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Die Diözese Diphu liegt im Bundesstaat Assam im armen Nordosten Indiens. Hier leben viele verschiedene indigene Volksgruppen. Die meisten Menschen gehören traditionellen Stammesreligionen an.

Die Zahl der katholischen Gläubigen liegt bei knapp 70.000. Sie bilden damit eine Minderheit von etwas mehr als 5 Prozent an der Gesamtbevölkerung. Die meisten katholischen Familien sind erst seit wenigen Jahrzehnten zum christlichen Glauben gekommen. Daher besteht großer Bedarf an einer Vertiefung und Stärkung des Glaubens.

Unsere Wohltäter haben großzügig geholfen und so konnte das Pastoralzentrum in Diphu inzwischen feierlich eingeweiht werden.

Die Diözese Diphu wollte für Priester, Ordensleute und Laien daher verstärkt Fortbildungskurse, geistliche Exerzitien, Besinnungstage sowie verschiedene Konferenzen, Treffen und andere Veranstaltungen anbieten, um das kirchliche Leben zu stärken. Sie verfügte aber über keine geeigneten Räumlichkeiten für solche Aktivitäten und für die Unterbringung der Teilnehmer. Daher brauchte sie dringend ein Pastoralzentrum mit Veranstaltungsräumen und Übernachtungsmöglichkeiten. Da sie jedoch in einem armen Gebiet liegt und die finanziellen Belastungen infolge der Pandemie und der allgemeinen Krise noch weiter zugenommen haben, hat Bischof Paul Mattekatt uns um Hilfe gebeten.

Unsere Wohltäter haben großzügig geholfen und haben mehr als 73.000 Euro gespendet. So konnte das Pastoralzentrum in Diphu inzwischen feierlich eingeweiht werden. Die Freude war groß, und noch größer ist die Freude bei den Priestern, Ordensleuten und Laien, die schon von den Veranstaltungen profitieren konnten, um besser ihren Gemeinden dienen zu können!

Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die geholfen haben!

Auf der südphilippinischen Insel Mindanao finanziert KIRCHE IN NOT einen neuen Ausbildungskurs für Katecheten. Im Juni wird am „Emmaus College of Theology“ in Zamboanga ein neuer Lehrgang beginnen, an dem laut lokaler Mitteilung „dutzende angehende Katecheten“ teilnehmen werden.

Veranstalter ist die katholische Silsilah-Bewegung. „Silsilah“ ist Arabisch und bedeutet „Kette“ oder „Verbindung“. Ziel ist es, den Dialog zwischen Christen und Muslimen und das friedliche Zusammenleben zu fördern, betont der Gründer der Bewegung, Pater Sebastiano D’Ambra: „Die Ausbildung soll dazu beitragen, dass die Katecheten den christlichen Glauben in ihren Gemeinden besser bewahren und verbreiten können. Außerdem sollen sie für den Dialog mit der muslimischen Bevölkerung gerüstet sein.“

Auf Mindanao gehören rund 20 Prozent der Einwohner dem Islam an, das ist der größte muslimische Bevölkerungsanteil auf den Philippinen. Immer wieder kommt es in der Region zu islamistischen Anschlägen, so zum Beispiel im Dezember 2023.

Pater Sebastiano D’Ambra, Missionar auf den Philippinen und Projektpartner von KIRCHE IN NOT.

Immer wieder kommt es zu islamistischen Anschlägen

Damals explodierte beim Gottesdienst in einer Turnhalle in Marawi eine Bombe und riss vier Menschen in den Tod. 2017 hatten IS-nahe Milizen die Stadt fünf Monate lang belagert. Dabei sollen lokalen Angaben zufolge über 1000 Menschen umgekommen und über eine Million vertrieben worden sein.

Pater Sebastiano D’Ambra ist ein langjähriger Projektpartner von KIRCHE IN NOT. Er habe erkannt, dass neben der interreligiösen Verständigung auch der eigene Glaube Stärkung bedürfe, betonte der italienische Missionar. Deshalb habe er den Katecheten-Kurs ins Leben gerufen: „Heute gibt es in der Kirche viel Verwirrung und Entmutigung. Viele Menschen auf Mindanao konvertieren zum Islam, schließen sich Sekten an oder geben ihren Glauben ganz auf. Wir wollen den neuen Katecheten helfen, als Religionslehrer oder Gruppenleiter zu arbeiten und die Menschen zu begleiten.“

Heilige Messe in einer Kirche auf der Insel Mindanao.

Interreligiöse Verständigung und Stärkung im Glauben

Teilnehmer werden über die Bischöfe und Gemeindepfarrer ausgewählt. Ziel ist es, dass die Katecheten den Kurs dann an ihren Wohnorten wiederholen; das gesamte Material wird kostenlos zur Verfügung gestellt, auch dank eines Zuschusses von KIRCHE IN NOT. Unser Hilfswerk ist seit 20 Jahren Partner der Silsilah-Bewegung.

Unterstützen Sie die Arbeit der Kirche auf den Philippinen mit Ihrer Spende  – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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In Darayya, einem Vorort der syrischen Hauptstadt Damaskus, können 15 katholische Familien in ihre wiederaufgebauten Häuser zurückkehren. KIRCHE IN NOT unterstützt sie dabei. Einem von mehreren Überlieferungssträngen zufolge soll sich die Bekehrung des Apostels Paulus in der Umgebung von Darayya zugetragen haben. Nun ist die christliche Präsenz nach Jahren des Krieges dort wieder gesichert.

