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Die DIözese Kribi liegt im Süden Kameruns am Golf von Guinea. Sie erstreckt sich über etwas mehr als 11.000 Quadratkilometer. Von den 250.000 Einwohnern ist rund die Hälfte katholisch.

28 Ordensfrauen aus acht verschiedenen Ordensgemeinschaften kümmern sich um Menschen, die Hilfe benötigen, insbesondere um Kinder, junge Mädchen, Mütter, kranke und alte Menschen, Straßenkinder und die Ureinwohner in den Urwäldern, die früher als „Pygmäen“ bekannt waren und unter besonders prekären Bedingungen leben. Außerdem sind die Schwestern in den Pfarreien in der Katechese tätig und bereiten die Menschen auf den Empfang der Sakramente vor.

Die Nöte der Menschen in Kamerun sind größer geworden, und die Zahl der Hilfesuchenden ist gestiegen, aber die Schwestern haben noch weniger Mittel als vorher.
Die Schwestern erhalten für ihren wertvollen und unermüdlichen Dienst keine Vergütung. Zwar erhalten sie eine geringe Unterstützung von der Diözese, aber die Pandemie und die allgemeine wirtschaftliche Krise haben die Ortskirche an ihre Grenzen gebracht. Die Nöte der Menschen sind jedoch größer geworden, und die Zahl der Hilfesuchenden ist gestiegen, aber die Schwestern haben noch weniger Mittel als vorher.
Dank der Unterstützung unserer Wohltäter konnten wir für die Deckung ihres dringendsten Grundbedarfs und ihre Krankenversicherung Hilfe beisteuern. Die Ordensfrauen aus der Diözese Kribi danken allen, die ihnen geholfen haben!

Bischof Damase Zinga Atangana hatte uns daher um Hilfe für die 28 Ordensfrauen gebeten, und dank der Hilfe unserer Wohltäter konnten wir 14.000 Euro für die Deckung ihres dringendsten Grundbedarfs und ihre Krankenversicherung beisteuern.

Die Ordensfrauen aus der Diözese Kribi danken allen, die ihnen geholfen haben!

In Burkina Faso sind der Katechet Edouard Yougbare und eine nicht genannte Zahl weiterer Christen entführt und getötet worden. Dies berichten Projektpartner von KIRCHE IN NOT. Die Taten ereigneten sich am Donnerstag und Freitag vergangener Woche im Dorf Saatenga nahe der Provinzhauptstadt Fada N’Gourma im Osten Burkina Fasos. Laut den lokalen Berichten wurden die Christen von bislang unbekannten Tätern entführt und Tags darauf tot aufgefunden.

„Wir sind sehr traurig über diese erneute Gewalttat“, erklärte Maria Lozano, Leiterin der Kommunikationsabteilung der internationalen Zentrale von KIRCHE IN NOT mit Sitz in Königstein im Taunus. „Gerade die Katecheten in Burkina Faso stehen an vorderster Front und riskieren ihr Leben für die ihnen anvertrauten Menschen.“

Erst im Februar sei in der Diözese Dori ein Katechet getötet worden, als er am Sonntag einen Wortgottesdienst leitete. „Wir rufen zum Gebet und zur Hilfe für die betroffenen Familien, die von den jüngsten Ereignissen und dem anhaltenden Terror in Burkina Faso betroffen sind“, sagte Lozano.

Helfen Sie den verfolgten Christen in Burkina Faso mit Ihrer Spende:

Anhaltender Terror trifft zunehmend Christen

Das westafrikanische Land Burkina Faso ist seit Ende 2015 Hauptschauplatz des dschihadistischen Terrors in der Sahel-Region. Bei Anschlägen von Gruppen, die al-Qaida und der Terrorgruppe „Islamischer Staat“ nahestehen, wurden im Norden und Osten des Landes zahlreiche Zivilisten und Soldaten getötet. UN-Angaben zufolge sind mehr als zwei Millionen Menschen auf der Flucht. Seit etwa vier Jahren kommt es lokalen Beobachtern zufolge auch vermehrt zu gezielten Attacken auf Christen, die etwa ein Viertel der Bevölkerung Burkina Fasos ausmachen.

Katecheten kommt in Burkina Faso und in anderen Ländern der Sahel-Region eine herausragende Rolle zu: Aufgrund der weitläufigen Gebiete und schlechter Straßenverhältnisse können Priester alle Orte ihrer Pfarrei nicht regelmäßig besuchen. Deshalb liegt die seelsorgliche Betreuung sowie die karitative Gemeindearbeit in den Händen der Gemeindehelfer.

Um den verfolgten und bedrohten Christen in Burkina Faso helfen zu können, bittet „Kirche in Not“ um Spenden – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Burkina Faso

In einer von KIRCHE IN NOT organisierten Pressekonferenz hat Justin Kientega, Bischof der Diözese Ouahigouya in Burkina Faso, über die aktuelle Situation in seiner Heimat berichtet. Seit 2015 wird das westafrikanische Land von Aktivitäten terroristischer Gruppen erschüttert, die der Bevölkerung eine radikale Form des Islams aufzwingen wollen. Jüngstes Beispiel ist der Anschlag am vergangenen Sonntag (25. Februar) im Bistum Dori im Norden des Landes, als Terroristen einen Gottesdienst überfielen und 12 Menschen töteten, darunter ein vierjähriges Kind und eine Vierzehnjährige.

„Die Terroristen kommen mit dem Motorrad in die Dörfer, versammeln die Menschen und sagen ihnen, dass sie nicht in die Schule gehen und den Behörden nicht gehorchen sollen. Sie weisen die Männer an, sich einen Bart wachsen zu lassen und die Frauen, den muslimischen Schleier zu tragen. Manchmal nehmen sie eine Person und töten sie vor aller Augen“, schilderte Bischof Kientega das typische Vorgehen der Terroristen.

