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Der seit einem halben Jahr anhaltende Konflikt in der nordäthiopischen Provinz Tigray hat sich zu einer humanitären Katastrophe für die dortige Zivilbevölkerung entwickelt. „Es herrschen Hunger und Angst. Die aktuelle Situation ist immer noch von dem verheerenden Krieg geprägt, der nahezu in der gesamten Region wütet“, berichtete ein äthiopischer Priester aus Tigray gegenüber KIRCHE IN NOT. Aus Sicherheitsgründen muss der Gesprächspartner anonym bleiben.

Unser Hilfswerk konnte mit dem Priester am Telefon sprechen, nachdem er fast fünf Monate von jeder Verbindung zur Außenwelt abgeschnitten war. Dabei betonte er, dass „die Situation von Minute zu Minute schlimmer wird“ und „die Menschen am Rand des Abgrunds stehen“.

Vor allem Kinder litten unter Unterernährung; viele seien zu Waisen geworden, und niemand kümmere sich um sie. Der Priester berichtete auch von Müttern, die im allgemeinen Chaos von Flucht und Kämpfen ihre Kinder aus den Augen verloren hätten und den Seelsorger bitten, ihnen zu helfen.

Landschaft in Tigray (Foto: KIRCHE IN NOT/Magdalena Wolnik).

„Nicht genug zu essen, keine Medikamente, keine Sicherheit”

„Mir fehlen die Worte, um das Leid zu beschreiben: Es gibt so viel Verzweiflung, die Menschen sind traumatisiert“, sagte der Gesprächspartner. Es gebe keine funktionierende Infrastruktur mehr in der Region, „nicht genug zu essen, keine Medikamente, keine Sicherheit und kein Vertrauen“. Der größte Teil der Provinz sei die meiste Zeit von allen Kommunikationskanälen abgeschnitten, Internet und Stromversorgung seien eingeschränkt.

In der Provinz Tigray ist seit November ein Kampf zwischen Regierungstruppen und der „Volksbefreiungsfront von Tigray“ (TPLF) entbrannt. In die staatliche Militäroffensive schaltete sich auch das Nachbarland Eritrea ein. Ob der angekündigte Truppenabzug der eritreischen Streitkräfte mittlerweile erfolgt sei, sah das US-Außenministerium in einer jüngsten Mitteilung nicht als bewiesen an.

Ein Priester besucht eine Familie in der Region Tigray (Foto: KIRCHE IN NOT/Magdalena Wolnik).

Mehr als eine Million Menschen auf der Flucht

UN-Berichten zufolge sind innerhalb der Region mehr als eine Million Menschen auf der Flucht und über 2,3 Millionen auf humanitäre Hilfe angewiesen. Berichte über Menschenrechtsverletzungen gegenüber Zivilisten häufen sich – darunter auch kirchliche Vertreter und Gläubige.

Auch der anonyme Gesprächspartner bestätigte, dass in seiner Gegend „drei katholische Pfarrer bedroht und geschlagen wurden“. Sämtliches Eigentum der Kirchengemeinden sei von Soldaten geplündert worden. „Hunderte Menschen wurden brutal ermordet.“

Trotz dieser verheerenden Situation „hat die Kirche nie aufgehört, ihrer Aufgabe nachzukommen“, betonte der Priester. Er war zunächst als Missionar in entlegenen Gebieten im Süden Äthiopiens tätig und wurde von KIRCHE IN NOT unterstützt. Bereits dort setzte er sich für den Frieden zwischen den verschiedenen Ethnien ein. Äthiopien besteht aus 120 Volksgruppen, die teilweise in Konflikt miteinander stehen.

Ordensschwestern in Äthiopien.

„Über Frieden und Versöhnung sprechen”

Auch jetzt während der Kämpfe in Tigray sei es notwendig, mit den Menschen über Frieden und Versöhnung zu sprechen, betont der Priester. Sein Wunsch ist es, ein Entwicklungsprojekt für Jugendliche auf die Beine zu stellen, „denn die Jugend ist das Rückgrat der gesamten Umwandlung der Gesellschaft, sowohl wirtschaftlich als auch geistlich. Wir müssen mit der Ausbildung junger Menschen beginnen.“

Trotz der großen Schwierigkeiten bei der Einreise in das Konfliktgebiet und bei der Kommunikation mit der Krisenregion unterstützt KIRCHE IN NOT die Priester der äthiopisch-katholischen Eparchie (Diözese) von Adigrat, die ganz Tigray umfasst, mit Messstipendien. Die Gaben für die Feier einer heiligen Messe sind eine wichtige Existenzhilfe für die Seelsorger und unterstützen ihre Arbeit in den Gemeinden.

„Beten Sie weiter und helfen Sie. Wir brauchen materielle und geistliche Unterstützung“, wandte sich der Priester an die Wohltäter von KIRCHE IN NOT. „Angesichts der schwierigen Situation, in der wir hier in Tigray leben, ist die Kirche aufgerufen, mehr denn je zu handeln.“

Unterstützen Sie die Arbeit der Seelsorger in der Region Tigray und in ganz Äthiopien! Spenden Sie – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Pfarrer Albert Toungoumale-Baba war einer von vielen Menschen, die am 1. Mai 2018 bei einem Angriff auf die Kirche „Unsere Liebe Frau von Fatima“ in der Hauptstadt Bangui ums Leben kamen.

Die Kirche wurde von einer bewaffneten Gruppe Männer angegriffen, als Pfarrer Albert Toungoumale-Baba gerade die heilige Messe in Gedenken an den heiligen Josef mit Gläubigen feierte. Die Angreifer warfen Handgranaten auf die Gemeinde, die 16 Menschen töteten – darunter auch Pfarrer Albert – und über 100 weitere Menschen verletzten.

Pfarrer Albert Toungoumale-Baba war ein unermüdlicher Kämpfer für Frieden in seinem Land.

Der Priester war ein unermüdlicher Kämpfer für Frieden in seinem Land und hatte tausende Flüchtlinge in seiner Gemeinde aufgenommen. In einer Nachricht, die er vor seinem Tod KIRCHE IN NOT und seinen Unterstützern zukommen ließ, hieß es: „Unser Land ist verwundet und bedürftig. Bitte betet für uns ohne Unterlass, so wie Jesus es uns gelehrt hat. Bitte betet jeden Tag für uns!”

