Motorisierte Seelsorge Archive - KIRCHE IN NOT Österreich
Spenden
Österreichisches Spendegütesiegel Ihre Spende ist steuerlich absetzbar!
Motorisierte Seelsorge

Motorisierte Seelsorge

Mehr Beiträge zu diesem Thema

Mehr Schlagworte 26 Beiträge gefunden
Beiträge anzeigen

Vielerorts in Afrika ist die Kirche mit der Herausforderung konfrontiert, dass große Entfernungen und schlechte Straßenverhältnisse die Seelsorge schwierig machen. Zugleich haben die Gläubigen aber große Sehnsucht nach Gott und der Frohen Botschaft.

Auch in der Diözese Karonga im Norden Malawis ist es so. Daher ist der katholische Radiosender Tuntufye FM ein wichtiges Instrument, um die Gläubigen auch in den abgelegenen Dörfern täglich zu erreichen. Evangelisierung ist das wichtigste Ziel des Senders. Zugleich leistet er aber auch Entwicklungshilfe durch praktische Hinweise und Informationen.

Unsere Wohltäter haben 28.114 Euro gespendet, um die Anschaffung eines geländegängigen Fahrzeugs für den Radiosender zu ermöglichen.

Nun erreichte uns aber eine Bitte um Hilfe, denn für die Arbeit des Radios wurde ein Fahrzeug gebraucht, das den örtlichen Straßenverhältnissen gewachsen ist. Schließlich sollten die Sendungen nicht nur vom Sitz des Senders selbst, sondern aus der ganzen Diözese gesendet werden können. Aufgrund der Entfernungen und der vor allem in der Regenzeit oft nur schwer passierbaren Straßen konnten Beiträge nur aus nahegelegenen Gemeinden gesendet werden. Da das Ziel des Senders aber ist, die ganze Diözese mit einzubeziehen, war es auf die Dauer frustrierend für die Gläubigen aus den weiter abgelegenen Gebieten, dass es aus ihren Gemeinden nie Beiträge gab.

Unsere Wohltäter haben 28.114 Euro gespendet, um die Anschaffung eines geländegängigen Fahrzeugs für den Radiosender zu ermöglichen. Nicht nur die Mitarbeiter des Senders, sondern vor allem auch die Hörer freuen sich, denn nun ist das Programm vielfältiger und hochwertiger geworden. „Das Auto hat der Arbeit des Radios großen Auftrieb gegeben und hat unsere Schwierigkeiten mit der Mobilität, die die Aktivitäten des Radios behinderten, verringert“, freut sich Innocent Nazombe, der das Radio leitet. Herzlichen Dank an alle, die geholfen haben!

