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KIRCHE IN NOT übernimmt die Kosten für die Instandsetzung des römisch-katholischen Priesterseminars der Diözese Kiew-Schytomyr. Die Ausbildungsstätte für aktuell 25 angehende Priester befindet sich in Worsel am Rand der ukrainischen Hauptstadt. Der Ort liegt in unmittelbarer Nachbarschaft zu Butscha, das zum Synonym für Kriegsverbrechen an der Zivilbevölkerung geworden ist.

Auch das Priesterseminar in Worsel war zu Beginn des Ukraine-Krieges im Februar von russischen Truppen überfallen, schwer beschädigt und geplündert worden. In unmittelbarer Nähe schlugen zwei Raketen ein.

Durchwühltes Zimmer im Priesterseminar bei Kiew.

Die Seminaristen konnten sich in letzer Minute in Sicherheit bringen

Wie Dorfbewohner berichten, seien auch russische Soldaten in das Priesterseminar eingedrungen und hätten dort mindestens zwei Nächte verbracht. Die Studenten konnten sich in letzter Minute in Sicherheit bringen; mittlerweile sind die meisten von ihnen in einem anderen Priesterseminar in der Ukraine untergebracht.

Als er mit einigen Studenten Anfang April wieder nach Worsel zurückkehrte, bot sich ihm ein trauriges Bild, berichtet Seminarleiter Regens Ruslan Mychalkow: „Die Soldaten haben alles mitgenommen, was sie finden konnten: Küchengeräte, Waschmaschinen, Computer. Sie haben die Zimmer der Seminaristen durchwühlt.“

Auch ein Kelch, den Papst Johannes Paul II. während seines Ukraine-Besuchs im Jahr 2001 gestiftet hatte, sei gestohlen worden. Fotos zeigen außerdem eine enthauptete Marienstatue.

Beschädigte Mauer des Priesterseminars.

Wiederaufbau des Priesterseminars hat hohe Priorität

Die zurückgekehrten Studenten und Professoren des Priesterseminars hoffen, dass sie im September wieder ihren regulären Studienbetrieb aufnehmen können. Der Wiederaufbau wird auf rund 150.000 Euro geschätzt. Mitarbeiter von KIRCHE IN NOT haben das beschädigte und geplünderte Seminar vor wenigen Tagen besucht und die Übernahme der Kosten zugesagt.

Eine der tragenden Säulen der fast siebzigjährigen Ukraine-Hilfe von KIRCHE IN NOT sei die Priesterausbildung, berichtet Projektreferentin Magda Kaczmarek. Deshalb habe der Wiederaufbau des Priesterseminars in Worsel jetzt hohe Priorität.

„Seit Beginn des Krieges stehen wir eng an der Seite der Menschen in der Ukraine“, sagte Kaczmarek. „Wir haben Soforthilfen für die Arbeit von Priestern und Ordensleuten im Kriegsgebiet gezahlt, unterstützen Kirchengemeinden und Klöster, die ihre Türen für Flüchtlinge geöffnet haben und finanzieren Autos und Transporter, damit humanitäre Hilfen im ganzen Land verteilt werden können. In der nächsten Phase helfen wir beim Reparieren der Kriegsschäden, sobald das möglich ist.“

Studenten am Seminar in Worsel.

Die Zeit bis zur erhofften Wiedereröffnung ihres Priesterseminars verbringen Regens Mychalkow und seine Studenten im karitativen Einsatz: „Wir helfen den Menschen vor Ort und verteilen Lebensmittel. Neulich kamen an einem Tag fast 1000 notleidende Menschen zu uns.“

Trotz der Not zeigt sich Mychalkow zuversichtlich: „Die Lage wird sich dann bessern, wenn wir das gesellschaftliche Leben wiederaufnehmen und Geschäfte und Betriebe wieder öffnen können. Danke an KIRCHE IN NOT für die Unterstützung.“

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Bitte schließen Sie die Menschen in der Ukraine in Ihr Gebet ein und beten Sie für eine friedliche und diplomatische Lösung der aktuellen Spannungen. Bestellen Sie hierfür unser kostenloses Gebetsblatt mit dem Gebet um Frieden für die Ukraine. Stellen Sie in unserer virtuellen Kapelle eine Kerze auf.

Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“

Besonders werden wir in unseren Mittagsgebeten der Menschen in der Ukraine gedenken. Schließen Sie sich bitte an, damit der Glaube lebt und unser Gebet stärker sein möge als Waffen.

„Schock und Schmerz“: Mit diesen beiden Worten fasst Bischof Pavlo Honcharuk aus Charkiw die aktuelle Situation in der ostukrainischen Metropole zusammen. Im Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT erzählt er von schrecklichen Erlebnissen, die auch ihn traumatisieren: „Ich denke an ein kleines Mädchen von etwa fünf Jahren, das wie versteinert vor der Leiche eines geliebten Menschen auf der Straße stand und sich nicht bewegen konnte.“

Zehn Wochen nach Beginn der russischen Invasion in der Ukraine konzentrieren sich die Angriffe zunehmend auf den Osten und Süden des Landes. Die Situation in der ostukrainischen Metropole Charkiw, der zweitgrößten Stadt des Landes, wird immer dramatischer.

Bischof Pavlo Honcharuk vor dem beschädigten Dach seines Bischofshauses in Charkiw.

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„Menschen haben sich in dunklen, feuchten Kellern verschanzt“

Nach dem Beschuss eines Wohnviertels besichtigte Bischof Honcharuk die Schäden und erklärte – mit Helm und kugelsicherer Weste über seiner Soutane – in einer Videobotschaft an KIRCHE IN NOT: „Die Siedlung hier war einst eines der bevölkerungsreichsten Viertel von Charkiw. Jetzt ist hier alles zerstört. Die Menschen haben sich in dunklen, feuchten Kellern verschanzt.“ Während im Hintergrund Explosionsgeräusche zu hören sind, sagt der Bischof: „Wir beten zu Gott, dass er uns beschützt und dass alles ein Ende findet. Es wird geschossen; wir hören die ganze Zeit Explosionen.“

In einer weiteren Videobotschaft beschreibt Bischof Honcharuk in den zerstörten Häusern: „Das ist eine Wohnung, oder besser gesagt, es war eine. Es ist nichts übriggeblieben, alles ist verbrannt.“ Mit Traurigkeit und Sarkasmus schließt er: „Und sie [die russischen Militärs; Anm. d. Red.] sagen, dass sie nur auf die militärische Infrastruktur abzielen.“

Eingelagerte Hilfsgüter in der römisch-katholischen Kathedrale von Charkiw.

Hilfstransporte durch eine menschenleere Stadt

Bischof Pavlo Honcharuk leitet seit zwei Jahren das Bistum Charkiw-Saporischschja. Obwohl die römisch-katholische Kirche eine kleine Minderheit bildet, sind der Bischof und seine Mitarbeiter seit Kriegsbeginn rund um die Uhr für die gesamte Bevölkerung im Einsatz. „Wir versuchen jeden Tag, die Menschen in den Bunkern mit humanitärer Hilfe zu erreichen“, erläutert der Bischof. „Wir beladen Fahrzeuge, fahren durch die scheinbar menschenleere und völlig zerstörte Stadt und sprechen mit den Menschen, trösten sie, nehmen Beichten ab.“ Die Situation sei zermürbend und „unglaublich anstrengend, körperlich und vor allem geistig“.

In seinem Bischofshaus hatte Bischof Honcharuk zu Beginn des Krieges Flüchtlinge aufgenommen, darunter auch einen Bischof der orthodoxen Kirche der Ukraine. Nachdem Anfang März ein Geschoss das Dach seines Bischofshauses getroffen hatte, ist mittlerweile auch die Kathedrale in Mitleidenschaft gezogen: „Viele Fenster wurden während eines Luftangriffs durch den Druck herausgesprengt. Jetzt beten wir in einer kleinen Kapelle und nutzen Teile des Kirchenraums als Lager für Hilfsgüter.“ Die tägliche heilige Messe, Gebetsstunden und Seelsorge seien in der aktuellen Situation wichtiger denn je: „Wir können immer noch alle Toten begraben, Gott sei Dank.“

Die Kirchen seien längst kein sicherer Zufluchtsort mehr. Sakralbauten würden genauso wenig verschont wie andere zivile Ziele, erklärte der Bischof: „Nichts ist mehr heilig“, sagt er. Teilweise hätten sich Menschen in Kellern unterhalb der Sakralbauten verkrochen.

Es sei gelungen, viele Frauen und Kinder außerhalb von Charkiw unterzubringen, beschreibt Bischof Pavlo Honcharuk die aktuelle Situation. Die Männer seien jetzt zurückgekehrt, um ihre Heimatstadt zu verteidigen. Auch er denke nicht daran, die Stadt zu verlassen: „Solange noch Gläubige in der Stadt sind, werde ich bei ihnen sein. Gott und mein Glaube werden mir die Kraft dazu geben. Wir Priester sind nicht bewaffnet. Wir sind Kirchenleute. Unsere Waffen sind das Wort Gottes und das Gebet.“

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Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“

Besonders werden wir in unseren Mittagsgebeten der Menschen in der Ukraine gedenken. Schließen Sie sich bitte an, damit der Glaube lebt und unser Gebet stärker sein möge als Waffen.

