
34 Schwestern aus dreizehn verschiedenen Gemeinschaften kümmern sich in der Diözese Holguin um alte und kranke Menschen, begleiten Familien, trösten Einsame und Trauernde und bringen allen die Frohe Botschaft.
Bischof Emilio Aranguren Echeverria ist dankbar für den wertvollen und unverzichtbaren Dienst dieser Ordensfrauen. Er nennt sie „ein Zeichen der Hoffnung“ und berichtet, dass die Schwestern von allen Bürgern geschätzt werden.
In der Tat ist Hoffnung das, was die Menschen in Kuba am dringendsten benötigen. Denn viele sind resigniert und sehen keine Zukunft. Mitten in einer schweren Wirtschaftskrise wissen viele nicht mehr weiter. Es fehlt an allem, und der Alltag ist ein einziger Kampf ums Überleben. Viele Menschen wissen zudem kaum noch etwas vom Evangelium.

Die liebevolle Fürsorge der Schwestern wird also dringend gebraucht. Aber auch sie sind von der Krise schwer betroffen, so dass sie Schwierigkeiten haben, die Kosten für Energie, Treibstoff, Lebensmittel, medizinische Versorgung und andere lebensnotwendige Dinge zu decken. Dank Ihrer Hilfe kamen 16.000 Euro zusammen, die es den Ordensfrauen ermöglicht haben, auch in diesem Jahr wieder „Zeichen der Hoffnung“ zu sein. Es ist ein wertvoller Beitrag zu ihrem Lebensunterhalt.
Im Namen aller Ordensschwestern schreiben uns die Schwestern der Kongregation „Maria und Martha“: „Wir sind überaus dankbar für Ihre Unterstützung, insbesondere deshalb, weil Sie uns nicht nur materiell, sondern auch spirituell helfen. Entfernung und Zeit spielen keine Rolle, denn es ist die Liebe, die unsere Seelen verbindet. Wir versprechen Ihnen, Ihnen das Gute, das Sie uns tun, durch unsere Gebete zurückzugeben. Wir empfehlen Sie dem Schutzmantel Mariens an. Bitte fühlen Sie sich jetzt und für immer als Teil unserer geistlichen Familie. Es gibt keine Worte, um unsere Dankbarkeit auszudrücken. Möge der Herr Sie immer segnen und Ihnen reiche Gnaden gewähren.“
Die Demokratische Republik Kongo ist nicht nur das afrikanische Land mit der höchsten Zahl an Katholiken, sondern die Kirche erfreut sich auch einer hohen Zahl an Berufungen – sowohl zum Priestertum als auch zum Ordensleben. In der Diözese Luiza im Süden des Landes sind mehr als 260 weibliche und männliche Ordensleute tätig, und erfreulicherweise schließen sich ihnen immer wieder junge Frauen und Männer an.
Da ihr Einsatz für die Seelsorge von großer Bedeutung ist, hat sich Bischof Félicien Mwanama Galumbulula dafür starkgemacht, dass die jungen Ordensleute vor ihrer Ewigen Profess an einem umfassenden vierwöchigen Weiterbildungskurs teilnehmen können, der über das hinausgeht, was die Kongregationen selbst ihren Mitgliedern anbieten können. Die jungen Ordensfrauen und -männer werden fortgebildet in Bibelkunde, Missionswissenschaft, Kirchenrecht und Anthropologie, aber auch in der Verwaltung von Finanzen und anderen nützlichen Themen. Auch die Missbrauchsprävention in der Arbeit mit Kindern und Jugendlichen ist ein wichtiges Thema.
Die vertiefte Ausbildung ist unter anderem deshalb notwendig, weil sich Sekten ausbreiten, die unter den Gläubigen Verwirrung und Orientierungslosigkeit verbreiten, indem sie die katholische Glaubenslehre angreifen. Die Ordensleute sind in den Dörfern oft die einzigen Ansprechpartner für die Gläubigen und müssen ihre Fragen kompetent beantworten können. Daher legt der Bischof höchsten Wert auf diese Fortbildungen und möchte sie jedes Jahr anbieten.