Pfarrer Washington Dioleno Araújo Taveres freut sich: Dank Eurer Hilfe hat er nun ein Motorboot, das er dringend braucht, um die Gläubige betreuen zu können. Denn seine Pfarre „Johannes der Täufer“ mit Sitz in Curralinho liegt im brasilianischen Amazonasdelta. Die Entfernungen sind riesig, denn 57 Siedlungen liegen weit verstreut an den Flussufern. Bislang musste der junge Priester mit einem kleinen, alten Holzkanu die weiten Wege zurücklegen. Damit brauchte er sehr lange und verlor kostbare Zeit. Somit blieben wertvolle Chancen zur Evangelisierung ungenutzt. Und wo die Kirche nicht präsent ist, breiten sich rasch Sekten aus. Außerdem machten Krokodile, Stromschnellen, im Wasser treibende Baumstämme und die Unbilden des Wetters die Pastoralreisen mit dem kleinen Kanu oft zu einem lebensgefährlichen Abenteuer.
Dank Eurer Hilfe hat er nun ein Motorboot, das er dringend braucht, um die Gläubige betreuen zu können.
Ihr habt mit 13.800 Euro bei der Anschaffung des Motorbootes geholfen, so dass die Betreuung der Gläubigen jetzt viel einfacher geworden ist. Bischof Teodoro Mendes Tavares ist ebenfalls sehr froh darüber, dass Ihr Pfarrer Washington Dioleno Araújo Taveres geholfen habt. Er dankt allen, die dazu beigetragen haben: „Wir möchten noch einmal unsere Dankbarkeit zum Ausdruck bringen, denn diese Abschaffung wird für unsere Evangelisierungsarbeit von grundlegender Bedeutung sein.  Nochmals danke für alles und bitte die Gottesmutter von der Unbefleckten Empfängnis, die Beschützerin unserer Diözese, Sie zu segnen!“
Pfarrer Washington Dioleno Araújo Taveres freut sich. Mit dem neuen Boot kann er die 57 weit verstreuten Siedlungen seiner Pfarre besser erreichen.
Allen, die geholfen haben, ein herzliches Vergelt’s Gott!
“Mamu wa Bupole“ – “Unsere Liebe Frau vom Frieden“ – heißt das Klarissenkloster in Mbuji-Mayi. Frieden braucht die Demokratische Republik Kongo dringend. Denn weiterhin sind mehrere Landesteile Schauplatz bewaffneter Konflikte, an denen ständig wechselnde Rebellengruppierungen beteiligt sind. Das Land, das flächenmäßig viermal so groß wie Frankreich ist, verfügt zwar über reiche Bodenschätze wie Gold, Diamanten, Erze und Erdöl. Dennoch lebt ein Großteil der 89,5 Millionen Einwohner in tiefer Armut.
Das neue Auto wird vom Bischof gesegnet.

Die Klarissinnen, die in der Abgeschiedenheit ihrer Klausur ein strenges Leben des Gebetes und der Buße führen, beten um den Frieden für ihr Land und für die ganze Welt. Sie bringen die Nöte der ganzen Menschheit vor Gott. „Wir unterstützen die leidenden Glieder Christi durch unser Gebet“, sagen sie selbst. Ihr Kloster verlassen sie nur, wenn es sich nicht vermeiden lässt, vor allem für Ausbildungszwecke und medizinische Behandlung oder um das Lebensnotwendige für ihre Gemeinschaft, aber auch für die Menschen, die tagtäglich an ihre Klosterpforte klopfen und um Hilfe bitten, zu besorgen. Manchmal müssen die Ordensfrauen auch einen Arzt für ihre älteren Mitschwestern holen.

Bislang hatten sie das Problem, das ihr Auto, das sie schon seit über 20 Jahren nutzen, nicht mehr zuverlässig war und immer mehr zu einer Gefahr für die Schwestern selbst und die anderen Verkehrsteilnehmer wurde. Das Kloster liegt allerdings am Stadtrand, und so sind die Ordensfrauen auf ein Fahrzeug angewiesen. Die Äbtissin, Schwester Claire Marie Muenga, wandte sich daher in ihrer Not an uns und schrieb: „Sie haben verzweifelte Schwestern vor sich, die auf Ihre Hilfe zählen!“ Unsere Wohltäter haben sie nicht im Stich gelassen und haben 28.900 Euro gespendet, so dass die Klarissen nun ein zuverlässiges Auto haben. Sie sind überglücklich, und im Namen der ganzen Klostergemeinschaft schreibt die Äbtissin: „Ein großes und aufrichtiges Dankeschön für Ihre Hilfe! Wir versprechen Ihnen, für Sie zu beten!“

Die Pfarre von Lumbila feiert in diesem Jahr ihr 70-jähriges Bestehen. Sie ist die älteste Pfarrgemeinde der Diözese Njombe im Süden von Tansania und liegt am Malawisee.

Die acht Außenstationen der Pfarre sind nur auf dem Wasserweg erreichbar. Straßen gibt es nicht. Bislang mieteten sich die Priester Boote von Gemeindemitgliedern, aber das wurde immer schwieriger, denn die wachsende Zahl an Gläubigen machte immer häufigere und längere Besuche in den Außenstationen erforderlich, und damit stiegen auch die Kosten.