Tadej wuchs nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion im Westen der Ukraine auf. Das Land erlebte damals eine kulturelle Wiedergeburt. Auch die jahrzehntelang grausam verfolgte ukrainische griechisch-katholische Kirche wagte ihren Weg aus dem Untergrund.

Als Kinder begleiteten Tadej und seine beiden Brüder ihre Mutter und Großmutter regelmäßig in das Basilianerkloster von Drohobytsch in der Nähe von Lwiw (Lemberg). Die Jungen waren so fasziniert von dem, was sie dort erlebten, dass sie zu Hause im Wohnzimmer die Liturgie der Mönche nachspielten.

Die Basilianer des heiligen Josaphat (OSBM) sind eine Mönchsgemeinschaft mit heute etwa 300 Mitgliedern. In der Sowjetzeit war die Gemeinschaft offiziell verboten. Beim Zusammenbruch des Kommunismus war nur ein kleines Kloster in Warschau übriggeblieben.

Der angehende Ordenspriester Tadej beim Studium.

Gemeinschaft der Basilianer war zur Sowjetzeit verboten

Seither setzte eine Wiederbelebung ein. Die Basilianer des heiligen Josaphat haben Niederlassungen in der Slowakei, Rumänien, Ungarn und in der Ukraine. Die sechs Basilianerklöster im Westen des Landes sind seit Beginn der russischen Invasion zu Anlaufstellen für Flüchtlinge und Vertriebene geworden.

In den 1990er-Jahren aber waren die Klosteranlagen noch Ruinen. „Damals halfen viele junge Leute den Mönchen beim Wiederaufbau“, erzählt Tadej. Auch er und seine Brüder machten mit. „Das gab uns das Gefühl, Teil einer großen Familie zu sein.“

Tadej (2. v. r.) mit anderen Seminaristen.

Doch diese Begeisterung für die Kirche wurde im Laufe der Jahre immer geringer. Tadej beschreibt sich selbst als „rebellischen Jugendlichen“, seine Leistungen in der Schule wurden schlechter. Als er bemerkte, dass die Männer seines Heimatdorfes die Kirche mieden, blieb auch er weg. Er hörte auf, seinen Glauben zu praktizieren.

Ein Gespräch im Unterricht und ein Tischtennisspiel sollten eines Tages alles verändern, erzählt Tadej: „Einer meiner Lehrer fragte mich, ob ich in die Kirche gehe. Ich fühlte mich in der Zwickmühle, weil meine Mutter fast jeden Tag in die Kirche ging. Ich wollte ihre Frömmigkeit irgendwie nicht verraten.“ Also griff er zu einer Lüge: „Ich habe gesagt, dass ich am Sonntag in die Kirche gehe.“ Jetzt fühlte er sich verpflichtet, das auch einzulösen.

„Auf dem Weg zum Gottesdienst dachte ich, wie dumm ich doch sei: Ich sollte lieber zu Hause Computer spielen.“ Doch Tadej ging trotzdem hin. Nach dem Gottesdienst luden ihn die Messdiener zu einer Partie Tischtennis ein. „Das hat sehr viel Spaß gemacht. Also bin ich jeden Tag in die Kirche gegangen, und danach haben wir Tischtennis gespielt.“ Ohne es zu merken, hatte Tadej einen neuen Freundeskreis gefunden.

Seminarist Tadej enthüllt eine neue Ikone.

Ringen um die Berufung

Bald tauchte der Gedanke in ihm auf, selber dem Basilianerorden beizutreten. Aber er wusste, dass es ein großes Hindernis zu bewältigen gab. Sein Vater hatte wie viele andere Ukrainer im Ausland sein Geld für die Familie verdient.

Als er wieder zu Besuch war, scherzten seine Eltern am Küchentisch; und Tadejs Vater sagte zu ihm: „Eines Tages wirst auch du eine Frau haben, und wissen, wie schwer das ist.“ In diesem Moment fühlte Tadej, dass die Zeit reif war. „Nein, das werde ich nicht. Ich möchte Mönchspriester werden“, sagte er.

Sein Vater war schockiert und forderte ihn auf, erst einmal zu studieren. Ein Jahr lang betete Tadej um die richtige Entscheidung. Dann beschloss er, schon nach dem Abitur ins Kloster einzutreten. Sein Vater unterstützt ihn bei diesem Entschluss.

Tadej beim Gebet.

Gesandt für den Wiederaufbau der Ukraine

Jetzt ist er gerade dabei sein Studium am Priesterseminar der Basilianer in Brjuchowitschi am Rande von Lemberg abzuschließen und bereitet sich auch die Priesterwehe vor. Dann soll er sein Studium in Rom fortsetzen – sofern dies während des Krieges möglich ist. Sein Ziel ist jetzt mehr denn je: Die Ukraine wiederaufbauen, geistig wie materiell.

Denn neben den bislang unabsehbaren Kriegsfolgen seien Korruption und ein Misstrauen gegenüber den Institutionen weit verbreitet, so Tadej. Die Ukraine leide unter Armut, Arbeitslosigkeit und Drogenmissbrauch. Es ist zu befürchten, dass die traumatischen Erfahrungen des Krieges dies alles verschärfen.

Tadej ist voller Hoffnung, dass die Ukraine die aktuellen Bedrohungen überwinden kann: „Es ist wie mit dem Volk Israel nach der Befreiung aus Ägypten. Das Volk brauchte 40 Jahre, um die Zeit der Sklaverei zu überwinden. Wir brauchen Zeit, um uns zu verändern.“

Flüchtlingsfamilie, die in einer Einrichtung der Basilianer Aufnahme gefunden hat.

Doch Tadej und seine Mitbrüder brauchen jetzt jede Form der Hilfe, die sie bekommen können. Die Basilianerklöster in der Westukraine haben hunderte Flüchtlinge aufgenommen. Diese müssen versorgt und verpflegt werden.

Dabei fehlten die notwendigen Mittel schon vor Kriegsbeginn, erzählt Pater Pantaleimon, der Leiter des Priesterseminars der Basilianer: „Seit ich Rektor bin, haben wir jedes Jahr die gleichen Einnahmen, aber die Preise haben sich verdoppelt. Seit Beginn des Krieges ist die Lage unberechenbar geworden.“

KIRCHE IN NOT unterstützt im Rahmen seines Nothilfeprogramms für die Ukraine Klöster, Pfarren, kirchliche Einrichtungen und auch Priesterseminare, damit sie die notleidenden Menschen versorgen können.

Unser Hilfswerk ist schon seit 1953 in der Ukraine aktiv und hat den Wiederaufbau kirchlicher Strukturen maßgeblich unterstützt. Die Ukraine braucht gerade jetzt zupackende Seelsorger wie Tadej, um die Wunden an Seele und Leib zu heilen – auch wenn es viel Zeit brauchen wird.

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Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“

Besonders werden wir in unseren Mittagsgebeten der Menschen in der Ukraine gedenken. Schließen Sie sich bitte an, damit der Glaube lebt und unser Gebet stärker sein möge als Waffen.

Im Rahmen seiner Nothilfepakete für die Ukraine vergibt KIRCHE IN NOT auch mehr als eine halbe Million Euro an Messstipendien. Sie kommen rund 1900 Priestern des lateinischen und byzantinischen Ritus zugute und unterstützen deren pastoralen und karitativen Einsatz für die notleidende Bevölkerung im Kriegsgebiet.

Bei Messstipendien handelt es sich um freiwillige Gaben für die Feier einer heiligen Messe, oft verbunden mit einer Gebetsbitte in einem bestimmten Anliegen beziehungsweise für lebende oder verstorbene Personen. Der Brauch geht auf die frühe Kirche zurück.

In Weltregionen, in denen Priester wenig oder gar keinen Lohn erhalten, sichern Mess-Stipendien den Lebensunterhalt der Seelsorger und kommen der Gemeindearbeit zugute. Die Vergabe ist im Kirchenrecht geregelt. KIRCHE IN NOT leitet jedes Jahr rund eine Million Mess-Stipendien weiter.

Einer der Hilfeempfänger in der Ukraine ist Andrij Bodnaruk aus Kiew. Er ist Priester der mit Rom unierten ukrainischen griechisch-katholischen Kirche. Seit Beginn des Krieges ist er nur noch mit kugelsicherer Weste unterwegs: zu Menschen in Flüchtlingsunterkünften oder zu Bewohnern der Hauptstadt, die zu alt oder zu gebrechlich sind für die Flucht.

Pfarrer Andrij Bodnaruk, Priester der ukrainischen griechisch-katholischen Kirche aus Kiew.

Nothilfe für die Ukraine

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Nur noch mit kugelsicherer Weste unterwegs

So wie eine 90-jährige blinde Frau, die allein mit ihrer Tochter lebt. Pfarrer Andri schaut regelmäßig bei den beiden vorbei. Er bringt ihnen Lebensmittel und Medikamente, die er mit Spendengeldern von KIRCHE IN NOT und anderen Hilfsorganisationen kauft.

Die Besuche würden jedoch immer schwieriger: „Ich habe kein eigenes Auto, deshalb bin ich auf Hilfe angewiesen“, erzählt Pfarrer Andrij. Doch Benzin ist knapp und teuer; das meiste geht an das Militär. Oft müssen der Priester und seine Helfer stundenlang an der Tankstelle warten. Die Mittel von KIRCHE IN NOT helfen auch ganz elementar, dass genug Sprit im Tank ist. Nur so können die Lebensmittelpakete die bedürftigen Menschen erreichen.

