
Gott offenbart den Kleinsten Seine Größe und Weisheit… Und nur mit einem so großzügigen Herzen wie dem Ihren kann man die kleinen Keime der Hoffnung erkennen, die inmitten der Nacht im Libanon sprießen. An vielen Stellen in der Bibel wird die Schönheit des Libanon gelobt, seine hohen Zedern (vgl. Ps 104,16), der Duft dieses Landes (vgl. Hld 4,11), eine Schönheit, die heute von Armut und Krieg überschattet wird. Der dunkle Rauch der Explosionen im Hafen, der finanzielle Zusammenbruch, die Krise und der Krieg: Das alles könnte einen zu der Annahme verleiten, dass alles verloren sei.
Und doch sind da die acht Schwestern der Kongregation des Heiligen Josef von Lyon, die in den am stärksten in Mitleidenschaft gezogenen Gebieten des Landes leben und sich dem Bösen nicht beugen, sondern sich unermüdlich für den Frieden einsetzen. Sie tun dies mithilfe des vielleicht einzigen großen Schatzes, der dem verarmten Libanon noch geblieben ist: der Bildung. Sie betreiben eine kleine katholische Schule.
Neben den bereits erwähnten Herausforderungen sehen sich die katholischen Schulen nun mit neuen Problemen konfrontiert: regionale Instabilität, Emigration der Familien, psychische Traumata und Unsicherheit unter den Schülern… Die Armut breitet sich immer weiter aus, und die Familien verlassen auf der Suche nach einer besseren Zukunft das Land. All dies gefährdet die Existenz der katholischen Schulen im Libanon. Und doch sind gerade sie der Ort, an dem Glaube an die nächste Generation im Libanon weitergegeben wird.

Dank Ihrer Großzügigkeit können die Schwestern den Kindern eine pastorale, menschliche und spirituelle Erziehung geben. Im Libanon findet der Religionsunterricht fast ausschließlich in katholischen Schulen statt. Dort erwerben die Kinder nicht nur akademisches Wissen, sondern erhalten auch eine Erziehung, die auf christlichen Werten wie Brüderlichkeit, Respekt und Zuhören basiert.
Diese Werte helfen ihnen, das Zusammenleben mit anderen zu lernen, den Anderen als Bruder oder Schwester anzuerkennen und zu wahren Botschaftern des Friedens zu werden. Ein junger Libanese erinnert sich voller Unschuld: „Erst an der Universität habe ich erfahren, dass einige meiner Freunde aus der Schule Muslime waren.“ Seine Erinnerung spiegelt die Güte und Großherzigkeit der Kinder wider, die fähig sind, Freundschaft jenseits aller Unterschiede zu leben. „Kleine Lichter, die in der Nacht leuchten, kleine Triebe, die sprießen, kleine Samen, die in den trockenen Garten dieses Moments der Geschichte gepflanzt wurden…“ sagte Papst Leo XIV. im Dezember 2025 in Beirut.
Als Beschützer dieser Kleinen sind Sie es, der entscheidet, dass ihr Licht in der Dunkelheit leuchtet. Und es ist Ihre Großzügigkeit, die den Glauben der libanesischen Kinder nährt und zum Blühen bringt.
Danke dafür, dass Sie Samen der Hoffnung säen. In den Händen Gottes wird Ihre Hilfe reiche Früchte des Friedens tragen.
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