Ein Boot für die Seelsorge in Tansania
Mit dem neuen Boot für die Gemeinde Lumbila in Tansania können die Priester die Außenstationen der Pfarrei, die nur über den Wasserweg erreichbar sind, nun häufiger besuchen.

Wohltäter von KIRCHE IN NOT haben mit 10.800 Euro geholfen, damit Pfarrer Florius Mpete ein Motorboot anschaffen und die Gläubigen in den Außenstationen häufiger besuchen kann. Das Boot ist bereits eingetroffen, und der Pfarrer und seine Gläubigen sind überglücklich darüber.

Pfarrer Mpete schreibt uns: „Die Christen aus Lumbila senden ganz herzlichen Dank für Ihre große finanzielle Unterstützung. Vielen Dank an die Wohltäter, die einen Teil ihres Geldes für die Verkündigung des Evangeliums gespendet haben. Wir wünschen Ihnen Gottes Segen im Übermaß. Möge Gott Sie körperlich und geistlich stark halten für seinen Dienst!“

Kaplan Maria Raju Etcherla wurde vor drei Jahren zum Priester geweiht. In der Pfarre der heiligen Therese vom Kinde Jesus in Rajam ist er für die Betreuung der elf Außenstationen zuständig, die teilweise weit entfernt vom Sitz der Pfarre gelegen sind. Jeden Tag fährt er in eines der Dörfer.

Die Menschen dort sind arm, aber ihr Glaube ist stark. Sie sehnen sich danach, von einem Priester im Gebet und im geistlichen Leben angeleitet zu werden. Und der junge Priester hat viele Pläne: Vor allem die Jugendseelsorge liegt ihm am Herzen, denn oft sind die Jugendlichen alleingelassen mit ihren Problemen. „Manche haben nur Kinostars als Vorbilder“, sagt der Kaplan. Jugendgruppen, Gebetstreffen, Frauengruppen – das und noch vieles mehr möchte der junge Priester ins Leben rufen.

Kaplan Maria Raju Etcherla dankt allen Wohltätern, die das Moped für seine Arbeit ermöglicht haben.

Nun war seine Arbeit bislang ohne ein Fahrzeug aber schwierig. Manchmal konnte er sich immerhin eines leihen. Ansonsten musste er jedoch mit den öffentlichen Verkehrsmitteln vorliebnehmen, was aber viel Zeit und Kraft kostete. Daher wagte er schließlich, mit der Unterstützung seines Bischofs an unsere Tür zu klopfen und um Hilfe für den Kauf eines Mopeds zu bitten.

Ihr habt Kaplan Maria Raju Etcherla nicht im Stich gelassen und habt ihm mit 1.000 Euro geholfen. Er schreibt uns: „Ich bin so glücklich und dankbar. Den Betrag habe ich erhalten und habe ein Moped für meinen priesterlichen Dienst gekauft. Ich freue mich sehr und danke Euch für Eure Großzügigkeit. Ich versichere alle Wohltäter meine Gebete. Bitte betet auch Ihr weiterhin für meinen Dienst als Priester!“

Die Freude ist groß in der Pfarre Butundwe im Nordwesten Tansanias: Dank Eurer Hilfe hat Pfarrer John Bosco Lwenge endlich ein Auto, das ihm seinen Dienst wesentlich erleichtert. Die Gläubigen sind froh und dankbar, denn nun sehen sie ihren Pfarrer häufiger.

Die Pfarre ist groß, sie hat 28 Außenstationen, die bis zu 30 Kilometer entfernt gelegen sind. Dort muss Pfarrer Lwenge die heilige Messe feiern, Beerdigungen abhalten und die Krankensalbung spenden. Außerdem ist er in dem 70 Kilometern entfernen Ausbildungszentrum für Katecheten tätig, unterrichtet in mehreren Schulen und betreut eine weitere Pfarre, deren Pfarrer erkrankt ist.