Unsere Wohltäter haben im vergangenen Jahr 32 jungen Ordensfrauen und Männern die Teilnahme ermöglicht. Schwester Béatrice Kanga Nsaka ist sehr dankbar, dass sie diese Chance hatte. Sie berichtet: „Zwar organisiert unsere Kongregation im Rahmen ihrer Möglichkeiten monatliche Exerzitien und einmal im Jahr eine siebentägige Einkehrwoche. Aber dabei haben wir keine Gelegenheit, mit dem Prediger zu diskutieren und ihm Fragen zu stellen. Der Erfahrungsaustausch zwischen uns Ordensleuten derselben Generation war ebenfalls sehr bereichernd. Ich habe verstanden, dass die Schwierigkeiten, denen wir in den Schulen mit den Jugendlichen von heute begegnen, fast überall die gleichen sind. Ich danke Ihnen, den Wohltätern von ‚Kirche in Not‘ von ganzem Herzen dafür, dass Sie uns diese unvergessliche Erfahrung ermöglicht haben. Der Herr segne Sie reichlich!“
Auch Bruder Dominique Lushimba Mwenyi ist froh, diese Gelegenheit gehabt zu haben. Neben dem Austausch mit anderen Ordensleuten und den Beiträgen zum betenden Lesen der Bibel und zur menschlichen Reifung fand er auch die praktische Seite des Lehrgangs hilfreich: „Wir verwalten manchmal das Vermögen der Gemeinschaft, und dank der Ausbildung habe ich gelernt, wie man einen Finanzbericht erstellt, wie wichtig Belege sind und dass man während der Durchführung eines Projekts Zwischen- und Abschlussbewertungen vornehmen muss. Ich werde unsere Wohltäter nicht vergessen, die uns die Teilnahme ermöglicht haben. Möge Gott es Ihnen hundertfach vergelten.“
In diesem Jahr sollen wieder 26 junge Ordensfrauen und -männer, die kurz vor ihrer Ewigen Profess stehen, die Möglichkeit haben, an diesem Kurs teilzunehmen. 11.500 Euro werden dazu gebraucht. Jede Hilfe ist eine Investition in ein gelungenes Ordensleben, das in der Ortskirche vielfache Frucht tragen wird.
Die Pfarre von Koilamati liegt im Bundesstaat Assam im Nordosten Indiens. Die ca. 20.000 Einwohner gehören ethnischen Minderheiten an, vor allem dem Stamm der Karbi. Sie leben in kleinen Ansiedlungen in mit Stroh gedeckten Bambushütten.
Die Einwohner sind mehrheitlich Kleinbauern oder stellen traditionelle Holzschnitzereien oder Textilien für den Verkauf her. Die Lebensumstände sind karg, die meisten Familien essen nur zweimal am Tag etwas Reis mit Gemüse. Die Kindersterblichkeit ist hoch, Krankheiten wie die Malaria sind weit verbreitet.
Seit 2009 wird die Pfarre von Karmelitenpatres betreut. Derzeit sind drei Priester dort tätig. In 16 der 50 Dörfer auf dem Territorium der Pfarre leben Katholiken. Die Patres müssen nicht nur an Sonn- und Feiertagen, sondern auch an Werktagen abwechselnd in diese Dörfer gehen, um die Sakramente zu spenden, Kranke und Sterbende zu besuchen und den Menschen zur Seite zu stehen. Die Wege aber sind weit und gefährlich, denn das Gebiet ist bergig und mit Urwald bedeckt. Begegnungen mit Elefanten, Tigern, Nashörnern und anderen wilden Tieren sind eine große Gefahr. Zudem sind die Wege sehr schlecht, und manche der Ortschaften liegen hoch in den Bergen.

Die Patres brauchten dringend Hilfe, denn bislang hatten sie kein geeignetes Fahrzeug, und so war ihre Arbeit mehr als beschwerlich. Früher standen ihnen für ihre Pastoralbesuche zwei Motorräder zur Verfügung, diese waren aber durch die jahrelange Beanspruchung komplett abgenutzt und beschädigt. Sie wurden immer wieder repariert, aber inzwischen war die Grenze des Möglichen erreicht.