Strahlend steht das Ehepaar Farida vor ihrem schlichten Häuschen, als eine Delegation von KIRCHE IN NOT zu Besuch kommt. Die Spuren von Gewehrsalven und Granatexplosionen sind an den Außenmauern noch deutlich zu erkennen. Die Innenräume sind mit dem Allernötigsten ausgestattet: ein Ofen, ein Sofa, ein kleiner Tisch und ein paar Stühle, eine Garderobe. Stolz führen die Faridas durch die Räumlichkeiten.

Sie sind eine der christlichen Familien, die nach Darayya zurückkehren konnten. Die Stadt am Rand von Damaskus gehörte zu den Hauptschauplätzen des Syrischen Bürgerkriegs. Vorher lebten lokalen Angaben zufolge um die 300 000 Einwohner in Darayya. Es war eine wohlhabende Gegend, vor allem dank einiger renommierter Möbelfabriken und der florierenden Landwirtschaft.

Zerstörte Häuser in Darayya bei Damaskus.

90 Prozent der Stadt in Schutt und Asche

Nach Kriegsausbruch wurde die Stadt zu einer Hochburg des Aufstands gegen das Assad-Regime. Regierungs- und Rebellentruppen lieferten sich erbitterte Kämpfe; einige Zeit stand die Stadt unter Kontrolle der „Brigade der Märtyrer des Islam“. Als 2016 ein Abkommen zwischen Regierung und Aufständischen zustande kam, war die Stadt zu 90 Prozent zerstört. Darunter waren auch zahlreiche Kirchen. Die Stadt galt als ein wichtiges christliches Zentrum in der Hauptstadtregion.

„Vor dem Krieg lebten ungefähr 150 christliche Familien in Darayya. Nach dem Ende der Kämpfe konnten sie aber nicht mehr zurück, weil ihre Häuser dem Erdboden gleichgemacht wurden“, erklärt der Projektleiter von KIRCHE IN NOT, Marco Mencaglia. Viele Christen seien deshalb nach Europa oder in die USA ausgewandert oder hätten sich in Nachbarstädten niedergelassen.

Einige Häuser sind in Darayya wiederaufgebaut worden. Die Vorstadt der syrischen Hauptstadt Damaskus war im Krieg besonders stark zerstört worden.

Sehnsucht nach Rückkehr

„Diejenigen, deren Häuser nicht vollständig zerstört sind, sehnen sich sehr danach, zurückzukehren. Aber ihnen fehlt das Geld für die Reparaturen.“ So wie Abou Rashad, einem Familienvater, der beim Besuch der KIRCHE-IN-NOT-Mitarbeiter in seiner ausgebombten Erdgeschosswohnung steht. Er zeigt auf die Schuttwüste davor, die einmal sein geliebter Garten war. KIRCHE IN NOT hat ihm und weiteren Familien Hilfe zugesagt, damit sie heimkehren können.

Georges Jbeil war einst Pfarrer in Darayya. Heute ist er Ökonom der melkitischen griechisch-katholischen Erzdiözese von Damaskus. Er freut sich, dass in der Stadt bald wieder christliches Gemeindeleben stattfinden kann: „Bereits 2022 hatten wir den Wiederaufbau der Pfarrkirche beendet in der Hoffnung, dass bald auch die Gemeindemitglieder zurückkehren können. Bis jetzt waren es nur wenige. Aber dank der Hilfe von KIRCHE IN NOT können jetzt weitere folgen. So kann hier das Licht des christlichen Glaubens wieder leuchten.“

Ikonen in der immer noch zerstörten griechisch-orthodoxen Kirche in Darayya in Syrien.

Licht des christlichen Glaubens kann wieder leuchten

Von den rund 1,5 Millionen syrischen Christen vor dem Bürgerkrieg leben Schätzungen zufolge heute noch weniger als 500 000 im Land, oft werden weit niedrigere Zahlen angegeben. Aufgrund der wirtschaftlichen und humanitären Misere setzt sich der Trend zur Auswanderung fort. KIRCHE IN NOT versucht mit den Partnern vor Ort, den Fluchtursachen entgegenzuwirken und die christliche Präsenz in Syrien zu erhalten.

Um den notleidenden Christen in Syrien helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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KIRCHE IN NOT sieht angesichts der anhaltenden Krisenlage im Nahen Osten die Gefahr einer weiteren Auswanderungswelle der christlichen Gemeinschaften. Mit zahlreichen Hilfsprojekten versucht unser Hilfswerk dem entgegenzusteuern.

„90 Prozent der syrischen Bevölkerung denkt ans Auswandern“, berichtet etwa Basilios Gergeos von der melkitisch-katholischen Pfarrei St. Joseph in der Hauptstadt Damaskus. Sowohl Muslime als auch Christen verlassen das Land. Allerdings ist die Zahl der syrischen Christen ohnehin schon so gering, dass die Präsenz des Christentums im Land generell infrage gestellt ist. Aktuellen Schätzungen zufolge leben nur noch um die 175 000 christliche Familien im Land – und der Auswanderungsstrom reißt nicht ab.

