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Während in Nigeria die Entwaffnung ehemaliger Mitglieder von Boko Haram und des IS-Ablegers ISWAP (Islamischer Staat Westafrikanische Provinz) erste Erfolge zeigt, melden Projektpartner von KIRCHE IN NOT aus dem benachbarten Kamerun neue Angriffe der Terrormilizen.

Die Terroreinheiten hätten ihren Aktionsradius auf die Gegend um den Tschadsee und das Mandara-Gebirge ausgedehnt. Der Tschadsee liegt zwischen Tschad, Kamerun, Nigeria und Niger, das Mandara-Gebirge zwischen Nigeria und Kamerun.

Der Norden Kameruns war auch schon in früheren Jahren von terroristischen Attacken betroffen, diese hätten jedoch jüngst wieder zugenommen, so die Projektpartner. In der Region halten sich zudem zahlreiche Flüchtlinge aus Nigeria auf, die vor den Boko-Haram-Überfällen in ihrem Heimatland geflohen sind.

Ein Gemeindeseelsorger, der aus Sicherheitsgründen anonym bleiben muss, berichtet von regelmäßigen Überfällen und Anschlägen der Terrormilizen auf Dörfer am Mount Oupay, etwa 20 Kilometer nordwestlich von Mokolo, der Hauptstadt des Bezirks Mayo-Tsanaga im äußersten Norden Kameruns.

Verstümmelte Frauen.
Diesen Frauen wurde bei einem Überfall auf ein kamerunisches Dorf von den Terroristen jeweils ein Ohr abgeschnitten.

Überfall in der Nacht

„Wir haben einen weiteren ,Besuch’ von Boko Haram erhalten“, schreibt der Priester in einer Nachricht Ende März an KIRCHE IN NOT. „Die Milizen haben zwei Menschen getötet, brannten die Häuser nieder und raubten Kleidung und Vieh. Wir dachten sie würden uns nicht erreichen, weil unser Dorf auf dem Berg liegt, aber leider haben wir uns geirrt.“

Der Gemeindepfarrer beschreibt auch die veränderte Vorgehensweise der Terrormilizen: „Früher sind sie unter lautem Kriegsgeschrei in die Dörfer eingefallen. In jüngster Zeit kommen sie unauffällig in der Nacht, um die Menschen im Schlaf zu überraschen. Sie töten Familienväter und junge Männer, dann plündern sie den Besitz und zerstören alles, was sie nicht mitnehmen können.“

Seit Mitte Februar seien bereits fünf Orte auf seinem Pfarreigebiet überfallen worden. Diese seien jetzt „nahezu menschenleer. Diejenigen, die bleiben, sind gezwungen im Freien in der Kälte und unter armseligen Bedingungen zu leben“, beklagte der Priester gegenüber KIRCHE IN NOT.

Kinder und Jugendliche in Kamerun, die vor dem Terror von Boko Haram in Nigeria geflüchtet sind.

Der lokale Ansprechpartner bittet um Unterstützung für die Sicherheit seiner Gemeinde. „Die Situation ist wirklich besorgniserregend. Wir zählen auf Ihre Gebete“, schreibt der Priester. KIRCHE IN NOT hat aktuell Unterstützung für ein kirchliches Flüchtlingslager in Minawao in Diözese Maroua-Mokolo auf den Weg gebracht, um den Betroffenen des Terrors durch Boko Haram beizustehen.

Seit Ende 2021 kündigt die nigerianische Regierung die Entwaffnung von Mitgliedern der Terrororganisation Boko Haram an. Berichten zufolge legen aktuell Tausende von Aufständischen im Nordosten Nigerias ihre Waffen nieder.

Allein in der vorletzten Märzwoche hätten sich laut einen hochrangigen nigerianischen General 7000 ehemalige Mitglieder von Boko Haram und ISWAP ergeben. Den Berichten der Projektpartner von KIRCHE IN NOT zufolge bedeutet das jedoch noch nicht das vollständige Aus für die terroristische Gewalt.

Unterstützen Sie den Einsatz der Kirche für die Menschen in Kamerun mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Kamerun

Jenen Tag im November 2018 wird die jetzt 21-jährige Sophia [Name von der Redaktion geändert] nie vergessen. Immer wieder neu muss sie ihn durchleben – bis heute.

Die junge Frau lebte damals auf einem Bauernhof im Nordosten Nigerias, nur wenige Kilometer von der Provinzhauptstadt Maiduguri entfernt. Sophia, ihre jüngere Schwester und die Eltern arbeiteten im Freien, als junge Männer den Bauernhof umstellten. Auf Motorrädern waren sie gekommen. Vom Vater verlangten sie die Herausgabe der Mädchen, sonst müsse er sterben.

Was sich danach abspielte, ist schwer in Worte zu fassen. Nach der Weigerung des Vaters, seine Töchter auszuliefern, hielt Sophia seinen Kopf in ihren Händen. Die Angreifer hatten ihn enthauptet. Sophia fiel in Ohnmacht.

Nigeria Camp für vertriebene Mütter und Kinder
Der Priester Joseph Bature Fidelis (links) in einem Camp für vertriebene Mütter und Kinder im Bistum Maiduguri.

„In ständiger Angst, getötet zu werden”

„Seither hat sie immer wieder Flashbacks [traumatische Rückerinnerungen; Anm. d. Red.]. Sie lebt in der ständigen Angst, getötet zu werden“, berichtet Joseph Bature Fidelis gegenüber KIRCHE IN NOT. Der Priester hat auch einen Abschluss in Klinischer Psychologie und betreut die junge Frau.

Mit der grausamen Ermordung ihres Vaters war das Martyrium von Sophia nicht zu Ende – im Gegenteil. Nach einer längeren Zeit der Bewusstlosigkeit wachte sie im Dschungel auf. Die jungen Männer hatten sie in ein Lager der Terrorgruppe Boko Haram verschleppt. Den Horror, den Sophia dort erlebte, beschreibt der Priester und Therapeut nicht näher. Nur so viel: „Sie wurde dort wiederholt gefoltert und auf jede erdenkliche Weise missbraucht.“

Grundsteinlegung des Zentrums für Traumabetreuung im Bistum Maiduguri durch Bischof Oliver Dashe Doeme.

Gefoltert und missbraucht

Ihr gelang schließlich die Flucht. Verwundet, erschöpft und voller Schmerzen traf sie auf einen älteren Mann. Er half ihr, sich in Sicherheit zu bringen. Sophia konnte sich jedoch beim besten Willen nicht erinnern, wo ihr Elternhaus lag. Stunden dauerte es, bis sich die Fragmente in ihrem Gedächtnis zusammenfügten und sie zu ihrer Familie gebracht werden konnte.