Menschen, die sich in einer U-Bahn-Station in Sicherheit gebracht haben, beten gemeinsam.

Gottesdienst im U-Bahn-Schacht

Doch Pfarrer Andrij bringt auch geistliche Unterstützung: Der Priester feiert oft die Haus-Kommunion mit seinen Gemeindemitgliedern, weil auch die Seele Trost und Nahrung braucht. Deshalb ist auch ein U-Bahn-Schacht im Zentrum von Kiew zu einer neuen „Kathedrale“ für die schutzsuchenden Menschen geworden. Pfarrer Andrij feiert dort mit seinen Mitbrüdern der griechisch-katholischen Kirchen regelmäßig die Liturgie.

Die Unterstützung von KIRCHE IN NOT macht es möglich, dass er ihnen wenigstens kleine Hilfen zukommen lassen kann; denn die Ersparnisse sind durch die Flucht und die Teuerung bei den Lebensmitteln nahezu aufgebraucht. „Manchmal schwindet auch bei mir die Zuversicht, und Panik macht sich breit. Wir wissen nicht, was noch alles passieren wird“, sagt der junge Priester gegenüber KIRCHE IN NOT.

Ein griechisch-katholischer Priester bringt humanitäre Hilfen zu seinen Gemeindemitgliedern.

„Die Kraft zum Überleben kommt aus dem Glauben”

Das Gebet, Zeiten der Stille und das Gespräch mit seinen Gemeindemitgliedern würden auch ihm helfen, wieder neue Kraft zu tanken. Er versucht, den Menschen und besonders den Soldaten zu vermitteln, dass Zorn nicht gut ist.

Der Seelsorger erinnert sie an Jesus, der seinen Mördern vergeben hat: „Wir sollen den Feind nicht verfluchen, wir dürfen nicht wie er sein. Die Kraft zum Überleben kommen aus dem Glauben und aus dem Vertrauen in den Herrn“, ist Pfarrer Andrij überzeugt.

Währenddessen können Menschen auch zur Beichte und zum Seelsorge-Gespräch kommen. Die Menschen stehen dafür mitunter in langen Schlangen an. Ordensschwestern unterstützen die Priester bei der karitativen und seelsorgerischen Arbeit. Nicht zuletzt gestalten sie die Gottesdienste in den Schutzbunkern mit ihren feierlichen Gesängen, den so viele Menschen gerade jetzt schätzen.

Gebetsandacht in einem Bunker in Kiew.

„Ich diene Gott, der Kirche und unserem Volk“

„Ich tue einfach das, was ich auch schon vor dem Krieg getan habe: Ich diene Gott, der Kirche und unserem Volk“, erklärt Pfarrer Andrij. Bei diesem Dienst steht auch die Sorge um die eigene Familie hinten an. Wie es die ostkirchliche Tradition zulässt, ist Pfarrer Andrij verheiratet und hat zwei Kinder. Seine Familie hat sich wie viele andere im Westen der Ukraine in relative Sicherheit gebracht. Für ihn kam eine Flucht nicht infrage, auch wenn er sich viele Sorgen macht um seine Angehörigen.

Auch die Hilfen von KIRCHE IN NOT stärkten dieses Vertrauen. Die Welt sei in diesen Wochen mit der Ukraine vereint, so Pfarrer Andrij: „Jeder Cent, der in Kriegszeiten für unsere notleidenden Menschen gegeben wird, ist ein Beitrag zum Weltfrieden.“

KIRCHE IN NOT hat seit Kriegsbeginn in der Ukraine zwei Nothilfepakete in Höhe von insgesamt fast drei Millionen Euro auf den Weg gebracht. Sie kommen Ordensfrauen, Priestern und kirchlichen Mitarbeitern zugute, die in Flüchtlingsunterkünften, Waisenhäusern oder Pfarreien für die Menschen in den Kriegsgebieten da sind. Die Hilfen gehen in alle Landesteile der Ukraine.

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Sieben Wochen nach Beginn der Militärinvasion in der Ukraine hat das weltweite katholische Hilfswerk KIRCHE IN NOT die zweite Phase seiner Nothilfe eingeleitet. Gut 1,5 Millionen Euro gehen an Ordensfrauen, Priester, Pfarren, Priesterseminare, Klöster, kirchliche Waisenhäuser und Flüchtlingseinrichtungen.

Insgesamt fast drei Millionen Euro Nothilfe

Damit hat KIRCHE IN NOT bereits fast drei Millionen Euro an Nothilfe für den Einsatz der Kirche in der Ukraine geleistet. Schon am ersten Kriegstag hatte das Hilfswerk ein Hilfsprogramm in Höhe von 1,3 Millionen Euro gestartet.

Ein Flüchtlingskind aus Kiew, das mit seiner Familie Aufnahme im Priesterseminar von Iwano-Frankwisk gefunden hat, zeigt das Logo von „Kirche in Not“.

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Schwerpunkt kirchliche Flüchtlingsarbeit

Schwerpunkt der neuen Nothilfen ist die Flüchtlingsarbeit, die Klöster und Pfarrgemeinden vor allem im Westen der Ukraine leisten. Viele von ihnen haben Flüchtlinge aufgenommen. Versorgung und Unterbringung sind eine enorme pastorale und finanzielle Herausforderung. Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks zufolge sind rund zehn Millionen Ukrainer auf der Flucht – das ist rund ein Viertel der Gesamtbevölkerung. Etwa sechs Millionen von ihnen sind Binnenflüchtlinge.

Solidaritätsbesuch von KIRCHE IN NOT in der Ukraine

„Die neuen Nothilfen gehen gezielt an Einrichtungen, die Flüchtlinge beherbergen. Neben Lebensmitteln oder Medikamenten werden Stromgeneratoren gebraucht, um für so viele Menschen kochen oder heizen zu können“, erklärte die Projektverantwortliche des Hilfswerks für die Ukraine, Magda Kaczmarek. Sie hält sich in der Karwoche zusammen mit einem weiteren Vertreter von KIRCHE IN NOT im westukrainischen Lwiw (Lemberg) auf, um Solidarität mit den Menschen zu zeigen und weitere Hilfen zu koordinieren.

Projektreferentin Magda Kaczmarek im Gespräch mit einem Projektpartner in der Ukraine.

Fahrzeuge für Hilfstransporte benötigt

Aktuell würden vermehrt Transportfahrzeuge benötigt, damit die Hilfsgüter aus der Westukraine in den Süden oder Osten des Landes gelangen könnten, teilte Kaczmarek mit. Humanitäre Hilfen aus dem Ausland werden meist bis Lwiw geliefert, danach übernehmen ukrainische Helfer den Weitertransport – oft unter Lebensgefahr. Auch Diözesen und Pfarreien haben Hilfstransporte gestartet. Sie sorgen auch dafür, dass die Menschen in den Dörfern versorgt werden. Oft führten schon in Friedenszeiten extrem schlechte Straßen dorthin. Dies ist nach Beginn der Kämpfe noch schwieriger geworden.

Unterstützung auch durch Messstipendien

Zum neuen Nothilfepaket gehören auch rund 600 000 Euro für Messstipendien. Das sind nach katholischen Brauch freiwillige Gaben für die Feier einer heiligen Messe, oft verbunden mit einem Gebetsanliegen. Sie kommen Priestern in der Ukraine zugute, die von ihren Diözesen wenig bis keinen Lohn erhalten. Sie sichern nicht nur den Einsatz der Seelsorger in den Kriegsgebieten, sondern kommen auch der Gemeindearbeit zugute – etwa wenn ein Pfarrer Benzin für ein Fahrzeug mit Hilfsgütern kauft oder ein Gemeindemitglied ins Krankenhaus transportiert.

Verteilung von Hilfsgütern an die Bewohner eines Dorfes in der Nähe von Odessa.

KIRCHE IN NOT unterstützt Ukraine seit 1953

„KIRCHE IN NOT war eine der ersten Organisationen, die Nothilfe für die Ukraine zugesagt hat“, erklärte Magda Kaczmarek. Das Hilfswerk unterstützt die Arbeit der Kirche in der Ukraine seit 1953. Die Ukraine gehört regelmäßig zu den fünf am meisten durch „Kirche in Not“ geförderten Länder weltweit. Das Hilfswerk ist in 140 Ländern aktiv.

„Keine Ende des Krieges in Sicht“

„Es ist wichtig, dass die Menschen in der Ukraine wissen, dass sie nicht vergessen sind, auch wenn sich dieser Krieg immer länger hinzieht und kein Ende in Sicht ist“, betonte die Projektreferentin. „Wir werden weiterhin nach Möglichkeiten suchen, um den Einsatz der Ortskirche für die notleidenden Menschen zu unterstützen.“

Freiwillige in der Diözese Kamjanez-Podilsky nahe der Grenze zu Rumänien und der Republik Moldau transportieren Hilfsgüter.

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Besonders werden wir in unseren Mittagsgebeten der Menschen in der Ukraine gedenken. Schließen Sie sich bitte an, damit der Glaube lebt und unser Gebet stärker sein möge als Waffen.