Schwester Annie Demerjian von der Kongregation der „Schwestern Jesu und Mariens“ und langjährige Projektpartnerin von KIRCHE IN NOT ist wütend über die Situation: „Nach 13 Jahren Leid haben viele Menschen die Hoffnung verloren. Manche sagen sogar, dass es ihnen während des Kriegs noch besser ging als heute. Das ist schrecklich.“ Die Entwicklung sei an einem entscheidenden Punkt angekommen: „Entweder wir geben den verbleidenden Christen eine Perspektive oder sie gehen alle.“

Schwester Annie Demerjian, Projektpartnerin von KIRCHE IN NOT in Syrien.

Große Angst vor Ausweitung des Gaza-Krieges

Auch im Nachbarland Libanon wandern so viele Menschen aus, dass die Behörden bereits 2022 die Ausgabe von Reisedokumenten gestoppt haben. Damals war die Zahl der Passanträge auf über 8000 pro Tag angestiegen. Besonders Christen, die sehr gut ausgebildet sind, verlassen das Land. Aktuell herrscht im Libanon große Angst vor einer Ausweitung des Gaza-Kriegs, was den Druck zur Auswanderung noch verstärkt.

KIRCHE IN NOT steht den lokalen Gemeinden bei, um den Christen vor Ort zu helfen und sie dadurch zum Bleiben zu bewegen. In der Pfarre von Basilios Gergeos in Damaskus zum Beispiel unterstützt das Hilfswerk eine psychiatrische Tagesklinik, einen Kindergarten, eine Suppenküche und die Verteilung von Milch an Kinder mit Mangelerscheinungen. Die Pfarre erhält auch Spenden, um Sommerfreizeiten für Kinder und Jugendliche durchzuführen oder für die Arbeit von Pfadfindergruppen.

Libanesische Jugendliche bei einem regionalen Weltjugendtag im August 2023.

Unterstützung kirchlicher Schulen und Bildungseinrichtungen

Da vor allem junge Menschen häufig eine bessere Zukunft im Ausland suchen, unterstützt KIRCHE IN NOT die Arbeit nahezu aller kirchlichen Schulen und Bildungseinrichtungen und zahlt Stipendien für die Ausbildungskosten.

Von großer Bedeutung sind auch Veranstaltungen wie zum Beispiel die im Jahr 2023 abgehaltenen Jugendtage, die parallel zum Weltjugendtag in Lissabon stattfanden. „Diese Veranstaltungen haben oft zum ersten Mal christliche Jugendliche in Syrien und im Libanon zusammengebracht“, erklärt Xavier Bisits, der zuständige Projektreferent von KIRCHE IN NOT. „Alle jungen Menschen, mit denen ich gesprochen habe, waren von dem Gefühl der Einheit und Solidarität tief berührt.“

Viele Christen hätten nach wie vor den Wunsch, in ihrer Heimat bleiben zu können, zeigt sich Pfarrer Basilios Gergeos optimistisch: „Wenn sie ein Dach über dem Kopf und eine Arbeit haben, bleiben sie hier. Es ist schließlich ihre Heimat!“

Johnny Saygeh in seinem neuen Café. Er wurde vom Hoffnungszentrum (Hope Center) unterstützt.

„Hope Center“ in Damaskus und Aleppo

Von großer Bedeutung ist deshalb die Unterstützung der „Hope Center“, die es mittlerweile in Damaskus und Aleppo gibt. Christliche Familien erhalten dort Kleinkredite und weitere Unterstützung, um einen kleinen Handwerksbetrieb, einen Laden oder eine andere Geschäftsidee auf die Beine zu stellen. KIRCHE IN NOT unterstützt diese innovativen Projekte seit einigen Jahren. Ein Mitarbeiter des Hope Centers, Garabed Avedisian, erklärte gegenüber KIRCHE IN NOT: „Mit diesen Projekten bauen wir nicht nur unser Land auf, sondern auch unser Zuhause.“

Bitte unterstützen Sie das Überleben der christlichen Minderheit und unsere Nothilfen im Nahen Osten mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Knapp acht Monate nach den verheerenden Angriffen auf Christen in der nordpakistanischen Stadt Jaranwala, bei denen mehr als 20 Kirchen in Brand gesteckt und über 100 Häuser zerstört worden waren, sieht der katholische Bischof von Faisalabad, Indrias Rehmat, keine Anzeichen für eine Aufarbeitung oder Wiedergutmachung seitens des Staates.

Täter werden nach und nach freigelassen

Im Gespräch mit KIRCHE IN NOT sagte Rehmat: „Mehr als 300 mutmaßliche Täter wurden verhaftet, aber es ist unwahrscheinlich, dass sie vor Gericht gestellt werden. Nach und nach werden sie wieder freigelassen. Niemand wurde angeklagt.“ Der Bischof fügte hinzu: „Wir wollen Gerechtigkeit. Die Schuldigen müssen zur Rechenschaft gezogen werden, damit dies eine Lehre für andere ist.“

Bischof Indrias Rehmat, Diözese Faisalabad.

