sie uns, das Wort Gottes zu den Kindern und Familien zu tragen! Mehr über eine Kinderbibel-Patenschaft erfahren Sie … hier.

Die Diözese Diphu liegt im Bundesstaat Assam im armen Nordosten Indiens. Hier leben viele verschiedene indigene Volksgruppen. Die meisten Menschen gehören traditionellen Stammesreligionen an.

Die Zahl der katholischen Gläubigen liegt bei knapp 70.000. Sie bilden damit eine Minderheit von etwas mehr als 5 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Die meisten katholischen Familien sind erst seit wenigen Jahrzehnten zum christlichen Glauben gekommen. Daher besteht großer Bedarf an einer Vertiefung und Stärkung des Glaubens.

Unsere Wohltäter haben großzügig geholfen und so konnte das Pastoralzentrum in Diphu inzwischen feierlich eingeweiht werden.

Die Diözese Diphu wollte für Priester, Ordensleute und Laien daher verstärkt Fortbildungskurse, geistliche Exerzitien, Besinnungstage sowie verschiedene Konferenzen, Treffen und andere Veranstaltungen anbieten, um das kirchliche Leben zu stärken. Sie verfügte aber über keine geeigneten Räumlichkeiten für solche Aktivitäten und für die Unterbringung der Teilnehmer. Daher brauchte sie dringend ein Pastoralzentrum mit Veranstaltungsräumen und Übernachtungsmöglichkeiten. Da sie jedoch in einem armen Gebiet liegt und die finanziellen Belastungen infolge der Pandemie und der allgemeinen Krise noch weiter zugenommen haben, hat Bischof Paul Mattekatt uns um Hilfe gebeten.

Unsere Wohltäter haben großzügig geholfen und haben mehr als 73.000 Euro gespendet. So konnte das Pastoralzentrum in Diphu inzwischen feierlich eingeweiht werden. Die Freude war groß, und noch größer ist die Freude bei den Priestern, Ordensleuten und Laien, die schon von den Veranstaltungen profitieren konnten, um besser ihren Gemeinden dienen zu können!

Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die geholfen haben!

Auf der südphilippinischen Insel Mindanao finanziert KIRCHE IN NOT einen neuen Ausbildungskurs für Katecheten. Im Juni wird am „Emmaus College of Theology“ in Zamboanga ein neuer Lehrgang beginnen, an dem laut lokaler Mitteilung „dutzende angehende Katecheten“ teilnehmen werden.

Veranstalter ist die katholische Silsilah-Bewegung. „Silsilah“ ist Arabisch und bedeutet „Kette“ oder „Verbindung“. Ziel ist es, den Dialog zwischen Christen und Muslimen und das friedliche Zusammenleben zu fördern, betont der Gründer der Bewegung, Pater Sebastiano D’Ambra: „Die Ausbildung soll dazu beitragen, dass die Katecheten den christlichen Glauben in ihren Gemeinden besser bewahren und verbreiten können. Außerdem sollen sie für den Dialog mit der muslimischen Bevölkerung gerüstet sein.“

Auf Mindanao gehören rund 20 Prozent der Einwohner dem Islam an, das ist der größte muslimische Bevölkerungsanteil auf den Philippinen. Immer wieder kommt es in der Region zu islamistischen Anschlägen, so zum Beispiel im Dezember 2023.

Pater Sebastiano D’Ambra, Missionar auf den Philippinen und Projektpartner von KIRCHE IN NOT.

Immer wieder kommt es zu islamistischen Anschlägen

Damals explodierte beim Gottesdienst in einer Turnhalle in Marawi eine Bombe und riss vier Menschen in den Tod. 2017 hatten IS-nahe Milizen die Stadt fünf Monate lang belagert. Dabei sollen lokalen Angaben zufolge über 1000 Menschen umgekommen und über eine Million vertrieben worden sein.

Pater Sebastiano D’Ambra ist ein langjähriger Projektpartner von KIRCHE IN NOT. Er habe erkannt, dass neben der interreligiösen Verständigung auch der eigene Glaube Stärkung bedürfe, betonte der italienische Missionar. Deshalb habe er den Katecheten-Kurs ins Leben gerufen: „Heute gibt es in der Kirche viel Verwirrung und Entmutigung. Viele Menschen auf Mindanao konvertieren zum Islam, schließen sich Sekten an oder geben ihren Glauben ganz auf. Wir wollen den neuen Katecheten helfen, als Religionslehrer oder Gruppenleiter zu arbeiten und die Menschen zu begleiten.“

Heilige Messe in einer Kirche auf der Insel Mindanao.