Pater Xavier Jayaraj, der Provinzobere der Karmeliten, hatte uns daher um Hilfe gebeten. Dank Ihrer Hilfe konnten die Patres nun zwei Motorräder anschaffen. Mit 1.090 Euro haben Sie dazu beigetragen. Pater Xavier schreibt: „Nur ein starkes Motorrad ist diesen steinigen unbefestigten Straßen gewachsen. Nun können unsere Mitbrüder diese schwierigen Wege bewältigen, die sie zu den Menschen bringen, die Gott ihrer Hirtensorge anvertraut hat. Danke für Ihre Liebe und dafür, dass Sie unsere Schwierigkeiten verstehen und unsere Bitte erfüllt haben. Dadurch wurde das Apostolat der Patres in Koilami bedeutend vereinfacht. Nun können sie schneller in den Dörfern ankommen und können mehr Zeit und Kraft dafür einsetzen, den Menschen zu dienen. Möge Gott Sie alle für Ihre Liebe und Ihre Fürsorge uns gegenüber segnen!“
Das Benediktinerinnen Sainte Agathe wurde im Mai 2005 in dem Dorf Lolo in der Diözese Moundou im Süden des Tschad gegründet. Es ist das erste kontemplative Kloster in mehrheitlich muslimischen zentralafrikanischen Land.
Die ersten Benediktinerinnen, die aus der Demokratischen Republik in den Tschad kamen, empfanden es als eine Gnade, an dem „Abenteuer“ dieser Gründung teilnehmen zu dürfen. Die einheimische Bevölkerung erhoffte sich viel von der Klostergründung, auch wenn die meisten von ihnen wenig über das monastische Leben wussten. Die jungen Schwestern, die dorthin kamen, waren von der Mission, die ihnen übertragen worden war, beseelt und machten sich mutig und voller Elan daran, sie zu erfüllen. In Lolo gab es nichts: keine Schule, kein fließendes Wasser, kein Krankenhaus und die meisten Menschen konnten nicht lesen und schreiben.
Inzwischen haben die sechs Benediktinerinnen, die in dem Kloster leben, ein geistliches Zentrum, einen Kindergarten und eine Grundschule eingerichtet. Außerdem setzen sie sich für die Alphabetisierung von Frauen und die Berufsausbildung von jungen Mädchen ein, die bis heute oft früh zu einer Eheschließung gezwungen werden. Für die Frauen und Mädchen ist die Anwesenheit der Schwestern eine große Hilfe.

Aber der Tschad ist eines der ärmsten Länder der Erde, und für das Kloster war es schwierig, sich wirtschaftlich selbst zu unterhalten. Schwester Victorine, die Priorin, hatte uns geschrieben: „Die wenigen Mittel, die wir von außen erhalten, reichen nicht aus, und wir haben Schwierigkeiten, den Grundbedarf des Klosters zu decken und z.B. für das Essen, die medizinische Versorgung im Krankheitsfall und die Kleidung aufzukommen, aber auch die geistlichen Bedürfnisse zu decken wie die Ausbildung junger Schwestern, Exerzitien und Einkehrtage.“
Daher haben unsere Wohltäter den Benediktinerinnen geholfen, eine Landwirtschaft aufzubauen. 8.560 Euro kamen zusammen. Dafür konnten landwirtschaftliche Geräte, Saatgut sowie zwei Kühe angeschafft werden. Die Schwester bauen auf sechs Hektar Erdnüsse an, die sie verkaufen, sowie insgesamt auf zwei Hektar Hirse und Sesam größtenteils für den Eigenbedarf. Einen Teil des Erlöses investieren sie wiederum in den Ausbau der Landwirtschaft, damit dieses Projekt weiterläuft.
