Asien Archive - Seite 2 von 15 - KIRCHE IN NOT Österreich
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KIRCHE IN NOT befürchtet die Zunahme von Seuchen in der umkämpften Region um die Stadt Suweida im Süden Syriens. Es fehle an Wasser, Lebensmitteln, Babyartikeln und Medikamenten wie Insulin oder Antibiotika, stellt das Hilfswerk nach Rücksprache mit lokalen Quellen fest. Aus Angst vor einer weiteren Eskalation müssen die Ansprechpartner anonym bleiben. Die kirchlichen Ansprechpartner fordern einen humanitären Korridor, um Menschen zu evakuieren und Hilfe in die Region zu lassen.

Wie sie berichten, halten sich in der Kapuzinerkirche von Suweida etwa 250 Menschen auf. Sie haben sich vor den Kämpfen in Sicherheit gebracht, die Mitte Juli zwischen Beduinen-Stämmen und der religiösen Minderheit der Drusen ausbrachen. Syrisches Militär und Israels Armee griffen in den Konflikt ein. Eine vereinbarte Waffenruhe hält nicht.

Informationen von KIRCHE IN NOT zufolge geriet auch die Kapuzinerkirche zwischen die Fronten. „Eine Granate schlug in das Kloster ein und verursachte erhebliche Schäden an Fenstern und den Wassertanks“, berichtet ein Kontakt. Personen seien nicht zu Schaden gekommen. Allerdings habe sich die humanitäre Situation durch den Angriff weiter verschärft: Das Wasser ginge zur Neige, der Strom sei immer wieder unterbrochen. „Das Leben in Suweida ist unerträglich geworden“, klagte die Quelle.

Christen beten vor einer Ikone.

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„Leben in Suweida ist unerträglich geworden“

Das örtliche Krankenhaus habe die Arbeit eingestellt. Über 1200 Tote hätten bislang noch nicht bestattet werden können. Die Menschen seien in der Stadt eingeschlossen, da immer noch gekämpft werde: „Immer noch sind Schüsse zu hören. Die Angst ist allgegenwärtig. Wir wissen nicht, welche Gruppen sich hier bekämpfen“, berichtete eine weitere Kontaktperson.

Einer KIRCHE IN NOT nahestehenden Ordensschwester zufolge hielten sich einige christliche Familie im Osten von Suweida auf, dort sei es etwas sicherer. Doch die Menschen seien vielfach traumatisiert: „Viele leiden unter schweren Panikattacken und emotionalen Zusammenbrüchen. Sie brauchen Medikamente und psychologische Betreuung.“

KIRCHE IN NOT steht in ständigem Kontakt mit der christlichen Gemeinschaft im Süden Syriens. Aktuell ist jeder Ausweg blockiert, berichtet eine Person: „Wir wissen nicht, wie es weitergehen oder enden wird. Es fehlt uns an allem.“

In verschiedenen Regionen Syriens ist es erneut zu einer Reihe von gewalttätigen Angriffen auf christliche Gemeinden gekommen. Wie KIRCHE IN NOT von lokalen Quellen erfahren hat, haben unbekannte Täter im Süden Syriens eine Kirche sowie Häuser von Christen angegriffen und in Brand gesteckt.

Ansprechpartner des Hilfswerks meldeten, dass es einen Brandanschlag auf die melkitische griechisch-katholische Kirche St. Michael im Dorf al-Sura in der Region Suweida gegeben habe. Das volle Ausmaß des Schadens ist noch nicht bekannt, da der Zugang zum Gebiet aufgrund der anhaltenden Spannungen rund um die Stadt Suweida derzeit nicht möglich ist. Bilder in den sozialen Netzwerken bestätigen jedoch den Angriff auf die Kirche.

Die nach dem Brandanschlag schwer beschädigte melkitische griechisch-katholische Kirche in al-Sura (Syrien).

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Außerdem gibt es Berichte, dass 38 Häuser christlicher Familien bei gewalttätigen Angriffen durch Brandschatzung zerstört wurden, wodurch zahlreiche Familien obdachlos geworden sind. Rund 70 Menschen haben in einem Saal der Kirche in der Stadt Schahba Zuflucht gefunden, wo sie derzeit unter prekären Bedingungen leben. „Diese Gemeinde hat alles verloren“, sagte eine der Quellen gegenüber KIRCHE IN NOT. „Sie hatten von Anfang an wenig und gehörten zu den Ärmsten der Region. Jetzt haben sie nichts mehr.“

Diese Angriffe stehen wohl im Kontext einer Gewalteskalation gegen Minderheiten rund um die Stadt Suweida, während der in den vergangenen Tagen örtlichen Quellen zufolge zahlreiche Angehörige der drusischen Religionsgemeinschaft getötet wurden.

Auch in anderen Teilen Syriens bleibt die Sicherheitslage prekär. Nahe der Hafenstadt Tartus, etwa 250 Kilometer nordwestlich von Damaskus, konnten Sicherheitskräfte einen Bombenanschlag auf eine maronitische Kirche vereiteln. Am Sonntag, 13. Juli, wurde gegen Mitternacht ein Wagen entdeckt, der mit großen Mengen Sprengstoff, Waffen und Brandsätzen beladen und in der Nähe der Kirche abgestellt war. Dank des koordinierten Vorgehens von Sicherheitskräften und Anwohnern konnte ein Anschlag verhindert werden: Die mutmaßlichen Terroristen wurden in einem Hinterhalt gefasst.

Aid to the Church in Need (ACN) is profoundly saddened and alarmed by the deadly attack that took place on Sunday evening during a service at the Greek Orthodox Church of St. Elias in the Dweila district of Damascus, Syria. According to early reports, an explosion at the church entrance caused at least 20 deaths and more than 50 injuries among those attending and passersby.
Am 22. Juni 2025 wurde in der griechisch-orthodoxen Mar-Elias-Kirche in Damaskus ein Selbstmordanschlag verübt, bei dem mindestens 30 Personen starben.

Diese Vorfälle ereigneten sich nur wenige Wochen nach einem Selbstmordanschlag auf eine griechisch-orthodoxe Kirche bei Damaskus, durch den während des Sonntagsgottesdienstes mindestens 30 Menschen starben und 54 verletzt wurden.