„Meine pastorale Arbeit ist hart und schwierig, und die Wege sind gefährlich, da mir kein Auto zur Verfügung steht“, schrieb uns Pfarrer Lwenge. Die Pfarre ist groß, sie hat 28 Außenstationen, die bis zu 30 Kilometer entfernt gelegen sind.

„Meine pastorale Arbeit ist hart und schwierig, und die Wege sind gefährlich, da mir kein Auto zur Verfügung steht“, schrieb uns Pfarrer Lwenge. Bislang war der Priester mit dem Moped unterwegs. In der Regenzeit konnte er damit manche Straßen gar nicht befahren, da sie sich in Schlammseen verwandeln und für ein nicht geländetaugliches Fahrzeug unpassierbar werden.

Das Gebiet ist arm und unterentwickelt. Elektrischen Strom gibt es nur in wenigen Orten, und um medizinisch behandelt zu werden, müssen die Menschen 70 Kilometer zurücklegen. Schwerkranke Patienten und schwangere Frauen werden mit dem Fahrrad ins Krankenhaus gebracht – erst kurz bevor der Pfarrer uns um Hilfe bat, war eine schwangere Frau auf dem Weg ins Krankenhaus gestorben. „Das war sehr schmerzlich für mich“, gesteht der Priester. Das Fahrzeug wird also auch bei medizinischen Notfällen gute Dienste leisten und Leben retten. Pfarrer Lwenge und seine Gläubigen beteten jeden Tag darum, dass Ihr ihnen helfen würdet – und Ihr habt sie nicht im Stich gelassen. 15.000 Euro habt Ihr für das Auto gespendet. Allen, die geholfen haben, herzlichen Dank!

Seit 15 Jahren ist die katholische Gemeinschaft „Mar a Dentro“ („Hinaus aufs Meer“) in der Stadt Belem in Nordbrasilien tätig. Dort hat sie ein geistliches Zentrum gegründet und veranstaltet Gebetstreffen, lädt zur Eucharistischen Anbetung ein und bereitet Jugendliche auf die Firmung und junge Paare auf das Sakrament der Ehe vor. Außerdem bietet die Gemeinschaft Bildungsveranstaltungen und psychologische Beratung an und betreut Bedürftige, insbesondere Kinder.
Zu Besuch in einer Gemeinde am Fluss, in der Gebetbücher an die Einwohner weitergegeben worden sind.
Die jungen Laienmissionare und -missionarinnen und ihre ehrenamtlichen Helfer bleiben jedoch nicht nur in der Stadt: Getreu den Worten, die Jesus an Petrus richtete: „Fahr hinaus auf den See!“(Lk 5,4), auf die sich der Name der Gemeinschaft bezieht, kümmern sich ihre Mitglieder um Menschen, die im Amazonasgebiet an den Ufern der Flüsse und auf Flussinseln im Urwald leben. Viele Dörfer sind nur per Boot erreichbar. Daher hatte die Gemeinschaft vor einigen Jahren dank der Hilfe unserer Wohltäter ein Boot für die Seelsorge erhalten.
Die katholische Gemeinschaft kümmert sich um abgelegene Pfarrgemeinden im brasilianischen Urwald.

Aber die Gemeinschaft braucht auch ein Auto. Denn für die verschiedenen Hilfsprogramme, aber auch für die pastoralen Veranstaltungen in der Stadt selbst und in Orten, die nicht nur über den Wasserweg erreichbar sind, wird Material benötigt, das transportiert werden muss. Die Straßenverhältnisse sind schlecht, und die Wege sind weit.

Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 19.600 Euro gespendet haben, konnte nun ein geeignetes Fahrzeug angeschafft werden. Die Freude ist groß, und die Missionarinnen und Missionare bedanken sich von Herzen, auch im Namen der Menschen, denen sie helfen.

Seit 2003 gibt es in der Diözese Zomba im Süden Malawis ein Karmelitinnenkloster. Zur Zeit leben dort elf Schwestern, die sich ganz dem kontemplativen Leben widmen. Sie beten dort für das Heil der Welt und besonders für die Heiligung der Priester. Weitere junge Frauen möchten sich ihnen anschließen.