Schwester Myriam stammt ursprünglich aus der Demokratischen Republik Kongo. Sie sagt: „Ich bin für meine erste missionarische Erfahrung im Tschad. Die Gemeinschaft hier ist jung, was bedeutet, dass wir viel arbeiten müssen, vor allem mit unseren Händen, um unsere Lebensbedingungen zu verbessern und auch, um der lokalen Gemeinschaft durch soziale Maßnahmen wie Bildung, Zugang zu sauberem Wasser und Gesundheit zu nützen. Deshalb möchte ich KIRCHE IN NOT meine Dankbarkeit für diese wichtige Unterstützung ausdrücken. Ich lernte, die Zugtiere zu führen, um die Felder zu pflügen, und wie man Hirse anbaut.“
Allen, die den Schwestern geholfen haben, selbst für ihren Lebensunterhalt aufkommen zu können, herzlichen Dank!

Das Vikariat erstreckt sich über eine Fläche von 10.000 Quadratkilometern und ist größtenteils von tropischem Regenwald bedeckt. Es gibt nur wenige Straßen. Die meisten Orte sind nur auf dem Wasserweg erreichbar. 19 Priester betreuen hier ca. 150.000 Gläubige.
Der Bischof hatte uns dringend um Hilfe gebeten, um zwei Außenbootmotoren für das alte Boot anschaffen zu können, das ihm als einziges Fortbewegungsmittel für seine Pastoralbesuche dient. Unsere Wohltäter haben 27.085 Euro dafür gespendet. Dadurch wurde die pastorale Arbeit in dem Vikariat wesentlich vereinfacht. „Dank Ihrer Hilfe konnten wir dieses Boot einweihen, und es wird uns sehr nützlich sein, um allen Menschen in diesem Gebiet das Evangelium zu bringen.“
Herzlichen Dank allen, die geholfen haben!
Die Dompfarre im ostindischen Balasore (auf Deutsch auch Baleswar) feierte im November 2023 das Goldene Jubiläum ihrer Gründung. Aus diesem Anlass kam in der Gemeinde der Wunsch auf, ein Marienheiligtum auf dem Gelände der Kathedrale zu errichten. Denn bislang gab es dort keinen Ort, an dem die Gläubigen sich versammeln konnten, um der Muttergottes ihre besondere Verehrung zum Ausdruck zu bringen, gemeinsam zu beten und Kerzen vor ihrem Bild anzuzünden.
Das Gelände der Kathedrale ist deshalb besonders dafür geeignet, weil zu bestimmten Anlässen Gläubige aus der ganzen Diözese ohnehin dorthin kommen. Insbesondere im Heiligen Jahr finden dort zahlreiche Initiativen zur Glaubensvertiefung statt.
Die Gläubigen waren begeistert, und viele brachten große finanzielle Opfer, um dieses Vorhaben zu verwirklichen, aber leider reichten die Mittel dafür nicht aus, denn die Inflation hat zu einem starken Anstieg der Preise geführt. Unsere Wohltäter haben daher 10.700 Euro gespendet, damit der Bau zu Ehren der Gottesmutter dennoch fertiggestellt werden konnte.

Dank dieser Hilfe wurde das Heiligtum am 24. November 2024, dem Christkönigsfest, feierlich eingeweiht. Täglich besuchen etwa 100 Gläubige das Heiligtum und bestätigen damit, wie wichtig es als Zentrum der Andacht und der Gemeinschaft ist.
Das Heiligtum ist dreistufig aufgebaut, wobei Christus der König als Hauptpatron der Diözese an der Spitze steht. Auf der mittleren Ebene segnet der heilige Josef, der Beschützer der Familien, alle Familien der Stadt Balasore. Auf der untersten Ebene steht die Gottesmutter Maria mit ausgestreckten Händen, um alle zu segnen, die sich an sie wenden. Der Schrein ist strategisch günstig an einer belebten Straße gelegen, sodass auch jeder, der in Eile ist und nur zufällig vorbeikommt, einen Augenblick im Gebet verweilen kann.
Aus der Pfarre hat uns ein Dankbrief erreicht, den wir an alle weiterleiten wollen, die geholfen haben. Darin heißt es: „Unsere samstägliche Marienandacht und die Marianische Jugendvereinigung haben durch dieses Heiligtum einen besonderen Aufschwung erhalten.