Angesichts dieser schwerwiegenden Ereignisse ruft KIRCHE IN NOT die internationale Gemeinschaft auf, für den Schutz der am stärksten gefährdeten Gemeinschaften in Syrien einzutreten.

Schätzungen gehen davon aus, dass etwa 10 Prozent der syrischen Einwohner Christen sind. KIRCHE IN NOT unterstützt in Syrien kirchliche Initiativen und Projekte zum Wiederaufbau, um Christen zum Bleiben in ihrer Heimat zu motivieren. Im vergangenen Jahr hat das Hilfswerk in Syrien 153 Projekte mit rund 4,9 Millionen Euro unterstützt.

Nach dem Selbstmordanschlag am Sonntagabend, 22. Juni, auf die griechisch-orthodoxe Mar-Elias-Kirche in der syrischen Hauptstadt Damaskus hat KIRCHE IN NOT zur Solidarität mit den Christen in Syrien aufgerufen. „Wir sind zutiefst schockiert über diesen tragischen und sinnlosen Gewaltakt“, erklärte die Geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT, Regina Lynch.

„Wir schließen uns dem Aufruf des griechisch-orthodoxen Patriarchen Johannes X. an, Gotteshäuser zu schützen und diesen Teufelskreis der Gewalt zu beenden.“ Die internationale Gemeinschaft dürfe jetzt „nicht wegschauen“ und müsse sich für den Schutz der Christen und aller Religionsgemeinschaften in Syrien einsetzen.

Medienberichten zufolge hat am Sonntagabend gegen 18:40 Uhr ein Selbstmordattentäter auf Gottesdienstbesucher der Mar-Elias-Kirche im Stadtteil Dweila in Damaskus gefeuert und sich dann in die Luft gesprengt. Die syrischen Behörden sprachen von 30 Toten und über 50 Verletzten. Zwischenzeitlich habe sich der „Islamische Staat“ (IS) zu dem Anschlag bekannt, meldete das syrische Innenministerium.

Das griechisch-orthodoxe Patriarchat von Antiochia, ein langjähriger Projektpartner von KIRCHE IN NOT, hatte noch am Sonntagabend mitgeteilt: „An dem Tag, an dem unsere Kirche aller antiochenischen Heiligen gedenkt, schlug die heimtückische Hand des Bösen zu.“ Das Patriarchat forderte die syrischen Behörden auf, „die volle Verantwortung für die geschehenen und weiterhin geschehenden Verletzungen der Heiligkeit der Kirchen zu übernehmen und den Schutz aller Bürger zu gewährleisten“.

Aid to the Church in Need (ACN) is profoundly saddened and alarmed by the deadly attack that took place on Sunday evening during a service at the Greek Orthodox Church of St. Elias in the Dweila district of Damascus, Syria. According to early reports, an explosion at the church entrance caused at least 20 deaths and more than 50 injuries among those attending and passersby.
Zerstörung nach dem Anschlag in der Mar-Elias-Kirche. Foto: Griech.-orth. Patriachat von Antiochia

Nächstenliebe zeigen und Christen in Syrien helfen – jetzt spenden

„Die heimtückische Hand des Bösen hat zugeschlagen“

Der Anschlag auf die Mar-Elias-Kirche fällt in die Zeit der staatlichen Neuorientierung nach dem Sturz des Assad-Regimes im vergangenen Dezember. Christen und andere Minderheiten stellen einerseits ein Entgegenkommen der Verantwortlichen fest, sahen aber andererseits das Erstarken islamistischer Kräfte im Alltag mit großer Sorge.

Die Zahl der Christen in Syrien liegt lokalen Schätzungen zufolge heute bei etwa 250 000. Vor Beginn des Bürgerkriegs in Syrien im Jahr 2011 waren es noch 1,5 Millionen. KIRCHE IN NOT unterstützt in Syrien zahlreiche kirchliche Initiativen und Projekte zum Wiederaufbau, um Christen zum Bleiben in ihrer Heimat zu motivieren.

Aid to the Church in Need (ACN) is profoundly saddened and alarmed by the deadly attack that took place on Sunday evening during a service at the Greek Orthodox Church of St. Elias in the Dweila district of Damascus, Syria. According to early reports, an explosion at the church entrance caused at least 20 deaths and more than 50 injuries among those attending and passersby.
Bei dem Selbstmordanschlag starben laut Behörden 30 Christen und mehr als 50 wurden verletzt. Foto: Griech.-orth. Patriachat von Antiochia

In Pakistan sind christliche Frauen und Mädchen weiterhin Missbrauch, Zwangsverheiratung und Zwangskonversionen ausgesetzt. Das geht aus einem Bericht des in Pakistan tätigen Franziskanerpaters Lazar Aslam hervor, der KIRCHE IN NOT vorliegt. Die Täter würden jedoch häufig nicht juristisch zur Rechenschaft gezogen, bestätigte Pater Aslam.

Beispielhaft schildert er den Fall der erst 17-jährigen Samiya aus Lahore: Als sie am Abend nach ihrer Arbeit als Putzhilfe nicht ans Telefon ging, machte sich ihre besorgte Mutter auf die Suche nach ihr und fand sie tot in einer Wohnung. Die Eigentümer der Wohnung behaupteten, sie habe Selbstmord begangen. Eine medizinische Untersuchung ergab, dass Samiya von mehreren Männern vergewaltigt und anschließend ermordet worden war.

Samiyas Familie erstattete Anzeige, doch auch drei Monate später gebe es noch keine Fortschritte in dem Fall, berichtete Pater Aslam. Die Justiz könne langsam sein, insbesondere wenn die Betroffenen religiösen Minderheiten wie Christen angehören. Nur etwa 1,3 Prozent der pakistanischen Bevölkerung sind Christen.

In dem Bericht von Pater Aslam werden auch Fälle von Zwangskonversionen und Zwangsheiraten aufgelistet – sogar von minderjährigen Mädchen, auch wenn Ehen mit Minderjährigen in Pakistan illegal sind.