„Damals konnte Sophia weder sprechen noch erklären, was geschehen war“, erzählt Joseph Bature Fidelis. Ihre Mutter hatte sie zu ihm gebracht. „Sie sah Geister und Menschen ohne Kopf. Sie halluzinierte und hatte bedrängende Gedanken.“

Sophia ist eines der vielen Opfer von Boko Haram, das im Traumahilfezentrum der Diözese Maiduguri Hilfe erhält. KIRCHE IN NOT unterstützt die Initiative, um den an ihrer Seele verwundeten Menschen Heilung zu ermöglichen. Joseph Bature Fidelis arbeitet dort. Jetzt sollen dort neue Gebäude entstehen; die Bauarbeiten haben bereits begonnen.

Frau aus Nigeria mit Kind (Foto: KIRCHE IN NOT/Jaco Klamer).

Psychologischer Hilfsdienst betreut traumatisierte Menschen

Schicksale wie das von Sophia gibt es im Nordosten Nigerias viele. Seit Jahren wird die Region von dschihadistischen Terrormilizen heimgesucht. Muslime leiden unter ihnen ebenso wie die Christen. „Durch Boko Haram haben viele Menschen ihr Leben verloren. Viele wurden vertrieben und leben in Lagern“, so der Priester.

Doch es geht nicht nur um psychologische Hilfe, betont Joseph Bature Fidelis. Seine Einrichtung hilft den Binnenflüchtlingen auch, wieder Tritt im Leben zu fassen und sich zu integrieren: „Wir arbeiten mit allen Beteiligten zusammen, um auf die Gefahr von Stigmatisierung und die Notwendigkeit sozialer Integration aufmerksam zu machen.“

Auf dem Weg in ein einigermaßen normales Leben begleiten

Durch die Unterstützung von KIRCHE IN NOT für diesen Dienst konnte hunderten Menschen geholfen werden, nach den Schrecken des Boko-Haram-Terrors wieder neu zu beginnen.

Sophia geht es heute viel besser. Sie erhielt Medikamente und eine Therapie. Die Halluzinationen verschwanden. Sie isst wieder besser, schläft normal. Sie hat große Fortschritte auf dem Weg in ein einigermaßen normales Leben gemacht. Derzeit arbeitet sie als Näherin. In das Traumahilfezentrum kommt sie regelmäßig zur Nachsorge.

Sie hat große Zukunftspläne: „Sie hat gefragt, ob sie ihre Ausbildung fortsetzen kann, da sie nur einen einfachen Schulabschluss hatte. Und jetzt hat sie sich für Aufnahmeprüfungen angemeldet, um später an der Hochschule studieren zu können“, berichtet Joseph Bature Fidelis. Boko Haram soll nicht das letzte Wort haben.

Unterstützen Sie die Arbeit der Diözese Maiduguri für traumatisierte Menschen und den Einsatz der Kirche Nigerias für die Betroffenen von Terror und Gewalt! Mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Nigeria

Jenen Tag im November 2018 wird die jetzt 21-jährige Sophia [Name von der Redaktion geändert] nie vergessen. Immer wieder neu muss sie ihn durchleben – bis heute. Die junge Frau lebte damals auf einem Bauernhof im Nordosten Nigerias, nur wenige Kilometer von der Provinzhauptstadt Maiduguri entfernt. Sophia, ihre jüngere Schwester und die Eltern arbeiteten im Freien, als junge Männer den Bauernhof umstellten. Auf Motorrädern waren sie gekommen. Vom Vater verlangten sie die Herausgabe der Mädchen, sonst müsse er sterben.

Was sich danach abspielte, ist schwer in Worte zu fassen. Nach der Weigerung des Vaters, seine Töchter auszuliefern, hielt Sophia seinen Kopf in ihren Händen. Die Angreifer hatten ihn enthauptet. Sophia fiel in Ohnmacht. „Seither hat sie immer wieder Flashbacks [traumatische Rückerinnerungen; Anm. d. Red.]. Sie lebt in der ständigen Angst, getötet zu werden“, berichtet Joseph Bature Fidelis dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“. Der Priester hat auch einen Abschluss in Klinischer Psychologie und betreut die junge Frau.

„Auf jede erdenkliche Weise missbraucht“

Mit der grausamen Ermordung ihres Vaters war das Martyrium von Sophia nicht zu Ende – im Gegenteil. Nach einer längeren Zeit der Bewusstlosigkeit wachte sie im Dschungel auf. Die jungen Männer hatten sie in ein Lager der Terrorgruppe Boko Haram verschleppt. Den Horror, den Sophia dort erlebte, beschreibt der Priester und Therapeut nicht näher. Nur so viel: „Sie wurde dort wiederholt gefoltert und auf jede erdenkliche Weise missbraucht.“

Ihr gelang schließlich die Flucht. Verwundet, erschöpft und voller Schmerzen traf sie auf einen älteren Mann. Er half ihr, sich in Sicherheit zu bringen. Sophia konnte sich jedoch beim besten Willen nicht erinnern, wo ihr Elternhaus lag. Stunden dauerte es, bis sich die Fragmente in ihrem Gedächtnis zusammenfügten und sie zu ihrer Familie gebracht werden konnte.

„Damals konnte Sophia weder sprechen noch erklären, was geschehen war“, erzählt Joseph Bature Fidelis. Ihre Mutter hatte sie zu ihm gebracht. „Sie sah Geister und Menschen ohne Kopf. Sie halluzinierte und hatte bedrängende Gedanken.“ Sophia ist eines der vielen Opfer von Boko Haram, das im Traumahilfezentrum der Diözese Maiduguri Hilfe erhält. „Kirche in Not“ unterstützt die Initiative, um den an ihrer Seele verwundeten Menschen Heilung zu ermöglichen. Joseph Bature Fidelis arbeitet dort. Jetzt sollen dort neue Gebäude entstehen; die Bauarbeiten haben bereits begonnen.

Psychologischer Hilfsdienst betreut traumatisierte Menschen

Schicksale wie das von Sophia gibt es im Nordosten Nigerias viele. Seit Jahren wird die Region von dschihadistischen Terrormilizen heimgesucht. Muslime leiden unter ihnen ebenso wie die Christen. „Durch Boko Haram haben viele Menschen ihr Leben verloren. Viele wurden vertrieben und leben in Lagern“, so der Priester.

Genau dort setzt die Diözese Maiduguri an. Sie hat einen psychologischen Hilfsdienst aufgebaut: Ärzte und Psychologen schulen sogenannte Laien-Berater, die in verschiedenen Flüchtlingslagern psychologische Ersthilfe, Gruppenberatung und psychosoziale Unterstützung leisten. Zwei Fachleute betreuen Einzelpersonen, die mehr Zuwendung brauchen. In besonders schweren Fällen werden traumatisierte Menschen in eine neuropsychiatrische Klinik überwiesen.

Boko Haram soll nicht das letzte Wort haben

Doch es geht nicht nur um psychologische Hilfe, betont Joseph Bature Fidelis. Seine Einrichtung hilft den Binnenflüchtlingen auch, wieder Tritt im Leben zu fassen und sich zu integrieren: „Wir arbeiten mit allen Beteiligten zusammen, um auf die Gefahr von Stigmatisierung und die Notwendigkeit sozialer Integration aufmerksam zu machen.“ Durch die Unterstützung von „Kirche in Not“ für diesen Dienst konnte hunderten Menschen geholfen werden, nach den Schrecken des Boko-Haram-Terrors wieder neu zu beginnen.