Obwohl das Christentum in der Türkei eine fast 2000-jährige Tradition hat, leben heute nach verschiedenen Wellen der Verfolgung kaum noch Christen dort. Dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT hat der Erzbischof von Izmir, Martin Kmetec, die aktuelle Lage in der Türkei geschildert.

Der gebürtige Slowene gehört dem Orden der Franziskanerminoriten an. Er war fast elf Jahre im Libanon tätig, seit 2001 lebt er in der Türkei. 2020 hat ihn Papst Franziskus zum Erzbischof von Izmir im Westen des Landes ernannt.

Martin Kmetec, Erzbischof von Izmir.

KIRCHE IN NOT: Das Christentum in der Türkei hat eine große Geschichte. Vor dem Ersten Weltkrieg lebten auf dem Territorium des damaligen Osmanischen Reiches noch etwa 30 Prozent Christen. Heute schätzt man den Anteil der Christen in der Türkei auf etwa 0,2 Prozent. Wie viele Katholiken gibt es in Ihrem Erzbistum Izmir und wo leben sie?

Ich schätze, dass in meinem Erzbistum ungefähr 5000 Katholiken leben. Wenn man Migranten und Flüchtlinge dazuzählt, sind es vielleicht noch einige mehr. Sie leben hauptsächlich in der Innenstadt von Izmir oder anderen großen Städten. Wir haben Gemeinden in Konya, auch in Antalya und in anderen Städten an der Küste. Unsere Erzdiözese ist flächenmäßig sehr groß, ihr Gebiet umfasst ungefähr 100 000 Quadratkilometer. Die letzte Pfarrei, die zu uns gehört, ist Ikonium, ungefähr 550 Kilometer von Izmir entfernt; im Süden ist das Antalya, ungefähr 450 Kilometer entfernt. So groß sind die Entfernungen.

Können Sie den Glauben frei verkünden?

Als Franziskaner steht für mich das Zeugnis des Lebens an erster Stelle, das brüderliche Leben. Der heilige Franziskus hat gesagt: Wenn es eine Möglichkeit gibt, das Wort zu predigen, dann können sie predigen. Das versuchen wir zum Beispiel in den sozialen Netzwerken und auf der neuen Internetseite der Diözese.

Wir versuchen, präsent und eine lebendige Kirche zu sein. Unsere Mission ist eine Mission der Kirche der offenen Türen. Deshalb haben wir in allen unseren Kirchen Zeiten, zu denen sie geöffnet sind. Manchmal ist dort Anbetung; es ist immer jemand vor Ort, der die Besucher begrüßt und auch Auskunft geben kann, wenn sie Fragen haben. Das ist unser Weg der Evangelisierung in dieser Situation.

Erzbischof Martin Kmetec hilft beim Renovieren einer Kirche.

Die einstmals laizistische Türkei erlebt eine islamische Wiedergeburt. Werden Christen diskriminiert?

Ich würde nicht sagen, dass Christen grundsätzlich diskriminiert werden. Aber es kommt schon einmal zu negativen Erfahrungen im Umgang mit Behörden und Verwaltungen. Die katholische Kirche ist nicht als juristische Körperschaft anerkannt.

Wenn wir aber an den Dialog denken, würde ich sagen, dass es einen Dialog des Lebens gibt. Wenn ich zum Beispiel an die Caritas denke: Caritas ist Teil der Kirche, Teil unserer Diözese. In jeder Diözese gibt es ein Büro. Und sie hilft allen, Christen und Muslimen und allen anderen, die schutzlos sind. Wir haben auch Begegnungen mit den Imamen in unserer Gegend, zum Beispiel am „Tag der Brüderlichkeit“. Ich selbst und einige Priester besuchten den Bürgermeister der Stadt und wir übergaben ihm bei dieser Gelegenheit ein Geschenk: die Übersetzung der Enzyklika „Fratelli tutti“ von Papst Franziskus in türkischer Sprache. Auch die Enzyklika „Laudato si“, die von ökologischen Problemen handelt, die die ganze Menschheit betreffen, wurde ins Türkische übersetzt.

Gibt es einen ökumenischen Dialog in der Türkei?

Die Beziehungen zu den anderen christlichen Kirchen sind in der Regel gut. Der Ökumenische Patriarch von Konstantinopel, Bartholomäus I., pflegt zum Beispiel gute Kontakte zur Fokolar-Bewegung und zum neuen Apostolischen Vikar von Istanbul, Bischof Massimiliano Palinuro.

Auch bei uns in Izmir treffen wir uns an verschiedenen christlichen Festen mit den orthodoxen, aber auch den anglikanischen Christen. Kürzlich haben armenische Priester in unserer katholischen St.-Polykarp-Kirche eine armenische Liturgie gefeiert, weil sie in Izmir keine eigene Kirche haben. Außerdem haben wir gemeinsam mit den Armeniern in Izmir für die Bibelgesellschaft ein kleines Geschäft eröffnet für den Verkauf von Büchern. Es gibt also gute Zeichen eines ökumenischen Dialogs.

Die Türkei ist ein beliebtes Urlaubsland. Wie wichtig ist es, dass Christen, die in die Türkei reisen, auch die christlichen Kirchen besuchen?

Sehr wichtig. Ich möchte die Touristen daran erinnern, dass hier die Ursprünge unseres Glaubens liegen. Hier wurde die erste Kirche unter den Nationen geboren. Die ersten Ökumenischen Konzilien, die den katholischen Glauben geprägt haben, haben in der heutigen Türkei stattgefunden. Von hier ging die Mission Europas aus.

Wir haben für die Unterstützung der Seelsorge hier den deutschen Pfarrer Ludger Paskert, der sich um die hier lebenden Katholiken aus Deutschland kümmert. Ich wäre froh, wenn wir noch einen weiteren Priester für andere Gemeinden finden könnten, wenigstens im Sommer für die Touristen. Das ist aber auch ein finanzielles Problem. Vielleicht sollte der Europäische Rat der Bischofskonferenzen darüber nachdenken, uns zu helfen.

Unterstützen Sie das Gemeindeleben und die karitative Arbeit der kleinen christlichen Minderheit in der Türkei mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Verwendungszweck: Türkei

Nie erschien Pfarrer Lucas Perozzi seine Heimat Brasilien weiter weg als jetzt. Der Priester lebt in Kiew und durchleidet mit seiner Gemeinde „Mariä Entschlafung“ die Angst und das Elend des Krieges. Er könnte das Land verlassen, sich in seiner Heimat in Sicherheit bringen.

Aber er hat sich entschlossen zu bleiben – bei den Menschen, die ihm anvertraut sind und denen er dienen wollte, als er 2004 in das Land kam. Im Gespräch mit KIRCHE IN NOT erklärt er seine Motivation und wie es ihm und seinen Mitbewohnern gelingt, mitten im Krieg Zuversicht zu bewahren.

Aktuell leben rund 30 Menschen ständig bei Pfarrer Lucas und drei weiteren Geistlichen in den Räumen der Pfarre. Er schläft und isst nicht viel, wurde nach Kriegsbeginn sogar krank. Zeit zur Genesung blieb nicht.

Pfarrer Lucas Perozzi singt während einer Gebetsstunde im Schutzkeller.

Nothilfe für die Ukraine

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„Die Menschen waren verängstigt”

Die Sorge um „seine Leute“ trieb ihn um: „Die Menschen konnten wegen der Luftalarme nicht in ihren Wohnungen bleiben. Sie schliefen in Kellern und U-Bahnhöfen. Dort ist es schrecklich: Kälte, Schmutz, es herrscht eine düstere Atmosphäre. Die Menschen waren verängstigt“, erzählt Pfarrer Lucas.

Also öffneten er uns seine Priesterkollegen die Türen der Pfarre. „Die Menschen, die zu uns gekommen sind, können jetzt nachts wieder schlafen. Es herrscht eine friedliche Atmosphäre, trotz des Krieges.“ Es herrsche eine hohe Solidarität in der kleinen Gemeinschaft: „Wenn jemand niedergeschlagen, traurig oder verängstigt ist, gibt es immer einen anderen, der Beistand leistet und zuhört.“

Also öffneten er uns seine Priesterkollegen die Türen der Pfarre. „Die Menschen, die zu uns gekommen sind, können jetzt nachts wieder schlafen. Es herrscht eine friedliche Atmosphäre, trotz des Krieges.“ Es herrsche eine hohe Solidarität in der kleinen Gemeinschaft: „Wenn jemand niedergeschlagen, traurig oder verängstigt ist, gibt es immer einen anderen, der Beistand leistet und zuhört.“

Menschen in einem Schutzkeller in der Ukraine.

Lebensmittel und Medikamente werden knapp

Die russische Führung hatte kürzlich angekündigt, Truppen aus der Region Kiew abzuziehen. Ans Tageslicht kommen dabei auch Gräueltaten an der Zivilbevölkerung. Die Angst sei nach wie vor allgegenwärtig, so Pfarrer Lucas  im Gespräch mit KIRCHE IN NOT. Auch die Waren in den Läden seien aktuell knapp. „Einige Geschäfte haben zwar geöffnet, aber die Regale werden jeden Tag leerer. Auch Medikamente gehen allmählich aus.“

Die Soforthilfe von KIRCHE IN NOT käme zur rechten Zeit, damit er und die weiteren Seelsorger ihre Arbeit fortsetzen können. Viele Stunden am Tag sind sie damit beschäftigt, lebensnotwendige Güter für die 30 Schutzsuchenden aufzutreiben.