In seinem Bistum leben 1,2 Millionen Menschen, davon rund 200 000 Christen, mehrheitlich Katholiken. Landesweit sind laut Studie „Religionsfreiheit weltweit 2023“ von KIRCHE IN NOT rund 55 Prozent der Einwohner Muslime, 23 Prozent Christen.

Die Christen seien oft mit härteren Strafen und Anweisungen konfrontiert.  „In einigen Dörfern erlauben sie [die Terroristen] den Menschen zu beten, verbieten aber den Katechismus; in anderen Orten sagen sie den Christen, dass sie sich nicht in der Kirche versammeln dürfen, um zu beten“, sagte Bischof. „In meiner Diözese sind zwei Pfarreien geschlossen, weil die Priester gehen mussten, und zwei weitere sind abgeriegelt, niemand kann hinein oder heraus,“ sagte der Bischof.

Binnenflüchtlinge in Burkina Faso. © Kirche in Not

Humanitäre Katastrophe

Die anhaltende Verfolgung hätte in der Zwischenzeit auch zu einer humanitären Katastrophe geführt. Viele Menschen verließen ihre Dörfer und suchten Schutz in den Städten, weil dort die Präsenz der Armee und der Polizei größer sei. „In allen Städten tun die Christen ihr Bestes, um diesen Menschen zu helfen. In vielen Pfarren werden sie willkommen geheißen, und man versucht, Lebensmittel für sie zu organisieren.“ Bischof Kientega dankte in der Pressekonferenz ausdrücklich für die Hilfe durch den Staat. „Die Regierung tut wirklich ihr Bestes. Sie organisiert Konvois, um Lebensmittel in die abgeriegelten Dörfer zu bringen. Auch die Armee tut ihr Bestes, um den Menschen zu helfen.“ KIRCHE IN NOT fördert ebenfalls Projekte in Burkina Faso, um die Menschen mit dem Notwendigsten zu versorgen.

Dennoch breitet sich seit einigen Jahren der Terrorismus im Land aus. Burkina Faso war lange bekannt für den gegenseitigen Respekt zwischen den verschiedenen Gemeinschaften im Land. Bischof Kientega fragt sich, woher die Terroristen die Waffen hätten, obwohl es im Land keine Waffenfabrik gebe. „Wir fragen uns: Wie konnte das passieren? Wer unterstützt sie? Wer finanziert sie? Einige von ihnen stammen aus Burkina Faso, sie sind unsere Brüder. Warum entführen und töten sie Menschen? Warum stehlen sie Waren und Tiere und brennen Dörfer nieder?“ Bischof Kientega erklärt, dass in vielen Fällen arbeitslose Jugendliche mit dem Versprechen auf Arbeit von terroristischen Organisationen angelockt werden. Doch es bleibe ihm ein Rätsel, wer diese Gruppen im Einzelnen finanziert und mit Waffen versorgt.

Trotz der Schwierigkeiten und der Verfolgung, mit denen die christliche Minderheit konfrontiert ist, betont Bischof Kientega, dass keiner von ihnen den Forderungen der Terroristen, den Islam anzunehmen, nachgebe. „In dieser Situation akzeptieren einige Christen den Tod. Viele weigerten sich, die Kreuze, die sie tragen, abzulegen. Die Christen suchen immer wieder andere Wege, um ihren Glauben zu leben und zu beten.“

Gläubige aus Burkina Faso beten unter freiem Himmel. © Kirche in Not

Christen bleiben trotz Bedrohung ihrem Glauben treu

Die Arbeit der Kirche werde im Land gewürdigt. Sie betreibt viele Schulen, auch wenn bereits einige von ihnen von den Terroristen geschlossen wurden. Bischof Kientega erinnert sich an eine Begegnung mit einem Vorsteher eines Dorfes, der der traditionellen Religion angehörte. Die Bewohner seien froh, dass der Pfarrer geblieben sei, denn er sei eine Quelle der Kraft für sie. „Alle Hilfe, die der Pfarrer erhalte, teile er mit allen, Christen, Muslimen und Gläubigen traditioneller Religionen. Er sagte, dass sie sehen, dass der Pfarrer die Menschlichkeit wertschätze und keinen Unterschied mache.“

Der Bischof weiter: „Wir wissen, dass der Papst uns nahe ist, und spüren die Präsenz der Weltkirche. Aber die Hauptsache ist – und das ist sehr wichtig –, dass dafür gebetet wird, dass der Herr die Herzen dieser Terroristen berührt. Wir beten jeden Tag für ihre Bekehrung.“

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Fast 30 Christen sind innerhalb weniger Tage bei Vorfällen in Burkina Faso, Haiti und Äthiopien getötet oder entführt worden.

Wie KIRCHE IN NOT mit Berufung auf die Diözese Dori in Burkina Faso berichtet, starben allein dort bei einem Angriff auf einen katholischen Gottesdienst am vergangenen Sonntag 15 Menschen. Zwölf Opfer seien sofort tot gewesen, drei weitere Personen an ihren schweren Verletzungen gestorben. In einer ersten Stellungnahme bittet die Diözese Dori um das Gebet für die Opfer und ihre Familien. „Mögen unsere Bemühungen der Buße und des Gebets in dieser gesegneten Fastenzeit unserem Land, Burkina Faso, Frieden und Sicherheit bringen“, schreibt die Diözese.

In dem westafrikanischen Land sowie in anderen Ländern der Sahel-Region wie Mali, Tschad, Niger und Nigeria breitet sich der islamistische Terrorismus aus. Dabei sind besonders Christen wiederholt Ziel von Angriffen. In einigen Regionen ist kein normales kirchliches Leben mehr möglich. Knapp ein Viertel der Einwohner Burkina Fasos bekennen sich zum Christentum.