Sophia geht es heute viel besser. Sie erhielt Medikamente und eine Therapie. Die Halluzinationen verschwanden. Sie isst wieder besser, schläft normal. Sie hat große Fortschritte auf dem Weg in ein einigermaßen normales Leben gemacht. Derzeit arbeitet sie als Näherin. In das Traumahilfezentrum kommt sie regelmäßig zur Nachsorge. Sie hat große Zukunftspläne: „Sie hat gefragt, ob sie ihre Ausbildung fortsetzen kann, da sie nur einen einfachen Schulabschluss hatte. Und jetzt hat sie sich für Aufnahmeprüfungen angemeldet, um später an der Hochschule studieren zu können“, berichtet Joseph Bature Fidelis. Boko Haram soll nicht das letzte Wort haben.

„Nigeria droht auseinanderzubrechen“, warnen die nigerianischen Bischöfe, die angesichts der schwerwiegenden Mängel staatlicher Institutionen beklagen und insbesondere deren Unfähigkeit, Sicherheit für alle zu gewährleisten, was eine Spaltung zwischen den verschiedenen nationalen Gruppen verursache, aus denen die Föderation besteht.

„Der Drang zur Selbstverteidigung gewinnt rasch an Boden. Viele ethnische Gruppen schlagen lautstark die Trommeln des Krieges und fordern nicht nur mehr Autonomie, sondern auch den endgültigen Verzicht auf einen föderativen Staat, in die sie jegliches Vertrauen und Zugehörigkeitsgefühl verloren haben. Diese Forderungen nach ethnischer Sezession sollten nicht ignoriert oder leicht genommen werden“, so die Bischöfe in einer gemeinsamen Erklärung.

Das Versagen der Regierung ist laut den Bischöfen die Ursache für die Entmutigung der Nigerianer im Hinblick auf die Einheit: „Viele haben die Möglichkeit und das Bemühen um Nigerias als geeintes Land aufgegeben. Kein Wunder, dass viele nichtstaatliche Akteure die Lücke füllen, die durch das konkrete Versagen der Regierung entstanden ist“, betonen die Bischöfe.

„Die Bundesregierung unter Präsident Muhammadu Buhari darf die Einhaltung ihrer Verpflichtung zur Regierung der Nation nicht länger hinauszögern und muss dabei nicht nach ethnischen und religiösen Vorurteilen, sondern nach objektiven und positiven Grundsätzen von Korrektheit, Gerechtigkeit und vor allem Aufrichtigkeit handeln“, heißt es in der Erklärung. „Wir sprechen diese Warnung aus einer tiefen patriotischen Liebe zu unserer Nation aus“, unterstreichen die Bischöfe.

Trotz der anhaltenden Krisen bekräftigen die Bischöfe „das Vertrauen in die Machbarkeit und Wünschbarkeit des Projekts Nigeria als prosperierende Nation unter dem Schutz des Herrn“. „Wir sind aber auch davon überzeugt, dass der Aufbau einer solchen Nation, insbesondere unter unseren gegenwärtigen Umständen, Kosten verursacht”, so die Bischöfe abschließend „Wir sind auch davon überzeugt, dass eine Spaltung weitaus höhere Kosten verursacht als das, was nötig ist, um uns zusammenzuhalten… Wir müssen die notwendigen Opfer bringen, um unsere Differenzen besser zu bewältigen und sie von einer negativen in eine positive Energie umzuwandeln“. (Quelle: Fidesdienst, Bild: TUBS/wikipedia)

Trotz der jüngsten gewalttätigen Übergriffe auf christliche Gemeinden in Nigeria an Weihnachten sieht Bischof Oliver Dashe Doeme aus Maiduguri die islamistische Gewalt zum Scheitern verurteilt. „Boko Haram wird uns niemals unseren Glauben nehmen. Vergangenes Jahr hatten wir in meiner Diözese mehr Katholiken als vor Beginn der islamistischen Anschläge. Über 200 Kirchen wurden niedergebrannt, ebenso einige kirchliche Schulen. Aber wir werden nicht untergehen“, erklärte Dashe Doeme im Gespräch mit dem weltweiten päpstlichen Hilfswerk „Kirche in Not“.

Trotz Terror wachsen die christlichen Gemeinden

Wie internationale Medien berichteten, wurde das Dorf Pemi im Nordosten Nigerias, das zum Bundestaat Borno gehört, am Heiligabend von bewaffneten Angreifern überfallen. Dabei wurden mindestens elf Personen getötet und das Gotteshaus der evangelikalen „Church of Brethren“ niedergebrannt. Wenig später traf es dann die Gemeinde in Garkida im benachbarten Bundesstaat Adamawa. Auch dort wurden lokalen Sicherheitsbehörden zufolge acht Menschen getötet. Pemi liegt unweit des Ortes Chibok, wo 2014 über 270 mehrheitlich christliche Schülerinnen entführt worden waren.

Er lasse sich von den jüngsten Überfällen nicht entmutigen, erklärte Bischof Dashe Doeme gegenüber „Kirche in Not“. Er stelle vielmehr eine Gegenbewegung fest: „Unser Glaube wird immer stärker und stärker. In einer Gemeinde in meinem Bistum Maiduguri wurden an Heiligabend 100 Menschen getauft. So lange das Reich Gottes besteht, werden es keine bösen menschlichen Gewalten überwinden. Gott wird Boko Haram zu seiner Zeit zerschlagen.“

Rund 12 000 Christen seit 2015 getötet

Nach Angaben der nigerianischen Organisation „International Society for Civil Liberties an the Rule of Law“ wurden seit Juni 2015 an die 12 000 Christen in Nigeria getötet. Auch an Weihnachten wurden bereits in der Vergangenheit wiederholt Christen ermordet: 2019 enthaupteten Angehörige der Terrorgruppe ISWAP (Islamic State West African Province, Islamischer Staat von Westafrika) am ersten Weihnachtstag zehn Christen. Auf das Konto von Boko Haram ging ein Überfall auf ein überwiegend von Christen bewohntes Dorf mit sieben Todesopfern am selben Tag.

„Die Angriffe sollen die Gemeinden verängstigen“, erklärte Dashe Doeme. Die Schwierigkeiten der nigerianischen Regierung, die islamistischen Einheiten zu bekämpfen, führt der Bischof auch auf Indiskretionen in den Sicherheitsbehörden zurück: „Es gibt Saboteure, die Informationen an Boko Haram weitergeben.“ Dashe Doeme dankte für alle Unterstützung in dieser schweren Zeit: „Unsere größte Unterstützung kommt von ,Kirche in Not’. Ohne das Hilfswerk würde meine Diözese zusammenbrechen. Wir werden weiterhin für die Wohltäter beten und sie in Ehren halten.“

Unterstützen Sie die verfolgten Christen Nigerias und den Einsatz der Kirche für die pastorale und karitative Versorgung von Terroropfern und Vertriebenen! Spenden Sie entweder online unter: www.kircheinnot.at/helfen/spenden

Nach Angaben der Vereinten Nationen wurden am vergangenen 28. November im Dorf Zabarmari, in einem Reisanbaugebiet bei Jere im Bundesstaat Borno im Norden Nigerias, über 110 Bauern und Landarbeitern von Kämpfern der Boko Haram getötet.