Die Gläubigen der Umgebung sind froh über die Anwesenheit der Schwestern und unterstützen sie gern, soweit es ihnen möglich ist. Allerdings sind die Menschen selbst arm. Acht Monate im Jahr herrscht Dürre. So teilen die Ordensfrauen das wenige, was sie haben, mit den Armen, die an ihre Tür klopfen.

Da in afrikanischen Ländern die Straßenverhältnisse sehr schlecht sind, muss ein Auto geländetauglich und strapazierfähig sein.

Die Karmelitinnen verdienen ihren bescheidenen Lebensunterhalt vor allem durch das Backen von Hostien. Anfangs gab es nur wenige Kunden, aber die Nachfrage stieg immer weiter, und inzwischen haben sie nicht nur Aufträge aus ihrer eigenen Diözese, sondern auch aus anderen Diözesen des südostafrikanischen Landes. Nun hatten die Schwestern aber ein Problem: Sie konnten die schweren Mehlsäcke, die sie benötigen, nicht transportieren, weil sie kein Auto zur Verfügung hatten. Manchmal half ihnen jemand beim Transport, aber das war nur eine Notlösung. Vorher hatten sie einen uralten Wagen gehabt, der jedoch im Laufe der Zeit immer mehr Reparaturkosten verursachte.

Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 25.570 Euro gespendet haben, konnten die Karmelitinnen sich nun einen neuen Wagen zulegen, mit dem sie das Mehl und alles, was sie sonst benötigen, transportieren können. Da in afrikanischen Ländern die Straßenverhältnisse sehr schlecht sind, muss ein Auto geländetauglich und strapazierfähig sein, sonst ist es bald hoffnungslos kaputt. Die Schwestern freuen sich über diese Hilfe und schreiben: „Wir sind sehr glücklich über dieses Auto. Gott segne Sie millionenfach und vergelte es Ihnen! Er, der in den Herzen liest, sieht, wie dankbar wir sind!“

Die Diözese Ifakara in Tansania ist noch jung. Sie wurde erst im Jahr 2012 errichtet. Die gleichnamige Stadt, in der sich der Bischofssitz befindet, ist 400 km südwestlich der Hauptstadt Daressalam gelegen. Die Diözese erstreckt sich über ein Gebiet von 15.000 Quadratkilometern und hat 21 Pfarreien. Von den insgesamt ca. 400.000 Einwohnern der Diözese sind 80 Prozent katholisch. Die Mehrheit der Bevölkerung lebt von der Landwirtschaft, es ist aber auch eine Zuwanderung nomadischer Volksgruppen zu verzeichnen.

Die Entfernungen sind sehr groß, und die Straßen schlecht. In der Regenzeit verwandeln sie sich in Schlammpisten mit vielen teils großen Wasserlöchern. Mit einem ungeeigneten Auto kann eine solche Fahrt leicht lebensgefährlich werden.

Bischof Salutaris Libena mit Mitarbeitern seiner Diözese. „Wir versprechen auch, dass wir für alle beten werden, deren große Opfer es uns ermöglicht haben, dieses Auto zu bekommen.“

Bischof Salutaris Libena muss oft weite Strecken fahren, um die Pfarren seiner Diözese zu besuchen, in denen er beispielsweise das Sakrament der Firmung spendet oder andere Pastoralbesuche unternimmt. Die Entfernung vom Bischofssitz bis zur der am weitesten entfernten Pfarrei der Diözese beträgt 210 Kilometer.  Außerdem muss er an Treffen und Versammlungen in der Hauptstadt oder in anderen Diözesen des fast 950.000 Quadratkilometer großen Landes teilnehmen, beispielsweise, wenn die Bischofskonferenz des Landes tagt. Jedoch hatte er bislang große Probleme, da sein Auto, das er vor 20 Jahren gekauft hatte und das schon damals ein Gebrauchtwagen war, den Straßenverhältnissen nicht mehr gewachsen war. Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 29.680 Euro gespendet haben, konnte er nun endlich einen leistungsfähigen Geländewagen beschaffen, der nicht nur ihm selbst, sondern auch seinen Mitarbeitern gute Dienste leisten wird.