Särge mit den Opfern des Angriffes auf eine Kirche in Burkina Faso.
Beisetzung von Opfern eines Angriffes auf eine Kirche in Burkina Faso (Archivbild).

Gewalt und Kriminalität in Haiti

Wie das Hilfswerk weiter berichtet, sind am Freitag, 23. Februar, in der haitianischen Hauptstadt Port-au-Prince bei zwei Übergriffen sechs Ordensleute und ein Priester entführt worden. Die Mitglieder der Kongregation „Brüder vom Heiligsten Herzen Jesu“ waren gerade auf dem Weg zu einer Schule, die von ihrem Orden geleitet wird. Ein Lehrer, der sie begleitete, wurde ebenfalls gekidnappt. Die Schule des Ordens bleibt vorerst geschlossen. Nur wenige Stunden später wurde ein Priester nach der Feier der heiligen Messe entführt, aber noch am selben Tag freigelassen.

Haiti erlebt seit einigen Jahren eine Zeit des Chaos und der Kriminalität – „in politischer ebenso wie in wirtschaftlicher und gesellschaftlicher Hinsicht. Staatliche Strukturen wie das Parlament, die Justiz und öffentliche Verwaltung sind zusammengebrochen“, heißt es im Länderbericht über Haiti, der in der Studie „Religionsfreiheit weltweit“ von KIRCHE IN NOT 2023 veröffentlicht worden ist. Erst vor wenigen Wochen wurden sechs Ordensfrauen entführt, die wenige Tage später wieder freigelassen wurden.

Belebter Markt auf Haiti.

Entführung und Tötung von Mönchen

Aus Äthiopien erreichte KIRCHE IN NOT die Nachricht, dass vier Mönche von bewaffneten Männern entführt und getötet wurden. Sie lebten in einem äthiopisch-orthodoxen Kloster in Zequala, etwa 50 Kilometer von der Hauptstadt Addis Abeba entfernt. Der Vorfall ereignete sich bereits in der vergangenen Woche. Der Angriff auf das Kloster erfolgte im Zusammenhang eines gewalttätigen Kampfes zwischen bewaffneten ethnischen Gruppen und der Zentralregierung Äthiopiens. „Kirche in Not“ sei jedoch nicht in der Lage, unabhängig zu überprüfen, welcher der verschiedenen am Konflikt beteiligten Akteure direkt für die Morde verantwortlich waren, heißt es in der Mitteilung des Hilfswerks.

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Missionare, Priester und Ordensschwestern sind gezwungen, nach Pemba oder in andere größere Städte zu fliehen, die mit dem Zustrom der Flüchtlinge überfordert sind.

Nach Informationen von Missionaren vor Ort gegenüber dem Hilfswerk KIRCHE IN NOT (ACN) wird die Provinz Cabo Delgado im Norden Mosambiks weiterhin von bewaffneten Aufständischen erschüttert, die zeitgleiche Angriffe verüben.

Die Aufstände im Norden Mosambiks begannen 2017, haben jedoch seit Anfang 2024 wieder zugenommen. Allein in den letzten Tagen gab es mehrere weitere Überfälle auf Städte und Dörfer, Menschen wurden getötet oder entführt.

Die Terroristen haben Häuser und Kirchen in mehreren Dörfern zerstört.

Überfälle haben seit Anfang 2024 wieder zugenommen

Am 9. Februar griffen die Terroristen, die sich zum Islamischen Staat bekennen, drei Gemeinden in der Gegend von Mazeze an, 100 Kilometer südlich von Pemba, der Hauptstadt von Cabo Delgado. „Kirchen wurden niedergebrannt, ebenso wie die Häuser der Bevölkerung“, sagt ein örtlicher Missionar, der aus Sicherheitsgründen nicht namentlich genannt werden möchte. Die Anschläge sowie Gerüchte über weitere terroristische Aktivitäten in den Nachbarregionen hätten zur Vertreibung von Hunderten von Menschen geführt, die weite Strecken durch den Busch zurückgelegt hätten, um in Pemba oder in der nächstgelegenen Stadt Chiúre Zuflucht zu finden, welche allmählich unter den Auswirkungen der Überbevölkerung litten, erklärt er.

Eine Missionarin, die ebenfalls nicht namentlich genannt werden möchte, bestätigt, die Terroristen hätten Häuser und Kirchen in mehreren Dörfern zerstört und sich nun „über die südlichen und zentralen Bezirke“ von Cabo Delgado verteilt, obwohl „das endgültige Ziel der Bewegungen oder Angriffe noch nicht klar“ sei.

Flüchtlinge auf einem Lastwagen in Cabo Delgado.

Viele Missionare sind vertrieben worden

„Auch viele Missionare sind vertrieben worden“, erzählt ein lokaler Priester gegenüber KIRCHE IN NOT, „der Priester einer der Gemeinden ist nach Pemba, Sitz der Diözese, gezogen, ebenso wie die Ordensschwestern, die in der Nähe wohnten. Andere Missionare folgen diesem Beispiel, um sich selbst, aber auch die Bevölkerung zu schützen“, bestätigt er. Selbst zu gehen ist oft das Beste, um die Menschen zu schützen, denn wenn die Priester oder Schwestern in den Dörfern blieben, fühlen sich die Menschen oft sicher und bleiben bei ihnen.

Seit 2017 gab es verschiedene Phasen von Angriffen, mit Attacken auf militärische oder staatliche Strukturen sowie auf Dörfer und zivile Gemeinden. Jeder in Cabo Delgado – Christen als auch Muslime – wird zum Ziel des Terrors. In den letzten Jahren gab es jedoch Fälle von Angriffen auf spezifisch christliche Ziele und Gemeinden, darunter Fälle, in denen die Dschihadisten Christen von Muslimen trennten und erstere hinrichteten.