„Am frühen Nachmittag des 28. November führten bewaffnete Männer auf Motorrädern einen brutalen Angriff auf Zivilisten durch, die auf den Feldern in Koshobe und anderen ländlichen Gemeinden im Gebiet von Jere auf den Feldern arbeitete“, berichtet Edward Kallon, Koordinator der humanitären Hilfen in Nigeria.
Der blutige Angriff könnte eine Vergeltung für die Verhaftung eines Mitglieds von Boko Haram durch eine Gruppe von Landarbeitern sein, der von diesen den lokalen Sicherheitskräften übergeben worden war.

Unterdessen beklagt Erzbischof Ignatius Ayau Kaigama von Abuja, dass die nigerianische Regierung die katholische Kirche von Hilfsprogrammen für die Opfer des Terrorismus der Boko-Haram-Bewegung ausschließt. „Die katholische Kirche mit ihrer Erfahrung im Umgang mit und für die Armen und ihrer Unterstützung für die Opfer von Terrorismus und anderen Katastrophen wird überraschenderweise nicht in bei der Zuweisung von Hilfe durch ausländische Regierungen berücksichtigt“, so Erzbischof Kaigama in einer Erklärung, die vom katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“ veröffentlicht wurde.

Der Erzbischof von Abuja fügte hinzu: „Ebenso hat die Regierung bei der Einrichtung der Entwicklungskommission für die Regionen im Nordosten, in den Boko Haram aktiv ist, keinen Vertreter der katholischen Kirche aufgenommen, deren Abteilung für Gerechtigkeit, Entwicklung und Frieden geistliche und psychologische Begleitung erheblich gefördert und Tausende von Menschen, die von terroristischer Gewalt betroffen sind, materiell unterstützt hat“.
Die Unsicherheit betreffe auch die Bundeshauptstadt Abuja. „Letzte Woche wurden fünf Kinder derselben Familie in einer unserer Pfarreien in der Erzdiözese Abuja vom Gelände hinter dem Pfarrhaus entführt, und am folgenden Tag wurde auch eine Frau verschleppt, als sie sich auf ihre kirchliche Hochzeit vorbereitete. Die Vermissten wurden noch nicht wieder gefunden “, Berichtet Erzbischof Kaigama.

Auch ein katholischer Priester befinde sich noch in den Händen der Entführer. Pfarrer Matthew Dajo wurde am Sonntag, dem 22. November, in seinem Haus in der Pfarrei St. Anthony in Yangoji in Abuja von bewaffneten Männern angegriffen und entführt. „Einer meiner Priester befindet sich noch in den Händen der Entführer. Ich bitte alle, für seine Freilassung zu beten “, so Erzbischof Kaigama abschließend. (Quelle: Fidesdienst und Kirche in Not, Bild: Open Doors)

In einer Botschaft zum 60. Jahrestag der Unabhängigkeit Nigerias von der britischen Herrschaft am 1. Oktober, äußerte Bischof Matthew Kukah von Sokoto scharfe Kritik am Präsidenten des Landes, Mohammadu Buhari, und warf ihm vor, es versäumt zu haben, die anhaltende Gewalt, die sich zum großen Teil gegen Christen richtet, einzudämmen.

„Wo sind die Chibok-Töchter? Wo ist Leah Sharibu? Wer sind die gedungenen Mörder, die unser Land überrannt haben? Unser Land ist jetzt ein Blutbad. Herr Präsident, bitte drehen Sie die Uhr zurück, bevor es zu spät ist. Ich bete für Sie, dass Gott Ihr Herz berührt, damit Sie die Ideale derer annehmen, die vor Ihnen kamen. Dies ist nicht das Nigeria, von dem sie geträumt haben“, sagte der Bischof in der Erklärung, die er an die päpstliche Stiftung KIRCHE IN NOT (ACN) sandte.

Vor dem Hintergrund der Tötung christlicher Bauern, hauptsächlich durch muslimische Fulani-Hirten fügte der geistliche Würdenträger hinzu, dass „Vetternwirtschaft unter Verletzung der Verfassung zur neuen Ideologie dieser Regierung geworden ist“. In Anlehnung an diese Ideologie hat der Präsident schätzungsweise 85 % der Schlüsselpositionen an die Muslime im Norden abgegeben und dafür gesorgt, dass Männer seines Glaubens in den kritischsten Bereichen unseres nationalen Lebens, nämlich in der Nationalversammlung und in den Sicherheitsbehörden, die Zügel der Macht fest in der Hand halten!

Bischof Kukah erhob den Vorwurf, dass „der Präsident recht gewissenhaft und konzentriert eine Agenda verfolgt hat, die den Bestrebungen und Hoffnungen unseres Volkes über die religiösen Grenzen hinweg eindeutig fremd ist. Nigeria war nicht so, bevor er kam. Wie lange wird diese Lüge noch andauern, bis sie in unseren Gesichtern schmilzt? Wir leben eine Lüge und wir wissen es.“ „In Nigeria ist die Staatsführung ein kriminelles Unterfangen und kein Ruf zum Dienst“, sagte der Bischof.

In den vergangenen sieben Monaten kam es im Süden des Bundesstaates Kaduna im nördlichen Zentralnigeria ununterbrochen zu Angriffen auf christliche Gemeinden, bei denen 178 Menschen ums Leben kamen. In einer dem Internationalen Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) zugegangenen Stellungnahme der katholischen Bischöfe der Provinz Kaduna prangern die Bischöfe an: „Dunkle Wolken der Gewalt umhüllen unser Land. Unser Land befindet sich im festen Griff des Sensenmanns. In den letzten Jahren haben die Gewalttäter das Land übernommen und unsere Sicherheitskräfte in die Defensive gedrängt.“

In den vergangenen zehn Jahren bestand Nigerias größte Herausforderung darin, die Terrorgruppe Boko Haram in Schach zu halten; vor zwei Jahren gab das Militär bekannt, dass sich die Gefahr verringert habe. „Aber“, so die Bischöfe, „unsere Freude war nur von kurzer Dauer, da sich die Situation zunehmend verschlechtert hat. Heute befinden sich fast alle Bundesstaaten des Nordens in den Händen dieser Gewalttäter und Überbringer des Todes. In den letzten drei Jahren wurden wir zu Zeugen ständiger Überfälle und Plünderungen ganzer Gemeinden durch Verbrecher in Staaten wie Benue, Kebbi, Plateau, Kaduna, Katsina, Nasarawa, Niger, Sokoto und Zamfara. Tausende Menschen haben durch diese Banditen, die mit unerbittlicher Hemmungslosigkeit operieren, ihr Leben verloren“. Sie fügen hinzu: „Die Verwüstungen von Boko Haram, von den Viehhirten, den Entführern und den Banditen haben uns alle zu Opfern gemacht.“