KIRCHE IN NOT hat auf diese Attacke umgehend reagiert und den Betroffenen der Gemeinde Soforthilfe zukommen lassen. 2019 hat KIRCHE IN NOT die Ausbildung von 45 Seminaristen und angehenden Priestern unterstützt. Außerdem wurden Exerzitien für 50 Priester bezuschusst und eine katholische Radiostation in Bangui mit aufgebaut sowie viele weitere Projekte unterstützt, wie beispielsweise die Reparatur eines Wassertanks für das Priesterseminar und weiterer Wassertanks in Bangui.

Die Beispiele von aktuellen Märtyrern stammen aus unserem Büchlein „Kalender der Märtyrer und Zeugen der Liebe“, das Sie in unserem Shop bestellen können: zum Kalender der Märtyrer

Die Steyler Missionsschwester Veronika Theresia Rackova war eine Ärztin und die Direktorin des St.-Bakhita-Ambulanzzentrums in Yei in Südsudan. Am 16. Mai 2016 wurde an einer Straßenblockade der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA), einer früheren Guerilla-Bewegung, die aufgrund der Unabhängigkeit Süd sudans 2011 an die Macht kam, auf sie geschossen.

Schwester Veronika saß am Steuer des Krankenwagens und wollte gerade eine hochschwangere Frau in das nächstgelegene Krankenhaus fahren. Vier Tage später starb sie in einem Krankenhaus an den Folgen ihrer Verletzungen.

Sr. Veronika wurde von der Sudanesischen Volksbefreiungsarmee (SPLA), einer früheren Guerilla-Bewegung, angeschossen.

Die 58-jährige Ordensfrau, ursprünglich aus der Slowakei, widmete ihr Leben dem Dienst an den armen und bedürftigen Menschen.

Der Südsudan hat unter langen Bürgerkriegen zu leiden. Die Kirche in diesem Land braucht unsere Unterstützung. Aus diesem Grund unterstützt KIRCHE IN NOT eine Bandbreite verschiedener pastoraler, Bildungs-, Gesundheits- und Hungerhilfeprojekte, wie beispielsweise ein Projekt der Comboni-Missionare in der Heilig-Kreuz-Gemeinde in Yirol in der Diözese Rumbek im Zentrum des Landes.

Die Beispiele von aktuellen Märtyrern stammen aus unserem Büchlein „Kalender der Märtyrer und Zeugen der Liebe“, das Sie in unserem Shop bestellen können: zum Kalender der Märtyrer

Zwei Wochen nach dem dschihadistischen Angriff auf die Stadt Palma im Norden Mosambiks hat der katholische Pfarrer António Chamboco noch keine Gewissheit über das Schicksal seiner Gemeindemitglieder. Chamboco war am 24. März, als der Angriff begann, gerade auswärts – das hat ihm möglicherweise das Leben gerettet. „Als ich von dem Angriff erfuhr, fühlte ich Traurigkeit und Schmerz. Ich arbeite seit einem Jahr in Palma und habe die Menschen dort liebgewonnen“, schilderte der Seelsorger im Gespräch mit dem weltweiten katholischen Hilfswerk „Kirche in Not“.
Verteilung von Hilfsgütern in Mosambik (Foto: Johan Viljoen).

Noch immer gelten viele Menschen als vermisst

Zunächst sei es noch möglich gewesen, Kontakt zu den eingekesselten Menschen zu halten, dann seien die Telefon- und Internetverbindungen zusammengebrochen. „Ich war in der ersten Phase des Angriffs mit zwei Koordinatoren unserer Gemeinde in Kontakt. Sie informierten mich, dass geschossen wird. Fünf Minuten später gab es keine Kommunikationsmöglichkeit mehr“, erzählt Chamboco. Der Pfarrer weiß nicht, ob seine Kirche und das Gemeindehaus noch stehen und was mit seinen Gemeindemitgliedern passiert ist. Tausende von Menschen sind noch immer verschollen.

Der Angriff auf Palma in der Provinz Cabo Delgado ist ein trauriger Höhepunkt einer Serie von dschihadistischen Angriffen, denen der Norden Mosambiks seit 2017 ausgesetzt ist. Selbst Experten wissen wenig über die Herkunft und die Hintergründe der bewaffneten Einheiten; sie gelten als Splittergruppen der Terrormiliz „Islamischer Staat“. Beobachtern zufolge rekrutieren sie sich überwiegend aus jungen Männern. Auch zum Angriff auf Palma bekannte sich der IS.

Dschihadistische Kämpfer in Mosambik (Foto: Johan Viljoen).

Massaker an der Zivilbevölkerung

Die Terrortruppen dürften auch von wirtschaftlichen und politischen Zielen motiviert sein: Vor der Küste im Norden Mosambiks sind große Erdöl-Bohrungen in Vorbereitungen – eines der größten Investitionsprojekte in Subsahara-Afrika. Medienangaben zufolge haben die Angriffe begonnen, als die Fortsetzung des Erdölprojekts verkündet worden sei. „Palma war ein wichtiger Ort. In der Region hatten zusätzlich zu den Einheimischen mehr als 40 000 Menschen Zuflucht gefunden, die vor früheren Angriffen in anderen Bezirken geflohen waren“, erklärt der Projektleiter für Mosambik in der internationalen Zentrale von „Kirche in Not“, Ulrich Kny.

Ein Videoclip, der „Kirche in Not“ zugesandt wurde und nach dem Angriff in Palma aufgezeichnet worden sein soll, zeigt enthauptete Menschen und verstümmelte Leichen. „Die Bilder sind schockierend. Wir können sie nicht teilen, weil sie durch ihre Brutalität die Menschenwürde verletzen“, sagt Kny. „Es zerreißt mir das Herz. Wie viele Tote braucht es noch, bevor die Welt reagiert?“

Jüngsten Berichten zufolge hat das Militär die Stadt Palma wieder unter Kontrolle gebracht, es werde jedoch in der Region weiterhin gekämpft. Die Stadt zählte vor dem Angriff rund eine halbe Million Einwohner. Es ist von Dutzenden Toten die Rede. Tausende Menschen ergriffen die Flucht. In ganz Mosambik gibt es laut UN-Flüchtlingshilfswerk über 670 000 Binnenvertriebene.