Nächtliche Gebetsstunde im Luftschutzkeller.

Ganze Priesterlaufbahn eng mit Hilfe von KIRCHE IN NOT verknüpft

Seine 28 Jahre in der Ukraine seien eng mit der Hilfe von KIRCHE IN NOT verknüpft, betont Pfarrer Lucas. Er gehört seit seiner Jugend der Gemeinschaft „Neokatechumenaler Weg“ an. Bei einem Treffen in Italien wurde er eingeladen, in die Ukraine zu kommen. Dort wurde er Priester.

„Mein Priesterseminar wurde von KIRCHE IN NOT unterstützt. Meine Pfarrkirche und die Gemeinderäume, wo jetzt die 30 Personen untergebracht sind, wurde in erster Linie mit Geldern von KIRCHE IN NOT gebaut. Und ich konnte ein Auto anschaffen, um meine Gemeindemitglieder zu besuchen“, erklärt er.

Autos und Transportfahrzeuge werden gerade jetzt in Kriegszeiten für die Pfarrgemeinden in der ganzen Ukraine immer wichtiger: Sie dienen dazu, Hilfsgüter und Lebensmittel aus der Westukraine im ganzen Land zu verteilen und auch Menschen in abgelegenen Gegenden zu versorgen.

Gottesdienst in der Pfarre Mariä Entschlafung in Kiew.

Hochzeitsfeiern im Krieg: „Die Menschen wollen in Gnade Gottes leben“

Pfarrer Lucas bleibt kaum Zeit: Gerade sei eine weitere Familie mit zwei Kindern eingetroffen. Die Menschen suchten nicht nur nach einem Dach über dem Kopf, sondern auch nach seelischem Beistand.

Und da gebe es auch schöne Erlebnisse, mitten im Krieg: „Gestern haben wir hier eine Hochzeit gefeiert, und heute gibt es schon wieder eine. Die Menschen haben keine romantischen Illusionen. Sie wollen diese Wochen in der Gnade Gottes durchleben, als Eheleute und Familien. Es kommen auch viele Menschen zur Beichte.“

Das Leben in Kiew ist schwer, und ständig droht neue Gefahr. Aber Pfarrer Lucas hat keine Sekunde überlegt, die ihm anvertrauten Menschen zu verlassen. „Ihr Leben ist mein Leben, ihr Schicksal ist mein Schicksal“, betont er. Und er ist nicht allein. Tausende Priester und Ordensleute in der Ukraine stehen der notleidenden Bevölkerung in diesen schweren Wochen bei.

Trauung in der der Pfarre Mariä Entschlafung in Kiew.

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Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“

Besonders werden wir in unseren Mittagsgebeten der Menschen in der Ukraine gedenken. Schließen Sie sich bitte an, damit der Glaube lebt und unser Gebet stärker sein möge als Waffen.

Die Desinformation der russischen Bevölkerung ist für den römisch-katholischen Bischof von Odessa, Stanislaw Schyrokoradjuk, eine der Ursachen für die Invasion in der Ukraine: „Wir Ukrainer sind die Opfer des Krieges, das russische Volk ist ein Opfer der Propaganda.“ Der Bischof war am vergangenen Dienstag bei einer Konferenz am internationalen Sitz des katholischen Hilfswerks KIRCHE IN NOT (ACN) in Königstein im Taunus zugeschaltet.

Laut Bischof Schyrokoradiuk sei der Krieg „kein Konflikt zwischen unseren beiden Völkern“. Die Bewohner Russlands hätten jedoch keinen Zugang zu vollständigen Informationen; viele von ihnen würden deshalb die russische Regierung unterstützen. Das heize die Aggression weiter an. „Ich hoffe, dass ihnen die Augen geöffnet werden, damit der Frieden kommen kann“, erklärte Schyrokoradiuk.

Bischof Stanislaw Schyrokoradjuk in der Kathedrale von Odessa.

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„Weg der Freiheit weitergehen, auch wenn er für uns alle ein Kreuzweg ist“

Mit Blick auf die weitere Perspektive für die Ukraine betonte der Bischof, dass es für sein Land keine Alternative zu Unabhängigkeit, Freiheit und der Orientierung nach Europa gebe. „Das ist unser Weg, den wir gewählt haben. Diesen Weg wollen wir weitergehen, auch wenn er für uns alle ein Kreuzweg ist.“

Seine Bischofsstadt Odessa befinde sich aktuell im „Epizentrum des Krieges“, erklärte der Bischof. Jeden Tag gäbe es Luftalarme und Angriffe: „So viele Ruinen, so viel Tränen, so viel Blut in unserem Land.“ In der Ukraine seien im ersten Monat des Krieges hunderte Kinder getötet und schwer verletzt worden. „Die Kinder haben beim Beschuss Hände oder Füße verloren; es ist furchtbar!“ Der Hafen in Odessa sei aktuell blockiert; die ukrainische Armee habe jedoch den Vorstoß der russischen Marine zurückstoßen können.

Warteschlange bei der Ausgabe von Hilfsgütern in Odessa.

Auch kirchliche Gebäude zerstört

Sehr angespannt sei die Lage in den beiden anderen nordöstlich von Odessa gelegenen Hafenstädten Cherson und Mykolajiw. Cherson sei mittlerweile komplett besetzt; in Mykolajiw habe sich die russische Armee zwar weiter zurückgezogen, aber es gäbe tägliche Luftangriffe.

In der Nacht von 28. auf 29. März sei bei einem Angriff auch ein Gebäude der katholischen Pfarrgemeinde in Mykolajiw zerstört worden, berichtete der Bischof: „Dennoch wollen viele Bewohner bleiben, das ist meine große Sorge.“ Auch alle Priester seien nach wie vor in den umkämpften Regionen präsent. „Die Pfarrer fahren von Dorf zu Dorf und bringen den Menschen Hilfsgüter. Sie machen eine sehr engagierte Arbeit, obwohl es sehr gefährlich ist.“

Frauen in Odessa beten um Frieden.

Humanitäre Versorgung weitgehend gesichert

Da der Seeweg abgeschnitten ist, hat die Diözese Odessa-Simferopol eigene Transporter organisiert, die Lebensmittel und Medikamente aus dem westukrainischen Lwiw (Lemberg) abholen – oft unter Lebensgefahr. Lwiw ist der zentrale Verteilpunkt von Waren, die aus Polen und dem westlichen Ausland eintreffen.

Die humanitäre Versorgung in der Region Odessa sei aktuell weitgehend sichergestellt, erklärte der Bischof: „Wir helfen ohne Ansehen der Religion oder Nationalität – in Odessa leben Menschen aus 120 Nationen.“ Die Zusammenarbeit mit den anderen christlichen Konfessionen bei der Hilfe für die notleidende Bevölkerung laufe sehr gut, auch mit der ukrainisch-orthodoxen Kirche und mit den Protestanten.

KIRCHE IN NOT sei ebenfalls eine wichtige Stütze. Das Hilfswerk habe nicht nur als erstes seine Unterstützung angeboten, sondern gerade auch die Finanzierung von weiteren Fahrzeugen zugesagt, damit die Versorgung der Menschen in entlegenen Dörfern gewährleistet ist. „Wir sind von der Solidarität sehr bewegt“, betonte Bischof Schyrokoradjuk.

Insgesamt hielten die Menschen im Kriegsgebiet fest zusammen; es herrsche sogar Optimismus, stellt der Bischof fest: „Die Menschen habe den Humor nicht verloren und versuchen, auch die positive Seite des Lebens zu sehen. So ist Odessa!“

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Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“

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KIRCHE IN NOT unterstützt mit einer Soforthilfe die Arbeit der Basilianermönche für Binnenflüchtlinge in der Ukraine. Die Basilianer des heiligen Josaphat (OSBM) sind eine Mönchsgemeinschaft mit etwa 300 Mitgliedern. Sie gehören dem Ritus der ruthenischen griechisch-katholischen Kirche an und sind in die ukrainische griechisch-katholische Kirche integriert.

Klöster sind Anlaufstellen für Kriegsflüchtlinge

In der Sowjetzeit waren die Mönche blutiger Verfolgung ausgesetzt. Beim Zusammenbruch des Kommunismus war nur ein kleines Kloster in Warschau übrig geblieben. Seither setzte eine Wiederbelebung ein. Die Basilianer des heiligen Josaphat haben Niederlassungen in der Slowakei, Rumänien, Ungarn und in der Ukraine. Die sechs Basilianerklöster, die sich allesamt im Westen der Ukraine befinden, sind seit Beginn des Krieges vor einem Monat zu Anlaufstellen für Flüchtlinge und Vertriebene geworden.

Flüchtlinge im Provinzhaus in Brjuchowytschi.

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„Ich habe Angst, große Angst“

So zum Beispiel das Provinzhaus der Basilianer mit eigenem Priesterseminar und theologischer Fakultät in Brjuchowytschi am Stadtrand von Lwiw (Lemberg). Dort haben aktuell etwa 150 Personen Zuflucht gefunden. Täglich treffen Frauen und Kinder aus den hart umkämpften Landesteilen ein; meistens haben sie nicht mehr als eine Reisetasche bei sich.