Pater Sam Ebute weiß aus erster Hand, wovon die Bischöfe sprechen. Der Missionar aus der Gesellschaft der Afrikamissionen SMA lebt in Kagoro, einer der betroffenen Gemeinden, wo er als Leiter der Stelle für geistliche Berufungen arbeitet. Kürzlich musste er 21 seiner Gemeindemitglieder begraben, die bei einem Angriff getötet wurden: „Es geschah am 21. Juli gegen 23.20 Uhr im Dorf Kukum Daji, etwa zehn Autominuten von Kagoro entfernt. In der Gemeinde fand gerade ein Jugndtreffen statt, als plötzlich Schüsse und Schreie von Männern zu hören waren. Sie wussten sofort, was los war, weil sie es bereits in Agwala, Doka, Kaura und Zangon Kataf erlebt hatten“, so Pater Ebute gegenüber KIRCHE IN NOT.

„In weniger als zwei Stunden töteten die Verbrecher 17 junge Menschen, meist Mädchen. Vier weitere Menschen starben auf dem Weg zum oder im Krankenhaus, so dass sich die Zahl der Todesopfer auf 21 erhöhte. 30 weitere Menschen wurden schwer verletzt und mussten in den Krankenhäusern in Kafanchan und Kaduna behandelt werden.“

Der Priester musste nicht zum ersten Mal Gläubige begraben: „Seit vier Jahren, seit ich im Jahr 2016 zum Priester geweiht wurde, begrabe ich meine Gemeindemitglieder. 2017 musste ich in Táchira eine Frau begraben, die mit ihren vier Kindern in der Nacht getötet worden war. Im Jahr 2018 musste die Gemeinde in Tsonje ebenfalls vier getötete Menschen begraben. Im Jahr 2019 wurden in Zunruk sieben junge Menschen am helllichten Tag beim Fußballspielen getötet.“

Der letzte Anschlag galt Kukum Daji. Alle diese Gemeinden befinden sich in Gebieten, in denen die Missionare ihren Dienst ausüben. Sie alle gehören zur Hauptpfarrei St. Joseph von Kagoro in der Diözese Kafanchan. „In den vergangenen sieben Wochen haben wir unsere Gemeindemitglieder begraben, ohne dass ein Ende in Sicht ist. Die jüngsten Angriffe haben uns alle in Angst versetzt, vor allem aber in Angst vor dem Unbekannten. Denn wir wissen nicht, wann die nächsten Angriffsrunden stattfinden und was sie auslösen werden. Wir können unseren Glauben nicht in Frieden ausüben. Wir haben kein Vertrauen in die Sicherheit unserer Häuser“, erklärt der Missionar.

Dies wirkt sich auf das tägliche Leben aus: „Unsere Bewegungsfreiheit ist eingeschränkt, unsere Gläubigen können ihre Tätigkeiten nicht frei ausüben. Jetzt ist Erntezeit, aber die Menschen wagen es nicht, auf die Felder zu gehen, aus Angst, dort angegriffen zu werden. Sie haben ihre Ernten verderben lassen. Es ist, als ob sie uns wegen unseres Glaubens sterben lassen.“

Auf die Frage nach seiner Aufgabe als Priester und Missionar antwortet Pater Ebute: „Wer als Hirte der Gläubigen solche Angriffe erlebt, leidet genauso darunter wie sie. Dennoch müssen wir an ihrer Seite sein, um sie zu trösten, für sie zu beten und sie zu ermutigen, ihren Glauben an Gott zu bewahren und standhaft zu bleiben. Wir bieten geistige, moralische und materielle Unterstützung, so gut wir können.“

„Die Menschen in Süd-Kaduna fühlen sich in ihrer Trauer von ihrem Gouverneur im Stich gelassen“, kritisieren die Bischöfe in der Stellungnahme. Pater Ebute stimmt zu: „Was all dies noch schwieriger macht, ist, dass die Regierung keine entschiedenen Maßnahmen ergreift, um die Bedrohung zu stoppen. Das ist besonders verheerend und frustrierend. Schwierig ist es außerdem, Menschen Vergebung, Versöhnung, Frieden und Liebe zu predigen, deren Lebensgrundlagen weggenommen wurden, deren Wohlstand durch diese Anschläge geschmälert und zerstört wird.“

Trotz der Morde, der unbeschreiblichen Gewalt, all der Schmerzen und allem Leid vertraut der Missionar auf Gott: „In dieser Situation tröstet mich die Tatsache, dass Gott nicht tot ist und dass er uns sieht. Seine Zeit wird kommen. Er hat uns in Psalm 46,10 gesagt, wir sollen auf ihn vertrauen. Das Blut dieser Märtyrer wird nicht vergeblich sein.“

Ishaku Manawa arbeitet als Pastor in einer für Christen sehr gefährlichen Gegend: In Adamawa, einem Bundesstaat im Nordosten Nigerias. Zu Spitzenzeiten des Terrors von Boko Haram befanden sich hier ganze Landstriche unter islamistischer Kontrolle. Sie hatten zeitweise sogar Mubi und Yola, zwei große Städte des Bundesstaates, eingenommen.

Regierungstruppen befreiten die Gegend zwar im Jahr 2015, doch die Gewalt gegen Christen hält weiter an. Boko Haram gewinnt erneut an Kraft, während zudem islamistische Hirten aus dem Fulani-Stamm  christliche Dörfer ungestraft angreifen. Und das ist auch der Grund dafür, warum Ishaku hier seinen Dienst tut: „Ich will dorthin gehen, wo es den Menschen schlecht geht oder sie noch nie etwas von Jesus gehört haben“, sagt er.

Ishakus Familie lebt zurzeit in Mubi, aber drei bis vier Tage die Woche fährt er über Nacht in die umliegenden Dörfer, um den Gläubigen dort beizustehen. Er weiß, dass er damit jedes Mal sein Leben riskiert. Und der Schmerz, enge Freunde zu verlieren, ist Ishaku nur allzu vertraut. Er schätzt, dass islamistische Terroristen etwa 50 Menschen umgebracht haben, um die er sich gekümmert hat, allein 37 davon gehörten zu einer Gemeinde, die er leitet. Seine Trauer wird meist etwas abgemildert durch das Wissen, dass es Menschen waren, die eng mit Jesus verbunden waren. „Aber bei anderen macht mir ihr Tod wirklich sehr zu schaffen“, erklärt er. „Weil sie nicht so fest im Glauben standen.“

Ishaku konnte sogar miterleben, dass Mitglieder von Boko Haram Christen wurden – wie beispielsweise ein 17-jähriges Mädchen. „Als sie die Gute Nachricht von Jesus hörte, kehrte sie um. Auch wenn ihr Vater nicht begeistert davon ist, es war ihre Entscheidung“, erzählt er. Damit sie in ihrer Beziehung zu Jesus wachsen kann, half Ishaku ihr, zu einer christlichen Frau in einen anderen Bundesstaat zu ziehen.