Der Bischof schreibt: „Wir danken Ihnen sehr aufrichtig für dieses schöne neue Fahrzeug. Wir versprechen Ihnen, dass wir auf es achtgeben werden, damit es viele Jahre für den pastoralen Dienst verwendet werden kann. Wir versprechen auch, dass wir für alle beten werden, deren große Opfer es uns ermöglicht haben, dieses Auto zu bekommen.“

Schwester Shobka Rani Talari lächelt, wenn sie auf ihr neues Moped steigt. Die schlechten Wege, die sie oft in den Dschungel führen, können sie nicht abschrecken bei ihrer Arbeit in der Mission von Chhaygaon, die in der Erzdiözese Guwahati im armen Nordosten Indiens gelegen ist. Sie ist immer unterwegs, denn sie ist eine „touring sister“, eine Ordensfrau, die Tag für Tag die Menschen in abgelegenen Dörfern besucht. Ihre Hilfe ist dringend notwendig. Denn in den Dörfern, von denen viele im Urwald liegen, gibt es keine medizinische Versorgung, keinen elektrischen Strom, kaum jemand kann lesen und schreiben.

Schwester Shobka Rani Talari auf ihrem neuen Moped.

Die Armut ist groß, die hygienischen Verhältnisse schlecht

Die Armut ist groß, die hygienischen Verhältnisse schlecht, und in den Familien gibt es viele Probleme. Oft werden Ehen viel zu früh geschlossen, die Kinder bleiben sich selbst überlassen, während die Eltern sich darum kümmern, die Familie mehr schlecht als recht zu ernähren. Die Ernte auf ihren kleinen Feldern fällt nicht selten wilden Elefanten oder anderen Tieren zum Opfer.

Schwester Shobka Rani Talari besucht die Familien und schaut, ob ein Kranker behandelt werden muss – so wie der 10jährige Benedict Rabha, der von einem Baum gefallen war und ins Krankenhaus gebracht werden musste. Sie spricht mit den Leuten und gibt wertvolle Ratschläge, damit die Menschen gesund bleiben. Sie bringt ihnen bei, besser zu wirtschaften, und überzeugt Eltern zudem davon, ihre Kinder in die Schule zu schicken. Denn nur so gibt es eine Chance auf Entwicklung und bessere Lebensbedingungen. Ihre Mitschwestern von der Kongregation der Töchter der Göttlichen Vorsehung betreiben ein kleines Internat, damit auch Kinder aus abgelegenen Dörfern die Schule besuchen können. Sie selbst leitet eine Dorfschule mit 100 Schülern. Oft ist Überzeugungsarbeit gefragt, denn viele Eltern haben wenig Verständnis für die Notwendigkeit von Bildung. Die Ordensfrau arbeitet auch mit 80 Frauen, die sie dazu anleitet, anderen Frauen zu helfen – durch Geburtshilfe und Betreuung in der Schwangerschaft, durch Unterstützung bei der Erziehung der Kinder, durch Aufklärung über die Gefahren von Alkoholmissbrauch und Tabakkonsum.

Schwester Shobka Rani Talari besucht die Familien und schaut, ob ein Kranker behandelt werden muss .

Die Hilfe ist notwendiger denn je

In Zeiten der Corona-Pandemie ist diese Hilfe notwendiger denn je. Schwester Lilly Urakadan, die Oberin, berichtet: „Wir konnten 320 Familien, die in große Not geraten waren, helfen.“ Außerdem haben die Schwestern in ihrer Schule ein Quarantänezentrum eingerichtet, wo sie Menschen unterbringen können, die sich aufgrund einer COVID-19-Infektion absondern müssen, dies aber in ihren kleinen Häusern, in denen zahlreiche Familienmitglieder auf engstem Raum zusammenleben, nicht können. Indien liegt auf Platz drei der am stärksten von der Pandemie betroffenen Länder.