P. Lazar Aslam mit einer Frau, die entführt worden war und gerettet werden konnte. (Foto: Pater Lazar Aslam)

Zwangsheiraten, Zwangskonversionen, Vergewaltigungen

Immer wieder kommt es zu Vergewaltigungen von Frauen. Ein aktueller Fall ist der der 20-jährigen Asma, der sich Anfang Mai 2025 ereignete. Sie wurde von einem Bekannten in dessen Auto gelockt und in eine Privatwohnung gebracht, wo sie von vier Männern vergewaltigt wurde. Die Tat haben sie gefilmt und drohten Asma, die Bilder zu verbreiten, falls sie sich weigere, in Zukunft ihren sexuellen Forderungen nachzukommen.

Pater Aslam berichtete, dass Asmas Familie Drohungen und Einschüchterungen ausgesetzt sei. „Sie lebt in ständiger Angst. Trotz wiederholter Beschwerden kooperieren die lokalen Sicherheitskräfte kaum.“

Regina Lynch, Geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT (ACN) International.

Angesichts des vorliegenden Berichts fordert die geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT, Regina Lynch, mehr Schutz für religiöse Minderheiten durch die Behörden, insbesondere für Frauen und Mädchen. „KIRCHE IN NOT hat wiederholt auf Fälle von Diskriminierung aufmerksam gemacht. Wir werden weiterhin unsere Stimme zu diesem Thema erheben, das die christliche Gemeinschaft in Pakistan und anderen Ländern betrifft.“

KIRCHE IN NOT fördert in dem asiatischen Land zahlreiche Projekte für die christliche Minderheit, die oft den ärmsten und am stärksten benachteiligten Schichten angehören.

Um notleidenden und verfolgten Christen in Pakistan weiterhin helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Pakistan

KIRCHE IN NOT (ACN) hat seinen Jahresbericht 2024 vorgelegt, der einmal mehr die Großzügigkeit der Wohltäter auf der ganzen Welt widerspiegelt, wenn es darum geht, den leidenden Christen und der Kirche in Not zu helfen. Die Ukraine, der Libanon und Indien waren die Länder, die im Jahr 2024 die meiste Hilfe erhielten, Afrika war der meistunterstützte Kontinent.

Das weltweite päpstliche Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) erhielt im Jahr 2024 insgesamt 139,3 Millionen Euro an Spenden und Erbschaften – ein Zeichen des fortwährenden Vertrauens und der Großzügigkeit ihrer Wohltäter weltweit. Mit diesem Betrag und weiteren 2,2 Millionen Euro an Rücklagen aus den Vorjahren finanzierte es Aktivitäten im Wert von 141,5 Millionen Euro.

Die materielle Not vieler Christen weltweit wird durch Krieg oder Konflikte verschlimmert und dadurch existentiell, zudem leiden viele Millionen Christen unter Verfolgung. Umso ermutigender ist es, dass unsere Wohltäter in Österreich mit Gebet und Spenden so großherzig und selbstlos an der Seite unserer Glaubensgeschwister stehen”, so Tobias Pechmann, Nationaldirektor von KIRCHE IN NOT – Österreich. „Trotz dieser oft lebensbedrohenden Not hören wir viele ermutigende Zeugnisse, dass der Glaube dort, wo er bedroht wird, wächst und lebendigt ist.“

Kinder im Libanon danken Ihnen für die Nothilfe, wodurch Sie den Schulbetrieb christlicher Schulen aufrecht erhielten.

Das Mitgefühl und die Güte von 360 000 Wohltäter bewirken Wunder

Die Großzügigkeit der fast 360 000 Wohltäter des Hilfswerks, unter anderem in den 23 Ländern, in denen KIRCHE IN NOT nationale Büros unterhält, ermöglichte es, 5335 Projekte in 137 Ländern umzusetzen. Dank ihnen kann KIRCHE IN NOT auch weiterhin ohne staatliche Unterstützung seiner Mission nachkommen und somit seine Unabhängigkeit bewahren.

In einer Botschaft an die Wohltäter sagt die internationale geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT, Regina Lynch: „Dank Ihrer Großzügigkeit konnte KIRCHE IN NOT Hunderttausenden unserer Glaubensgeschwister, die täglich mit Herausforderungen wie Verfolgung, Krieg oder bitterer Armut konfrontiert sind, Hoffnung schenken. Obwohl viele von Ihnen selbst durch Schwierigkeiten gehen, sind Sie dem Ruf Gottes gefolgt, anderen Hoffnung zu bringen.“

79,8 Prozent der oben genannten Mittel flossen in missionsbezogene Aufwendungen. Davon gingen 84,7 Prozent an Hilfsprojekte, sodass KIRCHE IN NOT auf 5335 der 7296 Hilfsgesuche aus aller Welt positiv antworten konnte. Die restlichen 15,3 Prozent der missionsbezogenen Aufwendungen, das heißt 17,3 Millionen Euro, flossen in Aktivitäten im Zusammenhang mit Informationsarbeit, Glaubensverkündigung und der Verteidigung von verfolgten Christen. Dazu gehören die Veröffentlichung religiöser Literatur sowie Gebetskampagnen und die Vertretung der Rechte und Interessen verfolgter und leidender Christen. Die notwendigen Aufwendungen für Verwaltung lagen bei 7,5 Prozent der Gesamtausgaben, die für Werbung bei 12,7 Prozent.

Durch Ihre Existenzhilfe bringen Ordensfrauen Christus zu den Menschen.

Hilfe mit globaler Reichweite

Das Land, das 2024 die meisten Hilfsgelder von KIRCHE IN NOT erhielt, war zum dritten Mal in Folge die Ukraine (8,4 Millionen Euro). An zweiter Stelle folgte der Libanon (7,4 Millionen), dann Indien (6,7 Millionen).

„Die Ukraine war wieder das einzelne Land, das am stärksten von uns unterstützt wurde. Dort liegt der Fokus inzwischen auf der Begleitung traumatisierter Menschen. Wir sichern zudem weiterhin den Lebensunterhalt der Priester und Ordensleute, unterstützen die Ausbildung der Seminaristen und helfen durch Bereitstellung von Fahrzeugen und Heizungen“, so Lynch.