Ulrich Kny, Projektreferent für Mosambik bei KIRCHE IN NOT.

Flüchtlingsströme steigen weiter

„Kirche in Not“ unterstütze Priester, Ordensleute und kirchliche Mitarbeiter, die sich dieser Menschen annehmen, erklärt Ulrich Kny: „Unser Hilfswerk versucht dort zu helfen, wo die Kirche vor Ort das Mögliche und oft das Unmögliche tut, um die humanitäre Krise zu lindern.“

„Kirche in Not“ hat Soforthilfen zur Verfügung gestellt, damit Vertriebene in kirchlichen Einrichtungen untergebracht und versorgt werden können. Außerdem unterstützt das Hilfswerk den Lebensunterhalt von Priestern und Ordensfrauen in der Region, die Ausbildung und Schulung von Seminaristen und weitere Projekte, die mit den dringendsten Bedürfnissen des kirchlichen Lebens in Mosambik zu tun haben.

„Angesichts der jüngsten Angriffe und der steigenden Flüchtlingsströme werden die Diözesen in der Region ihre Arbeit ohne Hilfe von außen nicht ausweiten können“, erklärte Ulrich Kny. „Wir müssen unsere Unterstützung für den Norden Mosambiks erhöhen. Beten wir für dieses Volk, das alles verloren hat. Die Welt kann dieses Drama nicht ignorieren.“

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„Fast wöchentlich erreichen KIRCHE IN NOT neue Horrormeldungen aus Mosambik. Weitgehend unbeachtet von der Weltöffentlichkeit spielt sich dort eine humanitäre Katastrophe nach der anderen ab“, erklärt Ulrich Kny, der für das Land im Südosten Afrikas zuständige Projektreferent in der internationalen Zentrale unseres Hilfswerks.

Seit 2017 wird der Norden Mosambiks von dschihadistischen Angriffen überrannt. Die eigentlichen Absichten der Terroreinheiten liegen im Dunkeln, Beobachter vermuten eine Mischung aus wirtschaftlichen, politischen und religiösen Interessen.

Am 10. März stufte die US-Regierung die Gruppierung als Ableger des „Islamischen Staates“ (IS) sowie als globale Terrororganisation ein. Augenzeugen berichten US-Medien zufolge von Massenenthauptungen und unvorstellbarer Gewalt gegen die Zivilbevölkerung.

Ulrich Kny, Projektreferent bei KIRCHE IN NOT.

Während der dschihadistische Terror sich in der Region im Grenzgebiet zu Tansania immer weiter vorwärts frisst und das Flüchtlingselend vergrößert, wird das Land aktuell von der Corona-Pandemie gebeutelt.

„War die erste Welle noch vergleichsweise glimpflich verlaufen, sind die Zahlen der Infizierten seit Januar stark angestiegen. Die stark steigenden Todeszahlen sind besorgniserregend“, sagt der Projektreferent von KIRCHE IN NOT. Dazu kommt, dass sich Cholera-Infektionen weiter ausbreiten – eine Folge der katastrophalen hygienischen Zustände in den Flüchtlingscamps, in denen der Zugang zu sauberem Wasser fehlt.

Kny berichtet von einem Gespräch mit der Ordensfrau Aparecida Ramos Queiroz, die in der Diözese Pemba im Norden Mosambiks für die Koordination der Hilfsprojekte zuständig ist. In der Hauptstadt der Provinz Cabo Delgado und den umliegenden Gemeinden haben hunderttausende Flüchtlinge aus dem Norden des Landes Zuflucht gefunden. UN-Angaben zufolge waren bis Ende 2020 fast 670 000 Menschen auf der Flucht.

Flüchtlingstreck in der Provinz Cabo Delgado, einer der am stärksten betroffenen Regionen Mosambiks.

„Gewalt trifft die ganze Gesellschaft”

Von den 17 Distrikten der Provinz Cabo Delgado wurden mittlerweile neun angegriffen. Die Gewalt trifft die ganze Gesellschaft, nicht nur die Christen, berichtete Schwester Aparecida: „Es werden muslimische wie christliche Einrichtungen angegriffen. Wir Christen sind nicht das Hauptziel der Aufständischen.“

Dennoch leidet auch die Kirche massiv unter den Folgen der Gewalt, schilderte die Ordensfrau: Mehrere Kirchen seien vollständig zerstört worden; sechs der insgesamt 23 Pfarreien des Bistums Pemba sind verwaist – die Lage ist zu unsicher, die meisten Gläubigen geflohen. Dennoch kümmern sich an einem der verlassenen Pfarrorte eine Schwester und ein junger Pfarrvikar um die Menschen, die selbst zur Flucht zu arm sind.

Schwester Blanca Nubia Zapata versorgt eine Mutter mit ihren kleinen Kindern.

Priester und Ordensleute kümmern sich um Flüchtlinge

„Mittlerweile hat die Regierung begonnen, die Flüchtlinge aus Pemba auf andere Orte in der Region umzusiedeln. Viele kommen privat unter, andere in neuen Flüchtlingssiedlungen“, beschreibt Ulrich Kny die Situation. Die meisten Priester und Ordensschwestern aus den Kampfregionen seien mit ihren Gläubigen geflüchtet.

„Sie versuchen nun dort, wo sie untergekommen sind, die Seelsorge unter den Flüchtlingen aus ihren Gemeinden fortzusetzen, und werden dabei von den kirchlichen Mitarbeitern vor Ort nach Kräften unterstützt.“

Weil trotz internationaler Hilfen eine akute Lebensmittelknappheit herrscht und viele Menschen Hunger leiden, hat KIRCHE IN NOT Nothilfen zur Verfügung gestellt. „Dank dieser Unterstützung können die Priester und Ordensleute vor Ort Lebensmittel an die Flüchtlinge verteilen“, berichtet Kny.