Interreligiöse Verständigung und Stärkung im Glauben

Teilnehmer werden über die Bischöfe und Gemeindepfarrer ausgewählt. Ziel ist es, dass die Katecheten den Kurs dann an ihren Wohnorten wiederholen; das gesamte Material wird kostenlos zur Verfügung gestellt, auch dank eines Zuschusses von KIRCHE IN NOT. Unser Hilfswerk ist seit 20 Jahren Partner der Silsilah-Bewegung.

Unterstützen Sie die Arbeit der Kirche auf den Philippinen mit Ihrer Spende  – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Philippinen

Honduras ist nach Haiti das zweitärmste Land Mittelamerikas. „75 Prozent der Bevölkerung sind von extremer Armut betroffen. Eine schwere Energiekrise mit ständigen Stromausfällen belastet das Land zusätzlich. Dazu kommen extreme Klimabedingungen mit Dürre- und sintflutartigen Regenperioden“, berichtet die für Mittelamerika zuständige Projektleiterin in der internationalen Zentrale von KIRCHE IN NOT in Königstein im Taunus, Veronica Katz. Sie hat Honduras kürzlich besucht.

Schlimmer als Armut, Versorgungs- und Klimakrise seien die Gewalt der „Maras“: „Das sind Banden, die eng mit dem Drogenhandel verbunden sind. Honduras dient als Transitland für den Drogenhandel in die USA und andere Länder. Die Maras kontrollieren in Honduras praktisch alles“, so Katz. Familien würde oft eine „Kriegssteuer“, also Schutzgelder, abgepresst.

Auch die Arbeit der Kirchen sei oft durch die Sicherheitslage eingeschränkt, etwa wenn zwei Banden darum kämpften, wer ein bestimmtes Gebiet kontrolliert. Außerdem stünden in Honduras immer weniger Priester zur Verfügung, Geistliche aus dem Ausland hätten mit großen bürokratischen Schwierigkeiten zu kämpfen.

KIRCHE-IN-NOT-Mitarbeiterin Veronica Katz (Mitte) im Gespräch mit Ordensfrauen in Honduras.

Priestermangel ist auch in Honduras ein Problem

Diese schwierigen Grundvoraussetzungen führten dazu, dass evangelikale Gemeinden und Sekten in Honduras einen enormen Aufschwung nähmen, erklärte die Projektleiterin: „Viele Sekten werden von den USA aus finanziert. Sie vervielfachen ihre Präsenz, wo die katholische Kirche weniger präsent ist. Katholiken, die nur aus Tradition und nicht aus Überzeugung katholisch sind, schließen sich schnell diesen Glaubensgemeinschaften an.“

Insgesamt herrsche in Honduras „eine große Offenheit gegenüber dem Göttlichen“, was sich aber in der großen Zahl von okkulten Praktiken ausdrücke.

Trotz dieser Schwierigkeiten gebe es auch ein sehr reges kirchliches Leben. Katz zeigte sich beeindruckt, dass viele Menschen vormittags auf Kaffee- oder Maisplantagen arbeiteten und am Nachmittag die Angebote der Kirchengemeinden in Anspruch nehmen: „Die Gläubigen füllen ihren Terminkalender mit religiösen Aktivitäten. Sie leben ihren Glauben nicht allein, sondern als Gemeinschaft.“ Darum unterstütze KIRCHE IN NOT in Honduras schwerpunktmäßig Bau und Instandsetzung von Gemeindesälen sowie die Bereitstellung von katechetischem Material. Denn Bildung sei ein sehr wichtiges Thema.

Gläubige einer Pfarrgemeinde in der Diözese Danlí (Honduras). KIRCHE IN NOT hat die Renovierung ihrer Kirche unterstützt.

Reges kirchliches Leben

Katz berichtete auch davon, wie sich die kirchliche Arbeit auf den Friedensprozess im Land auswirke: „Ein Priester berichtete uns, dass in seiner Pfarre ein schwerwiegender Konflikt zwischen zwei Gruppen herrschte. Doch durch treues Gebet hat Gott gehandelt, und die Gruppen sind jetzt versöhnt. Es ist kaum vorstellbar: Gemeindemitglieder, die sich früher gegenseitig fast umbrachten, beten nun gemeinsam.“

Honduras hat etwa 11 Millionen Einwohner, von denen sich die Mehrheit zum Christentum bekennt. Das Land hat den höchsten Anteil von Anhängern freikirchlicher und protestantischer Gemeinden in Mittelamerika.

Bitte unterstützen Sie die Arbeit der Kirche in Honduras mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Honduras