Auf regionaler Ebene war Afrika die Region, die die meiste Hilfe empfing. Mit 30,2 Prozent ging fast ein Drittel der Projektausgaben dorthin.  Zu den Hauptempfängerländern der in Afrika durchgeführten Projekte gehörten Nigeria und Burkina Faso.

„Die Hilfe für Afrika war wieder der größte Posten unserer Projektausgaben, denn einerseits wächst die Kirche in Afrika stark und erfreut sich einer hohen Zahl an Priester und Ordensberufungen, andererseits leidet sie nicht nur unter Armut, sondern auch unter dem sich auf immer mehr Länder ausbreitenden dschihadistischen Terror. So hat sich allein unsere Hilfe für Burkina Faso innerhalb der letzten vier Jahre verdreifacht“, erklärt Lynch.

Weitere 18,7 % der Projektausgaben von KIRCHE IN NOT – die zweithöchste Unterstützung nach Regionen – flossen 2024 nach Asien und Ozeanien, insbesondere nach Indien, das nicht nur das einzelne Land ist, das 2024 die drittmeiste Hilfe erhielt, sondern auch das Land, in dem das Hilfswerk die meisten Studienstipendien und Messstipendien vergibt.

Der Nahe Osten erhielt mit 17,5 % der Hilfsgelder die dritthöchste Unterstützung, wobei der Libanon, Syrien und das Heilige Land nach der Eskalation der bewaffneten Konflikte die Hauptnutznießer waren.

Lateinamerika und Europa erhielten 16,8 % bzw. 15,9 % der gesamten Hilfe. Die restlichen 0,9 % gingen an andere Regionen.

Mit den Messstipendien, die Sie uns anvertrauen, helfen Sie weltweit 42 252 notleidenden Priestern.

Tausende Projekte konkreter Hilfe

KIRCHE IN NOT stellte im Jahr 2024 fast 1,85 Millionen Messstipendien für 42 252 Priester bereit, die höchste Zahl in der Geschichte von KIRCHE IN NOT. Statistisch gesehen bedeutet dies, dass jeder zehnte Priester weltweit Unterstützung von KIRCHE IN NOT erhielt und dass alle 17 Sekunden irgendwo auf der Welt eine Messe für die Anliegen der Wohltäter gefeiert wurde.

Im Jahr 2024 unterstützte KIRCHE IN NOT die Ausbildung von fast 10 000 Seminaristen. Jeder elfte angehende Priester der Welt erhielt 2024 eine Ausbildungshilfe des Hilfswerks, die Mehrheit davon in Afrika (5305), wo es die meisten Priesterberufungen gibt, sowie 1824 in Lateinamerika, 1752 in Asien und 1080 in Europa (davon mehr als 700 Seminaristen in der Ukraine).

Die Ausbildungshilfen für Priester, Ordensleute und Laien machten 28,2 Prozent der gesamten Hilfe aus, Mess-Stipendien für Priester und Existenzhilfen für Schwestern insgesamt 23,9 Prozent.

Aufgrund der hohen Kosten der Einzelprojekte lagen Bauhilfen mit etwas weniger als einem Viertel der Hilfe (23,6 Prozent) wieder einmal an erster Stelle. Im Jahr 2024 wurden etwas mehr als 750 Bauprojekte

durchgeführt.

10,5 Prozent der Hilfe von KIRCHE IN NOT floss in die Beschaffung von 1141 Transportmitteln, darunter 474 Autos, 388 Fahrräder, 264 Motorräder, drei Busse, elf Boote und ein Lkw.

Die Nothilfe machte rund 10,7 % der Ausgaben aus, ein ähnlicher Prozentsatz wie im Vorjahr.

Sie sind Teil der Liebe Jesu, die uns überall verbindet. Vergelt’s Gott!

Internationaler Jahresbericht 2024 zum Herunterladen

Die Dompfarre im ostindischen Balasore (auf Deutsch auch Baleswar) feierte im November 2023 das Goldene Jubiläum ihrer Gründung. Aus diesem Anlass kam in der Gemeinde der Wunsch auf, ein Marienheiligtum auf dem Gelände der Kathedrale zu errichten. Denn bislang gab es dort keinen Ort, an dem die Gläubigen sich versammeln konnten, um der Muttergottes ihre besondere Verehrung zum Ausdruck zu bringen, gemeinsam zu beten und Kerzen vor ihrem Bild anzuzünden.

Das Gelände der Kathedrale ist deshalb besonders dafür geeignet, weil zu bestimmten Anlässen Gläubige aus der ganzen Diözese ohnehin dorthin kommen. Insbesondere im Heiligen Jahr finden dort zahlreiche Initiativen zur Glaubensvertiefung statt.

Die Gläubigen waren begeistert, und viele brachten große finanzielle Opfer, um dieses Vorhaben zu verwirklichen, aber leider reichten die Mittel dafür nicht aus, denn die Inflation hat zu einem starken Anstieg der Preise geführt. Unsere Wohltäter haben daher 10.700 Euro gespendet, damit der Bau zu Ehren der Gottesmutter dennoch fertiggestellt werden konnte.

Dank der Hilfe unserer Wohltäter wurde das Heiligtum im November 2024 feierlich eingeweiht. Täglich besuchen etwa 100 Gläubige das Heiligtum.

Dank dieser Hilfe wurde das Heiligtum am 24. November 2024, dem Christkönigsfest, feierlich eingeweiht. Täglich besuchen etwa 100 Gläubige das Heiligtum und bestätigen damit, wie wichtig es als Zentrum der Andacht und der Gemeinschaft ist.

Das Heiligtum ist dreistufig aufgebaut, wobei Christus der König als Hauptpatron der Diözese an der Spitze steht. Auf der mittleren Ebene segnet der heilige Josef, der Beschützer der Familien, alle Familien der Stadt Balasore. Auf der untersten Ebene steht die Gottesmutter Maria mit ausgestreckten Händen, um alle zu segnen, die sich an sie wenden. Der Schrein ist strategisch günstig an einer belebten Straße gelegen, sodass auch jeder, der in Eile ist und nur zufällig vorbeikommt, einen Augenblick im Gebet verweilen kann.