Wir stellen jeden unserer Wohltäter unter den blauen Mantel der Heiligen Jungfrau, der Königin von Balasore.“

Die Pfarre San Francisco Javier liegt in einem ländlich geprägten Gebiet der Diözese San Ignacio de Velasco im tropischen Osten Boliviens. Die Menschen leben von dem, was sie mit traditionellen Methoden selbst anbauen. Das Gebiet ist wenig entwickelt, die Bevölkerung ist arm.
Eine der Gemeinden, die zu der Pfarre gehören, ist Juancito. Der Ort hat knapp 500 Einwohner und ist nur über eine unbefestigte Straße zu erreichen. An den Feiertagen kommen zudem auch Gläubige aus anderen Ortschaften der Umgebung nach Juancito.

Bislang gab es dort eine sehr alte Kapelle, die viel zu klein für die zahlreichen Gläubigen war. Sie war in einem desolaten Zustand und war außerdem schlecht belüftet, so dass in ihrem Inneren eine erstickende Hitze herrschte. Im Laufe der Zeit wurde sie zu einem Unterschlupf für Fledermäuse, die sich nur schwer vertreiben ließen. Zudem war sie aber auch ungünstig gelegen. Es wurde ein größeres Gotteshaus benötigt, das an einer Stelle steht, wo es leichter zu erreichen ist.
Die Gläubigen nehmen sehr intensiv am Leben der Kirche teil und praktizieren ihren Glauben. Um ein „richtiges“ Gotteshaus errichten zu können, haben sie Zeit und Geld geopfert, lokales Baumaterial wie Holz und Lehm herbeigeschafft und ihre Fähigkeiten und ihre Arbeitskraft eingesetzt. Aber ihre Mittel haben nicht gereicht, und so haben unsere Wohltäter 13.800 Euro gespendet, damit dieser Traum verwirklicht werden konnte. Die Freude in Juancito ist groß. Allen, die geholfen haben, herzlichen Dank!
Äquatorialguinea ist eine ehemalige spanische Kolonie an der Westküste Afrikas. Es ist ein relativ kleines Land mit nur etwas mehr als 28.000 Quadratkilometern Fläche und ca. 1,4 Millionen Einwohnern. Zwar verfügt es über reiche Erdölvorkommen, so dass das Land nicht zu den ärmsten Ländern Afrikas zählt, aber von diesem Reichtum profitiert nur eine kleine Elite. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt in bitterer Armut und leidet unter der galoppierenden Inflation.
Erfreulich ist, dass es viele Priesterberufungen gibt. Dabei verspricht das Priestertum den jungen Männern, die sich berufen fühlen, keinen Komfort oder Wohlstand. Im Gegenteil: Die meisten Priester haben weder elektrischen Strom noch fließendes Wasser. Um für ihren Lebensunterhalt aufzukommen, müssen sie zusätzlich in Schulen unterrichten. Da den Priestern in den meisten Pfarren kein Fahrzeug zur Verfügung steht, müssen viele von ihnen beschwerliche Fußwege durch den Dschungel auf sich nehmen, um ihre Außenstationen seelsorglich zu betreuen.

In der Stadt Bata wurde 1994 ein interdiözesanes Priesterseminar gegründet, wo sich junge Männer aus allen fünf Diözesen des Landes, aus den Ordensgemeinschaften und auch aus Nachbarländern während ihres Philosophie- bzw. Theologiestudiums darauf vorbereiten, eines Tages Priester zu werden. Die Zahl der Berufungen steigt von Jahr zu Jahr, und derzeit sind es 90 Seminaristen.
Der Rektor des Seminars, Pater Sebastian Mba Nguema Mokuy, hatte uns um Hilfe gebeten, da dringend ein Kleinbus benötigt wurde. Denn die Seminaristen müssen an den Wochenenden praktische pastorale Erfahrungen in verschiedenen Pfarren sammeln. Außerdem stehen im Rahmen der Ausbildung auch Exkursionen auf dem Programm, und die Seminaristen müssen zudem an kirchlichen Veranstaltungen teilnehmen. Zudem ist ein Fahrzeug auch notwendig für den wöchentlichen Lebensmitteleinkauf des Seminars und für dringende Krankentransporte.
Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 26.000 Euro gespendet haben, konnte ein Kleinbus angeschafft werden. Der Rektor schreibt uns: „Ihre Hilfe hat sehr positive Auswirkungen auf uns alle und auch auf die künftigen Generationen. Dieses Fahrzeug ist das einzige Mittel, das uns zur Verfügung steht. Das gibt uns Grund zu großer Freude und Dankbarkeit“.
Von den ca. 70.000 römisch-katholischen Gläubigen der Diözese sind nur noch rund 2.500 übriggeblieben. Die anderen sind entweder in die Zentral- oder die Westukraine geflüchtet oder ins Ausland gegangen. Bischof Pavlo Honcharuk erklärt, dass aus manchen Gemeinden 90 Prozent der Gläubigen weggegangen seien, und fügt hinzu: „Die Priester bleiben und betreuen die verbliebenen Gläubigen und diejenigen, die Gott suchen und in die Kirche kommen, um geistliche Unterstützung zu finden.“ Aber die Kollekten bleiben aus, während Energiekosten steigen und die laufenden Kosten weiterhin bezahlt werden müssen. Damit die Arbeit in den Pfarren weitergehen kann, hatte er uns um Hilfe für 25 Pfarren seiner Diözese gebeten. Unsere Wohltäter haben 40.000 gespendet.

Kapuzinerpater Jaroslav Fedirchuk berichtet aus Dnipro: „Die Lage in Dnipro ist immer noch sehr gefährlich. Wir hören ständig Luftabwehralarm. Wir leben Tag und Nacht unter Stress. Die geistlich-emotionale Anspannung liegt in der Luft. Die Zahl der Kriegsopfer steigt von Tag zu Tag, darunter sind auch Menschen mit tiefen Traumata. Wir möchten unsere lieben Wohltäter aber darüber informieren, dass wir trotz des anhaltenden Krieges auf unseren geistlichen Posten bleiben, ohne die Gläubigen im Stich zu lassen.
Wir dienen allen, die in Not sind. Wir feiern täglich die Eucharistie, nehmen Beichten ab, bereiten Erwachsene und Kinder, die neu in unsere Gemeinde kommen, auf die Erstbeichte und die Heilige Kommunion sowie auf die Taufe, die Firmung und das Sakrament der Ehe vor. Wir helfen überall, ohne Rücksicht auf die mögliche Gefahr eines Angriffs aus der Luft.“
Der Pfarrer der Gemeinde des heiligen Antonius in Nikopol berichtet: „Nikopol wird seit den ersten Monaten des Krieges fast täglich von schwerer Artillerie und in letzter Zeit auch von Drohnen beschossen. Viele Menschen haben die Stadt verlassen, während diejenigen, die geblieben sind, versuchen, ihr Leben an die täglichen Gefahren und Belastungen anzupassen. Manchen Menschen fällt es schwer, das Haus ihrer Familie zu verlassen, an dem sie so sehr hängen, und sie vertrauen Tag für Tag darauf, dass sie vom Unglück verschont bleiben, obwohl ihnen niemand diese Garantie geben kann. Die Menschen versuchen, möglichst normal zu leben, aber nicht alle erleben den nächsten Tag.