„Ich konnte sogar noch den Rauch riechen“

Der Bischof kritisierte außerdem die mangelhaften Instandsetzungsarbeiten seitens der Regierung an drei ausgebrannten Kirchen. Die Kirchengebäude könnten bis heute nicht ohne Gefahr betreten werden. Rehmat berichtete: „Ich habe mir die Reparaturarbeiten der Regierung an beschädigten Gebäuden angesehen, und habe sie dann gebeten, die Arbeiten einzustellen. Sie wollten den Medien zeigen, dass alles in Ordnung sei, aber sie haben nur die Wände getüncht. Ich konnte sogar noch den Rauch riechen. Es ist nicht ratsam, unter diesen Dächern zu beten.“

Nicht-staatliche Hilfen kommen an

Positiv bewertete Bischof Rehmat hingegen die Fortschritte der von KIRCHE IN NOT unterstützten Renovierungsarbeiten an 150 von Christen bewohnten Häusern in Jaranwala. In einem weiteren Hilfspaket werden von der Gewalt betroffene Familien zudem Motorräder und Autorikschas erhalten, damit sie einer Arbeit als Taxifahrer oder Kuriere nachgehen können. Bis zu 400 Kinder werden außerdem mit Schulbüchern und Schultaschen ausgestattet.

Der Bischof dankte allen Spendern von KIRCHE IN NOT für Ihre Hilfe: „Wir sind sehr dankbar für diese großartige Unterstützung. Wir alle beten für ‚Kirche in Not‘ und alle Wohltäter.“

Helfen Sie den notleidenden und verfolgten Christen in Pakistan mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Vor einiger Zeit hatte uns Pater Yakobus Umbu Warata, der Provinzial der Redemptoristen, um Hilfe für seine Mitbrüder gebeten, die im Osten der Insel Sumba in der Pfarre St. Andreas Ngallu tätig sind. Sie brauchen nämlich dringend ein geländegängiges Auto. Unsere Wohltäter haben mit erfreulicher Großzügigkeit reagiert, und so kamen die 20.000 Euro zusammen, die noch gebraucht wurden. Pater Yakobus schreibt uns: „Vielen lieben Dank für Ihre Mühe und Hilfe. Wir sind sehr dankbar und wir beten für Sie. Gott segne Sie heute und immer.“
Dank der grloßzügigen Unterstützung unserer Wohltäter ist das Auto bereits eingetroffen und wurde feierlich eingeweiht. Es erleichtert die pastorale Arbeit immens, denn die Pfarre erstreckt sich über ein weitläufiges Gebiet.

Das Auto ist bereits eingetroffen und wurde feierlich eingeweiht. Es erleichtert die pastorale Arbeit immens, denn die Pfarre erstreckt sich über ein weitläufiges Gebiet mit 21 Kapellengemeinden, die bis zu 57 Kilometer vom Sitz der Pfarre entfernt gelegen sind, und die Straßenverhältnisse sind katastrophal. Hier kann man nur mit einem geländegängigen Fahrzeug durchkommen. Pfarrer Leo und seine Gläubigen haben sich riesig gefreut!

Allen, die geholfen haben, ein herzliches Vergelt’s Gott!

Die Türkei ist das „vergessene Heilige Land“, glaubt Martin Kmetec, Erzbischof von Izmir. „Die Kirche von Izmir ist die einzige der sieben Gemeinden der Offenbarung, die bis heute überlebt hat“, erklärt der in Slowenien geborene Franziskaner bei seinem Besuch am internationalen Hauptsitz des Hilfswerks KIRCHE IN NOT (ACN). Auch die antike Stadt Ephesus mit dem Haus der Jungfrau Maria und dem Grab des heiligen Johannes liegt auf dem Gebiet der Erzdiözese. Die Türkei ist das Land, in dem der heilige Paulus und der heilige Johannes erstmals das Evangelium verkündeten. Trotz dieses reichen Erbes gebe es nach Angaben des Erzbischofs „unter den etwa 85 Millionen Einwohnern der Türkei nur 150 000 Christen“.
Erzbischof Martin Kmetec von Izmir.

Das Land der Märtyrer

Nach 22 Jahren in der Türkei ist Erzbischof Kmetec fest davon überzeugt, dass die Kirche die Pflicht hat, weiterhin in diesem Land präsent zu sein. „Das sind wir Christus schuldig. Wir sind es der Geschichte schuldig. Und wir sind es den Märtyrern schuldig“, sagte der Erzbischof anlässlich seines Besuchs bei KIRCHE IN NOT. Die Stadt Izmir ist der Ort, an dem der heilige Polykarp Mitte des zweiten Jahrhunderts den Märtyrertod erlitt. Sie ist auch der Geburtsort des heiligen Irenäus, Polykarps Schüler und der spätere Bischof von Lyon.

Bei dieser besonderen Mission – die christliche Präsenz in diesem Land der Märtyrer zu erhalten – unterstützt „Kirche in Not“ die Erzdiözese Izmir. Beispielsweise fördert KIRCHE IN NOT die Renovierung der Kirche des heiligen Polykarp, die am 30. Oktober 2020 durch ein Erdbeben in der Ägäis, das Izmir verwüstete und bei dem über hundert Menschen ums Leben kamen, beschädigt wurde. Die Kirche des heiligen Polykarp ist Teil des 1625 von französischen Kapuzinern errichteten Klosters und das Herzstück der christlichen Gemeinde in Izmir. Desgleichen unterstützt das internationale Hilfswerk die Renovierung der Dominikanerkirche in Konak, einem Stadtteil von Izmir; sie wurde ebenfalls durch das Erdbeben im Jahr 2020 beschädigt.