Hunderttausende Menschen sind vor der Gewalt geflohen und leben nun in großen Flüchtlingscamps.

Akute Lebensmittelknappheit

Ein weiteres Projekt widmet sich der psychosozialen Begleitung der Flüchtlinge, von denen die meisten nach dem unvorstellbaren Leid durch den Terror und durch die Flucht stark traumatisiert sind. Inzwischen wurden in Pemba über 120 pastorale Mitarbeiter und Freiwillige psychologisch geschult.

Über die Nothilfe hinaus finanziert KIRCHE IN NOT in Mosambik Existenzhilfen für Priester und Ordensleute und die Ausbildung von Seminaristen und angehenden Ordensschwestern, den Ausbau der kirchlichen Infrastruktur, die kirchliche Medienarbeit und anderes mehr.

Kny erklärt: „Die Kirche in Mosambik ist ein Anker der Hoffnung und der Nächstenliebe in einem Meer von Leid und Gewalt. Darum hat das Land für uns Priorität. Jede Unterstützung lindert das Leid der geschundenen und entwurzelten Menschen.“

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Seit 2003 gibt es in der Diözese Zomba im Süden Malawis ein Karmelitinnenkloster. Zur Zeit leben dort elf Schwestern, die sich ganz dem kontemplativen Leben widmen. Sie beten dort für das Heil der Welt und besonders für die Heiligung der Priester. Weitere junge Frauen möchten sich ihnen anschließen.

Die Gläubigen der Umgebung sind froh über die Anwesenheit der Schwestern und unterstützen sie gern, soweit es ihnen möglich ist. Allerdings sind die Menschen selbst arm. Acht Monate im Jahr herrscht Dürre. So teilen die Ordensfrauen das wenige, was sie haben, mit den Armen, die an ihre Tür klopfen.

Da in afrikanischen Ländern die Straßenverhältnisse sehr schlecht sind, muss ein Auto geländetauglich und strapazierfähig sein.

Die Karmelitinnen verdienen ihren bescheidenen Lebensunterhalt vor allem durch das Backen von Hostien. Anfangs gab es nur wenige Kunden, aber die Nachfrage stieg immer weiter, und inzwischen haben sie nicht nur Aufträge aus ihrer eigenen Diözese, sondern auch aus anderen Diözesen des südostafrikanischen Landes. Nun hatten die Schwestern aber ein Problem: Sie konnten die schweren Mehlsäcke, die sie benötigen, nicht transportieren, weil sie kein Auto zur Verfügung hatten. Manchmal half ihnen jemand beim Transport, aber das war nur eine Notlösung. Vorher hatten sie einen uralten Wagen gehabt, der jedoch im Laufe der Zeit immer mehr Reparaturkosten verursachte.

Dank der Hilfe unserer Wohltäter, die 25.570 Euro gespendet haben, konnten die Karmelitinnen sich nun einen neuen Wagen zulegen, mit dem sie das Mehl und alles, was sie sonst benötigen, transportieren können. Da in afrikanischen Ländern die Straßenverhältnisse sehr schlecht sind, muss ein Auto geländetauglich und strapazierfähig sein, sonst ist es bald hoffnungslos kaputt. Die Schwestern freuen sich über diese Hilfe und schreiben: „Wir sind sehr glücklich über dieses Auto. Gott segne Sie millionenfach und vergelte es Ihnen! Er, der in den Herzen liest, sieht, wie dankbar wir sind!“

Zum dritten Jahrestag der Entführung der Christin Leah Sharibu erinnerte der protestantische Missionar Gideon Para-Mallam im Gespräch mit KIRCHE IN NOT an das Schicksal des Mädchens. „Einige Nachrichten, die ich über Leah erhalten habe sind beunruhigend. Die gute Nachricht jedoch ist, dass Leah noch am Leben ist“, erklärte Para-Mallam, der in engem Kontakt mit der Familie des Mädchens steht.

Leah besuchte ein staatliches Internat in Dapchi im Bundesstaat Yobe im Nordosten Nigerias, 75 Kilometer von der Grenze zu Niger entfernt. Yobe und der angrenzende Bundesstaat Borno gelten als Hochburgen von Boko Haram und weiterer Splittergruppen.

Am 19. Februar 2018 wurde Leah zusammen mit 109 Mitschülerinnen von Kämpfern der ISWAP-Miliz („Islamischer Staat von Westafrika“) verschleppt. Damals war sie 14 Jahre alt. Acht Schülerinnen starben in der Gefangenschaft, die anderen Mädchen wurden freigelassen – bis auf Leah. „Leah wurde festgehalten, weil sie sich weigerte, ihrem Glauben an Christus abzuschwören“, sagte der Pastor.

Der protestantische Missionar Gideon Para-Mallam steht in engem Kontakt mit den Eltern des entführten Mädchens.

Aufenthaltsort des Mädchens unbekannt

Im Herbst 2018 tauchte ein Video auf, in dem Leah um ihre Freilassung bat; auch konnte sie ihre Eltern nochmals kontaktieren. „Das war das letzte Mal, dass wir direkt von ihr gehört haben.“ Erst wieder im Januar 2020 habe es wieder ein Lebenszeichen von Leah gegeben.

Auch sei unklar, wo das Mädchen festgehalten wird. „Denken Sie daran, dass ihre Entführer erklärten, dass Leah und andere Sklavinnen auf Lebenszeit sein würden. Sie wurden anschließend mit einigen der Befehlshaber verheiratet“, erklärte Para-Mallam.

Berichten, Leah sei mittlerweile zum Islam konvertiert, hielt der Pastor entgegen: „Wäre dies eine freiwillige oder erzwungene Konversion? Vergessen Sie nicht, dass Leah in erster Linie festgehalten wurde, weil sie sich im jungen Alter von 14 Jahren entschied, ihrer christlichen Überzeugung treu zu bleiben. Was für eine Heldin des Glaubens Leah ist!“

Demonstration für Leah und andere entführte Frauen in Nigeria (Foto: Catalyst for Global Peace and Justice).