Aus der Pfarre hat uns ein Dankbrief erreicht, den wir an alle weiterleiten wollen, die geholfen haben. Darin heißt es: „Unsere samstägliche Marienandacht und die Marianische Jugendvereinigung haben durch dieses Heiligtum einen besonderen Aufschwung erhalten.

Wir stellen jeden unserer Wohltäter unter den blauen Mantel der Heiligen Jungfrau, der Königin von Balasore.“

Ein halbes Jahr nach Inkrafttreten des Waffenstillstands im Libanon leidet besonders der Süden des Landes unter den Folgen der Luftschläge. Diese richteten sich zwar gegen die Hisbollah, zogen jedoch auch die Zivilbevölkerung in Mitleidenschaft; in der Region leben zahlreiche Christen. Ordensfrauen stehen der Bevölkerung bei.

„Die Menschen, die geblieben sind, haben kein Einkommen. Sie leben von der Landwirtschaft, und die Felder wurden durch den Krieg zerstört“, berichtet Schwester Gerard Merhej aus Debel, das rund 90 Kilometer südlich von Beirut unweit der Grenze zu Israel liegt, gegenüber KIRCHE IN NOT. Mitarbeiter haben kürzlich die Projektpartner im Libanon besucht.

Die Bauern probierten jetzt zwar neue Anbauformen aus, aber die wirtschaftlichen Folgen blieben katastrophal, so Schwester Gerard. Hinzukomme die Abwanderung: „Die meisten christlichen Familien sind nach Beirut gezogen, dort ist es sicherer und es gibt mehr Arbeit.“

Auch die Ordensfrauen in Ain Ebel betreiben eine Schule, sie gehört zu den besten des Landes. „Während des Krieges haben wir auf Online-Unterrichtet umgestellt“, berichtet Schwester Maya. „Als während des Unterrichts in der Nachbarschaft eines Schülers eine Rakete einschlug, konnten es alle hören.“ Die Schüler hätten des Gefühl gehabt, „miteinander verbunden zu sein, obwohl sie physisch voneinander getrennt waren“, sagte die Ordensfrau.

Schwester Gerard Merhej leitet die Anontine Sisters‘ School in Debel/Libanon.

Helfen Sie den notleidenden Christen im Libanon mit Ihrer Spende

„Gott sei Dank für KIRCHE IN NOT“

Als im Oktober 2024 die Luftschläge begannen, hätte die Bevölkerung nur 40 Minuten Zeit gehabt, um sich in Sicherheit zu bringen. Die schlimmste Zeit sei der vergangene Herbst und Winter gewesen, erinnert sich Schwester Maya: „Irgendwann waren nur noch alte Menschen im Dorf. Sie wollten lieber daheim sterben, als woanders hinzugehen.“

Mithilfe von KIRCHE IN NOT konnten die Ordensfrauen diese Menschen mit Lebensmitteln und Medikamenten versorgen; das sei entscheidend gewesen: „Während der Zeit der Angriffe hätten wir die unmöglich irgendwo kaufen können.“

Zusätzlich unterstützt KIRCHE IN NOT die kirchlichen Schulen sowie die Arbeit von Priestern und Ordensfrauen im Südlibanon und in anderen Landesteilen. Das sei ein wichtiges Hoffnungssignal, erklärte Schwester Maya: „Vielen Dank für alles, was Sie tun. Gott sei Dank für KIRCHE IN NOT!“

Schülerinnen der kirchlichen Schule in Debel danken für die Hilfe von KIRCHE IN NOT.
Um der notleidenden Bevölkerung im Libanon weiterhin helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Verwendungszweck: Libanon

Katholische Priester aus der Türkei haben in einem Schreiben an KIRCHE IN NOT für die Unterstützung durch Messstipendien gedankt. Sie seien nicht bloß ein Messopfer der Wohltäter, sondern eine wichtige Unterstützung für das Überleben der Priester in der Türkei, betonte der Apostolische Vikar von Istanbul, Bischof Massimiliano Palinuro.

Einst war die Türkei ein bedeutendes Zentrum des Christentums, viele biblische Orte liegen auf dem heutigen Staatsgebiet. Heute bilden Christen mit 0,1 Prozent der Gesamtbevölkerung jedoch nur noch eine winzige Minderheit – und sie leben weit verstreut.

Die Türkei ist mehr als neunmal so groß wie Österreich, aber nur in drei katholische Kirchenprovinzen aufgeteilt: das Erzbistum Izmir sowie die Apostolischen Vikariate Anatolien (mit Sitz in Iskenderun) und Istanbul. „Wir sind nur wenige Priester und können nicht alle Gläubigen erreichen“, bedauert Pater Massimiliano Treti, einer von 26 Priestern im Apostolischen Vikariat Istanbul.

Zur selben Kirchenprovinz gehört auch die Hauptstadt Ankara, wo Pater Seraphin Kazadi tätig ist. Er kümmert sich nicht nur um die dortige Pfarrgemeinde, sondern ist auch zuständig für die Studentenseelsorge an der Universität in Karabük, etwa 200 Kilometer nördlich der Hauptstadt. Die meisten der rund 80 katholischen Studenten stammen aus dem Ausland. Da es dort keine katholische Kirche gibt, muss Pater Seraphin für Gottesdienste einen Saal anmieten.

P. Seraphin Kazadi feiert mit katholischen Studenten der Universität Karabük einen Gottesdienst.

Nur 0,1 Prozent in der Türkei sind Christen

Die Messstipendien durch KIRCHE IN NOT seien für ihn daher unverzichtbar, um die Reisekosten zu decken und die Saalmiete zu bezahlen, betonte er. Darüber hinaus werde mit den Mess-Stipendien auch die Seelsorgestelle für ausländische Studenten an der Universität Karabük unterstützt und aufrechterhalten.