Renovierung der Kirche des heiligen Polykarp, die am 30. Oktober 2020 durch ein Erdbeben in der Ägäis, das Izmir verwüstete und bei dem über hundert Menschen ums Leben kamen, beschädigt wurde.

Das Licht des Christentums am Leben erhalten

Obwohl sich die Erzdiözese Izmir in Westanatolien über ein Gebiet von rund 100 000 Quadratkilometern erstreckt, sind dort nur 5000 Katholiken beheimatet. Lange machten Levantiner den Großteil der katholischen Gläubigen aus, erklärt Erzbischof Kmetec, der das Erzbistum seit drei Jahren leitet. Diese sind die Nachkommen italienischer, französischer und anderer europäischer Einwanderer, die sich zu Zeiten des Osmanischen Reiches in der Region niedergelassen haben; ihre Zahl geht vor allem aufgrund von Auswanderung kontinuierlich zurück. Dem Erzbischof zufolge wird dieser Rückgang der levantinischen Katholiken in der Erzdiözese seit einigen Jahren jedoch durch die Einwanderung von Katholiken aus Afrika und Asien in die Türkei ausgeglichen.

Angesichts der geringen Anzahl von Katholiken in seiner Erzdiözese sei es eines seiner wichtigsten Anliegen, „das Licht des Christentums lebendig zu halten“. Bei einer so niedrigen Zahl an Gläubigen verfügt die Erzdiözese jedoch nicht über ausreichende Mittel, um all ihre Kirchen und Gebäude selbst zu unterhalten. Daher ist die Unterstützung durch KIRCHE IN NOT überaus wichtig für das Überleben der christlichen Gemeinschaft in der Region und für den Erhalt der christlichen Präsenz in der Türkei – einem für die Geschichte der frühen Kirche so wichtigen Land, in dem die Anhänger Jesu zum ersten Mal Christen genannt wurden.

In den letzten fünf Jahren hat KIRCHE IN NOT in Zusammenarbeit mit der Erzdiözese Izmir zwölf Projekte in einem Umfang von insgesamt 485.000 Euro unterstützt. Zu diesen Projekten gehören die Renovierung von Kirchen, die durch Erdbeben beschädigt wurden, Nothilfe für christliche Flüchtlinge aus dem Nahen Osten und Afrika, das Bereitstellen von katechetischem Material und die Unterstützung der Ausbildung von Seminaristen.

Um der kleinen Minderheit an Christen in der Türkei weiterhin helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Verwendungszweck: Türkei

Dank Eurer Hilfe konnte in der Diözese Jagdalpur ein Heim für alte und kranke Priester eingerichtet werden. 30.000 Euro kamen dafür zusammen. Wir hatten im Frühling 2022 bereits über die Grundsteinlegung berichtet und freuen uns nun über die Nachricht, dass das Heim fertiggestellt und eingeweiht wurde.

Inzwischen sind dort Priester untergebracht, die viele Jahre lang unermüdlich gearbeitet haben und nun alt oder durch die harten Lebensumstände krank geworden sind. Der Dienst in dieser Diözese ist hart und entbehrungsreich, denn die Priester arbeiten vor allem in den abgelegenen und unterentwickelten Gebieten und müssen weite und beschwerliche Wege zurücklegen. Die alten und kranken Priester können nicht mehr allein in den abgelegenen Dörfern bleiben, sondern müssen medizinisch behandelt werden und brauchen Pflege.

Bischof Joseph Kollamparampil weiht die Kapelle des Altenheims ein.

Bischof Joseph Kollamparampil bedankt sich bei allen, die geholfen haben:

„Ich bin sehr, sehr dankbar für die wunderbare Unterstützung, die Sie uns gewährt haben, damit wir ein Heim für die alten und kranken Priester unserer Diözese bauen konnten. Ich freue mich, Ihnen mitzuteilen, dass das Haus „Schalom“ fertiggestellt wurde und am 7. Juni 2023 eingeweiht wurde. Obwohl wir auf viele Hindernisse stießen, konnten wir dank der Gnade Gottes und harter Arbeit den Bau schneller abschließen, als wir es gedacht hatten. Danke für Ihre stete Hilfe und Ihre Liebe! Wir beten für Sie!“

KIRCHE IN NOT hat über eine halbe Million Euro zur Verfügung gestellt, um 45 000 Kindern in Syrien und im Libanon eine Weihnachtsfreude zu bereiten. Über drei Viertel der Geschenke gehen an Kinder aus bedürftigen Familien in Syrien; dort unterstützt KIRCHE IN NOT die Weihnachtsaktion bereits seit 2015. Im Libanon werden dieses Jahr zum dritten Mal Geschenke verteilt.

Unterstützen Sie bitte auch weiterhin unsere Arbeit
für notleidende Christen weltweit.

Zwei Monatslöhne für ein neues Kleidungsstück

KIRCHE IN NOT arbeitet dabei eng mit lokalen Schwesterngemeinschaften zusammen, zum Beispiel mit der Kongregation der Schwestern Jesu und Mariens, die sowohl im Syrien als auch im Libanon tätig sind.