Schwester Shobka Rani ist manchmal aber auch unterwegs zu den lokalen Behörden, um ihnen „Beine zu machen“. Sie hat es geschafft, für ein Dorf, in das nachts bereits mehrfach Elefanten eingedrungen waren, eine Beleuchtung mit Solarstrom zu erlangen. Seitdem halten sich die Elefanten fern. Auch eine der schlechten Straßen soll 2021 endlich ausgebaut werden. Dies sind große Fortschritte in einem unterentwickelten und vergessenen Gebiet.

Die Kirche ist noch jung in dem Gebiet. Der Glaubenseifer der Menschen ist groß, und sie nehmen mit Begeisterung am kirchlichen Leben teil, brauchen aber Begleitung und Vertiefung auf ihrem Weg.

Wichtig ist aber vor allem die Seelsorge. Die Schwestern arbeiten eng mit dem Pfarrer zusammen. Die Kirche ist noch jung in dem Gebiet, die Menschen, die verschiedenen einheimischen ethnischen Gruppen angehören, haben von traditionellen Stammesreligionen zum Christentum gefunden. Ihr Glaubenseifer ist groß, und sie nehmen mit Begeisterung am kirchlichen Leben teil, brauchen aber Begleitung und Vertiefung auf ihrem Weg. In den abgelegenen Dörfern, in denen nicht jeden Sonntag die Eucharistie gefeiert werden kann, treffen sich die Gläubigen zum Rosenkranz oder zu anderen Gebeten und Andachten. Eine wichtige Rolle spielen hier Katecheten, die den Glauben verkünden und stärken. Auch für ihre Aus- und Weiterbildung sind die Schwestern verantwortlich.

Ohne Fahrzeug ist die Arbeit einer „touring sister“ sehr beschwerlich. Dank der Hilfe der Päpstlichen Stiftung KIRCHE IN NOT, die 930 Euro zur Verfügung gestellt hat, konnte der Orden ihr endlich ein eigenes Moped beschaffen. „Seitdem Schwester Shobka Rani das Moped hat, konnte sie die Zahl ihrer Besuche in den Dörfern verdoppeln“, freut sich ihre Oberin. Sie schreibt: „Für Ihre großzügige Hilfe sind wir extrem dankbar. Wir versichern Sie und alle Wohltäter unserer Gebete. Bitte beten Sie für uns, dass wir immer mit großem Eifer das Reich Gottes durch unsere Worte und unsere Taten verkünden mögen.“

Im vergangenen Jahr konnte KIRCHE IN NOT Ordensleuten, Priestern und Katecheten insgesamt 266 Kraftfahrzeuge, 119 Motorräder, 266 Fahrräder und 12 Boote für die Seelsorge zur Verfügung stellen.

Beiträge zu diesem Thema

Tansania: Ein Auto für eine neue Pfarre

Tansania: Ein Auto für eine neue Pfarre

01.06.2022 hilfsprojekt
Indien: Immer unterwegs für Gott

Indien: Immer unterwegs für Gott

31.08.2020 aktuelles
Ein Auto für eine Pfarre

Ein Auto für eine Pfarre

02.05.2020 hilfsprojekt
Brasilien: Fahrzeug für die Seelsorge

Brasilien: Fahrzeug für die Seelsorge

03.09.2018 hilfsprojekt
Algerien: Ein Auto für die Seelsorge

Algerien: Ein Auto für die Seelsorge

07.05.2018 hilfsprojekt
Paraguay: Ein Boot für die Seelsorge

Paraguay: Ein Boot für die Seelsorge

05.02.2018 hilfsprojekt
Russland: Ein Fahrzeug für Ordensfrauen

Russland: Ein Fahrzeug für Ordensfrauen

05.02.2018 hilfsprojekt