Aber auch in anderen Teilen des Vikariats sind Messstipendien eine unverzichtbare Hilfe zur Existenzsicherung. Ein Priester, der in einer Pfarre tätig ist, die überwiegend aus „Flüchtlingsfamilien und einigen Studenten aus Afrika“ besteht, und nicht namentlich genannt werden möchte, berichtet: „Wir erhalten keinerlei lokale Hilfe zum Unterhalt der Pfarre. Ihre Unterstützung ist daher von entscheidender Bedeutung – für unsere Ordensgemeinschaft und für unsere Pfarre.“

Ein Messstipendium ist eine freiwillige Gabe eines Wohltäters, mit der heilige Messen gestiftet und in einem bestimmten Anliegen gefeiert werden. Es ist eine wichtige Unterstützung für den Priester und seine Gemeinde – insbesondere in Ländern, in denen Priester nur wenig oder gar keinen Lohn erhalten.

Im Jahr 2024 hat KIRCHE IN NOT weltweit mehr als 40 000 Priestern durch Messstipendien geholfen.

Christen in der Türkei: Kleine Herde mit großer Geschichte

Helfen Sie Priester in der Türkei mit Messstipendien – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
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Verwendungszweck: Messstipendien

Die Pfarre von Chondonpara in der Diözese Tura in Ostindien ist noch ganz neu: Erst im Oktober 2024 wurde sie gegründet. Gleichzeitig konnte das Pfarrhaus eingeweiht werden, das dank der Hilfe unser Wohltäter errichtet werden konnte, die 40.000 Euro dafür gespendet hatten. Es war ein großes Fest, an dem der Bischof sowie viele Priester und Schwestern der Diözese und zahlreiche Gläubige teilnahmen.

Die neue Pfarre entstand durch die Teilung einer riesigen Pfarre, der 119 Dörfer mit insgesamt mehr als 21.000 Gläubigen angehörten. Die Gläubigen konnten in diesem großen Gebiet, das zudem in einer bergigen und mit Urwald bedeckten Region gelegenen ist, nicht intensiv genug betreut werden. Die meisten der Gläubigen gehören dem indigenen Stamm der Garo an und leben in großer Armut. Der Priester ist Ansprechpartner in allen ihren Nöten und muss daher erreichbar sein. Dazu brauchte er am Sitz der neuen Pfarre eine Unterkunft. Bischof Andrew Marak bat uns daher um Hilfe.

“Die Gläubigen werden sich stets an KIRCHE IN NOT erinnern und werden für alle Wohltäter beten, die große Opfer gebracht haben, damit dieses Projekt verwirklicht werden konnte.“

Das Pfarrhaus musste solide gebaut werden, da es ist der Region oft zu Erdstößen kommt. Der Bau war nicht einfach: Das Grundstück grenzt an den Wald, und so hatten die Bauarbeiter Angst, weil wilde Elefanten auf die Baustelle kamen. Außerdem war es schwierig, das benötigte Material auf der unbefestigten Straße zu transportieren. Mehrfach blieben Lastwagen auf den letzten Kilometern bis zum Dorf stecken. Außerdem gibt es in dem Ort keinen Strom, was die Bauarbeiten ebenfalls erschwerte. Am Ende herrschte aber große Freude über das fertiggestellte Pfarrhaus.

„Ohne Ihre Hilfe hätten wir dieses wichtige Projekt weder beginnen noch abschließen können. Das neue Pfarrhaus wird sehr viel Gutes bewirken. Die Anwesenheit des Priesters wird für die Aktivitäten dieser neuen Pfarre eine enorme Hilfe sein. Die Gläubigen werden sich stets an KIRCHE IN NOT erinnern und werden für alle Wohltäter beten, die große Opfer gebracht haben, damit dieses Projekt verwirklicht werden konnte.“

Laut dem Pfarrer der katholischen Pfarre „Heilige Familie“ in Gaza-Stadt, Pater Gabriel Romanelli, hat die Zahl der getöteten Kinder im seit Oktober 2023 andauernden Krieg die Marke von 17.000 überschritten. „So viele Kinder wurden bislang getötet, das ist einfach schrecklich“, sagte der Priester im Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN). „Wir hatten bislang über 50.000 Tote und über 110.000 Verletzte. Vielen von ihnen mussten Gliedmaßen amputiert werden.“

Die erneuten Kampfhandlungen nach der vereinbarten Waffenruhe bezeichnet der argentinische Seelsorger als fatal: „Kein weiterer Kriegstag löst die Situation, sondern verschlimmert sie nur noch.“ Er hoffe auf den Erfolg der erneuten Verhandlungen und dass die von der Hamas entführten Geiseln in naher Zukunft alle freikommen.

Pater Gabriel Romanelli, Pfarrer der Pfarre „Heilige Familie“ in Gaza-Stadt. © Pfarre Heilige Familie

Helfen Sie notleidenden Christen im Heiligen Land
mit Ihrer Spende

„Die Menschen haben alles verloren“

In der von ihm geleiteten Pfarre in Gaza-Stadt halten sich seit Kriegsbeginn konstant etwa 500 Personen auf – neben Katholiken auch einige orthodoxe und muslimische Familien. „Es ist eine enorme Herausforderung, mit so vielen Menschen auf engstem Raum zu leben“, berichtete Pater Romanelli.

Der Alltag sei von unvorstellbarer Not geprägt. „Die meisten Menschen haben alles verloren – ihre Häuser, ihre Arbeit, die Schulen für ihre Kinder.“ Wer die Möglichkeit zur Flucht hatte, sei bereits gegangen. Übrig geblieben seien vorwiegend arme, ältere und erkrankte Menschen. Aber auch Kinder hielten sich nach wie vor in der Pfarre auf, so der Seelsorger.

Gruppenaktivität für Kinder in der Pfarre Heilige Familie in Gaza-Stadt

Kirche übernimmt führende Rolle bei humanitärer Versorgung

Obwohl die katholischen Christen im Gaza-Streifen eine kleine Minderheit von wenigen hundert Gläubigen bilden, übernehme die Kirche eine führende Rolle bei der humanitären Versorgung, betonte Romanelli: „Wir konnten tausenden Familien, nicht nur Christen, helfen und dafür sorgen, dass die Hilfe wirklich diejenigen erreicht, die sie am dringendsten benötigen.“

Die katholische Pfarre in Gaza-Stadt koordiniert die Verteilung von Lebensmitteln, Trinkwasser und Medikamenten. Doch nun seien neue Schwierigkeiten aufgetreten: „Die Grenzen sind seit einigen Wochen für humanitäre Hilfe geschlossen. Unsere Möglichkeiten sind begrenzt und wir hoffen auf eine schnelle Lösung“, erklärte der Pfarrer. „Gott gebe, dass dieser Krieg bald endet und wir einen echten Frieden erleben.“

KIRCHE IN NOT steht in engem Kontakt mit dem Lateinischen Patriarchat von Jerusalem, um die Hilfe für die christliche Minderheit im Gaza-Streifen und den anderen Teilen des Heiligen Landes aufrechtzuerhalten.