Schwester Annie Demerjian berichtet: „Wenn Eltern ihren Kindern eine neue Hose, ein Hemd oder Schuhe kaufen wollen, müssen sie in Syrien aktuell bis zu zwei Monatslöhne dafür ausgeben. Für viele Familien ist deshalb ein neues Kleidungsstück ein Traum.“

Die Kinder freuen sich über die Geschenke, die die Wohltäter von KIRCHE IN NOT ermöglicht haben.

Weihnachtsfreude im Schatten des Krieges

Die langjährige Projektpartnerin von KIRCHE IN NOT wird deshalb mit ihren Mitarbeiterinnen auch in diesem Jahr vor Weihnachten warme Winterkleidung an Kinder verteilen. Die Anoraks, Pullover oder Hemden wurden meist von lokalen Herstellern gefertigt, was das Einkommen für zahlreiche Familien sichert.

Im Libanon steht die Weihnachtsaktion dieses Jahr unter dem Motto „Schaffe Freude, wenn du sie nicht finden kannst“. Schwester Raymonda Saade von der Kongregation der Schwestern vom heiligen Josef organisiert dort kleine Weihnachtsfeiern für Familien, bei denen die Kinder ein Präsent erhalten. Dank ihrer umsichtigen Wirtschaftsweise konnten die Schwestern im vergangenen Jahr sogar 1000 Kinder mehr als geplant beschenken.

Der Krieg im Heiligen Land wirft dieses Jahr auch dunkle Schatten auf den benachbarten Libanon. Der Süden des Landes gilt als Hauptstützpunkt der islamistischen Hisbollah; die Sicherheitslage ist dort schon seit Jahren angespannt.

Freiwillige Helferinnen verpacken die Geschenke.

„Dank Ihrer Spenden können wir diesen Traum verwirklichen“

„Trotz dieser schwierigen Situation werden wir auch im Südlibanon an 500 christliche Kinder Geschenke verteilen“, berichtet Schwester Raymonda, verbunden mit dem Dank an die Wohltäter von KIRCHE IN NOT: „Ohne Sie hätten wir nichts erreichen können. Nur dank Ihrer Spenden können wir diesen Traum verwirklichen. Wir sind sicher: Mit jedem verteilten Geschenk, mit jedem Lächeln eines Kindes, bekommen Sie eine besondere Gnade zurück.“

Der Libanon und Syrien leiden unter extremer Inflation und Mangelwirtschaft. UN-Angaben zufolge leben im Libanon rund 70 Prozent der Bevölkerung in extremer Armut, in Syrien sind es 90 Prozent. Dort hat der Krieg zu einem Rückgang der christlichen Bevölkerung um mehr als zwei Drittel geführt, heute leben schätzungsweise unter einer halben Million Christen in Syrien.

Schwester Annie Demerjian (hinten links) mit Frauen und Kindern, die sich über Winterkleidung freuen, die Wohltäter von KIRCHE IN NOT ermöglicht haben.

Viele junge Familien verlassen die Region

Auch im Libanon, das mit schätzungsweise 2,2 Millionen Gläubigen die zahlenmäßig größte christliche Gemeinschaft im Nahen Osten beherbergt, hält der Trend zur Auswanderung weiter an. Vor allem junge Familien verlassen das Land.

Um den notleidenden Christen in Syrien und Libanon weiterhin helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Verwendungszweck: Syrien oder Libanon

Am Samstag, 16. Dezember, wurden zwei Frauen auf dem Kirchengelände der katholischen Pfarre „Heilige Familie“ in Gaza-Stadt von Scharfschützen erschossen. Das teilte das Lateinische Patriarchat von Jerusalem in einer Aussendung mit, die KIRCHE IN NOT (ACN) vorliegt. Sieben weitere Personen seien verletzt worden. Am gleichen Tag hätten auch mehrere Raketen das Kloster der „Missionarinnen der Nächstenliebe“ getroffen, in dem sich über 50 Menschen mit Behinderungen aufhielten.

Getötet beim Versuch, sich in Sicherheit zu bringen

Bei den beiden getöteten Frauen handelt es sich nach Angaben von Projektpartnern von KIRCHE IN NOT um Samar Anton und ihre Mutter Nahida. Beide seien tödlich verletzt worden, als sie sich in einem Pfarreigebäude in Sicherheit bringen wollten.

Das Lateinische Patriarchat gab an, dass es sich bei den Scharfschützen um israelische Militärs gehandelt habe. „Sieben weitere Personen wurden verwundet, als sie andere Menschen auf dem Kirchengelände zu schützen versuchten“, heißt es in der Mitteilung weiter.

Medienberichten vom Samstagabend zufolge rechtfertigte das israelische Militär sein Vorgehen damit, dass angeblich ein Raketenwerfer in der Pfarrei stationiert sei.

Pfarrgebäude von Granaten beschädigt

Die Gebäude der katholischen Pfarre „Heilige Familie“ in Gaza-Stadt sind am vergangenen Wochenende von Granatsplittern getroffen worden; dabei wurden auf dem Dach befindliche Wassertanks und Solarpaneele zerstört.