Verteilung von Hilfsgütern an die Opfer der Angriffe.

Aufstände haben bereits über 5 000 Todesopfer gefordert

Die Aufstände in Mosambik haben bereits mehr als fünftausend Todesopfer gefordert und zur Vertreibung von über einer Million Menschen geführt, obwohl die aktuellen Zahlen wahrscheinlich deutlich höher liegen.

Die katholische Kirche engagiert sich intensiv für die Vertriebenen im Norden Mosambiks und für eine friedliche Lösung des Konflikts, wobei sie sowohl die Terroristen als auch die harte Reaktion der Regierung kritisiert hat.

Mosambik, insbesondere die Region Cabo Delgado, ist für „Kirche in Not“ ein Schwerpunktland auf dem afrikanischen Kontinent. Das Hilfswerk hat mehrere Projekte für seelsorgerische und psychosoziale Hilfe für die Opfer des Terrorismus unterstützt, aber auch die Lieferung von Material für den Bau von Gemeindezentren sowie die Anschaffung von Fahrzeugen für die Missionare, die mit den Umsiedlungseinrichtungen zusammenarbeiten, die Familien auf der Flucht vor Gewalt aufnehmen.

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Die “Kleinen Schwestern des heiligen Franziskus“ sind eine einheimische Kongregation, die 1923 von der irischen Franziskanerin Mary Kevin Kearney gegründet wurde, die 1902 nach Uganda kam.  Sie begann damals mit fünf weiteren Schwestern, zunächst im Schatten eines Baumes Kranke zu behandeln und den Menschen Unterricht in Lesen und Schreiben und in Hygiene zu erteilen. Außerdem unterwies sie sie im Glauben. Im Laufe der Zeit richteten sie und ihre Mitschwestern Waisen- und Krankenhäuser, Schulen, Geburtsstationen und vieles mehr ein. Sie gründete eine einheimische Kongregation, weil mehr Schwestern gebraucht wurden, um den zahlreichen Nöten zu begegnen.

Die Kongregation ist heute nicht nur in Uganda, sondern auch in Kenia, Tansania und den USA vertreten. Die “Kleinen Schwestern des heiligen Franziskus“ betreuen Straßenkinder, Waisen sowie alte und behinderte Menschen. Sie sind in der Gefängnisseelsorge und in der Krankenpflege tätig, unterrichten in Schulen, halten Katechesen in Pfarren und stehen Familien beratend zur Seite.

Bislang war es schwierig, die jungen Schwestern an ihre Einsatzorte zu bringen. So waren die Einsatzmöglichkeiten beschränkt. Mit dem neuen Kleinbus hat sich das, dank unserer Wohltäter, geändert.

Inzwischen hat die Kongregation 801 Mitglieder und erfreut sich zahlreicher Berufungen. In ihrem Ausbildungshaus in Pallisa im Osten Ugandas bereiten sich jährlich 60-70 junge Frauen darauf vor, ihr ganzes Leben lang Gott und den Menschen zu dienen. Bereits im Rahmen ihrer Ausbildung sind sie in Krankenhäusern, Gefängnissen und Schulen tätig und besuchen Familien, in denen es Probleme wie beispielsweise häusliche Gewalt gibt.

Bislang war es schwierig, die jungen Schwestern an ihre Einsatzorte zu bringen. So waren die Einsatzmöglichkeiten beschränkt. Aber dank Eurer Hilfe sind 20.000 Euro zusammengekommen, so dass die Schwestern nun einen Kleinbus anschaffen konnten. Dadurch konnte die Zahl der wöchentlichen Besuche auf 50 gesteigert werden, so dass die geleistete Hilfe und die Evangelisierungsarbeit wesentlich intensiver geworden ist und auch weiter entfernt gelegene Orte erreicht werden können. Allen, die geholfen haben, ein herzliches „Vergelt’s Gott!“

Fast 200 Christen wurden zwischen dem 23. und 26. Dezember bei einem koordinierten und gezielten Angriff auf 26 christliche Gemeinden im Bundesstaat Plateau in Zentralnigeria von Fulani-Milizionären getötet.

Wie der Leiter der Kommunikationsabteilung der Diözese Pankshin, Pater Andrew Dewan, gegenüber KIRCHE IN NOT (ACN) bestätigte, richteten sich die Angriffe speziell gegen Christen: „Ich wohne in derselben Gemeinde und kann bestätigen, dass die Opfer in den Gebieten, in denen sie sich ereignet haben, mit wenigen Ausnahmen zu 100 % Christen sind“, so Dewan.

Die Angriffe begannen in der Nacht zum 23. Dezember in der ländlichen Gemeinde Mushu, wo etwa 18 Menschen getötet und mehrere verletzt wurden. Gerade als die Menschen versuchten, die Geschehnisse in Mushu zu verarbeiten, wurde das Dorf Tudun Mazat angegriffen. Die Angreifer stürmten die Gemeinde am Abend, als die meisten Menschen gerade zu Abend aßen oder Freunde besuchten. Bevor die Menschen Alarm schlagen konnten, waren die Banditen bereits über sie hergefallen. Menschen wurden sofort erschossen, Häuser und geernteter Mais wurden in Brand gesteckt, auch Kirchen und Kliniken wurden niedergebrannt.

Aufgebahrte Särge in der Diözese Pankshin nach dem Weihnachtsmassaker. © KIRCHE IN NOT

Attacken haben auch religiöse Gründe

„Ich war an jenem Morgen zur Weihnachtsmesse für die katholische Gemeinde gegangen. Von Tudun Mazat aus fielen Fulani-Terroristen über Maiyanga her und töteten 13 Menschen. Etwa 20 weitere Gemeinden wurden in dieser Nacht angegriffen“, sagt Pater Andrew. Alles deute darauf hin, dass Milizionäre der muslimischen Volksgruppe der Fulani-Hirten für dieses Massaker an Christen verantwortlich sind. „In Gemeinden, in denen Christen Seite an Seite mit Fulani leben, waren keine Fulani betroffen, und es wurden keine Fulani-Häuser niedergebrannt. Überlebende Zeugen haben keinen Zweifel, dass die Angreifer Fulani waren“, so Pater Andrew.