Als 2014 Hunderttausende von Boko Haram vertrieben wurden, gründete er eine Gemeinde unter den Flüchtlingen jenseits der Grenze in Kamerun. Kürzlich brachte er Bauern aus Adamawa, die vor islamistischen Fulani-Kämpfern geflohen waren, Lebensmittel. „Wo auch immer es nötig ist, gehe ich hin und ermutige die Christen“, erklärt er. „Und ich kümmere mich darum, dass sie einen Ort finden, an dem sie gemeinsam Gottesdienst feiern können – selbst wenn es unter einem Baum ist. Ich besuche sie regelmäßig und bete mit ihnen.“

Obwohl seine Arbeit von ihm verlangt, dass er viel Zeit getrennt von seiner Familie verbringt, unterstützen ihn seine Frau und seine sieben Kinder. „Meine Frau spornt mich immer wieder an“, erklärt er. „Jedes Mal, wenn ich von Menschen in Not höre, sagt sie mir, dass ich mich zu ihnen auf den Weg machen soll.“ Seine älteste Tochter begleitet ihn sogar gelegentlich auf seinen Reisen.

Ishaku glaubt, dass er dazu berufen ist, diese gefährliche Arbeit zu tun. Als „normaler“ Pastor wäre er nicht glücklich. „Ich kann nicht einfach nur herumsitzen und mich amüsieren“, erklärt er. Er spürt, wie Gott ihn für diese besondere Aufgabe ausrüstet. So, wie andere Christen dazu befähigt werden, ihre jeweilige Aufgabe im Leib Christi auszufüllen – zum Beispiel für Ishaku zu beten. (Quelle: HMK) 

Bischof äußert sich nach Ermordung von Entwicklungshelfern. Die Gewalt durch islamistische Milizen und extremistische Fulani-Hirten gegen Christen in Nigeria stellt einen Völkermord dar, erklärte Bischof Matthew Hassan Kukah aus Sokoto im Nordwesten Nigerias. Im Gespräch mit KIRCHE IN NOT betonte Kukah, dass auch zahlreiche Muslime der Gewalt zu Opfer fielen.

Der Bischof äußerte sich zum Mordanschlag auf fünf Entwicklungshelfer im nordnigerianischen Bundesstaat Borno Ende Juli. Die Terrormiliz „Islamic State West African Province“ (ISWAP), eine Splittergruppe von Boko Haram, hatte ein Video veröffentlicht, dass die Ermordung der Entwicklungshelfer zeigt.

Lokale Berichten zufolge seien drei von ihnen Christen gewesen. Der ISWAP hatte erklärt, das Video solle als Warnung gelten „für all jene, die von Ungläubigen benutzt werden, um Muslime zum Christentum zu bekehren“. Im sogenannten „Middle Belt“, der Zentralregion Nigerias, halten derweil die Übergriffe militanter Fulani-Hirten an. Bei den Attacken handelt es sich um eine Mischung aus Landkonflikten aufgrund der klimatischen Veränderungen und religiösen Auseinandersetzungen.

Seit 2015 rund 6000 Christen getötet

Die Kommission der Bischofskonferenzen der Europäischen Union (COMECE) hatte laut „Vatican News“ im Mai dieses Jahres mitgeteilt, dass in Nigeria seit 2015 rund 6000 Christen getötet worden seien, „vor allem durch Boko Haram und militante Fulani-Hirten, die Terroranschläge gegen christliche Bauern verübt haben“. Auf die Frage, ob die Tötung von Christen durch Fulani nach internationalem Recht als Völkermord eingeordnet werden könne, sagte Kukah: „Das denke ich, ja.“

Tötungen von Christen und Muslimen

Er wies darauf hin, dass Morde wie diese nicht nur auf Christen eingegrenzt werden dürften. Muslime seien gleichfalls betroffen – oft sogar noch mehr: „Diese Tötungen waren im vorwiegend muslimischen Norden von Nigeria noch weit schlimmer, etwa in den Bundesstaaten Katsina, Sokoto und Zamfara.“

Bischof Kukah deutete an, dass die nigerianische Regierung am Aufstieg der terroristischen Gruppen Mitverantwortung trage: „Es ist zu befürchten, dass die Regierung diese Gruppen unbeabsichtigt mitfinanziert – vor allem weil sie die Sicherheitsbehörden infiltriert haben. Die Ineffizienz des Militärs hat die Terroristen mutiger gemacht, und es gibt auch Probleme der Komplizenschaft auf verschiedenen Ebenen des Militärs.“ Kukah zufolge könne es „überhaupt keine Diskussion darüber“ geben, dass Nigeria ein sogenannter „failed state“ sei – ein gescheiterter Staat, der seine grundlegenden Funktionen nicht mehr erfüllen könne. „Nigeria lässt seine Leute im Stich. Aber die Ölfirmen machen auch noch Gewinne mit dem, was vom Land übrig ist.“

Der Bischof kritisierte auch die westlichen Staaten. Sie hätten keine weiteren Anstrengungen unternommen, um Nigeria zu helfen: „Wir hören Versprechungen von den USA und Europa, doch sie verlaufen alle im Sande.“

 KIRCHE IN NOT unterstützt die bedrängten Christen Nigerias seit Langem. Das Land ist einer der Schwerpunkte der Hilfen auf dem afrikanischen Kontinent. Unser Hilfswerk fördert die Ausbildung von Priestern und Ordensleuten und sichert ihren Einsatz für die notleidende Bevölkerung.

Auch finanziert KIRCHE IN NOT den Wiederaufbau zerstörter kirchlicher Einrichtungen und unterstützt die lokalen Bischöfe im Einsatz für den Dialog zwischen Christen und Muslimen, der sich angesichts der gemeinsamen Bedrohung noch verstärkt hat. Um weiter den Menschen in Nigeria helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden. Jetzt online spenden … hier.

In den Regionen an der Grenze zu Mali und Niger gibt es in Burkina Faso keine Schule mehr, nachdem islamistische Gruppen Schulgebäude in Brand gesteckt und viele Lehrer ermordet hatten. Dies berichtet Pater Marco Prada, Priester der Gesellschaft für die Afrikamissionen, der auf einen kürzlich von Virginia Gamba, Sonderbeauftragte des Generalsekretärs der Vereinten Nationen, António Guterres, vorgelegten Bericht über den Schutz von Kinderrechten in Konfliktregionen verweist.

„Wir haben zahlreiche Berichte über Anschläge auf Schulen im Norden des Landes erhalten, aber auch über Fälle von Mord und Verstümmelung von Kindern, die dem terroristischen Flügel des Islamischen Staates in Westafrika zugeschrieben werden, der sich der Boko-Haram-Bewegung angeschlossen hat“, so Pater Gamba zur dramatischen Situation der Kinder in Burkina Faso.