Am 12. Dezember sei außerdem auf dem Pfarrgelände eine nicht detonierte Rakete entdeckt worden. Es sei aktuell nicht möglich, diese zu entschärfen, teilten lokale Ansprechpartner KIRCHE IN NOT mit.

Wegen des Treibstoffmangels könne auch der Stromgenerator für die Pfarrgebäude nicht mehr betrieben werden. All das verschlechtert die Situation der Zivilisten, die in den Räumen der einzigen katholischen Pfarre im Gaza-Streifen Zuflucht gefunden haben, unter ihnen auch Kinder und Menschen mit Behinderung.

Heilige Messe in der Pfarre „Heilige Familie“ in Gaza (Foto: Pfarre Heilige Familie).

Humanitäre Lage spitzt sich zu

Lokalen Angaben zufolge sind seit Kriegsausbruch im Gaza-Streifen 22 der rund 1000 im Gaza-Streifen lebenden Christen an den Folgen des Krieges gestorben. 17 von ihnen wurden getötet, als die zur griechisch-orthodoxen Pfarre St. Porphyrius gehörenden Gebäude im Oktober von einer Bombe getroffen wurden. Fünf Christen starben aufgrund mangelnder medizinischer Versorgung.

„Nach der jüngsten Waffenruhe sind wir in die katholische Pfarre zurückgekehrt, um auf das Ende des Krieges zu warten“, schrieb ein Christ aus Gaza an „Kirche in Not“. „Wir sind sehr dankbar für die Unterstützung, um unser Überleben in dieser Zeit der Not zu sichern.“ „Kirche in Not“ hat Mittel zur Verfügung gestellt, mit denen die Verantwortlichen der Pfarre „Heilige Familie“ Lebensmittel und Medikamente besorgen konnten.

Zerstörtes Gebäude bei der St.-Porphyrius-Kirche in Gaza-Stadt.

Hilfe kommt an

In Kooperation mit dem Lateinischen Patriarchat von Jerusalem unterstützt KIRCHE IN NOT auch die Arbeit der christlichen Minderheit im Westjordanland und Ostjerusalem sowie Arbeitsmigranten in Israel.

Bitte unterstützen Sie die Nothilfe der Kirche im Heiligen Land mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Verwendungszweck: Heiliges Land

KIRCHE IN NOT hat weitere 2,6 Millionen Euro auf den Weg gebracht, um die Arbeit katholischer Schulen in Libanon und Syrien zu unterstützen. Das Hilfspaket umfasst Stipendien für über 16 000 Schüler sowie Gehaltszuschüsse für 6000 Lehrer an rund 180 katholischen Schulen. Darüber hinaus erhalten auch über 170 Religionslehrer, die an staatlichen Schulen arbeiten, einen Zuschuss zu ihrem geringen Gehalt.

Das Hilfsprogramm umfasst auch 20 Projekte zur Installation von Solaranlagen auf kirchlichen Schulen, um diese unabhängiger von steigenden Energiepreisen zu machen. Weitere Hilfsgelder sind vorgesehen, um mittellosen Familien beim Kauf von Heften und Büchern für den Unterricht unter die Arme zu greifen.

Schüler einer katholischen Schule im Libanon.

„Weniger katholische Schulen bedeuten mehr Extremismus“

Ohne die Unterstützung stünden die katholischen Schulen in Libanon und Syrien vor dem Aus, betont Marielle Boutros, die als Lehrerin arbeitet und dabei hilft, die Projekte von KIRCHE IN NOT vor Ort zu koordinieren: „Unsere katholischen Schulen befinden sich in einem Teufelskreis: Die Eltern können die Schulgebühren nicht mehr bezahlen. Staatliche Unterstützung gibt es keine. Ohne Einnahmen können die Schulen aber den Lehrern keine Gehälter mehr zahlen. Dazu kommen die laufenden Kosten.“

Doch sollten die katholischen Schulen schließen müssen, hätte das schwerwiegende Folgen für die beiden Länder, befürchtet Boutros: „Manche islamistische Einrichtungen warten schon darauf, in diese Lücke zu springen und die Kinder zu indoktrinieren. Weniger katholische Schulen bedeuten mehr Extremismus.“

Marielle Boutros, Lehrerin aus Beirut und Koordinatorin von KIRCHE IN NOT vor Ort.

Millionen Kinder drohen ohne Bildung aufzuwachsen

Laut Boutros hätten die Lehrer aufgrund der hohen Inflation in Syrien und im Libanon oft nicht mehr als umgerechnet 30 Euro im Monat zur Verfügung: „Allein die Fahrt zur Arbeit frisst das ganze Gehalt auf.“ An vielen öffentlichen Schulen im Libanon seien die Lehrer deswegen in Streik getreten, so falle der Unterricht aus und Millionen Kinder drohten ohne Bildung aufzuwachsen. „Wir können viele von ihnen an den katholischen Schulen aufnehmen. Die Christen erfüllen hier eine wichtige Aufgabe. Die Kinder lernen die christlichen Werte kennen, und im Miteinander wächst auch die Toleranz.“

Auch die Unterstützung von „Kirche in Not“ zum Bau von Solaranlagen und die Sanierung der Schulgebäude sei sehr wichtig: „Das hilft den Schulen, autark zu werden.“

Das Hilfspaket umfasst Stipendien für über 16 000 Schüler sowie Gehaltszuschüsse für 6000 Lehrer an rund 180 katholischen Schulen.