Unterstützen Sie unsere Nothilfe im Heiligen Land mit Ihrer Spende unter:  – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Heiliges Land

Mit großer Trauer und Bestürzung möchten wir unsere tiefe Besorgnis über die verheerenden Auswirkungen der jüngsten Erdbeben im Zentrum Myanmars zum Ausdruck bringen. Am 28. März haben zwei schwere Erdbeben mit Epizentren in der Nähe der Städte Mandalay und Sagaing unvorstellbares Leid verursacht.

Auch wenn die genauen Zahlen noch unklar sind, bestätigte die Regierung bisher mehr als 2.700 Tote, über 4.500 Verletzte und rund 440 Vermisste in Zentral- und Nordwest-Myanmar. Der US Geological Survey hält eine Zahl von über 10.000 Toten für sehr wahrscheinlich. Die Rettungsarbeiten werden durch eingestürzte Gebäude, unpassierbare Straßen und zusammengebrochene Kommunikationsleitungen massiv behindert.

Inmitten dieses Leids möchten wir unser Engagement für die Kirche vor Ort bekräftigen, wie wir es seit Beginn des bewaffneten Konflikts vor mehr als vier Jahren getan haben. Die Kirche in Myanmar sieht sich sowohl natürlichen als auch von Menschen verursachten Herausforderungen gegenüber, und wir stehen ihr in dieser Notlage weiterhin zur Seite.

Die Menschen stehen vor den Trümmern ihrer Existenz. Tausende Familien haben geliebte Menschen verloren, ganze Dörfer sind zerstört.

Myanmar braucht uns jetzt – spenden Sie Hoffnung!

Ihre Hilfe zählt – genau jetzt

Die Menschen in Myanmar stehen nach den zerstörerischen Erdbeben vom 28. März vor den Trümmern ihrer Existenz. Tausende Familien haben geliebte Menschen verloren, ganze Dörfer sind zerstört – doch inmitten dieses unermesslichen Leids können Sie ein Zeichen der Hoffnung setzen. Sie können der Kirche vor Ort helfen, Zuflucht zu bieten, Trauernde zu begleiten und lebensnotwendige Hilfe zu leisten. Wenn Sie spenden, schenken Sie nicht nur Lebensmittel oder einen sicheren Ort – Sie schenken Hoffnung. Hoffnung auf Wiederaufbau, auf Gemeinschaft, auf einen neuen Anfang.

Ihre Hilfe ist ein Zeichen der Liebe – für Myanmar und seine Kirche

Seit Jahren stehen wir der Kirche in Myanmar treu zur Seite – dank Menschen wie Ihnen, die sich nicht abwenden, wenn das Leid groß ist. Ihre Spende bedeutet für viele: Ich bin nicht allein. Bitte helfen Sie auch jetzt, damit wir der Kirche vor Ort beim Wiederaufbau von Leben und Strukturen beistehen können – schnell, wirksam und langfristig. Jeder Beitrag zählt. Jeder Euro ist ein Akt der Nächstenliebe. Lassen Sie uns gemeinsam zeigen: Wir lassen die Menschen in Myanmar nicht allein.

Inmitten dieses unermesslichen Leids können Sie ein Zeichen der Hoffnung setzen. Spenden Sie jetzt!

Regina Lynch, Präsidentin von KIRCHE IN NOT: „Unsere Aufgabe ist es, der Kirche in Krisenzeiten zur Seite zu stehen – nicht nur im Gebet, sondern auch durch konkrete Hilfe beim Wiederaufbau von Strukturen und Leben, nicht nur kurzfristig, sondern langfristig. Diese Tragödie ist ein weiteres Kapitel in der schrecklichen Leidensgeschichte dieses Volkes, und unsere anhaltende Präsenz an der Seite der Kirche in Myanmar zeigt: Wir lassen sie nicht allein.”

Wir wissen, dass viele von Ihnen die Situation in Myanmar mit großer Sorge verfolgt haben und den Schmerz über die verlorenen Leben und die betroffenen Familien teilen.

In den vergangenen Jahren haben wir gemeinsam die Herausforderungen gemeistert, vor denen Myanmar stand – und wir werden die Kirche vor Ort auch weiterhin auf ihrem Weg der Seelsorge und des Wiederaufbaus begleiten.

Das Bailasan Counselling Centre („Bailasan Beratungszentrum“) ist die erste katholische Einrichtung für psychosoziale und psychische Gesundheit, die ausschließlich darauf ausgerichtet ist, der christlichen Gemeinschaft im Westjordanland Hilfe zu leisten. KIRCHE IN NOT hat die Renovationsarbeiten des Beratungszentrums finanziert und sprach kürzlich bei einem Besuch mit den Mitarbeitern. Deren Aufgabe ist es, eine Bevölkerungsgruppe zu betreuen, die infolge der vorherrschenden politischen und wirtschaftlichen Spannungen im Heiligen Land unter vielfältigen Traumata leidet.

Eine Befragung von fast 300 palästinensischen Christen zwischen Oktober und Dezember 2023, zu Beginn des Gaza-Krieges, ergab, dass 60 Prozent der Befragten einen Bedarf an psychologischer Betreuung und Beratung hätten.

Die Mitarbeiter des Bailasan Counselling Centre, dessen Wirkungskreis in Bethlehem im Westjordanland liegt, gehen davon aus, dass die Zahl deutlich höher wäre, wenn man die Umfrage heute wiederholen würde.

Die Auswirkungen des Krieges sind überall im Heiligen Land und im Nahen Osten spürbar

Der Krieg zwischen Israel und der Hamas konzentriert sich zwar auf den Gazastreifen, aber seine Auswirkungen sind überall im Heiligen Land und im Nahen Osten spürbar und vertiefen die Spaltung einer Gesellschaft, die schon vorher unter bitteren, langanhaltenden Feindseligkeiten und gegenseitigem Misstrauen zu leiden hatte.