„Die Folgen dieser Gewalt sind verheerend“, fährt er fort, “das Bildungssystem ist im Norden des afrikanischen Landes seit mehr als einem Jahr vollständig zusammengebrochen. Es gibt viele Vertriebene, Hunderttausende von Menschen, die aus dem brennenden Norden fliehen und in den Süden des Landes wollen. Darüber hinaus wird diesen Kindern nicht nur die Bildung verweigert, sie laufen vor allem Gefahr, Opfer der Zwangsrekrutierung durch Dschihadisten zu werden und als Kindersoldaten kämpfen zu müssen, wie wir es leider bei diesen extrem gewalttätigen Gruppen beobachten.“

Unterdessen kam es in den letzten Tagen zu einem Übergriff nicht identifizierter bewaffneter Männer auf ein Dorf der Petabouili, 50 km von Gorom-Gorom entfernt, bei dem mindestens 50 Menschen getötet wurden. Zu den Opfern zählen auch Frauen und Kinder. Die Banh-Region in Burkina Faso ist seit 2018 Schauplatz von Terroranschlägen. Aufgrund willkürlicher Übergriffe mussten seit 2015 rund eine Million Menschen ihre Heimat verlassen.

In diesem Szenario versuchen die Missionare, das Recht der Kinder auf Bildung zu gewährleisten. Auch ein kürzlich von der Nichtregierungsorganisation Human Rights Watch veröffentlichter Bericht dokumentiert die Zunahme der Angriffe terroristischer Gruppen gegen Lehrer, Schüler und Schulen in Burkina Faso von 2017 bis 2020 mit verheerenden Auswirkungen auf den Zugang von Kindern zu Bildung. Rund 350.000 Kinder n wird wegen Terrorismus der Schulebesuch verweigert. Das nützlichste Instrument zur Bekämpfung dschihadistischer Bewegungen, so die Missionare, sei Bildung und Unterricht, der die Werte der Achtung der Menschenrechte vermittelt und dem Aufbau eines harmonischen sozialen und interreligiösen Zusammenlebens fördern. (Quelle: Fidesdienst)

Nigeria ist ein weltweit einzigartiges Land. Seine Einwohner sind fast zu gleichen Teilen Christen und Muslime. Hier lebt etwa ein Fünftel der afrikanischen Bevölkerung. Eine Krise, die in Nigeria nicht entschieden angegangen wird, würde sich letztlich auf ganz Afrika auswirken. Der katholische Erzbischof von Benin-Stadt und Präsident der Katholischen Nigerianischen Bischofskonferenz Augustine Obiora Akubeze spricht in einem Interview mit der Stiftung KIRCHE IN NOT (ACN) von den ernsten politischen Problemen, die sich aus der derzeitigen Unsicherheit im Land aufgrund der Gräueltaten sowohl der Terrorgruppe Boko Haram als auch anderer radikaler Gruppen wie der Fulani ergeben.

KIRCHE IN NOT: Wie würden Sie die derzeitige Situation der Christen in Nigeria beschreiben?
Ich weiß nicht, ob ich in der Lage bin, in einem einzigen Interview ein getreues Bild von Nigeria zu vermitteln. Ich werde es versuchen, wohl wissend, dass ich dabei Gefahr laufe, aus Zeitgründen und aufgrund der Komplexität Nigerias eine unbefriedigende Antwort zu geben.

Die gegenwärtige Situation in Nigeria spiegelt eine selbstverschuldete, unnötige Spannung wider. Wir haben es mit einem politisch polarisierten Land zu tun. Leider waren und sind einige unserer politischen Führer für Entscheidungen, Erklärungen und Ernennungen verantwortlich, die manche Nigerianer in einigen Gebieten dazu veranlassen, die Einheit des Landes immer wieder in Frage zu stellen. Wir leben in einem Nigeria, in dem die Verfassung das föderalistische Prinzip anerkennt. Dies bedeutet, dass alle Sektoren des Landes in der Verwaltung der Bundesinstitutionen vertreten sein müssen. Dieses Prinzip wurde eingeführt, damit sich alle Nigerianer willkommen fühlen und wissen, dass Nigeria allen gehört. Angesichts der enormen Herausforderung durch die jetzige große Unsicherheit – sie war mit Ausnahme der Zeit des Bürgerkriegs in Nigeria noch niemals so groß – hat die derzeitige Bundesregierung Nigerias jedoch beschlossen, bei der Besetzung sensibler Posten auf höchst fragwürdige Weise vorzugehen. So gehören praktisch alle Armeechefs, die den Präsidenten beraten, derselben ethnischen Gruppe der Hausa-Fulani an. Daher sind 95 Prozent von ihnen Muslime. Und das in einem Land, in dem etwa 50 Prozent Christen sind. Die für die Sicherheit zuständige Behörde wird in einer multireligiösen und multiethnischen Nation von einer einzigen religiösen Gruppe, einer einzigen ethnischen Gruppe, geleitet! Wir Mitglieder der Katholischen Nigerianischen Bischofskonferenz haben uns wiederholt gegen diese Haltung der Bundesregierung ausgesprochen. Darüber hinaus haben wir uns mit dem Präsidenten getroffen und unsere völlige Unzufriedenheit mit diesem Vorgehen der Regierung zum Ausdruck gebracht.

KIRCHE IN NOT: Sicherheitsprobleme treten im Land seit Jahren auf. Boko Haram bedroht Nigeria seit einem Jahrzehnt. Kann man sagen, dass die Terrorgruppe zwar verwundet, aber nicht besiegt ist?

Boko Haram greift die Nigerianer seit vielen Jahren an. Diese Terrorgruppe, die dem IS die Treue geschworen hat, operiert im Nordosten Nigerias, hat aber auch in der Bundeshauptstadt Abuja Anschläge verübt. Boko Haram verfolgt eine extremistische religiöse Ideologie: Nigeria soll in eine islamische Republik verwandelt werden. Einerseits lehnen sie alles Westliche ab, andererseits benutzen sie westlich hergestellte Waffen und Munition, um unschuldige Nigerianer, sowohl Muslime als auch Christen, anzugreifen. Zurzeit konzentrieren sie sich auf die Ermordung und Entführung von Christen. Die Reaktion der Regierung darauf war für die meisten Nigerianer weitgehend unbefriedigend. Während wir dieses Interview führen, wird die von Boko Haram verschleppte Leah Sharibu immer noch gefangen gehalten. Erst vor einigen Wochen wurde der örtliche Regierungsvorsitzende der Christlichen Vereinigung Nigerias von Boko Haram enthauptet. Der 58-jährige verheiratete Pastor Lawan Andima, Vater von neun Kindern, wurde nur deshalb getötet, weil er ein Christ war.

KIRCHE IN NOT: Glauben Sie also, dass die Regierung nicht genug tut, um die Christen zu schützen?