„Ich bin mit vier Kindern geflohen. Ich habe Angst, große Angst. Wir kommen aus Kiew; in der Stadt herrscht derzeit eine schreckliche Situation“, berichtet eine Frau, die gerade im Basilianerkloster angekommen ist, in einer Videobotschaft an KIRCHE IN NOT. Sie deutet auf das Baby in ihren Armen: „Es ist erst zwei Monate alt. Wir mussten uns von unseren Ehemännern trennen. Ich nahm meine Schwiegertochter mit dem Baby und zwei Jugendlichen mit.“

Während die Frau spricht, die ihren Namen aus Angst nicht nennen will, versagt ihr immer wieder die Stimme. Im Krieg seien die Tage endlos, „als ob sie schon die Hälfte unseres Lebens ausmachen würden.“ Eine Ehrenamtliche versucht zu trösten: „Mach dir keine Sorgen; mit Gottes Hilfe wirst du eines Tages wieder nach Hause kommen.“

Flüchtlingsfamilie im Basilianerkloster Butschatsch.

Rund 6,5 Millionen Binnenflüchtlinge

Die Flüchtlinge bleiben so lange als möglich im Kloster. Viele von ihnen wollen die Ukraine nicht verlassen. Die Basilianer stellen Lebensmittel, Hygieneartikel und Medikamente bereit – dazu kommen die gestiegenen Kosten für Strom, Gas und Wasser. Die Spenden von KIRCHE IN NOT kommen da gerade zur rechten Zeit.

Berichten des Flüchtlingshilfswerks der Vereinten Nationen zufolge sind fast vier Millionen Ukrainer im ersten Kriegsmonat ins Ausland geflüchtet. Doch rund 6,5 Millionen Menschen leben als Flüchtlinge im eigenen Land.

„Wir sind den Mönchen sehr dankbar“

Auch das historische Basilianerkloster der Kreuzerhöhung in Butschatsch ist eine Zufluchtsstätte geworden. Das Kloster liegt zwischen Iwano-Frankiwsk und Ternopil und ist eines der Zentren der griechisch-katholischen Kirche in der Westukraine. Yevhen, der vor zwei Wochen mit seiner Frau Ivanka und den Kindern aus Kiew kam, ist einer von über 130 Flüchtlingen in den alten Klostermauern. „Wir sind sehr freundlich aufgenommen worden. Hier leben sehr freundliche Menschen, und die Freiwilligen helfen uns ständig. Wir sind den Mönchen sehr dankbar“, erzählt Yevhen gegenüber KIRCHE IN NOT.

Flüchtlinge, die bei den Basilianern in der Westukraine Aufnahme gefunden haben.

„Wir warten darauf, dass wir nach Hause können“

Auch Halyna, eine Frau mittleren Alters, die aus der Nähe von Kiew stammt, erzählt ihre Geschichte: „Wir sind so lange wie möglich in unserem Ort geblieben. Aber wir mussten gehen, weil wir beschossen wurden.“ Die Basilianermönche in Butschatsch hätten sie sehr zuvorkommend aufgenommen, „das ist keine Übertreibung.“ Halyna möchte die Ukraine nicht verlassen. „Wir warten darauf, dass wir nach Hause können, wenn es dann überhaupt noch ein Zuhause gibt. Ich danke allen sehr für die Solidarität.“

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Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“

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Charkiw gehört zu den ukrainischen Städten, die besonders unter Beschuss stehen. Viele Gebäude und Wohnhäuser wurden dabei beschädigt oder sogar zerstört. Auch das Bischofshaus der römisch-katholischen Diözese von Charkiw-Saporischschja war vor einer Woche von einem Bombenprojektil getroffen worden.

Trotz der gefährlichen Lage bleibt Bischof Pavlo Honcharuk bei den Menschen. KIRCHE IN NOT hat einen Notzuschuss für die Diözese geschickt, damit sie ihren täglichen Bedarf – Gas, Licht, Wasser, Brennstoff und Lebensmittel – decken und anderen Menschen helfen kann. In einem Telefonat sprach Magda Kaczmarek, Ukraine-Referentin des Hilfswerkes, mit Bischof Pavlo Honcharuk über die Lage in der Stadt und den Einsatz der Kirche in dieser dramatischen Situation.

Bischof Pavlo Honcharuk zeigt den Schaden am Dach des Bischofshauses, das durch ein Raketenprojektil getroffen wurde.

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KIRCHE IN NOT: Sie sind in Charkiw, einer Stadt, die durch das Leiden der Menschen weltweit bekannt und jeden Tag in den Medien ist. Wie geht es Ihnen?

Bischof Pavlo Honcharuk: Wir haben die nächste Nacht überlebt, wir leben und sind gesund. Jeden Tag kommen Flüchtlinge, die eine Möglichkeit zur Evakuierung aus der Stadt suchen. Wir helfen dabei. Ja, es wird dauernd geschossen, das ist jetzt normal. Alles bebt, und es ist sehr laut. Die Fenster klirren, als würden die Scheiben gleich herausfallen. Wir haben uns daran gewöhnt, dass es laut ist.

Es ist sogar verdächtig, wenn es ruhig ist. Dann wissen wir nicht, was kommt. Es ist so, als würden die Eltern im Wohnzimmer plötzlich ihre Kinder aus dem Kinderzimmer nicht mehr hören; dann macht man sich Sorgen. Wir leben jetzt in einer ganz anderen, traurigen Realität.

Bischof Pavlo Honczaruk mit Menschen in einem Luftschutzkeller.

Wie geht es den Menschen in Charkiw?

Sie sitzen in Bunkern und Schutzkellern. Es ist sehr gefährlich. Wir besuchen die Menschen regelmäßig in der U-Bahn-Station, wo sie auf den Bahnsteigen und in den Waggons Schutz suchen und schlafen. Wir beten dort zusammen: Katholiken und Orthodoxe gemeinsam. Wir bekommen humanitäre Hilfe – Medikamente, Essen, Windeln usw. –, die uns aus der Westukraine erreicht. Alles kommt in kleinen Bussen oder Autos, die es besser schaffen durchzukommen. Große Lkws könnten die Straßen nicht passieren; und die Lkw-Fahrer haben Angst, in die Ostukraine zu fahren.

- Pavlo Honcharuk, Bischof von Charkiw

Sind die Krankhäuser offen?

Die Krankenhäuser arbeiten. Wir besuchen die Kranken regelmäßig. Wir konnten auch Windeln an das psychiatrische Krankenhaus liefern, wo Menschen mehrere Tage ohne Hygieneartikel auskommen mussten. Der Direktor hat uns mit Tränen in den Augen gedankt. Das ist jetzt unsere Mission. Geteiltes Leid ist halbes Leid. Wir organisieren Hilfe, wie wir können. Aus der Westukraine treffen viele Hilfsgüter ein, die aus ganz Europa über die polnische Grenze kommen. Das ist ein schönes Zeichen der Solidarität.

Eine Ordensschwester bringt Hilfsgüter zu älteren Menschen, die nicht vor dem Krieg flüchten können.

Es gibt einen großen Exodus. Wir haben Bilder von großen Menschenmengen vor Augen, die die Stadt verlassen …

Ich habe den Bahnhof besucht. Dort spielten sich sehr ergreifende Szenen ab, die mich zutiefst bewegt haben. Da kein Mann zwischen 18 und 60 Jahren das Land verlassen darf, verabschieden sich die Väter von ihren Frauen und Kindern, nicht wissend, wann und ob sie sich überhaupt jemals wiedersehen werden.

Vor dem Krieg war es so, dass viele Eltern im Westen gearbeitet haben, ihre Kinder sind bei den Großeltern hiergeblieben. Gestern kam wieder eine Mutter aus Polen, und sie hat ihre beiden Kinder abgeholt. Sie kam mit einem Bus voller Hilfsgüter. Die Großeltern wollten nicht mitkommen. Der Abschied war schwer.

Ich sehe sehr viel Traumatisierung in den Menschen, in ihren Augen, ihren Gesichtern. Ganz besonders die Kinder werden später an den Folgen leiden. Die psychischen Krankheiten kommen bestimmt nach dem Krieg. Wir werden unsere Arbeit leisten müssen.

Am Bahnsteig im Bahnhof von Charkiw ereignen sich erschüternde Szenen, wie Bischof Pavlo berichtet.

„Wir leben in permanenter Gefahr”

Wie sieht in der akuten schwierigen Lage die pastorale Seelsorge aus? Kann man überhaupt von Seelsorge sprechen?

Natürlich nicht in der Art, wie wir sie sonst kennen. Aber die Menschen wollen beichten; entweder kommen sie hierher, oder man trifft sich irgendwo zwischen den Häusern auf halbem Weg, denn wir leben in permanenter Gefahr.

Zurzeit ist es wichtig zu beten und zu überleben, beides, um den Menschen zu helfen, die auf sich allein angewiesen sind, die keine Hilfe bekommen. Es gibt so viel Bedarf nicht nur an materiellen Dingen, sondern auch an Güte und an Herzenswärme. Ein gutes Wort, eine Umarmung, ein Telefonat … Wir bezeugen somit die Anwesenheit Gottes, Gott ist unter uns. Das ist eine Art, das Evangelium weiterzugeben. Das ist unsere Seelsorge heute. Es sind so viele Zeugnisse der Liebe. Hier passiert wirklich auch viel Schönes.