Zahlreiche Mädchen und Frauen in Nigeria verschleppt

Leider ist Leahs Schicksal kein Einzelfall, erinnerte der Geistliche: „Außer Leah sind noch einige der Chibok-Mädchen unauffindbar.“ Bereits im April 2014 waren in Chibok im Bundesstaat Borno 276 Schülerinnen von Boko-Haram-Kämpfern entführt worden. Ihr Schicksal hatte international Bestürzung ausgelöst. Mittlerweile gelten noch immer rund 100 Mädchen als vermisst. Erst am 17. Februar 2021 waren in Kagara im Bundesstaat Niger im Westen Nigerias 27 Schulkinder verschleppt worden.

„Mir scheint, dass es in Nigeria zu viele rechtsfreie Räume gibt und unsere Integrität als Nation daher gefährdet ist“, fasste Gideon Para-Mallam zusammen und appellierte an die Weltgemeinschaft: „Es geht nicht nur um Leah Sharibu, sondern um unsere gemeinsame Menschlichkeit. Lasst uns über die Grenzen hinweg zusammenkommen und handeln!“

In vielen Teilen Nigerias herrscht blutige Gewalt. Foto: KIRCHE IN NOT

Letztes Jahr hat Afrika zum zweiten Mal in Folge einen traurigen Rekord gebrochen: Es war der Kontinent mit den meisten Morden an Priestern, Ordensleuten und kirchlichen Mitarbeitern. Die Ausmaße der Verfolgung von Christen in Afrika ist so groß, wie der Kontinent selbst. Einer von sechs Christen in Afrika leidet unter Verfolgung. Zusätzlich zur Verschärfung der schweren wirtschaftlichen und sozialen Nöten durch die Coronavirus-Pandemie, werden Christen von extremistischen religiösen Gruppen bedroht, verfolgt und oft getötet.

Die Auswirkungen eines Lebens unter der ständigen Bedrohung durch Terrorismus und Angst sind lähmend. Sie verursachen tiefes seelisches Leid. Tausende von Menschen brauchen Unterstützung, und sie wenden sich an die Kirche, an Ordensschwestern und Priester, um Trost zu finden.

Nigeria leidet unter einer Terrorkampagne.

Tausende Christen in Afrika sind Opfer von religiöser Verfolgung. KIRCHE IN NOT den verfolgten und notleidenden Christen in Afrika. Ihre Hilfe ist wichtig, damit der Glaube in Afrika lebendig bleiben kann. Unterstützen Sie eines unserer Projekte, damit Christen ein besseres Leben haben können. Helfen Sie noch heute mit Ihrer Spende – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Verwendungszweck: Verfolgte Christen in Afrika

Seit 1910 sind Missionsfranziskanerinnen Unserer Lieben Frau in Äthiopien tätig. Heute sind es 76 Schwestern, die in verschiedenen Teilen des Landes in der Gesundheitsfürsorge, in der Erziehung und in der Katechese aktiv.

Zwölf Schwestern leben in dem kürzlich gegründeten Altenheim der Ordensgemeinschaft. Sie sind zwischen 78 und 90 Jahren alt. Ihr ganzes Leben haben sie in sehr armen Gegenden als Krankenschwestern, Apothekerinnen, Lehrerinnen, Katechetinnen gearbeitet oder waren in ihrer Gemeinschaft für die Ausbildung der jungen Schwestern und für die Durchführung von Projekten verantwortlich oder fungierten Verwalterinnen oder Ordensobere.

Unsere Wohltäter haben geholfen, damit die alten, pflegebedürftigen Schwestern nun nach einem langen und aufopferungsvollen Leben selbst die Pflege erfahren, die sie benötigen.

Schwester Margareth, die für das Schwesternaltenheim verantwortlich ist, schreibt uns: “Wir sind sehr stolz auf unsere betagten Schwestern, die dem Herrn und Seinem Volk viele Jahre lang mit ganzem Herzen und ganzer Hingabe gedient haben und die der Kirche weiterhin mit dem, was sie tun können, dienen, insbesondere mit ihren täglichen Gebet.”

Heute sind die betagten Ordensfrauen selbst auf Hilfe angewiesen. Einige sind schwer krank und bettlägerig. Um ihre Pflege verbessern, hatte die Ordensgemeinschaft KIRCHE IN NOT um Hilfe für zwei elektrische Pflegebetten, die am Kopf- und Fußende durch Knopfdruck verstellt werden können, und zwei Rollstühle gebeten.

“Wir sind sehr stolz auf unsere betagten Schwestern, die dem Herrn und Seinem Volk viele Jahre lang mit ganzem Herzen und ganzer Hingabe gedient haben.“
Unsere Wohltäter haben 4.500 Euro gespendet, damit die alten, pflegebedürftigen Schwestern nun nach einem langen und aufopferungsvollen Leben selbst die Pflege erfahren, die sie benötigen. Ein herzliches Vergelt’s Gott allen, die dazu beigetragen haben!

Eine Reihe von Entführungen und Gewalttaten gegen Priester und Ordensleute in Nigeria sind insbesondere für die Katholiken im Land besorgniserregend.

Zum ersten Mal in der Geschichte der katholischen Kirche in Nigeria wurde Ende letzten Jahres ein Bischof – Bischof Moses Chikwe von der Erzdiözese Owerri – von bewaffneten Banditen entführt und mehrere Tage festgehalten. Zuvor, am 15. Dezember, war Pater Valentine Ezeagu, ein Priester der Kongregation Sons of Mary Mother of Mercy (Söhne Mariens, der Mutter der Barmherzigkeit) von unbekannten bewaffneten Männern entführt und 36 Stunden später wieder freigelassen worden. Im November war Pater Matthew Dajo, ein Priester der Erzdiözese Abuja, entführt und nach zehn Tagen Gefangenschaft wieder freigelassen worden. Vor zwei Wochen, am 15. Januar, wurde ein Priester der Diözese Minna, Pater John Gbakaan, entführt und am folgenden Tag getötet.

Beisetzung eines getöteten Priesterseminaristen in Kaduna/Nigeria.