Uns tröstet die Tatsache, dass es inmitten der Dunkelheit des Bösen, die uns umgibt, Raum gibt, um Gott zu begegnen, indem wir sein Wort hören und die Heilige Kommunion empfangen, den Rosenkranz beten, die Leidenden trösten. Wenn wir Menschen sehen, die Hilfe brauchen, teilen wir mit ihnen, was wir haben. Es ist nur ein Tropfen auf den heißen Stein, aber wir glauben, dass es wichtig und notwendig ist. Wir danken allen unseren Brüdern und Schwestern für ihre Hilfe und ihre Freundlichkeit gegenüber den Menschen. Bitten wir den lieben Gott, dass diejenigen, die sich auf den Weg des Bösen begeben haben, zur Besinnung kommen. Möge der Herr uns allen ein Herz schenken, das bereit ist, Buße zu tun, denn Gott will nicht den Tod des Sünders, sondern dass er Buße tut und leben kann.“
Bischof Honcharuk dankt uns im Namen aller 25 Pfarrgemeinden, die Hilfe erhalten haben, und schreibt: „Möge der gute Gott Sie segnen und die Heiligste Jungfrau Maria, die Königin des Friedens, möge den Frieden für die Ukraine und für die ganze Welt erbitten.”
Die Pfarre von Chondonpara in der Diözese Tura in Ostindien ist noch ganz neu: Erst im Oktober 2024 wurde sie gegründet. Gleichzeitig konnte das Pfarrhaus eingeweiht werden, das dank der Hilfe unser Wohltäter errichtet werden konnte, die 40.000 Euro dafür gespendet hatten. Es war ein großes Fest, an dem der Bischof sowie viele Priester und Schwestern der Diözese und zahlreiche Gläubige teilnahmen.
Die neue Pfarre entstand durch die Teilung einer riesigen Pfarre, der 119 Dörfer mit insgesamt mehr als 21.000 Gläubigen angehörten. Die Gläubigen konnten in diesem großen Gebiet, das zudem in einer bergigen und mit Urwald bedeckten Region gelegenen ist, nicht intensiv genug betreut werden. Die meisten der Gläubigen gehören dem indigenen Stamm der Garo an und leben in großer Armut. Der Priester ist Ansprechpartner in allen ihren Nöten und muss daher erreichbar sein. Dazu brauchte er am Sitz der neuen Pfarre eine Unterkunft. Bischof Andrew Marak bat uns daher um Hilfe.

Das Pfarrhaus musste solide gebaut werden, da es ist der Region oft zu Erdstößen kommt. Der Bau war nicht einfach: Das Grundstück grenzt an den Wald, und so hatten die Bauarbeiter Angst, weil wilde Elefanten auf die Baustelle kamen. Außerdem war es schwierig, das benötigte Material auf der unbefestigten Straße zu transportieren. Mehrfach blieben Lastwagen auf den letzten Kilometern bis zum Dorf stecken. Außerdem gibt es in dem Ort keinen Strom, was die Bauarbeiten ebenfalls erschwerte. Am Ende herrschte aber große Freude über das fertiggestellte Pfarrhaus.
„Ohne Ihre Hilfe hätten wir dieses wichtige Projekt weder beginnen noch abschließen können. Das neue Pfarrhaus wird sehr viel Gutes bewirken. Die Anwesenheit des Priesters wird für die Aktivitäten dieser neuen Pfarre eine enorme Hilfe sein. Die Gläubigen werden sich stets an KIRCHE IN NOT erinnern und werden für alle Wohltäter beten, die große Opfer gebracht haben, damit dieses Projekt verwirklicht werden konnte.“
In der im Norden Brasiliens gelegenen Pfarre von Placas freuen sich die Gläubigen: Am 10. November 2024 wurde die mit der Hilfe unserer Wohltäter renovierte und erweiterte Kirche „Unserer Lieben Frau von Aparecida“ feierlich eingeweiht. Fast 77.000 Euro waren zusammengekommen, um das Gottesaus zu renovieren und zu vergrößern.