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Auch Papst Franziskus beobachtet die Entwicklungen an der Ostgrenze der Ukraine und rief zum Gebet auf: „Ich appelliere eindringlich an alle Menschen guten Willens, ihr Gebet zum Allmächtigen Gott zu erheben, damit jede politische Aktion und Initiative im Dienst der menschlichen Geschwisterlichkeit stehe, mehr als der Einzelinteressen. Wer seine eigenen Ziele zum Schaden anderer verfolgt, verachtet seine eigene Berufung als Mensch, denn wir wurden alle als Geschwister geschaffen.“

Besonders werden wir in unseren Mittagsgebeten der Menschen in der Ukraine gedenken. Schließen Sie sich bitte an, damit der Glaube lebt und unser Gebet stärker sein möge als Waffen.

Das Leitungsteam der römisch-katholischen Diözese Kiew-Schytomyr wird bis zum Ende in der belagerten Stadt bleiben. Das geht aus einem Bericht hervor, den KIRCHE IN NOT direkt vom projektverantwortlichen Priester der Diözese, Mateusz Adamski, erhalten hat. Die Diözese umfasst neben der Hauptstadt auch die umliegenden Gebiete, in denen durch die Einkesselungsversuche der russischen Armee heftige Gefechte ablaufen.

Adamski beschreibt die unmittelbare Lebensgefahr in und um Kiew und erklärt: „Bischof Witalij Krywyzkyj ist der festen Überzeugung, dass wir in einer Zeit wie dieser nirgends sonst sein können.“ In vielen Dörfern und Städten spiele sich eine humanitäre Katastrophe ab. „Das Diözesanleitungsteam aus Priestern, Ordensschwestern und Laien verteilt Wasser, Lebensmittel und Medikamente, wo es notwendig und menschlich möglich ist. Sie helfen auch bei der Evakuierung von Menschen aus gefährlichen Orten.“

Eine ukrainische Ordensfrau hilft beim Verteilen von Wasser, Nahrung und Medikamenten.

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Diese Mission erfordere die Bereitschaft, das eigene Leben aufs Spiel zu setzen. So sei der Bürgermeister des Kiewer Vororts Hostomel erschossen worden, als er Brot und Medikamente unter den Menschen verteilte. „Die humanitäre Mission und die freiwilligen Helfer sind jetzt in Gefahr, weil ihr Leben auf dem Spiel steht, aber wir werden weiterhin helfen, wo es nötig ist. Wir als Kirche Christi sind bei den Menschen, die in Gefahr, bedürftig, verletzlich, verängstigt, verwundet und schwach sind“, versichert der Priester.
Laien, Priester und Ordensleute riskieren ihr Leben, um den Menschen Nahrung und Medikamente zu bringen.
Im täglichen Beschuss durch Raketen und Artillerie sei es für die Menschen ein Trost zu wissen, dass sie nicht allein sind. „Wir bedanken uns für Ihre Solidarität und Ihre Gebete. Diese Wochen des Krieges in der Ukraine waren die härtesten und tragischsten in der modernen Geschichte. Wir sind überzeugt, dass Gott uns durch Ihre Gebete und Ihre Unterstützung hilft, diese schwierigen Zeiten zu überstehen“, schreibt Mateusz Adamski weiter.

- Ukrainische Ordensfrau
Die Menschen versuchen auf vielfältige Weise zu helfen und sehen darin ein Abbild Christi: „Da es jeden Tag viele verwundete Zivilisten und Soldaten gibt, besteht die Notwendigkeit, Blut zu spenden, und so haben die Einwohner von Kiew große Mengen an Blut gespendet, um sowohl ukrainischen Kämpfern als auch verwundeten Zivilisten zu helfen.“ Auch Ordensfrauen hätten Blut gespendet und erklärt: „Wir tun, was Jesus für uns getan hat, als er sein Blut vergossen hat, damit wir leben können: Wir retten das Leben von Menschen.“

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Ein Interview mit dem ukrainischen griechisch-katholischen Pater Antonio Vatseba, Provinzial des Instituts des fleischgewordenen Wortes. Es ist in der Ukraine mit sechs Gemeinschaften von Ordensschwestern und Priestern tätig.

KIRCHE IN NOT: Sie dürfen aus Sicherheitsgründen nicht sagen, wo genau Sie sich aufhalten. Können Sie uns aber sagen, ob Sie sich in einem Konfliktgebiet befinden?

Pater Antonio Vatseba: Je nachdem, wo sie sich befinden, können nicht alle Patres der Kongregation Angaben zu ihrem Aufenthaltsort machen. Drei Gemeinschaften befinden sich in der Westukraine. Sie nehmen Flüchtlinge auf und koordinieren die Sammlung und Lieferung von humanitärer Hilfe für die Zentral- und Ostukraine. Ich bin im Zentrum der Ukraine, nicht weit von Kiew entfernt. Im Moment ist die Lage ziemlich ruhig. Vom 24. bis 26. Februar war sie wegen der Raketeneinschläge recht angespannt. Dennoch feiern wir weiterhin zweimal täglich die heilige Messe, und abends nehmen wir Flüchtlinge auf, die in unseren Räumen in der Pfarrkirche schlafen.

Und wie sieht es in den beiden übrigen Gemeinschaften aus?

Es gibt eine Gemeinschaft im Donbass (Donezbecken), im Osten, wo die Kämpfe sehr heftig sind. Zur Sicherheit haben die Patres die Stadt verlassen. Sie befinden sich auf dem Land in der Nähe der Stadt, wo sie täglich die Messe feiern. An Samstagen und Sonntagen kehren sie ins Stadtzentrum zurück, um die Messe zu feiern und die Beichte zu hören.

Pater Antonio Vatseba, Priester aus der Ukraine.

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„Es fehlt an Strom, Wasser und Heizung”

Die andere Gemeinschaft befindet sich im Süden, in der Nähe der Krim, wo die Situation nicht einfach ist. Die russischen Truppen haben fast die gesamte Region um die Stadt Cherson herum belagert. Die Patres sind an einem sicheren Ort, an dem es keine Anschläge gegeben hat, und können die Messe feiern und ihre Gemeindemitglieder sowohl im Gebet als auch moralisch unterstützen.

Das größte Problem in diesen Gebieten ist, dass keine humanitäre Hilfe mehr in die Städte und Dörfer im Donbass und nach Cherson gelangt. Der Mangel an Lebensmitteln, unterbrochene Telefonverbindungen und in einigen Städten auch das Fehlen von Strom, Wasser und Heizung: All das kann zu einer schrecklichen humanitären Katastrophe führen.

Was bedeutet die Anwesenheit von Priestern und Ordensschwestern für die Menschen?

Trotz der Gefahr feiern wir weiterhin jeden Tag die heilige Messe. Wir bieten ebenfalls Katechese und Gebet online an. Wir unterstützen die Flüchtlinge, indem wir sie in unseren Kirchen, Klöstern oder in den Häusern der Mitglieder des Dritten Ordens aufnehmen. Trotz der schwierigen Situation kümmern sich die Schwestern weiterhin um Kinder und alte Menschen in den Häusern der Barmherzigkeit. Einige von ihnen mussten an sicherere Orte evakuiert werden.

Pater Antonio Vatseba (Bildmitte) mit Priestern und Flüchtlingen.

„Gläubige sollen nicht ohne geistliche Betreuung bleiben”

Wir haben viele Zeugnisse von Priestern und Bischöfen gesehen und gehört, die sich trotz der Gefahr weigern, zu gehen. Warum sind sie geblieben?

Die Kirche muss bei ihren Gläubigen, bei den Menschen sein, damit sie nicht ohne geistliche Betreuung bleiben, besonders in so schwierigen Zeiten wie dem Krieg. Die Anwesenheit des Hirten ist für die kirchliche Gemeinschaft sehr wichtig. Christus selbst lehrt uns: „Ich bin der gute Hirt. Der gute Hirt gibt sein Leben hin für die Schafe“ (Joh 10,11).  Wie Jesus Christus uns lehrt, müssen wir deshalb Hirten sein und dürfen unsere Schafe nicht sich selbst überlassen.

Wissen Sie schon, was sie tun werden, wenn das Gebiet von russischen Truppen besetzt wird?
Wenn unser Leben nicht bedroht ist, werden wir weiterhin unseren Dienst tun, jeder auf seinem Posten. Das ist es, was unsere Kirche seit der Annexion der Krim und dem Krieg im Donbass bereits erlebt hat. Dank des Mutes der Priester vor Ort ist unsere Kirche weiterhin auf der Krim und im Donbass tätig.

Seminaristen aus dem Priesterseminar in Iwano-Frankiwsk verteilen Hilfsgüter an Flüchtlinge.

„Von der Liebe und nicht vom Hass leiten lassen”

Bei dem Konflikt besteht die Gefahr, dass die Menschen vom Hass überwältigt werden. Was können Sie als Priester tun, um den Menschen zu helfen, dies zu vermeiden?