„Eine Krankheit, die sich ausbreitet“

In einem Interview mit KIRCHE IN NOT (ACN) bezeichnet Ignacio Ayau Kaigama, Erzbischof von Abuja, der Hauptstadt Nigerias, die Situation als „eine Krankheit, die sich ausbreitet, ohne dass nennenswerte Anstrengungen unternommen werden, sie aufzuhalten“.

Gegenüber KIRCHE IN NOT erklärt der Erzbischof: „Entführungen gibt es in Nigeria schon seit Langem, aber die Menschen haben geglaubt, Vertretern der Kirche würde das nicht passieren. Wenn es dann doch passiert, ist es eine große Nachricht.“ Kaigama betont, es sei zwar eine sehr traurige Tatsache, dass religiöse Führungspersönlichkeiten des Landes entführt und getötet werden, aber es gebe auch andere Nigerianer, die dasselbe Schicksal erleiden: „Sie sind das, was ich als stille Opfer bezeichnen würde – und davon gibt es viele.“

Über die Täter, die diese Verbrechen verüben, sagt Msgr. Kaigama, dass „Begriffe wie ‚Terroristen‘, ‚Banditen‘, ‚bewaffnete Männer‘ querbeet benutzt werden, um diejenigen zu bezeichnen, die hinter diesen Entführungen stecken, aber man weiß nicht genau, wer sie sind.“

Bischof Ignacio Ayau Kaigama, Erzbischof von Abuja, der Hauptstadt Nigerias.

Die Sicherheitskräfte sich nicht sonderlich bemüht, für Sicherheit zu sorgen.

Der Erzbischof bedauert, dass Hunderte und Tausende Menschen in verschiedenen Teilen des Landes getötet werden, aber nichts Konkretes dagegen unternommen wird.

„Die Tatsache, dass unsere Sicherheitskräfte außerstande sind, diese Täter zu identifizieren, ist beunruhigend und deutet darauf hin, dass sie sich nicht sonderlich bemühen, für Sicherheit zu sorgen“, sagt der Monsignore. „Es geht einfach immer weiter“, kritisiert er, „und wir hören immer wieder dieselbe Geschichte.“

Bischof Kaigama glaubt, dass mehrere Beweggründe hinter diesen Entführungen stehen. Es gibt finanziell motivierte Entführungen, verübt von Kriminellen, die „nur auf das schnelle Geld aus sind, Menschen als Geiseln nehmen und Lösegeld in Höhe von Millionen Naira verlangen.“ Aber es gibt auch religiöse Fundamentalisten, die territoriale Expansion anstreben, „um diejenigen zu besiegen, die sie als Ungläubige betrachten – und Christen sind die Nummer eins auf ihrer Liste. Sie greifen aber auch Muslime an, die sich nicht zu derselben Richtung bekennen wie sie selbst, und töten sie“, sagte er.

„Die Tatsache, dass unsere Sicherheitskräfte außerstande sind, diese Täter zu identifizieren, ist beunruhigend und deutet darauf hin, dass sie sich nicht sonderlich bemühen, für Sicherheit zu sorgen“, sagt der Erzbischof.

„Es ist eine Strategie der Terroristen“

Dem Erzbischof zufolge gibt es auch diejenigen, die einfach religiöse Fanatiker sind: „Sie haben vergessen, was sie wollen, aber sie verdoppeln ihre Bemühungen, zu töten und zu zerstören“, stellt er fest.

Die katholische Kirche in Nigeria zeichnet sich dadurch aus, dass sie präsent ist und Respekt und Anerkennung im Land genießt, „sodass Kriminellen, Banditen oder wie auch immer man sie nennen mag, bewusst ist: Wenn sie sich an einem katholischen Priester oder einer Ordensschwester vergreifen, wird das schnell zu einer Nachricht. Und sie glauben, das zwingt die Regierung, es ernst zu nehmen“, fügt er hinzu.

„Es ist eine Strategie der Terroristen“, erklärt er. „Sie greifen dort an, wo die Auswirkungen am stärksten sind, und das erreichen sie, indem sie katholische Priester und Ordensleute überfallen.“

In Bezug auf die geforderten Lösegeldsummen, mitunter Millionen Naira, erläutert Kaigama die Position der Kirche in dieser Angelegenheit: „Wir, die Bischöfe von Nigeria, haben als Bischofskonferenz einstimmig beschlossen und sehr deutlich gemacht, dass wir keine Lösegelder zahlen. Wenn ein Priester entführt wird, stellt er klar, dass seine Kirche kein Lösegeld zahlen wird.

Gottesdienst in Nigeria.

Nigeria ist für KIRCHE IN NOT ein Schwerpunktland

Ein Lösegeld zu zahlen, würde bedeuten, dass alle zum Verkauf freigegeben und in Gefahr gebracht würden: alle Priester, Ordensschwestern und Mitarbeiter der Kirche, die fortwährend zwischen den Dörfern unterwegs sind, ohne jeglichen Komfort, aber immer bereit, sich für die Liebe Gottes und Sein Volk aufzuopfern. Denn eine Lösegeldzahlung ermuntert zu kriminellen Handlungen und ist eine Einladung an die Entführer, noch mehr Schaden anzurichten“, sagt Kaigama.

Msgr. Kaigama zufolge ist es dringend geboten, dass die nigerianische Regierung etwas gegen diese Situation unternimmt und die Sicherheitsbeamten so ausbildet, dass sie effizienter handeln. „In diesem Stadium und bei all dem Geld, das von Politikern verwaltet wird, würde man erwarten, dass die Regierung mehr in den Kauf hoch entwickelter Ausrüstung zur Verfolgung von Kriminellen investiert“, sagt er. „Leider verdienen die Sicherheitsbeamten sehr wenig und müssen sich mit Kriminellen auseinandersetzen, die über fortschrittlichere Waffen verfügen und sie am Ende besiegen und töten.“

„Menschen werden entführt und jahrelang festgehalten, zum Beispiel die Mädchen in Chibok – darunter Leah Sharibu – und viele andere; und hier sehen wir das als normal an.“

Deshalb sei „ein Sinneswandel“ erforderlich, denn viele Hindernisse müssten überwunden werden, um zu einer dauerhaften Lösung des Problems zu gelangen.