In Bildung investieren, um Exodus zu bremsen

Im Libanon leben seit dem wirtschaftlichen Zusammenbruch des Landes ab 2019 nach UN-Angaben rund 70 Prozent der Bevölkerung in extremer Armut, in Syrien sind es 90 Prozent. Dort hat der Krieg zu einem Rückgang der christlichen Bevölkerung um mehr als zwei Drittel geführt, heute leben schätzungsweise unter einer halben Million Christen in Syrien.

Auch im Libanon, das mit schätzungsweise 2,2 Millionen Gläubigen die zahlenmäßig größte christliche Gemeinschaft im Nahen Osten beherbergt, hält der Trend zur Auswanderung weiter an. Vor allem junge Familien verlassen das Land. Die katholischen Schulen und Bildungseinrichtungen setzen hier an und wollen junge Menschen Zukunftschancen in ihrer Heimat ermöglichen.

KIRCHE IN NOT hatte bereits 2022 Hilfsgelder für über 200 katholische Schulen im Libanon auf den Weg gebracht, um ihnen den Start nach den Sommerferien zu ermöglichen.

Mit Ihrer Spende ermöglichen Sie tausenden Kindern Zugang zu exzellenter Schulbildung – helfen Sie mit Ihrer Spende online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Verwendungszweck: Libanon oder Syrien

Um den anhaltenden Exodus junger Menschen aus Syrien zu verhindern, bittet der syrisch-katholische Erzbischof von Homs, Julian Yacoub Mourad, um mehr Unterstützung für Schulen und Kulturangebote. „Wir sollten nicht nur Lebensmittel verteilen, sondern auch Projekte in Schulen, Kunst und Musik ins Leben rufen, damit die Menschen spüren, dass sie ein Recht auf Leben und Zukunft in Syrien haben.“ Mourad äußerte sich beim Besuch einer Delegation von KIRCHE IN NOT in Syrien.

Die schwierigen Verhältnisse im syrischen Schulwesen sieht er als eine der größten Herausforderungen für sein Land. „Die Ausbildung befindet sich in einer schweren und heiklen Krise“, sagte Mourad. Schüler und Lehrer hätten ein Recht auf ein gutes Arbeitsumfeld. Doch die Lehrergehälter lägen umgerechnet bei nur 18 bis 22 Euro im Monat – „unter der Menschenwürde“, beklagte der Bischof.

Auch die nach wie vor verhängten Sanktionen und die allgegenwärtige Korruption verstärkten die Auswanderungstendenzen: „Viele Familien haben die Hoffnung in dieses Land verloren und wollen nicht, dass ihre Kinder in einem Land aufwachsen, in dem sie nicht sicher sind.“ Zurückblieben meist ältere und hilfsbedürftige Menschen.

Julian Yacoub Mourad, syrisch-katholischer Erzbischof von Homs.

„Wir müssen die Jugendlichen mehr einbinden”

Priester und Bischöfe seien aktuell mehr denn je auf die Mitarbeit von engagierten Gläubigen angewiesen, um den Menschen beistehen zu können. Viele Seelsorger seien angesichts der vielen sozialen Aufgaben überlastet. „Wir müssen auch mehr die Jugendlichen einbinden. Sie haben neue und erfrischende Ideen, und wir brauchen sie, um die Zukunft zu gestalten“, betonte Erzbischof Mourad. Gleichzeitig sei es wichtig, die Menschen in ihrer Selbstverantwortung zu stärken, sonst bestehe die Gefahr, „dass die Menschen zu sehr von der Hilfe der Kirche abhängig werden“.

Mourad wurde im März 2023 zum syrisch-katholischen Erzbischof von Homs geweiht; mit seiner Weihe nahm er den Namen Julian Yacoub an, vorher war er unter seinem Geburtsnamen Jacques bekannt.

Die schwierigen Verhältnisse im syrischen Schulwesen sind eine große Herausforderung.

Vom Islamischen Staat verschleppt

2015 war Mourad von Terroristen des „Islamischen Staates“ verschleppt und fünf Monate gefangen gehalten worden; sein Schicksal hatte international Aufmerksamkeit erregt. In seiner Geiselhaft habe er gelernt, dass Vergebung nicht „gemacht“ werden könne. „Vergebung bedeutet: Gott einen Platz in unserem Herzen vergeben, damit er in uns vergibt.“

Mourad berichtete, dass er in einem kleinen Badezimmer gefangen gehalten worden sei. Jedes Mal, wenn ein Terrorist den Raum betrat, habe er „nur Barmherzigkeit für diesen Menschen empfunden. Obwohl ich auch mit Wut und anderen starken Emotionen konfrontiert war, habe ich in diesem Augenblick keine solche Gefühle empfunden, sondern nur Barmherzigkeit.“

„Alles, was wir können, kommt von Gott”

Es brauche Demut, um sich einzugestehen, dass der Mensch nicht von sich aus zu einer solchen Einstellung fähig sei, betonte der Bischof: „Alles, was wir können, kommt von Gott, auch die Vergebung.“

Um notleidenden Christen in Syrien weiterhin helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
BIC: GIBAATWWXXX
Verwendungszweck: Syrien

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