Die nomadischen muslimischen Fulani-Hirten stammen aus der Sahel-Region, die einst bewohnbar war und Weideland für Viehhirten bot, heute aber eine Wüste ist. Das habe sie veranlasst, nach Süden zu ziehen, um grünere Weiden zu finden. In diesem Teil des nigerianischen „Zentralgürtels“ fänden diese Angriffe der Fulani-Hirten statt, um neues Weideland zu erhalten und so die sesshafte christliche Bevölkerung zu vertreiben. Für den Sprecher der Diözese Pankshin zeigt dieser jüngste Angriff, dass es sich auch um einen religiösen Konflikt handelt. „Die Tatsache, dass es an Weihnachten geschah und dass die Christen in einer gemischten Gemeinschaft, in der Muslime nicht angegriffen werden, gezielt attackiert wurden, weist eindeutig auf einen religiösen Konflikt hin. Das Ziel war es, den Christen ein Maximum an Schmerz und Zerstörung zuzufügen.“

Pater Andrew prangerte die Passivität der Sicherheitskräfte bei der Verhinderung der Tragödie an, obwohl es seit Tagen Gerüchte gab, dass die Fulani einen Angriff in diesen Dörfern planten. „Das hätte die Sicherheitskräfte in Alarmbereitschaft versetzen müssen, aber wie üblich wurden sie überrumpelt. Wir sind an einem Punkt angelangt, an dem der Drang der Menschen, das Gesetz in die eigenen Hände zu nehmen, sehr stark ist“, warnte er.

Pater Andrew Dewan besichtigt Gebäudeschäden. © KIRCHE IN NOT

- Regina Lynch, Internationale Präsidentin von KIRCHE IN NOT

KIRCHE IN NOT fordert Maßnahmen der Regierung

Die geschäftsführende Präsidentin von KIRCHE IN NOT International, Regina Lynch, bedauert diese neue Welle der Gewalt gegen Christen in Nigeria: „Dieses Jahr begann mit der brutalen Ermordung von Pater Isaac Achi am 15. Jänner und endet nun mit der sinnlosen Tötung von mehr als 170 Christen. Viele andere haben im Laufe des Jahres ihr Leben durch Gewalt verloren. Wir fordern die Regierung auf, sich endlich mit diesem Problem zu befassen und für die Sicherheit ihrer Bürger zu sorgen. Wir bitten unsere Freunde und Wohltäter dringend, weiterhin für Nigeria zu beten. KIRCHE IN NOT wird alles tun, um weiterhin in jeder erdenklichen Weise zu helfen. Unsere christlichen Brüder und Schwestern in Nigeria und anderen Ländern der Welt sind die ‚heiligen Unschuldigen‘ des 21. Jahrhunderts. Wir sind zuversichtlich, dass ihr Blut, das sie als Nachfolger Jesu vergießen, die Saat für neue Christen sein wird“.

KIRCHE IN NOT (ACN) werde weiterhin verfolgte Christen in Nigeria unterstützen, wo die Christen neben den schrecklichen Konflikten, die von den Fulani verursacht werden, auch unter den Angriffen der Boko Haram-Terroristen und des Islamischen Staates von Westafrika im Norden des Landes leiden.

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Terroristen haben die christliche Bevölkerung von Débé in Burkina Faso gezwungen, ihr Dorf zu verlassen. Zuvor haben sie zwei Pfadfinder in der Dorfkirche erschossen, die sich ihren Befehlen widersetzt hatten. Dies berichtet Bischof Prosper B. Ky bei einem Besuch am internationalen Sitz des päpstlichen Hilfswerks KIRCHE IN NOT (ACN).

Mitte Oktober haben Terroristen den Christen von Débé, einer Ortschaft im Nordwesten Burkina Fasos, ein Ultimatum von 72 Stunden gegeben, um ihr Dorf zu verlassen. „So etwas hat es noch nie gegeben“, erklärt Bischof Ky aus der Diözese Dédougou, „bisher wurde immer das ganze Dorf vertrieben, nie nur die Anhänger einer bestimmten Religion.“

Seit fast einem Jahrzehnt leidet Burkina Faso unter einem dschihadistisch geprägten Terrorismus. Die Terroranschläge begannen im Norden des Landes und sind heute in einigen Regionen häufiger als in anderen, aber keine Provinz des Landes ist davon verschont geblieben. Laut Bischof Ky üben die Terroristen, die in Burkina Faso als Nicht-identifizierte bewaffnete Männer – Hommes Armés Non Identifiés – bezeichnet werden, einen entscheidenden Einfluss auf das tägliche Leben der Einwohner in einigen Dörfern aus. So zwingen sie Männer, Hosen bis oberhalb der Fußknöchel, und Frauen, lange Kleidung und den Schleier zu tragen. Die Bevölkerung lebt nach den von den Terroristen auferlegten Vorschriften aus Angst vor Strafen, die bis zur Hinrichtung führen können.

In einem Flüchtlingscamp in Burkina Faso.