„Wir nutzen das, was wir haben, nicht gut: Selbst, wenn finanzielle Mittel für den Kauf von Sicherheitsausrüstung bereitgestellt werden, geht das Geld im Laufe des Prozesses verloren, und wenn man die Ausrüstung kauft, ist sie defekt. Die Regierung muss die Gelder gut verwenden und für die Sicherheitsbeamten sorgen, die an vorderster Front gegen diese Kriminellen kämpfen. Und wir müssen gemeinsam entschlossener gegen sie vorgehen“, schließt er.

Nigeria ist für KIRCHE IN NOT ein Schwerpunktland. 2019 wurden dort 121 Projekte finanziert, darunter die Ausbildung von Priestern, der Bau von Kirchen und Nothilfe.

Um den notleidenden Christen in Nigeria weiterhin helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

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Verwendungszweck: Nigeria

Die „Handmaids of the Holy Child Jesus“ („Mägde des heiligen Jesuskindes“) sind eine in Nigeria gegründete Kongregation. Sie sind in der Krankenpflege und in der Erziehung tätig, kümmern sich um Arme und Benachteiligte, dabei besonders um Frauen und Mädchen, und leisten verschiedene andere soziale und pastorale Arbeit.
Mit ihrer 25 Jahre alten und bereits defekten Hostienbackmaschine konnten die Schwestern höchstens 15 Prozent der Nachfrage decken.
Besonders in Ghana erfreut die Kongregation sich zahlreicher Berufungen, so dass 1983 in der Diözese Sunyani ein Noviziatshaus gegründet wurde. Dort werden die jungen Schwestern ausgebildet, die noch keine Gelübde abgelegt haben. Diese jungen Frauen sollen eine möglichst gute Ausbildung erlangen, aber angesichts der schlechten wirtschaftlichen Lage ist es für eine noch junge einheimische Kongregation nicht leicht, die materiellen Mittel dafür aufzubringen. Um die Kosten der Ausbildung decken, backen die Schwestern Hostien für viele Diözesen des Landes. Zugleich ist dies auch ein Dienst an der Kirche und Teil ihres Apostolates, denn ohne Hostien gibt es keine Eucharistie.
Die Schwestern können nun ihre Produktion bedeutend steigern. Dies bedeutet zugleich, dass die Ausbildung der jungen Schwestern verbessert werden kann, da mehr finanzielle Mittel vorhanden sind.

Die Nachfrage ist hoch, denn die Zahl der Katholiken nimmt zu, und viele besuchen auch wochentags die Heilige Messe. Eigentlich würden jeden Monat 1,5 Millionen Laienhostien und 15.000 Priesterhostien benötigt. Mit ihrer 25 Jahre alten und bereits defekten Maschine konnten die Schwestern aber höchsten 15 Prozent der Nachfrage decken, da die Herstellung des Teiges, der Backvorgang und das Schneiden der Hostien mühsam und langsam vonstatten ging. Zudem wurde die Arbeit inzwischen gefährlich, da durch beschädigte Stromkabel stets die Gefahr eines Stromschlags bestand.

Die Schwestern haben uns daher um Hilfe gebeten, und unsere Wohltäter haben sie nicht im Stich gelassen: 21.000 Euro wurden gespendet, so dass die Schwestern nun ihre Produktion bedeutend steigern konnten. Dies bedeutet zugleich, dass die Ausbildung der jungen Schwestern verbessert werden kann, da mehr finanzielle Mittel vorhanden sind. Schwester Christina, die Novizenmeisterin, dankt allen Wohltätern von Herzen und schreibt: „Wir bitten Gott darum, Sie zu segnen!“

KIRCHE IN NOT hat für Ende April 2021 eine Neuauflage der Studie „Religionsfreiheit weltweit“ angekündigt. „Seit dem vergangenen Bericht hat sich die Lage hinsichtlich der Religionsfreiheit weltweit verschlechtert. Viel Diskriminierung und Verfolgung wird von der Weltöffentlichkeit nicht beachtet“, erklärte der Geschäftsführende Präsident von KIRCHE IN NOT, Dr. Thomas Heine-Geldern. Corona und die Folgen hätten das Menschenrecht auf Religionsfreiheit noch weiter geschwächt. Vielerorts habe die Pandemie die soziale Ausgrenzung von religiösen Minderheiten vergrößert, zum Beispiel in Pakistan oder Indien. „Es war für sie dort zum Teil unmöglich, über die staatlichen Kanäle Hilfe zu bekommen.“
Beisetzung eines getöteten Priesterseminaristen im Januar 2020 in Kaduna/Nigeria.

Islamismus im Nahen Osten und Afrika, Nationalismus und Diktaturen in Asien

Im Nahen Osten fühlten sich Christen und andere religiöse Minderheiten nach wie vor unsicher. Dschihadistische Terrorgruppen wie der „Islamische Staat“ hätten zudem ihr Unwesen vom Nahen Osten auf zahlreiche Regionen Afrika verlagert, das zu einem „Kontinent der Märtyrer“ geworden sei, erklärte Heine-Geldern. Vor allem in den Ländern der Sahelzone seien „religiöser Extremismus und radikale gewalttätige Islamisten auf dem Vormarsch und zerstören das bislang friedliche Zusammenleben zwischen Christen und Muslimen, um Ressourcen und Macht zu erlangen“.

Während in Afrika und im Nahen Osten der Dschihadismus die Hauptursache der Verfolgung sei, machten im asiatischen Raum nationalistische Bewegungen und autoritäre Regierungen religiösen Minderheiten das Leben schwer. „Das Christentum wird in einigen asiatischen Ländern als ein schädlicher Einfluss betrachtet, der die Vorherrschaft der führenden Partei oder die vermeintliche religiöse Geschlossenheit der Nation bedroht“, sagte Heine-Geldern.