Der nigerianische Präsident hat kürzlich erklärt, dass er über die fortdauernde Ermordung von Nigerianern, zumeist Christen, schockiert ist. Viele Nigerianer fragen sich, ob der Präsident in einem Paralleluniversum lebt: Wie kann er jetzt überrascht tun, nachdem einige von uns an Massenbegräbnissen von Christen teilgenommen haben, die von Boko Haram getötet wurden? In der Tat: Die Regierung tut nicht genug, um sowohl Christen als auch Muslime zu schützen. Vor einigen Tagen schlug die Nationalversammlung einstimmig vor, dass der Präsident die militärische Führung austauscht, weil sie das Leben der Nigerianer nicht schützt. Da sich der gesetzgebende Zweig der Regierung zum größten Teil aus Mitgliedern der Regierungspartei zusammensetzt, spiegelt ein solcher Vorschlag die Unzufriedenheit der Nigerianer mit dem Ausmaß der Inkompetenz der nigerianischen Regierung beim Schutz von Leben und Eigentum wider. Wir in der Katholischen Nigerianischen Bischofskonferenz haben bereits in einer Stellungnahme erklärt, dass eine Regierung, die nicht in der Lage ist, ihrer verfassungsmäßigen Verpflichtung zum Schutz von Leben und Eigentum nachzukommen, allmählich ihre Legitimität verliert.

KIRCHE IN NOT: Es wird von immer mehr Angriffen auf Christen durch andere radikale Gruppen als Boko Haram, etwa durch die Fulani, berichtet. Wie wirkt sich das auf die Situation der Christen in Nigeria aus?

In der Vergangenheit beschränkten sich die ernsthaften Sicherheitsprobleme auf ein bestimmtes Gebiet, den Nordosten Nigerias. Heute herrscht jedoch überall Unsicherheit. Heute werden in allen Gebieten Nigerias Menschen entführt, um Lösegeld zu fordern. Es gibt viele Fälle von Zusammenstößen zwischen Viehhirten und Bauern, wobei die Viehhirten überwiegend muslimische Fulani aus dem Norden sind, genauso wie der Präsident. Sie bewegen sich mit beispielloser Unverfrorenheit in Nigeria auf der Suche nach Weideland für ihr Vieh. Es wird von zu vielen Fällen in allen Teilen des Landes berichtet, in denen diese Viehhirten in das Ackerland eindringen und dies mit Waffen, sogar mit Schusswaffen, tun. Die von der internationalen Gemeinschaft bereits als terroristische Gruppe bezeichneten Viehhirten handeln völlig ungestraft. Dass diese Männer nicht strafrechtlich verfolgt werden, nährt den Glauben, dass sie die Unterstützung der Bundesregierung haben. Ich muss zwar zugeben, dass ich keine schlüssigen Beweise dafür habe, dass diese Gruppe die Unterstützung der Regierung hat. Weil sie aber nichts dagegen tut, und offenkundig keinen wirklichen Willen hat, die Zunahme dieser Verbrechen zu stoppen, ist es schwierig, die Nigerianer davon zu überzeugen, dass es keinen Zusammenhang zwischen der einseitigen Ernennung von Militärführern und dem Ausbleiben einer Verfolgung der Täter gibt, die solche Verbrechen gegen die Menschlichkeit und die offenbar selektive Tötung von Christen verüben.

Gerechtigkeit und Frieden gehen immer Hand in Hand. Wer echten Frieden wünscht, muss Gerechtigkeit fördern. Damit in Nigeria Frieden und Sicherheit herrschen können, muss es für jeden einzelnen Nigerianer politische, religiöse, ethnische, wirtschaftliche und juristische Gerechtigkeit geben.

KIRCHE IN NOT: Kürzlich hat uns die Entführung von Seminaristen in Kaduna und der Mord an einem von ihnen, Michael Nnadi, schockiert. Wie bekannt ist, wurden die anderen drei freigelassen. Können Sie uns etwas über ihren Gesundheitszustand sagen?

Wir haben die Nachricht mit Trauer im Herzen aufgenommen. Leider steht die Entführung der Seminaristen in einem Kontext mit anderen Entführungen von Priestern und Ordensleuten durch die gleiche Gruppe, die die Nigerianer terrorisiert. Zu viele Priester und Ordensleute sind in letzter Zeit entführt worden. Wie ich erfahren habe, werden die freigelassenen Seminaristen derzeit behandelt. Über den Gesundheitszustand der Seminaristen weiß ich zwar nichts Konkretes, aber laut den Berichten von Gefangenen können wir zweifellos davon ausgehen, dass sie große Qualen erlitten haben und tief traumatisiert sind. Die Ermordung von Michael Nnadi schmerzt und macht uns traurig. Zu wissen, dass er ein Waisenkind war, macht es schmerzhafter. Mögen seine Seele und die Seelen aller, die in den Händen dieser Verbrecher gestorben sind, in Frieden ruhen.

KIRCHE IN NOT: Wie kann die Sicherheit von Gotteshäusern und weiteren kirchlichen Stätten wie Seminaren, Konventen und Klöstern gewährleistet werden?

Alle Institutionen versuchen, Sicherheit in ihren Gotteshäusern zu gewährleisten. Laut lokalen Berichten reagieren damit die religiösen Führer auf die Bedürfnisse ihrer Bevölkerung. Einige Kirchen nehmen die Dienste der nigerianischen Polizei für den Sonntagsgottesdienst in Anspruch und müssen für die bereitgestellte Sicherheit bezahlen. Je nach Gegend wird auch privates Sicherheitspersonal angeheuert, in einigen Fällen melden sich die Gläubigen selbst freiwillig, um für die Sicherheit zu sorgen.  Zurzeit gibt es keine einheitliche Situation hinsichtlich der Sicherheitsmaßnahmen für Gotteshäuser und Seminare. Aber den meisten der privaten Sicherheitsdienste, die eingestellt werden, fehlen die Mittel, um mit dem Ausmaß der Bedrohung durch die Fulani-Viehhirten und Boko Haram fertig zu werden.

KIRCHE IN NOT: Können wir etwas tun, Ihnen in diesem Bereich zu helfen?

Zunächst einmal möchte ich Ihnen für das fortwährende Interesse Ihrer Stiftung an der Not der leidenden Menschen und insbesondere an der Not der Armen in Nigeria danken. Ihre Unterstützung war für viele Nigerianer eine große Hilfe, insbesondere für unsere Brüder und Schwestern in den nördlichen Diözesen.

Ein Bereich, in dem meiner Meinung nach westliche Länder und Medien eine große Hilfe leisten könnten, ist die Berichterstattung über die Gräueltaten in Nigeria. Die Zahl der Tötungen ist einfach erschreckend. Vielleicht würde sich die nigerianische Regierung bei einer umfassenden westlichen Berichterstattung unter Druck gesetzt fühlen, zu handeln. Darüber hinaus würden die Regierungen der Mitgliedsländer der Europäischen Union und Amerikas wahrscheinlich moralisch verpflichtet fühlen, nach Wegen zu suchen, um das Leben von Christen und anderen Nigerianern zu schützen, die ständig von Boko Haram und den Fulani-Viehhirten angegriffen werden.

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