Das ist eine echte Gefahr. In dieser schwierigen Zeit des Krieges, der Hass und Gewalt sät, müssen wir das Gesetz der Nächstenliebe aus dem Evangelium verkünden. Alle, ganz gleich ob Zivilisten oder Soldaten, müssen sich von der Liebe und nicht vom Hass leiten lassen. Dies waren die Worte des Primas unserer Kirche, Seiner Seligkeit Swjatoslaw Schewtschuk, die den Grundsatz der Liebe in Zeiten des Krieges sehr gut zusammenfassen: „Lasst uns in dieser tragischen Zeit zu lieben lernen! Lassen wir uns nicht vom Hass überwältigen, benutzen wir weder seine Worte noch seine Sprache.“

KIRCHE IN NOT hat Soforthilfe für Priester und Ordensschwestern sowie für die Diözesen im Osten und in Kiew geleistet. Seit Jahren unterstützt es die ukrainische griechisch-katholische Kirche. Haben Sie eine Botschaft an unsere Wohltäter?

Ich möchte mich an die Gläubigen mit den Worten Christi wenden: „Wenn ihr von Kriegen und Unruhen hört, lasst euch nicht erschrecken!“ (Lk 21,9). In dieser Zeit hören wir in der Ukraine nicht nur vom Krieg, sondern wir sehen ihn und erleben ihn auf den Straßen unserer eigenen Dörfer. Wir müssen jedoch die Angst mit Gebet und Liebe zu unserem Heimatland davonjagen.

Straßenszene aus dem Krieg in der Ukraine (Bistum Kiew-Saporischschja).

„Beten Sie für ein baldiges Ende des Krieges”

Krieg ist eine Ausdrucksform des Bösen, und das Böse ist die Abwesenheit des Guten. Wir Christen müssen zuallererst kämpfen, um das Eigene zu verteidigen. Wir müssen aber auch das Wohl unserer Feinde suchen, indem wir für ihre Bekehrung beten. Ich bitte Sie, für ein baldiges Ende des russischen Krieges gegen die Ukraine und für die Bekehrung der politischen Führer Russlands zu beten.

Der historische Moment, den wir heute erleben, erinnert uns an den Appell der Gottesmutter, der, wie Sie sehen können, auch heute noch aktuell ist. Lassen Sie uns gemeinsam beten und darauf vertrauen, dass diese Bitte der heiligen Jungfrau Maria endlich in Erfüllung geht.

Wie hilft die finanzielle Unterstützung den Priestern, den Ordensleuten und den Menschen vor Ort, wo Sie sind?

Die finanzielle Unterstützung, die wir jedes Jahr von KIRCHE IN NOT erhalten, ist eine große Hilfe sowohl für die Ausbildung unserer Seminaristen und Priester und ihre persönlichen Bedürfnisse als auch für die verschiedenen pastoralen Projekte in den Pfarreien, in denen wir arbeiten. Dafür sind wir allen Wohltätern sehr dankbar. Sie sollen wissen, dass wir immer in unseren Gebeten an sie denken.

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31.10.2020 aktuelles
Zur Umwidmung der Hagia Sophia

Zur Umwidmung der Hagia Sophia

23.07.2020 aktuelles
Sorge um die Hagia Sophia

Sorge um die Hagia Sophia

08.07.2020 aktuelles
Bosnien: Die Vergessenen

Bosnien: Die Vergessenen

14.06.2020 aktuelles
Hagia Sophia soll Moschee werden

Hagia Sophia soll Moschee werden

08.06.2020 aktuelles
Anschlag auf Loretto Gemeinschaft

Anschlag auf Loretto Gemeinschaft

20.05.2020 aktuelles
Wegen "Terror-Mitschuld" verhaftet

Wegen "Terror-Mitschuld" verhaftet

13.02.2020 aktuelles
Brandanschlag auf Dominikanerkirche

Brandanschlag auf Dominikanerkirche

19.06.2019 aktuelles
Offizielle Zahlen für Frankreich

Offizielle Zahlen für Frankreich

10.05.2019 aktuelles
Vandalismus in Kirchen nimmt zu

Vandalismus in Kirchen nimmt zu

14.02.2019 aktuelles
Ukraine: Existenzhilfe für Karmelitinnen

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05.10.2018 hilfsprojekt
Feindseligkeiten nehmen zu in Europa

Feindseligkeiten nehmen zu in Europa

07.05.2018 aktuelles
Prozessbeginn gegen US-Pastor

Prozessbeginn gegen US-Pastor

19.04.2018 aktuelles
"Kalvarienberg der Christen"

"Kalvarienberg der Christen"

21.03.2018 aktuelles
Blutrot erleuchtetes Kolosseum

Blutrot erleuchtetes Kolosseum

20.02.2018 aktuelles
Anschlag auf Kirche in Dagestan

Anschlag auf Kirche in Dagestan

19.02.2018 aktuelles
Russland: Ein Fahrzeug für Ordensfrauen

Russland: Ein Fahrzeug für Ordensfrauen

05.02.2018 hilfsprojekt
Existenzbedrohung der Katholiken

Existenzbedrohung der Katholiken

02.01.2018 aktuelles
Einladung zum Aktionstag in Wien

Einladung zum Aktionstag in Wien

12.12.2017 aktuelles
Red Wednesday

Red Wednesday

27.11.2017 aktuelles
Einladung zum Aktionstag in Wien

Einladung zum Aktionstag in Wien

14.11.2017 aktuelles
Rechte der Kirche werden verletzt

Rechte der Kirche werden verletzt

27.09.2017 aktuelles
Evangelischer Pastor in Haft

Evangelischer Pastor in Haft

31.08.2017 aktuelles
Religionsunterricht abgeschafft

Religionsunterricht abgeschafft

17.07.2017 aktuelles
Zunehmende Bedrängnis

Zunehmende Bedrängnis

27.04.2017 aktuelles
Muslime sollen Christinnen heiraten

Muslime sollen Christinnen heiraten

15.03.2017 aktuelles
Bericht: Christen massiv bedroht.

Bericht: Christen massiv bedroht.

15.02.2017 aktuelles
Beschlagnahmung von Gemeinderäumen

Beschlagnahmung von Gemeinderäumen

07.02.2017 aktuelles
Religionsfreiheit weltweit 2016

Religionsfreiheit weltweit 2016

15.11.2016 aktuelles
Konferenz: Christen in Bedrängnis

Konferenz: Christen in Bedrängnis

10.11.2016 aktuelles
3 Christen erhielten Geldbußen

3 Christen erhielten Geldbußen

01.09.2016 aktuelles
Priester bei Geiselnahme getötet

Priester bei Geiselnahme getötet

26.07.2016 aktuelles
Keine Rückgabe kirchl. Eigentums

Keine Rückgabe kirchl. Eigentums

26.04.2016 aktuelles
Bericht über Christenverfolgung

Bericht über Christenverfolgung

23.02.2016 aktuelles
Abstimmung über Völkermord

Abstimmung über Völkermord

03.02.2016 aktuelles
Christl. Flüchtlinge leben in Angst

Christl. Flüchtlinge leben in Angst

01.02.2016 aktuelles
Einladung zum Aktionstag in Wien

Einladung zum Aktionstag in Wien

30.11.2015 aktuelles
Vandalismus in deutschen Kirchen

Vandalismus in deutschen Kirchen

10.02.2015 aktuelles
Einladung zum Aktionstag

Einladung zum Aktionstag

01.12.2014 aktuelles
Anschlag auf kath. Pfarre in Berlin

Anschlag auf kath. Pfarre in Berlin

29.09.2014 aktuelles
Zur Lage in Weißrussland

Zur Lage in Weißrussland

22.09.2014 aktuelles
Vandalismus an Kirchen

Vandalismus an Kirchen

09.09.2014 aktuelles
241 Fälle von Intoleranz in Europa

241 Fälle von Intoleranz in Europa

19.05.2014 aktuelles
Karlskirche in Wien beschmiert

Karlskirche in Wien beschmiert

05.05.2014 aktuelles
Brandanschlag auf Kirche in Bregenz

Brandanschlag auf Kirche in Bregenz

05.05.2014 aktuelles
Vandalismus in Wiener Kirchen

Vandalismus in Wiener Kirchen

02.04.2014 aktuelles
Unbekannte schändeten Friedhof

Unbekannte schändeten Friedhof

20.01.2014 aktuelles
Angriffe auf Geistliche mehren sich

Angriffe auf Geistliche mehren sich

07.01.2014 aktuelles
Aktionstag gegen Christenverfolgung

Aktionstag gegen Christenverfolgung

29.11.2013 aktuelles
Diskriminierung von Katholiken

Diskriminierung von Katholiken

28.11.2013 aktuelles
Verfolgt und vergessen?

Verfolgt und vergessen?

21.10.2013 aktuelles
Morde an Christen durch Boko Haram

Morde an Christen durch Boko Haram

19.08.2013 aktuelles
Orthodoxer Priester ermordet

Orthodoxer Priester ermordet

09.08.2013 aktuelles
Steigende Intoleranz gegen Christen

Steigende Intoleranz gegen Christen

24.05.2013 aktuelles
67 Vorfälle aus Hass in Europa 2012

67 Vorfälle aus Hass in Europa 2012

04.03.2013 aktuelles
Kirche in Not im EU-Parlamet

Kirche in Not im EU-Parlamet

20.12.2012 aktuelles
Diskriminierung im Westen nimmt zu

Diskriminierung im Westen nimmt zu

20.11.2012 aktuelles