Christen im Irak. © Manweel Banna/Kirche in Not

Christen in Europa sind säkularen und islamistischen Angriffen ausgesetzt

Doch auch in Ländern ohne öffentliche Verfolgung nähmen Ressentiments gegenüber Gläubigen zu. Das sei mittlerweile auch in Europa der Fall, und das wolle der neue Bericht „Religionsfreiheit weltweit“ herausarbeiten, erklärte Heine-Geldern. Christen seien einem Angriff von zwei Fronten ausgesetzt: „Die eine will die christlichen Wurzeln zerstören und eine rein individualistische Gesellschaft ohne Gott schaffen. Und die andere versucht, Menschen zu radikalisieren und mit Gewalt ein fundamentalistisches islamistisches System durchzusetzen.“

Die Dokumentation „Religionsfreiheit weltweit“ beleuchtet die Lage dieses Menschenrechts in 196 Ländern der Welt und für alle religiösen Gruppen, listet Verstöße gegen die Religionsfreiheit auf und dokumentiert aktuelle Entwicklungen. Der Bericht wird von unabhängigen Experten und Journalisten erstellt und erscheint alle zwei Jahre. Die ursprünglich geplante Veröffentlichung im Herbst 2020 musste coronabedingt verschoben werden. Nun wird der Bericht Ende April 2021 der Öffentlichkeit vorgestellt – zuerst in Rom. Weitere Informationen: www.religionsfreiheit-weltweit.at

Trotz der jüngsten gewalttätigen Übergriffe auf christliche Gemeinden in Nigeria an Weihnachten sieht Bischof Oliver Dashe Doeme aus Maiduguri die islamistische Gewalt zum Scheitern verurteilt.

„Boko Haram wird uns niemals unseren Glauben nehmen. Vergangenes Jahr hatten wir in meiner Diözese mehr Katholiken als vor Beginn der islamistischen Anschläge. Über 200 Kirchen wurden niedergebrannt, ebenso einige kirchliche Schulen. Aber wir werden nicht untergehen“, erklärte Dashe Doeme im Gespräch mit KIRCHE IN NOT.

Nigeria, dicoese of Maiduguri 2015
“BOKO HARAM: They may destroy our structures but not our faith. Our Faith is active and alive.....in persecution we are purified.” This was the statement on the lips of the bishop, Most Rev.Oliver Dashe Doeme and the internally displaced persons who had just returned to their communities.The Chief shepherd of the diocese took what he calls a consolation tour to some of the communities that have been recaptured by our prayers and the gallant effort of the joint task force of Niger, Chad and Cameroon, with the Nigerian military.
The bishop and priests encouraged the returnees in the Mass of Reconciliation and Reparation to remain steadfast despite the calamities that have befallen them. They must learn to forgive as Christ himself present in the Most Holy Sacrament had already forgiven the radical elements for their sacrileges, profanation and hate. The priests and bishop were in the confessional for over three hours in some communities visited.
Here: Bishop Oliver Dashe Doeme inspecting a burnt church in Bahuli community in Catholic diocese of Maiduguri
Auch in seinem Bistum Maiduguri ist Bischof Oliver Dashe Doeme mit der Gewalt durch Boko Haram konfrontiert, beispielsweise 2015 in der Gemeinde Bahuli, wo eine Kirche niedergebrannt wurde (Foto).

Trotz Terror wachsen die christlichen Gemeinden

Wie internationale Medien berichteten, wurde das Dorf Pemi im Nordosten Nigerias, das zum Bundestaat Borno gehört, am Heiligabend von bewaffneten Angreifern überfallen. Dabei wurden mindestens elf Personen getötet und das Gotteshaus der evangelikalen „Church of Brethren“ niedergebrannt.

Wenig später traf es dann die Gemeinde in Garkida im benachbarten Bundesstaat Adamawa. Auch dort wurden lokalen Sicherheitsbehörden zufolge acht Menschen getötet. Pemi liegt unweit des Ortes Chibok, wo 2014 über 270 mehrheitlich christliche Schülerinnen entführt worden waren.

Er lasse sich von den jüngsten Überfällen nicht entmutigen, erklärte Bischof Dashe Doeme gegenüber KIRCHE IN NOT. Er stelle vielmehr eine Gegenbewegung fest: „Unser Glaube wird immer stärker und stärker. In einer Gemeinde in meinem Bistum Maiduguri wurden an Heiligabend 100 Menschen getauft. So lange das Reich Gottes besteht, werden es keine bösen menschlichen Gewalten überwinden. Gott wird Boko Haram zu seiner Zeit zerschlagen.“

Bischof Oliver Dashe Doeme vor der Baustelle des Wiederaufbaus der St.-Patrick-Kathedrale in Maiduguri. Sie wurde 2011 bei einem Angriff von Boko-Haram-Anhängern stark beschädigt.

Rund 12 000 Christen seit 2015 getötet

Nach Angaben der nigerianischen Organisation „International Society for Civil Liberties an the Rule of Law“ wurden seit Juni 2015 an die 12 000 Christen in Nigeria getötet.

Auch an Weihnachten wurden bereits in der Vergangenheit wiederholt Christen ermordet: 2019 enthaupteten Angehörige der Terrorgruppe ISWAP (Islamic State West African Province, Islamischer Staat von Westafrika) am ersten Weihnachtstag zehn Christen. Auf das Konto von Boko Haram ging ein Überfall auf ein überwiegend von Christen bewohntes Dorf mit sieben Todesopfern am selben Tag.

„Die Angriffe sollen die Gemeinden verängstigen“, erklärte Dashe Doeme. Die Schwierigkeiten der nigerianischen Regierung, die islamistischen Einheiten zu bekämpfen, führt der Bischof auch auf Indiskretionen in den Sicherheitsbehörden zurück: „Es gibt Saboteure, die Informationen an Boko Haram weitergeben.“

Dashe Doeme dankte für alle Unterstützung in dieser schweren Zeit: „Unsere größte Unterstützung kommt von KIRCHE IN NOT. Ohne das Hilfswerk würde meine Diözese zusammenbrechen. Wir werden weiterhin für die Wohltäter beten und sie in Ehren halten.“

Eine von Boko Haram zerstörte Kirche in Nigeria.
Eine von Boko Haram zerstörte Kirche in Nigeria.
Um den notleidenden Christen in Nigeria weiterhin helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
BIC: GIBAATWWXXX
Verwendungszweck: Nigeria

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