Tragische Eskalation

Gemäß den Aussagen des Bischofs hatten die Terroristen in Débé unter anderem jeden Kontakt mit der 45 km entfernten größeren Stadt Tougan verboten, wo sich das burkinische Militär befindet. Doch mit dem Schuljahresbeginn mussten sich die Kinder von Débé nach Tougan begeben, da die Schulen im Dorf von den Terroristen geschlossen worden waren. Unter dem Schutz eines Militärkonvois hätten Jugendliche sie dorthin begleitet. Auf dem Rückweg jedoch seien zwei dieser Jugendlichen – Pfadfinder aus Débé – allein und ohne Umgehung der von den Terroristen kontrollierten Achsen zurückgekehrt. So seien sie von den bewaffneten Gruppen entdeckt und festgehalten worden. „Man hat sie in ihr Dorf zurückgeführt, angeordnet die Kirche zu öffnen, und den einen Jugendlichen vor dem Altar, den anderen vor der Statue der Muttergottes erschossen“, erzählt der Bischof betroffen.

Der Grund für die Ermordung der Jugendlichen sei in erster Linie in ihrem Ungehorsam gegenüber den Befehlen der Terroristen zu suchen, die den Weg nach Tougan verboten hatten; und zweitens in ihrer Zugehörigkeit zu den Pfadfindern, die trotz Verbot ihre Aktivitäten im Dorf fortgesetzt hatten, was ihnen den Anschein der Freiwilligen zur Verteidigung des Vaterlands – Volontaires pour la défense de la patrie (VDP) – verliehen habe. Letztere sind eine von der burkinischen Regierung eingesetzte Gruppe zur Unterstützung der Armee und der Polizei im Kampf gegen die Terroristen.

Bischof Prosper B. Ky bei einem Besuch am internationalen Sitz des päpstlichen Hilfswerks KIRCHE IN NOT.

Viele Dörfer stehen aufgrund der Terroristen leer

„Aufgrund der Profanation durch den Mord an den beiden Jugendlichen haben wir die Kirche geschlossen und das Allerheiligste an einen anderen Ort verlegt, bis eine Messe zur Wiedergutmachung gefeiert werden kann“, erklärt der Bischof. Diese Maßnahme stieß offenbar auf den Unmut der Terroristen und blieb nicht folgenlos. Bischof Ky berichtet über das Zeugnis einer Christin, die aus Débé geflüchtet ist: „Drei Wochen nach der Ermordung der beiden Jugendlichen kamen bewaffnete Männer zurück und forderten uns auf, in der Kirche zu beten, obwohl sie geschändet worden war. Wir haben uns geweigert, und das war der Grund für unsere Vertreibung aus dem Dorf.“

Viele Dörfer und Städte in Burkina Faso stehen heute aufgrund der Vertreibung durch Terroristen leer. Wie Bischof Ky berichtet, durchstreifen Binnenvertriebene mit Hab und Gut die Straßen auf der Suche nach Unterkünften. In der Diözese Dédougou gibt es Hunderttausende von ihnen und das kirchliche Leben ist stark betroffen.

„Der Staat tut alles, um das Böse auszurotten und den Terrorismus zu vertreiben. Wir wissen jedoch, dass die Lösung nicht nur militärisch sein kann. Wir bedanken uns herzlich bei allen Wohltätern von KIRCHE IN NOT, die uns unterstützen und es uns ermöglichen, in dieser schwierigen Situation das Leiden der Menschen zu lindern“, so der Bischof. „Wir bitten um Gebet und flehen den Herrn an, Burkina Faso, der westafrikanischen Subregion und der ganzen Welt Frieden zu schenken.“

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Burkina Faso: Christ-Sein in Burkina Faso ist ein ständiger Akt des Glaubens und des Heldentums.

Bei einer Bombendetonation in Sudans Hauptstadt Khartum ist das dortige Missionshaus der Salesianerinnen schwer beschädigt worden. Zum Zeitpunkt des Vorfalls hielten sich neben den Ordensschwestern 20 Frauen, 45 Kinder, eine Gruppe älterer Menschen und weitere Personen in dem Gebäude auf. Einige von ihnen wurden leicht verletzt, Tote waren nicht zu beklagen.

Die Explosion ereignete sich bereits am 3. November, wie der Priester Jacob Thelekkadan KIRCHE IN NOT mitteilte. Seinen Angaben zufolge habe eine Bombe den ersten Stock des Missionshauses „Dar Mariam“ getroffen. Die Detonation habe die Schlafzimmer der Schwestern und einiger weiterer Gäste beschädigt.

Es sei ein großes Glück gewesen, dass sich die Mütter mit ihren Kindern zum Zeitpunkt des Einschlags im Erdgeschoss befunden hätten, erklärte Thelekkadan: „Wir können uns nicht vorstellen, welchen Schaden diese Explosionen angerichtet hätten, wenn die Bomben im Erdgeschoss gelandet wären!“ Einige der verletzten Personen, darunter auch zwei Kinder im Alter von vier und sieben Jahren, mussten ins Krankenhaus, konnten aber bald wieder entlassen werden.

Schäden im Missionshaus der Salesianerinnen in Khartum.

Mindestens 5000 Tote und 12 000 Verletzte

Von der Außenwelt weitgehend unbeachtet, dauert der Bürgerkrieg im Sudan mittlerweile seit sieben Monaten an. Seit Mitte April liefern sich die Armee von Militärherrscher Abdel Fattah al-Burhan und die RSF-Miliz seines früheren Stellvertreters Mohamed Hamdan Daglo einen blutigen Machtkampf. Ein Großteil der Kämpfe findet in dicht besiedelten Vierteln der Hauptstadt Khartum statt.

Nach Angaben des UN-Sondergesandten für Sudan, Volker Perthes, wurden bislang mindestens 5000 Menschen getötet und über 12 000 verletzt. Die Kriegsparteien haben Ende Oktober wieder Friedensgespräche aufgenommen.