Für die Christen im Westjordanland wird die Situation dadurch erschwert, dass sie als schrumpfende Minderheit einer überwältigenden muslimischen Bevölkerungsmehrheit gegenüberstehen, die zudem im Laufe der Jahre Anzeichen einer wachsenden Radikalisierung gezeigt hat.

Bei dem Besuch einer Delegation des Hilfswerks KIRCHE IN NOT (ACN), das die Renovierung und ein Arbeitsbeschaffungsprogramm des Zentrums finanziert hat, beschrieb der Psychologe Albert Khader Hani die aktuelle Situation: „Wir sind mit verschiedenen Problemen konfrontiert, dazu gehören Besetzung und Gewalt. Der Krieg wirkt sich auf alle Lebensbereiche der Menschen hier aus, insbesondere bei den palästinensischen Christen. Als führende palästinensische Christen ist es unsere Aufgabe, mit ihnen zu arbeiten. Denn es gibt hier zwar viele Zentren für psychische Gesundheit, aber ihr Schwerpunkt liegt nicht ausschließlich auf der christlichen Gemeinschaft. Wir haben unsere Identität und wollen sie bewahren; und wir wollen unsere Vision zusammen mit ihnen weiterführen, in Sicherheit leben zu können.“

Das Team des Zentrums hat bereits alle Hände voll zu tun, trotz der kulturellen Tabus rund um das Thema psychische Gesundheit.

Helfen Sie den bedrängten Christen im Heiligen Land mit Ihrer Spende

Das Team des Zentrums hat alle Hände voll zu tun

Angesichts dieser Situation und der sehr begrenzten Lösungsansätze des palästinensischen Gesundheitsministeriums beschloss das Lateinische Patriarchat von Jerusalem, im Juni 2024 das Bailasan Counselling Centre zu eröffnen. Das Team des Zentrums – unter anderem Mitarbeiter, die im Rahmen eines von KIRCHE IN NOT finanzierten Arbeitsbeschaffungsprogramms eingestellt worden sind – hat bereits alle Hände voll zu tun, trotz der kulturellen Tabus rund um das Thema psychische Gesundheit.

„Wir versuchen, gegen die Stigmatisierung anzukämpfen. Manche fürchten sich, hierherzukommen. Sie denken, sie könnten verurteilt werden, und haben Angst, über ihr Problem zu sprechen“, sagt Schwester Lorena Cecilia, eine mexikanische Comboni-Missionarin mit einem Abschluss in Psychologie.

„Man kann den Einfluss seiner Kultur nicht ausblenden. In unseren Familien haben wir Angst, mit psychischen Krankheiten in Verbindung gebracht zu werden. Wir kennen uns alle untereinander und suchen deswegen ungern Hilfe. Unsere Arbeit hier ist also nicht leicht! Trotzdem ist es im Vergleich zu früher schon viel besser geworden. Und der Erfolg unserer Arbeit hat schon dazu geführt, dass allmählich ein Wandel in der Kultur einsetzt“, fügt Albert Khaled Hani hinzu.

Die Mitarbeiter des Bailasan-Zentrums wollen ein lindernder Balsam für die psychischen Nöte eines traumatisierten Volkes in einer vom Krieg zerrütteten Region sein.

„Physisch sind sie hier, doch ihre Gedanken drehen sich nur ums Auswandern“

Eine Lösung, die das Zentrum gefunden hat, besteht darin, nicht darauf zu warten, dass die Menschen von selbst kommen, sondern hinauszugehen und die Gemeinschaft da zu treffen, wo sie zusammenkommt: in Jugendgruppen, Pfadfindergruppen, Selbsthilfegruppen für Mütter von Kindern mit besonderen Bedürfnissen, Kirchengemeinden und Schulen.

Besonders wichtig sei die Arbeit mit jungen Menschen, so Schwester Lorena, denn viele von ihnen seien so sehr darauf aus, ihr Heimatland zu verlassen, dass sie der Gegenwart nicht genug Beachtung schenkten. „Ein großes Problem ist die Trennung von Familien – Eltern im Ausland oder Kinder, die ins Ausland wollen. Junge Mädchen zum Beispiel können sich nicht vorstellen, hier zu leben. Das führt zu Problemen in ihrer Lebensführung, denn ihre täglichen Entscheidungen sind auf eine zukünftige Abreise ausgerichtet. Physisch sind sie hier, doch ihre Gedanken drehen sich nur ums Auswandern.“

“Unsere Grundlage ist die Bibel”

Das Bailasan-Zentrum ist derzeit das einzige christlich geführte Gesundheitszentrum, das ausschließlich auf Christen zugeschnitten ist. „Eine solche Arbeit wurde noch nie zuvor auf der Grundlage christlicher Werte getan. Wir sind nicht wie andere Zentren; unsere Grundlage ist die Bibel. Wenn ein Nichtchrist zu uns kommt, verweisen wir ihn an ein anderes Zentrum“, sagt Hala Batarseh, eine Sozialarbeiterin, die aus Bethlehem stammt.

Das Zentrum befindet sich nahe dem Stadtzentrum von Bethlehem in einem schönen Gebäude, das früher ein Kloster war. KIRCHE IN NOT hat die Renovierung des Gebäudes sowie den schönen und ruhigen Heilgarten auf der Rückseite mitfinanziert, letzteres im Rahmen seines Arbeitsbeschaffungsprogramms.

Das Wort „bailasan“ ist arabisch für „Balsam“ und ist inspiriert von Jeremia 8,22: „Gibt es denn keinen Balsam in Gilead, ist dort kein Wundarzt? Warum schließt sich denn nicht die Wunde der Tochter, meines Volkes?“ Die Mitarbeiter des Bailasan-Zentrums wollen ein lindernder Balsam für die psychischen Nöte eines traumatisierten Volkes in einer vom Krieg zerrütteten Region sein.

Um den notleidenden Christen im Heiligen Land helfen zu können, bittet KIRCHE IN NOT um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Heiliges Land

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