Die Pfarre war in den 1970er Jahren gegründet worden, als mit dem Bau der Transamazonica-Straße immer mehr Menschen aus anderen Teilen Brasiliens in diese Region kamen. Ihr gehören 33 Ortschaften an, die bis zu 70 Kilometer vom Sitz der Pfarrgemeinde entfernt gelegen sind. 1979 wurde die erste Kapelle errichtet. 1986 wurde dann eine Kirche erbaut, allerdings wurden die Arbeiten von freiwilligen Helfern ausgeführt, so dass im Laufe der Zeit großer Renovierungsbedarf bestand. Bei Regen drang Wasser durch das Dach in das Innere des Gotteshauses ein, und es gab viele andere Probleme. Außerdem war die Kirche inzwischen zu klein geworden. Denn die Pfarre zählt 14000 Gläubige, im Inneren der Pfarrkirche fanden aber nur etwas mehr als 260 Platz. So entstand der Plan, das Gotteshaus nicht nur zu renovieren, sondern auch zu erweitern. Die Gläubigen starteten verschiedenen Aktionen, um die notwendigen finanziellen Mittel dafür zu sammeln, aber leider reichte das Geld nicht. So wurden wir um Hilfe gebeten, und unsere Wohltäter haben großzügig auf diese Bitte reagiert.


Dank Ihrer Hilfe sind 8.300 Euro zusammengekommen, so dass die Franziskaner in der Demokratischen Republik Kongo drei Motorräder anschaffen konnten, die ihre seelsorgliche Arbeit in zwei Pfarren im Süden des Landes erheblich vereinfachen.
Die Erzdiözese Kananga liegt in der bitterarmen Kasai-Region, die in den Jahren 2016 und 2017 Schauplatz wahrer Gewaltorgien war. Mehrere tausend Menschen wurden getötet, noch immer werden Massengräber gefunden. Die Pfarre St. Rémy, die von den Franziskanern betreut wird, erstreckt sich über ein weitläufiges Gebiet im Buschland. Die acht Außenstationen der Pfarre sind bis zu 63 Kilometer vom Sitz der Pfarre entfernt gelegen, die Wege sind beschwerlich und wegen der bewaffneten Banditen auch gefährlich. Zudem machen Regen, Hitze und Erschöpfung den Priestern zu schaffen. Daher haben wir bei der Anschaffung von zwei Motorrädern geholfen.

Pfarrer Albert Ntumba dankt allen Wohltätern von Herzen und schreibt uns: „Es ist wahr, dass es früher nicht einfach war, alle Gemeinden zu den Sonntagsmessen zu erreichen. Wegen des Mangels an Transportmitteln verpassen die Christen sogar die Christmette und die Osternacht. Wir konnten unsere Pastoral nicht richtig ausüben und konnten kranken Gläubigen nicht den Leib Christi bringen. Selbst die Krankensalbung war für uns ein Problem. Jetzt, da wir zwei Motorräder haben, ist die Seelsorge viel einfacher geworden.“
Die Pfarre der Heiligen Familie von Mwene-Ditu liegt in der Nachbardiözese Tshilomba. Auch hier sind die Außenstationen bis zu 60 Kilometer entfernt, und die Straßen sehr schlecht. Die Gläubigen in den Dörfern konnten bislang nicht regelmäßig besucht werden, aber Sekten sind in der Region sehr aktiv, so dass eine intensive seelsorgliche Betreuung der Katholiken wichtig ist. Hier konnte dank Ihrer Hilfe ebenfalls ein Motorrad angeschafft werden. Pfarrvikar Jean Paul Ntumba schreibt uns: „Ich habe die Ehre, Ihnen im Namen aller Mitbrüder, die an der Seelsorge in der Pfarre Heilige Familie in Mwene-Ditu beteiligt sind, unseren Dank für die lobenswerte und brüderliche Geste auszusprechen, die Sie uns gegenüber gezeigt haben. Der Herr segne Sie und alle Ihre Wohltäter. Dieser fahrbare Untersatz erleichtert uns die Fahrten in unsere entfernt gelegenen Gemeinden der Pfarre, denn dieses Motorrad ist für die Straßen im Busch geeignet und ist stark genug für die schlechten Straßen. Trotz des Morasts und der Berge können wir so alle Gebiete oder Dörfer zu erreichen, wo wir die heilige Messe feiern und die anderen Sakramente spenden. Dieses Motorrad ist von größter Bedeutung für die Buschpastoral. Wir sind sehr froh, dass wir dieses Motorrad haben, da wir nun nicht mehr auf die Fahrzeuge anderer angewiesen sind und unterwegs keine Pannen mehr haben.“