Der Anteil der Christen in Sudan liegt bei unter fünf Prozent der Gesamtbevölkerung. Bei den Kämpfen wurden auch einige Gotteshäuser und kirchliche Einrichtungen zerstört, andere haben ihre Türen geöffnet, um Schutz und Zuflucht zu bieten. Obwohl die meisten Missionare aus Sicherheitsgründen evakuiert werden mussten, sind die Salesianerinnen entschlossen, bei den ihnen anvertrauten Menschen zu bleiben.

Khartum, die Hauptstadt des Sudan.
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Vier Jahrzehnte, nachdem die letzten Ordensfrauen den Nordwesten von Mosambik verlassen mussten, wurden sie bei ihrer Rückkehr von der Bevölkerung begeistert willkommen geheißen. Bei der Einweihung des Klosters der Missionsschwestern von der Unbefleckten Empfängnis im Dorf Dómuè nahe der Grenze zu Malawi und Sambia seien viele Menschen feiernd auf die Straßen geströmt, berichtete Schwester Mirian dos Santos dem weltweiten katholischen Hilfswerk KIRCHE IN NOT: „Zu sehen, wie sehr die Menschen auf unsere Anwesenheit gewartet haben, hat unsere Erwartungen übertroffen.“

40 Jahre wirkten keine Ordensfrauen in der Region, nachdem sie im Zuge des Bürgerkriegs in Mosambik (1977-1992) vertrieben worden waren. Damals waren nach der Unabhängigkeit von der portugiesischen Kolonialherrschaft in einigen Regionen Feindseligkeiten gegenüber der katholischen Kirche ausgebrochen. Die zuständige Diözese Tete hatte sich lange für eine Rückkehr der Ordensfrauen eingesetzt, wie Bischof Diamantino Guapo Antunes betonte: „Das ist etwas, das wir uns seit langem gewünscht haben, ja sogar erträumt haben. Jetzt ist es endlich so weit.“

Die zurückgekehrten Schwestern vor dem Ortsschild von Dómuè im Nordwesten von Mosambik.

Ausbildung von Katecheten für entlegene Gebiete

Neben Schwestern Mirian besteht die Gemeinschaft im Nordwesten Mosambiks aus zwei weiteren Ordensfrauen und einer jungen Frau, die ins Kloster eintreten möchte. Ihre Aufgaben führen sie in ein riesiges Pfarrgebiet: Sie bilden etwa 100 Katecheten aus, die in den entlegenen Gebieten Seelsorgestellen leiten. „Wir sind hier, um zu helfen, wo immer wir können“, erklärte Schwester Mirian. Eine erste Bestandsaufnahme habe bereits einige dringende Bedürfnisse zutage gebracht: „Wir brauchen zum Beispiel einen Geländewagen, um die weiter entfernten Gemeinden erreichen zu können.“ In einer Mitteilung an KIRCHE IN NOT bitten die Ordensschwestern um Unterstützung und Gebet für ihre neue Aufgabe.

Gläubige bei der Willkommensfeier für die Ordensschwestern.

„KIRCHE IN NOT hilft in wichtigen Bereichen“

Wie Bischof Antunes erklärte, habe das Hilfswerk in den vergangenen Jahren über 20 Projekte in der Diözese Tete unterstützt: „KIRCHE IN NOT hilft in wichtigen Bereichen wie der Priesterausbildung, beim Bau von Kapellen, dem Kauf von Fahrzeugen oder bei der Anschaffung von Geräten für den Radiosender unserer Diözese. Ich danke allen Spendern, die das möglich machen.“

In Mosambik sind nach Angaben der Studie „Religionsfreiheit weltweit 2023“ von KIRCHE IN NOT rund 55 Prozent der 32 Millionen Einwohner Christen, etwa 17 Prozent Muslime und 26 Prozent Anhänger traditioneller ethno-religiöser Gruppen. Mosambik gehört zu den ärmsten Ländern der Erde, besonders im Nordosten und den angrenzenden Regionen haben dschihadistische Gruppen Gebiete erobert und verüben Gräuel an der Zivilbevölkerung.

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Verwendungszweck: Mosambik

Das „Nazareth-Heim für Kinder Gottes“ in der Ortschaft Sang östlich von Tamale im Norden von Ghana ist für seine 120 Bewohner die letzte Rettung, im wahrsten Sinne des Wortes.

Schwester Stan Terese Mario Mumuni, ihre Klostergemeinschaft der „Marienschwestern von der eucharistischen Liebe“ und weitere Mitarbeiter bewahren die Kinder vor Verwahrlosung und Tod. Alle Heimbewohner sind körperlich und geistig beeinträchtigt – in den ländlichen Gebieten Ghanas oft noch ein Todesurteil.

Anhängern traditioneller Religionen gelten Menschen mit Behinderung oft als „Hexenkinder“ oder werden verdächtigt, Unheil zu bringen. Mit fatalen Folgen, wie Schwester Stan Terese Mario Mumuni im Gespräch mit KIRCHE IN NOT beschreibt: „Wenn in einer Dorfgemeinschaft ein Kind blind zur Welt kommt, kann die Mutter nicht mehr mit den anderen Frauen zum Brunnen gehen, weil ihr die Nachbarn sagen, sie hätte ein verhextes Kind. Und wenn es im Dorf ein Unglück gibt, schieben sie es auf das Kind.“ Oft würden diese dann ausgesetzt oder sogar getötet.

Ein Kind im „Nazareth-Heim für Kinder Gottes“.

Behinderung als Todesurteil

„Es ist schrecklich zu erleben, dass ein wunderschönes Kind dem Tod geweiht ist, nur weil es nicht sprechen, nicht laufen oder nicht sehen kann“, beklagt die Ordensschwester. Auch wenn eine Mutter bei der Geburt stirbt, lehne die Familie das Kind als „böse“ ab. „Kommt ein Kind mit Behinderung im Krankenhaus zur Welt, läuft oft die Mutter weg und lässt ihr Kind aus Angst zurück.“

In diesen Fällen kommen Schwester Stan Terese Mario und ihr Team ins Spiel: „Oft rufen uns Krankenhäuser an, und wir nehmen verlassene Kinder zu uns.“ Auch wenn die Ordensfrau von verwahrlosten Kindern in den Dörfern erfährt, zieht sie los und bittet die Familien, sie bei sich aufnehmen zu dürfen.

Marienschwestern der eucharistischen Liebe mit einer Lebensmittellieferung für das Kinderheim.

„Euer Gott ist mächtig“

Manchmal geben Familien auch ihre Kinder im Heim ab, oft mit einer erschütternden Vorgeschichte. Die Ordensschwester erinnert sich an Eltern, die ihre Tochter brachten und erzählten, dass sie für mehrere Morde in der Gemeinde verantwortlich sei.

„Ich fragte dann ironisch, ob dieses Kleinkind bei den vermeintlichen Morden ein Messer oder eine Pistole benutzt habe. Sie sagten nein, keine Waffen. Das Kind sei mit bösen Mächten im Bund, es könne nicht sehen. Also sagte ich: ,Lasst das Mädchen hier, dann kann sie jetzt mich und die Kinder töten.’ Aber die Eltern erwiderten: ,Nein, euer Gott ist mächtig, sie kann euch nicht töten.’“

Die Arbeit von Schwester Stan Terese Mario Mumuni und ihren Mitarbeitern ist lebenswichtig, steht aber unter enormen Schwierigkeiten: Ghana befindet sich in einer schweren Finanz- und Wirtschaftskrise, die sich durch den Krieg in der Ukraine noch verschärft hat. Getreide und Lebensmittel sind teuer oder durch die russische Ausfuhrblockade gar nicht mehr zu bekommen.

Konvent der Schwestern in Sang in Ghana.

Schwere Finanz- und Wirtschaftskrise verschärft die Lage

KIRCHE IN NOT hat in der Vergangenheit ein neues Wohnhaus für die Marienschwestern finanziert; weitere Projekte stehen an. Aktuell brauchen die Schwestern zum Beispiel ein geländegängiges Fahrzeug, um Kinder in eineinhalb Stunden entfernte Krankenhaus bringen zu können. Es fehlt auch an Kleidung für die Kinder.

überlegen zum Beispiel, eine Schule oder ein Krankenhaus einzurichten, die mit Gebühren auch eigene Einnahmen erzielen könnte.

Kinder in einem Dorf in Ghana.

Schwester ist voller Tatenkraft und Zuversicht

Bis dahin ist es noch ein weiter Weg, aber Schwester Stan Terese Mario ist voller Tatkraft und Zuversicht. Das habe mit der „Gebetsarmee“ zu tun, die hinter ihr stehe, erklärt sie – ihre Schützlinge im Kinderheim. „Unsere Kinder beten vor den Mahlzeiten, und jeden Tag beten sie den Rosenkranz. Immer wenn ich weg bin und sie anrufe, sagen sie mir, dass für mich oder eine bestimmte Person gebetet haben.“

Unterstützen Sie die Schwestern in ihrem Einsatz für die armen benachteiligten Kinder in Ghana – online … hier oder auf folgendes Konto:

 

Empfänger: KIRCHE IN NOT
IBAN: AT71 2011 1827 6701 0600
Verwendungszweck: Ghana

Nahezu überall in Afrika sind Katecheten wichtige Helfer der Priester. In den Pfarren, die sich zumeist über riesige Flächen erstrecken, sind sie es, die die Menschen in den zahlreichen und oft weit abgelegenen Dörfern im Glauben unterweisen, sie auf den Empfang der Sakramente vorbereiten und die sich mit den Gläubigen zum Gebet versammeln.

So ist es auch in der Diözese Mpika im Nordosten Sambias. Sie ist mit über 86.000 Quadratkilometern größer als Österreich, besteht aber nur aus 18 Pfarren, so dass die Entfernungen groß sind. Außerdem liegt sie in einem ländlichen Gebiet, wo die Straßenverhältnisse schlecht sind. Viele Orte sind isoliert und nur schwer zu erreichbar. Die Diözese verfügt über ein Ausbildungszentrum für Katecheten, weil ihr Dienst so wichtig für die Kirche ist.

Sambia Fahrräder für Katecheten
„Wir sind aufrichtig dankbar für diese Geste der Liebe und der Solidarität in dieser einen Mission Jesu Christi. Dass die Katecheten nun Fahrräder erhalten haben, motiviert sie.”

Bischof Edwin Mulandu hatte uns um Hilfe gebeten, denn er brauchte dringend 114 Fahrräder für die Katecheten seiner Diözese. Unsere Wohltäter haben großzügig geholfen, und so sind 24.000 Euro zusammengekommen, um den Katecheten, die „an vorderster Front stehen, um ihren Priestern dabei zu helfen, die Leute zu mobilisieren und den erloschenen pastoralen Eifer wiederzubeleben“, wie er schreibt, ihre Arbeit zu erleichtern. Mehr als die Hälfte von ihnen arbeitet „für Gottes Lohn“, also ehrenamtlich. Mit den Fahrrädern ist ihr Einsatz einfacher und effektiver geworden, denn nun können sie schneller von einem Dorf ins andere gelangen.

Die Freude ist groß, und wir möchten den Dank an alle weitergeben, die geholfen haben: „Wir sind aufrichtig dankbar für diese Geste der Liebe und der Solidarität in dieser einen Mission Jesu Christi. Dass die Katecheten nun Fahrräder erhalten haben, motiviert sie, weiterhin das zu tun, was sie am besten können: Ihr Leben in einem schwierigen Gebiet mit großen Entfernungen der Verkündigung des Evangeliums zu widmen.“

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